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Als Kind vor knapp 30 Jahren baute ich die Fregatte United States im Maßstab 1:96 von Revell.

Im Internet konnte ich in den letzten Monaten absolut nichts über den Bausatz finden, klar jede Menge Plastik 1:150 Bausätze diverser Hersteller aber eben kein 1:96 Modell.

Langsam fragte ich mich ob meine Erinnerung trog und es vielleicht doch das bekanntere und heute noch erhältliche 1:96 Modell der Constitution war welches ich damals baute.

 

Heute, endlich die Erlösung mit meinem Erinnerungsvermögen ist alles in Ordnung (Puh). :P

 

Das Schiff steht und stand ja leider im Schatten der Constitution und scheint auch nicht gut dokumentiert zu sein. Kennt hier jemand ein ordentlich rekonstruiertes Modell dieses Schiffes oder einen Artikel in dem auf das Aussehen des Schiffes im Zustand seines Gefechtes mit der HMS Macedonian eingegangen wird?

Was mich nämlich heute mehr als damals interessiert ist ob das 1:96er Modell von Revell, mit Poop und den zwei Reihen Fenstern glaubwürdig ist.

 

Hier http://cgi.ebay.de/USS-UNITED-STATES-Old-W...1QQcmdZViewItem gehts zu den Fotos des 1:96 Bausatzes von Revell der United States.

Edited by Neptun65

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Es scheint mir ja, als seien die beiden Hälften des Rumpfs bei dem Bausatz identisch mit dem der Constitution, kann das sein? Wäre jedenfalls typisch für Revell. Der wesentliche Unterschied am Rumpf wäre dann wohl der Heckspiegel gewesen (in der Bauanleitung kann man ihn einmal andeutungsweise erkennen). Irgendwann muß die United States ihre Poop ja losgeworden sein, auf den bei Canney abgedruckten Decksplänen von 1830 ist sie weg. Ob sie 1812 noch da war?

Es gibt ja dieses Gemälde von Birch, welches das Gefecht mit Macedonian zeigt, aber zumindest in der im Inernetz erhältlichen Auflösung ist da nicht sehr viel bzgl Heck zu erkennen. Immerhin aber ein interessanter Anstrich, schwarz mit roten Streifen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Image:BirchBa...eMacedonian.jpg

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Es scheint mir ja, als seien die beiden Hälften des Rumpfs bei dem Bausatz identisch mit dem der Constitution, kann das sein? Wäre jedenfalls typisch für Revell. Der wesentliche Unterschied am Rumpf wäre dann wohl der Heckspiegel gewesen (in der Bauanleitung kann man ihn einmal andeutungsweise erkennen). Irgendwann muß die United States ihre Poop ja losgeworden sein, auf den bei Canney abgedruckten Decksplänen von 1830 ist sie weg. Ob sie 1812 noch da war?

Es gibt ja dieses Gemälde von Birch, welches das Gefecht mit Macedonian zeigt, aber zumindest in der im Inernetz erhältlichen Auflösung ist da nicht sehr viel bzgl Heck zu erkennen. Immerhin aber ein interessanter Anstrich, schwarz mit roten Streifen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Image:BirchBa...eMacedonian.jpg

 

Die Rumpfhälften der beiden 1:96er Modelle sind sicher identisch. Die größten Unterschiede zwischen den beiden Bausätzen betreffen den Spiegel (bei dem United States Modell mit zwei übereinander liegenden Reihen Fenstern ausgestattet), zwei zusätzliche Seitentaschen (siehe Chapelle) und dem Bauteil für das Poopdeck. Bei einer Überholung 1806 wurden das Poopdeck noch erwähnt.

Das von Dir erwähnte bekannte Gemälde von T. Birch kann man hier http://worldart.sjsu.edu/Obj23330?sid=5754&x=910539 im Detail anschauen.

Dem Gemälde nach war das Poopdeck 1812 wohl noch vorhanden. Zu erkennen sind so etwas wie Finknetze auf dem Poopdeck sowie Seeleute. Zusätzliche Seitentaschen, in voller Größe wie auf dem Chapelle Plan der Klasse für die United States eingezeichnet, für eine Poopdeckkabine (nennt die sich so?) kann ich aber nicht entdecken. Der Spiegel ist leider zu dunkel dargestellt um Details zu erkennen aber es sind zwei Heckpforten zu erkennen die scheinbar etwas zu hoch positioniert irgendwie zwischen Oberdeck und Poopdeck angeordnet sind. Ich vermute das die Heckpforten eher dem Ober bzw. Achterdeck zuzuordnen sind. Kanonen auf dem Poopdeck dürften die schon vorhandenen Probleme wegen des Poopdecks nur verschärft haben.

