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McCool

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Everything posted by McCool

  1. Solo a Star Wars Story

    Sieht doch ganz hübsch aus. Wookie!!!! Die Story bietet ja vielleicht mal Gelegenheit, noch etwas anderes zu erzählen als die wahnsinnig schicksalträchtigen Prequels, die bis jetzt drangehäkelt wurden.
  2. Hier gibts was auf die Ohren!

    Nach 8 Jahren, endlosen Gerüchten und Enten: Endlich gibts definitiv ein neues AC/DC-Album! Die Aufnahmen sind abgeschlossen, und irgendwann im Ende des Jahres soll es erscheinen. Es gibt sogar schon einen Wikipedia-Artikel... http://en.wikipedia.org/wiki/AC/DC%27s_fif...th_studio_album Hier gibts einen Song zu hören, den Brian Johnson und Cliff Williams von AC7DC Ende letzten Jahres zusammen mit anderen Musikern aufgenommen hatten - (zwar keiner der neuen AC/DC-Songs, wie manche Knalltüten behaupteten... aber fast soetwas wie..) http://www.johnentwistle.org/crc/crc.html Juhu!
  3. The Orville - das andere Star Trek

    Also zu No. 8, Falte im Weltraum, fand ich, daß das ja oft etwas gefährlich ist: Kinder im Weltraum. Wie leicht man da plötzlich eine Mary Sue Crusher am Hals hat! Obwohl doch jeder weiß, daß Kinder in Wirklichkeit zwar recht lustige, aber auch etwas törichte kleine Menschen sind, die der Dressur und Anleitung bedürfen. Isaac war natürlich sehr geeignet als Kindergärtner, und interessanterweise revidiert er seine Auffassung über die Blagen, von denen er den älteren zunächst für zurückgeblieben hält, in gewissem Maße. Wahrscheinlich erkennt er einen Sinn darin, wie Kinder auf dem Weg ins Erwachsenenleben Grenzen austesten und auch mal schmerzvolle Erfahrungen sammenln; das alles unter dem liebevollen Gebrüll der Mama. Die erinnerte mich etwas an eine gewisse Lois Wilkerson, die gleich mit drei Söhnen und einem etwas dümmlichen Ehemann geschlagen war. No. 9 war natürlich ziemlich komödiantisch. Ob blond, ob braun, der Blaumann liebt die Fraun'. Und den Captain. Wenigstens ist den Verantwortlichen klar, daß der hinterhältige Pheromonfriede nicht von dauer sein wird. Wie sich wohl das Verhältis von Captain und Catainette entwickelt nach dieser Erfahrung? Cmdr. Kelly hat zum Schluß immer noch ein Gemälde in ihrem Quartier ,das aussieht wie "fifty shades of blue". Wenn das mal nicht was zu bedeuten hat.
  4. STAR WARS 8

