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McCool

"Anatomy of the Ship" als Paperback

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Während es schon seit 2005 keine neuen Bände mehr gegeben hat, sind im letzten Jahr sind ja zumindest zwei Bände der Reihe als Paperback neu aufgelegt worden, zu relativ niedrigem Preis. Es handelt sich dabei um die Bände zu Battlecruiser Hood und Battleship Dreadnought.

http://www.conwaypublishing.com/?page_id=6351

http://www.conwaypublishing.com/?page_id=6354

Kennt die jemand? Wie sind die qualitätiv (rein mechanisch)? Ausgerechnet bei Bänden, bei denen es auf die meist über die Doppelseite gedruckten Zeichnungen geht, ist doch sicher ein strapazierfähigerer fester Einband vorteilhafter?

Bleibt abzuwarten, ob vielleicht noch einige der lange vergriffenen Bände neu erscheinen, aber ich fürchte fast, daß man wohl nur die beliebtesten, die nicht unbedingt die besten sind, wieder neu auflegt.

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    • By McCool
      Das seit 7 oder 8 Jahren angekündigte Buch "The Tudor Warship Mary Rose" von Douglas McElvogue soll angeblich am 24. September erscheinen. Auf der Verlagsseite sind allerdings nur elektronische Formate aufgeführt. Bei Amazon gibts bereits eine Buchvorschau. http://www.amazon.de/Tudor-Warship-Mary-Rose-Anatomy/dp/1844862755/ref=sr_1_1?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1441140709&sr=1-1
       
      Amazon will wissen, daß das meiner Erinnerung nach bereits um 2005 angekündigte Buch "The Athenian Trireme" am 30 Dezember auch herauskommt, aber von dem Band ist auf der Verlagsseite derzeit nichts zu sehen.
      http://www.amazon.de/The-Athenian-Trireme-Anatomy-Ship/dp/1844860256/ref=pd_sim_14_1?ie=UTF8&refRID=05Q1B1NGN8Q3RBB0ARTK&dpSrc=sims&dpST=_AC_UL160_SR160%2C160_
       
      http://www.bloomsbury.com/us/non-fiction/history/maritime-history/
    • By McCool
      Die "Anatomy of the Ship"-Reihe des britischen Verlages Conway Maritime Press (mittlerweile leider nur noch "imprint" von "Anova Books") ist sicherlich eine der bekanntesten Reihen zur Konstruktion von Schiffen. Das Spektrum der Reihe reicht von der antiken griechischen Galeere bis hin zum Schlachtkreuzer des 2. Weltkriegs; die hier vorgestellten Bände beschränken sich vorherst auf die Zeit von 1492 (Kolumbusschiffe) bis 1831 (Beagle). Daher habe ich hier die mittlerweile bei LoB vorhandenen Rezensionen der Übersicht halber noch einmal verlinkt. Es gibt auch einen externen Link zu einer Rezension des Essex-Bandes im JMR.
      Diskussion über diese Bände (oder die Reihe allgemein) gern hier in diesem Thread oder bei Bedarf in speziellen Threads; für die "Kolumbusschiffe" und die "Constitution" bestehen bereits welche, die hier auch gleich verlinkt sind. Zur ganz groben Orientierung habe daher oben noch mal Sternchen verteilt, von 1 bis maximal 5 (wobei der Rahmen der Möglichkeiten der Reihe berücksichtigt werden muß-dieser ist sicher "subomptimal"). Dazu eine aktuelle "Kurzeinschätzung", denn im Zweifellsfall bewerte ich nunmehr einige Bände etwas niedriger, als in den verlinkten Rezensionen. Zu den Gründen und zu den Beurteilungsmaßstäben noch ein paar Anmerkungen unten.
      Leider fehlen hier noch für die in der Reihe abgedeckten hölzernen Segelschiffe Rezensionen zu Goodwin: BLANDFORD, McKay/Coleman: PANDORA und Bellabarba/Osculati: ROYAL CAROLINE, Lavery: SUSAN CONSTANT.
       
       
      Goodwin: Naval Cutter ALERT 1777 ***
      Nur drei Punkte, weil mir wichtige Punkte der Spantkonstruktion und Klinkerbeplankung zweifelhaft erscheinen. Ansonsten sind positiv: gute Abbildungen, recht guter Text, großes Plus: abgedruckte Originalpläne Alert/Rattlesnake; sowie die kleinere Sprightly. Somit kann man das Ausmaß der Rekonstruktion abschätzen.
       
