Segeleigenschaften zweier Sloops um 1740: BALTIMORE (1742) und SHARK (1732)
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Ausgehend von jenem Thread zur Geschwindigkeit von Piratenschiffen hier einmal geballte Daten zu zwei kleinen Sloops aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, einer Phase, in der sich das "goldene Zeitalter" der karibischen Piraten seinem Ende zuneigte.  Etwa in den 1740er Jahren wurden die Kapitäne der Royal Navy dazu angehalten, Berichte über die Segeleigenschaften ihrer Schiffe abzufassen. Die Fragen waren zwar vorformuliert, jedoch gibt es sehr große Unterschiede in Qualität und Umfang der Antworten.  Ian McLaughlin bringt im Anhang seines wunderbaren Buches über die Sloops der Royal Navy (Literaturnachweis siehe weiter unten) einige solcher Sailing Reports, ich habe hier zwei ausgewählt und in einer Tabelle direkt nebeneinander gestellt. Dabei habe ich mich auf die mir am interessantesten scheinenden Fragen beschränkt. 

1. BALTIMORE. Wie dem unersetzlichen Nachschlagewerk von Winfield zu entnehmen ist, war die BALTIMORE eines von drei Schiffen einer Gruppe  – was hier aber noch bedeutet, daß diese Schiff zwar nach denselben Parametern, aber nicht nach identischen Rissen gebaut wurden. Die anderen beiden Schiffe der Klasse waren Saltash und Drake – letzterer wurde „deepened by 6 Inch“. Der Entwurf stammte von einem maritimen Laien, dem damaligen 1. Seelord Lord Baltimore. 

Zumindest Baltimore besaß ein Pinkheck und wurde 1742 zunächst mit einer Bilander-Takelage gebaut, diese wurde aber, soweit ich das aus McLaughlins nicht ganz eindeutigen Angaben (S. 168-170) schließen kann, Anfang 1743 zur Schnau umgetakelt. Der Segelreport stammt vom August, da dürfte das Schiff also also mit der neuen Takelage ausgestattet gewesen sein.

1758 wurde die Baltimore zu einem Bombardierschiff umgerüstet, mit nur einem Mörser, Interessanterweise scheint sie die Schnautakelung beibehalten zu haben. Die Baltimore war offenbar überwiegend in heimischen Gewässern und Nordamerika aktiv, Drake auch in der Karibik.

Es gibt offenbar lediglich von Baltimore einen Riß, und leider auch nur einen seitlichen, der den Einbau der Mörserbettung zeigt.

Parameter: 89' x 25' 3'' x 10' 6'', 250 bm. 14 x 4-Pfdr. Kan, 12 o.14 ½-Pdr. Sv.

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SHARK gehörte zur Bonetta-Gruppe von 7 Sloops. Die Sloop wurde von Master Shipwright Joseph Allen auf dem Portsmouth Dockyard gebaut. Shark war sowohl in heimaltichen Gewässern, als auch in nordamerikanischen, karibischen und mediterranen aktiv.

Es existieren noch zumindest zwei verschiedene Risse von Shark, hier Auschnitte aus dem detaillierteren.

Parameter: 80' x 24' 6'' x 9' 11'', 201 bm. 8 x 4-Pfdr. Kan. (andere nur 3 pdr), 12 ½-Pdr. Sv.

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Question

BALTIMORE 1742-1763

Snow-Rigged

Reports 1743, [1749]

SHARK 1732-1755

Snow-Rigged

Report 1748

3. How she behaves close-hauled and how many knots she runs in a topgallant gale.

If the water is very smooth and all sails set, when clean she goes eight knots and a half as close to the wind as she can lie and once went nine knots

In smooth water and as much wind as she can bear, and with all her small sails set, 10 knots

4. How she behaves close-hauled and how many knots she runs an a topsail gale.

8 knots and 8 ½ if the water be smooth

In the like smooth water, the same

5. How she steers, stays and wears.

No vessel can steer better or stay quicker

Extremely well and carries her helm a little to windward of amidships and wears and stays very quick.

