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Ahoi Seebären!

 

Drüben beim Modellboard wurde gerade die Idee geboren, den Revell-Kit der USS Constitution als Basis für eine HMS President zu benutzen. (Wir sind vermutlich allerdings nicht die ersten mit dieser Idee).

 

Hintergrund: die USS President wurde bekanntlich 1815 von den Briten erobert - aber durch Gefecht und einen Sturm so stark beschädigt, dass man sich zum Abbruch entschied. Allerdings wurde nach den vorher gefertigten Plänen/Vermessungen ein Schiff gebaut, mit dem man - nach meinem Wissen - sehr gern vor der amerikanischen Küste patroullierte (vermutlich nicht ohne Grund :D ).

 

Das Schiff - als Schwesternschiff der Constitution - basiert ja auf den selben Entwürfen, wie die Constitution selbst. Auch wenn es in einer andern Werft fertig gestellt wurde und vermutlich viele Details anders gelöst wurden, könnte der Revellbausatz eine gute Basis für einen Plaste-Bastler darstellen, oder was meint Ihr?

 

Damit könnte man endlich mal eine große Fregatte sehen, die nicht dem üblichen schwarz-weiss-Schema folgt, sondern britisches ocker-gelb trägt (oder waren die Briten dann doch auch auf weiß umgestiegen??).

 

Weiß jemand von Euch näheres zu diesem Schiff - ist es die HMS President (der Name wurde ja schon lange vorher für andere Schiffe benutzt). In Wiki steht etwas von einer HMS President von 1829 ... ist sie das?

Kennt jemand von Euch Bezugsquellen für die Pläne/Vermessungen der USS President?

Oder gibt es die Pläne des Nachbaus im NMM?

 

Bin schon sehr gespannt auf Euer Fachwissen - müsste doch ein schönes "Kompromissthema" sein für die America- und Britano-Philen unter Euch ;);):P

Edited by McCool

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Hallo Markus,

 

davon abgesehen das sich zu dem Zeitpunkt wo die 1829er HMS President fertig wurde sich in der englischen Marine schon der weiße Batteriestreifen durchgesetzt hatte, dürfte das neue Schiff trotz gleicher Linien? erheblich anders ausgesehen haben auch wenn die grundsätzlichen Parameter ziemlich eingehalten wurden. Zu den Linien: Auch wenn die Linien der USS President verwendet wurden könnte die Überwasserspantform eine andere sein als bei dem Originalschiff. Außerdem meine ich mich zu erinnern gelesen zu haben das die englische 29er President eine gerade neu eingeführte Heckform bekam. (siehe HMS Trincomalee).

 

Pläne gibt es für das Schiff beim NMM. Allerdings ist nach den Angaben (listet für die Schiffe die jeweils erhältlichen Pläne auf, ohne Anspruch auf Vollständigkeit) in Lyons Sailing Navy List zu befürchten das es keine detaillierte Heckansicht des Schiffes gibt.

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Hy Neptun,

 

Ja ist denn die 1829er President der gesuchte Nachbau? Mir kommt das so spät vor, weil man das neue Schiff ja 1818 bestellt hat ... 11 Jahre Bauzeit?

Kannst Du das nachvollziehen?

Edited by Marcus.K.

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Das ist auf jeden Fall das richtige Schiff. Es wurde 1818 bestellt, 1824 auf Stapel gelegt, 1829 vom Stapel gelassen und erst Anfang der 1830er in Dienst gestellt - so in etwa war der Ablauf, die präzisen Daten habe ich nicht im Kopf. Es war eben Friedenszeit. Es wäre erstaunlich gewesen, wenn nicht solche Dinge wie eine aktuelle Heckform realisiert worden wären, auch wenn z.B. Gardiner schreibt, es sei ein "exakter" Nachbau gewesen. Wie exakt könnte nur ein direkter Planvergleich ergeben.

Neptun hat berechtigterweise auch schon auf die möglicherweise veränderte Schiffskörperform hingewiesen. Die Constitution-Klasse hatte noch ziemlich stark eingezogene Seiten, ich kann mir nicht vorstellen, daß man den Neubau nicht an die neuen Gepflogenheiten anpaßte, auch wenn das Unterwasserschiff gleich geblieben sein sollte.

 

Zur Farbgebung hat Neptun bereits das Wesentliche gesagt. Schon 1812 gab es bei britischen Fregatten weite Batteriestreifen. Allerdings kann ich ohnehin nicht ganz nachvollziehen, wieso man sich ein Vorbild nach der Farbe dieses Streifens aussuchen sollte! ;)

 

Also letztlich taugt der Revell-Rumpf wohl nur für die Constitution-Klasse - immerhin, drei Schiffe, aus denen man sich eine ganze Menge Bauzustände aussuchen kann. ;) Allerdings habe ich mal gesehen , daß jemand aus der Revell-Constitution (Maßstab 1/72 allerdings) eine britische Diana gemacht hat - na ja, das war dann nur ein sehr ungefährer Nachbau. :D Sieht gut aus - wäre aber nicht meine Wahl gewesen. Siehe hier und die nächsten 3 Bilder

http://www.ipms-farnborough.co.uk/html/les...gallery_19.html

Ein Problem ist z.B. die andere Zahl und Anordnung der Stückpforen im Batteriedeck: das Schiff hat halt einfach eine zuviel. Aber dieses Modell ist natürlich trotzdem spektakulär, weil eine Seite aufgeschnitten ist. Und es hat die typischen Merkmale britischer Fregatten, die hier gut wiedergegeben sind.

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Die 29er President ist tatsächlich der Nachbau. Obwohl 1818 (das zweitemal nach Lyon 1820) um erstenmal geordert war die Kiellegung erst 1824 Stapellauf dann 1829.

Nach dem Krieg brauchte man solch kostspieligen Schiffe nicht mehr,sparen war angesagt, man legte ohnehin den größten Teil der Flotte auf bzw. verkaufte viele Schiffe zum Abbruch. Die Begeisterung für diese Art Fregatten hielt sich ja in England ohnehin im Rahmen. Für englische Zwecke war dieser Typ nicht ideal weil zu teuer im Bau und Unterhalt.

