Die Fregatte CONSTITUTION
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Im Januar stolperte ich bei Wikipedia über den Artikel zur amerikanischen Fregatte CONSTITUTION von 1797, der, wie mir schien, dringender Bearbeitung bedurfte. Also versuchte ich den Artikel notdürftig zu korrigieren und zu erweitern (vor allem die Geschichte bis 1931), und weitgehend in diesem Zustand ist er noch immer, obwohl er ganz sicher noch immer verbesserungswürdig. (Wikipedia) Als wesentliche Literatur diente mir K.H. Marquardt, USS Constitution (Chronologie).

 

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USS Constitution (dt. Verfassung) ist eine hölzerne Fregatte der United States Navy. Sie ist das älteste noch im Dienst stehende Schiff der Welt, das noch schwimmt (HMS Victory ist zwar drei Jahrzehnte älter, befindet sich aber dauerhaft in einen Trockendock). Der Spitzname Old Ironsides soll auf das Gefecht mit der britischen Fregatte Guerriere im Jahre 1812 zurückgehen, weil die Geschosse dieses Schiffs an den starken Bordwänden der Constitution angeblich abprallten.

 

Die Constitution war eine von sechs Fregatten, die aufgrund des Marinegesetzes von 1794 gebaut wurden. Drei davon, neben Constitution die President und United States wurden als 44-Kanonen-Fregatten gebaut. Sie waren bedeutend grösser, stärker gebaut und schwerer bewaffnet als zeitgenössische europäische Fregatten.

 

 

Geschichte

 

Am Entwurf der Constitution waren Joshua Humphreys, William Doughty und Josiah Fox beteiligt. Das Schiff wurde auf der Werft des Edmund Hartt in Boston, Massachusetts, vor allem aus Eichenholz gebaut. Der Stapellauf erfolgte am 21. Oktober 1797. Constitution wurde im Sommer 1798 im US - Französischen "quasi - war" in der Karibik gegen französische Freibeuter eingesetzt. Im Jahr 1803 wurde die Constitution unter Kapitän Edward Preble zum Flaggschiff des Mittelmeergeschwaders, das gegen die Barbareskenstaaten Nordafrikas kämpfte. Diese Staaten verlangten von amerikanischen Schiffen Tribut im Gegenzug dafür, dass letztere Mittelmeerhäfen anlaufen durften. Preble begann mit einer aggressiven Kampagne gegen Tripolis. Er blockierte Häfen und beschoss Befestigungen. Schließlich stimmten Tripolis, Tunesien und Algerien einem Friedensvertrag zu.

 

Die Constitution patrouillerte noch zwei Jahre nach Kriegsende entlang der nordafrikanischen Küste, um die Einhaltung der Vertragsbedingungen zu überwachen. Sie kehrte 1807 nach Boston zur Überholung zurück. Danach wurde sie 1809 zum Flaggschiff des Nordatlantikgeschwaders unter Kommodore John Rodgers.

 

Im Frühjahr 1812 verschlechterten sich die Beziehungen zu Großbritannien dramatisch, und die US Navy begann, sich auf den bevorstehenden Krieg vorzubereiten. Die Kriegserklärung erfolgte am 20. Juni. Kapitän Isaac Hull, der seit 1810 Kommandant der Constitution war, stach am 12. Juli ohne Befehl in See, um einer Blockade im Hafen zuvorzukommen. Er beabsichtigte, sich den fünf Schiffen von Rodgers Geschwader anzuschließen.

 

Die Constitution sichtete am 17. Juli fünf Schiffe vor Egg Harbor, New Jersey. Am folgenden Morgen hatte der Ausguck festgestellt, dass es sich bei diesen um ein britisches Geschwader handelte. Dieses hatte die Constitution ebenfalls gesichtet und die Verfolgung aufgenommen. Das amerikanische Schiff befand sich in einer Flaute, und so ließ der Kapitän Boote aussetzen, um das Schiff außer Reichweite der britischen Kanonen zu schleppen. Er ließ sogar die Segel mit Wasser benetzen, um auch noch den geringsten Lufthauch zu nutzen. Nach einer Verfolgung von zwei Tagen und Nächten konnte die Constitution entkommen.

