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hwe

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    Feuerwerker
  • Birthday 12/20/1962

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    http://www.modellbaukunst.de/cgi-bin/forum/YaBB.pl
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    München
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    Historischer Schiffsmodellbau. Speziell Segelschiffe vor 1850.
  1. Alter Bauplan von Vincenco Lusci

    Hallo Robert, hast du es schon in der "Bucht" versucht? Dort sollte man den Lusci Plan für kleines Geld finden können. LG, Herbert
  2. Alter Bauplan von Vincenco Lusci

    Hallo Robert, darüber, wie die Bounty nun tatsächlich aussah, lässt sich trefflich streiten. Das ist fast genauso schön, wie eine "wahre" Victory in der Trafalgar Schlacht bauen zu wollen oder eine USS Constitution in ihren Besten Tagen. Deswegen würde ich dazu raten, mal ein Auge in Richtung des AOTS-Bandes über die Bounty zu werfen. - Die dort abgebildeten Pläne und Zeichnungen sind ziemlich sicher aktueller als die Pläne von Lusci. (Nix gegen Lusci, nach dessen Plänen habe ich auch versucht, mein erstes Holzmodell zu bauen.) Aber, was ich so gehört habe, soll der AOTS Band auch nicht 100% korrekt sein. - Insbesondere über die Fenster am Heck wird intensiv in der Fachwelt gestritten. Anyway, das war alles nicht deine Frage. - Ich kann dir leider nicht mit den Lusci Plänen weiterhelfen. - Sorry dafür! Ich wünsche dir trotzdem viel Spaß und Erfolg beim Bau! LG, Herbert
  3. Servus! Die Unterschiede zwischen Speedy und Childers sind ja wirklich nur marginal zu bezeichnen! Und da die Childers kraweel gebaut war, liegt es nahe, dass es die Speedy auch war. - Wieder ein Steinchen mehr auf dieser Seite der Waagschale... Ich könnte mir auch vorstellen, dass Cochrane nicht so "angriffslustig" gewesen wäre, wenn er nach jeder Auseinandersetzung erst einmal wochenlang in mühseliger Kleinarbeit hätte Planken ersetzen lassen müssen. - Bei Kraweelbau geht das entschieden einfacher! Was die Größe angeht, so gab es wohl sogar bereits Wikingerschiffe, die eine Länge von 50 m (ungefähr 160 Fuß!) erreichten. Und die Wikinger kannten meines Wissens keine andere Bauweise (oder sie nutzten Sie einfach nicht...). Hier ein kleiner Link dazu (Mal kurz den Text zu den "Busse"-Klasse Schiffen lesen. - Ist sicher keine authoritative Quelle, kann man aber sicher leicht nachprüfen.) http://www.legendsandchronicles.com/ancient-civilizations/the-vikings/viking-longships/ Also an der Größe hat es vermutlich nicht gelegen. Ein anderer Punkt ist dagegen eventuell die Geschwindigkeit und auch, wie leicht ein Schiff dann später mit Kupfer beplattet werden konnte. Geschwindigkeit deswegen, weil die Kanten der Klinkerung sicher zusätzliche Wirbel im Wasser erzeugten und damit bremsten. - Erst bei sehr hoher Geschwindigkeit kann man von Superkavitation und der Erzeugung eines "Luftpolsters" ausgehen, durch welches so ein Schiff geradezu über/durch das Wasser "fliegen" würde. - Eine so hohe Geschwindigkeit haben die sicher nicht erreicht! Ausserdem ist das leichtere plattieren mit Kupfer sicher ein besserer Grund, zum Kraweelbau umzuschwenken. Ich meine, mal irgendwas gehört zu haben, dass das verkupfern von Klinkerschiffen extrem aufwändig war. Und das treibt die Kosten für so ein Schiff in Regionen, wo es schlicht unwirtschaftlich wird. - Selbst für eine Navy. Auf Geld reagiert doch die ganze Welt... Es wird zwar wohl noch ein Weilchen dauern, aber ich bin inzwischen immer mehr der Ansicht, dass ich meine Speedy kraweel bauen werde. LG, Herbert
  4. Hallo zusammen, ich habe mir den Thread aktuell noch einmal durchgelesen. Insbesondere der optische Vergleich, den Du, Knut hier für die Rattlesnake, Speedy und die Cruizer-Klasse eingestellt hast, hat mir erneut zu denken gegeben. Ich bin dir dafür sehr dankbar! Was offensichtlich ist, ist dass die Speedy die Linien eines Cutters besaß. Aber sie besaß auch schon eine kleine Reling und eine kleine Gallion und sollte damit offensichtlich "größer" und "erwachsener" wirken. (Ähnlich wie dei Cruizer-Klasse) Da es (bisher) keine eindeutigen Hinweise gibt, ob sie nun geklinkert oder kraweel beplankt gewesen ist, und viele Schiffe "um sie herum", die also etwas älter oder jünger waren und auch etwas kleiner oder größer und die auch aus Dover kamen, mal so und mal so beplankt waren, ist eine "finale" Aussage leider nicht zu machen. Allerdings lässt mich die Feststellung, dass die Speedy "erwachsener" wirken sollten, dazu tendieren, dass das vielleicht auch mit dem Rumpf geschehen sollte. - Dass man den Rumpf also kraweel baute. - Nur die Rumpfform des Cutters blieb. Dem steht (meiner bescheidenen Meinung nach) entgegen, dass King wohl relativ viele Cutter gebaut hat. - Die alle geklinkert waren. Vielleicht lässt sich ja etwas über die Bauzeit (Länge derselben) oder über zur Reparatur verwendetes Werkzeug (spezielle Nietenzangen -durchschläge, - Kopfausformer (?)) etwas herausfinden. - Dazu müsste man wohl in England die Archive nach den Reparaturen an der Speedy durchsuchen. - Oder vielleicht bestimmte Hölzer (Bauteile), die nur bei geklinkerten Schiffen verbaut wurden. Oder typisches "Verbrauchsmaterial" für Klinkerbauten (spezielle Dichtungsmethoden/-mittel?). Oder bestimmte Verfahrensweisen, die man nur bei Klinkerbauten benötigt? Ich denke, die Lösung der Frage könnte in den Logbüchern der Offiziere der Speedy liegen und in den "Werkstattberichten" (Ich nenne sie jetzt einfach mal so.). Ihr kommt da nicht zufällig leicht dran? @Netptun65: Mach' dir nichts draus! - Du bist nicht allein. Die Karawane ist weitergezogen. ich konnte mich eh' vor Einträgen und Usern kaum retten! Ciao, Herbert
  5. Anfängertipps

