Die gedeckten Korvetten der ARCONA-Klasse
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23 posts in this topic

Einige Dinge in puncto Bewaffnung wurden bereits in einem anderen Thread erörtert (Fachbücher: Schmalenbach, Geschichte der deutschen Schiffsartillerie):

 

...hat es Sinn danach zu greifen, wenn man späte hölzerne Lafettierungen für den dt-dk Krieg, Lissa oder ähnlich späte Segler(mit Dampfmaschine :wub: ) und die Predraednoughts braucht/sucht?

Für meine Arcona finde ich nämlich für die 68.pfünder auf demm Backdeck keine Zeichnungen und will mir eigentlich nicht mit bergrößerten 24-pfd.Lafetten behelfen - daher meine Frage.

 

Das Buch ist für diese Zeit nicht ergiebig, um nicht zu sagen: so gut wie nutzlos. Wie insgesamt in der Literatur zur deutschen Marine ist die Epoche schwach beleuchtet, so auch hier die Schiffsartillerie.

Ich habe grade nichts zur Hand über die Bewaffnung der Arcona. Was waren das genau für 68-Pfünder? Und was für 24-Pfünder-Lafetten hast Du? Leider habe ich nur eine Abbildung (nur eine Ansicht, keine technische Zeichnung) für angebliche "24-Pfünder" der "Schwester" der Arcona, Elisabeth (1869), welches aber anscheinend tatsächlich 15 cm RK waren. Wenn ich nicht irre, müßte Arcona um 1870 eine ähnliche Bewaffnung bekommen haben.

 

Bei den 68-Pfündern müßte es sich um sogenannte "Bombenkanonen" gehandelt haben, wie sie auch schon auf der Schraubenkorvette "Danzig" aufgestellt waren.

 

Leider finde ich keinen Hinweis darauf, wann die "Arcona" die 15-cm-Ringkanonen erhielt.

 

Ich meine mich daran zu erinnern, daß nach den Beschreibungen in Hildebrand/Röhr die gedeckten Korvetten um 1870 alle RK-Bewaffnung erhielten, bin mir da aber nicht total sicher. Elisabeth (1869) hatte jedenfalls von vornherein RK, war aber bei ihrer ersten Indienststellung (Einweihung des Suezkanals) noch nicht vollständig bewaffnet. Der Gröner ist im Hinblick auf diese älteren Schiffe praktisch wertlos.

Auch nicht ganz klar ist mir, ob die RK tatsächlich anfänglich noch als "24-Pfünder" bezeichnet wurden. Es war nur eine Vermutung, weil eine RK aus einem Werk von Werner so benannt wurde. (Abgebildet bei Greven, gedeckte Korvette Elisabeth).

 

Hallo liebe Kombattanten - danker für Eure Rückmeldung! Hier mein "Recontre" ;)

@McCool -

I.

ja diese Seitenansicht eines 24pfd habe ich auch - eine "Ringkanone" war im dt.Raum doch immer ein HL - oder irre ich mich?

II.

Die Arcona würde ja in der Version vom 17.III.1864 vor/in dem Gefecht bei Rügen gebaut werden!

Also mit reducierter Takelung so wie Kirchner sie darstellte... oder wenn er der Nymphe Radkästen "andichtete" - ist dann der Wegfall der Royalstage- und damit -segel u.U. falsch? *Schlotter* Auch wenn er das trefferminimierende Rollen des Schiffes wegen des erniedrigten Schwerpunktes verringert würde? (Ich dachte ja schon über eine Version in 1/75 oder gar 1/72 nach, um sie mit umgebauten 1/72er Artilleristen zu bevölkern und ein Gefechtsdiorama zu bauen... )

 

_____________________offtopic ON______________________

Andererseits fielen mir gestern Abend Zeichnungen ;) der Armstrong'schen "Summerset" in die Hände dem berühmten 100Pfünder Vorderlader der auf Hector und anderen späten Dampfseglern der RN verbaut war... auch auf der Agincourt... aber sie in 1/50 :blink::blink::blink::o;):( *durch die Wohnung renn - Zollstock wegschmeiß und weiterträum'*

_____________________offtopic OFF______________________

@Speedy - das kann sein mit der Danzig - das muß ich im Gröner,Hansen und Hildebrand mal nachblättern - danke für den Hinweis

 

Grüße

aus

dem niesligen Spreeathen

von

Chris

 

Hatte die Arcona nicht 1868/69 einen längeren Werftaufenthalt, bevor sie mit der Meteor nach Westindien ging? Nach Deutschland kam sie dann erst wieder 1871, weshalb ich glaube, dass sie erst dann die neue Bewaffnung erhielt.

