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Threepwood

Robin Hood

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Russel Crowe wird 2010 in die berühmten Strumpfhosen steigen und Cate Blanchett wird seine Maid Marian. Ich bin mir nicht sicher, ob man wirklich noch einen Film über Robin Hood braucht. Aber auf der anderen Seite verspricht die Besetzung interessant zu werden. Es hätte auch ganz anderes kommen können: Hanna Montana als Marian und Zac "High School Musical" Efron als Robin Hood. :rolleyes: Viel mehr freue ich natürlich auf Crowe in "The Reverse of the Medal". :lol:

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Daß im Cast mit William Marshall eine historische Person auftaucht, die normalerweise nicht bei Robin Hood auftaucht und Mitglieder der könglichen Familie abseits von John & Richard würde ja Hoffnung auf eine etwas geschichtszentriertere Fassung bieten, die mal ein anderer Zugang wäre. Wenn der Film nicht ausgerechnet von Ridley Scott wäre! Nach "Königreich der Himmel" hätte dem Mann ein Mittelalterverbot auferlegt gehört.

Außerdem bin ich bis heute nicht überzeugt von Russell-the-Gladiator's schauspielerischen Leistungen. In fast jedem Film hat mich der Mann noch mit seinen schauspielerischen Leistungen erfreut - außer in dem, wofür er den Oscar bekommen hat. Und mittlerweile glaube ich fast, daß das an Scott liegt, der seine Helden wohl minimalistisch agierend mag.

Aber gut, lassen wir uns überraschen.

 

Warum verfilmt er eigentlich nicht "Ivanhoe"? Da könnte er sich mal wieder in Templer-Bashing üben. ;-)

 

Sorry, bin massiv Kingdom-of-heaven-geschädigt.

Edited by triere

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Ivanhoe wäre tatsächlich ein interessantes Motiv. Königreich der Himmel ist vielleicht nur so schlecht, weil Crowe mal ausnahmsweise nicht in einem Scott-Film mitgewirkt hat. Ansonsten sind die doch fast verheiratet, oder? ;)

 

Was die geschichtszentriertere Fassung angeht, da muss ich schon fast Entwarnung geben. Da Crowe in Robin Hood eine Doppelrolle spielen soll, er spielt Nottingham und Robin (Zwillinge :blink: ) ist das schlimmste zu befürchten. Oder ist das wieder vom Tisch?

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Ich muß mich entschuldigen, die Zusammenarbeit der beiden in "American Gangster" war fruchtbringend, den Film fand ich inkl. Darstellern toll. Dann schränken wir den Minimalismus im Spielen auf Ridleys historische Helden ein. (Baliando in KoH fand ich auch ziemlich schlaftablettig.)

Sonst haben wir da noch "Ein gutes Jahr", den habe ich aber gestern ausgelassen. Glaub, den hat meine Schwester auf DVD, da guck ich lieber irgendwann Englisch.

Da fehlt aber noch ein Film der beiden. Komm jetzt nicht drauf.

Ich habe ja nichts gegen Ridley Scott per se, aber mit historischen Stoffen kommt er bei mir bisher nicht so gut an.

 

Die Doppelrolle ist nicht mehr aktuell. Das wäre aber auch mal was anderes gewesen. Denn grundsätzlich sehe ich es ähnlich, braucht die Welt wirklich noch einen Robin Hood Film? Aber, wenn es ein neuer Zugang ist, warum nicht.

 

Ich habe zwischen den Posts Kreide geschluckt. :-)

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Ich finde, dass Russel Crowe jede Rolle spielen kann. Was den Oscar für Gladiator betrifft, so muss ich Triere allerdings recht geben. Aiuch da hat er zwar überzeugt, doch es war nicht seine beste Rolle. Den Oscar hätte er für A Beautifull Mind erst recht verdient, doch da hatte er ja leider die falsche Hautfarbe.

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Mittelalter, britische Sagen sind im Moment In. Von einer sehr gut informierten Seite :blink: , kopiere ich einfach mal einen Nachrichteneintrag:

 

Einer der erfolgreichsten Fantasy-Filme der 80er Jahre wird neu verfilmt. Excalibur, damals mit Liam Neeson, Gabriel Byrne, Patrick Stewart und Helen Mirren in den Hauptrollen, soll nach den Wünschen des Produzenten und Regisseurs Bryan Singer (Operation Walküre und Superman Returns) in einer modernisierten Version für Warner Brothers wieder in die Kinos kommen. In der Romanvorlage von Thomas Malory aus dem 15. Jahrhundert geht es um nichts weniger als König Arthus, Lancelot und Merlin, also der britischsten Sage überhaupt. John Boormans Inszenierung war wegweisend und gab wichtige Impulse für folgende Fantasyfilme.