    Hallo HMS Surprise, Das kann ich dir mit einem klaren "Jain" beantworten. Oder auch mit einem "Das kommt ganz darauf an..." Soll heissen: Modellbauer sind von einigen Firmen bereits als "ausnehmbare Weihnachtsgänse" identifiziert worden. Wirklich gutes Werkzeug kauft man daher am besten wirklich in Fachgeschäften/Spezialgeschäften, in denen man sich speziellen Themen professionell widmet. - Also, Chirurgen, Ärzte, Goldschmiede, Uhrmacher, Bildhauer, und so weiter. Überall dort, wo die Leute ihren Lebensunterhalt mit bestimmten Werkzeugen verdienen und wor wirklich etwas davon abhängt, bekommst Du auch eine wirklich gute Qualität. Also nicht in irgendwelchen Baumärkten, oder so. Der Haken ist, dass die brauchbaren Werkzeuge auch richtig teuer sind. - Sie kosten schnell mal dreimal so viel wie im Baumarkt. Dafür schmeisst man die Baumarkt-Teile fünfmal weg, während man das Profiwerkzeug einmal nachschleifen lässt... Alles klar? Viel Erfolg bei der Suche nach wirklich gutem Werkzeug! Ciao, HWE
  6. Black Pearl von Hachette

    Hallo Knut, also ich würde mal auf "Grillparty" tippen. Wenn schon, denn schon... Ciao, HWE
  7. Wenn ich mich recht erinnere, ist das Plastikmaterial für die Fenster eher gelb. - Nicht so wichtig. - Ich hätte es auf jeden Fall gegen ein klares Material ausgetauscht. - Aber das ist natürlich Geschmackssache. Mein Respekt an Dich, Arkona! - Tapfer durchgehalten! Ein schöner OOB-Bau! Ciao, HWE
  8. Material-Bezugsquellen: Holz

    Jep. Das ist "holzkarle". - Habe da inzwischen schon zum zweiten Mal bestellt. @McCool: Jep, die Balken werden mit Bandsäge und/oder Kreissäge zerkleinert und dann am besten mit dem Dickenhobel auf eine passende Stärke gebracht. - Das ist ja das schöne daran, wenn man selbsst die Balken da hat, kann man sie sich so zurecht legen und sägen, wie man die Maserung haben möchte. Ich finde, das ist ein großer Vorteil gegenüber fertig gesägten Brettern. Die werden einfach so durch eine große Bandsäge gejagt und dann heisst es für den Kunden "friss oder stirb". - Hast Du dagegen eine dicke Bohle und geeignete Sägen, kannst Du dir quasi die "Filetstücke" selbst raussuchen und passend aussägen. Ciao, HWE
  9. Zur Decksbeplankung