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Das von Dir erwähnte bekannte Gemälde von T. Birch kann man hier http://worldart.sjsu.edu/Obj23330?sid=5754&x=910539 im Detail anschauen.

Die Wiedergabe ist ja bemerkenswert schlecht..leider kann man nicht sehr viel erkennen. Es ist zwar das gleiche Motiv, aber es ist nicht das gleiche Bild, das ich oben verlinkte! Vergleiche einmal die Wolkenbildung oder die Schatten auf den Segeln der President! Es handelt sich um zwei verschiedene Gemälde.

 

Aus der zuerst verlinkten Version habe ich mal einen Ausschnitt vergrößert. Es ist hier eigentlich nicht eindeutig auszumachen, daß der Spiegel zweigeschossig sein soll, die Seitengalerien scheinen normal.

 

Von der zweiten Version habe ich den Ausschnitt nur etwas aufgehellt. Tatsächlich sind da am Heck Figuren angedeutet, die in der 1. Version fehlen. Man kann die Seitengalerie besser erkennen, vom Spiegel selbst, wie schon festgestellt aber praktisch nichts.

 

Die Proportionen des Spiegels sind bei beiden Varianten m.E. identisch - bei keiner könnte ich eine Poop feststellen. (Was aber noch nicht heißen muß, daß sie nicht da war, man weiß ja nicht, wie zuverlässig die Birch-Gemälde sind).

post-21-1206101786_thumb.jpg

post-21-1206101815_thumb.jpg

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Jetzt habe ichs aber richtig schön; ein Ausschnitt aus Version 2. Das Gemälde sieht hier:

http://worldart.sjsu.edu/Obj23330?sid=5754&x=910539

sehr viel schlechter aussieht, als es tatsächlich ist. Da kann man mal sehen, was eine schlechte Wiedergabe so anrichten kann.

Das Heck ist nun sehr gut zu erkennen; eine Poop ist nicht zu identifizieren, allenfalls anhand der relativ hoch über die Reling ragenden Gestalten, wie schon vermutet. Durch die Heckpforten, die tatsächlich im Verhältnis zu denen auf dem Achterdeck etwas hoch zu liegen scheinen, kann man den Himmel erkennen. Das wäre ja nicht möglich, wenn das Heck mit einer Hütter überbaut wäre.

Die kleine Diskrepanz in der Lage der Achterdecks- und Heckpforten ist vielleicht einer kleinen Unaufmerksamkeit des Malers geschuldet.

Ob Poop oder nicht, aus dieses zeitgenössische Gemälde (1813) zeigt jedenfalls einen interessanten Anstrich. Man kann vermutlich nicht sicher sein, ob der für das Schiff tatsächlich zutrifft, aber zumindest "denkbar" war er wohl für die Zeit. Er paßt zu den Darstellungen von Shannon/Chesapeake mit den weitgehend schwarz gestrichenen Rümpfen.

post-21-1206107252_thumb.jpg

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Guest Philipp27

Sehr leid tut es mir ja auch, dass man die United States abgebrochen hat. Die war in den 1860ern nämlich auch noch in einem recht guten Zustand.

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Verdam... es gibt zwei Gemälde mit dem gleichen Motiv?? Meins kam mir zwar etwas düster vor aber ich bin nicht auf den Gedanken gekommen das es gleich zwei geben könnte. Die beiden Gemälde unterscheiden sich auch bei der Ausstattung der Schiffe im Detail siehe z.B. die Beiboote der United States.

Nach diesem neuem Ausschnitt bin ich mir auch nicht mehr sicher ob da wirklich ein Poopdeck ist.

 

Die Farbgebung der United States gefällt mir, und auch glaubwürdig nach dem was inzwischen so bekannt ist, wenn auch selbstverständlich noch nicht belegt. Die USS President scheint bei ihrer Aufbringung wohl auch nur einen schmalen weißen Streifen unter dem Batteriedeck gehabt zu haben.

