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Adrian Goldsworthy

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Ganz vergessen, das hier zu erwähnen!

 

http://www.adriangoldsworthy.com/fiction.htm

 

Band 1, "True soldier gentlemen" habe ich zufällig beim letzten Englandurlaub entdeckt und konnte dem Titel und Cover natürlich nicht widerstehen. Hat sich gelohnt für mich, das ist der Auftaktband einer mehrbändigen Serie über 3 junge Männer ohne Geld und Aussichten, die mehr oder weniger zufällig in der Armee landen und mit dem fiktiven 106th Regiment offenbar die gesamte Kampagne miterleben. Das ganze ist so ein bisschen eine Kreuzung aus - no na! - Bernard Cornwell und Jane Austen. Ich habe gelesen, dass der Autor gern die männliche Seite betrachten wollte, Austens Heldinnen müssen heiraten, um eine Zukunft zu haben, seine Helden müssen zur Armee. Er hat sich auch Austens Wickham und Gattin Lydia ("Sense and Sensibility") von Austen geborgt, die hier am Rand erscheinen. Und natürlich gibt es hier auch Liebe, einer der 3 Helden ist - bislang - hoffnungslos verliebt in die Tochter des Kommandanten. Aber zumindest im ersten Band war es dezent und bis auf einen eher überflüssigen fiesen Russen hat mir das Buch gut gefallen.

 

Aktuell lese ich Band 2, "Beat the drums slowly", der sich bislang auch gut liest. Wir sind immer noch im Jahr 1808.

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Danke, ein sehr interessanter review. Es ist ja eine recht gute Idee, den Part zu zeigen, den Austen nicht darstellt - obwohl sie darüber sicher einen ziemlich guten Überblick hatte.

Sind das dann eigentlich zwei verschiedene Genres - Austens Gesellschaftsroman gegenüber Goldsworthys Abenteuerroman? Oder gelingt ihm eine Balance? O'Brian tat es ja sehr erfolgreich, besonders wohl im zweiten Band der Reihe.

Und natürlich gibt es hier auch Liebe, einer der 3 Helden ist - bislang - hoffnungslos verliebt in die Tochter des Kommandanten. Aber zumindest im ersten Band war es dezent und bis auf einen eher überflüssigen fiesen Russen hat mir das Buch gut gefallen.
Wie erfreulich, daß es gut ist. Liebe nur dezent - klingt fast so, als fürchtest Du mehr davon im weiteren Verlauf! :lol:

Es wird mit Sicherheit massenhaft Duelle geben.

Der Autor hat ja ziemlich ehrgeizige Pläne, wie ich da lese - 12 Bände sieht er vor. Und wer weiß, Waterloo muß ja dann im Zweifelsfall nicht das Ende sein.

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Sind das dann eigentlich zwei verschiedene Genres - Austens Gesellschaftsroman gegenüber Goldsworthys Abenteuerroman? Oder gelingt ihm eine Balance? O'Brian tat es ja sehr erfolgreich, besonders wohl im zweiten Band der Reihe.

 

Es balanciert hier bislang schön. ZB begleiten wir nicht nur die 3 Jungoffiziere, aktuell wird auch das Mädchen, in das der eine verliebt ist, vom nutzlosen aber charmanten (und verheirateten) Wickham umworben.

Bei Sharpe gab es ja auch immer wieder diese Damen, die seinen Weg gekreuzt haben und hier ist es echt kein Fehler, wenn die nicht ganz so austauschbar sind, sondern einen eigenen Charakter entwickeln dürfen.

Wobei es bei Sharpe natürlich auch lobende Ausnahmen gab, Teresa, ...

 

Wie erfreulich, daß es gut ist. Liebe nur dezent - klingt fast so, als fürchtest Du mehr davon im weiteren Verlauf! :lol:

Es wird mit Sicherheit massenhaft Duelle geben.

 

Ich bin eine unromantische Frau und brauche das nicht unbedingt als besonders wichtigen Faktor, aber gern als normalen Teil der Handlung.

 

Der Autor hat ja ziemlich ehrgeizige Pläne, wie ich da lese - 12 Bände sieht er vor. Und wer weiß, Waterloo muß ja dann im Zweifelsfall nicht das Ende sein.