    [Edit: Für die Erörterung der Qualität des Bausatzes "Norske Love" bitte diesen Thread benutzen: http://www.napoleon-forum.de/index.php?showtopic=3252&st=0&gopid=22165entry22165 Dieser Thread hier sollte beim Thema Decksbeplankung bleiben].
  10. Zur Decksbeplankung

    Mein Beileid! Das ist leider einer der Bausätze, die mit am weitesten weg von der Realität sind (sehr Schade!). Ich habe ihn ebenfalls hier zuhause herumliegen. Und als ich vor einigen Jahren damit anfangen wollte (er hatte zuvor ca. 15 Jahre bei mir auf dem Schrank gelegen) und ich mal jemanden fragte, der sich damit auskannte, erhielt ich Informationen, die dafür gesorgt haben, dass der Bausatz imemr noch auf dem Schrank liegt und ich mich echt schwer tue ihn zu bauen, auch wenn er das letzte Geschenk meiner Mutter an mich war (die ich sehr geliebt habe) und ich deswegen die moralische Verpflichtung habe, ihn zu bauen. Einer der Knackpunkte für mich war die Aussage, dass BB, als der Modellbaukollege, der das Schiff bis in letzte recherchiert hatte und ihnen eine Liste mit allen Fehlern schickte und um Stellungnahme bat, sinngemäß etwa folgendes geantwortet hat: "Wir wissen, dass das Modell eine ganze Reihe von Fehlern besitzt, werden das aber nicht ändern, da wir Hersteller von Schiffsmodellzubehör sind und wir den Bausatz zusammgestellt haben, um die Stückzahlen bei den verkauften Bauteilen zu erhöhen." Ciao, HWE PS: Ich habe Kopien der kompletten Unterlagen von dem Modellbaukollegen erhalten, die ich auch weitergeben darf.
  11. Hallo Ahab!

    Es gibt gute und günstige Pläne der Cutty Sark direkt vom Museum in Greenwich. - Nebenbei unterstützt man mit dem kauf auch den Wiederaufbau der Cutty Sark (Ich gehe davon aus, dass Du vom grossen Brand gehört hast?!).

    Hier der Link dorthin:

    http://www.cuttysark.org.uk/index.cfm?fa=contentShop.productDetails&productId=14853&startrow=1&directo...

  12. Hallo Herbert,

    sorry daß ich Deine Frage vom 20.12.10 noch nicht beantwortet habe.

    Daß wir uns aus anderen Modellbau-Foren kennen glaube ich nicht, denn dieses ist das erte Forum welches ich konatktiert habe.

    Ich suchte einen bestimmten Bauplan von einem Bestimmten alten Segler, der "Cutty Sark".

    Noch alles Gute und viel Spaß beim Bauen wünscht Dir und allen Bastelfr...

