Pulverrauch auf See
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9 posts in this topic

Ich bin mir nicht sicher ob wir schon einen Thread zu diesem Thema haben. Meine Frage dreht sich um das Thema Pulverrauch während eines Gefechts. Wie stark war die Sichtbehinderung während einer Schlacht wirklich? Konnte es schon bei kleinen Duellen zu Sichtbehinderungen kommen oder trat das Problem erst bei größeren Gefechten auf?

Edited by McCool
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Das dürfte vom Wind abhängen - ich denke, dass auch bei Gefechten zwischen einzelnen Schiffen eine signifikante Menge an Pulverdampf erzeugt wurde. Die Frage ist halt, ob er schnell verweht wird oder über den Schiffen hängt.

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Vielen Dank für die Antwort. Das es stark vom Wetter abhängt, habe ich mir fast gedacht. Du bist ja fast genau der richtige für meine anschliessende Frage: Wie würdest Du den Pulverdampf auf einem Diorama darstellen?

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Pulverrauch war taktisch bestimmt relevant. Wichtig ist hier natürlich wieder die Luv- und Leeposition der Schiffe. Das Schiff in Lee ist natürlich im Nachteil. Nicht nur der Pulverqualm des Gegners wird auf es zugetrieben, sondern auch der eigene Qualm wird zurückgetrieben, evtl. auch durch die Stückpforten ins Batteriedeck.

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@ Threepwood

 

Ich würde Rauchgeneratoren aus dem Eisenbahnmodellbau in das Diorama einbauen.

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Mit denen habe ich noch nie gearbeitet. Das ist eine gute Idee, aber bringen die wirklich genug Rauch? Und dann brauche ich natürlich auch noch eine etwas mobilere Variante, denn der Pulverdampf soll ja auch auf einem Tabletop Schlachtfeld bewegt werden.

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Ich hab auch noch keinen ausprobiert, aber auf den Internet-Photos gibts je nach Gerät ordentlich Rauch.

z.B Modellhausbrand o.ä. Außerdem muß man ja nicht nur ein Gerät nehmen.

Ich weiß ja nicht, welchen Maßstab Du verwendest, aber wenn man so´n Ding ins Geschütz baut ?

Auch kann man den Rauch sicherlich mit kleinen versteckten Ventilatoren übers Gefechtsfeld treiben.

 

Ich könnte mir das als sehr interessant vorstellen. ( Allerdings baue ich keine Dioramen )

Conrad z.B. vertreibt einige Generatoren.

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Ich wecke den alten Thread mal auf.

Nachdem ich das Buch " Kanonendonner über Ostseewellen " endlich komplett durchgeackert habe, kann ich zu diesem Thema Konkretes

zufügen.

Bei wenig Wind oder gar Windstille blieben die Pulverschwaden bei einer Seeschlacht dermassen dicht bei den Flotten, dass weder die eigenen Schiffe noch der Gegner

oder Untiefen oder Ufer zu sehen waren. Kommandos wurden per Ruderjolle von Schiff zu Schiff überbracht. Kugeltreffer waren nur per Einschlaggeräusch zu vernehmen und Schiffsverluste

durch Auflaufen überdimensional hoch. Auch Verwechselungen Freund/Feind waren nicht selten.

Wenn man sich das Video des scharfen Schusses der Vasa-Kanone ansieht, kann man das auch gut nachvollziehen.

 

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Man kann das Problem des Pulverquals ngesichts dieses kleinen Schaugefechts schon ganz gut erkennen (Götheborg macht einige schöne Rauchringe):

 

Oder auch hier  und hier

 

Die Erfindung des rauchlosen bzw. -armen Pulver in der 2. Hälfte des 19. Jhdts. war eben auch in taktischer Hinsicht sehr bedeutend! Hier ein direkter Vergleich: Einige Schüsse aus einem älteren Revolver mit Schwarzpulverpatronen, und einige aus einem moderneren REvolver mit rauchlosem.

