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McCool

Schraubenlinienschiff LE NAPOLEON in 1/75 von Karl Schedlbauer

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I. Teil. 

Karl Schedlbauer war so freundlich, uns einige Bilder vom Bau seines hervorragenden Modells des Schraubelinienschiffs "Napoléon" zuzusenden - herzlichen Dank dafür!Dupuy de Lome

Etwas Historie vorab: Das Vorbild des Modells wurde vom französischen Marinearchitekten Henri Dupuy de Lôme entworfen, und zwar als das erste zweckgebaute Schraubenlinienschiff der Welt, ein hölzerner Zweidecker von 90 Geschützen. Zuvor hatte es zwar schon ähnliche schraubengetriebene Kriegsschiffe gegeben, und die Ehre, des ersten zweckgebauten Schrauben-Kriegsschiffs kommt wohl dem Kanonenboot "Von der Tann" der 1848er Reichsmarine zu, aber die größeren Einheiten waren Umbauten vorhandener Rümpfe mit begrenztem Einsatzpotenzial, wie z.B. die britischen "block ships".

Dupuy de Lômes Entwurf wurde 1848 noch als "Prince de Joinville"  auf Stapel gelegt*, aber 1850 nach dem verblichenen Kaiser in "Napoléon" umbenannt. In dem neuen Namen spiegeln sich die geänderten politischen Verhältnisse, denn 1848 war Louis Napoléon, der Neffe des Kaisers, zum Präsidenten gewählt worden. Das betrachtete der ehrgeizige Neffe jedoch nur als Zwischenstufe zur erneuten Ausrufung des Kaiserreichs mit ihm selbst an der Spitze. Lebreton.thumb.jpg.4b06d0764ea9415ca374fb65294607b9.jpg

Der Stapellauf des "Napoléon" erfolgte im Mai 1852; es  folgten noch acht weitere Schiffe nach denselben  Linien, das letzte erst 1860. Das erste größere Ereignis nach dem Stapellauf des "Napoléon" war eine Flottenparade in Toulon am 29. August des Jahres, bei der sich der nunmehrige Kaiser  Napoléon III. an Bord befand. 1853-1854 nahm "Le Napoléon" am Krimkrieg teil, so im Oktober 1854 an der Beschießung von Sewastopol. 1859 bei der Blockade von Venedig während des italienischen Einigungskrieges. 1876 wude das Schif aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und 1885 abgewrackt.

 

Nun aber endlich die Bilder des Modells von Karl Schedlbauer, das im Maßstab 1/75 erbaut ist. Und an dieser Stelle noch einmal der Hinweis: Liebe Leser, Karl sucht noch Informationen zur genauen Bauweise der Boote für "Le Napoléon , siehe hier! Falls also jemand etwas zum Thema weiß, wäre es schön, wenn er in besagtem Thread Hinweise geben könnte. 

1.

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2.

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3. Karl merkt an, daß die Teile nach eigenen Zeichnungen lasergeschnitten sind, und...

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4. . hier ist der "Rohbau verschliffen."

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5.

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6. "Hauptdeck in 2 x o,5mm Buchsbaumstreifen beplankt"

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7.

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8. "Barkhölzer beplankt. Der Trick dabei ist, dass im Rohbau die Decks bis nach außen herausgezogen ist. Dadurch ergibt sich quasi automatisch der Verlauf der Trepelrahmen und der Barkhölzer, da die Decks in der Länge und in der Quere gewölbt sind. Das übliche anreißen der Trepelrahmen ist umständlich und nie genau. Die Lafetten in den beiden Batterien sind vereinfacht ausgeführt und eingeklebt und zur Sicherheit mit einem Nagel gesichert. Nichts ist ärgerlicher, als eine lose Lafette!"

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9.

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10.

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11.

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12.

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*Die Angaben aus dem Einleitungstext basieren auf Alain Clouets unersetzlicher Website La flotte de Napoléon III, sowie dem Band von Robert Gardiner (ed.): Steel, Steam and Shellfire. Die Abbildung von Dupuy de Lôme und die Schiffsdarstellung von LeBreton findet man bei den Wikimedia Commons.

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II. Teil

13. Beplankung für Heckgalerie und Brücke

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14. Die Heckgalerie

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15.Die  Brücke

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16. Unterwasserschiff wird bekupfert

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17.

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17b. Detail

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18.

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19.

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Karl schreibt noch, "Vielleicht will ja jemand ebenfalls die Napoleon bauen. Er könnte von mir die benötigten Zeichnungen erhalten. Es sind aber ein einige Hundert. Praktisch alles benötigte ist in Zeichnungen vorhanden. Wo ich Teile lasern liess, sind PDF Dateien erstellt. Mein Spezl in Tschechien hat mir die Teile gelasert. Er hat die umgewandelten Dateien gespeichert. Die Teile könnten also von ihm gelasert werden. Für die Kanonenrohre habe ich für die Napoleon um die 200.- € gezahlt. Einige weitere Metallteile, wie die Geländer sind aus Edelstahl von einem anderen Freund gelasert worden. Die Segel habe ich für 250€ von einer Schneiderin vornähen lassen."

Nochmals vielen Dank an Karl für die Fotos seines wunderschönen Modells, in dem viel Handwerkskunst, Zeit sowie auch einiges an Material und Geld steckt. Wäre doch schön, wenn sich jemand von dem Modell zu inspirieren läßt, es auch mal zu versuchen! Es ist ganz gewiß eines jener Schiffe, die man nicht allzu häufig als Modell zu sehen bekommt, und schon gar nicht in solcher Qualität.

 

 

Edited by McCool

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Ganz recht, man kann es stundenlang anschauen. Auch z.B. der Trick mit den Decks, die bis auf die Außenkante des Rohbaus reichen, ist sehr interessant. Das gewährleistet eine wirklich genaue Positionierung der Untertrempel. Und beim Napoléon sind die im vergleich zu älteren Vorbildern auch schon weit zahlreicheren filigranen Metallarbeiten respekteinflößend.

Es folgt hier auch noch weiteres! Spätestens morgen komme ich dazu, hoffe ich.

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