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Schade, daß dort keine Angabe zu Künstler und Enstehungsdatum zum Gemälde der President gemacht ist. Der Anstrich wird auch durch dieses Gemälde eines unbekannten Künstlers bestätigt, das anscheinend zwischen 1814 und 1830 entstand: Klick! . Überhaupt scheint ja letztlich President am besten von den drei großen Fregatten dokumentiert - es gibt einen Riß vom Zustand kurz nach der Kaperung, zumindest einen Spar-Deck-Plan und diese glaubwürdig erscheinenden Gemälde. Für frühere Bauzustanände gibts u.a. die ausgezeichneten Roux-Aquarelle.

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Tja wenns nach den vorhandenen Unterlagen geht ist die President natürlich innerhalb der Klasse erste Wahl . Auch wenn Sie nicht die erfolgreichste der drei Schwestern war.

 

Nachdem ich einige Zeit im Internet nichts zum 96er United States Modell gefunden hatte scheint es jetzt irgendwie zu klappen

Auf dem Finescale-Forum habe ich noch Bilder und weitere Informationen gefunden.

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Also was ich evtl. als Modellbauprojekte reizvoll fände wäre Constitution im Ursprungzustand oder President 1803 (es gibt da ja auch eine ganz brauchbare Heckansicht).

Aber United States ist wohl wirklich schwierig! Das Heck des Revell-Bausatzes im verklinkten Forum sieht ja brachial aus. Es hat den Dekorationsstil "Constitution 1812", obwohl ja nach dem Birch-Gemälde ziemlich unwahrscheinlich erscheint, daß sie die Poop da überhaupt noch hatte.

Ich denke auch nicht, daß die Poopebene richtig in die Gestaltung des Heckspiegels integriert war, sondern vermute eher, daß die asthetische Gestaltung des Hecks im Prinzip eingeschossig ausgelegt war, wie auch bei französischen Fregatten der Zeit. Was dem "eingeschossigen" Spiegel an Höhe fehlte, hätte man dann einfach unauffällig auf geschwungene "Tafferel" draufgesetzt. Das wäre jedenfalls mein Ansatz, wenn ich beabsichtigte, die President mit Poop zu "rekonstruieren" - kann ja auch durchaus falsch sein.

Man weiß ja auch nicht, wie groß die Poop war, oder? Bei französischen Schiffen Ende des 18. Jhdts, war sie ja recht bescheiden.

Was Revell da gemacht hat, sieht eher so aus wie HMS Newcastle im unschönen Nachkriegszustand (1815 ff).

 

Chapelle zeigt wirklich zweigeschossige Seitengalerien, habe ich das richtig verstanden? Kann mich gar nicht genau dran erinnnern, obwohl ich den Riß eigentlich noch irgendwo haben müßte.

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Aber United States ist wohl wirklich schwierig! Das Heck des Revell-Bausatzes im verklinkten Forum sieht ja brachial aus. Es hat den Dekorationsstil "Constitution 1812", obwohl ja nach dem Birch-Gemälde ziemlich unwahrscheinlich erscheint, daß sie die Poop da überhaupt noch hatte.

Ich denke auch nicht, daß die Poopebene richtig in die Gestaltung des Heckspiegels integriert war, sondern vermute eher, daß die asthetische Gestaltung des Hecks im Prinzip eingeschossig ausgelegt war, wie auch bei französischen Fregatten der Zeit. Was dem "eingeschossigen" Spiegel an Höhe fehlte, hätte man dann einfach unauffällig auf geschwungene "Tafferel" draufgesetzt. Das wäre jedenfalls mein Ansatz, wenn ich beabsichtigte, die President mit Poop zu "rekonstruieren" - kann ja auch durchaus falsch sein.

Man weiß ja auch nicht, wie groß die Poop war, oder? Bei französischen Schiffen Ende des 18. Jhdts, war sie ja recht bescheiden.

Was Revell da gemacht hat, sieht eher so aus wie HMS Newcastle im unschönen Nachkriegszustand (1815 ff).

 

Chapelle zeigt wirklich zweigeschossige Seitengalerien, habe ich das richtig verstanden? Kann mich gar nicht genau dran erinnnern, obwohl ich den Riß eigentlich noch irgendwo haben müßte.

