McCool

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Everything posted by McCool

  1. Dieselben Biographien wie der aktuelle "Spiegel" stellt auch ein Beitrag von Deutschlandradio Kultur vor: Elisabeth Badinter: Maria Theresia. Die Macht der Frau. Mit 300 Seiten verhältnismäßig knapp, feministischer Ansatz. Barbara Stollberg-Rilinger: Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit. Über 1000 Seiten, offensichtlich die Arbeit einer kompetenten Historikerin. Für den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse nominiert. Badinter ist Philosopieprofessorin in Paris und scheint mir, aus meiner beschränkten maskulinen Perspektive, keine der hysterisch-verbohrten Vertreterinnen des Feminismus zu sein, was sie dazu befähigt, Fehlentwicklungen desselben zu analysieren und zu kritsieren. Die Frage ist jedoch dann bei einem Buch über Maria Theresia, das aus mit einer gewissen Intention heraus geschrieben wurde - geht es eigentlich um sie, oder um etwas anderes? "Glühende Parteinahme", welche die DR-Kultur-Readaktrix der Professorin Badinter attestiert, ist kein Qualitätsmerkmal. Wenn man sich wirklich fundierte Erkenntnisse über die Kaiserin erhofft, greift man dann wohl besser zum Buch von Stollberg-Rilinger, die Professorin für Geschichte der frühen Neuzeit in Münster ist. Sie scheint, wie ich der Besprechung im "Spiegel" entnehme, durchaus zu einer besser akzentuierten Einschätzung Maria Theresias, ihrer Politik, und ihrer (Selbst-)Inszenierung. Der Rezensentin beim Deutschlandfunk war das Buch zu wenig gefühlig, die Kaiserin komme einem nicht nahe, der distanziert-sachliche Ton behagt ihr nicht. Die Sachlichkeit eines Sachbuchs bemängeln? Ja, wirklich? Es ist beruhigend, daß es noch Verlage gibt, die nicht nur schmalbrüstiges Gefühlsedutainment für die Allgemeinheit herausbringen, sondern auch wissenschatlich ernstzunehmende Werke.
  2. Das ist ja genial, dankesehr! Aus der Frühzeit kannte ich gar nichts.
  3. Nach 8 Jahren, endlosen Gerüchten und Enten: Endlich gibts definitiv ein neues AC/DC-Album! Die Aufnahmen sind abgeschlossen, und irgendwann im Ende des Jahres soll es erscheinen. Es gibt sogar schon einen Wikipedia-Artikel... http://en.wikipedia.org/wiki/AC/DC%27s_fif...th_studio_album Hier gibts einen Song zu hören, den Brian Johnson und Cliff Williams von AC7DC Ende letzten Jahres zusammen mit anderen Musikern aufgenommen hatten - (zwar keiner der neuen AC/DC-Songs, wie manche Knalltüten behaupteten... aber fast soetwas wie..) http://www.johnentwistle.org/crc/crc.html Juhu!
  4. >A Pair of Brown Eyes Pogues
  5. Sehr interessant! Die friedfertigen weichen Mützen kennt ja der deutsche Michel auch. Als antagonisten die steifen, kriegerischen Hüte klingt ja auch plausibel. Allerdings ähnelt ihr auch die phrygische Mütze, die man ja spätestens seitdem Tyrannenmörder Brutus als gefährlich-revolutionär kennt, und auf welche natürlich die Jakobiner zurückgriffen. Es ist auf jeden Fall auch ein Anti-Hut; entsprechend trugen die Sansculotten ja auch keine anständigen Hosen. Soll ich noch erwähnen,
  6. Zuerst ist er 14 und "probationary Midshipman", er hat ja immerhin über 400 Seiten Zeit, um dann noch ein bischen zu wachsen und Leutnant zu werden. Was die Leseprobe angeht, in der Tat, Haley erzählt vielleicht eher Geschichte, als eine Geschichte. Forester war ein hervorragender Schriftsteller und in historischer Hinsicht eher unpedantisch, O'Brian war ein hervorragender Schriftsteller mit atemberaubenden historischen Kentnissen. Haley war halt bislang historisch tätig. Ist eben die Frage, ob er das Handwerk der Romafiktion auch beherrscht. Hätte ich so nicht mal als Miniatur wiedererkannt. Da möchte ich zweierlei vom kulinarisch-olfaktorischen Standpunkt anmerken: Angesengtes Kuhfleisch riecht nicht unappetitlich, das kennt man vom Grillen. Was hingegen wirklich infernalisch stinkt ist z.B. ein totes Schaf, das ein, zwei Tage in der Sommersonne zugebracht hat. Der weitere Punkt ist, daß dem Autor möglicherweise eine achronistische Vorstellung von Schokoladenpudding um 1800 vorschwebt, als er schildert, wie den Protagonisten das Blubbern stinkenden, heißen Pechs in einem Kessel auf einer Werft an die Kochkunst seiner Mutter erinnert (offenbar sehr geruchstintensiv, die Geschichte). War wirklich ein Pudding im englischen Sinne gemeint, oder ein Flammeri?