    Das ist eben leider auch nicht nur ein Drehbuchpatzer, sondern, wie schon mal erwähnt "toxic masculinity", ein Konzept des androphoben Genderkults. Ein englischsprachiger Text zum Phänomen in Star Wars hier. Aber schön, daß man das auch hier einfach ingorieren und sich unterhalten lassen kann.
  5. Kein Wunder, daß die verwöhnten Liebhaber der Skillingsbolle sich für sowas Süßes interessierten!
  6. Schon im Kaiserreich betrachtete man das Jahr der Indienststellung dieser kleinen Korvette Amazone als eigentliches Gründngsjahr der deutschen Marine. Ob das ganz richtig ist - dazu weiter unten. Erstmal Daten und Schilderung ihrer Tätigkeit: Die Amazone war bereits im Jahre 1843 gebaut als Übungsschiff für die Navigationsschüler in Stettin vom Schiffbaumeister Elberthagen und machte unter Führung des früher dänischen Seeoffiziers v. Dirking - Hohnfeldt später Schröders mehrere transatlantische Übungsfahrten nach Südamerika und Nordamerika. Die Amazone war 105 Fuß lang(...) und 28 Tuß breit, der Tiefgang 11 Fuß, also eine Korvette kleinster Klasse, die man sonstgewöhnlich als Brigg takelte. Das Schiff lag niedrig zu Wasser, hatte hohe Verschanzungen, einen lang ausgezogenen Bug und trug 12 leichte Geschütze (18 Pfünder) zum Exercieren. Die Besatzungsstärke wechselte selten und betrug zwischen 120 und 150 Mann. Das Schiff war reichlich betakelt und muß mit seinen hohen Masten einen recht flotten Eindruck gemacht haben. Die Berichte sprechen es aus, daß die Korvette bei leichtem Winde ein sehr guter schnellfüßiger Segler gewesen sei, bei schlechtem Wette jedoch ein rankes, ungemütliches Schiff, das wenig Segel tragen konnte und stete Havarien in der Taklelage hatte. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß das Schiff sehr übertakelt war. Es diente lediglich als Schulschiff und entsprach diesen Zwecken im Sommer auch sehr gut, da die Takelage für die jugendlichen Schüler äußerst handlich war, die Kreuz-Ober-Bramrah hatte nur eine Länge von 11 Fuß. Im Jahren 1852 machte die Fregatte mit "Gefion" und "Mercur" zusammen eine Reise nach dem La Plata und Westindien, zugleich das erste preußische Geschwader bildend. Auch in den ferneren Jahren wurde die "Amazone" häufig als Kadettenschiff in Dienst gestellt. 1861 wurde sie an Portugiesiche Küste geschickt, um dort während der Wintermonate zu kreuzen. Auf dieser Reise ist das Schiff verschollen samt seiner 145 Mann starken Besatzung und vermutlich an der holländischen Küste in einem sehr heftigen Sturm zu Grunde gegangen. [Arenhold: Erinnerungsblätter an die Königlich Preußische Marine, 1902] Aus Sicht des Kaiserreichs war sicherlich Amazone das erste Schiff der Flotte, seine Anschaffung markiete eine Entwicklung, die 1853 endlich zur Begründung der Admirälität fürhte, während zuvor die bescheidenen Marineangelegenheiten von einer Abteilung des Kriegsministeriums betreut wurden. Jedoch war bereits aufgrund des deutsch - dänischen Krieges 1848 eilig eine Flotte ins Leben gerufen worden, um sich der Dänen erwehren zu können. Diese Flotte überlebte das Paulskirchenparlament und blieb als einzige Institution des "demokratischen" Zwischenspiels noch bis 1852 bestehen. Als dann diese Flotte liquidiert wurde, erwarb Preußen die erbeutete, ehemalige Fregatte Gefion und den Raddampfer Barbarossa, das ehemalige Flaggschiff der Bundesflotte. Während dieser jedoch in derart schlechtem Zustand war, daß er dann doch nur noch als Hulk diente, diente Gefion noch lange als Schulschiff in der Marine. Ab den 1850er Jahren wurde der Aufbau der preußischen Flotte kontinuierlich vorangetrieben, während es in den Jahrzehnten zuvor nur zu wenigen sporadischen Versuchen und Projekten gekommen war. Ein Bild der Amazone ist hier zu sehen. Es ist zwar kein zeitgenössisches - anscheinend gibt es keines - scheint aber glaubwürdig. Falls es jemanden interessiert, könnte ich noch ein etwas besseres einscannen (von Arenhold).
  7. 2015 erhielt die Victory einen neuen Anstrich, der Viele irritierte. Die einstmals kräftig gelben, denn in einem dunkleren Ocker gestrichenen Batteriestreifen erhielten nun einen Farbton, den einer der Verantwortlichen als "Terracotta" bezeichnet, den einige aber für Pink halten. Es gibt hier ein schönes Video dazu: Ab hier wird etwas zur Analyse von Farbproben vom Schiff erläutert. Bemerkenswert finde ich da, daß noch 1802 ein stärker gelb/ockerfarbiger Abstrich erfolgte (Puh, Modellbauer, die Pink nicht mögen, haben Glück gehabt - das bietet noch einen Ausweg aus dem Pink: Victory 1803, direkt nach dem großen Umbau.). Die nächste Schicht ist deutlich heller, das ist der Farbton, den man 2015 rekonstruiert hat. Von diesem Farbton aus ist es nur noch ein kleiner Schritt ist, bis man die Batteriestreifen gleich weiß anstreicht. Insgesamt ist der "neue" Farbton keine große Überraschung. Das finstere Ockergelb, das man davor hatte, hätte um 1800 wohl nicht so viel Anklang gefunden. In einem anderen Thread hatte ich schon einmal auf eine Quelle verwiesen, die hellere Ockertöne gegenüber den billigeren Standardmaterialien bevorzugte - das hing dann aber auch vom Geldbeutel des Kommandanten ab.
  8. Mit der Franklin-Expedition hat hat die Hamburger Illustratorin Kristina Gehrmann ein ungewöhnliches Thema für ihre Jugendbuch-Trilogie gewählt. Im Eisland 1: Die Franklin-Expedition Im Eisland 2: Gefangen Im Eisland 3: Verschollen Zeichnerisch jedenfalls sehr schön umgesetzt, wie man an den Leseproben erkennen kann. Der erste Band wurde 2015 mit dem Deutschen Jugendliteratur-Preis ausgezeichnet. Nach Angabe der Autorin in ihrem Blog ist das erste Buch geeignet ab ca 12-14 Jahren, aber "Vol. 2 and 3 have some adult themes. As you know everyone dies in the end, and there’s cannibalism and some nudity though nothing explicit." Erscheinen sind die Bände beim Hinstorff-Verlag, wo man sie auch direkt bestellen kann, unter Umgehung großer Buchkraken. Der Verlag pflegte bei meinen zwei bisherigen Bestellungen dort ziemlich blitzartig zu liefern! Blog der Autorin, bei der man auch Illustrationen erwerben kann, inklusive Vorschau auf den Inhalt der Eisland-Bände: http://www.kristinagehrmann.com/just-drew-graphic-novel-franklin-expedition/ http://www.kristinagehrmann.com/ Präsenz des Hinstorff-Verlags: https://www.hinstorff.de/graphic-novel/512/im-eisland-band-1-die-franklin-expedition-9783356019018.html
  9. Dreimal Gerard?