  13. McGowan: HMS Victory

    Hallo Tom! Hört sich super an! - Würde ich liebend gerne machen, aber eine Victory in 1/72 bekomme ich mit Vitrine nicht in mein Wohnzimmer. - Und ich wollte noch ein paar Schiffe mehr bauen. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als sie in kleinerem Maßstab zu bauen. Ich muß also leider auf den CC Bausatz verzichten. - Leider, leider, leider... * Hier eine kleine Anmerkung: Da die Forensoftware irgendwie eine Beschränkung bei der Anzahl der Quotes hat, musste ich von hier an deine Zitate kursiv machen... - Sorry, liegt am Forum. Allen die eine Victory bauen wollen sei gesagt: Kaut euch die notwendige VICTORY-Literatur (die da lautet): 1) C.Nepean Longridge 2) John McKay 3) Alan McGowan (bevorzugt, da so ziemlich alles drin steht) Damit habt ihr schon mal das Wichtigste. Gut. Die habe ich (und einiges mehr). Wer wirklich ernsthaft bauen möchte, der kommt um die Pläne (1:48) von McKay nicht herum. Zu beziehen sind diese bei ihm selbst. Erst mal Brief schreiben, dann abwarten und per langwieriger "Money Order" bezahlen. 3-4 Monate dauert die ganze Aktion wohl. Also schon mal ordentlich Zeit zum sparen, oder ??? Billig sind die Pläne auch nicht, sind schließlich ein paar Dutzend, die mit ein paar hundert Euro ins Geld gehen, Die Details sind auf jeden Fall gut und überzeugen. Man kann natürlich auch selektieren (bei der Bestellung) um Kosten zu paren. Wäre aber am falschen Ende gespart, denn der komplette Plansatz ist praktisch allumfassend. D.h. vieles was nicht in den Büchern veröffentlicht ist, wurde hier gezeichnet. Das hört sich für mich gleichzeitig toll an, aber auch abschreckend. - Die besten Pläne, aber offensichtlich zu einem heftigen Preis. Was ist denn da ungefähr die Obergrenze. - Kursschwankungen mal ignorierend. - Vermutlich verlangt er ja auch eher Dollars statt Euro. Wieviel Dollars will er denn für das Komplettpaket? - "Ein paar hundert Euro" können jetzt (je nach eigenem Geldbeutel und Einstellung zum Geld) genausogut 600-800 Euro sein, wie 200 Euro. Die Möglichkeit, eventuell ein paar 20er sparen zu können, finde ich nicht so verkehrt, denn ich will sie garnicht POF, sondern nur POB bauen. - Also brauche ich vermutlich nicht wirklich die Pläne für alle Spanten und Decksbalken, etc. - Ich will sie ja garnicht zeigen. - Also was hätte ich davon, wenn ich mir diese Pläne auch noch kaufen würde? John McKay P.O.Box 752 Fort Langley, B.C. Canada V1M 2S2 Hier noch ein paar Antworten auf einige Fragen: Die Deckplanken (samt Fischungen, Stoß-Schemata usw.) findet ihr in allen 3 Büchern. Dabei bedacht werden muß natürlich, daß unterschiedliche Stoß-Anordnungen vorhanden sind. Das beruht darauf, daß es im 18.Jhdt. zwar Vorgaben gab, diese aber nicht explizite Erwähnung fanden, schon gar nicht in einer offiziellen Stücklist des "Navy Board". Die meisten Autoren haben sich wie alle anderen auch an den zeitgenössischen Modellen orientiert. Dort sind die Stoß-Anordnungen schön zu sehen. zumindest bei den wirklich guten Modellen. Ich weise an dieser Stelle immer wieder gerne darauf hin, daß ich alles immer von der technisch-handwerklichen und vor allem daraus resultierenden, logischen Seite her betrachte. Ich meine damit die Gewährleistung von Stabilität auf den Decks. Diesen Zweck erüllten zum Ersten die Königsplanken (breiter und dicker) neben den Lukenöffnungen, sowie die Wassergänge und letztlich die einzelnen Planken, die pauschal so um die 600 cm, also 6,0 Meter hatten. Dies war aber nur ein Richtwert denn: Die tatsächliche Länge richtete sich klar nach den Abständen der einzelnen Deckbalken und der war auf jedem Schiff anders !!! Guter Hinweis! Das ist zumindest EIN guter Grund, wieso man vielleicht doch alle Pläne kaufen sollte. Manchmal wurde ein 4-Planken Schema, manchmal ein 5-Planken Schema usw. verwendet. Dies ergab sich aber auch wieder aus der Größe und vor allem Breite der einzelnen Decks. Ich werde versuchen da mal was zusammenzustellen, kann aber ein bischen dauern, O.K.? Gerne! Toll! - Danke!!! Gleiches gilt ja auch für die Rumpfbeplankung. Da kommt es auf die exakten Positionen der Spanten, also Doppel- sowie Einzelspanten an. Das ist ja, wie ihr glaube ich wisst, mein Forschungsthema. Diese Planken-Schemen ergeben sich nun mal nur aus den vorhandenen Spantabständen und Anornungen. In kleineren Maßstäben nicht mehr soooo ersichtlich, aber ab 1:48 schon. In 1/84 und als POB-Modell, ist es eher fraglich, ob ich das wirklich brauche (weil man es kaum sinnvoll zeigen kann). Auch was die Kupferplatten angeht, speziell das Plattungs-Schema, gibt es da immer wieder Mißverständnisse. Bis ca. 1815 wurden nur 2 "Streifen" an Beplattung angelegt, was (bei Verlegung von unten nach oben) natürlich irgendwann dazu führte, daß sich irgendwann eine so starke Krümmung (bug und achtern) nach oben hin ergab, daß, hätte man weiter beplattet, die Platten 45 Grad oder mehr erreicht hätten. Das hätte nicht nur "scheiße" ausgesehen, es hätte auch seinen Zweck verfehlt. Deshalb brachte man bis unter die ersten Barkhölzer eine zweite Reihe an. Nach ca. 1815 sogar eine Dritte. Dies ist heute auf der Original-Victory zu sehen. Also schon mal