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Threepwood

Marine- Reenactment

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Marine-Reenactment? Geht das hier überhaupt? Wenn man die Frage nach dem benötigten Utensilien gelöst hat, muss noch immer die Frage nach dem richtigen Schauplatz gefunden geklärt werden.

 

Hier wird es schwierig, gibt es doch nur wenige historische Segelschiffe in unseren Breitengraden.

 

Aber ist es vielleicht doch möglich? Eine Bekannte von mir LARPt im STAR TREK Universum. Es gehört einiges an Fantasie dazu, aber es scheint zu klappen.

 

Könnt Ihr Euch vorstellen Marine-Reenactment zu machen?

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Also ich bin als eh schon Begeisterter Rollenspieler sicher einer Vertiefung dieses Hobbys sehr aufgeschlossen. Die Frage stellt sich, was soll dann eine solche Gruppe Darstellen?

 

In unserem Geschichtlichen Interesse wäre es Möglicherweise auch Denkbar, von den grossen Streithahnnationen abzuschwenken und sein Augenmerk auf kleinere Schauplätze dieser Zeit Richten.Ich sah neulich auf einer Seite, ich glaube von McCool verlinkt, eine Abbildung einer Elbe-Balkensperre gegen Überfälle des Hafens von Hamburg. Nun, sicher hätte dasasser und Schiffahrtsamt Hamburg/Schleswig Holstein/Unterelbe ( Ich glaube, die heissen so) etwas dagegen soetwas zu Reenacten, aber ein hübsches Kanonenboot bekommen wir doch sicher hin oder??So eins zum Rudern und Segeln. Schon der Bau müsste eine Herausforderung sein.

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Also Reenactment ist immer ein schöner Vorwand, mit Schwarzpulver, Flinten und Kanonen zu hantieren. Mit spiezifisch deutschen Vorbildern ist da im Marinebereich leider nicht viel zu machen, weil es bis 1848 kaum etwas gab. Allerdings ist es natürlich wahr, Marineaktivitäten gab es in den napoleonischen Kriegen auch an deutschen Küsten. Irgendwo las ich z.B. mal von einer Beschießung von Cuxhaven durch Briten. Da müßte man nur mal herausfinden, wer denn da die Batterien an Land besetzt hielt - Franzosen oder deutsche Truppen?

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Ein Hübsches Thema für Reenactment sind sicher auch die Patrouillen der Franzosen in den Ostseehäfen. Gerade in den kleineren haben die sehr mit dem Schmuggel zu kämpfen gehabt und ein gerudertes Patrouilleboot mit Französischer Mannschaft wäre bei Traditionsveranstaltungen ein hübscher Anblick. Überhaupt, die haben da unten an der Küste mit ihren Störtebecker Festspielen echt die einzige Veranstaltung. Dabei hat es da unten auch ordentlich gerummst, gerade weill die Ostseeschipper sich nicht in die Suppe Spucken lassen wollten. ;)

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Marine-Reenactment! Da wäre ich dabei! (Zur zeit arbeite ich an der Darstellung eines britischen Commanders.) Allerdings scheinen mir wirklich nur kleinere Landungsoperationen oder Schmuggler-Bekämpfung darstellbar!

Wollte man wirklich den Alltag auf See darstellen und nacherleben, bräuchte man

1. einen originalgetreuen Nachbau zumindest einer Sloop

2. die entsprechende Besatzungsstärke und

3. entsprechend ausgebildete Darsteller von Mannschaft und Offizieren.

 

Hinzu kommt, daß wohl kaum eine Versicherung die Risiken tragen würde, die entstehen, wenn man ein Schiff unter den Bedingungen des beginnenden 19. Jahrhunderts fährt!

Man bedenke, das die Royal Navy zwischen 1793 und 1805 mehr Männer durch Arbeitsunfälle, Schiffbruch und Krankheit, als durch Feindeinwirkung verlor!