 

Wir werden sehen! Band 2 liest sich nach wie vor gut.

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Es balanciert hier bislang schön. ZB begleiten wir nicht nur die 3 Jungoffiziere, aktuell wird auch das Mädchen, in das der eine verliebt ist, vom nutzlosen aber charmanten (und verheirateten) Wickham umworben.

Bei Sharpe gab es ja auch immer wieder diese Damen, die seinen Weg gekreuzt haben und hier ist es echt kein Fehler, wenn die nicht ganz so austauschbar sind, sondern einen eigenen Charakter entwickeln dürfen.

Wobei es bei Sharpe natürlich auch lobende Ausnahmen gab, Teresa, ...

Hoffentlich artet das dann nicht im Verlauf der Serie zu einem Tolstoiesken Personalbestand aus! ;) Frauencharaktere lassen sich wohl zwangsläufig besser in Romanen entwickeln, die mehr an Land spielen, wenn man so an die klassischen Seeabenteuer von Forester usf. denkt. An Land wurde ja im Heerestroß so einiges Weibsvolk mitgeführt, manchmal sogar Ehefrauen.

 

Ach, übrigens, das mußte ich dann gleich mal machen. ;)

Edited by McCool

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Hoffentlich artet das dann nicht im Verlauf der Serie zu einem Tolstoiesken Personalbestand aus! ;) Frauencharaktere lassen sich wohl zwangsläufig besser in Romanen entwickeln, die mehr an Land spielen, wenn man so an die klassischen Seeabenteuer von Forester usf. denkt. An Land wurde ja im Heerestroß so einiges Weibsvolk mitgeführt, manchmal sogar Ehefrauen.

 

Genau, das sind hier bislang vor allem 3 Frauen, die Frau des Kommandanten und seine junge Tochter (wobei der Autor im Nachwort schreibt, dass das eher ungewöhnlich war, dass Ladies da mitgereist sind) und die Tochter eines der Soldaten, die zwar mit einem Soldaten verheiratet ist, aber unbedingt eine Dame werden will und gern ihre Reize einsetzt, um einen Gentleman für sich zu gewinnen. Ich bin gespannt, ob es ihr gelingen wird. Momentan ist sie hochschwanger von einem der (doch nicht so ganz) Gentlemen, die sie beglückt hat und im Begriff, abseits vom Regiment niederzukommen, in Gesellschaft des Schüchtis, der nachdem er sie gerettet hat, auch gleich die Kommandantentochter gerettet hat, die auch auf Abwege gekommen ist. Ich denke mal, jetzt wird sein Heldenmut streiken. :D

Die sollten in dem Regiment aber echt daran arbeiten, ihr Weibsvolk im Blick zu behalten!

 

 

Super, danke! Ich werde gern berichten, wenn sich was Neues ergibt.

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Genau, das sind hier bislang vor allem 3 Frauen, die Frau des Kommandanten und seine junge Tochter (wobei der Autor im Nachwort schreibt, dass das eher ungewöhnlich war, dass Ladies da mitgereist sind) und die Tochter eines der Soldaten, die zwar mit einem Soldaten verheiratet ist, aber unbedingt eine Dame werden will und gern ihre Reize einsetzt, um einen Gentleman für sich zu gewinnen. Ich bin gespannt, ob es ihr gelingen wird. Momentan ist sie hochschwanger von einem der (doch nicht so ganz) Gentlemen, die sie beglückt hat und im Begriff, abseits vom Regiment niederzukommen, in Gesellschaft des Schüchtis, der nachdem er sie gerettet hat, auch gleich die Kommandantentochter gerettet hat, die auch auf Abwege gekommen ist. Ich denke mal, jetzt wird sein Heldenmut streiken. :D

Jetzt soll er auch noch Hebamme spielen? Das ist natürlich brutal. ;) Ist aber schon bedenklich viel Großmut, daß er ihr nach ihren Eskapaden immer noch verfallen ist. Was sagt denn ihr Soldatenmann dazu, daß sie ihm ein Kukukskind schenkt? :o

 

Zu Damen auf dem Feldzug, in der Tat, wohl weniger. Allerdings ist z.B. im Unabhängigkeitskrieg eine Generalin Riedesel ihrem freiherrlichen General, der die braunschweigischen Miettruppen kommandierte, nach Nordamerika gefolgt. Es gibt ihre Briefe bzw. Erinnerungen. Ich weiß leider nicht mehr, wie nah sie den Gefechten kam, aber sie kümmerte sich um die Versorgung von Verwundeten. Bedauerlichereise war sie keine besonders gute Beobachterin oder Briefeschreiberein, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, dennoch eine bemerkenswerte Quelle.