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Wow - Männer,

 

da läßt man Euch für ne Stunde allein und schon regnets hier sogar Bilder des Schiffes!

 

O.k. der Reihe nach:

Warum ein Schiff der Farbe des Streifens wegen? Na einfach, weil die 384.987te Constitution mit weißem Streifen etwas langweilig wird ... Obwohl ich das Schiff ja nun WIRKLICH mag! Aber richtig: die USS President oder die .. oh je, welches war noch noch ne Große .. die USS United States? sind natürlich auch interessante Alternativen.

 

An die Diana konnte ich mich dunkel erinnern - wußte aber nicht mehr, welches britische Schiff das olle Revell-Modell darstellen sollte. Ja super - ist nicht sehr präzise - aber doch immerhin interessant und hier sehr originell! Man kann also britische Fregatten aus amerikanischen Superfregatten bauen, wenn man möchte ... :D;);)

 

Das Bild der alternden President ermutigt mich jetzt aber wieder! Denn hier könnte jetzt auch als Titel stehen "USS Constitution als Recieving Ship" - den Unterschied würden wohl nur wenige wirklich bemerken, oder? Über das Heck müsste man natürlich noch Informationen bekommen.

 

Wißt Ihr vielleicht auch, ob es beide Pläne gibt - den Aufriss der USS President und die Pläne der HMS President? Dann "müsst" (bitte, bitte) Ihr mir nur noch erklären, wie ich zu denen kommen kann - gern auch per PN ..

 

Jedenfalls vielen Dank für Eure Hilfe!

Edited by Marcus.K.

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Also ob weißer Streifen oder nicht, ich kann mir sehr spannende Constitution-Modelle vorstellen. Die Farbe des Streifen ist das wirklich nur das unwichtigtste Element. Risse von USS President besitzt Du bereits - bei Canney und Chapelle. Bei letzerem sogar ein Segelriß, wenn ich mich recht entsinne. President im Bauzustand um 1814 ist das am besten dokumentierte Schiff der Klasse - abgesehen von der Constitution im Bauzustand von heute. Warum baut nur keiner ein Modell davon? Es hatte ja auch einen interessanten Anstrich zu der Zeit, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, einen sehr schmalen weißen Streifen auf einem ansonsten schwarzen Rumpf.

 

->Wenn jemand vor allem schiffbauhistorisches Interesse hat: President 1814. Mit den vorhandenen Unterlagen kann man ein Modell bauen, bei dem im Unterschied zur Constitution Heck und Galionsform sowie Deckseinrichtung gesichert sind (da sich die Literatur eher auf Constitution kapriziert, fehen dann allerdings Details über die Dekoration, soweit diese vorhanden war).

 

->Wenn eher Nimbus im Vordergrund steht, muß man damit leben, daß man nur eine weniger gut dokumentierte Constitution bauen kann.

 

Die Pläne für HMS President (1829) sind mit etwas Glück in der Sailing Navy List oder dem Band von Winfield/Lyon abgedruckt - bei letzerem sind ist die Qualität aber schlecht. Und einen vollständigen Plasatz findet man sicher in keinem der Werke. Also bliebe nur, die Pläne im NMM zu bestellen. Da die Literatur für die Epoche knapp ist, ein größerer Forschungsaufwand. M.E. ein Projekt, da sich nicht lohnt, besonders weil HMS President weder in technischer noch historischer Hinsicht besonders signifikant ist.

 

Wie wär es denn statt HMS President mit USS Guerriere oder Macedonian II? Letzeres Schiff ist das amerikanische Pendant zu HMS President. Für eine Zeit klein, auch nicht sehr bedeutend, aber immerhin gibts einfache Pläne bei Chapelle. USS Guerriere ist m.E. interessanter, weil es die nächste Generation der 24-Pfünder-Fregatten ist, mit deutlichen Änderungen gegenüber Constitution.

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Ein Plan der HMS President ist in Lambert - Last Sailing Battlefleet drin. Das Schiff ähnelt dem as captured Plan der USS sehr; u. a. scheint die Rumpfform identisch zu sein. Die Rüsten sind etwas anders, die Rüsteisen anders geführt und das Galion hat eine leicht modernere Form.

 

Dünn eingezeichnet ist außerdem ein Rundheck. Lambert: "The ship was completed with a modified round stern reflecting the prejudices of Admiral Sir Henry Blackwood".*

 

Ein Datum ist zu zwar erkennen (wohl 12 Oct 1826), es ist aber offenbar nachträglich hinzugefügt worden, darüber eine Anmerkung (xxxxx official??). Signatur scheint NMM L(oder C) 1300 zu sein.

 

Eventuell durch einen Scan mehr rauszuholen; Format ist aber nicht sehr groß.

 

* Es wird nicht ganz klar, was Sir Henry da für Vorurteile hatte, aber etwas früher im Buch steht, einige Admirale, u. A. Blackwood fanden Seppings Rundheckdesign wenig erquickend. Ein Rundheck wie es etwa bei HMS Unicorn zu sehen ist, die praktisch zweite Generation des Rundhecks mit den beiden zusätzlichen außen liegenden Runderkern/Viertelgalerien (die erste war die unsagbar hässliche "einäugige" mit nur einem "Erker" in der Mitte), könnte es sein, wobei es sich so liest, als sei man auch damit nicht zufrieden gewesen.

Edited by Galab

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Also ob weißer Streifen oder nicht, ich kann mir sehr spannende Constitution-Modelle vorstellen. Die Farbe des Streifen ist das wirklich nur das unwichtigtste Element. Risse von USS President besitzt Du bereits - bei Canney und Chapelle. ... President im Bauzustand um 1814 ist das am besten dokumentierte Schiff der Klasse - abgesehen von der Constitution im Bauzustand von heute. Warum baut nur keiner ein Modell davon? Es hatte ja auch einen interessanten Anstrich zu der Zeit, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, einen sehr schmalen weißen Streifen auf einem ansonsten schwarzen Rumpf.

Da hast Du wohl recht - der Streifen sollte nicht so wichtig sein.. obwohl ich finde, dass die Ausführung schon einen recht prägnanten Anteil an der Optik eines Seglers hat.