 

Elendil - Die Fantasy Gemeinschaft

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Kann (für mich) nur besser werden. Ich fand "Excalibur" entsetzlich langweilig und die Leute erschütternd häßlich.

 

Aber fällt den Filmschaffenden denn gar nichts mehr neues ein? Muß alles neu verfilmt werden? Ein langweiliger Trend!

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Excalibur gehört auch nicht zu meinen Lieblingsfilmen. Allerdings fand ich ihn schon bildgewaltig, zumindest damals. Aber das hat insgesamt nicht ausgereicht.

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Ivanhoe wäre tatsächlich ein interessantes Motiv. Königreich der Himmel ist vielleicht nur so schlecht, weil Crowe mal ausnahmsweise nicht in einem Scott-Film mitgewirkt hat. Ansonsten sind die doch fast verheiratet, oder? ;)

 

Was die geschichtszentriertere Fassung angeht, da muss ich schon fast Entwarnung geben. Da Crowe in Robin Hood eine Doppelrolle spielen soll, er spielt Nottingham und Robin (Zwillinge :blink: ) ist das schlimmste zu befürchten. Oder ist das wieder vom Tisch?

 

Im Gunde genommen ist es mit Robin Hood-Filmen doch so: Schaut man sich den 1938er mit Erroll Flynn an, kann man sich fast alle nachfolgenden sparen, denn Hollywood ist in der Tat so unglaublich langweilig, nicht etwa die Geschichte immer wieder neu zu erzählen oder zu deuten, sondern lediglich ein und denselben Film (nämlich den von 38) immer wieder aufzulegen. Die einzige Innovation besteht dann jeweils in der Zugabe einiger Zeitgeistaromen. Ausnahme bei den Kinofilmen ist die relativ originelle Geschichte des alten Robin und Marian -Paares von 1976 (Connery und Hepburn).

 

Crowe nun gleich mal als guten und bösen Zwilling auftreten zu lassen, wäre ja wie der allzu krampfhafte Versuch erschienen, dieser Geschichte, die jeder auswendig kennt, einen neuen Aspekt anzuklatschen. Allerdings ist die Besetzung von Blanchett als "Maid Marian" bemerkenswert. Vielleicht wird es der interessanteste Aspekt des Films, wie er eine 40-jährige glaubwürdig als "Maid(en)" im herkömmlichen Robin-Hood-Film-Sinn verkaufen will? Vielleicht wird das hier also nicht das zuckersüße Schnuckelchen wie sonst. Vielleicht spielt sie einfach eine Queen Elizabeth im Grünen (->maiden Queen) , und Crowe ist ihr Essex.

 

Aber fällt den Filmschaffenden denn gar nichts mehr neues ein? Muß alles neu verfilmt werden? Ein langweiliger Trend!

Wahrscheinlich ist es einfach so, daß sich irgendwer sagt: He, Robin Hood /Arthus-Merlin ist schon soundsoviele Jahre nicht mehr verfilmt worden, laßt uns das mal machen. Allein der Name Robin Hood sichert den Umsatz. Es wäre ja schön, wenn Filme unter dem Gesichtspunkt produziert werden, daß sie künstlerisch etwas irgendetwas neues bringen, aber... ;)

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Es ist schon langweilig, dass immer wieder nur dieselben Filme neu gedreht werden. Dabei gibt es doch tolle Stoffe zu Hauf, auch historische Geschichten.

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Ich habe den Film in der Zwischenzeit gesehen, stilvoll in London. :-)

 

Als Robin Hood Film:

Das war keiner, das war ein "und so geschah es!", aber hier ist von Robin Hood in dem Sinn keine Spur, trotz vieler vertrauter Namen. Leichter Etikettenschwindel, hm?

 

Rein als Film:

Sehr unterhaltsam und spannend. Wobei ich es witzig finde, daß man wirklich keinen blassen Schimmer vom weiteren Verlauf der Handlung haben kann wenn man a ) ein wenig Geschichtswissen hat und b ) die RH-Legende kennt. Kurios.