      Goodwin: Bomb Vessel GRANADO 1742****
      Soweit ich das beurteilen kann, historisch zuverlässig. Gut: Originalplan (wenn auch etwas dicke Linien). Zeichnerisch gut. Jedoch sind viele Details wahrscheinlich nicht genau belegbar.
       
      Lavery: 74 Gun Ship BELLONA (1760)****½
      Historisch höchst zuverlässig, aber zeichnerisch teilweise nicht so gut ausgeführt. Die Takelage kommt leider etwas zu kurz. Dennoch einer meiner Lieblingsbände.
       
      Marquardt: Cooks ENDEAVOUR (1768)****
      Viel erhellendes über Cooks Expeditionsschiff. Sehr interessante Rekonstruktion, historisch sicher zum allergrößten Teil zuverlässig, aber auch hier viele vermutlich nicht belegbare Details (z.B: Spantwerk und Beplankungspläne vermutl. vollst. rekonstruiert).
       
      Marquardt: Survey Ship BEAGLE (1831)****
      Die vermutlich erste glaubwürdige, umfassende Rekonstruktion des Schiffs. In manchen Details könnte man wohl auch zu anderen Ergebnissen kommen.
       
      Marquardt: Frigate CONSTITUTION (1812)***
      Einerseits eine recht gute Darstellung des Lebenslaufs des Schiffs und gut, weil verschiedene Bau- und Takelzustände gezeigt werden (abgesehen von "1812" allerdings nicht detailliert); andererseits hat der Autor zu wenig Literatur genutzt und leider auch ein zeitgenössisches wichtiges Modell nicht beachtet. Ganz sicher keine definitive Darstellung des Schiffs- allerdings erhebt der Autor diesen Anspruch auch ausdrücklich nicht.
       
      McKay: 100 Gun Ship VICTORY (1805)***
      Anschaulich, erscheint mir aber historisch nicht einwandfrei. Ältere Bauzustände des Schiffs und überlieferten zeitgenössische Pläne und Modelle werden ignoriert - alles konzentriert sich auf "1805", ein Bauzustand, der eigentlich nicht sehr gut dokumentiert ist. Lediglich eine einzige zeitgenössische Darstellung des Schiffs im Bildteil.
       
      McKay: Armed Transport BOUNTY (1787)**
      Sehr anschaulich, aber mit historischer Unzuverlässigkeit behaftet. Wieder viele nicht belegbare Details und sogar Abweichungen vom Originalplan. Dieser ist kennzeichnenderweise natürlich auch nicht abgedruckt, so daß man, wie auch beim Band über die Victory, keine Möglichkeit hat, das Ausmaß der Rekonstruktionen zu erkennen.
       
      Pastor: Die Kolumbus-Schiffe (1492)***
      Eine nicht uninteressante Darstellung, aber soweit ich das einschätzen kann, berücksichtigt das Buch keine neueren ärchäologischen Erkenntnisse. Es arbeitet sich an älteren Rekonstruktionen und jenen Martinez' Hidalgos ab, die auch zum Erscheinungsdatum nicht mehr ganz neu waren. Unter der Prämisse, wichtige Rekonstruktionen der Kolumbusschiffe seit 1892 zeichnerisch zu vergleichen, u. U. nützlich.
      Takakjian: Frigate ESSEX (extern, JMR Jan. 2006) (Mehr eine Kritik des Konzepts als inhaltliche Beurteilung. Beschäftigt sich auch mit dem Band über die Kolumbusschiffe).
       
      White: Frigate DIANA 1794****¾
      Dieser Band ist bisher mein Favorit aus der Reihe, da er sowohl gut gezeichnet als auch historisch sehr zuverlässig scheint. Ein ausgezeichneter Einblick in die Konstruktion einer britischen Fregatte aus dem Ende des 18. Jhdts. Eignet sich sicher gut als Ergänzung zu Gardiners Fregatten-Bänden. Details der Takelage werden nicht dargestellt, dafür muß auf andere Literatur zurückgegriffen werden.
       
