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Verholer

Segel

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Hallo,

 

baue bereits seit etlichen Jahren Segelschiffsmodelle. Im Moment ist es die "Victory", die mit Segeln entstehen soll. Erst mal sind die Rah- und Besan Segel geplant. Wenn ich Fock- und Großsegel rigge mit Bulien, Schoten, Halsen usw. so hängen die Leinen doch recht schlapp herum und es sieht unansehnlich aus. Mein Gedanke war es, zumindest das Unterliek zu versteifen, um das Tauwerk etwas steifer zu setzen. Hat jemand Erfahrung damit wie man soetwas ausführen kann ?

Die Segel sind bereits vorkonfektioniert. Mit Lieken, Schothörnern und Kleiderbahnen.

 

Für Anregungen wäre ich sehr dankbar.

 

Grüße

 

Verholer

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Hallo, vielleicht ist das hier etwas?

http://www.line-of-battle.de/bauberichte/124-segelfregatte-jupiter-1160-teil-ii-

Hier sind die Segel allerdings aus Papier, und der Draht müßte dann frühzeitig in die Lieken.

Kennst Du ansonsten das Buch von Philipp Reed, das hier vorgestellt wurde?

http://www.napoleon-forum.de/index.php?showtopic=1483

Vielleicht gibt es darin auch hinsichtlich der Segel interessante Anregungen, da Reed ja seine Modelle gern dioramenartig und lebendig inszeniert- aber da ich das Buch nicht habe, kann ich das nur vermuten.

 

P.S. Da das Majestic-Modell anscheinend nur mit eingenommenen Segeln dargestellt ist - vielleichtd auch eher einschlägig dieses Buch hier?

http://www.amazon.de/Period-Ship-Modelmaking-Illustrated-Masterclass/dp/1844156966

Edited by McCool

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Guten Abend Mc Cool,

 

vielen Dank für die Hinweise. Das Einziehen von Draht geht leider nicht, da die Segel bereits fertig vom Händler kommen.

Heute war ich in einem Spielzeug- und Basteladen. Mir schwebte nämlich ein Stab aus Acryll vor. Natürlich durchsichtig und dann eben mit extrem dünner Angelschnur an das untere Liek angereiht. Das würde ja schon helfen. Aber dem nette Herrn kam die Erleuchtung, es mal beim Drachenbauer zu versuchen. Siehe da, der wußte Rat. Entweder 1 mm Carbonstab oder 2 mm Glasfieberstab. Carbon ist leider schwarz, schied also aus. Aber Glasfieber ist fast weiß, fällt also nicht sonderlich auf und ist nicht ganz so steif wie Carbon. Dann angenäht und ich glaube es wird klappen. Mal sehen. Da derartige Maße nicht häufig verlangt werden, muß erst bestellt werden. Ich melde mich wieder und berichte wie es funktioniert.

 

Grüße

 

Verholer

Edited by Verholer

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Guten Abend Mc Cool,

 

vielen Dank für die Hinweise. Das Einziehen von Draht geht leider nicht, da die Segel bereits fertig vom Händler kommen.

Heute war ich in einem Spielzeug- und Basteladen. Mir schwebte nämlich ein Stab aus Acryll vor. Natürlich durchsichtig und dann eben mit extrem dünner Angelschnur an das untere Liek angereiht. Das würde ja schon helfen. Aber dem nette Herrn kam die Erleuchtung, es mal beim Drachenbauer zu versuchen. Siehe da, der wußte Rat. Entweder 1 mm Carbonstab oder 2 mm Glasfieberstab. Carbon ist leider schwarz, schied also aus. Aber Glasfieber ist fast weiß, fällt also nicht sonderlich auf und ist nicht ganz so steif wie Carbon. Dann angenäht und ich glaube es wird klappen. Mal sehen. Da derartige Maße nicht häufig verlangt werden, muß erst bestellt werden. Ich melde mich wieder und berichte wie es funktioniert.

 

Grüße

 

Verholer

 

 

Hallo,

 

hier nun mein Bericht.

Also Glasfieberstab war mir schon im Laden suspekt. Der Durchmesser erschien mir doch zu gewaltig. Daher habe ich zusätzlich einen Carbonstab, schwarz, Durchmesser 1 mm mit genommen. Der wurde an das untere Liek mit unsichtbarem Faden, 0,1 mm Durchmesser, angereiht. Von der Fumktion her tadellos und man sieht es nicht, wenn man nicht genau hinschaut. Wenn nun Schoten und Halsen gesetzt werden und steif geholt, so bekommt das Unterliek einen schönen Bogen und das Segel einen leichten Bauch. Mir gefällt es. Ich bin nicht der Genauigkeitsfreak oder der Erbsenzähler. Bei mir muß das Modell zu erkennen sein und mir Spaß machen beim Bauen.

 

Grüße

 

Verholer

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Segel versteifen

Da Du keinen Draht einziehen kannst, kannst du die Segel wie folgt etwas versteifen:

Lege die Segel auf ein Altes Tuch, streiche sie dann mit einem breiten Pinsel mit einer Mischung 1:1 von Spannlack mit Verdünnung ein.

Anschließend sofort und noch nass bügeln, bis die Mischung trocken ist. 

Zur Formgebung kannst Du ein Kissen, am besten mit Sand gefüllt unterlegen.

Prinzipiell taugen die "fertiggenähten Segel" zwischen Nichts und Garnichts!

Es hilft Dir nur neue Segel aus Seidendamast zu schneidern. Siehe hierzu meinen Beitrag Le Superbe.

Beachte dabei die Tuchbreite und dass der Umschlag max. 2mm betragen sollte.

Als Draht schlage ich Dir 0,35 mm Federbronze vor. Den gibt es bei den Eisenbahnbauern.

Ersatzweise 0,4 mm Messingdraht. Dieser muss zuerst gelängt werden.

Der  Umschlag wird mir Weißleim verklebt und unmittelbar trocken gebügelt.

Für den Bau der Segel empfehle ich Dir das Buch von Wolfram zu Mondfeldt Der Bau von Modellschiffen.

  • Thanks 1

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Das sind ja wieder sehr gute Tipps. Wie verhält es sich eigentlich mit dem Spannlack, ist der alterungsbeständig, oder vergilbt der irgendwann?

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vor 5 Stunden schrieb McCool:

Das sind ja wieder sehr gute Tipps. Wie verhält es sich eigentlich mit dem Spannlack, ist der alterungsbeständig, oder vergilbt der irgendwann?

Zusammen mit dem Spannlack ergibt sich eine nicht mehr ganz weiße Farbe. Sie ist originaler als das blendende Weiß des Basists.

 

Die Segel habe ich in AutoCAD gezeichnet und von einer T-Shirt-Druckerei auf den Basist drucken lassen. Linienstärke 0,1 mm; Farbe hellbraun. Ich habe eine Schneidermeisterin, die mir Linien mit unübertreffbarer Genauigkeit nach näht. Ich habe ihr sehr dünnes, hellbraunes Industrienähgarn besorgt.

Die Segel kommen zweimal zu Näherin.

Im ersten Schritt werden die Kleidernähte genäht. Anschließend wird der Draht von mir eingebracht und die Verstärkungen aufgeklebt. Dann näht sie die Umschläge und die Verstärkungen an.

Abfolgend nähe ich das Liektau an. Stärke , je nach Segel, 0,4 bis 0,8 mm. Dann schlage ich das Segel an die Rah.

Ich werde Mc. Cool nächstens einige Bilder von den Segeln senden, die ich gerade fertigstelle.

 

 

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