TITANIC-Untergang: Feuer im Kohlebunker?
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9 posts in this topic

Der Independent berichtete jüngst über eine Theorie des Titanic-Experten (?) und Journalisten Senan Maloney, daß ein schon vor Antritt der Reise in Belfast schwelendes, bewußt ignoriertes Feuer im Kohlenbunker der Titanic die Außenhaut genau dort geschwächt haben könnte, wo sie mit dem Eisberg kollidieren sollte. Auf Fotos sollen entsprechende Stellen erkennbar sein.

 

Artikel in der FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/ist-die-titanic-wegen-eines-feuers-gesunken-14601468.html?google_editors_picks=true

 

Artikel im INDEPENDENT:

http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/rms-titanic-evidence-fire-senan-molony-belfast-new-york-southampton-sink-april-1912-a7504236.html#gallery

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Ja ,die Titanic.....oder auch nicht ??

 

https://www.welt.de/print-welt/article660373/War-die-Titanic-gar-nicht-die-Titanic.html

 

Es wird wohl immer irgendwelche Theorien geben, die irgendwas theoretisieren...

 

Wer weiss...

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Hhm, vielleicht war der Eisberg Plan eines missglückten Löschversuchs? Klingt irgendwie etwas nach STAR TREK:

 

"Mr. Spock, haben Sie einen Plan wie das Feuer auf den unteren Decks gelöscht werden kann?"

"Wir nutzen den Einschlag eines Meteoriten um ein Loch in die Außenhülle des Schiffs zu bekommen..."

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und schon wird die Theorie zerlegt:

 

http://www.shz.de/deutschland-welt/panorama/warum-sank-die-titanic-wirklich-titanic-verein-bezweifelt-neue-theorie-id15749446.html

 

Was mich persönlich dabei am meisten verblüfft, ist die Aussage, dass es scheinbar keine Original-Baupläne für die Titanic gibt ?!

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Vielen Dank für den Link!

Gänzlich zerlegt wird die Theorie ja nicht- vielmehr ist die Schlußfolgerung, daß das schon länger bekannte Feuer eine Rolle beim Untergang gespielt haben könnte - nur das von Maloney als Beweis herangezogene Foto könne kein Beweis dafür sein, da es an genau der Stelle nicht gebrannt haben könne bzw das markierte Schott nicht hätte beschädigt werden können, weil zwischen dem Fleck auf den Foto und dem Schott Gepäck- und Postlager waren, die ja wohl offensichtlich nicht brannten - so interpretiere ich das.

 

Daß es keine Originalpläne gibt - stimmt natürlich nicht, aber es ist sicherlich nicht ganz einfach, aus den komplexen Unterlagen für ein so großes Schiff aus verschiedenen Planungsstadien und durchgeführten Änderungen den tatsächlich gebauten Zustand bis ins letze Detail zu rekonstruieren, ich denke so in etwa ist hier gemeint.

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Vielleicht wäre hiermit was anzufangen ?

 

http://www.weltderfertigung.de/downloads/wdf1_2012_76_77_titanic.pdf

 

 

Buchtipp, der sich mehr mit den metallurgischen Problemen befasst.

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Danke! Das ist ja im Prinzip alles sehr interessant. Aber es kommt eben darauf an, daß die Autoren sich nicht nur mit moderner Werkstoffkunde auskennen, sondern auch eine solide Basis an historischem Wissen haben - und sich nicht nur auf die Titanic kaprizieren. Im Verlagstext der englischsprachigen Ausgabe werden die Fragen gestellt,

Was the ship doomed by a faulty design?

Was the hull's steel too brittle?

Was the captain negligent in the face of repeated warnings?

Legen die Autoren die richtigen Maßstäbe an eine hundertjährige Konstruktion an?

Konnte die Konstruktion nach damaligem Wissen als unsicher gelten?

Ansonsten wäre die Erkenntnis, daß man 100 Jahre später mehr weiß, keine so erstaunlicher Gewinn.

Wenn die Titanic durch fehlerhafte Konstruktion "doomed", also zum Untergang verurteilt war, wieso nicht das Schwesterschiff? Wäre in dem Zusammenhang doch wissenswert, ob es mit der Olympic irgendwelche Materialprobleme gab während ihrer immerhin über 20-jährigen Existenz, oder ob man sie grundlegend umbaute.

 

Immerhin schaffte sie es, das deutsche U-130 durch Rammstoß zu versenken. Nach einer Kollision mit einem anderen Dampfer 1924 und einer Monsterwelle 1626 war 1934 das gerammte Nantucket-Feuerschiff ein weiterer "Versenkungserfolg".

257 mal überquerte das Schiff den Atlantik, ohne auch nur ein einziges mal unterzugehen.

Scheint doch, als wäre die Olympic nicht so furchtbar labil gewesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/RMS_Olympic

 

Die Britannic, das jüngste Schiff der Klasse, wurde als Reaktion des Titanic-Untergangs tatsächlich konstruktiv während des Baus verändert. Sie lief jedoch 1916 auf eine Seemine und sank.

Wäre auch interessant,die zeitgenössischen Schlußfolgerungen und Unterschungen zu berücksichtigen.

 

Aber ich bin natürlich weder Britannic- noch Olympic-, Titanic-, oder Werkstoffkundeexperte! ;)

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Ich bin sicher, es werden noch in 100 Jahren neue Theorien erscheinen. Es ist eben so, dass der Mensch solche Katastrophen nicht erklären kann. Es ist ja immer wieder die Rede vom "postfaktischen Zeitalter". Letztendlich gibt es doch mehr als genug Hinweise und Berichte, dass es ein blöder Eisberg war...

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O, das böse Wort, da fehlen noch die Fakenews. Früher nannte man die Enten, und zur Bekämpfung von Enten gabs die Punt Gun, wie wir kürzlich ja erfahren durften!

Aber ja, im Falle der TITANIC geht wohl letztlich kein (See-)Weg dran vorbei, da war dann doch ein Eisberg im Spiel...

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      ...aus dem Freilinger See in der Eifel :
      http://www.express.de/bonn/ungewoehnlicher-fund-titanic-geborgen---in-der-eifel,2860,16583340.html