Vielen dank für den Tipp mit den beiden Büchern. Ich bin jetzt endlich zuhause und werde mich als nächstes gleich da reinvertiefen.

 

->Wenn jemand vor allem schiffbauhistorisches Interesse hat: President 1814. Mit den vorhandenen Unterlagen kann man ein Modell bauen, bei dem im Unterschied zur Constitution Heck und Galionsform sowie Deckseinrichtung gesichert sind (da sich die Literatur eher auf Constitution kapriziert, fehen dann allerdings Details über die Dekoration, soweit diese vorhanden war).

Ein wirklich sehr reizvoller Gedanke, der mir bisher (warum eigentlich?) noch gar nicht in den Sinn kam. Aber je mehr ich darüber nachdenke (gerade mit Deinen Hinweisen auf Nachvollziehbarkeit!), desto spannender finde ich den Gedanken.

 

->Wenn eher Nimbus im Vordergrund steht, muß man damit leben, daß man nur eine weniger gut dokumentierte Constitution bauen kann.

Ich interessiere mich eigentlich weniger für den Nimbus eines Schiffes. Da ist mir der optische Eindruck fast wichtiger. Und die USS President hatte halt auch mal eine Schlappe (o.k. Final zwar ... aber das haben ja nun die meisten Schiffe erlebt). Aber ansonsten ist sie sicher eine interessante Fregatte.

 

Die Pläne für HMS President (1829) sind mit etwas Glück in der Sailing Navy List o.... M.E. ein Projekt, da sich nicht lohnt, besonders weil HMS President weder in technischer noch historischer Hinsicht besonders signifikant ist.
Tja, da kann ich nicht widersprechen... also mach ich´s auch nicht!

 

Wie wär es denn statt HMS President mit USS Guerriere oder Macedonian II? Letzeres Schiff ist das amerikanische Pendant zu HMS President. Für eine Zeit klein, auch nicht sehr bedeutend, aber immerhin gibts einfache Pläne bei Chapelle. USS Guerriere ist m.E. interessanter, weil es die nächste Generation der 24-Pfünder-Fregatten ist, mit deutlichen Änderungen gegenüber Constitution.
Sicher spannende Projekte - allein: ich muss mich mangels besseren Fertigkeiten (noch) mit dem Umbau eines Plastik-Bausatzes beschäftigen. ... Das ist derzeit die Einschränkung für mich. Aber später mal, warum nicht! Da mich Fregatten mehr als Linienschiffe interessieren sind das sicher spannende Objekte.

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Hallo Leidensgenossen :rolleyes:

 

habe gestern Nacht nochmal in meinen "Standardwerken" nachgesehen und tatsächlich - die USS President wird dort auch graphisch wieder gegeben. Bei Chapelle ist eine schöne (Ab-)zeichnung des britischen Abrisses - das in NMM zu kriegen sein sollte. Die Nummer ist 1305 - wenn ich mich jetzt nicht irre.. Diese Zeichnung ist im Canney sogar abgebildet - und auf die schnelle konnte ich keine Abweichungen bei Chapelles natürlich klarerer Zeichnung erkennen. Damit liesse sich schon ein Modell bauen! Canney beschreibt auch den Schmuck - leider nur verbal - aber immerhin.

 

Man kann die Zeichnung schön neben die der Constitution (egal welche) legen und erkennt schon die Verwandtschaft. Die Linien sind - für mein ungeschultes Auge - doch sehr vergleichbar. Die Stückpforten stimmen schön überein. Ein Bridle Port ganz vorn.

 

Unterscheide:

1. das Gallion ist bei der "gefangenen" - also späten - USS President erheblich zierlicher als es bei den Schwesternschiffen geplant - und wohl auch ausgeführt war.

 

2. Der Heckspiegel ist nur ähnlich - aber unterscheidlich im Schmuck natürlich. Allerdings hat die USS President sechs Fenster - das ist ja beim noch bestehenden Schwesternschiff strittig. Ich gehe allerdings davon aus, dass für bis 1812 zumindest die 6-Fensterkonfiguration die ursprüngliche und richtige ist. Was dann nach dem Java-Gefecht kam, dass wissen die Götter ...

 

3. die Takelung scheint anders - die Jungfern sitzen an verschiedenen Positionen - ich würde ableiten, dass die Mastneigung anders war, als es auf den Zeichnungen der Constitution zu erkennen ist.

 

Mein derzeitiges Fazit:

für einen wenig belesenen und die Linien eines Schiffes kaum unterscheiden könnenden ist der Revell-Bausatz vermutlich eine recht gute Grundlage, um die President zu bauen.

 

Um die Idee von HWE, Neffets71 und McCool aufzugreifen: könnte mir ein Diorama vorstellen, bei dem die erbeutete USS President von den Bermudas (war doch dort, oder?) nach England überfährt. Noch gezeichnet von Schlacht und Sturm, mit erheblichem Tiefgang wegen des undichten Rumpes und mit beschädigter und geflickter Takelage. Wobei ich mich (noch) nicht auf so ein Experiment wie eine amerikanische Takelage gemischt mit "britischem Flickwerk" einlassen könnte - denn davon verstehe ich noch viel zu wenig.

 

Das Farbschema könnte aber durchaus schon das britische sein, denn ich denke mal, dass man bei einer Reparatur der Prise - die ja auch als HMS President übernommen werden sollte - schon auf britischen Standard umrüstete .. So gesehen wäre auch eine eher britiche Takelage gar nicht so unwahrscheinlich - jedenfalls in leichter auszutauschenden Elementen.

 

Was meint Ihr dazu?

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Das Farbschema könnte aber durchaus schon das britische sein, denn ich denke mal, dass man bei einer Reparatur der Prise - die ja auch als HMS President übernommen werden sollte - schon auf britischen Standard umrüstete .. So gesehen wäre auch eine eher britiche Takelage gar nicht so unwahrscheinlich - jedenfalls in leichter auszutauschenden Elementen.