6. How she carries her helm.

Ditto

[see above]

7. How she carries her helm under reefed topsails.

6, 7 and 8 with one reef in, have no experience with more [gives no speeds]

Before the sea has made 9 knots.

8. How she carries her helm under courses

Never had occasion to do so

If she does not head the sea, 7 knots

11. What is her best point of sailing?

Never tried her in all variations (…). We once had the wind on the beam and she rand 9 knots with a deep laden brig of about 90 tons in tow. She carries her helm about one third a weather commonly

Extremely well in every way, excepting before the wind. In tolerable smooth water and with all her sail set and if her way is 3 knots or more she will sail within 4 points she outsails others then the most difference.

12. Most before the wind.

[1749: 10 and 11 knots. Rolls deep but easy]

Seldom above 10 knots and rolls pretty easy

14. What is she for a roader.

[1749: A good roader]

Indifferent good

16. Best sailing trim

Her best trim is her mainmast raking much aft, her foremast not so much, her topmasts in line with her masts, and her rigging not too taut

The fore ought to stand nearly upright, the head of the mainmast to plumb 10' aft upon the awning, set off from the mast that height the main topmast to plumb abaft the binnacle 2'

 

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Nach einige Anmerkungen zur Aussagefähigkeit der "sailing reports". Auch McLaughlin weist darauf hin, daß man sich mit Vorsicht lesen sollte. Die Segeleigenschaften eines Schiffs zu einem bestimmten Zeitpunkt waren abhängig von sehr viele Faktoren außer z.B. der Rumpfform an sich.  Z.B. von der Qualität des Personals an Bord. Wie stand es um die Seemannschaft des Kommandanten? Wie gut war das Schiff getrimmt? Wie gut getakelt?  War der Rumpf bewachsen oder sauber, alt oder neu? War es gerade voll mit Vorräten beladen, oder befand es sich in der Mitte oder am Ende seines Törns, und hatte daher vielleicht viel davon verbraucht?  Die Qualitäten eines Schiffs konnte unter schlechtem Trimm  und schlechter Takelung derart leiden, daß es unter einem fähigen Kommandanten wie verwandelt war.  Reparaturen oder Umbauten konnten sowohl Verbesserungen als auch Verschlechterungen zur Folge haben. 

 

Literatur

Ian McLaughlin: The Sloop of War 1650-1763

Rif Winfield: Warships in the Age of Sail 1714-1792

Chris Ware: Bomb Vessel. Shore Bombardment in the Age of Sail

Risse: Online-Datenbank des NMM. Baltimore auch bei McLaughlin und Ware abgedruckt, Shark bei ersterem. 

     

