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Farquhar

Haben die Briten Lehren aus dem Unabhängigkeitskrieg der USA gezogen?

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Während des Unabhängigkeitskrieges haben die Amerikanischen Truppen einige Interessante Taktiken und Strategien entwickelt.

Heckenschützen, Angriffe auf Nachhuttrupps und so weiter. Eben alles, was den "Linientreuen " Briten das leben schwer machte. Gibt es Hinweise darauf, das die Britische Heeresführung in den Nachfolgenden Koalitionskriegen auf dem Europäischen Festland daraus Lehren gezogen haben und mit unkonventioneller Herangehensweise Gefechte für sich entscheiden konnten? Oder galt soetwas in Europa als unfein und unehrenhaft und man hielt an den Linientaktiken eisern fest? Warum war das, wenn, so?

 

Gruss,

Werner

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Soweit ich das überblicke, hatte die Taktik der Kolonialisten keinen wirklichen Einfluß auf die Taktik der Briten in anderen Konflikten.Da dürften die Einflüsse der französischen Reviolution nachhaltiger gewesen sein.

Außerdem kann die Taktik der Kolonialisten doch eigentlich auch nicht soooo neu gewesen sein, denn sie wurde doch eigentlich schon während der French and Indian wars (Rogers Ranger) angewandt.

Außerdem, war sie denn wirklich kriegsentscheidend oder spielten da andere Faktoren wie der Kriegseintritt der mit Großbritannien konkurrierenden europäischen Mächte nicht die größere Rolle, auch wenn es die amerikanische Geschichtsschreibung anders sehen sollte?

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Eben das ist die Frage...........waren es die Amerikaner selbst oder größtenteils die äusseren politischen Umstände?

 

Ein echter US Bürger wird vermutlich eine ernsthafte aufarbeitung des Unabhängigkeitskrieges und den Anteil der Kolonisten an der Unabhängigkeit zu erforschen, empört von sich weisen.

 

Aber zur Strategie und Taktik zurück......... Rogers Ranger.......und die French and Indian Wars haben die Briten nicht ein bischen zum Umdenken bewogen. Oder sind die Kolonisten genauso stumpf in Linie in die Schlacht gegangen wie es auch im " Der Patriot" dargestellt wird?? Naja, während des Bürgerkrieges hatten die Amis ja eventuelle Innovationen sowieso wieder vergessen..... :P

 

Oder gab es einen derart hoch einzuschätzenden Kodex der Armeeführungen das es unehrenhaft gewesen wäre das naheliegende in Betracht zu ziehen und die Linienzinnsoldaten einfach mit unkonventionellen Mitteln zu bekämpfen?

 

Du lieber Himmel.........milliarden von Gebüschen und Hunderttausende von Hektar Wald und Felsformationen.......niemand ist auf die Idee gekommen marschierende Truppen aus dem Hinterhalt anzugreifen??

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Gab es Hinherhalte denn nicht schon früher und auch in Europa? Sicher, zur Zeit der Lineartaktik kam das für die Masse der Truppen nicht in Frage, doch immerhin gab es ja die leichte Kavallerie und Jägertruppen für solche Zwecke.

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Das Thema erinnert mich etwas daran, wie der geniale Taktiker Caesar in den Asterix-Comics die Briten bezwang: Er nutzte ihre Gewohnheit der Pausen zum Heißwasserstündchen (den Tee brachte erst Asterix mit, und griff sie zu ebendiesem Zeitpunkt an! Das ist schockierend, ist es nicht? :lol:

Aber so sehr hingen die Briten eben nicht an Konventionen, daß sie lieber einen Krieg verloren, als ihre agenbliche Rotobertaktik aufgaben. Nicht daß ich mich wahnsinnig gut mit dem Unabhängigkeitskrieg oder der britischen Armee auskenne, aber die britische Armee war gewiß nicht so unflexibel programmiert, wie Hollywood das üblicherweise kolportiert.