Jedenfalls, weil Goldsworthy ja Militärhistoriker ist, obgkeich eher für die Antike, wird er sicher ziemlich gut abschätzen können, was er sich da in historischer Hinsicht "leisten" kann. ;)

 

Zum undamenhaften Weibsvolk - da gibts z.B. eine interessante Bilderhandschrift aus dem Siebenjährigen Krieg, in der jemand die Truppen zeichnete, die durch seine Stadt zogen - und außergewöhnlicherweise widmete er auch einige Aufmerksamkeit den Marketenderinnen und Soldatenweibern.

Hier, mit Kaffeemaschine!

post-21-024276900 1471459801_thumb.jpg

und herzerweichend das...

post-21-059921400 1471459970_thumb.jpg

oder gar das....

post-21-020219700 1471459885_thumb.jpg

Edited by McCool

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Jetzt soll er auch noch Hebamme spielen? Das ist natürlich brutal. ;) Ist aber schon bedenklich viel Großmut, daß er ihr nach ihren Eskapaden immer noch verfallen ist. Was sagt denn ihr Soldatenmann dazu, daß sie ihm ein Kukukskind schenkt? :o

 

Das sind 2 Frauen, die Kommandantentochter, in die er verliebt ist und die Soldatentochter und -gattin. Zweitere ist niedergekommen und ihr Gatte sagt nicht mehr viel ...

 

Zu Damen auf dem Feldzug, in der Tat, wohl weniger. Allerdings ist z.B. im Unabhängigkeitskrieg eine Generalin Riedesel ihrem freiherrlichen General, der die braunschweigischen Miettruppen kommandierte, nach Nordamerika gefolgt. Es gibt ihre Briefe bzw. Erinnerungen. Ich weiß leider nicht mehr, wie nah sie den Gefechten kam, aber sie kümmerte sich um die Versorgung von Verwundeten. Bedauerlichereise war sie keine besonders gute Beobachterin oder Briefeschreiberein, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, dennoch eine bemerkenswerte Quelle.

 

Ich kenne nur diese Dame, kennengelernt durch Georgette Heyers "The Spanish bride".

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Juana_Mar%C3%ADa_de_los_Dolores_de_Le%C3%B3n_Smith

 

Die war, soweit ich weiß, auch ein bisschen Vorbild für das spanische Mädchen, das Cornwells Harper in "Sharpe's Company" bei Badajoz rettet und später heiratet.

 

Jedenfalls, weil Goldsworthy ja Militärhistoriker ist, obgkeich eher für die Antike, wird er sicher ziemlich gut abschätzen können, was er sich da in historischer Hinsicht "leisten" kann. ;)

 

Er hat am Ende des Buches auch ein schönes langes Nachwort, ich nehme an, da wird er auf diese Feinheiten noch mal eingehen.

 

Zum undamenhaften Weibsvolk - da gibts z.B. eine interessante Bilderhandschrift aus dem Siebenjährigen Krieg, in der jemand die Truppen zeichnete, die durch seine Stadt zogen - und außergewöhnlicherweise widmete er auch einige Aufmerksamkeit den Marketenderinnen und Soldatenweibern.

Hier, mit Kaffeemaschine!

 

Sehr interessant, vor allem die Kaffeemaschine!

 

Das Leben der Soldatenfrauen und -kinder, die da mitziehen, fand ich bei "Sharpe" schon ganz interessant dargestellt, wenn dort auch nur am Rande. Aber zB diese eine junge Frau, die ihren Mann bei Waterloo verliert und sich, um versorgt zu sein - und vice versa - sofort einen neuen Mann sucht. Das klingt zwar extrem herzlos, aber man versteht es auch. Raues Leben!

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Ich kenne nur diese Dame, kennengelernt durch Georgette Heyers "The Spanish bride".