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    • By Klaus II
      Liebe Forenmitglieder
      ich suche für die Zusammenstellung eines »Rankings« vergleichende Daten zu exemplarischen Piratenschiffen verschiedener Epochen. Ähnlich wie die bekannten Quartettspiele soll es hier möglich sein, verschiedene, von Piraten verwendete Schiffe, technisch vergleichen zu können. Länge, Breite, Verdrängung, Anzahl der Masten und Art der Bewaffnung lässt sich ermitteln. Schwieriger wird es jedoch bei Geschwindigkeitsangaben. Von einzelnen Typen gibt es aktuelle, segelfähige Repliken bei denen es bestimmt auch Angaben zur Geschwindigkeit in Knoten gibt. Die Frage ist nur: Wo kann ich dieses Angeben finden?
      Es geht in einzelnen um
      eine Liburne der Antike: wie schnell konnte so ein Schiff unter Riemen werden?
      eine Kogge: der Kieler Koggenachbau HANSEKOGGE schafft bei gutem Wind mit zwei Bonnets 7 Knoten. Die Frage konnte ich beantworten (Quelle: Baykowski, »Die Kieler Hansekogge« )
      eine Fusta der Barbaresken soll vorgestellt werden. Der Schiffstyp ist mir bisher noch nie begegnet. Ist jemanden dieser Typ bekannt und wurde er tatsächlich vornehmlich von den Barbaresken benutzt? 
      eine Galeone: Wie schnell ist bspw. z.B. die Replik der SUSAN CONSTANT? (https://en.wikipedia.org/wiki/Susan_Constant)
      eine Sloop: Ich habe gestern schon im Chapelles »The search for speed…« vergeblich gesucht. Die Replik der PROVIDENCE kann ich mir als Referenz vorstellen. Hat jemand dazu eine Geschwindigkeitsangabe? (https://en.wikipedia.org/wiki/USS_Providence_(1775))
      eine Fregatte: Gedacht ist an die ROYAL FORTUNE von Roberts. Könnte das ein Fifth-rater gewesen sein? (https://en.wikipedia.org/wiki/Fifth-rate). Auch wieder die Frage: Wie schnell konnte solch ein Schiff segeln? Ich kenne eine Angabe von Chapman im Chapelle nach der ein ähnliches Schiff auf 14 Knoten kommen sollte. Kann das stimmen?
      als letztes soll eine südchinesische Dschunke vorgestellt werden. Dazu ist mir keine Replik bekannt. Wie schnell konnte so ein Schiff werden?
      Über jegliche Hilfe zur Beantwortung der Fragen nach der Geschwindigkeit würde ich mich sehr freuen.  Vielen Dank schon mal vorab fürs Überlegen, Suchen und Nachschauen.
      Viele Grüße,
      Klaus
    • By Steam&Sail
      "Once there was a tide"...
       
      die englische Ostküste besitzt ihre eigenen ganz typischen Frachtsegler - Thames Spritsail Barges
       
      Um die 20-30m lang, so war doch ihr Tiefgang durch ihr Einsatzgebiet auf maximal 1,5m begrenzt und so mußten in den Küstengewässern ganz eigene Möglichkeiten gefunden werden um das Wasser auch bei Ebbe nutzen zu können...
       
      Hier eine zeichnerische Seitenansicht/-riß zur ersten Orientierung:
       
      >>Klick<<
       
      und einige Impressionen:
       
      Zu erst eine klassische Seitenansicht der Giralda >>Klick<<
      sie ist ein "Sprittie" - Groß- wie der sehr viel kleinere Basanmast sind sprietgetakelt.
       
      Im Gegensatz dazu eine schöne Farbaufnahme eines nicht namentlich genannten "Mulie"
      >>Klick<<
      bei dem das "Mizzen" (small sail set at the mizzenmast/kl. Segel am Basanmast) gaffelgetakelt ist, beim Verlassen des Colne. Interessant übrigens ist das nachgeschleppte Boot für das grundsätzlich ein Davidpaar an Bord angebracht ist.
       
      Die beiden Masten waren (wie bei den meisten kanalgängigen Kähnen) umlegbar
      und auich er Bugspriet klappbar - also wenn der Bugspriet senkrecht stand, so war das keine Unfallfolge
       
       
      >>Klick<<
      hier die Cambria auf dem London River
       
       
      und auch wenn diese Kähne einen sehr ausgeprägten Vordersteven haben - einen Kiel haben sie nicht - die Cambria bei der Restauration - hier das Einsetzen einer neuen 20ft Bodenplanke
      >>Klick<<
      und ihr Heck vor der Restauration:
      >>Klick<<
       
      Hier geht's zur Cambria-Trust-Seite -> >>Press me!<<
       
      Die "Themsenkähne" -so will ich sie einmal hier (analog zu den Kurenkähnen* nach ihrem Hauptverbreitungsgebiet) in Deutsch benennen- trugen unterschiedlichste Fracht. Bauziegel, Sand, Holz, Kies, landwirtschaftliche Güter oder einfach nur den Müll heraus aus der daran erstickenden Metropole London...
      >>Klick für einen Sprittie mit Heubeladung<<
       
