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Yukon-Heckraddampfer A. J. GODDARD (1898-1901), ein Relikt des Goldrauschs

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In einer jener (immerhin sehr interessanten, weil vom Staatsfunk im Ausland eingekauften) Terra-X-Folgen, die  gern mal wiederholt werden, wurde u.a. über den kleinen Heckraddampfer J.J. Goddard berichtet, der für die Fahrt auf dem oberen Yukon konstruiert worden war. 

Gebaut wurde der nur 15 m kleine, spartanisch ausgestattete Dampfer in San Francisco, dann in Einzelteile zerlegt nach Skagway verschifft, übers Gebirge transportiert und am Lake Bennett wieder zusammengesetzt.  Im Juni 1898 fuhr A. J. Goddard mit Passagieren nach Dawson City, der Eigner und seine Frau waren an Bord.  Das kleine Schiff diente nicht nur als Passagier- und Frachtschiff, sondern späterhin auch als Schlepper.

Im Oktober 1901 sank A. .J. Goddard  in einem Sturm auf dem Lake Laberge, wobei drei Mann der Besatzung ihr Leben verloren - zwei überlebten. Das Wrack des Dampfers wurde 2008 wiederentdeckt und archäologisch untersucht. Zu den kurioseren Dingen, die man auf dem Wrack eines kleinen Flußdampfers in der Wildnis Alaskas vielleicht nicht vermuten würden, gehörten Schellackplatten der "Berliner Gram-o-Phone" und das dazugegörige Abspielgerät.  Auf dem Plattenteller lag noch das Lied "Ma Onliest one".

Dies und sehr viel mehr interessante technische und kulturhistorische Erkenntnisse sind nachzulesen in der frei verfügbaren Dokumentation über das Schiff, seine Konstruktion, Geschichte und die Untersuchung des Wracks hier: 

Lindsey Thomas, Doug Davidge, John Pollack:

The Wreck of the A. J. Goddard. A Sternwheeler from the Days of the Klondike Gold Rush.

http://www.tc.gov.yk.ca/publications/The_Wreck_of_AJ_Goddard.pdf

https://en.wikipedia.org/wiki/A._J._Goddard

Edited by McCool

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