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Juana_Mar%C3%ADa_de_los_Dolores_de_Le%C3%B3n_Smith

 

Die war, soweit ich weiß, auch ein bisschen Vorbild für das spanische Mädchen, das Cornwells Harper in "Sharpe's Company" bei Badajoz rettet und später heiratet.

Sehr interessant, das war wirklich ein außergewöhnliches Frauenleben. "Einfache" Frauen allerdings, wie gesagt, ganz häufig, in verschiedenen Funktionen.

Eine literarische Frauenfigur aus dem Krieg ist ja schon Grimmelhausens "Ertzbetrügerin und Landstörtzerin Courasche". Es gab dann auch noch die crossdresser, die als Soldaten in den Krieg zogen - kam auch der Marine vor, und das spricht auch nicht gerade für eine gründliche Musterung.

 

Das Leben der Soldatenfrauen und -kinder, die da mitziehen, fand ich bei "Sharpe" schon ganz interessant dargestellt, wenn dort auch nur am Rande. Aber zB diese eine junge Frau, die ihren Mann bei Waterloo verliert und sich, um versorgt zu sein - und vice versa - sofort einen neuen Mann sucht. Das klingt zwar extrem herzlos, aber man versteht es auch. Raues Leben!

Wie geregelt das Leben da auf einem Feldzug ablaufen konnte, würde mich auch mal interessieren. Das äußere einiger Marketenderinnen in obiger Handschrift läßt auf zumindet zeitweise einigermaßen geordnete Verhältnisse schließen; es gibt auch Abbildungen von MArketenderinnen, die fast sotwas wie ein Regimentsuniform trugen. tch meine mich zu erinnern, daß die Feldprediger bzw. ihre Küster die Soldatenkinder unterrichteten. In einem Journal fand ich auch mal überraschend viele Eheschließungen durch einen Regiments-Feldprediger.

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Ist ein sehr spannendes Thema, die Rolle der Frauen auf Kriegszügen. Ich kann mich an diese Kreuzzugsdokumentation erinnern, wo Terry Jones erzählt hat, dass den Wäscherinnen eine besondere Rolle zukam oder die gar die einzigen Frauen waren, die offiziell teilnehmen durften. Ist lange her, aber das fällt mir ein, wie er die Wäscherinnen herausgehoben hat.

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Was so mitgeführt werden konnte hing auch generell vom Charakter eines Heeres ab. Zu den Kreuzzügen kann ich da echt gar nichts sagen. Aber hat man später keine Frauen ins Königreich Jerusalem importiert?

Es ist auch schon ein Unterschied von absolutistischen Heeren, die einen ziemlich großen Troß hatten, zu französischen revolutionären und napoleonischen. Im Interesse der Beweglichkeit hat Napoleon den Troß drastisch reduziert. Wie es um Marketenderinnen stand - keine Ahnung. Aber ich kann sie mir auf dem Rußlandfeldzug schlecht vorstellen!

Die Briten hingegen, insbesondere das elitäre Offizierskorps, schleppten wohl in der Tat ziemlich viel unmilitärischen Ballast mit sich herum, das habe ich auch schon mal gelesen :lol:.

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Was so mitgeführt werden konnte hing auch generell vom Charakter eines Heeres ab. Zu den Kreuzzügen kann ich da echt gar nichts sagen. Aber hat man später keine Frauen ins Königreich Jerusalem importiert?

 

Einige von denen, die sich dort niedergelassen haben, haben einheimische Frauen geheiratet, Armenierinnen, Byzantinerinnen, vielleicht auch Nicht-Christinnen, die konvertiert sind. Aber sicher wurde auch die eine oder andere Frau "importiert" bzw. ist mitgekommen.

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Ja, das ist für das Fußvolk wohl durchaus anzunehmen. Der Adel aber muß doch adäquate Europäerinnen gehabt haben? Denn wer sich da ewig in Outremer herumtreibt riskiert ja sonst seinen Stammbaum.

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Sobald sich die neuen Herrschaften gebildet haben, hat man dann auch gern untereinander geheiratet.

 

Übrigens, an Goldsworthy Nr. 2 lese ich immer noch und liest sich immer noch gut. Ich komme nur nicht so ganz zum Lesen.