 

Es gibt hier aber nicht mehr "das britische Farbschema", falls damit ein ockerfarbener Streifen gemeint sein soll. Siehe dieses Gemälde der Bacchante, das sich irgendwo im Thread über "Farbgebung" findet, oder den Anstrich der berühmten Shannon. Und man hat den Präsidenten nach der Schlacht sicher auch nicht vorrangig umgepönt. Erstmal mußte man ihn ja wieder auftakeln, weil er auf dem Weg nach Bermuda ja anscheinend im Sturm ein paar Masten verloren hatte. Angesichts der Schäden durch das Auflaufen, das Gefecht und den Sturm wird der Allgemeinzustand sicher recht traurig gewesen sein. Aber die Takelage darf für eine solche Reise nicht "kaputt" sein, und die Schußlöcher im Rumpf waren mit absoluter Sicherheit geflickt. Das Problem des verbogengen Kiels konnte bei einer provisorischen Reparatur natürlich nicht gelöst werden. Wie das Schiff aussah, als es von Bermuda nach England aufbrach, wird sich wohl schwer rekonstruieren lassen. Nach der Ankunft kam es nicht mehr zu einer Grundreparatur.

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Wenn schon eine (USS) President dann wäre für mich der Zustand mit dem vollbestückten Spardeck der interessanteste. In dem Zustand sind auch für den Laien die Unterschiede zur Constitution zu erkennen. Dazu gibt es aus dieser Zeit gute zeitgenössische Abbildungen des Schiffes.

Ich habe mal Fotos eines Modells (ich denke es war von Reed oder McNarry) in dem Zustand gesehen. Für mich der interessanteste Bauzustand den ich mir vorstellen kann.

Das ist aber natürlich meine ganz persönliche Meinung.

 

Das Farbschema könnte aber durchaus schon das britische sein, denn ich denke mal, dass man bei einer Reparatur der Prise - die ja auch als HMS President übernommen werden sollte - schon auf britischen Standard umrüstete .. So gesehen wäre auch eine eher britiche Takelage gar nicht so unwahrscheinlich - jedenfalls in leichter auszutauschenden Elementen.

 

Was meint Ihr dazu?

 

McCool hats eigentlich schon gesagt. Standard Farbschema? Eher britische Takelage?, ja vielleicht aber von welchen Typ 38er Fregatte, 64er Linienschiff oder 74er + dem vorhandene Rest der Ursprünglichen?

Vielleicht tatsächlich das richtige Modell um anzufangen da keiner sagen kann SO hat es ausgesehen.

Edited by Neptun65

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So .. habe dem NMM geschrieben und einen Brief in meiner Post gefunden:

 

Es gibt

 

Name Daten: President, 1815

Class: ex American President 1800

Type: 4th rate 60, ex 44g

 

Plan ZAZ774 (J3607) - Lines/Profile (taken off, 1815) - Scale 1:48 Price 16,92 Pfund

Collection MAS/A5i114 Price 16,92

Das dürfte der in der Literatur abgebildete Riss sein.

 

Name Date: President. 1829

Class: President (1818)

Type: 4th Rate 52 gun Frigate

ZAZ7773(J4106) Lines, 1820 - Scale1:48 - Price 16,92 Pfund

ZAZ1800(J4105) Inboard Profile, 1826 - 1:48 - 16,92

ZAZ1801(J4101) Fore & Aft Platforms, c. 1829 - 1:48 - 16,92

ZAZ1802(J4102) LowerDeck,c. 1829 - 1:48 - 16,92

ZAZ1803(J4103) Upper Deckl c. 1829 - ...

ZAZ1804(J4104) Quater Deck & Foc´s´le Deck ...

 

Research Handling 11,75; Post Packing 17,63

 

Alles in allem: locker 150 GBP - sind etwas 175 € ..

 

Tja .. ich muss mal sehen, wie mein Kontostand Ende Januar aussieht, wenn Weihnachten und Versicherungen bezahlt sind ... Drückt mir mal die Daumen!

Edited by Marcus.K.

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Wenn schon eine (USS) President dann wäre für mich der Zustand mit dem vollbestückten Spardeck der interessanteste. In dem Zustand sind auch für den Laien die Unterschiede zur Constitution zu erkennen. Dazu gibt es aus dieser Zeit gute zeitgenössische Abbildungen des Schiffes.

Ich habe mal Fotos eines Modells (ich denke es war von Reed oder McNarry) in dem Zustand gesehen. Für mich der interessanteste Bauzustand den ich mir vorstellen kann.

Das ist aber natürlich meine ganz persönliche Meinung.

Ich habe mal versucht, Bilder zu finden ... leider erfolglos ... Wie sieht sie denn aus, die USS President mit "vollbestücktem Spardeck", wo liegen denn die Unterschiede zur Constitution von 1812?

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Hi Marcus,

 

vielen Dank für die Informationen über die erhältlichen Pläne mit Preisangaben vom Presidenten.

Das Preisniveau ist noch so wie ich es in Erinnerung habe.

 

Die USS Preisdent hatte im Mittelmeer 1802-03 im Bereich der Kuhl auf dem Spardeck hohe feste Schanzkleider mit Öffnungen für die dort installierten zusätzlichen Geschütze. Es gibt mehrere zeitnössische Ansichten des Schiffes aus der Zeit u.a von Baugean eine Heckansicht (Hatte McCool die nicht schon im Constitution Thread gezeigt?).

Edited by Neptun65

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So .. habe dem NMM geschrieben und einen Brief in meiner Post gefunden:

 

Es gibt

 

Name Daten: President, 1815

Class: ex American President 1800

Type: 4th rate 60, ex 44g

 

Plan ZAZ774 (J3607) - Lines/Profile (taken off, 1815) - Scale 1:48 Price 16,92 Pfund

Collection MAS/A5i114 Price 16,92

Das dürfte der in der Literatur abgebildete Riss sein.

 

Name Date: President. 1829

Class: President (1818)

Type: 4th Rate 52 gun Frigate

ZAZ7773(J4106) Lines, 1820 - Scale1:48 - Price 16,92 Pfund

ZAZ1800(J4105) Inboard Profile, 1826 - 1:48 - 16,92

ZAZ1801(J4101) Fore & Aft Platforms, c. 1829 - 1:48 - 16,92

ZAZ1802(J4102) LowerDeck,c. 1829 - 1:48 - 16,92

ZAZ1803(J4103) Upper Deckl c. 1829 - ...

ZAZ1804(J4104) Quater Deck & Foc´s´le Deck ...