Die Zahlen sprechen für sich:

70.000 bis 80.000 Männer verloren durch Krankheit und Unfall ihr Leben. 13.000 kamen durch Havarien und Feuer an Bord ums Leben. 6.500 starben durch Feindeinwirkung.

Mal ganz abgesehen von der rechtlichen Absicherung bei solch einem Reenactment: Will wirklich jemand solche mühseligen, gefährlichen und widrigen Umstände auf sich nehmen?

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Man könnte ja erstmal bescheinden anfangen und sich so ein Ruderkanonenboot bauen! :D Ist nur die Frage, wo man den 18pfünder herkriegt. Also ich habe mal irgendwo im Netz gesehen, daß man ein solches Boot nachgebaut hat, ich glaube in Dänemark. Es war wohl etwas ähnliches wie dies hier. Die Kosten kriegt man sicher bald wieder raus, wenn man die zivile Schiffahrt mit naheliengenden Argumenten um Spenden bittet! :)

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Die Frage ist halt wen und was man darstellen möchte. Die Darstellung eines Matrosen ist natürlich ohne das entsprechende Zubehör (z.B. ein Dreimaster :D )nicht so einfach.

 

Ich könnte mir allerdings ganz gut ein "Admiralitäts-RPG" oder "Whitehall-RPG" vorstellen, oder eine Kriegsgerichtsverhandlung in der ein Angeklagter verhört wird. Das ganze kann in einem einfachen Raum geschehen.

 

@James Edward RN: Wie sieht die Arbeit an einem Commander aus? Meinst Du die Arbeit an der Uniform, oder dem Hintergrund?

 

Vielleicht hast Du Lust einen Thread: "Die ersten Schritte ins Reenactment" oder so ähnlich zu eröffnen.

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Also eine Kriegsgerichtsverhandlung ist sicher machbar , so in der Art eines gut Recherchierten Bühnenstückes. Soetwas könnte man entweder in geschlossenen Räumen ( Schulaula oder ähnliches ) oder mit der entsprechenden Audioverstärkung auch auf Open Air Bühnen Darstellen.

 

So eine Bühnendekoration als Einsicht in die Umgeräumte Tageskajüte eines Admirals mit den Heckfenstern als Rückwand, davor die Kapitäne, der Admiral und die Beisitzer mit dem Rücken zu den Fenstern. Eventuell eine Britische Flagge aufgehängt

 

Davor ein Tisch mit diversen Utensilien wie Kartenrollen Papierstapel, Logbuch.

Tintenfässern mit Federn.

 

Und davor......der Säbel des Angeklagten, zu Beginn der Verhandlung Quer liegend.

 

Nun ja der Heisse Stuhl darf nicht Fehlen :D

 

Und die Absprerrungen für die Zeugen, Zuschauer und den Marinemaler, der die Verhandlung zeichnet auf seinem Skizzenblock.

 

Ein einzeln aufgestellter Leerer Türrahmen schliesst den Raum Optisch ab und davor stehen Rechts und Links Marinesoldaten Ehrenformation.

 

Etwas abseits der Szene, ein Pult mit dem Geschichtenerzähler, der immer wieder während der Handlung oder kleiner Szenenwechsel ( Personell) bzw, bei Einblicken in Beweismittel aus diesen Vorliest.

 

Also, Praktisch die Handlung Moderiert.

 

Sorry, da ist mir gerade etwas die Phantasie Durchgegangen.

 

Aber, wer weiss ???

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Ja, vor großem Publikum würde ich das erstmal nicht machen. :D

Reenactment lebt ja wohl auch von der Improvisation und ist kein Theaterstück.

 

Aber solch eine Situation könnte ich mir für ein RPG schon gut vorstellen. Man müsste halt alles recht genau hinbekommen und auch ein Abenteuer aufschreiben, über das dann verhandelt wird.

