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206 Jahren putschte sich Napoleon Bonaparte an die Spitze der französischen Republik. Um einem Staatsstreich der Royalisten zu verhindern plant Direktor Emmanuel Joseph Sieyès das nachrevolutionäre Frankreich ein weiteres Mal zu verändern. Er sucht eine starke und beliebte Führungsperson und findet diese in dem gerade aus Ägypten zurückgekehrten General Napoleon Bonaparte. Am 18 Brumaire des Jahres VIII, nach dem Republikanischen Kalender, werden die Abgeordneten der beiden Kammern auf das Schloss Saint-Cloud eingeladen.

 

Napoleon wird die Sicherung von Paris aufgetragen. Drei der fünf Direktoren treten zurück und das Land ist praktisch ohne Führung. Während die Abgeordneten die erneute Verfassungsänderung debattieren wird das Schloss von Soldaten umstellt. Die Mitglieder der Kammer protestieren und gehen auf den mittlerweile eingetroffenen Napoleon los um in zu Verhaften. Lucien Bonaparte, sein jüngerer Bruder und Vorsitzender des Rates der Fünfhundert, eilt nach draußen und alarmiert die Soldaten. Das Militär evakuiert den Versammlungssaal. Unter dem Druck der Soldaten stimmen die Abgeordneten des Ältestenrates schließlich der Verfassungsänderung zu. Napoléon Bonaparte, Emmanuel Joseph Sieyès und Roger Ducos werden vorläufig zu Konsuln ernannt und einen Monat später durch die neue Verfassung bestätigt. Napoleon ist als Erster Konsul der mächtigste Mann Frankreichs geworden.

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230 Jahren wurde per Parlamentsbeschluss des Continental Congress die Einheit Continental Marines , später in U.S. Marine Corps (USMC) umbenannt, gegründet. Die Continental Marines dienen als Landungstruppen der Continental Navy . In der USMC Hymne wird bereits in der ersten Zeile ("From the halls of Montezuma to the shores of Tripoli") auf die Einsätze der Continental Marines im Barbarenkriege der Jahre 1801 bis 1805 verwiesen.

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248 Jahren, also am 11. November 1757 wurde Pierre-François-Charles Augereau in Paris geboren. Augereau, Herzog von Castiglione, war ein Revolutionsgeneral und Marschall von Frankreich.

 

Augereau meldete sich 1792 als Freiwilliger der französischen Revolutionsarmee und kämpfte bereits 1793 als Divisionsgeneral des Heeres in den Ostpyrenäen gegen die Spanier. 1796 befehligte er als Korpsbefehlshaber Truppen in Italien, nahm Bologna ein, unterdrückte erfolgreich den Aufstand in Romagna und schlug Wurmser bei Castiglione. Am Sieg bei Arcole und Mantua war er ebenfalls wesentlich beteiligt.

 

In 1797 wurde er zum Befehlshaber der Pariser Militärdivision ernannt, anschließend war er wesentlich an der Durchführung des Staatsstreich vom 18. Fructidor (4. September 1797) beteiligt. Sein Ehrgeiz sollte ihn eigentlich in das Direktorium führen, er wurde aber nicht gewählt. Stattdessen wurde er vom Kommando der Rheinarmee abberufen und nach Perpignan versetzt. 1799 ließ er sich zum Mitglied der Fünfhundert in Paris wählen.

 

Augereau's Charakter war mehr als zweifelhaft: Unbestritten ist seine Kühnheit, genauso eindeutig aber seine Karrieresucht und mittelmäßige Begabung. Deshalb unterwarf er sich auch seinem Nebenbuhler Bonaparte nach dem 18. Brumaire. Von Bonnaparte zum Oberbefehlshaber in Holland ernannt, führte er das französisch-batavische (holländische) Korps am Mittelrhein und unterstütze Moreau. 1803 wurde ihm der Oberbefehl über die gegen Portugal bestimmte Armee übertragen. Da diese Armee aber nicht ausrückte, blieb er in Paris, wurde 1804 zum Marschall und 1805 zum Herzog von Castiglione ernannt. Im Krieg mit Österreich 1805 drang er an der Spitze eines Armeekorps in Vorarlberg ein, wo er Jellachich bei Dornbirn zur Kapitulation zwang. Im Jahre 1806 wirkte er als Befehlshaber des linken Flügels zum Sieg bei Jena mit.