 

Generell kann man wohl durchaus sagen, daß es unmöglich war, mit einer "Heckenschützentaktik" Feldschlachten zu gewinnen, und die Entscheidungen wurden auch diesem Krieg wurden durch Feldschlachten erzielt.

 

Man sollte wohl beim Unabhängigkeitskrieg auch genauer zwischen den Schauplätzen unterscheiden. In der eigentlichen Wildnis, dem Gebiet zwischen den 13 Kolonien und Kanada, hatten sowohl die Kolonisten als auch die Briten schlechte Chancen ohne indianische Hilfe - diese zu erlangen fiel den Kolonisten naturgemäß schwerer, weil sie es waren, welche den Indianern die Lebensgrundlagen zerstörten. Aber auch wenn es den Weißen vielleicht schwerfiel, indianische Krieger in der Wildnis zu fassen - es war ihnen dennoch möglich, die Siedlungen und Felder von Feinden zu vernichten, oder neutrale und "freundliche" Indianer durch ihre starke Abhängigkeit von europäischen Handelsgütern unter Druck zu setzen.

 

Was die eigentlichen Feldschlachten angeht - so sind hier konkret die Erfolge der "amerikanischen" Taktik zu sehen? Ist es nicht vielmehr so, daß die ziemlich schlechten Kolonialtruppen erst brauchbar wurden, nachdem sie von Steuben gedrillt wurden? Nicht zu vergessen der entscheidende Anteil der französischen Truppen am Sieg der Kolonisten.

 

Der amerikanische Unabhängikeitskrieg wurde in Europa zeitgenössisch durchaus militärwissenschaftlich betrachtet, aber mir wäre nicht bekannt, daß von ihm letztlich irgendwelche entscheidenden Impulse zur Weiterentwicklung der Taktik ausgingen. Hier wäre es natürlich vor allem interessant, ob es überhaupt irgendwelchen Änderungen in der britischen Armee gab (oder gar in der amerikanischen?).

 

Soweit ich weiß, besaßen die britischen Infanterieregimenter bei Ausbruch des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges neben den Zentrumskompanien schon seit einiger Zeit Flankkompanien, davon eine leichte (die andere Grenadiere), die im Bedarfsfall aufklären und plänkeln konnte. Das ist insofern interessant, als es natürlich auch in den anderem europäischen Armeen leichte Truppen gab, die aber nicht in die Linientruppen integriert waren (allerdings gab es hier natürlich auch die Grenadierkompanien, die detachiert und für verschiedene Zwecke benutzt werden konnten).

Den größten Teil der leichten Truppen, die für den sogenannten "Kleinkrieg" oder andere sekundäre Aufgaben eingesetzt wurden, warb man in Europa typischerweise erst während eines Krieges an. Diese Truppen galten als minderwertig und fürs Schlachtfeld nicht geeignet, und daher verschwanden sie im Frieden auch schnell wieder.

Ausnahmen davon waren ausgesprochene Spezialisten wie die berühmten hessischen und preußischen Jäger (die hessischen kamen dann in britischem Sold auch nach Nordamerika), aber noch mehr in der österreichischen Armee die Panduren und Kroaten, die wohl häufig als die beste leichte Infanterie des 18. Jhdts. betrachtet werden.

Aber deren eigentliche Aufgaben lagen eben nicht auf dem Schlachtfeld selbst, sondern in Überfällen, Hinterhalten und Raids ins feindliche Hinterland.

Zu wirklichen Veränderungen in der europäischen Taktik kam es wohl erst seit Beginn der Koalitionskriege, obwohl die Aufstellung von Füsilierbataillonen als leichte Infanterie noch in den letzten Jahren Friedrichs II. in Preußen vielleicht auch schon ein Hinweise auf veränderte Auffassungen waren (Folge aus dem Unabhängigkeitskrieg oder dem bayerischen Erbfolgekrieg?).

