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Ich bin mir nicht sicher ob wir schon einen Thread zu diesem Thema haben. Meine Frage dreht sich um das Thema Pulverrauch während eines Gefechts. Wie stark war die Sichtbehinderung während einer Schlacht wirklich? Konnte es schon bei kleinen Duellen zu Sichtbehinderungen kommen oder trat das Problem erst bei größeren Gefechten auf?

Edited by McCool
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Das dürfte vom Wind abhängen - ich denke, dass auch bei Gefechten zwischen einzelnen Schiffen eine signifikante Menge an Pulverdampf erzeugt wurde. Die Frage ist halt, ob er schnell verweht wird oder über den Schiffen hängt.

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Vielen Dank für die Antwort. Das es stark vom Wetter abhängt, habe ich mir fast gedacht. Du bist ja fast genau der richtige für meine anschliessende Frage: Wie würdest Du den Pulverdampf auf einem Diorama darstellen?

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Pulverrauch war taktisch bestimmt relevant. Wichtig ist hier natürlich wieder die Luv- und Leeposition der Schiffe. Das Schiff in Lee ist natürlich im Nachteil. Nicht nur der Pulverqualm des Gegners wird auf es zugetrieben, sondern auch der eigene Qualm wird zurückgetrieben, evtl. auch durch die Stückpforten ins Batteriedeck.

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@ Threepwood

 

Ich würde Rauchgeneratoren aus dem Eisenbahnmodellbau in das Diorama einbauen.

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Mit denen habe ich noch nie gearbeitet. Das ist eine gute Idee, aber bringen die wirklich genug Rauch? Und dann brauche ich natürlich auch noch eine etwas mobilere Variante, denn der Pulverdampf soll ja auch auf einem Tabletop Schlachtfeld bewegt werden.

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Ich hab auch noch keinen ausprobiert, aber auf den Internet-Photos gibts je nach Gerät ordentlich Rauch.

z.B Modellhausbrand o.ä. Außerdem muß man ja nicht nur ein Gerät nehmen.

Ich weiß ja nicht, welchen Maßstab Du verwendest, aber wenn man so´n Ding ins Geschütz baut ?

Auch kann man den Rauch sicherlich mit kleinen versteckten Ventilatoren übers Gefechtsfeld treiben.

 

Ich könnte mir das als sehr interessant vorstellen. ( Allerdings baue ich keine Dioramen )

Conrad z.B. vertreibt einige Generatoren.

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Ich wecke den alten Thread mal auf.

Nachdem ich das Buch " Kanonendonner über Ostseewellen " endlich komplett durchgeackert habe, kann ich zu diesem Thema Konkretes

zufügen.

Bei wenig Wind oder gar Windstille blieben die Pulverschwaden bei einer Seeschlacht dermassen dicht bei den Flotten, dass weder die eigenen Schiffe noch der Gegner

oder Untiefen oder Ufer zu sehen waren. Kommandos wurden per Ruderjolle von Schiff zu Schiff überbracht. Kugeltreffer waren nur per Einschlaggeräusch zu vernehmen und Schiffsverluste

durch Auflaufen überdimensional hoch. Auch Verwechselungen Freund/Feind waren nicht selten.

Wenn man sich das Video des scharfen Schusses der Vasa-Kanone ansieht, kann man das auch gut nachvollziehen.

 

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Man kann das Problem des Pulverquals ngesichts dieses kleinen Schaugefechts schon ganz gut erkennen (Götheborg macht einige schöne Rauchringe):

 

Oder auch hier  und hier

 

Die Erfindung des rauchlosen bzw. -armen Pulver in der 2. Hälfte des 19. Jhdts. war eben auch in taktischer Hinsicht sehr bedeutend! Hier ein direkter Vergleich: Einige Schüsse aus einem älteren Revolver mit Schwarzpulverpatronen, und einige aus einem moderneren REvolver mit rauchlosem.

 

Edited by McCool

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  • Similar Content

    • By McCool
      Peter Padfield: Waffen auf See. Delius Klasing, o.J. 320 Seiten, viele, teils farbige Abbildungen.
       
      Wann diese deutsche Ausgabe des englisch "Guns at Sea" betitelten Buches herauskam, ist leider nicht vermerkt. Das Original erschien 1973 und kam deutsch beim Delius Klasing Verlag in Übersetzung von Dieter Jung heraus, vermutlich in den 70ern.
       