 

Ich denke schon, ich wüßte nichts anderes. Jedoch gabs natürlich auch VL (Armstrong), die man als RK hätte bezeichnen können.

 

@ Speedy: waren das bei der Arcona tatsächlich noch die alten, glatten Vorderlader? Nicht daß wir hier doch plötzlich noch eine VL-RK haben.

 

Übrigens befindet sich ja im DSM ein Modell einer gedeckten Korvette, von dem ich mal zwei Fotos gemacht habe. Es scheint ein Werftmodell zu sein, aber ich weiß nicht, welches Schiff es ist. Es hat keine Galionsfigur, sondern eine Krulle, und hat ein rundes Heck (ähnlich Elisabeth), aber mit Seitengalerien. Hertha ist es damit zumindest nicht. Ist es möglicherweise gar Arcona?

 

Der Wikipedia-Artikel gibt übrigens auch das Datum 1869 für die Neubewaffnung, vermutlich nach Hildebrandt/Röhr. http://de.wikipedia.org/wiki/SMS_Arcona_%281858%29

Das Rätsel ist noch, wieso 17 x 15 cm und 2 x 12,5? Fiel eines der Wetterdecks-Pivots weg?

 

P.S. Vielleicht sollten wir besser mal einen Thread zu "Gedeckten Korvetten" im Marine & Seefahrt aufmachen.

 

Ich hatte bei Hildebrand/Röhl/Steinmetz nachgeschaut und dort leider keine Info über den Zeitpunkt gefunden, zu dem die Bewaffnung abgeändert wurde.

 

Auf meiner HP kann ich zur Zeit leider nicht nachschauen, da die von Lycos überraschend und ohne Vorwarnung gelöscht wurde und ich nun erstmal schauen muss, ob ich die Daten noch retten kann.

 

Tatsächlich habe ich auch bei H/R/S auch keinen konkreten Zeitpunkt für die Neubewaffnung der Arcona gefunden. Das muß also vorerst offen bleiben.

Hoffentlich kannst Du Deine HP retten? Das wäre wirklich ein sehr bedauerlicher Verlust!

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Anhängend eine kleine Übersicht über die Daten der Arcona-Klasse, sämtlichst nach Hildebrandt/Röhr/Steinmetz. Man sieht, daß Arcona/Gazelle und Vineta/Hertha anscheinend jeweils engere Schwestern waren. Die Nachzüglerin Elisabeth ist deutlich größer als alle anderen Schiffe. Ziemlich seltsam muten die Geschwindigkeitsangaben an. Das älteste Schiff Arcona wäre demnach das schnellste gewesen. Vielleicht wurde die Geschwindigkeit der Arcona under Dampf und Segel angegeben, während bei den anderen nur jene unter Maschinenkraft angegeben wurde. Vor der Fertigstellung der Elisabeth vermutete man jedenfalls, sie würde aufgrund ihrer größeren Länge (bei nur geringfügig vermehrter Breite) um die 14 Knoten erreichen können. Ob sie es tat, ist mir leider unbekannt, aber mit den von H/R/K angegebnen 9 Knoten wäre sie wohl eine ziemliche Schnecke gewesen.

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Wenn ich mich recht erinnere, wurde die Arcona-Klasse in drei Baulosen genehmigt, wobei jeweils die Erfahrungen beim Bau in das nächste Los einflossen. Daher erklären sich die Unterschiede.

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In Bezug auf die Bewaffnung: laut Groener Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945 (München, 1966) hatten Arcona und Gazelle bis 1870 sechs 68-Pfünder und 20 36-Pfünder, danach 17 Rk-15 cm L/22 (die Zahl wurde später auf acht reduziert). Vineta, Hertha und Elisabeth sollen bis 1869 28 68-Pfünder gehabt haben und danach 17 bzw. 19 Rk 15 cm L/22 sowie 2 bzw. 0 Rk-12,5 cm L/23 (die letzten Daten beziehen sich wohl auf Elisabeth).