  7. Kann man vorsätzlich ein amerikanischer C.S. Forester oder Patrick O'Brian werden? James L. Haley schickt sich offenbar an, es zu versuchen, und zumindest beim den Kunden eines Internetladens kam sein erster Versuch ziemlich gut an. Der Roman "The Shores of Tripoli" soll der Beginn einer Seefahrer-Romanreihe sein, die innerhalb der U.S. Navy handelt, und zwar zur Zeit der Kriege mit den Barbareskenstaaten. Ein Midshipman namens Bliven Puntnam segelt mit dem Marineschoner Enterprise ins Mittelmeer; später kommt er auch an Bord de Constitution. Kirkus Reviews James L. Haley Hat dies schon schon jemand hier gelesen?
  8. >Brown Eyed Handsome Man Chuck Berry
  9. 1998, als die Veröffentlichung der nicht gerade vollkommenen Ullstein-Übersetzungen gerade beim 4. Band der Reihe um Jack Aubrey und Stephen Maturin angelangt war, erschien im "Spiegel" eine Eloge Donna Leons auf O'Brians Helden. "Seit sechs Jahren, seit dem Beginn meiner Sucht, warte ich voll Ungeduld auf das Erscheinen jedes neuen Buches. Gerade bin ich mit Nummer 19 fertig, dem Roman "The Hundred Days", und ich habe mit zitterndem Herzen die Nachricht gelesen, daß O'Brian beabsichtigt, seine seit drei Jahrzehnten publizierte Reihe von Seefahrerromanen mit dem nächsten Buch abzuschließen." Diesen Band sollte O'Brian dann ja leider nicht mehr beenden können. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7075561.html
  10. >Grantchester Meadows Pink Floyd
  11. >Money Pink Floyd
  12. >The Naked Eye The Who live, Isle of Wight 1970
  13. Hier gibts ein Video des gewaltigen William Rex - Modells zu sehen:
  14. Ab Hoving: William Rex. Model of a 17th Century Warship. Rijksmuseum Dossiers. 2005. 63 Seiten, zahlreiche meist farbige Abbildungen. Format 17 x 24 cm (Englischsprachige Ausgabe). Im Gegensatz zu den Angaben im Webshop des Rijksmuseums und z.B. auch Amazon hat das Heft keine 96 Seiten sondern tatsächlich nur 63. https://rijksmuseum.nl/webwinkel/product.js...0en%20collectie Gegenstand dieses kleinen Hefts ist das große zeitgenössische Modell eines niederländischen Kriegsschiffs. Es entstand 1698 zu Repräsentationszwecken, stellt aber, obwohl es in realistischer Bauweise erstellt wurde, kein tatsächlich existierendes Schiff dar. Der Name "Wilhelm Rex" ist eine Erfinung des 19. Jahrhunderts. Der Autor, Restaurator für Schiffsmodelle am Rijksmuseum, stellt das Modell vor und setzt es in den historischen Kontext. Hier eine Übersicht über die Abschnitte (Unterabschnitte nicht aufgeführt): The William Rex Model Kees the Devil and the States of Zeeland TheWilliam Rex and other 17th century ship models The Function of Ship Models The Ship as a Machine The Ship as a fighting Machine Life on Board The William Rex as a Museum Exhibit Glossary Zwangsläufig sind die Abschnitte recht knapp. Jene zur niederländischen Marinegeschichte sind sehr hilfreich, da die meisten Leser mit der niederländischen Seefahrtsgeschichte wahrscheinlich weniger vertraut sind. Hovings Beschreibung der Entstehungsumstände des Modells sind sehr interessant, und zusammen mit den Ausführungen zur Funktion von Schiffsmodellen sollten insbesondere Modellbauer nachdenklich werden, auf welche Weise sie Schiffsmodelle als Quelle für das tatsächliche Aussehen von Schiffen verwenden können. Angesichts des Umstandes, daß der Gegenstand des Hefts das Modell ist, wären ausführlichere Bemerkungen über die Konstruktion und Ausführungen über Stil und Ausführung der Dekorationen des Modells wünschenswert gewesen. Diese Aspekte weren