    In Der Hornblower-Reihe gibt es drei Gerards: Der erste ist Leutnant zunächst auf der Lydia, dann auf der Sutherland; er schmachtet dann später noch in französischen Kerkern, wohin Hornblowers Heldentum ihn ja gebracht hat, während selbiger fröhlich seine nächsten Streiche veranstaltet. Dazu hat er einen Ersatzgerard bekommen, den Neffen des Lydia-Gerard im Range eines Midshipman, der auf der Nonsuch dient. Kann mich nicht erinnern, daß er noch irgendeine markantere Rolle in der Ostseemission spielt. Und da fragt sich noch, ob der dritte Gerard vielleicht noch diese sein könnte? Nämlich der Flaggleutnant in Westindien. Aber hätte Forester das nicht erwähnen müssen? Gerade in den Westindien-Episoden gibts ja z.B. auch noch ein paar Referenzen auf Pellew (Sekretär Spendlove wurde durch Lord Exmouth empfohlen) und die Indefatigable (ein alter Bordgenosse, der Hornblower irgendwelche Seemannsarbeiten beibrachte und ihn, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, als "kleinen Kakerlak" oder soetwas bezeichnet).
  10. Eine Sammlung transkribierter Texte des 18. Jahrhunderts zu verschiedensten Themen. https://quod.lib.umich.edu/e/ecco/
  11. Aus dem Bodensee ist ein 3100 Jahre alter Einbaum geborgen worden, der 2015 entdeckt worden war: https://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-lindau/AEltester-Schiffsfund-im-Bodensee-So-lief-die-Bergung-des-Einbaums-in-Wasserburg-ab;art372480,9693581 https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-lindau/lindau_video,-holzboot-aus-der-bronzezeit-aus-dem-bodensee-geborgen-_vidid,145772.html
  12. Im April 1995 veranstaltete das Mariners Museum in Newport News, Virginia, einen Abend mit dem zu dem Zeitpunkt 80-jährigen Patrick O'Brian. Ein Video davon ist bei youtube zu sehen. Leider ist die Tonqualität ziemlich schlecht, und O'Brian spricht sehr leise. Und nochmals leider, es scheint das einzige Video mit O'Brian zu sein, daß überhaupt im Netz zu finden ist. (Die Video-Untertitel helfen auch nicht viel weiter. In den Kommentaren war angekündigt, Untertitel als Transkript hinzuzufügen, aber offenbar sind da nur automatisch erzeugte verfügbar, und O'Brian macht's der Spracherkennung wirklich nicht leicht.)
  13. Im Planarchiv des NMM findet man abgelegt unter "Seahorse 1748" mit der Signatur ZAZ3622 einen irritierenden Plan, der so gar nicht nach dem oben charakterisierten Establishment-6thrate aussieht. Dieser Plan ist auch als "Neuzeichnung" in Peter Goodwins schönen, aber stellenweise etwas irrtumsbehafteten Buch über "Nelson's Ships" abgedruckt. Die Daten, die Goodwin für die Establisment-Seahorse nennt, stimmen mit denen, die auf dem Plan im Buch sogar einigermaßen zu entziffern sind, nicht überein. Es ist merkwürdig, daß ausgerechnet Goodwin, der sich mit den altmodischen 6thrates auskennt, diese Diskrepanzen nicht aufgefallen sind, zumal er im Abschnitt über die Seahorse und auch in jenem über die Dolphin noch mehrfach seine eigene Blandford-Monographie verweist. Auf dem o.g. Originalplan sind noch mehr Anmerkungen, als auf dem bearbeiteten Plan in Goodwins Buch. Was dort jedenfalls nicht zu lesen ist, ist der Names Seahorse. Dort steht, ohne Datum, "Proposed for A Frigate of 24 Guns". Dann folgen die Parameter: Length on the Lower Deck 114-3 Keel for Tonnage 94-6 Breadth Extreme 31-9 (daruntergesetzt: 32) Depth in Hold 10-4 Burthen in Tons 506 64?