 

Research Handling 11,75; Post Packing 17,63

 

Alles in allem: locker 150 GBP - sind etwas 175 € ..

 

Tja .. ich muss mal sehen, wie mein Kontostand Ende Januar aussieht, wenn Weihnachten und Versicherungen bezahlt sind ... Drückt mir mal die Daumen!

Das ist ja in der Tat alles sehr interessant - aber willst Du tatsächlich ein Modellprojekt daraus machen? Jetzt, wo Du über die Constitution so gut bescheidweißt? :D

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So, Freunde der dicken Fregatten ...

 

ich habe die Tage mein SUPER Modellbauheft von Les Wilkings ("how to build plastic ship models") bekommen in der er beschreibt, wie er aus dem Revell-Kit der USS Constitution eine USS President macht.

 

Ich muss sagen .. es ist eine einzige Enttäuschung ... :rolleyes:

 

Das Heft ist aus den 70iger und wird in amerikanischen Foren in höchsten Tönen gelobt. O.k. er zeigt (für die damalige Zeit vermutlich wenig verbreitetes) Wissen, über den "richtigen" Umgang mit Modellbausätzen aus Plastik. Bemalen von Kupferplanken (fälschlicherweise aber eben mit gründer Farbe für Grünspan), hervorhebung der Holzmaserung, etc... Aber eben eigentlich nicht mehr, als man heute über das Internet leicht lernen kann.

 

Was jetzt den von mir hoch erwarteten "Umbau" betrifft, so beschränkt dieser sich aus dem Entfernen von einigen Schmuckelementen an Bug und Heck .. und einer ziemlich abenteuerlichen Farbgebung des Schiffes - wie ich finde. Der Rumpf völlig schwarz - mit Ausnahme der Barkhölzer unter dem Kanonenstreifen - die hat er weiß angestrichen.

 

Na ja .... :wacko:

 

Es sieht vom rein Ästhetishen nicht uninteressant aus, zugegeben - aber da bin ich wohl doch schon anspruchsvoller - ohne dass ich das mit handwerklichem Geschick untermauern könnte.

Wenn es aber doch schon Gemälde vom Schiff mit veränderter Optik gegenüber der Constitution gibt, würde ich mich doch wohl lieber an so eine Vorlage halten, denn an ein Phantasie-Design (ich bin ziemlich sicher, dass Wilkins Interpretation genau das ist!).

 

Das war jetzt wenig ergiebig.

 

Kennt einer von Euch Bilder und Gemälde im Internet, die die USS President zeigen?

 

Das ist ja in der Tat alles sehr interessant - aber willst Du tatsächlich ein Modellprojekt daraus machen? Jetzt, wo Du über die Constitution so gut bescheidweißt?

Na, über ein Schiff etwas zu wissen, heißt ja nicht, dass man nicht auch ein anderes bauen wollen könnte. "Andere Mütter haben auch hübsche Töchter!". Zumal wenn es ein Schwesternschiff ist und man dann auch auf dem Wissen aufbauen kann. Die Constitution ist ein schönes Schiff - aber es ist ein wenig wie Du schon sagst: eigentlich WEISS man gar nicht so viel von ihr aus den alten Tagen. Da ist die President ja doch ziemlich gut "erfasst" über die britischen "Blaupausen".

 

Wenn ich jetzt tatsächlich noch Gemälde für das Schiff sehen könnte .. ich hätte kein Problem damit, meiner Consti untreu zu werden. Ich denke, sie würde mir das nicht krumm nehmen!

 

Und die President war ja nun auch das schnellere von beiden Schiffen.

 

Über die Constitution habe ich jetzt aber auch schon so viel gesammelt ... dass ich immer öfter mit einem neuen Buch eine neue Enttäuschung erlebe - weil ich das dort präsentierte "Fachwissen" in Zweifel ziehen muss - und nur noch Bruchteile davon neue und wertvolle Informationen für mich sind. Ich müsste langsam losziehen und Primärquellen studieren, fürchte ich.

 

Da das aber bis auf weiteres nicht möglich ist, verlagere ich doch lieber einfach mal mein Interessensgebiet.... Und da bieten die Schwesternschiffe sich ja förmlich an. Auch die Essex wäre mal spannend - oder auch die älteren Schiffe des Unabhängigkeitskrieges. Aber auch die kleineren Einheiten, Schiffe wie die Irene/ex HMS Grasshopper, die HMS Speedy, die HMS Alert oder auch amerikanische Gegenstücke wie die USS Syren oder so... Das Leben bietet hoffentlich noch viel Zeit zum Lesen, Studieren und Lernen.

Edited by Marcus.K.

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President ist im Prinzip wirklich toll, es gibt vom Endkriegszustand den schönen englischen Amiralitätsplan und einen Spardecksplan, die oft abgedruckt werden. Einen Segelriß findet man bei Chapelle, wenn ich nicht irre. Tatsächlich wäre eine zuverlässige graphische Darstellung von ca 1814 auch toll. Leider kenne ich keine, die ich als wikrlich zuverlässig einschätzen könnte. Im Netz fand ich mal ein Bild, welches das Schiff ganz in schwarz mit einem schmalen weißen Streifen unter der Batterie zeigt - sieht nicht schlecht aus und ist vielleicht sogar authentisch. Eine Darstellung von ca 1812 ist ein Druck des bekannten Little Belt-Zwischenfalls von 1811. Leider, wie oft bei Drucken, ist die Farbgebung möglicherweise willkürlich gewählt. Ebenso das Problem bei einem Druck von Baugean, den es anscheinend auch koloriert gab; er zeigt das Schiff auch noch mit verschanzter Kuhl. Ein sehr schönes Gemälde gibt es von Roux, vermutlich um 1805, mit weißem Batteriestreifen. Angesichts meiner Erfahrungen mit Roux' etwa zeitgleichem Gemälde der Constellation, siehe den Thread dazu, bin ich mir aber leider nicht sicher, ob der weiße Streifen für die Zeit korrekt ist. Überdies ist der Bauzustand ja auch ein zu alter, der nicht zu den Plänen paßt (geändertes Heck, Kuhlschanz, Galionsfigur, usf).