Aber die Schlachtszenen fand ich schon sehr beeindruckend und Cate Blanchett hat mir sehr gut gefallen, sie war eine tolle Lady Marion. Quasi.

 

Jedoch setzt sich für mich das Problem mit Scotts historischen Helden fort. Ich finde Russell Crowe als Schauspieler grenzgenial - außer, wenn er für Ridley Scott historische Helden spielt. OK, er war nicht so tot und scheinbar gelangweilt wie als "Gladiator", hat schon gespielt diesmal, aber sein schauspielerisches Können hat für mich in dieser Rolle nicht geglänzt. Ich finde, diese Rolle hätte praktisch jeder spielen können.

Vielleicht war ich aber auch geblendet von den Bösewichtern, die fand ich nämlich großartig, Mark Strong als Sir Godfrey, herrlich. Aber auch John hat mir gut gefallen, nicht zuletzt, ich gestehe es, auch äußerlich, weil er mich sehr an Rufus Sewell erinnert hat, der für mich eine Augenweide ist.

 

Als Historienfilm:

Ey, das ist ein Ridley Scott Film! Scott + Mittelalter = :blink:

 

Mit den Grundvoraussetzungen im Hinterkopf habe ich den Schock ganz gut überlebt. Obwohl ich es schade fand, denn am Anfang sah es echt so aus, als hätten sie sich Mühe gegeben, sich etwas mehr an die Geschichte zu halten mit dem nicht sehr schmeichelhaften Porträt von Richard I Löwenherz. Sehr gut fand ich Johns I Rede darüber, welchen Saustall ihm sein Bruder hinterlassen hat, wofür er dann die mütterliche Ohrfeige kassiert hat. Überhaupt hat mir Johns Darstellung recht gut gefallen, er kam mir gar nicht richtig böse vor, eher wie ein typischer König, der eben erstens irgendwie den Saustall bewältigen muß und sich zweitens nicht gern von seinen Baronen erpressen läßt.

Und interessant war auch die Einbindung von Leuten wie Eleonore, Marshall und Isabella von Angouleme, obwohl ich bei ihr nicht verstanden habe, wozu es für den Film wichtig war, zu zeigen, daß er für sie seine erste Frau verstoßen hat.

Aber komplett :) wurde es dann mit der Einbindung der Magna Charta, von Robins Vater offenbar schon um 1180, mitten in Henrys II Regierungzeit entworfen, ca. satte 30 Jahre zu früh. Wow. Dagegen war die französische Invasion nur noch Peanuts.

 

Aber gut, ich wußte ja, was mich hier erwartet. Und die soziale Agenda, an der Scott in historischem offenbar nie vorbeikommt, paßt bei Quasi-Robin Hood immerhin noch besser rein als in eine Kreuzzugsgeschichte.

 

Bevor ich gesteinigt werde, ich KANN nicht anders, als einen pseudomittelalterlichen Film auch aus dem historischen Standpunkt zu betrachten, immerhin habe ich gelernt, zu trennen. Und da er sich diesmal GSD von kritischen Themen wie Religion etc. ferngehalten hat, war es für mich diesmal leichter zu schlucken und ich konnte den Film (wenn auch zeitweise leicht amüsiert) durchaus genießen, statt Höllenqualen zu leiden.

Edited by triere

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Bisher habe ich nur ein paar Trailer gesehen, aber was ich darin fand, klang nicht ganz unvertraut: Robin Hood ist Demokrat und fordert Rechte für das Volk "Gebt dem Volk Macht, und ihr erhaltet Stärke". Ja, sicher, dieser Film muß wahnsinnig nah an der Realität sein, herzlichen Glückwunsch, Ridley. Diese Attitüde, den ultimativen Robin Hood-Film erschaffen zu haben, "the untold story of how the man became a legend" klingt mal wieder etwas größenwahnsinnig. Wie auch immer, abgsehen von dem Werbegetrommel und albernen Russel Crowe-Eskapaden (es soll beleidigt gewesen sein, als man ihm sagte, sein Akzent im Film klänge irisch :) )- anscheinend ist der Film nicht so schlecht wie seine Trailer?

 

..aber was zum Henker war das???