      Die Segel waren (wie auch auf dem Kontinent) mit einer roten Mixtour aus Eisenoxyd, Pferdeurin und anderen "Ingredenzien" konserviertes Segeltuch und wie bei den Haffkähnen war durch eine Winsch für das Setzen der Segel eine Mannschaftsreduktion möglich. Die ganze Schifferfamilie lebte aber offenbar -im Gegensatz zu den Haffschiffern- nicht auf dem Kahn, sondern in bug- und achterer Kajüte fand die Besatzung Logis. Es waren kleine bis zu 12kn schnelle Frachtsegler, die um die Jahrhundertwende sich zu ~2.200 auf den Gewässern der Ostküste anfanden - und heuet als Sportschiffe Verwendung finden. Sie wurde bis nach dem II.Weltkrieg verwandt und dann auch in Eisen zw. den Kriegen (z.T. schon mit einem Diesel motorisiert) gebaut ...leider blieb von vielen nicht mehr als DAS:
       
      >>Ruder<< übrig...
       
      Soviel fürs's erste von den Kähnen der anderen Kanalseite.
       
      Es freut sich auf Eure Fragen,
      Christian
       
      *Nicht Kurrenkähne! Denn das sind im Haff beheimatete 10-12m Fischerkähne mit "Kurren" als Netztyp...
    • By Gast
      Hallo zusammen,
       
      nachdem beinahe ein Modellbauthread während einer interessanten Diskussion von seinem ursprünglichen Inhalt beraubt wurde ... hier der Versuch o.g. Thema auszulagern.
       
      @Admin: Ggfls. könnten ja die hier zugehörigen Teile aus dem anderen Thread hierher verschoben werden.
       
      Also an dieser Stelle die Frage in die Runde: Kann heutzutage nachvollzogen werden was sich hinter dem Schiffstyp "Schnau" / "Snauw" / "Snow" verbirgt?
       
      Abgesehen von den publizierten Begriffsdefinitionen habe ich keine Ahnung! Hier noch eine Seite auf der der sogenannte Schnaumast erläutert ist:
      Skizzen zum Schnaumast
       
      Und die Museumsseite zum Wrack der holländischen Vrouw Maria (1771):
      www.vrouwmaria.com
       
      @McCool:
      Vielen Dank für die Links! Die 1759er Snow vom NMM war mir bekannt, allerdings denke ich persönlich, dass das Schiff mit Bj. 1759 aus einer späteren Zeitepoche als die 'Kastell Friedrichsburg' stammt.
       
      Die dänische 'Maagen' ist dagegen interessant. Auf orlogsbasen.dk ist das Schiff als Fregatte klassifiziert, aber in den Plandetails ist wiederum das Schiff als Schnau bezeichnet.
       
      EDIT 1: Wenn ich den Text richtig interpretiere stammt die Begrifflichkeit Schnau aus einer Meldung des Schiffsbaumeisters an die Werft. Leider liegt kein Segelplan mit bei ...
       
      Also Fragen über Fragen ... kennt jemand eine Antwort?
       
      CU modellbau.fan
       
      EDIT 2: Dem entgegen wird die 'Færøe' als Brig/Brigantine klassifiziert und im Segelplan als Schnau ausgewiesen.
    • By McCool
      Bermuda entwickelte sich im 18. Jahrhundert zu einem Zentrum des Schiffbaus; die dort entwickelte Sloop fand wegen ihrer guten Eigenschaften weite Verbreitung auch in den nordamerikanischen Kolonien und beeinflußte dort möglicherweise auch die Entwicklung weiterer Schiffstypen (soweit in etwa bei Chapelle, History../Search for Speed.. zu lesen).
      Leider scheint es nicht allzu viele überlieferte Zeichnungen aus der Frühzeit zu geben; einer ist bei Chapman abgedruckt und dient wohl gewöhnlich als Grundlage für Berumda-Sloop-Modelle. Ein weiterer Plan ist die Sloop Mediator von 1745 (Plan im NMM).