 

1807 wurde er in der Schlacht von Eylau verwundet, sein Korps wurde von den Russen aufgerieben. 1809 erteilte wurde ihm von Napoleon der Oberbefehl in Katalonien übertragen, er konnte die gesteckten Ziele aber nicht erfüllen und wurde durch MacDonald ersetzt. Im Jahre 1812 wurde ihm das Kommando über das 11. Armeekorps in Berlin übertragen. 1813 sammelte er als Generalgouverneur von Frankfurt und Würzburg die Reservearmee, welche Anfang Oktober nach Leipzig marschierte. In der Völkerschlacht bei Leipzig kämpfte er mit großer Tapferkeit und Ausdauer.

 

Der Wankelmut Augereau's zeigt sich nach dem Einmarsch der Alliierten in Frankreich in aller Deutlichkeit: Er führte die Unterhandlungen mit dem österreichischen General Bubna und Littitz, die 21. März zur Kapitulation von Lyon führten. Die Abdankung Napoleons unterstützte er aktiv. Er wurde dafür von Ludwig XVIII zum Mitglied des Kriegsrats, zum Ritter des heiligen Ludwig und zum Pair von Frankreich ernannt. Im März 1815 erhielt er den Oberbefehl über die 14. Militärdivision zu Caen.

 

Nach der Rückkehr Napoléon's von Elba konnte er dessen Vertrauen nicht mehr gewinnen. Nach der zweiten Restauration trat Augereau wieder in die Pairskammer ein und wurde Mitglied des Kriegsgerichts, das den Marschall Ney aburteilen sollte, sich jedoch für nicht zuständig erklärte.

 

Pierre-François-Charles Augereau starb schließlich am 11. Juni 1816 auf sein Landgut La Houssaye.

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206 Jahren schrieb Alexander von Humboldt seinen bekannten Artikel über das gewaltige Naturschauspiel der Leoniden:

 

In der Nacht vom 11. auf den 12. November 1799 beobachtet Alexander von Humboldt in Südamerika einen Meteorschauer der Leoniden. Dieses Ereignis wurde damals in vielen Zeitungen beschrieben, aber besonders seine Notizen wurden für die Wissenschaft sehr wertvoll. Es ist nur schwer vorstellbar wie dieses Ereignis auf die Menschen damals wirken musste.

 

Dieser Sternschnuppenschwarm löst sich jedes Jahr zu dieser Zeit aus den Sternbild des Löwen. Alle 33 bis 34 Jahre treten die Leoniden besonders stark auf (z.B.1966 und 1999) und Tausende von Sternschnuppen können innerhalb von einer Stunde beobachtet werden. Die Beschreibung durch Alexander von Humboldt war ausserordentlich detailliert. Zusätzlich brachte er von Eingeborenen in Erfahrung, dass 1766 ebenfalls ein "Regen von Sternen" vom Himmel fiel. Erst 1833 lüftete sich langsam das Geheimnis. Nicht zuletzt durch von Humboldts Bericht wurde klar, dass die Meteoritenschauer periodisch auftreten.

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200 Jahren, am 14.11.1805 bezog Napoléon im Wiener Schloss Schönbrunn Quartier, nachdem seine Truppen tags zuvor kampflos Wien eroberten. Das Schloss Schönbrunn, westlich der Innenstadt im Bezirk Hietzing gelegen, ist eines der bedeutendsten Kulturgüter Österreichs. Die erste Eroberung Wiens (die zweite Besetzung Wiens im Jahr 1809 gelang nur nach schwerem Beschuss) war Teil des dritten Koalitionskrieges. Die dritte Koalition gegen Frankreich bestand ab 1805, Koalitionspartner waren Österreich, Großbritanien, Russland und Schweden.

 

Die Eroberung am 13. November 1805 erfolgte, nachdem drei französische Marschälle mit weißer Fahne über die damals einzige stark verteidigte Donaubrücke, die Taborbrücke, kamen und den österreichischen Befehlshabenden davon überzeugten, dass der Krieg im Grunde schon vorbei ist. Währenddessen marschierten die Franzosen an anderer Stelle in die Stadt, ohne dass es zu Kampfhandlungen kam.