Was sich dann im Verlauf der Koalitionskriege durch die Franzosen entwickelte, war eigentlich aus der Not geboren, weil die eilig aufgebotenen französischen Truppen nicht in der Weise diszipliniert und gedrillt waren, die die ihrer Gegner. Aber auch die "Tirailleurtaktik" war letztlich nichts anderes als eine modifizierte Lineartaktik - die Linie blieb als Schlachtformation entscheidend. Das lag schlicht und einfach an der Waffentechnik. Die Lineartaktik war die einzige Möglichkeit, Musketen effektiv zum Masseneinsatz zu bringen und Truppen davor zu bewahren, etwa durch Kavallerie überrannt und vernichtet zu werden. Ein Haufen Büchsenschützen in aufgelöster Formation hat einm Kavallerieangriff nichts entgegenzusetzen.

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Um das Thema noch einmal aufzugreifen; vielleicht wäre die Feststellung noch wichtiger, daß die Briten aus der napoleonischen Taktik keine Lehren gezogen haben. Die Charakterisierung der britischen Armee bis zum Krimkrieg in Fiedler/Ortenburgs "Heerwesen der Neuzeit" die Charakterisierung der britischen Armee läuft darauf hinaus, daß man unter den wesentliche Einfluß Wellington allgemein von der sogenannten "Tirailleurtaktik" nichts hielt. Die Schwäche der Armee im Sektor des Kleinen Krieges und des aufgelösten Gefechts soll während der napoleonischen Kriege dadurch überdeckt worden sein, daß diese Aufgaben von den zahlreichen ausländischen Soldtruppen übernommen wurden.

Im direkten Vergleich zur französischen Armee im Krimkrieg waren die taktischen Vorstellungen der Briten im Krimkrieg veraltet, abgesehen davon, daß das Heer unter einem inkompetenten Offizierskorps litt (es gab nach wie vor die Möglichkeit des Stellenkaufs). Von preußisch-deutsche Seite hieß es, Wellington habe die Neuartigkeit der napoleonischen Krieg nie begriffen. Da scheint wohl etwas dran zu sein; es erinnert mich auch an Delbrücks Urteil, Wellington habe die Probe gegen Napoleon selbst letztlich nicht bestanden. Eine interessante Vorstellung, was passiert wäre, hätte Wellington einen offensiven Feldzug gegen Napoleon führen müssen? Vermutlich hätte er ein paar spektakuläre Niederlagen eingefahren. Vielleicht wäre seine Armee dazu auch gar nicht fähig gewesen.

Es existieren ja hinsichtlich Wellingtons von preuíscher Seite her einige ungehaltene Kommentare, weil Wellington sich aus irgendeinem Anlaß in der Nachkriegszeit einmal über die angebliche Disziplinlosigkeit der preußischen Armee während des Waterloo-Feldzugs geäußert hatte. Von preußischer Seite wurde dann u.a. darauf hingewiesen, daß das britische Söldnerheer nach der Schlacht nicht in der Lage war, den Feind zu verfolgen, weil Wellington offenbar befürchtete, die Kontrolle zu verlieren-wie wäre mit einer solchen Armee ein offensiv geführter Feldzug möglich? Die Verfolgung wurde dann von den Preußen übernommen.

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Am 21.6.2011 um 21:15 schrieb Farquhar:

Während des Unabhängigkeitskrieges haben die Amerikanischen Truppen einige Interessante Taktiken und Strategien entwickelt.

Heckenschützen, Angriffe auf Nachhuttrupps und so weiter. Eben alles, was den "Linientreuen " Briten das leben schwer machte. Gibt es Hinweise darauf, das die Britische Heeresführung in den Nachfolgenden Koalitionskriegen auf dem Europäischen Festland daraus Lehren gezogen haben und mit unkonventioneller Herangehensweise Gefechte für sich entscheiden konnten? Oder galt soetwas in Europa als unfein und unehrenhaft und man hielt an den Linientaktiken eisern fest? Warum war das, wenn, so?

Ganz im Gegenteil. In Europa war die irreguläre Kriegsführung, wie wir sie heute nennen, durch aus bekannt. Die Briten kannten Sie aus ihren Kämpfen in Schottland und Irland, die Preußen aus dem Kampf gegen österreichische Panduren und die Franzosen hatten ihre Erfahrungen mit preußischen Husaren gemacht. Auch gab es genug Fachliteratur von hochrangigen Generalen und Gelehrten wie Turpin de Crissè, Roger Stevenson oder auch Georg Wilhelm Baron von Valentini.