      =================
       
      Ein grundsätzliches Problem der Reihe scheint zu sein, daß eine allumfassende Darstellung des Objekts geradezu verlangt wird. Dies führt zu oft weitgehenden Rekonstruktionen, was für sich genommen noch nicht schlimm sein muß - unglücklicherweise reicht der recht geringe Textumfang nie aus, die Rekonstruktionen entsprechend zu kommentieren. So wird man dann mit zahlreichen Zeichnungen konfrontiert, bei denen man sehr oft nicht nachvollziehen kann, auf welcher Basis sie entstanden (100%ig durch Originalzeichnungen belegt oder nicht? Von einem ähnlichen Fahrzeug? Frei "rekonstruiert"?).
      Die Vergleichbarkeit innerhalb der Reihe ist oft nicht recht gegeben, weshalb die Sternchen-Vergabe etwas willkürlich ist. Bei einem Band sind die Zeichnungen fahrig ausgeführt, dafür ist er historisch zuverlässig, beim anderen ist es umgekehrt. Der Grund, weshalb ich in einigen Fällen meine Einschätzung etwas geändert habe ist einfach dieser: Manchmal lernt man ein Buch erst mit der Zeit genauer kennen - erst wenn man eine ganz bestimmte Sache sucht, fällt vielleicht auf, daß elementare Dinge fehlen, oder bei anderen, daß sie falsch sind.
       
      In der verlinkten Rezension von M. Bellamy zur Essex (gleichzeitig auch den Band über die "Ships of Christopher Columbus") finde ich diesen Satz hier kennzeichnend:
      Ebendieser Aspekt nicht belegbarer Details hat mich dazu veranlaßt, die Bände immer kritischer zu sehen (obwohl ausgerechnet der erwähnte Herd der Essex zu den weniger kritischen Objekten bei einer Rekonstruktion dieses Schiffs gehört).
      Die in der Rezension erwähnte strikte Trennung der Anatomy-Bände in Text-Bilder-Zeichnungen ist eigentlich nicht sinnvoll. Es wäre günstiger, wenn die Texte, Abbildungen und Zeichnungen ein Ganzes bildeten; in der Form der "Anatomy" ist es so nicht möglich, daß eine bestimmte Abbildung oder Zeichnung ausreichend durch einen Text erläutert wird. Andrew Bowcocks Band über CSS Alabama (der sich "Anatomy" nennt, aber nicht zur Conway-Reihe gehört), ist ganz anders und letztlich besser strukturiert. Hier bilden Abbildungen und Text ein Ganzes - der Textanteil ist im Vergleich zur Conway-Reihe ungleich höher.
      In einigen Exemplaren der Conway-Reihe ist immerhin ansatzweise durch Abdruck (leider meist nicht regelrechte Reprodiktion) der Originalpläne erahnbar, in welchem Umfang rekonstruiert wurde. In den meisten Fällen existieren wahrscheinlich keine detaillierten Unterlagen über das Spantwerk, Deckskonstruktion oder gar die genaue Form der Beplankung, von anderen Details ganz zu schweigen. Würden lediglich die nackten Fakten präsentiert, wären viele Modellbauer sehr enttäuscht. Vielleicht besteht für den Verfasser einer "Anatomy" ein gewisser Erwartungsdruck, ein visuell möglichst beeindruckendes und alle Aspekte umfassendes Buch abzuliefern. Wenn eine Darstellung diesen Anspruch erhebt, ist es natürlich schlecht möglich zuzugeben, daß man einfach nicht weiß, wie das Deck wirklich beplankt war.
      Am wenigsten rekonstruiert wohl Lavery in seinem Band über die Bellona; bei Whites Buch über die Fregatte Diana ist dies wohl ebenfalls so, weshalb ich diese Bände tatsächlich am ehensten als Referenz benutze. Wenn ich mir den Band über die Constitution oder Bounty ansehe, ist da jedoch erschreckend viel rekonstruiert; zwar nicht unglaubwürdig (je nach Autor mehr oder weniger glaubwürdig), aber man muß nicht sehr tief in historischem Material schürfen, um zu erkennen, daß man da in sehr vielen Punkten zu anderen Ergebnissen kommen könnte, oder daß es anderen schlichtweg an Plausibilität mangelt.
      Viele Leser (insbesondere Modellbauer) würden vermutlich die Präsenz möglichst viele Details als Pluspunkt werten und finden die historische Genauigkeit vielleicht weniger relevant. Die Bewertungen der Bücher unter diesen anderen Maßstäben würden dann ganz deutlich von meinen hier abweichen; die wie gesagt subjektive, wenn auch hoffentlich plausible, Einschätzungen sind.
    • By McCool
      Peter Goodwin: The 20-Gun-Ship Blandford. 119 Seiten, davon ca 25 Seiten Text und Schwarzweißfotos, den restlichen Platz füllen Pläne. Conway Maritime Press, London 1988.
      Dieses ist einer der realtiv frühen Bände der "Anatomy"-Reihe, und er zählt zu denjenigen, die meines Wissens nach leider nur eine Auflage erlebten. Gegenstand ist einer der hochbordigen Sixthrates des Establishments von 1719, die direkt von der "Galley Frigate" abgeleitet waren. Es war der vorherrschende Typ von "Fregatte", der um die Mitte des Jahrhunderts durch die modernere Bauart ersetzt wurde.
      Daß man bei Schiffen wie Blandford noch den Ehrgeiz besaß, sie durch Riemen bewegen zu können, wird nicht nur durch die  Riemenpforten im unbestückten unteren Deck deutlich, sondern auch durch den relativen Leichtbau: Es gab nur eine winzige Back in einer Art, die man später als "topgallant forecastle" bezeichnet hätte, und ein kurzes Achterdeck, das nicht bis zum Kreuzmast reichte. Bei späteren, vergrößerten Exemplaren des Typs wurden Back und Achterdeck verlängert, letzteres auch bewaffnet; die Riemenpforten verblieben dennoch. 
      Dieser Band weicht nicht von der üblichen Struktur der Reihe ab, mit allen Vor- und Nachteilen, die das hat. Der Text gibt einen Überblick über Entwurf, Bau, Ausrüstung , Besatzung und Geschichte des Schiffs. Der Fototeil enthält Abbildungen verschiedener zeitgenössischer Modelle. Hier wäre es sinnvoll gewesen, wenn der Autor jeweils die Museums-Inventarnummer zu den jeweiligen Fotos notiert hätte, es kann sonst überflüssigerweise zu Verwechslungen kommen, besonders bei Detailaufnahmen.
      Die Zeichnungen sind gut und anschaulich, die Linien freilich oft etwas dick. Maßstab ist zumeist 1/96, gelegentlich 1/48, wie bei einigen Querschnitten oder Details. Goodwin zeigt zuallererst die etwas spartanische Originalentwurfszeichnung für Blandford und die Schwesterschiffe, dann folgen die detaillierten Zeichnungen des Autors, die natürlich Rekonstruktionen sind, bei denen man hinsichtlich mancher Details und Ausrüstungsgegenstände vermutlich auch zu anderen Ergebnissen kommen könnte.  Es gibt einen schönen, detaillierten Längsschnitt des Schiffs in 1/96, aber leider keine entsprechende Außenansicht. Eine solche findet sich farbig auf dem Umschlag des Buchs. Hierbei ist dem Verfertiger des Farbprofils allerdings ein Fehler unterlaufen: Die Heckansicht mit 6 Fenstern, die wohl nach einem Modell im Science Museum gestaltet ist (Foto links S. 6, Zeichnung D3/1 S. 68), paßt nicht zum Schiff, das Goodwin mit "quarter badges" rekonstruiert hat, auf Basis eines Modells aus dem National Maritime Museum (Fotos S. 33, Zeichnung D3/4 und D3/5, S 68). Siehe die Abbildung rechts zur verkehrten Heckansicht ->
      Insgesamt ist es jedoch ein schöner, gut gemachter Band,und  ein interessantes Objekt. 
       