 

 

 

Ich mußte mir das mehrfach ansehen, um es zu glauben. Sieht nach D-Day 1944 auf der falschen Seite des Kanals aus. Es ist wirklich bemerkenswert, daß Scott offensichtlich so in den Bildern von 1944 gefangen ist, daß er sich eine "Invasion" gar nicht anders vorstellen kann, als mit Kriegern, die unter heftigem Beschuß über die herunterklatschenden Rampen von "Landungsbooten" springen. Wahrscheinlich würde er Caesars Landung, oder die von Horsa und Hengist genau so darstellen. Wie einfältig. (Abgesehen davon, muß ich hinzufügen, daß man solche dummen Wannen sicher nicht über den Kanal rundern kann? :blink: )

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Das Interview, wo Crowe mit dem Akzent konfrontiert wird, habe ich gesehen, da war er wirklich etwas beleidigt. Ich bin nicht so bewandert mit britischen Akzenten, daß ich hätte erkennen können, was er da spricht. Angeblich hat er in 4 Szenen 4 Akzente. Paßt gar nicht zu ihm, er ist doch sonst so ein Perfektionist. Aber, sag ich doch, Scott und Crowe und historisches mag lustige Dreharbeiten und Blockbuster ergeben, aber - für mich - keinen herausragenden Crowe.

Immerhin stammte dieser Robin wenigstens aus dem Commonwealth und war kein Amerikaner. Aber schon kurios, Cate Blanchett ist ja auch Neuseeländerin, glaube ich.

 

Die Assoziation der Invasion mit dem D-Day habe ich schon von mehreren Leuten gelesen. Auf solche Feinheiten achte ich nicht, ich war schon über die simple Tatsache der Invasion amüsiert.

 

Also, Hirn komplett ausschalten und alles vergessen, was man je über Robin Hood und englische Geschichte gehört hat, dann klappt das ganz gut.

 

Aber der ultimative "Robin Hood" ist es sicher nicht. Ich kann mich an die Verfilmung mit Patrick Bergin vage als gar nicht schlecht erinnern, nicht so bombastisch wie die Costner'sche oder so altbacken wie die ganz alte. Allerdings braucht die Welt wirklich keine Robin-Hood-Filme mehr. Und sie braucht definitiv keine Mittelalterfilme von Ridley Scott. Der soll einen über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg drehen, da kann er seine menschenrechtliche Ader ausleben und muß sich nicht mit einer Zeit herumquälen, die er offensichtlich verabscheut.

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Die Assoziation der Invasion mit dem D-Day habe ich schon von mehreren Leuten gelesen. Auf solche Feinheiten achte ich nicht, ich war schon über die simple Tatsache der Invasion amüsiert.
Nun ja, aus militärhistorischer Sicht war der visuelle Eindruck schon brachial. So wie aus historischer natürlich der Umstand an sich, daß diese Invasion gar nicht stattfand. :rolleyes:
Also, Hirn komplett ausschalten und alles vergessen, was man je über Robin Hood und englische Geschichte gehört hat, dann klappt das ganz gut.
So funktioniert auch Gladiator.

 

Aber der ultimative "Robin Hood" ist es sicher nicht. Ich kann mich an die Verfilmung mit Patrick Bergin vage als gar nicht schlecht erinnern, nicht so bombastisch wie die Costner'sche oder so altbacken wie die ganz alte. Allerdings braucht die Welt wirklich keine Robin-Hood-Filme mehr. Und sie braucht definitiv keine Mittelalterfilme von Ridley Scott. Der soll einen über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg drehen, da kann er seine menschenrechtliche Ader ausleben und muß sich nicht mit einer Zeit herumquälen, die er offensichtlich verabscheut.

Das ist ein sehr interessanter Punkt - Botschaften die Scott mitteilen zu müssen glaubt - ich schätze, das war eben der große Vorteil von "Gladiator" - da gab es keine. Daß Scott sich dann einen Stoff greift, der ihn eigentlich gar nicht interessiert, und daß er eine vermeintliche Realität zur Legende konstruieren will, die dann auch noch die historischen Fakten auf den Kopf stellt, ist mal wieder sehr abstrus. Also im Ergebnis:

Als Robin Hood Film:

Das war keiner, das war ein "und so geschah es!", aber hier ist von Robin Hood in dem Sinn keine Spur, trotz vieler vertrauter Namen. Leichter Etikettenschwindel, hm?

:lol:

Prinzipiell darf Scott sich natürlich ausdenken, was er will. Ist ja schön; aber dann hatte ja offenbar der Connery-Film aus den 70ern, bei gewisser Originalität gegenüber andern Filmen, doch weit mehr mit der Legende zu tun als Scotts "Rekonstruktion des Kerns der Legende", oder was auch immer das sein sollte.