selbstverständlich mit sehr interessanten Informationen angerissen, aber über das Modell wäre sicherlich weit mehr zu sagen als es im engen Rahmen dieses Hefts geschieht. Das Modell wurde bereits im 19. Jahrhundert aufgemessen; die entstandene Zeichnung ist leider klein (dem zu kleinen Format des Bändchens geschuldet) und in schlechter Qualität abgedruckt, zudem Rumpfseitenansichten und Wasserlinien in einem anderen Maßstab als der einzeln abgedruckte Spantriß. Positiv sind die Zeichnungen zur Takelage - eine komplette doppelseitige Ansicht und dann fünf kleinere Tafeln, welche Masten und Spieren, stehendes und laufendes Gut und Segel zeigen. Statt der sehr allgemeinen Textabschnitte "The Ship as a Machine", "The Ship as a Fighting Machine" und "Life on Board" hätte man den knappen Platz besser auf das Modell selbst verwendet - hier zu erklären, was ein Anker ist oder was Linientaktik ist, scheint mir fehl am Platze. Wenn denn für nötig erachtet, hätten knappe Erläuterungen im "Glossar" gereicht. Die Zahl der Fotos des William Rex Modells ist zu gering (18), und einige davon sind nicht besonders nützlich, da zu klein abgedruckt. Zu klein sind auch die Fotos einiger Modelle, die als Vergleich abgedruckt sind (z.B. Hollandia und ein anonymes Modell). Überflüssig erscheint mir auch die Abbildung irgendwelcher Modelle von Ausrüstungsgegenständen aus dem 19. Jhdt. die mit dem William Rex-Modell nichts zu tun haben. Das Literaturverzeichnis ist mager und enthält offenbar nichts, was sich sonst noch mit dem William Rex-Modell beschäftigt. Falls es tatsächlich keine weitere Literatur zu dem Modell geben sollte ist es allerdings bedauerlich, daß der vorliegende Band so knapp ausgefallen ist. Die Texte des Bändchens sind hochinteressant, insgesamt ist es aber viel zu klein, zu dünn und zu teuer. Beim Rijksmuseum-Webshop wird das Heft für 14,95 Euro angeboten, bei Amazon für ca 18. Angesichts des sehr bescheidenen Umfangs und des sehr kleienn Formats wären allenfalls 7 Euro angemessen. Da es aber anscheinend keine weitere Literatur zu dem Modell gibt, kommt der am Modell Interessierte wohl nicht an diesem Heftchen vorbei.
  15. The Warship Anne. An illustrated history. 160 Seiten, mehr als 80 Illustrationen und Fotos Richard Endsor, der Autor des phantastischen Buchs über das Restoration Warship, widmet sich in seiner neuen Publikation dem Warship Anne (1678-1690) einem weiteren 70-Kanonen-Schiff. Inhalt laut Verlagsseite: Ein ausführlicher Text des Autors über das Buch auf den Seiten von J.D. Davies, inklusive Illustrationsbeispiel https://jddavies.com/2016/11/28/the-warship-anne/
  16. >Second Hand Love / Give Blood Pete Townshend and the Deep End Live 1986, Rockpalast
  17. Jacques Heers: The Barbary Corsairs. Warfare in the Mediterranean 1480-1580. Ins Englische übersetzt von Jonathan North https://www.pen-and-sword.co.uk/The-Barbary-Corsairs-Paperback/p/13337 Erscheint: 30. April 2017 Das Buch widmet sich der ersten Phase der Jahrhunderte währenden Plage intensiven nordafrikanischen Seeraubs und Sklavenhandels. Jaques Heer (1924 - 2014) war ein französischer Mediävist, zu dessen Arbeiten auch weitere Werke zu mittelalterlicher Sklaverei im Mittelmeeraum und auch speziell islamischer Sklaverei umfassen. Das o.g. Buch ist offenbar die Übersetzung des bereits 2001 erschienenen Buchs Les Barbaresques: la course et la guerre en Méditerranée, XIVe - XVIe siècle. (Die differierenden Zeitangaben der Titel könnten auf eine Kürzung der englischer Version hindeuten?)