Über President ist leider nicht so viel geschrieben worden wie über Constitution; irgendwo gibts vermutlich Angaben über die Farbgebung, aber die muß man erstmal heraussuchen. Welches ist denn der dich interessierende Bauzustand? Der des letzten Gefechts? Ich vermute, da stehen die Chancen nicht schlecht, um wenigstens an Textquellen zu kommen und evtl. die Darstellunge mit dem schmalen weißen STreifen unter der Batterie zu verifizieren.

Anhang: President, anscheinend frisch nach der Niederlage ( Union Jack über Stars & Stripes, gelochte Segel). Leider habe ich keinerlei Angaben zu Künstler oder Datierung.

Weiß übrigens jemand etwas über die Bugzier um 1814? Vermutlich ein relativ schlichter Schild?

post-21-1228841362_thumb.jpg

post-21-1228841501_thumb.jpg

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Da war noch was. Hier ein angeblich 1845 veröffentlichter Druck "by Buttersworth".

http://www.aradergalleries.com/detail.php?id=1223

Zu dem Zeitpunkt war er allerdings so wenig aktiv, daß man bis vor kurzem glaubte, er seit bereits um 1830 tot gewesen. Tatsächlich scheint zumindest das Motiv schon von 1815 zu sein, siehe die vermutlich zuverlässige Datierung hier. http://www.nmm.ac.uk/collections/prints/vi....cfm?ID=PAH8154

Hier ein nicht genau datiertes Gemälde (1814-1830)

http://www.metmuseum.org/works_of_art/coll...T=1&iPage=1

Nebenbei fällt noch eine bescheidene, wenig aussagekräftige Darstellung von HMS President (1829ff) ab. http://www.nmm.ac.uk/collections/prints/vi...?reproID=PU6144

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Das sieht sehr gut aus, mit dem schmalen weissen Streifen. Darüber ist das Holz nicht lackiert? Holz "natur"? .. Ist das nicht ungewöhnlich für diese Zeit?

 

Ich denke, ein Modell, das genau so eine Szene darstellt, hätte seinen Reiz.

 

Irgendwo im Netz ist auch ein Gemälde von einer der Fretatten im Sturm im Mittelmeer - am Treibanker den Sturm abreitend - und die Obermasten abgelassen. Sieht sehr dynamisch aus ! Und mindestens einmal habe ich die Vermutung gelesen, es könne die Constitution sein (wegen des kurzen Bugspriets - nach dem Zusammenstoß mit der President) oder eben die President. Aber an so ein Diorama würde ich mich natürlich erst mit entsprechender Erfahrung trauen - ich sollte erstmal lernen, ein Schiff korrekt zu takeln, bevor ich an so eine Sturmtakelung gehe!

 

Weiß übrigens jemand etwas über die Bugzier um 1814? Vermutlich ein relativ schlichter Schild?
Bei Canney steht, dass der gute George Washington um 1812 einem "Billet-Head" "platz machen musste". Also war da vermutlich nicht mehr, als was man auf dem Riss auch sieht.

 

Welche Epoche mich interessiert? Hm.. eigentlich die, von der ich die schönste oder beste Darstellung bekommen kann. Klar wäre 1814 am besten, denn dann passen auch die Zeichnungen der Briten. Hast Du da noch weitere Quellen? Canney und Chapelle habe ich ja auch - wobei den Segelplan der President habe ich nicht gefunden. Muss aber nix heißen ..

 

Wie könnte man eigentlich an besser auflösende Darstellungen kommen? Ich finde alle Bilder aus Büchern (bei Canney sind ja schöne drin!) und aus dem Internet einfach zu klein, um wirklich Details zu erkennen. Das Orignial ist doch meist wesentlich größer. Da müsste doch mehr zu erkennen sein. Gibt es da Bezugsquellen?

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Das sieht sehr gut aus, mit dem schmalen weissen Streifen. Darüber ist das Holz nicht lackiert? Holz "natur"? .. Ist das nicht ungewöhnlich für diese Zeit?

Es ist doch wohl ganz einfach: Rumpf komplett schwarz, abgesehen vom schmalen weißen Streifen unter der Batterie. United States war ja auch schwarz, aber mit roten Streifen.

Wäre eine merkwürdige Form für ein Krullgalion, falls sich dort nichts weiter befand.

Edited by McCool

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Roux hat ja 3 Bilder der USS President im Zustand ca. 1802-06 angefertigt.

 

Eins davon findest Du hier: http://digitalgallery.nypl.org/nypldigital...;pos=1&e=w#

 

Von Baugean gibt es die zeitlich passende Heckansicht. Eine Beschreibung der Galionsfigur und der Dekoration am Spiegel am Anfang ihrer Karriere gibt es ja auch. Zusammen mit dem NMM Plan kann man daraus meiner Meinung nach ein halbwegs gesichertes Aussehen des Zustandes von 1802-06 ableiten.

 

Der oben gepostete Link scheint nicht zu funktionieren.

Unter der nachfolgenden Addresse bitte nach Roux suchen.

http://digitalgallery.nypl.org

Edited by Neptun65

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Oh, das sind ja interessante Quellen - muss ich mir mal verlinken. Wow, was es da für interessante Bilder gibt - danke für den Hinweis!

 

Ich habe noch ein Bild gefunden:

Image Title: Capture of the President by a British squadron.

Published Date: 1897

Depicted Date: 1815

Specific Material Type: Prints

Item Physical Description: 1 print : b&w ; 11 x 15 cm. (4 1/4 x 6 in.)

Notes: Printed on border: "From a rare lithograph."

Original Source: From History of our navy, from its origin to the present day, 1775-1897. (New York : Scribner, 1897) Spears, John Randolph (1850-1936), Author.

Source: Mid-Manhattan Picture Collection / American history -- 1810s

Source Description: 5 folders (192 pictures)

Location: Mid-Manhattan Library / Picture Collection

Catalog Call Number: PC AME-181

Digital ID: 809005

Record ID: 701785

Digital Item Published: 10-28-2005

Hier hat sie auch einen schmalen Streifen gerade unterhalb der Stückpforten.