 

Am 19. August traf sie einen ihrer Verfolger vor der Küste von Neuschottland erneut – HMS Guerriere, eine 38-Kanonen-Fregatte. Das britische Schiff feuerte den ersten Schuss des Gefechts; 20 Minuten später hatte sie ihre Masten verloren und war so schwer beschädigt, dass es sich nicht lohnte, sie in einen Hafen einzubringen. Hull hatte mehrere Breitseiten abgegeben und die überlegenen Segelqualitäten seines Schiffes eingesetzt, während die Briten hilflos zusehen mussten, wie ihre Salven wirkungslos vom Rumpf der Constitution abprallten; dies war der Anlass zur Entstehung des Spitznamens "Old Ironsides".

 

Unter dem Kommando von William Bainbridg traf die Fregatte im Dezember auf HMS Java, eine andere britische Fregatte. In dem dreistündigen Gefecht wurde auch die Java so schwer beschädigt, dass eine Reparatur nicht lohnte und man sich entschloß, sie in Brand zu setzen.

 

Trotz vieler Monate erzwungener Liegezeit im Hafen, zum Teil wegen Reparaturarbeiten, zum Teil wegen Blockaden, gelang es der Constitution, acht weitere Schiffe zu stellen, darunter eine britische Fregatte und eine begleitende Sloop, die sie gleichzeitig bekämpfte. 1815 wurde der Krieg zwische den USA und Großbritannien beendet. Nach sechs Jahren Reparaturen und Reservestatus wurde die Consitution 1821 reaktiviert und diente unter Kapitän Jacob Jones als Flaggschiff des Mittelmeergeschwaders. 1828 kehrte sie nach Boston zurück.

 

Nach einer Inspektion wurde das Schiff 1830 als für den Seedienst untauglich eingestuft. Über den Beschluss zur Abwrackung war die amerikanische Öffentlichkeit sehr aufgebracht, besonders nach der Veröffentlichung des Gedichts "Old Ironsides" von Oliver Wendell Holmes. Angesichts des Protests stellte der Kongress Mittel zur Reparatur des Schiffs bereit. 1835 wurde es wieder in Dienst gestellt, brachte den amerikanischen Gesandten nach Frankreich und diente anschließend unter Kommodore Jesse D. Elliot als Flaggschiff des Mittelmeergeschwaders und ab 1839 unter Kommodore Alexander Claxton im Pazifik. 1844 - 1846 unternahm die Constitution eine Weltumsegelung, anschließend war sie Flaggschiff des Mittelmeer- und Afrikageschwaders. 1851 kehrte die Fregatte nach Amerika zurück und wurde für zwei Jahre in New York aufgelegt, von 1853 - 1855 wurde sie erneut Flaggschiff des Mittelmeer- und Afrikageschwaders, dann war ihr aktiver Dienst zuende und sie wurde bis 1858 repariert. Anschließend diente sie bis 1878 meist als Trainingsschiff für Midshipmen.

 

In den 1850er Jahren patrouillierte sie an der afrikanischen Küste auf der Suche nach Sklavenschiffen und während des amerikanischen Bürgerkriegs wurden auf ihr Unteroffiziere zur See ausgebildet.

 

1878 segelte die Constitution nach Le Havre, um die amerikanischen Austellungsstücke zur in Paris stattfindenden Weltausstellung zu bringen. Dort verblieb das Schiff für neun Monate, um die Austellungsstücke anschließend zurückzutransportieren. Nach der Rückkehr diente das Schiff bis zur Außerdienststellung als Trainingsschiff. Danach wurde die Fregatte in Portsmouth, New Hampshire, aufgelegt, wurde abgetakelt und erhielt auf ganzer Länge ein Dach.

 

Im Jahr 1905 rettete die öffentliche Meinung die Constitution erneut vor dem Abwracken; 1925 wurde sie durch die Spenden von Schulkindern und patriotischen Vereinigungen repariert. Die Constitution wurde am 1. Juli 1931 wieder in Dienst gestellt und unternahm im Schlepp des Minensuchers USS Grepe und des Tenders USS Bushnell eine Tour zu 90 Hafenstädten entlang der Atlantik-, Golf- und Pazifiküste der USA.