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Original von McCool

Die Kosten kriegt man sicher bald wieder raus, wenn man die zivile Schiffahrt mit naheliengenden Argumenten um Spenden bittet! :)

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@Threepwood: Die Arbeit an der Uniform und der Ausrüstung ist, zumindest, was die Recherche angeht abgeschlossen. Zur Zeit warte ich nur noch auf die geprägten Knöpfe aus der Tschechei und das Koppel. Rock (leider noch ohne Knöpfe), Weste, Hose, Schuhe, Schwert, Strümpfe, Hut etc. pp. sind fertig. Teleskop ist auch vorhanden. Was mir noch fehlt ist ein Sextant (Aus Metall natürlich :D ) und eine Spindeltaschenuhr. Mit den Uhren war das sowie heute mit den Händis: Wer keine hatte, war nicht cool. (Kann man in der "Judenbuche" von Annette von Droste Hülshoff schön nachlesen!) Ab einer bestimmten Gesellschaftsschicht und vor allen Dingen als Gentleman und Offizier, musste man unbedingt eine haben. Da es Spindeltaschenuhren nicht als Replikas gibt, bin ich auf der Suche nach einem Original. Gottseidank wurden diese Uhren ab dem späten 18. Jahrhundert schon in so großen Mengen hergestellt, das es noch viele Original zu Preisen gibt, die nicht astronomisch sind.

Neben meinen Recherchen zu all diesen Dingen habe ich meinen "Char" ausgebaut. D.h.: Wer bin ich? Biographie?

Ausserdem beschäftige ich mich mit allen möglichen Dingen, die meinem Charakter nützlich sein könnten. Fachliteratur über Navigation lesen, Reiseberichte damaliger Seefahrer studieren. Ausserdem nehme ich alle Informationen mit die die mir Aufschluß darüber geben, welche Zeitungen und Bücher meinem "Char" wohl zugänglich gewesen sein könnten und welche er wirklich las, was für Musik er hörte, über welchen politischen und kriegerischen Ereignissse war er informiert. Z.B. kann er nicht vor dem 09. November 1805 über den Sieg bei Trafalgar bescheid gewußt haben, ausser er wäre in die Schlacht involviert gewesen...

 

Aber ich komme ins

Reden...00009022.gif

 

Nee, bei der Darstellung einer Kriegsgerichtsverhandlung oder gar eine Landungsoperation wäre ich auf jeden Fall mit dabei, wenn es so einen Event gäbe oder sich in Deutschland eine Gruppe bilden würde, die so etwas darstellt. Für meinen alter ego habe ich mir schonmal überlegt, daß er als Kriegsgefangener, der von einer französischen Infanterieeinheit nach Paris überstellt wird. Das könnte man dann auch auf einem Reenctment an Land darstellen.

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Für meinen alter ego habe ich mir schonmal überlegt, daß er als Kriegsgefangener, der von einer französischen Infanterieeinheit nach Paris überstellt wird. Das könnte man dann auch auf einem Reenctment an Land darstellen.

 

8o!!! Edward!! Du hast aber nicht die Erfindung dieses Französischen Arztes vergessen?? Wie hiess er noch gleich?? Ach ja Gouilton oder so ähnlich?? Sicher willst Du einen Freispruch , oder ??behead.gif

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Werter Mr. Farquhar! Diese französischen Gleichmacher werden doch wohl die Güte haben und einem Offizier und Gentleman eine standesgemäße Erschießung zubilligen!

Alles andere wäre schockierend, wäre es nicht! double0smile.gif

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[OfTopic Mode]Indeet!! Ich hoffe darauf! Aber was will man erwarten von Menschen die die Schenkel von Fröschen Essen???[/Of Topic Mode]

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Die Arbeit an der Uniform und der Ausrüstung ist, zumindest, was die Recherche angeht abgeschlossen. Zur Zeit warte ich nur noch auf die geprägten Knöpfe aus der Tschechei und das Koppel. Rock (leider noch ohne Knöpfe), Weste, Hose, Schuhe, Schwert, Strümpfe, Hut etc. pp. sind fertig.