 

Edited by McCool

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  • Similar Content

    • By McCool
      Durch einen Thread bei Napoleon Online geriet mir mal wieder ins Bewußtsein, daß es bei Youtube ein paar interessante Videos zur Artillerie gibt. Es gibt halt Leute, die Kanonen sammeln und diese gelegentlich auch benutzen.
       
      Ein interessantes maritimes Stück wird hier vorgestellt. Es ist ein etwa einpfündiges Bronzegeschütz in Form einer Carronade oder "Gunade"; die in dem Filmchen geäußerte Definitionsfrage, Carronade und Gunade seien das gleiche, sie unterschieden sich nur dadurch, daß die Carronade statt der Schildzapfen eines Öse habe, während die Gunade Schldzapfen wie eine Kanone besitzen, ist aber m.E. nicht richtig. Frühe Carronaden besaßen Schildzapfen; es ist wohl mehr eine Frage der Proportionen des Geschützes.
       
      Dieses vorliegende Muster ist anscheinend etwas mysteriös. Der Sprecher nimmt an, es sei eine "Swivel" gewesen, was aufgrund des Kalibers und des relativ geringen Gewichts ganz bestimmt richtig ist. Er meint, Abdrücke am Stoß des Rohrs (Unterseite) ließen auf eine Swivel-Montierung schließen (heftiges Aufschlagen auf eisernen Gegenstand).
      Die allgemeine Form entspricht, abgesehen von den Schildzapfen, der moderneren Carronaden-Form, die ca in den 90ern aufkam. Das Geschütz war für eine Steinschloß eingerichtet. Kurios der angegossene Brooktauring wie bei einer echten Carronade; hier kann dieser Ring zumindest nicht die Fuktion gehabt haben, ein Brooktau hindurchzuführen.
       
      Beachte die weiteren Videos des Users, auch von Geschützen in Aktion.
    • By McCool
      Die Renown war das einzige hölzerne Linienschiff, das die deutsche Marine besaß; es war ein 1857 in England gebauter 90-Kanonen-Zweidecker mit Schraubenantrieb.
      In der deutschen Marine diente das 1870 gekaufte Schiff allerdings nur noch als Artillerieschulschiff - siehe hier!
      Es gibt hier ein paar Zeilen eines 1881 an Bord Kommandierten zu lesen.
    • By McCool
      Als ich Informationen über Pulvermühlen suchte, fand ich diese Seite: Klick! Neben der Pulvermühle wird auch ein Überblick über die verschiedensten anderen Arten von Mühlen gegeben, an die man normalerweise nicht denkt...
      Eine spezielle Art von Mühle, die immerhin nicht nur vom feuchten Element angetrieben wird, sondern gar darin schwimmt, habe ich aber dort vermißt, und zwar die Schiffsmühle! . Leider sind die Informationen über diese auch dünn gesät.
    • By Farquhar
      Die Drehbasse. Ja ich habe sie schon öfter auf Abbildungen gesehen und ihre Wirkung wird zumeist in Marinehistorischen Romanen als eine Abart der Apokalyptischen Reiter beschrieben. Ersparen wir hier uns Scenenzitate mit Farbigen Metaphern
       
      Was mich Interessiert dabei, konnte ein solches Schwenkgeshütz tatsächlich auch Rundkugeln verschiessen, wie z.B. bei Kent ab und zu erwähnt wird? War nicht eigentlich die Wandung viel zu dünn, um einem derartigen Druckaufbau für eine Wirkungsvolle Vo zu ertragen? Oder ist diese Drehbasse eine Weiterentwicklung der Blunderbuss früherer Zeiten gewesen, einzig zum verheerenden Einsatz mit gehacktem Metall konstruiert??
    • By Capt. David Porter
      Ahoi,
      ich habe mal eine Frage, die auf folgender Situation aufbaut:
       
      Eine Flotte von Mörserschiffen liegt hinter eine Landzunge und will einen Hafen unter Beschuss nehmen.
      Wie wird dabei gezielt?
      Farquhar meinte mit Spiegeln, nur ist mir das noch nicht richtig klar, wozu man Spiegel bräuchte...
       
      Und wie weit konnte so ein Mörser maximal schießen?