 

Über die Poop auf der United States ist bislang wohl nur bekannt das Sie zeitweise existierte.

Chapelle gibt ja keine konkreten Quellen an so muss man vermuten das seine Zeichnung der Constitution Klasse mit dem zusätzlich eingezeichneten zweigeschossigen Spiegel und Seitengalerien für die U.S. nur zeigt wie Chapelle sich die Poop vorstellte. Der Osprey Band über die amerikanischen schweren Fregatten zeigt eine farbige Zeichnung der United States mit Poop die wohl auf Chapelles Zeichnung beruht.

Da die Poop ja erst einige Zeit nach der Indienststellung und dann nur zeitweilig vorhanden war scheint es in der Tat wahrscheinlicher das diese eher in der französischen Art wie von Dir geschildert ausgeführt wurde.

 

Ich habe noch ein Bild des Gefechts United States vs Macedonian gefunden. Klick Es stammt von Ambroise Louis Garneray.

Garneray war ja Seemann und auch an Seegefechten beteiligt und brachte damit gute Vorraussetzungen mit um ein authentisches Bild eines Seegefechtes zu malen allerdings war G. bis 1814 Kriegsgefangener der Engländer und somit kein Augenzeuge des Geschehens.

Hat hier jemand Informationen zu Garneray z.B. ob und wann G. amerikanische Häfen besuchte oder andere Gelegenheiten hatte die USS United States live zu sehen?

 

Edit: Hier der Link zum lesenswerten englischsprachigen Wikipedia Artikel über Garneray.Klick

Besonders interessant ist das G. unter Surcouf auch an der Eroberung der Kent durch die Confiance teilnahm und dieses Erlebnis später eindrucksvoll in einem Gemälde darstellte.

Edited by Neptun65

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Guest Philipp27

Ich kann mich nur wiederholen-es ist so bedauerlich, dass uns die United States verloren gegangen ist. Offensichtlich war auch dieses Schiff derart gut konstruiert, dass die Amerikaner große Schwierigkeiten hatten es während des Bürgerkrieges zu versenken. Danach wurde die United States ja gehoben und endgültig abgewrakt.

 

Naja-die Wegwerfgesellschaft hats eben auch damals schon gegeben. :(

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Lediglich darin, daß man beim Abwracken rücksichtsloserweise nicht daran dachte, daß es im Jahre 2008 Leute geben würde, denen das nicht recht war. :(

 

@ Neptun: Vielen Dank für den Hinweis auf Garneray, sehr interessant! Leider scheint das Bild von der Eroberung von Kent ziemlich beschädigt zu sein.

Edited by McCool

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Guest Philipp27
Wo liegt der Fehler, ein Schiff, das mit dem Aufkommen der ersten Panzerschiffe vollkommen unterlegen wurde abzuwracken, anstatt es noch weiter zu unterhalten?

 

Ist irgendwie schon dämlich ein Schiff fast 70 Jahre lang zu erhalten und dann einfach so los zu werden, besonders wenn es sich dabei um ein Symbol der ersten Erfolge auf See handelt.

 

Hätte die Constitution nicht dermaßen viele englische Schiffe abgeknallt/erobert, sie wäre wohl heute auch Teil von so manchen Dachstühlen, wenn überhaupt.

 

Schade um die United States!

Edited by Philipp27

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Mittlerweile hat zum Glück ein Umdenken eingesetzt (man schaue nur das jüngste Beispiel mit der Raumfähre Buran) und auch große Schiffe, wie die Missouri, werden von privaten Vereinen für die Nachwelt erhalten. Als Mitglied des Fördervereins deutsche Museumswerft versuche ich meinen Teil dazu beizutragen, dass alte Techniken und auch technische Meisterwerke für zukünftige Generationen erhalten werden.

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Guest Philipp27
Mittlerweile hat zum Glück ein Umdenken eingesetzt (man schaue nur das jüngste Beispiel mit der Raumfähre Buran) und auch große Schiffe, wie die Missouri, werden von privaten Vereinen für die Nachwelt erhalten. Als Mitglied des Fördervereins deutsche Museumswerft versuche ich meinen Teil dazu beizutragen, dass alte Techniken und auch technische Meisterwerke für zukünftige Generationen erhalten werden.