/94 Die Daten stimmen fast exakt mit denen der Porcupine-Klasse überein (Daten für die Klasse, s. Winfield). Die (fiktive) Kiellänge weicht um zweieinhalb Inch ab, was an der auf 32' geänderten Breite, s.o liegen mag - ich habe es nicht nachgerechnet. Die Raumtiefe ist minus 1 Inch (10-3). Das BM fällt geringfügig höher aus, 513 55/94. Schwach zu erkennen auf dem Plan oben, aber nicht im Buch, ist eine mit Bleistift eingezeichnete "Bridle Port", wie sie die Porcupines hatten. Hier ein Plan einer Porcupine, Cocodile ("as built"). Etwas abweichende Paramter liegen offenbar daran, daß man die Daten hier "as built" angibt. Es scheint auch sonst noch ein paar geänderte Kleinigkeiten gegeben zu haben (Wanten/ Rüsteisen). Es wurden vom Unabhängigkeitskrieg bis zu den Koalitionskriegen sehr wenige fregattenförmige 24er-6thrates gebaut - nur die 10 Porcupines. Eine Seahorse gab es unter ihnen nicht. Der o.g. Plan wurde offenbar späterhin fälschlich als "Seahorse" identifiziert, oder es gab eine gewisse Verwirrung um eine evtl geplante, aber nicht durchgeführte Namensvergabe - denn bekanntlich existierte die alte Seahorse ja weiter bis 1784, und da waren sämtliche Porcupines längst fertiggestellt und getauft. (Genaugenommen waren 1784 drei der Klasse sogar schon wieder kaputt, inklusive Crocodile.)
  14. Der Establishment-6thrate SEAHORSE 1748/1770: Upgrading Die von Surveyor Allin entworfene SEAHORSE war einer der letzten hochbordigen 6thrates, die einstmals als soetwas "Galley Frigates" gedacht waren. Die ersten davon entstanden meistenteils als Rebuilds alter Demi-Batterie 5thrates unter dem Establishemnt von 1719. Die BLANDFORD allerdings, die Peter Goodwin in seiner "Anatomy" schön dokumentiert, war ein Neubau. Die Bewaffnung dieser Schiffe mit 6-Pfündern scheint gemessen an späteren Verhältnissen nicht besonders stark, aber sie waren auch nur 106 ft lang. Der Typ war in konstruktiver Hinsicht ein Zweidecker, bei dem auch das (zunächst ganz unbewaffnete) Unterdeck über der Wasserlinie lag. Die klassische Fregatte, die seit den 1740ern auftrat, war ebenfalls als Zweidecker konstruiert, jedoch lag das Unterdeck in oder sogar unterhalb der Wasserlinie. Das ergab eine geringere Gesamthöhe des Schiffs bei immer noch sehr guter Lage der Stückpforten über dem Wasserspiegel. Mit jedem Establishment wurden die 6thrates modifiziert. Stückweise wurden Achterdeck und Back verlängert, die Seitengalerien wandelten sich von bescheidenen "quarter badges" hin zu vollständigen Seitengalerien; im Unterdeck wurden wieder Stückpforten eingebaut und ein Geschützpaar aufgestellt, man näherte sich in gewisser Weise schon wieder den Demi-Batterie-Schiffen der 1690er. Die Schiffe erhielten außerdem eine schwerere Batterie von 9-Pfündern, dann folgte noch ein Paar Dreipfünder auf dem Achterdeck. Angesichts all dieser buchstäblich schwerwiegenden Änderungen wurden auch die Rümpfe etwas vergrößert (s. Tabelle). Mit dem Establishment von 1745 schließlich wuchsen Achterdeck und Back zu voller Länge. Die Folgen waren ernüchternd. Laut Robert Gardiner erreichten die Segeleigenschaften der 45er Schiffe den Tiefpunkt in der Geschichte dieses ohnehin problematischen Typs. Die zu geringe Vergrößerung der Rumpfabmessungen konnte das größere Gewicht der Aufbauten und Bewaffnung nicht ausgleichen. Ausgerechnet zu der Zeit, als die "echte", bzw klassische Fregatte auftauchte, waren die Sixthrates alten Typs nicht mehr konkurrenzfähig. Das Modellfoto rechts zeigt ein Schiff, das weitestgehend mit den Spezifikationen von 1745 übereinstimmt; deutlich zu erkennen, daß man aus dem einst leichten Typ durch das stete Hinzufügen von Merkmalen großer Schiffe (Gerades Backfrontschott, Galerien, Back und Achterdeck) wie Gardiner es umschrieb, sehr klobige Fahrzeuge schuf. Nach dem Desaster mit dem Typ war der letzte Versuch, ihn doch noch weiterzuführen und die Fehlentwicklungen der letzten Entwürfe wieder auszubügeln, der beiden Aternativentwürfe SEAHORSE und MERMAID der Surveyors Allin und Ackworth; diese Schiffe waren nicht mehr an die Vorgaben des 45er Establishments gebunden. Vergleicht man SEAHORSE als Repräsentanten der letzten Generation mit BLANDFORD als einem der ersten, so ergibt sich: SEAHORSE ist größer und besitzt eine schwerere