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    Also wenn man erstmal anfängt mit Roberts' Schiffen, wird es immer unübersichtlicher. Die mangelnde Originalität bei der Namenswahl macht die Sache nicht einfacher, die vier Royal Fortunes zu unterscheiden. Den französischen Zweidecker, von dem ich bislang nicht herausfinden konnte, wie er ursprünglich hieß, und ob er eine Frégate vaisseau à deux ponts oder ein dem britischen 50er-Typ vergleichbares Schiff war, hatte man nur kurz und tauschte ihn, weil er marode war, gegen einen geraubten Segler der Royal Africa Company, der ursprüngliich Onslow hieß. Das ist das Schiff, daß dann vom historisch präzise greifbaren britischen 50er Swallow fertiggemacht wurde. Wie auch immer - vermutlichi wird man für keine der Royal Fortunes konkrete Angaben machen können, was die Segelqualitäten angeht, wenn noch nicht einmal die Typen sicher sind. Und, wenn es um die Zweidecker geht - davon gab es unter den Piratenschiffen nur extrem wenige - . Später mehr zu anderen Typen!
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    Gern geschehen, ist auch ein interessantes Thema! Zu Roberts' Royal Fortune hatte ich noch geschaut - er hatte ja mehrere Schiffe dieses Namens. Es ist schon möglich, daß das ein richtiger Zweidecker war, aber dann wohl ein französischer. Und da wäre die Frage - ein 18-Pfünder-Zweidecker wie der britische 5th rate oder eine der Zweidecker- Fregatten (1. Ordnung)? Die waren dann wohl mit 12-Pfündern im Unterdeck bewaffnet. Bei Boudriot gibts auch eine Liste dieser Schiffe, es sind sogar einige zum fraglichen Zeitpunkt - als Roberts angeblich diesen Zweidecker kaperte, 1722 - aus der Schiffsliste der Marine gestrichen worden. Werde ich mal aufschreiben. Daß man eine Art "sailing report" zu einem dieser Schiffe findet, halte ich für unwahrscheinlich. Aber mal schauen. Generell kann man aber vermuten, daß für diese kleinen Zweidecker grundsätzlich galt, daß sie aufgrund ihrer ungüsntigen Proportionen keine guten Segler waren.
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    Moin, zur Dschunke füge ich folgendes bei: Replika Princess Taiping, eine Dschunke aus der Ming-Zeit ( 1368 - 1644 ) lief, bevor sie zerstört wurde, um 7 Knoten. http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/china/5230449/Chinese-sailing-boat-sinks-before-completing-17000-mile-voyage.html
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    Hallo Klaus, aber das sind ja gleich sieben Fragen auf einmal! Und ziemlich anspruchsvolle. Ich fange mal vorne mit der Liburne an, zu der es wohl scheint, daß man sich ihr nur in etwa nähern kann. Es gibt bei H.D.L. Viereck, Die römische Flotte, eine Liste von Marschgeschwindigkeiten antiker Flotten auf verschiedenen Routen. Das sagt nicht viel über die Maximalgeschwindigkeit eines einzelnen Schiffs, eine Flotte muß ja zusammenbleiben und daher immer langsamer, als ein einelnes schnelles Schiff auf dem Marsch. Außerdem ist nicht sicher, ob die Fahrt unter Riemen, Segel, oder einer Kombination stattfanden, wie die Wetterumstände waren, usf. Die errechneten Marschgeschwindigkeiten sind nicht sehr hoch - bei einigen Routen 4,5 Knoten, bei anderen kaum 1 kn. Im Text vermerkt Viereck: "Die Geschwindigkeit der Kriegsschiffe war nicht sehr hoch, wenn sie durch Riemenkraft bewegt wurden. Ihre Höchstgschwindigkeit dürfte für leichte Einheiten bei 4-5 kn, für Triremen bei 3-4 Kn gelegen haben. Dabei ist zu berücksichtigen, daß diese Geschwindigkeiten nur bei ruhiger See erreicht wurden; denn nach Polybios unterließ man in der stürmischen Jahreszeit zumeist Unternehmungen mit Riemenkriegsschiffen" Anders sehen aber die experimentellen Ergebnisse der Trireme Olympias von 1986 aus, von denen man bei Greenhill, Archaeology of Ships and Boats, einen Auszug findet: "(...) 12. Modifications to the oar rig in Olympias that are needed to enable the required oar power in a sprint (raising maximum power 25-30 per cent and speed for 9,5-9,7 knots) have been established clearly enough to make building and testing a modified ship a worthwile experiment. 13. The same modifications are expected to enable the ship with a good oarcrew to maintain 7,5 knots all day continously as attested for a three in antiquity.(...)" (S170). Leider ist da nicht klar, welche Geschwindigkeit tatsächlich erreicht wurde, nur was mit Modifikationen für erreichbar gehalten wurde - aber die für realisierbar gehaltenen Geschwindigketien von 9,5kn Sprint und 7,5 Marsch sind ziemlich beeindruckend. Das war nun das schwerere Kriegsschiff, dann habe ich noch etwas zu einem sehr leichten, allerdings einem Flußkriegsschiff: Lusoria, der Nachbau eines der Mainzer Römerschiffe, der 2005 erprobt wurde. Man erreichte damit einmal kurzzeitig 5,8 Kn. (Schäfer, Lusoria, S. 52f.) Der Nachbau basierte übrigens aus der älteren, kürzeren Rekonstruktion - es gab später eine weitere, derzufolge ds Schiff etwas länger gewesen wäre.) Soviel zu Ruderschiffen - Daten speziell zu Liburnen, welcher Größe auch immer, habe ich leider nicht gefunden, aber hier kann man sich wohl schon eine gute Vorstellung von den Geschwindigkeiten machen. Zu einer Fusta habe ich bedauerlicherweise nicihts, ebensowenig zu Dschunken. Beim Rest muß ich noch mal nachschlagen.