 

Darf ich nochmal detaillierter nachfragen wie und wo Du die Sachen bekommen hast? Ich wäre nämlich auch sehr an einer Uniform interessiert. Und vielleicht klappt es ja dann im Sommer wirklich mit einem Kriegsgerichts-Reenactment. :D

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Nun, den größten Teil der Montur hat meine Schneiderin Bettina Maake, angefertigt. Strümpfe und Halsbinde habe ich selber gemacht. Die Knöpfe kommen aus der Tschechei (Der Handwerker heißt Lubomir Partyka und hat leider keine Website - sonst würde ich sofort einen Link setzen.)

Die Liste, der Ausrüster und Handwerker ist ziemlich lang. Wenn gewünscht kann ich sie mal posten. Allerdings muß ich dazu sagen, daß ich mit zwei Ausrüstern nicht sehr zufrieden bin.

Anbei einmal ein Photo von der letzten Anprobe der Uniform. Ich bitte zu entschuldigen, daß das Photo etwas überbelichtet und ich auch ziemlich fertig aussehe.Die Anprobe war am "Stromausfall-Wochenende" und ich habe ziemlich viel Zeit auf irgendwelchen zugigen Bahnhöfen zugebracht, ohne das irgendwelche Züge rechtzeitig kamen. Schielen tu ich immer, vor allen Dingen ohne Brille und wenn ich müde bin.

 

Äh- ach ja: Das Koppel ist nur ein Notbehelf, da die Firma Sutlers (www.sultlers.co.uk) immer noch nicht geliefert hat. (Eigentlicher Liefertermin: September d.J.) Mußte halt mein altes Pfadfinderkoppel herhalten.

 

047a58a5.jpg

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Das sieht doch sehr gut aus! Ja, die Liste wäre ganz interessant. Nicht unbedingt wegen den Lieferanten, sondern von den Einzelteilen. Also aus wieviel Teilen bestimmt die komplette Uniform?

 

Deine Schneiderin hat die Uniform anhand von Schnittmustern gemacht? Wie und nach welchen Kriterien hast Du den Stoff ausgesucht?

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Sir, ich bin begeistert! Das sieht ja grandios aus! Wirklich höchst beeidruckend; du siehst viel authentischer aus als z.B. der arme Russel Crowe als Jack Aubrey! Hervorragend auch die Koteletten! Hast Du denn auch eine Berlocke? 8o :D

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Thank you for the compliments, Sirs!

 

Alo, die Uniform besteht eigentlich, laut Reglement der RN, aus:

1. Hut

2. Rock

3. Hosen (Breeches)

4. Weste (einreihig)

 

Alles andere wurde schlicht und ergreifend vorrausgesetzt und war damals Usus:

 

Schuhe (versteht sich von selbst)

 

Strümpfe (ohne Strümpfe sehen Breeches einfach nicht aus. Aber sie sind einfach zu nähen und als Material reicht ein einfaches Jersey-Bettlaken.)

 

Hemd, Halsbinde oder Cravat

 

@Threepwood: Material: Originales Material ist kaum noch zu bekommen. Und selbst wenn man Leute findet, die originales Material auf alten Webstühlen herstellen, wäre der Preis exorbitant hoch. Daher hält man sich an Lieferanten, die Stoffe in ähnlicher Qualität wie damals herstellen.

Die Rekonstruktion gestaltete sich folgendermaßen: Bettina, meine Schneiderin hat ein enormes Wissen in Bezug auf historische Uniformschneiderei. (Hut ab!!)Gemeinsam haben wir Rekonstruktionen, aber auch zeitgenössische Quellen (Gemälde, Notizen von Uniformschneidern, Reglements etc) und erhaltenene Kleidungsstücke (z.B. im NMM) begutachtet. Da es in der Schneiderei damals schon eine gewisse "Standardisiserung" gab, diktiert von nationalen Gepflogenheiten (englische Kleidung war in der Regel lässiger geschnitten als französische) und Mode (meine Montur entspricht dem Empire).

Dann wird ein Stoffmuster aus billigem Nesselstoff erstellt, welches grob zusammengenäht wird. Dieses Muster zieht man an und steckt es bedarfsweise noch einmal ab und/oder zeichnet Sachen direkt auf den Nesselstoff. Wenn alles passt, kann man diese "Nesselstoffmontur" auftrennen und als Schnittmuster verwenden, resp. auf ein Schnittmuster übertragen.