 

Aber es ist wohl wie immer: man kann sich nicht darauf verlassen, dass nicht alle diese Darstellungen die Wiederholung einer Phantasie eines allerersten Künstlers sind ... Aber was soll´s. Ich denke die Darstellung der gerade geschlagenen USF President hätte durchaus einen großen Reiz, was denkt ihr?

 

Hier nochmal eins mit breitem Streifen - um 1803.

USF President - Antoine Roux

Edited by Marcus.K.

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    • By Valfar
      Hallo zusammen,
       
      Ich baue zurzeit an einem Modell der Enterprise, ein amerikanischer Schoner von 1799, und suche nach einem Wimpel, der mit dem Star Spangled Banner zusammen gefahren wurde. Ich bin bis jetzt nur auf den Commission Pennant getoßen, der erst später entstand.
       
      Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand weiterhelfen oder Recherchetips gebe könnte (bin noch recht neu in dem Hobby).
       
      Viele Grüße,
      valfar
    • By Threepwood
      Ist etwas über die Segeleigenschaften von USS Pennsylvania bekannt? So richtig getestet wurde das Schiff wohl nie, oder?
       

    • By Neptun65
      Als Kind vor knapp 30 Jahren baute ich die Fregatte United States im Maßstab 1:96 von Revell.
      Im Internet konnte ich in den letzten Monaten absolut nichts über den Bausatz finden, klar jede Menge Plastik 1:150 Bausätze diverser Hersteller aber eben kein 1:96 Modell.
      Langsam fragte ich mich ob meine Erinnerung trog und es vielleicht doch das bekanntere und heute noch erhältliche 1:96 Modell der Constitution war welches ich damals baute.
       
      Heute, endlich die Erlösung mit meinem Erinnerungsvermögen ist alles in Ordnung (Puh).
       
      Das Schiff steht und stand ja leider im Schatten der Constitution und scheint auch nicht gut dokumentiert zu sein. Kennt hier jemand ein ordentlich rekonstruiertes Modell dieses Schiffes oder einen Artikel in dem auf das Aussehen des Schiffes im Zustand seines Gefechtes mit der HMS Macedonian eingegangen wird?
      Was mich nämlich heute mehr als damals interessiert ist ob das 1:96er Modell von Revell, mit Poop und den zwei Reihen Fenstern glaubwürdig ist.
       
      Hier http://cgi.ebay.de/USS-UNITED-STATES-Old-W...1QQcmdZViewItem gehts zu den Fotos des 1:96 Bausatzes von Revell der United States.
    • By McCool
      Im Januar stolperte ich bei Wikipedia über den Artikel zur amerikanischen Fregatte CONSTITUTION von 1797, der, wie mir schien, dringender Bearbeitung bedurfte. Also versuchte ich den Artikel notdürftig zu korrigieren und zu erweitern (vor allem die Geschichte bis 1931), und weitgehend in diesem Zustand ist er noch immer, obwohl er ganz sicher noch immer verbesserungswürdig. (Wikipedia) Als wesentliche Literatur diente mir K.H. Marquardt, USS Constitution (Chronologie).
       
      ---------------------------------------------------------
      USS Constitution (dt. Verfassung) ist eine hölzerne Fregatte der United States Navy. Sie ist das älteste noch im Dienst stehende Schiff der Welt, das noch schwimmt (HMS Victory ist zwar drei Jahrzehnte älter, befindet sich aber dauerhaft in einen Trockendock). Der Spitzname Old Ironsides soll auf das Gefecht mit der britischen Fregatte Guerriere im Jahre 1812 zurückgehen, weil die Geschosse dieses Schiffs an den starken Bordwänden der Constitution angeblich abprallten.
       
      Die Constitution war eine von sechs Fregatten, die aufgrund des Marinegesetzes von 1794 gebaut wurden. Drei davon, neben Constitution die President und United States wurden als 44-Kanonen-Fregatten gebaut. Sie waren bedeutend grösser, stärker gebaut und schwerer bewaffnet als zeitgenössische europäische Fregatten.
       
       
      Geschichte
       
      Am Entwurf der Constitution waren Joshua Humphreys, William Doughty und Josiah Fox beteiligt. Das Schiff wurde auf der Werft des Edmund Hartt in Boston, Massachusetts, vor allem aus Eichenholz gebaut. Der Stapellauf erfolgte am 21. Oktober 1797. Constitution wurde im Sommer 1798 im US - Französischen "quasi - war" in der Karibik gegen französische Freibeuter eingesetzt. Im Jahr 1803 wurde die Constitution unter Kapitän Edward Preble zum Flaggschiff des Mittelmeergeschwaders, das gegen die Barbareskenstaaten Nordafrikas kämpfte. Diese Staaten verlangten von amerikanischen Schiffen Tribut im Gegenzug dafür, dass letztere Mittelmeerhäfen anlaufen durften. Preble begann mit einer aggressiven Kampagne gegen Tripolis. Er blockierte Häfen und beschoss Befestigungen. Schließlich stimmten Tripolis, Tunesien und Algerien einem Friedensvertrag zu.
       
      Die Constitution patrouillerte noch zwei Jahre nach Kriegsende entlang der nordafrikanischen Küste, um die Einhaltung der Vertragsbedingungen zu überwachen. Sie kehrte 1807 nach Boston zur Überholung zurück. Danach wurde sie 1809 zum Flaggschiff des Nordatlantikgeschwaders unter Kommodore John Rodgers.
       
      Im Frühjahr 1812 verschlechterten sich die Beziehungen zu Großbritannien dramatisch, und die US Navy begann, sich auf den bevorstehenden Krieg vorzubereiten. Die Kriegserklärung erfolgte am 20. Juni. Kapitän Isaac Hull, der seit 1810 Kommandant der Constitution war, stach am 12. Juli ohne Befehl in See, um einer Blockade im Hafen zuvorzukommen. Er beabsichtigte, sich den fünf Schiffen von Rodgers Geschwader anzuschließen.
       
      Die Constitution sichtete am 17. Juli fünf Schiffe vor Egg Harbor, New Jersey. Am folgenden Morgen hatte der Ausguck festgestellt, dass es sich bei diesen um ein britisches Geschwader handelte. Dieses hatte die Constitution ebenfalls gesichtet und die Verfolgung aufgenommen. Das amerikanische Schiff befand sich in einer Flaute, und so ließ der Kapitän Boote aussetzen, um das Schiff außer Reichweite der britischen Kanonen zu schleppen. Er ließ sogar die Segel mit Wasser benetzen, um auch noch den geringsten Lufthauch zu nutzen. Nach einer Verfolgung von zwei Tagen und Nächten konnte die Constitution entkommen.
       