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Adrian Goldsworthy - Band 2 - Beat the drums slowly

 

Hier geht es um den Rückzug nach Corunna 1808/09, wieder hauptsächlich aus der Sicht dreier fiktiver Jungoffiziere eines fiktiven Infanterieregiments. Laut dem Nachwort sollen die historischen Hintergründe allerdings passen und der Autor gibt an, wo er warum abgewichen ist bzw. welche historischen Menschen die Inspiration für seine HeldInnen sind.

 

Einen sehr wichtigen Raum nimmt hier Ensign Hamish Williams ein, der gemeinsam mit der Tochter seines Kommandanten beim Rückzug vom Heer getrennt wird und dem beim Versuch, sich wieder anzuschließen, ein Haufen Soldaten zuläuft, die ebenfalls versprengt wurden. Und dann ist da noch diese Brücke, über die man die Franzosen besser nicht lassen sollte ...

 

Natürlich denkt man bei dem Ganzen an "Sharpe", speziell "Sharpe's Rifles", mit ähnlicher Geschichte. Nur ist Goldsworthy keine Kopie und Williams kein Sharpe, mehr ein noch unsicherer junger Offizier, der sein Bestes gibt und weiß, dass er noch eine Menge zu lernen hat. Aber wir verbringen auch Zeit mit dem Hauptheer, Sir John Moore, Lord Paget und, wie oben erwähnt, wird auch das Schicksal der Soldatenfamilien betrachtet. Die Kommandantentochter Jane ist keine Teresa, aber das braucht sie auch nicht zu sein. Ihre Heldentat hier ist kein Partisanentum, sondern ein mutterloses Neugeborenes am Leben zu erhalten, unter schwierigen Bedingungen.

 

Auch nach Band 2 kann ich sagen, dass das eine gute und unterhaltsame Serie ist und ich kann immer noch nicht glauben, dass ich die rein zufällig entdeckt habe. Aber vielleicht ist es auch gut so, dass sie noch nicht existiert hat, als ich nach "Sharpe"-Methadon gesucht habe, denn so kann ich sie um ihrer selbst willen genießen.

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Das mit dem Sharpe-Methadon :D ist bestimmt richtig. Das ist ja auch mit Musik so. Man hätte vielleicht grad gern eine Band die so klingt wie XY, und stößt dann auf irgendeine interssante Combo, die es eigentlich verdient hätte beachtet zu werden - aber man kann sie gar nicht würdigen, weil mal der vergeblichen Suche nach der Wiederholung des Kicks ist, den man mit XY erlebte.

 

Daß sich da gewisse Ähnlichkeiten zu anderen Romanen ergeben, liegt ja in der Natur der Sache - wenn es sich um die gleichen Feldzüge, das gleiche historische Personal, usf. handelt. Bestürzenderweise kenne ich den iberischen Krieg nur in sehr groben Zügen, obwohl mich prinzipiell die KGL eigentlich schon interessiert.

Der Ensign Hamish - ist er ein Schotte? Goldsworthy räumt ihm etwas mehr Platz ein, als den anderen? Prominente wie Paget oder Moore sind aber wohl nur Statisten?

Wie war das eigentlich bei Sharpe, erfolgte die Erzählung da hauptsächlich oder ausschließlich aus Sharpes Perspektive?

Jedenfalls stelle ich es mir knifflig vor, eine Romanreihe auf ein Dutzend Bände anzulegen und es hinzubekommen, daß sich die Handlungsstränge der verschiedenen Protagonisten nicht zu einer gordischen Wuhling verknoten!

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Daß sich da gewisse Ähnlichkeiten zu anderen Romanen ergeben, liegt ja in der Natur der Sache - wenn es sich um die gleichen Feldzüge, das gleiche historische Personal, usf. handelt. Bestürzenderweise kenne ich den iberischen Krieg nur in sehr groben Zügen, obwohl mich prinzipiell die KGL eigentlich schon interessiert.

 

Dank Cornwells und der Tatsache, dass er mich zum Wellington-Fangirl :P gemacht hat, habe ich darüber eine Weile recht gern gelesen.

 

Der Ensign Hamish - ist er ein Schotte? Goldsworthy räumt ihm etwas mehr Platz ein, als den anderen?

 

Die Mutter ist Schottin und hat ihren Sohn daher mit dem Namen gestraft. Er zumindest mag ihn nicht besonders.