ein Fehler! Weisst Du, wie diese zwei Reihen angebracht wurden? - Hat man die diagonal hochstehenden Enden zuerst begradigt und die waagerechten dann erst angebracht, oder hat man die hochstehenden Spitzen einfach gelassen und die zwei horizontalen Reihen einfach drüber "getackert"? Ich denke, das würde man am Original genauso sehen, wie später an einem Modell. Auch die Dicke der Kupferplatten wird immer wieder nachgefragt. Die Originalangaben beziehen sich nur auf Länge, Breite und Gewicht! Allerdings waren diese Platten nur ein paar Millimeter stark, man hätte sie sonst nicht mehr biegen bzw. "schmiegen" können. Im Maßstab 1:48 kann man von ca. 0,2- max 0,3 mm ausgehen. In kleineren Maßstäben sollte man sich mit 0,1mm starker Kupferfolie, die es sogar zum aufkleben gibt, begnügen. Auch die Nagelung kann man hier getrost weglassen, sie ist bei so kleinen Maßstäben einach nicht mehr mit bloßem Auge erkennbar. Das sehe ich ganz genauso. Wer die Ur-Victory von 1765 bauen will, der kommt um den Plan vom NMM nicht herum. Kostet nicht die Welt und ist perfekt. Dazu habe ich wieder ein paar Fragen. - Mir sind im Augenblick genau zwei Pläne zu diesem Zustand bekannt. Einmal einen stark fragmentierten Plan, unterzeichnet "Thos. Slade", von 1759, der einen Dreidecker zeigt. - Das namenlose Schiff, das später die Victory wurde. - Auf diesem scheint leider kein Spantriß enthalten zu sein. - Der Wasserlinienriß ist leider stark fragmentiert, so daß man da, vor allem im Heckbereich, auf eine eigene "Rekonstruktion" angewiesen wäre. Das ist machbar, wenn man aus dem Wasserlinienriß ein Halbmodell baut, schön strakt und vielleicht auch noch andere Victory-Pläne zur Hilfe nimmt und anschließend das Wasserlinienmodell in passende Spanten/Mallen zersägt. - Oder weisst Du zufällig, ob es dazu einen Spantriss gibt? Den anderen Plan, den ich kenne, ist angeblich von 1831, soll aber die Victory "as built" zeigen, stammt also ursprünglich wohl von 1800, vor dem Umbau. - Der Spantriß von dem Plan scheint mir insofern unbrauchbar zu sein, weil er im oberen Bereich durch die ganze Heckdarstellung zugemalt ist. Ich habe neulich beide Pläne aus guten Büchern selbst eingescannt und mal in 1/84 mit den Bauteilen der DeAgostini-Victory verglichen. - Keine Frage, die DeAgostini-Teile passen zu keinem der Pläne so richtig, aber trotzdem sind sie etwas, mit dem ich auch die Pläne untereinander vergleichen kann. Und so muß ich leider zu der Feststellung gelangen, daß auch diese beiden Pläne nicht übereinstimmen. - Die Stückpforten liegen nicht deckungsgleich übereinander und auch die Sponung hat einen anderen Verlauf. Deswegen meine Frage an Dich: Welchen der beiden Pläne meintest Du mit deiner obigen Aussage? - Und: "Warum ist der so perfekt?" Abschließend möchte ich noch einmal betonen: Wer ernsthaft eine historich (annähernd) korrekte Victory bauen möchte, sei es nun die "Trafalgar"-Version oder die Ur-Victory, der sollte sich ernsthaft Gedanken machen, ob er die Zeit und das Geld investieren möchte. Vor allem aber die Nerven !!! Die Entscheidung muß jeder selbst mit seinem Gewissen vereinbaren Jep. - Deswegen will ich das für meinen Teil auch gerne ein wenig abkürzen und entgegen meinen sonstigen Neigungen mal ausnahmsweise kein perfekt historisches Modell bauen. - Die Zeit und die Nerven habe ich nicht. - Aber sie soll trotzdem wenigstens "gut" werden! An der 1765er Version schreckt mich, unter anderem, zur Zeit auch ein wenig die Beschreibung der Gallionsfigur der Victory von 1765 im Buch "H.M.S. Victory" von Kenneth Fenwick ab. Er schreibt, daß der Entwurf der Gallionsfigur der Victory selbst 1765 als "extremely complicated and elaborate" (extrem kompliziert und ausgeklügelt) galt. Der Designer und Schnitzer stammt aus einer regelrechten Dynastie von Meister-Schnitzern, war schon recht alt und diese Gallionsfigur gilt als "sein Meisterwerk". Die Figur zeigt eine Büste des Königs, mit einem Lorbeerkranz gestützt an Steuerbord von "Britannia" und an Backbord von "Victory" - Zwei vollständige Frauengestalten. Die erstere trampelt dabei "Neid", "Zwietracht" und "Uneinigkeit" nieder. Dahinter sind der Britische Löwe, sowie "Europa" und "Amerika", sowie ein Genius (alles als Menschengestalten, außer dem Löwen). Auf der anderen Seite befindet sich "Ruhm", (der?) die Siege Britanniens mit einer Trompete in die Welt hinausposaunt, gefolgt von den Figuren von "Asien" und "Afrika", gefolgt von einem weiteren Genius. - Die gesamte Gallionsfigur war 24 Fuß (8 Meter) lang, 18 Fuß (6 Meter) breit und 12 Fuß "stark". - Das Ganze wird begleitet vom restlichen Zierrat der Gallion, welcher weitere Tritonen und geflügelte "See-Löwen" (???) beinhaltet. Wie gesagt, das Ganze war die Arbeit eines erfahren Meisterschnitzers aus einer Dynastie von Schnitzmeistern und wurde als sein "Meisterwerk" betrachtet. Wer schnitzt mir das nach? - In 1/84, bitte! Das ist *ein* Punkt, der mich zur Zeit ein klein wenig von der Victory von 1765 zurück hält... - Wenn ich das richtig nachvollziehen wollte, brauche ich dafür wahrscheinlich noch ein zweites Leben. Jep! - Vielen Dank! - Das wäre schön! Liebe Grüße, Herbert
  14. McGowan: HMS Victory