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209 Jahren, am 15. November 1784 wurde Jérôme Bonaparte, der jüngste Bruder Napoleons geboren. Seine militärische Karriere begann nach Offiziersausbildung bei der Marine. Während eines Amerika-Aufenthalts verliebte er sich in die Kaufmannstochter Elisabeth Patterson, die er 1803 gegen den Willen Napoleons heiratete. Napoleon brach deshalb den Kontakt zu ihm ab, in 1805 dann Scheidung auf Befehl des Bruders, und Ernennung zum Konteradmiral. Im Krieg gegen Preussen besetzte Jérôme mit der Grande Armée Schlesien. Nach dem Frieden von Tilsit 1807 und der Scheidung von seiner ersten Frau heiratete er 1807 Katharina, Tochter des Königs Friedrich I. von Württemberg und erhielt das neu geschaffene Königreich von Westfalen. Als König „Hieronymus Napoléon“ den kaiserlichen Familienstatuten unterworfen, war sein politischer Gestaltungsspielraum gering.

 

Wegen seines Versagens als Truppenführer im Krieg gegen Österreich 1809 und im Russlandfeldzug 1812 musste er sich auf repräsentative Funktionen als König beschränken. Sein lockerer Lebenswandel brachte ihm den Beinamen " König Lustik" ein. Er widmete sich zwar vorwiegend den höfischen Vergnügungen, leitete aber auch einige Reformen ein. Seine Herrschaft dauerte bis 1813, im Herbst floh er in die Schweiz. Im Frühjahr 1815 trat er an die Seite seines Bruders und bewährte sich als Truppenführer. Nach Bonapartes Niederlage ging auch er bis 1847 ins Exil, wurde 1850 Marschall von Frankreich und 1852 Präsident des französischen Senats. Jérôme Bonaparte starb am 24.06.1860 bei Massy.

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Am 16.November 1796 verstarb in Potsdam Friedrich Wilhelm II, geboren am 25. September 1744 in Berlin, König von Preußen.

 

Friedrich der Großen hatte ob seiner Kinderlosigkeit zunächst seinen Bruder August Wilhelm als Nachfolger bestimmt. Nach dessen Tod 1758 wurde sein Sohn Friedrich Wilhelm preussischer Thronfolger und regierte Preussen vom 17.August 1786 bis zu seinem Tode. Das Verhältnis des nie gründlich in die Staatsgeschäfte eingeführten Prinzen zu Friedrich dem Großen gestaltete sich jedoch spannungsreich. Friedrich Wilhelm fühlte sich von seinem Onkel nicht ernst genommen, zumal Friedrich der Große seine geringen Meinung über den angeblich unbegabten Neffen nicht für sich behielt.

 

Friedrich Wilhelm besaß einen gemütvollen und ausgesprochen triebhaften Charakter. Seine erste Ehe mit Elisabeth v. Braunschweig-Wolfenbüttel währte vier Jahre und wurde wegen beidseitiger Untreue geschieden. Unmittelbar darauf vermählte er sich am 14.7.1769 erneut mit Friederike Luise v. Hessen-Darmstadt, dieser Ehe entstammten sieben Kinder. Aus der Liaison mit der von ihm zur Gräfin Lichtenau erhobenen Wilhelmine Encke sowie zwei weiteren Heiraten „zur linken Hand“ gingen sieben weitere Nachkommen hervor.

 

Nach seiner Thronbesteigung kämpfte Friedrich Wilhelm II. zunächst erfolglos im Bündnis mit Österreich die französischen Revolutionstruppen. Seine militärischen Fähigkeiten konnten zwar in keiner Weise mit denen seines Onkels Schritt halten, dennoch gelang ihm in Folge der Polnischen Teilungen ein vorübergehender Gebietszuwachs im Osten. Mit dem in 1795 geschlossenen Frieden von Basel wurde, in der vergeblichen Hoffnung auf nachlassende Spannungen in Europa, das linke Rheinufer Frankreich überlassen und Norddeutschland neutralisiert.