 

Ansonsten würde ich aber nicht sagen, daß es nun keine Robin Hood-Filme mehr geben solle. Nur bitte keinen mehr wie den Costnerfilm, der wirklich in einer ungebrochen Linie mit dem Eroll Flynn-Film von 1938 steht, wie oben schon gesagt - wenn nicht dieser sogar schon ein Neuaufguß der noch älteren Filme ist, die ich nicht kenne. Der Film mit Bergin hatte ich gar nicht mehr gedacht - er hatte ja offensichtlich das große Pech, gegen Constners Schnulze antreten zu müssen und dabei weniger aufdringlich inszieniert und weniger prominent besetzt zu sein.

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Das ist ein sehr interessanter Punkt - Botschaften die Scott mitteilen zu müssen glaubt - ich schätze, das war eben der große Vorteil von "Gladiator" - da gab es keine. Daß Scott sich dann einen Stoff greift, der ihn eigentlich gar nicht interessiert, und daß er eine vermeintliche Realität zur Legende konstruieren will, die dann auch noch die historischen Fakten auf den Kopf stellt, ist mal wieder sehr abstrus.

 

Aber "Gladiator" endet doch auch mit der Ausrufung der Republik. Vielleicht tue ich Scott unrecht, aber bei seinen historischen Stoffen habe ich einfach den Eindruck, daß er diese Zeiten wegen ihrer mangelnden Demokratie verabscheut und deshalb in seinen Filmen einen Aspekt reinfügt, der im Mittelalter nun wirklich nichts zu suchen hat. Deshalb verstehe ich nicht, warum er nicht gleich die Finger davon lässt, gibt ja genug andere Stoffe. Aber das ist wohl naiv, denn es geht ja ums Tickets verkaufen und "Mittelalter", selbst wenn es Pseudo ist, zieht halt.

 

Apropos, heute abend, glaube ich, läuft im TV, auf Bayern, die Antithese, die Verfilmung der schwedischen Arn-Bücher von Jan Guillou, "Der Kreuzritter" heißt das, glaube ich. Die Schweden können es sehr wohl, das Mittelalter so darzustellen, daß man es wiedererkennt. Aber gut, hatten mit Guillous Trilogie auch eine erstklassige Vorlage. Es geht durchaus, aber halt nicht in Hollywoodformat.

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Von meinem lieblings Robin Hood Film kenne ich jetzt leider nicht den genauen Namen oder den Hauptdarsteller. War ein Film in Technicolor und robin war der sohn eines Wildhüters. Sein Herr der Earl of Loxley zo in den Kreuzug und Marion war dessen Mündel. Viele Storyelemente wurden hinterherr im Zeichentrickfilm von Walt Disney aufgenommen. So etwa der bogenwettkampf mit dem goldenen Pfeil als Preis. Weiß nicht ob jemanden das was sagt.

Interresant war auch die Variante von Sean Connery mit dem gealterten Robin Hood oder die englische Fernsehserie mit Michael Pread, die etwas Mythisch angehaucht war eine tolle musik hatte und zum ertenmal einen sarazenen als Robins begleiter einführte.

Gruß bonsai

Edited by Bonsai

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Aber "Gladiator" endet doch auch mit der Ausrufung der Republik.
Ach, tatsächlich? Ist mir gar nicht aufgefallen. :rolleyes: Zugegebenermaßen habe ich vornehmlich aus numismatischen Gründen einen gewissen Überblick über die Geschichte der Republik und des Kaiserreichs, aber die Ausrufung der Republik nach Commodus' unhistorischem Tod hätte ich eigentlich bemerken müssen. Ich kann mir nur erinnern, wie Russell zum Schluß Weizenfelder streichelt. Und jetzt sagt nicht, es war Gerste. :lol:
Vielleicht tue ich Scott unrecht, aber bei seinen historischen Stoffen habe ich einfach den Eindruck, daß er diese Zeiten wegen ihrer mangelnden Demokratie verabscheut und deshalb in seinen Filmen einen Aspekt reinfügt, der im Mittelalter nun wirklich nichts zu suchen hat. Deshalb verstehe ich nicht, warum er nicht gleich die Finger davon lässt, gibt ja genug andere Stoffe. Aber das ist wohl naiv, denn es geht ja ums Tickets verkaufen und "Mittelalter", selbst wenn es Pseudo ist, zieht halt.