      Der deutsche Titel "Waffen auf See" ist irreführend - man hätte ihn mit "Geschütze auf See" übersetzen müssen, denn es geht ausschließlich um die Entwicklung der Schiffsartillerie - selbst die Torpedoentlwicklung wird kaum berührt, von Congreves Raketen, Mörserschiffen oder gar Handfeuerwaffen ist nicht die Rede.
       
      Das ehrgeizige Ziel des Buchs ist es, die Entwicklung von Technik und Taktik der Schiffsartillerie von den Anfängen im 14. Jahrhundert bis zum zweiten Weltkrieg darzustellen - zwangsläufig bleibt da manches Detail auf der Strecke - Padfield interessiert sich nur für die jeweils höchstentwickelte Technik oder Schießkunst - die Carronade ist denn in seinen Augen nur eine temporäre kleine Verirrung in der Geschichte der Schiffsartillerie - mit dieser Annahme folge er allerdings der zeitgenössischne Auffassung Philip Brokes.
      Die Hälfte des großformatigen, über 300 Seiten starken Buchs wird von der Entwicklung seit etwa 1850 eigenommen, und angesichts der sich geradezu überschlagenden Entwicklung nicht erstaunlich. Sprenggranaten und Panzerung, Hinterlader mit gezogenen Rohren, Rammtaktik versus Artillerie, die Aufstellungsproblematik der Geschütze: von der Breitseite über Drehbeschütze, Barbetten, Kasematten und schließlich Türme, endlich die Notwendigkeit, aufgrund rapide anwachsender Reichweiten der Kanonen komplexe Feuerleitsysteme zu entwickeln - das alles will erörtert sein, und es gelingt Padfield sehr anschaulich.
      Insbesondere für die Zeit des 17. bis beginnenden 19. Jahrhunderts sind die vielen Zitate von Zeitzeugen, die Padfield immer wieder einflechtet, höchst interessant. Das Buch ist recht gut bebildert, teilweise farbig, wenn man allerdings z.B. fürs 18. Jahrhundert auf solche Feinheiten wie verschiedene Armstrong- Blomefield oder Congreve - Kanonenrohrtypen hofft, wird man in dieser Hinsicht enttäuscht - das ist vermutlich bei Howard, Segelkriegsschiffe, mehr zu finden.
      Insgesamt wirkt das Buch in seiner Machart etwas veraltet und weist zwangsläufig Lücken auf, aber leider kenne ich kein moderneres Buch, das einen so großen Zeitraum abdeckt. Ein höchst aufschlußreicher Überblick ist das Buch allemal.
    • By Farquhar
      Das Schiesspulver oder auch Kraut Erfunden wurde es ca. 300 n.CHR in China und wurde vermutlich von den Sarazenen nach Europa gebracht. Ab dem 13ten Jahrhundert wurde das Pulver ständig verbessert wozu Bertold Schwarz im 14ten Jahrhundert wesentlich Beitrug. Im 19ten Jahrhundert Bestand Schiesspulver aus 75 Teilen Salpeter , 11,5 Teilen Schwefel und 13,5 Teilen Holzkohle.
       
      Auf den Segelschiffen der Koalitionskriege wurde Pulver in Pulverkammern verwahrt. Diese lagen überwiegend unterhalb der Wasserlinie und waren oftmals mit Kupfer oder Bleiplatten ausgeschlagen. Betreten durfte sie nur der erste Geschützführer des Schiffes und sein/e Gehilfen und zwar nur in Filzpantoffeln oder Barfuss. Beleuchtet wurden die Pulverkammern mit sogenannten Krautlampen .Durch eine Konvexe Glaswand wurde das Licht aus einem getrennten Lampenraum in die Pulverkammer geleitet. Im Gefecht übernahmen Pulverjungen ( Pulveräffchen ) den Transport zu den Stücken ( Geschützen) . Trotz aller Sicherheitsmassnahmen ( für die Damalige Zeit) kam es zu verheerenden Unglücksfällen im Zusammenhang mit Pulverkammern . Ein Besonders Grauenvolles Ereigniss war die Explosion der Pulverkammer des Französischen Linienschiffes Glorioux , die das Schiff vollständig zerstörte und innerhalb weniger Minuten von der Wasseroberfläche verschwinden liess. Nur sehr wenige Überlebten dieses Fiasko.
       