 

Hier in dem Buch war das so, weil die anderen beiden nicht wirklich so viel fesselndes zu tun hatten. Aber was ich über den 3. Band gelesen habe, dürfte das dort dann anders sein.

 

Prominente wie Paget oder Moore sind aber wohl nur Statisten?

 

Sie sprechen auch.

 

Wie war das eigentlich bei Sharpe, erfolgte die Erzählung da hauptsächlich oder ausschließlich aus Sharpes Perspektive?

 

Hauptsächlich, aber wir waren da auch in den Köpfen der anderen.

 

Jedenfalls stelle ich es mir knifflig vor, eine Romanreihe auf ein Dutzend Bände anzulegen und es hinzubekommen, daß sich die Handlungsstränge der verschiedenen Protagonisten nicht zu einer gordischen Wuhling verknoten!

 

Wenn er es weiter so macht, alle 3 zu verfolgen, aber halt den Fokus ein bisschen verschiebt, wer halt gerade den interessantesten Handlungsstrang hat, kann es funktionieren.

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Die Mutter ist Schottin und hat ihren Sohn daher mit dem Namen gestraft. Er zumindest mag ihn nicht besonders.

Den Namen hörte ich erstmals beim "Doktor und dem lieben Vieh", ich glaube da hieß ein furchteinflößender Hund so.

 

Wenn er es weiter so macht, alle 3 zu verfolgen, aber halt den Fokus ein bisschen verschiebt, wer halt gerade den interessantesten Handlungsstrang hat, kann es funktionieren.

 

Ja, sicher eine nette Aufgabe das gut zu organisieren. Zur Not kann ein Autor natürlich lästiggewordene Charaktere auch immer leicht und ungestraft umbringen.

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Den Namen hörte ich erstmals beim "Doktor und dem lieben Vieh", ich glaube da hieß ein furchteinflößender Hund so.

 

Ich, glaube ich, bei "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", Andie McDowells langweiliger alter Verlobter.

 

Ja, sicher eine nette Aufgabe das gut zu organisieren. Zur Not kann ein Autor natürlich lästiggewordene Charaktere auch immer leicht und ungestraft umbringen.

 

Bzw., auch wenn es schmerzhaft ist, auch liebgewonnene, weil sowas im Krieg - und im Leben - nun mal passiert.

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Ich, glaube ich, bei "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", Andie McDowells langweiliger alter Verlobter.

Ein fürchterlicher Hund, ein langweiliger alter Sack - der Name scheint kein günstiges Image zu besitzen. Ich kenn aber auch gar keinen gegenwärtigen oder historischen Hamish.

Bzw., auch wenn es schmerzhaft ist, auch liebgewonnene, weil sowas im Krieg - und im Leben - nun mal passiert.

Ziemlich zynisch waren ja immer dieser armen Opfer, die in Star Trek - Folgen nur auftauchten, um gleich wieder umgebracht zu werden. Trekkies haben bestimmt einen Fachbegriff dafür!

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Danke, wieder eine Bildungslücke geschlossen!

 

Übrigens, eine mehr technische Sache - fürs Lexikon brauchte ich noch einen Romanserien-Titel; wir hatten sie bisher alle nach Romanprotagonisten benannt, das fällt hier ja irgendwie flach.

http://hms-lydia.de/index.php/Kategorie:Romanserie

Hätte ja anscheinend wenig Sinn, wenn ich sie "Hamish Williams-Reihe" nenne. Es scheint ja keinen prägnanten Titel für die Serie zu geben, oder? Wäre vielleicht vermarktungstechnisch besser gewesen.

 

Wie wäre es, wenn wir das im Lexikon nach dem ersten Romantitel "True Soldier Gentlemen-Reihe" nennen? Obwohl es etwas sperrig ist.

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Stimmt, da scheint es nichts zu geben. Auf der Homepage steht nur "Napoleonic fiction" und bei amazon.co.uk "Napoleonic wars". Bisschen zu allgemein. In meiner Leseliste habe ich die Serie "Soldier Gentlemen" genannt.

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Durch einen ulkigen Zufall stieß ich darauf, daß eines von Goldsworthys historischen Büchern demnächst als Übersetzung erscheinen soll: Die Kriege der Römer

 

Edited by McCool

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