Wegen der Einzelteile (und da sind ziemlich viele): Ich sitze gerade nicht am heimischen Computer und kann nicht auf meine Bookmarks zurückgreifen oder gar in mein Adressbuch schauen. Liste kommt morgen.

 

@Mr. McCool: Bzgl. der Berlocke hat sich noch nichts ergeben. Der Antiquitätenhändler meines Vertrauens teilte mir mit, daß solche Teile vor ca. fünf Jahren in Massen auf dem Markt gewesen sind und relativ billig waren, mittlerweile aber wohl ziemlich rar und teuer sind. Mein Plan ist nun, weiter zu recherchieren und eine ehemalige Kollegin, die sich mittlerweile als Goldschmiedin selbstständig gemacht hat, mit deren Anfertigung zu beauftragen. Wichtig ist ja nicht die Kette, resp. das Seidenband, sondern die Petschaft.

Die Koteletten waren übrigens das leichteste. Auch wenn mich einige Freunde fragten, ob ich ihn eine Backenbartfarbrik gefallen bin. :D

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bzgl der Fußbekleidung, gibts da eigentlich auch Stiefel von irgendwelchen Herstellern? Die sogen. Hessischen kamen ja anscheinend auch bei der Marine vor.

Und Sir James, da ist mir doch noch was an dem Foto aufgefallen Du hast das so ein kleines metallisches Ding am Ohr - ist das nich etwas, nun, kühn für einen Kapitän der Royal Navy? :D :D

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Nun, es gibt einige Handwerker, die historisch korrektes Schuhwerk, unter anderem auch Stiefel anbieten. "Hessians" sind absolut A(unthentisch) und zudem noch super-chic! (Wie ich finde)

Zu dem kleinen "metallischem Ding": Es handelt sich tatsächlich um einen Ohrring... Das Photo wurde während der Anprobe gemacht und dafür hab ich ihn nicht extra rausgemacht.

 

Aber einmal ab davon:

Ich war mittlerweile auf zwei, drei Veranstaltungen. Und habe mich auch mit den Themen "living history" und "Reenactment" eingehend ausseinandergesetzt. (Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den beiden Begriffen,

wie ich in zahlreichen Gesprächen und Diskussionen feststellen musste)

Ich persönlich tendiere eher dazu, "living history" zu betreiben. Eine sehr gute Definition des Begriffes fand ich HIER.

Derzeit treibe ich mich veranstaltungstechnisch eher auf Bällen und Salonabenden herum. Aber nach langem Überlegen und Nachdenken bin ich zu der Überzeugung gelangt, das maritime/s living history/Reenactment möglich ist, wenn auch nur im kleinen Rahmen.

So wäre zum Beispiel die Darstellung einer Bootsbesatzung meines Erachtens durchaus machbar. Das wäre allerdings mit sehr, sehr viel Arbeit verbunden.

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Ah, der höchst artilleriekundige Ingenieurgeograph! :D Ein interessanter kleiner Essay.

Die hessischen Stiefel sind in der tat sehr elegant, aber ich vermute fast, sie passen nicht zu jedem Anlaß, oder? Darf man mit ihnen auch zu einer Audienz des Königs stiefeln, oder ist ihr Terrain eher das Achterdeck? Nelson sah man wohl nie in hessischen Stiefeln, er trug wohl fast nur Schuh.

Zu Marine-Reenactment in kleinerem Rahmen habe ich neulich mal auf einigen Royal-Marines - Darstellungsgruppen etwas gefunden, ich habe sie auch irgendwo unter "Marine&Seefahrt" verlinkt, meine ich. Die Marines mit ihrem amphibischen Charakter snd da natürlich ganz gut dran, sie können sich sowohl glaubwürdig in größeren Gruppen an Land wie auch zu Wasser bewegen.. :rolleyes: Bälle und Salonabnende sind für einen Kapitän der RN sicher ein hervorragendes Betätigungsfeld, während eine Horde Matrosen oder Marines da doch deutlich eingeschränkt wäre. Ein Erscheinen bei Reenactment- Veranstaltungen iwie Leipzig oder Plancenoit erschiene jedenfalls nicht so angebracht...