 

Während dieser drei Jahre wurde sie von 4.600.000 Menschen besichtigt. Dadurch sicherte sie ihre Stellung als amerikanische Ikone und kehrt in ihren Heimathafen Boston zurück. 1941 wurde sie dauerhaft in Dienst gestellt. Seit 1954 ist der Marineminister für ihren Unterhalt verantwortlich. Die USS Constitution liegt in der alten Marinewerft im Bostoner Stadtteil Charlestown vor Anker. Sie ist für Besucher geöffnet.

 

Am 21. Juli 1997 stach die Constitution als Teil ihres 200-jährigen Jubiläums zum ersten Mal seit über 100 Jahren wieder unter Segeln in See. Sie wurde von ihrem gewöhnlichen Liegeplatz in Boston nach Marblehead geschleppt und setzte dann sechs Segel. Daraufhin fuhr sie ohne Hilfe über eine Stunde lang. Schließlich feuerte sie 21 Schuss Salut.

 

Sie dient nunmehr als "Staatsschiff" für Empfänge und offizielle Anlässe. Ihr Auftrag besteht darin, die US Navy vor Millionen von Besuchern jedes Jahr zu repräsentieren. Die Besatzung von 55 Seeleuten nimmt an Zeremonien, Lehrveranstaltungen und besonderen Gelegenheiten teil. Dazu hält sie das Schiff für Besucher geöffnet und veranstaltet Besichtigungen. Die Besatzung besteht aus aktiven Marinesoldaten und der Dienst an Bord gilt als besondere Auszeichnung. Traditionell ist der Kapitän vom Dienst ein aktiver Commander (Fregattenkapitän) der US Navy.

Edited by McCool

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Am 21. Juli 1997 stach die Constitution als Teil ihres 200-jährigen Jubiläums zum ersten Mal seit über 100 Jahren wieder unter Segeln in See.

 

Das finde ich nicht schlecht. Nach 200 Jahren wirklich noch aktiv. Ist die Constitution damit Spitzenreiter?

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Mit Superlativen sollte man sich ja immer etwas zurückhalten, besonders, wenn sie allzu sehr eingeschränkt sind, daß sie etwas albern wirken, wie z.B. "das älteste schwimmende in Großbritannen gebaute hölzerne Kriegsschiff".

 

Soweit ich weiß, ist die Constitution tatsächlich das älteste schwimmende Kriegsschiff (vielleicht sogar überhaupt das älteste hölzerne Schiff, das noch schwimmt). Die "Aktivität" hat natürlich enge Grenzen. Immerhin hat der kleine Törn 1997 (daß sie "in See stach" ist eigentlich etwas übertrieben) gezeigt, daß das Schiff strukturell in hervorragendem Zustand ist.

Näher am historischen Ursprungszustand eines Schiffs der napoleonischen/kurz nachnapoleonischen Ära ist aber wohl die britische Trincomalee, über die ich ja auch kürzlich schrieb. Sie enthält einen größeren Anteil an originalem Material und ihr jetziges Gesamterscheinungsbild ist ziemlich dicht am ursprünglichen Entwurf.

Für die Constitution scheint aber auch geplant zu sein, sie im Zuge künftiger Reparaturen noch näher an den Bauzustand von ca 1812 heranzubringen.

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Du kannst wohl Gedanken lesen! Gerade heute hat mir Cisneros die Constitution in 1/1200 mitgebracht. Danke für das Bild, habe ich doch direkt eine gute Malvorlage.

 

Und die neue Upload-Funktion genutzt, sehr gut. :( Werde ich auch mal nutzen. Hier ein Bild der Fregatte im Einsatz:

 

post-4-1154559659_thumb.jpg

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Ein paar aktuelle Bilder von der Constitution gibt es jetzt in meiner Galerie zu sehen. Leider muss ich sagen, dass ich nicht selbst die Fotos gemacht habe, sondern mein Bruder, als der vor 2 Jahren in Boston war. (Hab ihn sehr deswegen beneidet.. :rolleyes:)

 

http://www.line-of-battle.de/galerie2.php?catid=36

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Das sind ja wirklich tolle Bilder, vielen Dank fürs einstellen! Hat ziemlich klotzige, eckige Marsen, die alte Eisenseite. Das Bild der großen Kajüte (nehme ich an, das 3. von unten), ist auch sehr stimmungsvoll. Aber sind auf dem Bild aus der Batterie darüber etwa Leuchtstoffröhren sichtbar? Huh!