 

Groener gibt übrigens folgende Geschwindigkeiten bei den Meilenfahrten an:

Arcona: 12,4 kn

Gazelle: 12,0 kn

Vineta: 11,7 kn

Hertha: 11,5 kn

Elisabeth: 12,1 kn

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Es scheint mir unwahrscheinlich, daß Elisabeth jemals 68-Pfünder an Bord gehabt hat. Sie lief ja erst im Oktober 1868 vom Stapel und wurde am 29. September übereilt in Dienst gestellt, um das Schiff zur Eröffnung des Suez-Kanals schicken zu können. Dabei war die Batterie der Korvette unvollständig bewaffnet; der Kronprinz sollte sich mit seinem Gefolge auf der Rückreise auf dem Schiff einnisten, vielleicht war deswegen ein Teil der Bewaffnung fortgelassen, oder es gab anderweitige Verzögerungen- das ist bei H/R/S nicht so ganz deutlich gesagt.

Möglicherweise war die Bewaffnung erst bei den nächsten Indienststellung im Juli 1870 komplett.

H/R/S geben nur den "Endstand" der Bewaffnung an mit 17(nicht 19) x 15 cm, 2 x 12,5 cm (und zwei Revolverkanonen & zwei Landungsgeschützen). Auf den zeitgenössischen Darstellungen (1870) sind die Hinterlader zu sehen, von denen ich annehme, daß es die 15 cm RK sein sollen.

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Im Groener ist es leider oft nicht eindeutig, auf welches Schiff sich die Angaben beziehen. Falls Elisabeth aber erst provisorisch bewaffnet wurde, kann es gut sein, dass dafür die alten 68-Pfünder verwendet wurden.

 

Ich habe nicht gefunden, welche Schiffe wirklich die 12,5 cm-Geschütze hatten - ich hatte angenommen, dass Elisabeth als letztes und größtes Schiff die uniforme Bewaffnung aus 19 15 cm-Geschützten hatte.

 

Um dies eindeutig zu klären, bräuchte es wohl gute Pläne.

 

Originalpläne wären aber auch schon was.

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Zur Elisabeth war zeitgenössisch zu lesen, für sie seien von vornherein für die neuen Hinterlader (die wurden aber anscheinend zuerst noch als XX-Pfünder brzeichnet, habe leider vergessen, wieviel Pfund). Da man zur Zeit der Ausrüstung der Elisabeth die anderen Korvetten ebenfalls auf die RK umrüstete (d.h. sie waren wahrscheinlich schon in ausreichender Zahl verfügbar?), scheint es mir nicht so wahrscheinlich, daß man die alten Geschütze auf der Elisabeth aufstellte.

Wieviele Geschütze die Elisabeth bei ihrer ersten Indienststellung an Bord hatte, muß wohl vorerst unklar bleiben.

Ein 1871 veröffentlichter Segelriß zeigt das Schiff mit voller Breitseite von 13 Kanonen (nur die 1. Pforte der Batterie ist leer); mit Oberdecksgeschützen wären das 28 Kanonen. Ein Längsschnitt zeigt die hinteren beiden Pforten (und die vordere) unbewaffnet.. das wären 26, obwohl das vordere Oberdecksgeschütz auch nicht zu erkennen ist.

Ein "Stärkebestand der kaiserlich deutschen Marine" listet alle gedeckten Korvetten mit 28 Kanonen (die zu tragen sie sicherlich hätten im Stande sein sollen).

D.h. wenn die Angaben einer Bewaffnung von 19 Kanonen stimmen, muß eine große Zahl der Stückpforten immer leer geblieben sein. In der Batterie befanden sich dann vielleicht 18 (statt möglicher 26), an Oberdeck nur 1 (statt 2) Geschütz(e).

Es scheinen tatsächlich eher 19 als 17 Geschütze gewesen zu sein, denn auf einem Foto (undatiert) kann man eine Breitseite von 9 Geschützen erkennen (ein weiteres angeblich Elisabeth 1882 in Amoy dito; eine weitere gedeckte Korvette, von Greven als Elisabeth bezeichnet, tatsächlich aber ein Schiff mit anderer Heckform, besitzt . Ein Oberdecksgeschütz müßte dann wohl, wie die krumme Kanonenzahl nahelegt, dauerhaft weggefallen sein, und ich würde auf das achtere tippen.