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Wir hatten ja bereits ein Kriegsgerichtsverfahren als mögliches Szenario für ein Reenactment betrachtet. Die Examensprüfung könnte auch recht interessant sein. Allerdings müssen wir erstmal so junge Midshipman-Darsteller finden. :D Die meisten von uns gehen ja vom Alter nur noch als gestandene Kapitäne durch. :rolleyes:

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Bei Prüfungen und Kriegsgerichten stellt sich mir immer die Frage des "baulichen Hintergrunds"...

Am meisten Spaß macht's halt, wenn die "Kulisse" stimmt.

Ich persönlich tendiere eher zu der Darstellung einer Bootsbesatzung. Da hat man ein Boot und kann irgendwo anlanden. Der Rest spielt sich dann halt an Land ab.

Es gibt sogar ein denkwürdiges Ereignis in Deutschland bei dem die Royal Navy eine Rolle spielte:

1809 wurde die Stadt Cuxhaven kurzfristig von den Briten besetzt. Die Royal Navy war, wie sollte es bei einer Hafenstadt anders sein, nicht unwesentlich an der Einnahme beteilligt. Namentlich ein gewisser Cpt. Goatee, Befehlshaber der Brigg-Sloop "Musquito (übrigens eine Brigg der "Cruiser-Class)

K(il)LICK

 

*Träummodusan*

Alles in allem spielt sich die Dimension, in der ich gerne planen würde, im Rahmen eines Bootes ab.

Vielleicht sogar im Rahmen eines SOLCHEN Bootes:

Chaloupe_03.jpg

Nun gut... Die Wumme kann drauf sein (wär' schön :P ) muß aber nicht unbedingt...

 

*Träummodus aus*

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Vielleicht können wir uns irgendwann, auch dank der Deutschen Museumswerft, wieder solche Boote leisten. :)

 

Ich hab vor zwei Jahren gebaut und bin gerade in den letzten Zügen meines Hobby-Kellers. Da ich mich auch sehr für Fantasy und RPG interessiere, habe ich den Keller natürlich "authentisch" ausgebaut. Fachwerk an die Wand, viel Holz und mit der Hand verputzt. Anstatt elektrischer Lampen habe ich Öl- und Kerzenbeleuchtung (natürlich mit Brandmelder) montiert. Theoretisch hätte ich den Raum auch komplett mit Holz ausstatten und an der Wand ein paar Geschützpforten simulieren können. Hatte ich auch eine Weile überlegt, aber dann doch zu Gunsten eines Mittelalter-/Fantasy-Schankraums verworfen. Aber mit ein paar maritimen Details könnte der vielleicht auch als Gastraum des 18. und 19. Jahrhunderts durchgehen. :P

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...und dann also ein Indoor-Reenactment in dieser Umgebung veranstalten? Wie interessant! :P Gerade in der Gastronomie finde ich es interessant, die hygienischen Verhältnisse der frühen Neuzeit oder des Mittelalters zu reenacten.

 

*Träummodusan*

Alles in allem spielt sich die Dimension, in der ich gerne planen würde, im Rahmen eines Bootes ab.

Vielleicht sogar im Rahmen eines SOLCHEN Bootes:

[..]

Nun gut... Die Wumme kann drauf sein (wär' schön :) ) muß aber nicht unbedingt...

 

*Träummodus aus*

 

Nun, Sir, es ist zu bedenken, daß auch dieses tote Gewicht bewegt werden muß. :D Es gab sicher eine ganze Reihe von britischen Aktivitäten an deutschen Küsten. Z.b. sind sie ja auch bei der Verteidigung von Kolberg 1806/07 aufgetaucht, wenn ich mich recht entsinne.

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