 

Friedrich Wilhelm II. wird von Historikern aufgrund des unter ihm herrschenden Mätressen- und Günstlingswesen und in der damaligen Zeit allerdings typischen spirituellen Neigungen, häufig stark überzeichnet. Seine historische Bedeutung steht vor allem in Zusammenhang mit seinen Verdiensten auf dem Gebiet der Kunst und Architektur, mit denen in Preussen der Klassizismus Einzug hielt.

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16. November - 17. November 1799.

Ein britisches Fregattengeschwader unter Pierrepont, NAIAD (38 - Pierrepont), TRITON (32 - Gore), ALCMENE (32 - Henry Digby) und ETHALION (38 - Young), stellt vor Kap Finisterre die aus Mexiko kommenden spanischen Fregatten BRIGIDA (36 - Antonio Pillon) und THETIS (36 - Juan de Mendoza).

 

Nach kurzem Kampf streichen die spanischen Schiffe die Flaggen und erweisen sich wegen der edlen Ladung als echte Schatzschiffe - ein Millionenfang von jeweils 1,5 Mio £. Allein die britischen Kapitäne verdienten sich ein Prisengeld von jeweils rund 40000 £, die Leutnants rund 5000 £, die restlichen Schiffsoffiziere an die 2500 £, die Fähnriche immerhin noch 791£. Für die einfachen Seemänner blieben immerhin noch jeweils182 £, für die damalige Zeit immer noch eine große Summe.

 

Quelle und Text : http://www.seeschlacht.tk/

( Ich habs hier nur erwähnt, weill es ein äusserst Profitables Unternehmen war *g*)

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Am 17. November 1755 wurde der spätere Monarch Ludwig XVIII. (Louis-Stanislas-Xavier, Comte de Provence) in Versailles bei Paris geboren. Ludwig, als Sohn des Dauphin Ludwig Ferdinand (1729-1765) und dessen Gemahlin Maria Josepha von Sachsen geboren erhält von Geburt an den Titel Comte de Provence, ab 1793 Regent im Exil, ab 1795 Thronprätendent im Exil, ab 1814 König von Frankreich, allerdings wurde seine Herrschaft unterbrochen durch die Cent Jours (Hundert Tage) Napoleons.

 

Ludwig wird im Alter von 16 Jahren mit Louise-Marie-Joséphine de Savoie verheiratet und tritt offiziell in die höfische Gesellschaft unter Ludwig XV (1710-1774) ein, verfügt aber über keinerlei politischen Einfluss. Statt dessen verbringt er seine Zeit mit Reisen, Literatur und Finanzgeschäften. Zu seinen Leidenschaften zählt zudem das Essen, wewegen er bereits in jungen Jahren über einen beträchtlichen Leibesumfang verfügt.

 

Auch nach dem Tod seines Großvaters und dem Regierungsantritt seines älteren Bruders am 10. Mai 1774, werden Ludwigs politische Ambitionen enttäuscht, denn er wird nicht in den Ministerrat berufen. Ludwigs Einfluss wird erst im Zuge der sich verschärfenden Staatskrise am Vorabend der Revolution größer. Ludwig übernimmt den Vorsitz der Notabelnversammlung, wo er für die Rechte des Adels eintritt und nur zum Schein auf die Forderungen des Dritten Standes eingeht. Im Sommer 1789 spricht er sich schließlich zusammen mit dem Comte d’Artois offen gegen Jacques Neckers (1732-1804) Vorschlag zur Vereinigung der drei Stände aus.

 

Den Ausbruch der Revolution erlebt Ludwig im Kreis der Königsfamilie in Versailles. Nach dem Sturm auf die Bastille verlässt er jedoch nicht das Land, sondern folgt dem Hof am 6. Oktober des Jahres nach Paris. Einquartiert im Palais Luxembourg, beginnt er sich an den Spekulationen und Intrigen zu beteiligen, die das politische Leben der Hauptstadt bestimmen. Sein unstetes, ungeschicktes und illoyales Taktieren schadet seinem Ruf nachhaltig, so dass er von den Zeitgenossen als schwach, feige und politisch unbedeutend wahrgenommen wird.