Eine reduzierte Bewaffnung in Friedenszeiten und für koloniale Tätigkeiten mag ja durchaus sinnvoll verschienen. Interessant wäre aber, ob man z.B. 1870 erwog, die Korvetten vollständig zu bewaffnen.

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Ein 1871 veröffentlichter Segelriß zeigt das Schiff mit voller Breitseite von 13 Kanonen (nur die 1. Pforte der Batterie ist leer); mit Oberdecksgeschützen wären das 28 Kanonen. Ein Längsschnitt zeigt die hinteren beiden Pforten (und die vordere) unbewaffnet.. das wären 26, obwohl das vordere Oberdecksgeschütz auch nicht zu erkennen ist.

Diese beziehen sich wohl auf eine ursprüngliche oder eine geplante Bewaffnung mit 68-Pfündern.

Es scheinen tatsächlich eher 19 als 17 Geschütze gewesen zu sein, denn auf einem Foto (undatiert) kann man eine Breitseite von 9 Geschützen erkennen

Du meinst dieses:

S.M.S.%20Elisabeth%20sw.jpg

Groener geht ja in jedem Fall von 19 Geschützen aus - nur einmal eine uniforme Bewaffnung aus 15 cm-Geschützen und einhalb eine Mischung von 15 cm und 12,5 cm. Auf dem Photo kann man das nicht unterscheiden.

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Sirs, gibt es eigentlich irgendeinen Beleg für diese offenbar eisernen, zweirädrigen Lafetten, die der Elisabeth hier für ihre 15-cm-Hinterlader unterstellt werden?

 

Die Abbildung ist vielleicht insofern nicht besonders verbindlich, als sie wohl vor Fertigstellung und Ausrüstung des Schiffs erschien. Letztlich erscheinen diese modernen Geschütze auf diesen anachronistischen, primitiven Lafetten etwas absurd. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dergleichen (also eisern, zweirädrig, mit Hinterladern) andernorts schon mal gesehen zu haben - ähnlich wären vielleicht allenfalls noch gewisse Festungslafetten gewesen.

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Was ist das denn? Hat der Künstler diese Geschütze tatsächlich so gesehen (wo auch immer) oder ist da die Phantasie mit ihm durchgegangen?

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Wie gesagt, auf der Elisabeth (die in der Bildunterschrift explizit genannt wird) kann er sie wohl nicht gesehen haben, denn soweit ich weiß, war die noch nicht ausgerüstet, als das Buch erschien, und die älteren Korvetten waren wohl noch mit den altmodischen Geschützen ausgerüstet. Interessanterweise erschien in demselben Buch aber auch eine Oberdecks-Schlittenlafette vernünftigeren Aussehens - obwohl, wenn ich mich recht entsinne, die auch noch anders aussah, als die späteren 15-cm-Lafetten, die man auf den Korvetten später dann wohl hatte - ich denk, das werden wohl solche dieser Art her gewesen sein:

post-21-076898500 1329758070_thumb.jpg

P.S. Kronenfels schreibt allerdings zu den Oberdecks-Kanonen, daß diese in "Rahmenlafetten" für den Pfortenwechsel stünden - also grundsätzlich andere Lafetten als jene der Batterie, oder wie?

Edited by McCool

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Kronenfels schreibt allerdings zu den Oberdecks-Kanonen, daß diese in "Rahmenlafetten" für den Pfortenwechsel stünden - also grundsätzlich andere Lafetten als jene der Batterie, oder wie?

 

Das würde doch passend, da die Kanonen in der Batterie nur einen beschränkten Richtbereich haben mussten und nur auf einer Position blieben.

 

Die Warrior hatte z.B. auch verschiedene Lafetten bei den 110-Pfünder-Geschützen auf dem Oberdeck und dem Hauptdeck:

http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_imagebrowser&view=gallery&folder=warrior-kanonen&Itemid=55

http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2879:panzerfregatte-hms-warrior-kanonen&catid=216:museumsschiffe

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Das würde doch passend, da die Kanonen in der Batterie nur einen beschränkten Richtbereich haben mussten und nur auf einer Position blieben.