Diese Truppen waren aber alles keine Truppen, die von den Offizieren der regulären Armeen als reguläre Soldaten angesehen wurden, daher unterstanden ihre Offiziere auch nicht einem Ehrenkodex und durften Hinterhalte und sogar Massaker durchführen, da sie im Grunde genommen auch nur Wilde waren für den adeligen Offizier.

Der Einsatz der Ranger Kompanien in den French-Indian-Wars oder auch der Einsatz von Rangereinheiten und leichten Kompanien während des Unabhängigkeitkrieges zeigen, dass die Briten durch aus den Nutzen dieser irregulären Einheiten verstanden. Loudoun ( Vorgänger Lord Abercrombies als Oberbefehlshaber der britischen Truppen in Amerika während des sieben jährigen Krieges) hatte den Ausbau der Ranger Kompanien befohlen, nachdem die meisten indianischen Verbündeten nach Braddocks Niederlage zu den Franzosen übergelaufen waren. Dieser Verlust der indianischen Verbündeten hatte zu einem Verlust in der Aufklärung der britischen Armee geführt, die nur durch die amerikanischen Rangerkompanien gedeckt werden konnte. Ziel Loudouns war es jedoch diese schnellst möglich durch reguläre leichte Einheiten zu ersetzen, da diese besser zu führen und zu kontrollieren waren durch ihre Offiziere.  

Den Briten war also durchaus die Bedeutung von irregulär kämpfenden Einheiten bewusst und nutzen diese auch gezielt.

 

Wen das Thema näher interessiert dem empfehle ich SCHEIPERS, Sibylle: Unlawful Combatants. A Genealogy of the Irregular Fighter, Oxford 2015, sowie ROGERS, Robert: Journals of Major Robert Rogers, Dublin 1769. 

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Willkommen, Major! Weitere Impulse gingen ja wenigstens publizistisch vom Unabhängigkeitsrkieg auch durch Ewald und sein Werk über den Kleinen Krieg aus. Interessant wäre die Frage, inwieweit die Briten nach dem French and Indian War leichte Truppen dauerhaft beibehielten - da habe ich keinen Überblick. Vielleicht gar keine? Oder waren die leichten Flankenkompanien schon eine Innovation der Zet?

Leichte Truppen scheinen doch im wesentlichen, abgesehen von Stämmen in Friedenszeiten, ein  Provisorium geblieben zu sein, auf das man nur im Kriegsfall zurückgriff. Entweder rekrutierte man leicht Truppen dann, wie in Hessen oder Preußen, aus Spezialisten wie Jäger- und Förstersöhnen, und eben wie die Österreicher auch aus der jahrhundertelangen, sogenannten Türkenabwehr an der Militärgrenze im "Partisanenkrieg" gründlich erfahrenen Völkern aufzustellte. Oder auch aus eher zweifelhaftem Personal wie die preußischen Freibataillone. Die Professionalisierung der Leichten Truppen setzte dann vielleicht erst ab den 1790ern ein? Entsprechend "unprofessionell" blieb ja auch lange das Logistikwesen, und natürlich das Sanitätswesen.

Edited by McCool

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Die leichten Flankenkompanien der Regimenter waren in der Tat eine Innovation, jedenfalls aus britischer Sicht.

In den Rangereinheiten wurden gezielt reguläre Offiziere eingesetzt um diese in der irregulären Kriegsführung zu schulen, damit diese dann die leichten Kompanien entsprechend den Grundsätzen der Rangerkompanien ausbilden und aufstellen sollten. Diese Entwicklung der leichten Kompanien hat auf kurze Sicht zur Entwicklung der leichten Kompanien der Infanterieregimenter geführt und auf lange Sicht zur Aufstellung des Experimental Rifle Corps.