 

1791 verlässt Ludwig Frankreich und flieht zunächst nach Koblenz in die Reihen der Gegenrevolutionäre, die vom Comte d’Artois angeführt werden. Im Zuge der diplomatischen und militärischen Operationen der Folgemonate muss er sich erneut einem seiner Brüder unterordnen. 1792 nimmt er am Feldzug der Armee seines Bruders teil. Im August 1792 verlässt er Koblenz an der Spitze von 6000 Soldaten, um sich dem preußischen Heer anzuschließen. Die Emigrantenarmee greift jedoch kaum in die Kampfhandlungen ein und muss sich dem preußischen Rückzug anschließen.

 

Im Dezember 1792 erhalten die Brüder Asyl im westfälischen Hamm. Nach der Hinrichtung Ludwigs XVI im Januar 1793 proklamiert er den Dauphin (1785-1795) zum König Ludwig XVII., bestimmt sich selbst zum Regenten und den Comte d’Artois zum Lieutenant-Général Frankreichs. Nach dem Tod Ludwigs XVII. lässt sich der überzeugte Anhänger der Monarchie im Juni 1795 in Verona zum König Ludwig XVIII. proklamieren. Daran anschließend erarbeitet er ein politisches Programm für den Fall seiner Rückkehr nach Frankreich.

 

Im Zuge der Krönung Napoleons verspricht er, bei Wiedereinführung der Monarchie den „Willen der Nation“ zu berücksichtigen. 1807 begibt er sich schließlich nach England, darf dort jedoch nicht seinen Titel führen und muss sich mindestens 50 Meilen von der Hauptstadt entfernt aufhalten. Während seines siebenjährigen Inselaufenthaltes, in denen er Kontakt zu dem späteren Personal seines Hofes knüpft, verliert Ludwig seine Frau (10.11.1811) und ist darüber hinaus anfällig für Krankheiten, die ihn zeitweilig sogar an den Rollstuhl fesseln.

 

Die Erfolge der Alliierten lassen Ludwig ab 1813 auf eine Wiederherstellung der Monarchie hoffen. In einer Erklärung im Feburar 1813 manifestiert er, dass die administartiven und juristischen Strukturen beibehalten werden sollen und auch keine Vergeltung und Verfolgung stattfinden soll. Mit Unterstützung der Engländer wird ab Januar 1814 die Rückkehr des Monarchen und seines Bruders nach Frankreich vorbereitet.

 

Im Anschluss an die Einnahme von Paris durch die alliierten Truppen am 31. März 1813 bietet die provisorische Regierung unter Talleyrand (1754-1838 ) dem exilierten Monarchen am 17. April die Königswürde unter der Voraussetzung an, dass er den vom Senat ausgearbeiteten Verfassungsentwurf akzeptiert. Ludwig schlägt das Angebot bei seiner Rückkehr nach Frankreich jedoch aus, da er seinen Herrschaftsanspruch aus der Legitimität der französischen Monarchie begründet und nicht aus dem Kontext der Revolution. Daraufhin erarbeitet eine Verfassungskommission den Entwurf der am 4. Juni 1814 verlesenen Charte Constitutionelle, die sich in der Frage der Legitimation des Königs von den Prinzipien der Revolution distanziert und dennoch die politischen und administrativen Neuerungen der Jahre 1789-1814 berücksichtigt.

 

Dieser Verfassungskompromiss soll die Grundlage für eine Versöhnungspolitik der Mäßigung und des Vergessens bilden, trifft jedoch in den Kreisen der radikalen Gegenrevolutionäre als auch in der bonapartistisch gesonnenen Armee auf offene Ablehnung. Auch den gesellschaftliche Problemen kann Ludwig in seiner Funktion als König nicht entschlossen genug entgegnen. Diese Umstände spielten Napoleon in die Hände und förderten dessen Rückkehr aus dem Exil. Am 18. März 1815 floh Ludwig erneut aus Frankreich.

 

Nachdem Talleyrand und Fouché Ludwig nach den Cent Jours erneut als König einsetzen, ist die ersehnte Versöhnung zwischen Herrscher und Bevölkerung jedoch in weite Ferne gerückt. Ludwig kann auch dem Einfluss der Ultra-Royalisten nicht einhalt gebieten, die bei den Parlamentswahlen im August 1815 einen überwältigenden Erfolg erringen. Unter deren Einfluss kommt es anschließend zu einer brutal durchgeführten Vergeltungs- und Säuberungswelle, der neben prominenten Heerführern auch die politischen Laufbahnen Fouchés und Talleyrand zum Opfer fallen. Die sich verschärfende Polarisierung zwischen royalistischen und liberalen Kräften führt zu ständigen Konflikten zwischen Regierung und Kammer, so dass in 1816 die Kammer auflöst und Neuwahlen ausschreibt.