 

Das ist sehr löblich von Dir Threepwood! Übriegens war die Missouri auch im Kuwaitkrieg noch im Einsatz.

Frage: Gibt es außer der Constitution noch irgendwelche andere erhaltene Fregatten aus dem 18. Jhd?

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Frage: Gibt es außer der Constitution noch irgendwelche andere erhaltene Fregatten aus dem 18. Jhd?

Oh, da hat ja noch keiner geantwortet:

Die Antwort lautet - NEIN!

Die Constitution ist das älteste erhaltene Segelschiff das noch im Dienst ist - und schwimmt.

Die Victory (Linienschiff) das älteste erhaltene Schiff noch im Dienst (aber dauerhaft im Trockendock)

Beide sind 17xx gebaut - also 18tes Jahrhundert.

 

Aus dem 19ten Jahrhundert (1800 - 1899) gibt es - glaube ich - noch alte Fregatten und Segler.

 

Schau mal hier nach .. das ist eine sehr umfangreiche Liste mit Schiffen und Reblika´s (mehr oder minder guten!)

Liste alter Segler

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Wozu in die Ferne schweifen... http://www.line-of-battle.de/linkdb2.php :o

Zwar gibts keine ältere Fregatte als Constitution, aber HMS Trincomalee ist ein sehr interessantes Schiff. Zwar ist dieses Exemplar erst 1817 gebaut, aber ihre Rumpfform basiert auf der französischen Hebe von 1782. Sowohl Franzosen als auch Briten bauten viele Jahrzehnte lang Fregatten nach diesen Linien (Trincomalee ist also viel "typischer" als Constitution! ;) Übrigens ist die Constitution direkt daran schuld, daß die Trincomalee erst verspätetet gebaut werden konnte, denn sie versenkte HMS Java, welche die Pläne nach Bombay bringen sollte! ).

Bei den Briten hieß sie die Leda-Klasse. Eines der letzten Exemplare dieser Klasse, dann schon mit einem modernen Rundheck, ist auch noch erhalten, nämlich HMS Unicorn (1824).

 

Immerhin ist man in Frankreich dabei, eine Fregatte nachzubauen, die Hermione.

 

 

P.S. eine der bedeutendsten Ansammlungen von Hölzern einer Fregatte des 18. Jhdts, noch dazu blutdurchtränkten, ist übrigens cie Chesapeake-Mill.

Vielleicht ist in der Mühle mehr Originalsubstanz der Fregatte Chesapeake als heute Originalmaterial in der Constitution ist? :lol:;)

Edited by Farquhar

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Hallo Leute,

 

gerade habe ich folgende Neuigkeit erfahren: man will einen Nachbau der USS United States bauen. Hier mal der Link! USS United States

 

Edward Zimmermann - der Organisator dahinter - hat im Finescale-Forum angeboten, alle möglichen Fragen zum Schiff - sofern er kann- zu beantworten. Ich werde das mal verfolgen ...

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Guest Philipp27

Ist ja wirklich interessant-danke Markus für den Link! Da die United States und die Constitution praktisch baugleich sind, war auch dieses Schiff ein äußerst zäher Brocken und deshalb schwer abzuwracken. Vielleicht existieren deswegen noch irgendwo Originalteile, die man für die Rekonstruktion verwenden könnte.

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Nun da haben wir ja Zeit bis 2012 die Constitution abzuarbeiten :unsure: und können uns dann der United States zuwenden :P .

Falls es wirklich dazu kommt wird garantiert der alte 1/96 Revell-Bausatz wieder aufgelegt und wir können uns dann wieder die Köpfe zerbrechen wie sie wann nun wirklich aussah und wie man das am besten am Modell hinbekommt.

Seltsammer weise hab ich bis jetzt kaum Hinweise für den Bauzustand des Schiffes zu gefunden. Ich bin ja mal gespannt welche Unterlagen für die Rekonstruktion verwendet werden.

 

Hauptsache das Projekt wird wirklich durchgezogen und endet nicht wie soviele andere in der Tonne.

 

In diesem Sinne

Steffen

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Guest Philipp27

:unsure:

 

Aber sonst hast recht, ich hoffe auch sehr darauf, dass man die Sache wirklich durchzieht!

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Achtung - ich habe hier das Thema "The first of the six frigates - US Frigate United States" mit dem bereits bestehenden Thread zur United States zusammengeführt!