Wie die Entwicklung auf dem europäischen Kontinent aussieht kann ich nicht genau sagen. Aber da die irreguläre Kriegsführung in Europa mit der in Amerika nur schwer zu vergleichen ist, (Einsatz als Späher, Überfälle, Flankenschutz und Vorauskräfte) bestand in Europa nie die Notwendigkeit irreguläre Einheiten als Späher einzusetzen und ihnen den Flankenschutz zu übertragen. Viel mehr waren diese leichten irregulären Einheiten nur zur Bekämpfung anderer irregulärer Einheiten nützlich, daher war außerhalb eines Krieges keine wirkliche Notwendigkeit für die Beschäftigung solcher Einheiten in Europa gegeben.

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Die Frage ist natürlich, wurden diese britischen Flankenkompanien auch auf dem Schlachtfeld taktisch auf besondere Weise eingesetzt? Dazu weiß ich leider nichts.  Oder wurden  die leichten Kompanien verschiedener Regimenter zu Bataillonen zusammengesetzt, wie man es wohl zuerst in Preußen tat? Die Bataillone waren ja eine Infanterie-Elite mit besonderer Schlagkraft. Aber wenn ich mich recht entsinne, setzte man auch kleinere Detachements für Erkundungen und Vorstöße ein, ähnlich wie es die klassischen Aufgaben jeder leichten Infanterie waren, bevor die Tirailleur-Taktik durch die Franzosen in den Revolutionskriegen entwickelt wurde wurde. Das war dann eben eine spezielle Taktik fürs Schlachtfeld. Die Grenadiere, die ja eigentlich auch die beste "Schlachtfeldinfanterie" waren,  für detachierte Spezialaufgaben einzusetzen erfolgte sicherlich, weil als sie als Auslese aus den Linienregimentern  als zuverlässiger gelten konnten als der Durchschnittssöldner. Prussian_Fusiliers.thumb.jpg.5221702b30be3bf62d86454a4469fa4a.jpg

Nach dem Tod Friedrichs II. wurden in Preußen Füsilierbataillone (nicht zu verwechseln mit den älteren Füsilierregimentern) errichtet, die eine gewisse Anmutung von Jägern hatten, aber ich denke, das war nun wieder eine zweitklassige Infanterie und eher für sekundäre Aufgaben gedacht - aber damit habe ich mich noch nicht genauer beschäftigt, wie sie dann z.B. tatsächlich eingesetzt wurde.

Stimmt,  die militärischen Verhältnisse in Nordamerika waren deutlich anders waren als in Europa - wenn auch nicht in allen Aspekten, denn  die großen Entscheidungen wurden  ja letztlich in "klassischen" offenen Feldsschlachten im "Siedlungsgebiet"  herbeigeführt und nicht in der "Wildnis". Was im Bereich der"Frontier"  und in den Gebieten der Six Nations anders war, dafür ist ja Braddocks gräßliche Niederlage 1755 ein eindrückliches Beispiel gewesen- da gab es die Notwendigkeit für eine große Zahl der beweglichen leichten Truppen wie Rogers' Rangers.

Übrigens, eine zunächst irreguläre leichte Truppe, die sich früh dauerhaft bei den europäischen Armeen etablierte, waren natürlich die Husaren. Sie erfüllten die Funktion als Aufklärer und schneller Vorstöße und Streifzüge ins gegnerische Hinterland. Das ist noch ein Unterschied zu Nordamerika, da gab es ziemlich wenig Kavallerie, und im Wald hätte die auch nicht viel genützt. 

Wenn man so will, hat man doch auch in Nordamerika zwei verschiedene Kriegsformen: Einen, freilich weit ausgedehnten und weit wichtigeren "irregulären", (gar nicht so ganz) Kleinen Krieg, und einen "regulären" Krieg mit der klassischen Lineartaktik, oder? Allerdings, wie gesagt, ob die britischen Flankenkompanien auch eine besondere Taktik auf dem Schlachtfeld bedingten, ist mir leider nicht bekannt.

 

Edited by McCool

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