Die offensichtlich in den 80ern vorhandenen Lafetten waren aber eben alle Rahmenlafetten, sowohl die der Breitseit- als auch der Oberdecksgeschütze. Wenn ich mich recht entsinne, konnte man ja bei einigen Schiffen auch Breitseitenlafetten z.B. zur Schiffsmitte bewegen, auch wenn sie nicht für eigentliche Pfortenwechsel gedacht waren. Die krude Abbildung und den Hinweis auf die verschiedenen Lafettensorten bei Kronenfels ernstnehmend bedeutet das wohl, daß die Elisabeth tatsächlich zuerst andere Breitseitenlafetten hatte (also keine pivotierten Rahmenlafetten), und zwar waren das dann solche hier, tadaaa!

post-21-055819100 1329932283_thumb.jpg

Sieht schon deutlich plausibler aus als das Bild oben, aber grundsätzlich falsch lag das auch nicht...

Dummerweise wird das durch diesen netten "detaillierten" Längsschnitt der Elisabeth alles "nicht wirklich" bestätigt - da ist bei den Batteriegeschützen auch nicht richtig erkennbar, worauf sie überhaupt liegen sollen, und das sichtbare Oberdecksgeschütz sieht auch wieder anders aus als das o.g. Werk - aber auch der ist bei näherem Hinsehen eben auch furchtbar unpräzise, allein die nicht vorhandenen Pforten an Oberdeck! Blöd, ausgerechnet das Aussehen der Oberdecks-Rahmenlafetten wäre natürlich für ein MODELL wichtig... :angry:

Edited by McCool

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Sind von der Elisabeth eigentlich mal Originalpläne aufgetaucht?

 

Bei einem Plan der Vineta (aus dem Deutschen Museum), der vielleicht ein Originalplan ist, sieht es so aus, als wären die Kanonen in der Batterie und auf dem Oberdeck in Rahmenlafetten - und in der Batterie gab es auch entsprechende Schienen. Allerdings nur, um den Feuerbereich zu erhöhen - nicht für den Transfer zu anderen Positionen.

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Bei einem Plan der Vineta (aus dem Deutschen Museum), der vielleicht ein Originalplan ist, sieht es so aus, als wären die Kanonen in der Batterie und auf dem Oberdeck in Rahmenlafetten - und in der Batterie gab es auch entsprechende Schienen. Allerdings nur, um den Feuerbereich zu erhöhen - nicht für den Transfer zu anderen Positionen.

Bei Ariadne konnte man vier der mittleren - es dürften die schwereren 15cm-Kanonen gewesen sein- in Art Marschposition gebracht werden, so daß die Rohre parallel zur Kiellinie standen (sinnigerweise standen sie dann auch jeeils direkt über einer der durchgehenden eisernen Längsversteifungen). Dafür waren extra Schienen vorhanden.

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Hallo ARCONA-Fans,

 

mein Interesse für die Schiffe ist durch dieses Seite erwacht:

 

http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/abfrage_suchen.php

 

gebt mal unter dem Punkt »Freitext« das Stichwort »Hertha« ein. Ihr bekommt Dutzende Fotos der Korvette HERTHA (ARCONA-Klasse) die anlässlich einer Ostasien-Reise geschossen wurden (Die ersten Treffer zeigen den späteren Großen Kreuzer, nicht irritieren lassen). Ab Bild 16 wird es Bildtechnisch interessant.

 

Die HERTHA sah so aus:

 

http://edocs.ub.uni-frankfurt.de/volltexte/2002/8051716/original/Bild.jpg

 

Ein schönes Schiff, finde ich. Mit der Lupe lassen sich die Bilder auf dem Monitor sogar noch vergrößern.

 

Unter den Bildern sind auch einige, die das Geschützexerzieren an Oberdeck zeigen und einige Fragen beantworten könnten. Ein Bild von der Unterdecksbatterie ist auch dabei. Wer sich für diese Schiffe interessiert, bekommt auf der genannten Seite eine Fülle Detailfotos geliefert.

 

Ein sehr schönes Modell der ELISABETH gibt es hier:

 

http://www.modelships.de/Verkaufte_Schiffe/Elisabeth_Spors/Elisabeth.htm

 

Soweit meine »Mitbringel« an Euch... :)

 

Das Buch aus dem Hirnstorff-Verlag zur ELISABETH hatte ich vor einiger Zeit mal in der Hand, die schlechte Zeichen-Qualität der Baupläne hat mich aber vom Kauf abgehalten. Ich würde gerne irgendwann einmal ein Vollrumpfmodell eines der Schiffe in 1:250 probieren. Meint Ihr, das Hirnstoff-buch wäre dafür geeignet? Die Pläne müssten verkleinert werden was zeichnerische Grobheiten sicher ausgleichen würde...