Edited by McCool

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Edward Zimmermann - der Organisator dahinter - hat im Finescale-Forum angeboten, alle möglichen Fragen zum Schiff - sofern er kann- zu beantworten. Ich werde das mal verfolgen ...

 

Interessant wäre z.B., wann das Schiff seine Poop loswurde? Und gibts überhaupt einen geuinen Riß des Schiffs aus der Zeit vor den 1830ern?

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    • By Marcus.K.
      Ahoi Seebären!
       
      Drüben beim Modellboard wurde gerade die Idee geboren, den Revell-Kit der USS Constitution als Basis für eine HMS President zu benutzen. (Wir sind vermutlich allerdings nicht die ersten mit dieser Idee).
       
      Hintergrund: die USS President wurde bekanntlich 1815 von den Briten erobert - aber durch Gefecht und einen Sturm so stark beschädigt, dass man sich zum Abbruch entschied. Allerdings wurde nach den vorher gefertigten Plänen/Vermessungen ein Schiff gebaut, mit dem man - nach meinem Wissen - sehr gern vor der amerikanischen Küste patroullierte (vermutlich nicht ohne Grund ).
       
      Das Schiff - als Schwesternschiff der Constitution - basiert ja auf den selben Entwürfen, wie die Constitution selbst. Auch wenn es in einer andern Werft fertig gestellt wurde und vermutlich viele Details anders gelöst wurden, könnte der Revellbausatz eine gute Basis für einen Plaste-Bastler darstellen, oder was meint Ihr?
       
      Damit könnte man endlich mal eine große Fregatte sehen, die nicht dem üblichen schwarz-weiss-Schema folgt, sondern britisches ocker-gelb trägt (oder waren die Briten dann doch auch auf weiß umgestiegen??).
       
      Weiß jemand von Euch näheres zu diesem Schiff - ist es die HMS President (der Name wurde ja schon lange vorher für andere Schiffe benutzt). In Wiki steht etwas von einer HMS President von 1829 ... ist sie das?
      Kennt jemand von Euch Bezugsquellen für die Pläne/Vermessungen der USS President?
      Oder gibt es die Pläne des Nachbaus im NMM?
       
      Bin schon sehr gespannt auf Euer Fachwissen - müsste doch ein schönes "Kompromissthema" sein für die America- und Britano-Philen unter Euch
    • By McCool
      Im Januar stolperte ich bei Wikipedia über den Artikel zur amerikanischen Fregatte CONSTITUTION von 1797, der, wie mir schien, dringender Bearbeitung bedurfte. Also versuchte ich den Artikel notdürftig zu korrigieren und zu erweitern (vor allem die Geschichte bis 1931), und weitgehend in diesem Zustand ist er noch immer, obwohl er ganz sicher noch immer verbesserungswürdig. (Wikipedia) Als wesentliche Literatur diente mir K.H. Marquardt, USS Constitution (Chronologie).
       
      ---------------------------------------------------------
      USS Constitution (dt. Verfassung) ist eine hölzerne Fregatte der United States Navy. Sie ist das älteste noch im Dienst stehende Schiff der Welt, das noch schwimmt (HMS Victory ist zwar drei Jahrzehnte älter, befindet sich aber dauerhaft in einen Trockendock). Der Spitzname Old Ironsides soll auf das Gefecht mit der britischen Fregatte Guerriere im Jahre 1812 zurückgehen, weil die Geschosse dieses Schiffs an den starken Bordwänden der Constitution angeblich abprallten.
       
      Die Constitution war eine von sechs Fregatten, die aufgrund des Marinegesetzes von 1794 gebaut wurden. Drei davon, neben Constitution die President und United States wurden als 44-Kanonen-Fregatten gebaut. Sie waren bedeutend grösser, stärker gebaut und schwerer bewaffnet als zeitgenössische europäische Fregatten.
       