    Hallo Tom, schön, daß Du Dich auch mal wieder meldest! Kommt mir irgendwie bekannt vor... Als ich meine Pläne von der Speedy beim NMM bestellt habe, waren ja auch gewisse vertragliche Bedingungen daran geknüpft. Meine Interpretation (Ich bin kein Rechtsanwalt und kann vollkommen falsch liegen) sieht so aus, daß ich die Pläne zu "privater Forschung" und für "Non-Profit" als Privatmensch nutzen darf. Solange ich also kein Geld dafür nehme und es auch sonst niemand tut, darf ich - zu Forschungszwecken - Auszüge anderen zugänglich machen. Wobei das wohl eher nur in einem sehr kleinen Kreis geschehen darf und ich darf sie eher auch nur "zeigen", als als Dateien oder Kopien zur Verfügung stellen. - "Nur zeigen" ist im Internet aber schwierig, weil das gleichzeitig automatisch ein Bereitstellen einer (nicht autorisierten) Kopie ist. Vielleicht ist es ja legal, wenn man den Kreis noch kleiner hält... - Aber das ist SEHR mit Vorsicht zu geniessen! - Das ist nur mein augenblicklisches Verständnis der Verträge und muß nicht rechtlich OK sein! Ich übernehme NULL Verantwortung für diese Auslegung! Ich finde das Thema extrem schwierig, weil der Vertrag eine Private Nutzung erlaubt, gerade auch zu Forschungszwecken, aber wie soll man das machen, ohne Anderen eine Kopie zukommen zu lassen? - Kopieren, auch auszugsweise ist meines Wissens aber verboten. - Insofern wiederspricht sich der Vertrag dort, finde ich. Am einfachsten ist es, wenn sich jeder bereits im Besitz einer legalen Kopie (z.B. Buch) befindet. - Denn dann verschafft man demjenigen ja nicht Zugang zu einer Sache, die er noch nicht hat... Schwierig, schwierig... Jetzt habe ich aber noch eine Frage an Tom: Du schreibst, Du würdest am ehesten die Version von 1765 bauen. - Auf welche Pläne würdest Du Dich dabei "abstützen"? Der Plan "as built" von 1831 ist ja leider nicht vollständig, wenn ich das richtig sehe. - Deckspläne fehlen, und, und, und... Was sind in deinen Augen sinnvolle Ergänzungen? Ciao, HWE
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