Preuß. Grenadier, 5. Rgt. (Alt-Braunschweig), 54 mm U. Puchala/Müritz Miniaturen
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Die 54 mm-Figuren von Ulrich Puchala gehören m. E. zu den gelungensten, die derzeit erhältlich sind. Puchala widmente sich bei den 54mm-Figuren schwerpunktmäßig z.B. der Armee Friedrichs des Großen, aber auch den herzoglich braunschweigischen Truppen der Befreiungskriege.58e51ff645e02_Menzel01.jpg.69c3cc385ffc675b30d7df388126e0ee.jpg

Das schon weit im 17. Jahrhundert gegründete 5. Regiment hatte zeitweise zur Garde gehört; zur Zeit Friedrich Wilhelms tat es das nicht mehr, aber je älter das Regiment (..je niedriger die Hausnummer..), desto ehrwürdiger war es ohnehin. Von 1755 - 1766 war der famose Herzog Ferdinand von Braunschweig Chef des Regiments, was sich heraldisch in den  welfenfarbig blau-gelb bestickten Tambourborten niederschlug.  Das Regiment nahm im Siebenjährigen Krieg an den Schlachten von Lobositz, Roßbach, Leuthen, Hochkirch, Liegnitz und Torgau teil. Die Grenadierkompanien des Regiments, die zusammen mit jenen des 20. Rgts. das Grenadierbataillon Jung-Billerbeck bildeten, waren bei Lobositz, Kunersdorf, Liegnitz, Torgau und Freiberg. 

Die Uniform hatte das Regiment 1752 von No 12 übernommen. Bleckwenn betont, daß die Abzeichen stets hellpaille blieben; auf der Darstellung Menzels oben erscheinen sie weiß.  Die Grenadiermütze besaß einen geprägten Schild aus Messingblech, einen blauen Mützenkranz mit geprägten Ornamenten aus demselben Metall, und einem Mützensack in Abzeichenfarbe, gekrönt ein einem Puschel in gelb-weiß-rot; Bleckwenns Darstellung weicht auch hier von der  älteren Menzels ab; man darf davon ausgehen, daß Bleckwenn in diesen Details richtig liegt. 

58e52459264d8_Menzel02.jpg.a1f7d991d7c571668cd9d9935d4b07b9.jpgDie Figur [Müritz Miniaturen P 792 Grenadier Inf. Rgt. No. 5] ist in der Tat spezifisch 5. Regiment; die Anordnung und Zahl der Knöpfe und Schleifen, die Form der Ärmelaufschläge, und auch die Prägung des Mützenblechs und die Form der Kranzbeschläge machen das eindeutig. Das Mützenblech der Figur deutet tatsächlich die relativ kleinteilig-komplizierte Prägung des Originals an, soweit möglich - ohne die Vorlage zu kennen, wäre sie aber nicht zu deuten.  Die Grenadiermützenschilder vieler anderer Regimenter waren klarer strukturiert und wären auch bei einer 54mm-Figur deutlicher zu erkennen. 

Die Figur kommt in sieben Teilen: Rumpf mit Beinen, Kopf mit Mütze, Muskete mit dem rechten Arm, linker Arm, Säbel, Patronentasche und Zopf.  Eine Basisplatte/Sockel wird nicht mitgeliefert.

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58e52021db371_Gren02.jpg.db859d1763615151233fd822818b3d23.jpg58e52029deace_Gren03.jpg.8917d31d6c9ef0a82e9faa2ed1bcfd7c.jpg     58e5201179dd0_Gren00.jpg.754e96bb27ea0341c11b1baa9ea177af.jpg

Literatur:

Hans Bleckwenn: Die friderizianischen Uniformen - Infanterie I (Osnabrück 1987). 

Adolph Menzel: Die Armee Friedrichs des Großen in ihrer Uniformierung (Berlin 1908/1912).

 

 

Edited by McCool

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