      Noch ein paar Anmerkungen. Eine Frage, die leider weitgehend offen bleibt, ist die Handhabung der Langriemen, obwohl die Ruderbarkeit ja eine entscheidende Rolle beim Entwurf dieses Schiffslayouts gespielt hatte. Was Goodwin zeigt, sind im Zeichungsteil sowohl ein Querschnitt, bei dem ein eigelegter Riemen mit drei Rojern zu sehen ist, sowie eine Ansicht von der Seite, sowie zwei verschiedene Riemenlängen und mehrere Blattformen (S 84 u. 85 jeweils unten). Im Abschnitt zur Besatzung merkt er an, daß 108 Mann allein zur Besetzung aller Riemen benötigt worden wären, 3 Mann je Riemen vorausgesetzt.  Das wären demzufolge 36 Riemen. Die Besatzung betrug insgesamt aber nur etwa 120-130 Mann, so daß es unmöglich war, gleichzeitig zu rudern und die Geschütze zu bedienen, folgert er. Interessant wären Beispiele für den Einsatz dieser Riemen gewesen. Wurden sie immer mitgeführt, oder nur wenn es eine besondere Mission, z.B. ins Mittelmeer, erforderte? Welche Strecke wollte man zurücklegen können? Wie lange dauerte es, die Riemen klar zu machen, wenn es nötig war, davon augehhend, daß sie binnenbords auf den Galgen bei den Ersatzspieren lagerten?
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