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Ja du könnest recht haben, das sind wirklich Leuchtstoffröhren da oben...Naja, Besucher müssen ja auch was sehen.

Ich hab aber auch noch andere Bilder mit vielen Leuten drauf, die auch irgendwie das historische Bild etwas stören.

Ich meine, wie schaut denn eine junge Frau in knallpinkem Traininganzug am Ruder aus??? Auf jeden Fall nicht historisch Korrekt... :rolleyes::lol:

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Auf den ersten Blick fand ich den Artikel auch recht interessant, besonders wg. der Zeichnungen. Was allerdings als angebliche Congreve "Gunade" gezeigt wurde, scheint mir keine zu sein. Das Geschütz stammt wohl eher aus den 1820ern oder ist noch späteren Datums. Es könnte eine Granatkanone a la Paixhans sein. Falls es irgendetwas mit Congreve zu tun hat, kann ich mir schlecht vorstellen, daß es ein Geschütz von 1814 sein könnte.

Nicht weniger zweifelhaft als die Zeichnung an sich auch die Geschichte dazu.

Die britische Stranger, welche einige Congreve-Kanonen geladen hatte, wurde anscheinend nicht von einem "privateer Fox" sondern USS Peacock gekapert. Zudem lasse sich nach Tucker, Arming the Fleet, eine Verwendung der erbeuteten "Gunades" in amerikanischem Dienst nicht nachweisen, während in dem verlinkten Artikel behauptet wird, der Kapitän der Constitution habe zwei davon an Bord schaffen lassen.

Erstaunlich wären diese Irrtümer schon, denn den Artikel hat ja ein ehemaliger Kapitän der Constitution geschrieben. Wurden also tatsächlich Congreve-Kanonen auf der Constitution aufgestellt?

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Lieber McCool!

 

Bei allem Respekt vor Deinem Wissen, aber ich frage mich sehr, was Captain James Dacres von der HMS Guierre zu Dir gesagt hätte, wenn er Deinen Einwand auf Wikipedia gelesen hätte?

 

Wahrscheinlich folgendes: "Na klar, McCool hat völlig recht. Ist mir schon oft passiert, dass ich nach 20 Minuten vernichtend geschlagen werde und ich zuvor den Rumpf des Gegners mit den eigenen Salven nicht einmal beschädigen konnte."

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Bei aller begreiflichen Begeisterung für die Constitution bedenke bitte folgendes:

Wenn man in irgendeiner Suchmaschine "USS Constitution" eintippt, wird einer der ersten Treffer der Wikipedia-Artikel sein.

Jemand, der an einem Wikipedia-Artikel schreibt, sollte sich der Verantwortung bewußt sein, daß dieser Artikel für viele Menschen der erste Anlaufpunkt zum Thema ist. Und deshalb sollte er sorgfältig prüfen, was er schreibt.

 

Für die Unbeteiligten - worum geht es? Um den Wikipdia-Artikel über das Schiff, aus dem ich vor ein paar Tagen den m.E. unangemessenen Satz löschte, der offenbar von Phillip stammte:

 

Da sich die Konstrukteure bewusst waren, dass es sich nur um eine kleine Flotte von Allzweckkampfschiffen handeln würde, wurden für diese Zeit ungewöhnliche Konstruktionsmethoden verwendet. Der eigentliche Eichenrumpf wurde in einer Art Sandwich Konstruktion auf beiden Seiten mit [[Live Oak]] beplankt, das in seiner Festigkeit nahe an [[Eisenholz]] herankam und von Louisiana herangeschafft werden musste. Zusätzlich wurde der Rumpf derart verstärkt, dass das Schiff auch nach dem Entfernen von einem Drittel der Verstärkungen im 19ten Jahrhundert weiterhin seetüchtig blieb. Die Konstruktion der ''Constitution'' vereinte dabei die [[Geschwindigkeit]] und Wendigkeit einer [[Fregatte]] mit der Feuerkraft eines [[Linienschiff]]es.