Ludwig kann die von ihm favorisierten gemäßigten Kandidaten erfolgreich protegieren und erhält dadurch die Mehrheit der Kammer. Doch ist die Phase liberaler Politik nicht von Dauer. Am 14. Februar 1820 fällt der Duc de Berry (1778-1820) einem politischen Attentat zum Opfer, dem sich eine Phase politischer Gewalttätigkeit samt Deliberaliserung anschließt.

 

Das nachfolgende Ministerium unter Jean Baptiste Villèle (1773-1854) fußt auf der starken parlamentarischen Mehrheit der Royalisten. Der an Altersschwäche leidende Ludwig XVIII. hat sich zu diesem Zeitpunkt bereits weitgehend aus dem politischen Alltag zurückgezogen. Der von Krankheit gezeichnete Ludwig verstirbt schließlich am 16. September 1824 in Paris und wird in der Kathedrale von Saint-Denis beigesetzt.

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Am 18. November 1787 wurde in Cormeil-les-en-Parisis Louis Jacques Mandé Daguerre geboren, er war zunächst Dekorations- und Illusionsmaler. Seine Spezialität waren gemalte Bühnenbilder, die bei durchfallendem Licht beispielsweise eine Kulisse bei Nacht, und bei auffallendem Licht dieselbe Kulisse bei Tag zeigten. Seine Bedeutung in der Weltgeschichte beruht jedoch weniger auf seinen malerischen Fähigkeiten, vielmehr auf der Weiterentwicklung fotographischer Aufnahmen. Nach ihm wurde das Verfahren der Daguerreotypie genannt.

 

Vor Daguerre hatte erstmals der britische Chemiker Davy auf mit Silbersalz lichtempfindlich gemachtem Papier flache Gegenstände abgebildet, aber erst dem französischen Erfinder Niepce (1765-1833) war es gelungen, mit einem allerdings langwierigen Verfahren auch Dreidimensionales mit einer Camera Obscura zu reproduzieren. Niepce verwendete dazu silberbeschichtete Kupferplatten, die er mit Joddampf entwickelte. Das Problem bei Niepces Verfahren lag in der langen Belichtungszeit von ca. 8 Stunden. Daguerre konnte die zeitaufwendige Belichtung einer solchen Platte auf einen kurzen Moment beschränken, als er 1835 erstmals Quecksilber statt Jod zur Entwicklung verwendete und einige Jahre später die Fixierung mit Natriumsulfat entdeckte. Die Belichtungszeit verkürzte sich dadurch auf ca. 20. Minuten. Die nach ihm "Daguerreotypien" benannten Bilder waren Positive, von denen kein Abzug möglich war. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts sollte dieses Verfahren die Fotografie bestimmen, da es als einziges scharfe Bilder lieferte. Für ihre Erfindung wurden Daguerre und Niepce 1839 vom französischen Staat für ihre Erfindung eine lebenslange Rente zugesprochen. Als Daguerre am 10. Juli 1839 in Bry-sur-Marne starb, hatte er den Grundstein der modernen Photographie gelegt, die dann nach der Erfindung des Kopierfähigen Negativs durch Talbot im Jahre 1840 ihren Siegeszug antrat.

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Zwar wurde im Frieden von Versailles die Unabhängigkeit der USA von England anerkannt, dennoch gab es zahlreiche Fragen die durch diese Trennung noch offen waren. Durch den Vertrag von London, auch bekannt unter dem Namen „Jay Vertrag“, sollten diese Fragen endgültig geklärt werden. Die Engländer verpflichteten sich einige Festungen rund um die großen Seen zu räumen und amerikanische Händler für ihre Verluste während des Unabhängigkeitskrieges zu entschädigen. Im Gegenzug versicherten die USA, dass England auch weiterhin der bevorzugte Handelspartner sein sollte und die Entschädigung von treuen Royalisten die durch den Krieg Schaden erlitten hatten. Am 19. November 1794 wurde der Vertrag unterzeichnet. Aber einige Probleme wurden nicht behandelt. Das Pressen von Soldaten und durchsuchen von Schiffen führte letztendlich zum Krieg von 1812.