      Am 19. August traf sie einen ihrer Verfolger vor der Küste von Neuschottland erneut – HMS Guerriere, eine 38-Kanonen-Fregatte. Das britische Schiff feuerte den ersten Schuss des Gefechts; 20 Minuten später hatte sie ihre Masten verloren und war so schwer beschädigt, dass es sich nicht lohnte, sie in einen Hafen einzubringen. Hull hatte mehrere Breitseiten abgegeben und die überlegenen Segelqualitäten seines Schiffes eingesetzt, während die Briten hilflos zusehen mussten, wie ihre Salven wirkungslos vom Rumpf der Constitution abprallten; dies war der Anlass zur Entstehung des Spitznamens "Old Ironsides".
       
      Unter dem Kommando von William Bainbridg traf die Fregatte im Dezember auf HMS Java, eine andere britische Fregatte. In dem dreistündigen Gefecht wurde auch die Java so schwer beschädigt, dass eine Reparatur nicht lohnte und man sich entschloß, sie in Brand zu setzen.
       
      Trotz vieler Monate erzwungener Liegezeit im Hafen, zum Teil wegen Reparaturarbeiten, zum Teil wegen Blockaden, gelang es der Constitution, acht weitere Schiffe zu stellen, darunter eine britische Fregatte und eine begleitende Sloop, die sie gleichzeitig bekämpfte. 1815 wurde der Krieg zwische den USA und Großbritannien beendet. Nach sechs Jahren Reparaturen und Reservestatus wurde die Consitution 1821 reaktiviert und diente unter Kapitän Jacob Jones als Flaggschiff des Mittelmeergeschwaders. 1828 kehrte sie nach Boston zurück.
       
      Nach einer Inspektion wurde das Schiff 1830 als für den Seedienst untauglich eingestuft. Über den Beschluss zur Abwrackung war die amerikanische Öffentlichkeit sehr aufgebracht, besonders nach der Veröffentlichung des Gedichts "Old Ironsides" von Oliver Wendell Holmes. Angesichts des Protests stellte der Kongress Mittel zur Reparatur des Schiffs bereit. 1835 wurde es wieder in Dienst gestellt, brachte den amerikanischen Gesandten nach Frankreich und diente anschließend unter Kommodore Jesse D. Elliot als Flaggschiff des Mittelmeergeschwaders und ab 1839 unter Kommodore Alexander Claxton im Pazifik. 1844 - 1846 unternahm die Constitution eine Weltumsegelung, anschließend war sie Flaggschiff des Mittelmeer- und Afrikageschwaders. 1851 kehrte die Fregatte nach Amerika zurück und wurde für zwei Jahre in New York aufgelegt, von 1853 - 1855 wurde sie erneut Flaggschiff des Mittelmeer- und Afrikageschwaders, dann war ihr aktiver Dienst zuende und sie wurde bis 1858 repariert. Anschließend diente sie bis 1878 meist als Trainingsschiff für Midshipmen.
       
      In den 1850er Jahren patrouillierte sie an der afrikanischen Küste auf der Suche nach Sklavenschiffen und während des amerikanischen Bürgerkriegs wurden auf ihr Unteroffiziere zur See ausgebildet.
       
      1878 segelte die Constitution nach Le Havre, um die amerikanischen Austellungsstücke zur in Paris stattfindenden Weltausstellung zu bringen. Dort verblieb das Schiff für neun Monate, um die Austellungsstücke anschließend zurückzutransportieren. Nach der Rückkehr diente das Schiff bis zur Außerdienststellung als Trainingsschiff. Danach wurde die Fregatte in Portsmouth, New Hampshire, aufgelegt, wurde abgetakelt und erhielt auf ganzer Länge ein Dach.
       
      Im Jahr 1905 rettete die öffentliche Meinung die Constitution erneut vor dem Abwracken; 1925 wurde sie durch die Spenden von Schulkindern und patriotischen Vereinigungen repariert. Die Constitution wurde am 1. Juli 1931 wieder in Dienst gestellt und unternahm im Schlepp des Minensuchers USS Grepe und des Tenders USS Bushnell eine Tour zu 90 Hafenstädten entlang der Atlantik-, Golf- und Pazifiküste der USA.
       
      Während dieser drei Jahre wurde sie von 4.600.000 Menschen besichtigt. Dadurch sicherte sie ihre Stellung als amerikanische Ikone und kehrt in ihren Heimathafen Boston zurück. 1941 wurde sie dauerhaft in Dienst gestellt. Seit 1954 ist der Marineminister für ihren Unterhalt verantwortlich. Die USS Constitution liegt in der alten Marinewerft im Bostoner Stadtteil Charlestown vor Anker. Sie ist für Besucher geöffnet.
       
      Am 21. Juli 1997 stach die Constitution als Teil ihres 200-jährigen Jubiläums zum ersten Mal seit über 100 Jahren wieder unter Segeln in See. Sie wurde von ihrem gewöhnlichen Liegeplatz in Boston nach Marblehead geschleppt und setzte dann sechs Segel. Daraufhin fuhr sie ohne Hilfe über eine Stunde lang. Schließlich feuerte sie 21 Schuss Salut.
       
      Sie dient nunmehr als "Staatsschiff" für Empfänge und offizielle Anlässe. Ihr Auftrag besteht darin, die US Navy vor Millionen von Besuchern jedes Jahr zu repräsentieren. Die Besatzung von 55 Seeleuten nimmt an Zeremonien, Lehrveranstaltungen und besonderen Gelegenheiten teil. Dazu hält sie das Schiff für Besucher geöffnet und veranstaltet Besichtigungen. Die Besatzung besteht aus aktiven Marinesoldaten und der Dienst an Bord gilt als besondere Auszeichnung. Traditionell ist der Kapitän vom Dienst ein aktiver Commander (Fregattenkapitän) der US Navy.
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