Batterie, inklusive eines zusätzlichen Geschützpaars auf dem Achterdeck. Das Oberdeck hat je Seite nun 11 statt früher 10 Stückpforten, was das Schiff zu einem 24er macht. Back und Achterdeck reichen bis etwas zur Hälfte der Fock- und Großrüsten, eine gewisse Reduktion gegenüber den '45ern. Die Riemenpforten befinden sich nicht mehr im Unter- sondern dem Oberdeck. Theoretisch ergab das den Nachteil, während des Gefechts nicht rudern zu können, praktisch jedoch wäre beides gleichzeitig bei der üblichen Besatzungsstärke aber ohnehin nicht möglich gewesen. Im Unterdeck besaß Seahorse je Seite wieder nur lediglich die Ballastpforte in der Schiffsmitte, die Stückpforten der 45er waren wieder verschwunden. Die MERMAID, etwas größere Entwurf von Ackworth, entsprach im Layout der SEAHORSE, incl. der zusätzlichen Batteriedeckspforten, besaß aber abweichend ein gerades Backfrontschott. Während man bei BLANDFORD mit den rudimentären Achterdecks- und Backplattformen und der sogar nur halbhoch geschlossenen Bordwand sichtlich um Leichtbau bemüht war erscheinen die letzten sixth rates recht schwer. Bei Blandford scheint der Gedanke, das Schiff mit Riemen bewegen zu können, noch eine größere Rolle gespielt zu haben, bei den Schiffen der letzten Generation wohl nicht mehr. 1770/1771 wurde die SEAHORSE einem größeren Umbau unterzogen. Er galt als "middling repair" und kostete mit 4800 Pfund inclusive Ausrüstung ziemlich viel. Das entsprach um 1770 knapp der Hälfte des Preises für einen nagelneuen ausgerüsteten Sixth Rate, bzw. ziemlich genau die Kosten eines Rumpfes ohne Ausrüstung eines 20ers der SPHINX-Klasse). Die SEAHORSE, wie Nelson und Troubridge sie ab 1773 gemeinsam als Midshipmen kennenlernen sollten, wurde so weit es ging der Auslegung der "true frigate" angepaßt, siehe die markierten Punkte im Plan unten: Es wurde Achterdeck (2. ) bis zum Großmast und die Back (3. ) bis zum Ende der Rüsten verlängert, die Ankerbetinge (5. ) und Ankerklüsen auf das Oberdeck verlegt. Entsprechend wurde das Gangspill (1.) hochgesetzt. Es war sicherlich sehr vorteilhaft, das Ankermanöver nun auf dem Oberdeck durchführen zu können, wie bei den modernen Fregatten. Ehedem holte man sich während des Ankerhievens ja die Nässe und den Schmutz des Ankerkabels ins Unterdeck, in dem die Mannschaft lebte. Das Unterdeck war nun also von Ankerspill, Betingen und Klüsen befreit, und bot der Mannschaft mehr Platz. Die Hitze von unten durch den Herd im Raum, sowie der Abzug durch das Deck, entfielen ebenfalls. Denn die Kochstelle (10. ), die sich bei den älteren Sixth Rates meist – oder sogar stets? - unten im Raum befand, wo ungünstigerweise Hitze und Feuchtigkeit verursachte, wurde nach oben unter die mittlerweile ausreichend große Back verlegt. Dort befand sie sich zwischen den Stützen der großen Beting. Das Galionsscheg (7. ) erhielt eine modernere Form, Seitengalerien (8. ) und Heckspiegel ebenso. Gleich blieben nicht nur Zahl und Anordnung der Stückpforten, sondern auch die der Riemenpforten. Die Ladepforte (9. )im Unterdeck war verschwunden. Was nicht geändert werden konnte, war die durch die Lage der Decks bestimmte Hochbordigkeit, aufgrund derer Seeleute trotz des modernen Makeover der SEAHORSE sicher leicht erkennen konnten, was sie da tatsächlich vor sich hatten. Auch die Position der Masten blieb gleich. Das Bugspriet (4.) jedoch wurde in einem flacheren Winkel gelagert. Was die Unterbringung der Besatzung, Ankermanöver und Kochen angeht, war die Seahorse mit diesem Umbau sicherlich ein besseres Schiff geworden. Die Segeleigenschaften wurden vermutlich nicht, die Kampfkraft allenfalls indirekt verbessert, durch die gesündere Mannschaftsunterbringung; die Verlängerung von Achter- und Backdeck wird im Gefecht mehr Schutz für einen Teil der Geschützbedienungen geboten haben.
  15. Was dreht?