      Tja, und da setzt meine Unsicherheit an . Ich kann mir einfach nicht vorstellen das bei allen Vorsorgemassnahmen eine Pulverkammer einfach durch Beschuss Explodierte. Ich Tippe da eher auf unachtsamkeit oder Statische Aufladungen/Entladungen . Auch die Stelle der Übergabe des Pulvers könnte ich mir als sehr unsicheren Punkt vorstellen . Verschüttetes Pulver ausserhalb der Kammer etwas unachtsamkeit und Bumm.
      Lag ausserdem die Pulverlast wirklich unterhalb der Wasserlinie oder gab es Schiffstypen bei denen ein Treffer in die Pulverkammer Möglich war?? Leider gab es damals keine Möglichkeiten den Hergang einer solchen Katastrophe Restlos aufzuklären...Augenzeugen waren bestimmt etwas Unzuverlässig den in Unmittelbarer Umgebung einer Explodierenden Pulverkammer dürfte niemand überlebt haben. Also, waren die Explosionen von Schiffen während eines Gefechtes Tatsächlich Feindeinwirkung ?? Oder war es vielmehr das Mass an Stress das im Gefecht zu den Gründen für eine Explosion in Friedenszeiten hinzukam ??
    • By McCool
      Der englische Wikipedia-Artikel über die History of the Royal Marines informiert:
       
      The Royal Marine Artillery (RMA) was formed as a separate unit in 1804 to man the artillery in bomb ketches. This had been done by the Royal Regiment of Artillery, but a lawsuit by a Royal Artillery officer resulted in a court decision that Army officers were not subject to Naval orders. As their uniforms were the blue of the Royal Regiment of Artillery this group was nicknamed the "Blue Marines"(..)
       
      Also ein ziemlich eingeschränkter Aufgabenbereich. Weiß jemand, wieviele "Marineartilleristen" es gab? Kennt jemand eine Uniformdarstellung?
    • By Threepwood
      Kent schreibt in "Admiral Bolithos Erbe", dass Feldgeschütze regelmäßiger schiessen als Schiffskanonen. Er erklärt es damit, dass die Schiffskanonen vor dem Schuss immer genau ausgerichtet werden, denn die Kugeln sind auf See zu wertvoll.
       
      Da habe ich direkt 2 Punkte:
       
      1. Wieviel Kugeln hatten die Schiffe (je nach Rang) ungefähr dabei.
      2. Feldgeschütze müssen doch auch ausgerichtet werden. Wenn ich das von Kent so lese, dann könnte man glauben die laden und schiessen ohne zu zielen.
    • By jaerschen
      Hallo,
       
      hab nach längerer Zeit mal wieder im Buch „Krieg umter Segeln“ aus dem Time-Life Verlag gelesen. In dem Abschnitt der die Schlacht bei den Saintes, zwischen Rodney und De Grass, beschreibt ist mir etwas aufgefallen was mir bei meinem jetzigen Wissensstand doch Rätsel aufgibt.
      Es wird geschrieben das Rodney's Flaggkapitän, Sir William Douglas, für einige Neuerungen bezüglich der Geschützbedienung verantwortlich war. Diese bewirkten eine schnellere und somit auch häufigere Schussfolge.
      Diese Verbesserungen waren im Einzelnen:
      1.Die Seide der Pulverkartuschen wurde durch Flanell ersetzt. Flanell verbrannte besser und der Geschützboden musste nicht ausgekratzt werden.
      2.Der Ladepfropfen zwischen Pulver und Kugel wurde angefeuchtet, was ein vorzeitiges Zünden verhinderte. Die Reinigung wurde ebenfalls erleichtert.
      3.Verwendung eines Zündröhrchens in Form eines durchlöcherten Gänsekiels.
       
      Nun kommt der Teil der mir leichte Rätsel aufgibt.
      Laut dem Buch hat Douglas zum Einen eine Vorrichtung aus Bleischienen und Gewichten entwickelt die den Rücklauf der Kanonen dämpfte und somit die Rückkehr in die Schussposition beschleunigt wurde.
      Desweiteren konstruierte er aus Blöcken und Taljen einen Apparat der ein genaueres und Flexibleres Ausrichten ermöglichte. Die Gescjütze konnten nun in einem Winkel von bis zu 45° ausgerichtet werden. Folge war bei einem aneinander Vorbeifahren der Kontrahenten eine ca. 6x häufigere Schussfolge auf den Feind.
       
      Wenn man nun bedenkt das die Schlacht bei den Saintes um 1782 stattfand aber selbst Schiffe die danach gebaut wurden mit herkömmlichen Lafetten ausgerüstet waren, stellen sich mir folgende Fragen.
      Wie soll die Vorrichtung aus Bleischienen und Gewichten ausgesehen haben?
      Was ist das für ein Apparat aus Taljen und Blöcken?
      Gab es diese Konstruktionen wirklich und wenn ja, wurden sie wirklich eingesetzt?
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