       
      Geschichte
       
      Am Entwurf der Constitution waren Joshua Humphreys, William Doughty und Josiah Fox beteiligt. Das Schiff wurde auf der Werft des Edmund Hartt in Boston, Massachusetts, vor allem aus Eichenholz gebaut. Der Stapellauf erfolgte am 21. Oktober 1797. Constitution wurde im Sommer 1798 im US - Französischen "quasi - war" in der Karibik gegen französische Freibeuter eingesetzt. Im Jahr 1803 wurde die Constitution unter Kapitän Edward Preble zum Flaggschiff des Mittelmeergeschwaders, das gegen die Barbareskenstaaten Nordafrikas kämpfte. Diese Staaten verlangten von amerikanischen Schiffen Tribut im Gegenzug dafür, dass letztere Mittelmeerhäfen anlaufen durften. Preble begann mit einer aggressiven Kampagne gegen Tripolis. Er blockierte Häfen und beschoss Befestigungen. Schließlich stimmten Tripolis, Tunesien und Algerien einem Friedensvertrag zu.
       
      Die Constitution patrouillerte noch zwei Jahre nach Kriegsende entlang der nordafrikanischen Küste, um die Einhaltung der Vertragsbedingungen zu überwachen. Sie kehrte 1807 nach Boston zur Überholung zurück. Danach wurde sie 1809 zum Flaggschiff des Nordatlantikgeschwaders unter Kommodore John Rodgers.
       
      Im Frühjahr 1812 verschlechterten sich die Beziehungen zu Großbritannien dramatisch, und die US Navy begann, sich auf den bevorstehenden Krieg vorzubereiten. Die Kriegserklärung erfolgte am 20. Juni. Kapitän Isaac Hull, der seit 1810 Kommandant der Constitution war, stach am 12. Juli ohne Befehl in See, um einer Blockade im Hafen zuvorzukommen. Er beabsichtigte, sich den fünf Schiffen von Rodgers Geschwader anzuschließen.
       
      Die Constitution sichtete am 17. Juli fünf Schiffe vor Egg Harbor, New Jersey. Am folgenden Morgen hatte der Ausguck festgestellt, dass es sich bei diesen um ein britisches Geschwader handelte. Dieses hatte die Constitution ebenfalls gesichtet und die Verfolgung aufgenommen. Das amerikanische Schiff befand sich in einer Flaute, und so ließ der Kapitän Boote aussetzen, um das Schiff außer Reichweite der britischen Kanonen zu schleppen. Er ließ sogar die Segel mit Wasser benetzen, um auch noch den geringsten Lufthauch zu nutzen. Nach einer Verfolgung von zwei Tagen und Nächten konnte die Constitution entkommen.
       
      Am 19. August traf sie einen ihrer Verfolger vor der Küste von Neuschottland erneut – HMS Guerriere, eine 38-Kanonen-Fregatte. Das britische Schiff feuerte den ersten Schuss des Gefechts; 20 Minuten später hatte sie ihre Masten verloren und war so schwer beschädigt, dass es sich nicht lohnte, sie in einen Hafen einzubringen. Hull hatte mehrere Breitseiten abgegeben und die überlegenen Segelqualitäten seines Schiffes eingesetzt, während die Briten hilflos zusehen mussten, wie ihre Salven wirkungslos vom Rumpf der Constitution abprallten; dies war der Anlass zur Entstehung des Spitznamens "Old Ironsides".
       
      Unter dem Kommando von William Bainbridg traf die Fregatte im Dezember auf HMS Java, eine andere britische Fregatte. In dem dreistündigen Gefecht wurde auch die Java so schwer beschädigt, dass eine Reparatur nicht lohnte und man sich entschloß, sie in Brand zu setzen.
       
      Trotz vieler Monate erzwungener Liegezeit im Hafen, zum Teil wegen Reparaturarbeiten, zum Teil wegen Blockaden, gelang es der Constitution, acht weitere Schiffe zu stellen, darunter eine britische Fregatte und eine begleitende Sloop, die sie gleichzeitig bekämpfte. 1815 wurde der Krieg zwische den USA und Großbritannien beendet. Nach sechs Jahren Reparaturen und Reservestatus wurde die Consitution 1821 reaktiviert und diente unter Kapitän Jacob Jones als Flaggschiff des Mittelmeergeschwaders. 1828 kehrte sie nach Boston zurück.
       