 

Viele Grüße,

 

Klaus

Edited by Klaus II

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Herzlich willkommen Klaus!

Ein schöneres Mitbringsel als Einstand hätte ich mir kaum vorstellen können.

Ein Modell aus dieser Schiffsklasse schwebt mir ja auch noch immer vor......,träumen darf man ja.

 

Das Buch aus dem Hirnstorff-Verlag zur ELISABETH hatte ich vor einiger Zeit mal in der Hand, die schlechte Zeichen-Qualität der Baupläne hat mich aber vom Kauf abgehalten. Ich würde gerne irgendwann einmal ein Vollrumpfmodell eines der Schiffe in 1:250 probieren. Meint Ihr, das Hirnstoff-buch wäre dafür geeignet? Die Pläne müssten verkleinert werden was zeichnerische Grobheiten sicher ausgleichen würde...

Das Buch hab ich, ebenso die Pläne, die gleichen(?) die mal einer Modellwerft Ausgabe beilagen. Überarbeitete Elisabeth Pläne im Maßstab 1:150 werden für wenig Geld, um 10 Euro, auch hin und wieder über Ebay angeboten. Die Anschaffung würde sich evtl. lohnen. Der Verkäufer ist zuverlässig, ich hab da schon mehrmals gekauft, und wenn man anfragt auch bereit die von ihm gezeichneten/überarbeiteten Pläne in anderen Maßstäben auszudrucken.

 

Grüßle

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Hallo Klaus, die Fotos sind wirklich außerordentlich viel wert. Interessant ist ja u.a., daß Hertha ja offenbar schon ziemlich früh eine Poop bekam.

Hinsichtlich der Elisabeth-Pläne - die sind im Hinstorff-Buch wirklich Schrott. Aber die braucht man auch nicht, versuch es doch stattdessen mal mit dem "Atlas des Seewesens" aus den 1870ern, von dem es einen billigen Reprint gibt.

http://books.google.de/books?id=xlA13uHQPr0C&lpg=PA21&ots=X-gNv4U6l_&dq=atlas%20seewesen&hl=de&pg=PP1#v=onepage&q&f=false

Greven hatte seine "Zeichnungen" nämlich aus dem "Atlas" abgekritzelt. Es ist mir ein Rätsel, weshalb sie nicht einfach unverändert abedruckt wurden.

Was bei den Zeichnungen leider fehlt, ist das Oberdeck. Die hier im Forum diskutierten Fragen zu Details z.B. der Bewaffnung bleiben leider auch noch offen - d.h. obwohl die Zeichnungen des Rumpfs auf den ersten Blick sehr gut scheinen, lassen sie doch eine Menge zu wünschen übrig. Die Tafel mit der Takelage ist allerdings sehr schön - m.E. ein echter Glücksfall. Die Takelungstafel ist übrigens als Vorsatzblatt oder Frontispiz in einem der beiden fehlerträchtigen Bändchen von Israel/Gebauer abgedruckt (ich weiß grade nicht in welchem, zu den Bänden siehe hier).

 

Edited by McCool

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Die Takelungstafel ist übrigens als Vorsatzblatt oder Frontispiz in einem der beiden fehlerträchtigen Bändchen von Israel/Gebauer abgedruckt (ich weiß grade nicht in welchem, zu den Bänden siehe hier).

 

 

...es ist das Nachsatzblatt in »Segelkriegsschiffe« :)

 

Danke für Eure freundlichen Antworten. Den »Atlas des Seewesens« werde ich mir besorgen, das scheint mir besser zu sein als selbst einen Plan zu stricken. Bei ebay werde ich auch gleich mal stöbern...

 

Viele Grüße,

 

Klaus

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Die Jylland ist als Zeitgenossin für viele Details ganz sicher eine wertvolle Quelle, wenn man ein Modell eines Schiffs der sogenannten Arcona-"Klasse" bauen möchte. Die heißbare Schraube dürfte wohl auch die einzige erhaltene ihrer Art sein, oder?

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