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...vor 185 Jahren wurde das amerikanische Walfangschiff Essex von einem Wal gerammt und versank daraufhin. Es ist der einzige dokumentierte Vorfall dieser Art und wurde in Melvilles Roman "Moby Dick" verarbeitet. Es wird vermutet, dass der Wal in der Essex einen Konkurrenten sah und das Schiff deshalb mehrmals rammte. Erst 1999 wurde ein Tagebuch entdeckt, das die wahre Geschichte freilegte: Der Walfänger Owen Chase erzählt darin die wahre Geschichte dieses Walangriffs. Das größere Abenteuer war aber die Flucht über 6000 Seemeilen in den Rettungsbooten.

 

Der Untergang der Essex

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...218 wurde Samuel Cunard im kanadischen Halifax geboren. Samuel gründet 1838 mit weiteren Geschäftspartnern die "British & North American Royal Mail Steam Packet Company" welche später als Cunard Line bekannt warden sollte. 1840 erwarb sein Unternehmen mit der Britannia ihr erstes Dampfschiff und fuhr von Liverpool nach Boston. Dies war der Beginn des regulären Passagierverkehrs zwischen Europa und der Neuen Welt.

 

Cunard wird zu einer der größten Reedereien der Welt werden. In der jüngsten Vergangenheit wechselte das Unternehmen mehrmals den Besitzer. Mit der 2004 in Dienst gegangenen Queen Mary 2 sollen jetzt wieder bessere Zeiten für Cunard anbrechen.

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Andreas Nikolaus Hofer, geboren am 22. November 1767 am Sandhof bei Leonhard in Passeier (Südtirol), war Tiroler Freiheitskämpfer und ist heute österreichischer Nationalheld. Andreas Hofer führte die Tiroler, die infolge der Niederlage Österreichs im 3. Koalitionskrieg seit 1805/06 wieder unter bayerischer Herrschaft standen, dreimal siegreich in den Kampf gegen die französischen Truppen unter Napoleon. In 1810 wird er verraten und verhaftet, ihm wird in Mantua der Prozess gemacht, am 20. Februar 1810 wird er erschossen.

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Alexander Suvorov, russischer Generalisimus und Nationalheld, wurde am 24. November 1729 oder 1730 geboren. Er gilt als größter Stratege der russischen Militärgeschichte, wurde sechsmal schwer verwundet, gewann aber 63 Schlachten ohne Niederlage. Suvorov nahm unter anderem am Siebenjährigen Krieg (1756-1763), dem Feldzug gegen die polnische Konföderation von Bar (1768-1772), den beiden Türkenkriegen (1768-1774 und 1787-1791) und am zweiten Koalitionskrieg (1799-1801) gegen Frankreich teil. Suvorov verstarb am 18. Mai 1800 in Petersburg.

 

Suvorov ist die berühmteste Persönlichkeit in der russischen Militärgeschichte und gilt in Russland als Inbegriff für Heldenhaftigkeit. Einen ausführlichen Beitrag über Suvorov habe ich in der Rubrik Personen gepostet

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Am 25. November 1783 verließen die letzten Britischen Truppen New York City, drei Monate nach Schließung des Friedens von Paris.

 

Die Amerikanische Unabhängigkeitsbewegung, in Amerika als American Revolution bezeichnet, steht für jene Ereignissen, die zur politischen Separation der Dreizehn Kolonien in Nordamerika vom Britischen Imperium und der Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika führten. Die Amerikanische Unabhängigkeitsbewegung begann, bevor im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775-1783) der erste Schuss in der Schlacht von Lexington und Concord (1775) abgefeuert wurde. Sie endete erst zwei Jahre nach der Schlacht von Yorktown (1781) und der britischen Kapitulation.