      Nach einer Inspektion wurde das Schiff 1830 als für den Seedienst untauglich eingestuft. Über den Beschluss zur Abwrackung war die amerikanische Öffentlichkeit sehr aufgebracht, besonders nach der Veröffentlichung des Gedichts "Old Ironsides" von Oliver Wendell Holmes. Angesichts des Protests stellte der Kongress Mittel zur Reparatur des Schiffs bereit. 1835 wurde es wieder in Dienst gestellt, brachte den amerikanischen Gesandten nach Frankreich und diente anschließend unter Kommodore Jesse D. Elliot als Flaggschiff des Mittelmeergeschwaders und ab 1839 unter Kommodore Alexander Claxton im Pazifik. 1844 - 1846 unternahm die Constitution eine Weltumsegelung, anschließend war sie Flaggschiff des Mittelmeer- und Afrikageschwaders. 1851 kehrte die Fregatte nach Amerika zurück und wurde für zwei Jahre in New York aufgelegt, von 1853 - 1855 wurde sie erneut Flaggschiff des Mittelmeer- und Afrikageschwaders, dann war ihr aktiver Dienst zuende und sie wurde bis 1858 repariert. Anschließend diente sie bis 1878 meist als Trainingsschiff für Midshipmen.
       
      In den 1850er Jahren patrouillierte sie an der afrikanischen Küste auf der Suche nach Sklavenschiffen und während des amerikanischen Bürgerkriegs wurden auf ihr Unteroffiziere zur See ausgebildet.
       
      1878 segelte die Constitution nach Le Havre, um die amerikanischen Austellungsstücke zur in Paris stattfindenden Weltausstellung zu bringen. Dort verblieb das Schiff für neun Monate, um die Austellungsstücke anschließend zurückzutransportieren. Nach der Rückkehr diente das Schiff bis zur Außerdienststellung als Trainingsschiff. Danach wurde die Fregatte in Portsmouth, New Hampshire, aufgelegt, wurde abgetakelt und erhielt auf ganzer Länge ein Dach.
       
      Im Jahr 1905 rettete die öffentliche Meinung die Constitution erneut vor dem Abwracken; 1925 wurde sie durch die Spenden von Schulkindern und patriotischen Vereinigungen repariert. Die Constitution wurde am 1. Juli 1931 wieder in Dienst gestellt und unternahm im Schlepp des Minensuchers USS Grepe und des Tenders USS Bushnell eine Tour zu 90 Hafenstädten entlang der Atlantik-, Golf- und Pazifiküste der USA.
       
      Während dieser drei Jahre wurde sie von 4.600.000 Menschen besichtigt. Dadurch sicherte sie ihre Stellung als amerikanische Ikone und kehrt in ihren Heimathafen Boston zurück. 1941 wurde sie dauerhaft in Dienst gestellt. Seit 1954 ist der Marineminister für ihren Unterhalt verantwortlich. Die USS Constitution liegt in der alten Marinewerft im Bostoner Stadtteil Charlestown vor Anker. Sie ist für Besucher geöffnet.
       
      Am 21. Juli 1997 stach die Constitution als Teil ihres 200-jährigen Jubiläums zum ersten Mal seit über 100 Jahren wieder unter Segeln in See. Sie wurde von ihrem gewöhnlichen Liegeplatz in Boston nach Marblehead geschleppt und setzte dann sechs Segel. Daraufhin fuhr sie ohne Hilfe über eine Stunde lang. Schließlich feuerte sie 21 Schuss Salut.
       
      Sie dient nunmehr als "Staatsschiff" für Empfänge und offizielle Anlässe. Ihr Auftrag besteht darin, die US Navy vor Millionen von Besuchern jedes Jahr zu repräsentieren. Die Besatzung von 55 Seeleuten nimmt an Zeremonien, Lehrveranstaltungen und besonderen Gelegenheiten teil. Dazu hält sie das Schiff für Besucher geöffnet und veranstaltet Besichtigungen. Die Besatzung besteht aus aktiven Marinesoldaten und der Dienst an Bord gilt als besondere Auszeichnung. Traditionell ist der Kapitän vom Dienst ein aktiver Commander (Fregattenkapitän) der US Navy.
    • By Threepwood
      Amerikanischen Soldaten, unter dem Kommando von Stephen Decatur, gelingt es am 16. Februar 1804 in den Hafen von Tripolis einzudringen. Ihr Ziel ist es, die im Oktober auf Grund gelaufene Fregatte Philadelphia zu verbrennen, damit diese nicht von den Piraten eingesetzt werden kann.
       



       



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