    VHS war so überbewertet! Die Video 2000-Maschinen hatten noch einen Kassettenschacht, der diesen Namen auch verdiente, im Sinne von Bergwerksschacht. Rrrums. Klack.. Das war noch solide Technik.
  16. Was dreht?

    Ja genau, ein Direct-to-Daumenkino release.
  17. Was dreht?

    Das war ein wenig bekannter, etwas anspruchsloser Kurzfilm:
  18. The Orville - das andere Star Trek

    Oder vielleicht sogar ein neues Hobby? Ich verstehe auch nicht, warum Lt. LaMarr nicht einfach darauf bestand, daß sein liebevolles Antanzen der Statue von Judith Butler ein Zeichen tiefster Verehrung war, also gewissermaßen ein Ausdruckstanz der spirituellen Inspiration. Das wäre bestimmt ein Trend geworden auf Seegras IV!
  19. The Terror - eine TV-Serie auf Basis eines Romals von Dan Simmons von 2007. History-Mystery-Hystery? Mittlerweile bin ich ja mißtrauisch, wenn irgendwo "Ridley Scott" draufsteht. Aber immerhin, die 26 Leute, die bei imdb ihre Bewertung abgaben, fanden es toll, woher auch immer die das wissen wollen. Denn die Serie startet ab 26 März bei AMC und einen Tag später bei Amazon Prime, wenn ich das richig sehe. http://www.imdb.com/title/tt2708480/ https://en.wikipedia.org/wiki/The_Terror_(TV_series)
  20. >Rondeau des Indes Galantes (1735) Jean Philippe Rameau
  21. The Terror [AMC-Serie, 2018]

    Darum intervenieren ja wohl die Monster, damit das nicht so ist.
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