 

Die Einschätzung tut ihm sicher nicht Unrecht. Es ist ja auch schon wieder eine Platitüde es anzumerken, aber Historienfilme sagen eigentlich immer mehr über die Zeit, in der sie entstehen, als über jene, die sie vorgeblich darstellen wollen. Ist ja auch logisch. Unklug finde ich es nur, in dieser humorlosen Weise anzutreten und zu sagen, man mache jetzt den ultimativen Film über den Gegenstand, der alles andere, inklusive der Legende selbst, in den Schatten stellen soll.

Immerhin kann man über Scotts Filme überhaupt reden, und ansehen werde ich ihn mir sicherlich. Bei anderen Blockbuster-Machwerken erübrigt es sich das ja, ein Wort darüber zu verlieren.

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Interresant war auch die Variante von Sean Connery mit dem gealterten Robin Hood oder die englische Fernsehserie mit Michal? Pread, die etwas Mythisch angehaucht war eine tolle musik hatte und zum ertenmal einen sarazenen als Robins begleiter einführte.

Gruß bonsai

Den Connery-Film mocht ich auch- zum größeren Teil jedenfalls. Die 80er-Serie mit Michael Pread ist natürlich legendäre, wobei ich auch hier Bösewicht Sir Guy immer sehr schätzte. Den Soundtrack habe ich sogar auf LP; ob ich mir das nocheinmal ansehen sollte - vielleicht erschiene mir das ganze aus jetziger Perspektive zu "new age"-esoterisch? Egal: seinerzeit mochte ich diese Serie jedenfalls sehr.

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Ich kann mir nur erinnern, wie Russell zum Schluß Weizenfelder streichelt. Und jetzt sagt nicht, es war Gerste. :rolleyes:

 

Mir doch wurst! :lol:

 

Ist ja auch logisch. Unklug finde ich es nur, in dieser humorlosen Weise anzutreten und zu sagen, man mache jetzt den ultimativen Film über den Gegenstand, der alles andere, inklusive der Legende selbst, in den Schatten stellen soll.

 

Das war auch schon der Kardinalfehler bei "Kingdom of heaven", wo sie vorab getönt haben, ein "richtiges" Bild zu zeigen. Da lachen nicht mal mehr die Hühner.

Ihre PR-Strategien sollten sie vielleicht noch mal überdenken. Andererseits, vielleicht ist das ja gerade gut, weil es die Leute dazu bringt, drüber zu reden.

 

Immerhin kann man über Scotts Filme überhaupt reden, und ansehen werde ich ihn mir sicherlich. Bei anderen Blockbuster-Machwerken erübrigt es sich das ja, ein Wort darüber zu verlieren.

 

Wie gesagt, unterhaltsam ist das Ding, keine Frage, und gut gemacht.

 

Zu den Robin-Hood-Serien, als Kind habe ich die extrem alberne Serie gern gehabt, "Robi Robi Robin Hood", kann ich mich aber kaum daran erinnern.

Edited by triere

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Hab da beim Googeln noch ne neuere Robin Hood Serie gefunden (nicht der billigabklatsch von Hercules und Xena[ obwohl die schon so schlecht war das es schon wieder Spaß machte zuzusehen]).

Die Serie ist mal wieder Modernisiert worden und hat 3 Staffeln überlebt.

Kennt die vieleicht einer von euch

Einen Vorgeschmack gibt es

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Ich kann erst ab Morgen Abend mitreden. Heute war ich erst mal im Prinz von Persien.

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Nun ja, aus militärhistorischer Sicht war der visuelle Eindruck schon brachial. So wie aus historischer natürlich der Umstand an sich, daß diese Invasion gar nicht stattfand. :rolleyes:

 

Es gab aber zu Lebzeiten König Johns eine französische Invasion, die allerdings erfolgreich war.

Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass dabei D-Day-Landungsboote eingesetzt wurden.

 

Zum Film selbst kann ich nur sagen, dass ich den Film als Popcorn-Kino wirklich nicht schlecht fand.

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Es gab aber zu Lebzeiten König Johns eine französische Invasion, die allerdings erfolgreich war.

Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass dabei D-Day-Landungsboote eingesetzt wurden.

 

Wurde die denn dann nicht im letzten Moment abgeblasen, weil John praktischerweise verstorben war und Klein-Henry III dann König war? Hätte schwören können, daß das so war, bin mir aber nicht mehr sicher.

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