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14 Meilen südwestlich des englischen Plymouth finden sich im Meer die Eddystones. An dieser natürlichen Grenze mündet der Kanal in den kühleren Atlantik. Aus diesem Grund, hier sind Warm- und Kaltwasserfische zu finden, sind die Gewässer rund um Eddystone schon immer ein wichtiger Fischgrund gewesen. 1698 errichtete man den ersten Eddystone Leuchtturm um die Einfahrt in den Kanal und Umschiffung der Felsen zu erleichtern. Für viele Seeleute war der Leuchturm ein Zeichen für die baldige Ankunft in der Heimat. Am 27. November 1703 wurde der Leuchturm, mitsamt seiner Besatzung von 6 Mann, vom Meer verschlungen. Er fiel dem "Great Storm of 1703" zum Opfer. Dieser Sturm gehörte zu den größten jemals verzeichneten Unwettern in der englischen Geschichte. Er wütete vom 24. November bis zum 2. Dezember über das südliche England und den Kanal. 8.000 Seeleute verloren ihr Leben. Die für den Schiffsbau wichtigen Eichenwälder wurden ebenfalls heftig getoffen.

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Friedrich Wilhelm von Steuben stirbt in New York. Der deutsche Soldat war eine bedeutende Stütze für George Washington während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Als Generalinspekteur des Heeres formte er das amerikanische Heer.

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Gottfried Semper wird 1803 in Hamburg geboren. Der Architekt und Kunsthistoriker war nach Schinkel einer des bedeutendsten Architekten des 19. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum. Zu seinen Bauten gehören, neben der weltberühmten Semperoper, das Hoftheater, Gemäldegalerie und Synagoge ebenfalls in Dresden, sowie die neue Hofburg, das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum und Burgtheater in Wien.

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England und die Vereinigten Staaten unterschreiben in Paris einen vorläufigen Friedensvertrag. Der endgültige Friedensvertrag wird am 3.9.1783 ebenfalls in Paris unterzeichnet. Damit sind die Kämpfe des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges beendet.

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Am 4. Dezember, zwei Tage nach der Schlacht von Austerlitz, trafen sich Napoleon und Franz und unterhielten sich zwei Stunden lang. Anscheinend hatten sie sich gut verstanden, wurde doch Lachen aus dem Raum vernommen. Mit den Worten "Das sind Krämer die den Kontinent in Brand stecken, um sich den Welthandel zu sichern", äußerte der Österreichische Kaiser seinen Unmut über England. Ab dem 5. Dezember galt ein Waffenstillstand zwischen Frankreich und Österreich.

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Am 5. Dezember 1757 findet bei Leuthen die legendärste Schlacht der Siebenjährigen Krieges statt: Der preußische König Friedrich der Große besiegt mit seiner preußischen Armee die zahlenmäßig deutlich überlegenen Österreicher mit Hilfe taktischer Finten, der sogenannten schiefen Schlachtordnung und einer großartigen Moral seiner Soldaten. Der Sieg der 35.000 Preußen gegen 65.000 Österreicher wird zum Zentrum des Mythos von der Unbesiegbarkeit des preußischen Heeres. Die Verluste sind auf beiden Seiten hoch. 3.000 Tote, 7.000 Verwundete und 12.000 Gefangene auf österreichischer Seite und und über 1.000 Tote und mehr als 6.000 Verwundete auf preußischer Seite.

Der nach der Schlacht angestimmte Choral von Leuthen »Nun danket alle Gott« gehört ebenso wie die Ansprache Friedrichs vor der Schlacht und die Schlacht selbst zu den Dingen, die dem »Mythos Preußen« Vorschub leisteten.

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Am 6. Dezember 1792 wurde William II, König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg geboren.

 

Ein Kurzportrait habe ich in das Lexikon eingestellt.

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Am 07. Dezember 1815 wurde der 46-jährige Marschall Michel Ney, den Napoleon selbst als "Tapfersten der Tapferen" bezeichnete, im Garten des Palais Luxembourg von einem zwölfköpfigen Erschießungskommando aus Kriegsveteranen hingerichtet.

 

Ein Kurzportrait zu Michel Ney habe ich in das Lexikon eingestellt

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Am 08. Dezember 1793 wurde Madame Dubarry, Mätresse von König Ludwig XV. von Frankreich, nach Verurteilung durch ein Revolutionsgericht, in Paris mit der Guillotine hingerichtet. Mehr zu ihr findet ihr hier im Personen-Lexikon.

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