  18. Weil mich die hübsche nostalgische Computerspielmusik aus Fallout 3 gerade zu sehr an die Postapokalypse gemahnt, eine schöne Live-Nummer von the Who: >Trick of the Light
  19. Jedediah Berry: Handbuch für Detektive. Literatur vom Supermarkt-Grabbeltisch, allerdings wegen des generell gering ausgeprägten Interesses an Büchern im Volke praktisch unbegrabbelt. Auswahlkriterien waren die angenehme Haptik, die graphische Gestaltung des Covers, sowie der überzeugende lobpreisende Klappentext.
  20. Was gibts neues in eurem Bücherregal? Was habe ihr vor zu lesen? Vor ein paar Tagen fiel ich einem Antiquariat zum Opfer, das mir folgendes andrehte: Joseph Conrad: Der Nigger von der Narcissus (jepp, die Geschichte ist genauso "pc" wie der Titel verspricht! ) Wilhelm Raabe: Erzählungen (Die schwarze Galeere - spielt im Kampf der Niederländer gegen die Spanier; weiter: Else von der Tanne; Die Gänse von Bützkow; Horacker. Ulrich Bräker: Der arme Mann im Tockenburg. Lebenserinnerungen eines armen Schweizers, der u.a. im Siebenjährigen Krieg in die Fänge preußischer Werber gerät und an der Schlacht von Lobositz teilnehmen muß... Nicholas Monsarrat: Der ewige Seemann. Die Irrfahrten des Matthew Lawe. Der persönliche Bootssteurer Francis Drakes hat in der Schlacht gegen die Armada einen Anfall von Feigheit und wird deswegen zur Unsterblichkeit verflucht. Fortan muß er die Welt bereisen und Abenteuer erleben. 1588: Der Feigling. 1610: Auf Entdeckungsreise. 1670: Pirat. 1682: Schreiber der Admiralität. Mindestens einen weiteren Band gibts auch noch.
  21. >J. S. Bach, Cello-Suite No 1 iin G-Dur, Bwv 1007. Wen-Sinn Yang
  22. >Rondeau des Indes Galantes (1735) Jean Philippe Rameau
  23. Wahrscheinlich durch Querschläger! Das kommt davon, wenn man Flinten-Uschi gebrauchte G36 abkauft. Schwerer Fehler des Imperiums.
  24. Angenehm wäre mir wohl nicht als erstes Attribut eingefallen - wobei ich nicht sage, daß ich das Gegenteil empfände, aber es ist halt zu eigenwillig, um nur gefällig zu sein. Ist ja auch wieder ein sehr fröhlicher Titel, knock knock, Bad Vibrations gewissermaßen. Das ist ein Säng-Er, oder? Hört sich manchmal nämlich fast an wie Phoebe Killdeer. Und er singt immer in dem Stil?
  25. Daß sie Satan verehren! Weil ich das Stück aus dem VtMB ganz interessamt fand, habe ich die Band halt nachgegoogelt und stieß dann auf Interviews, wo sich der Sänger über seine Idee vom Satanismus ausließ, was auch leider nicht nur eine Jungendblödheit war. Das ist dann für mich so ein Fall von "nein, danke". In selbigem Spiel übrigens noch so ein Fall "klingt wie...": Ich dachte echt, ich höre im ersten Part David Bowie, war er aber nicht; der Part erinnerte mich an irgendeinen Song von "Outside". Richtig, das war ist richtig nett. Du hattest es schon mal erwähnt. Gabs denn auf dem Timber Timbre-Albun sonst noch Favoriten?