      Letzterer Plan war Chapelle offenbar bei Verfassung seiner "History" 1935 noch unbekannt (er erwähnt als einzig bekanntes Planbeispiel des Typs Chapmans Zeichnung), dann aber in "Search for Speed" rekonstruiert.
       
      Hier ein Modell des Mediator, das ich neulich schon mal verlinkte:
      http://americanhistory.si.edu/onthewater/collection/TR_319818.html
      und natürlich auch hier:
      http://www.napoleon-forum.de/index.php?showtopic=3383&view=findpost&p=22847
       
      Ein Modell der Chapman-Sloop von Peter Holz:
      http://www.line-of-battle.de/modellgalerie/modellgalerie/schiffsmodellbau-aus-holz/peter-holz
       
      Die Brigg Badger kann auch nicht vollständig vom Verdacht freigesprochen werden, eventuell doch auf Bermuda entstanden zu sein; allerdings kommt Chapelle zu anderen Schlüssen (s. die Anmerungen zur Beplanungsstärke):
      http://www.napoleon-forum.de/index.php?showtopic=411&pid=23140&st=0entry23140
      Sind mittlerweile weitere Originalpläne oder Rekonstruktionen der Zeit vor 1800 bekannt? Existieren archäologische Funde?
      In der Zeit um/nach 1800 baute man auf Bermuda auch diverse Schiffe für die Royal Navy; das waren - meiner Erinnerung nach - Sloops auf Basis der Risse eines Schiffs namens Lady Hamond, die überliefert sind, sowie Glattdecks-Sloops Dasher/Driver und wohl auch die Schiffe der bei William James nicht sehr angesehenen Ballahoo/Fish- und Bird-Klassen.
      Bei den beiden Schonerklassen erscheint eine Zuschreibung als Abkömmling der Bermuda-Sloops wohl noch angebracht - aber mir ist nicht bekannt, wer die Entwürfe tatsächlich anfertigte.
      Bei Wikipedia wurde mal eine an sich interessante Darstellung hochgeladen:

      Ein angeblicher "privateer"; blöderweise ohne weitere Angaben zu Datierung oder Künstler. Ich meine ich zu erinnern, den Druck schon in einem Buch und auf der HP des NMM gesehen zu haben, wo er auf ca 1800 datiert wurde. Leider finde ich den Druck weder in Buch noch auf der HP wieer. Die Datierung wäre natürlich interessant, weil die dargestellten Schiffe noch fast so aussehen wie die Pläne, die ein halbes Jahrhundert älter sind. Kann jemand diesen Druck identifizieren?
      Hier ist noch ein Internetfund, der zur Individualisierung von Bermuda-Sloop-Modellen beitragen könnte - beachte die horizontal zu öffnenden Stückpforten - sieht aus wie man es von gewissen Schebecken kennt - sowie die Halterung für die Langriemen am Achterdeck.

    • By Pentasterix
      Hallo,
       
      beim Bücherstudium über die Seekriege im Mittelmeer fallen mir immer wieder zwei dort beheimatete Schiffstypen auf:
      Die Schebecke und der Polacker. Der Sinn und zweck des Poackers wird mir irgendwie nicht ganz bewusst. Der Rumpf scheint mit dem der Schebecke fast identisch zu sein. Er muss also ein recht schnelles Schiff gewesen sein. Ich denke auch von den Abmessungen waren beide Typen vergleichbar. Aber warum diese Mischbesegelung aus Rah- und Lateinersegeln? Welche Vorteile hatte das gegenüber der Besegelung einer Schebecke?
       
      Kennt jemand die Hintergründe für den Schiffstyp Polacker?
       
      Viele Grüße
      Thomas