 

Mit der Begründung: (Ein paar Sätze aus Abschnitt "Geschichte" zur angeblich "besonderen" Konstruktion d. Schiffs entfernt. C. besass lediglich stärkere Inhölzer und war größer. Bitte mehr Sorgfalt, weniger Schwadronieren)

 

Die Gründe für die Löschung:

1.) Die großen amerikanischen Fregatten waren keine "Allzweckkampfschiffe", sondern eben: Fregatten.

2.) Die Beschaffenheit der Constitution, oben "Sandwich-Konstruktion" genannt, beruhte keineswegs eine "ungewöhnlichen Konstruktionsmethoden" Der Satz oben klingt so, als habe der eigentliche Rumpf noch eine Art Zusatzpanzerung erhalten- irreführend.

3.) Wozu der Bezug auf "Eisenholz"? Das hat mit Schiffbau nichts zu tun, und daß Eiche hart ist, ist weitgehend bekannt.

4.) Ich ahne, was mit dem entfernten "Drittel der Verstärkungen" gemeint sein soll, aber diese nebulöse Formulierung bringt hier niemandem irgendeine Erkenntis.

5.) Die Constitution besaß definitiv nicht die Feuerkraft eines Linienschiffs.

1797 war das Maß der Dinge als "Linienschiff" mindestens ein 74-Kanonen-Schiff, und solche hatten eine Unterbatterie von 32-Pfündern. Die Constitution war für eine Fregatte mit 24-Pfündern schwer bewaffnet, aber einem Linienschiff nicht gleichzusetzen.

 

Diese fünf Punkte veranlaßten mich zur Löschung der vier Sätze.

Der jetzt neuerlich eingebaute Satz: Das Design vereinte französischen und britischen Baustil und gilt bis heute als bahnbrechend enthält wiederum unbegründete und m.E. nicht zutreffende Behauptungen. Worin besteht die angebliche Symbiose aus französischem und britischem Stil? War der Entwurf tatsächlich bahnbrechend? Größensteigerungen sind im Kriegsschiffbau praktisch ein Naturgesetz.

 

Warum darf die Constitution nicht einfach das sein, was sie ist: Kein Superschiff, sondern: Ein gelungenes Schiff, das auf einem folgerichtigen Konzept für schwere Kreuzer beruhte und schiffbaulich ein guter Entwurf seiner Zeit war.

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Lieber McCool!

 

Im Bolitho-Forum wurde bereits eingehend über die Constitution diskutiert, weswegen ich aus Zeitgründen dies nicht in diesem Ausmaß wiederholen möchte.

Bei Bolitho schätzen Sie alle Dein Wissen, Du scheinst da im Bereicht "Royal Navy" ein absoluter Spezialist zu sein, das anerkenne ich. Aber Deine Löschaktion kann ich trotzdem nicht nachvollziehen. Die Sätze waren großteils zutreffend.

 

Ich habe grundsätzlich Verständnis, dass es Royal Navy Fans gibt, die sich schwer mit dem Gedanken tun, dass die besten Fregatten eben nicht die Briten, sondern sie Amerikaner gebaut haben. Die Constitution war bauähnlichen britischen Fregatten derart weit überlegen, dass man ihr eben einen besonderen Status innerhalb der Fregatten zusprechen muß.

 

Und Fiktion hin oder her-Jack Aubrey bringt es so meine ich anhand ihres Modells (Acheron=Constitution) auf den Punkt.

Edited by Philipp27

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Philipp,

Es ging mir bei der Bearbeitung des Wikipedia-Artikels nicht um die Freude an einer "Löschaktion". Der Absatz war leider zu fehlerträchtig und zu irreführend, als daß einige kleine Korrekturen das wesentlich geändert hätten.

 

Es sollte in einem Wikipedia-Artikel kann nicht darum gehen "beste" Schiffe zu küren. Superlative und Verherrlichungen haben in einem Nachschlagewerk nichts zu suchen. Jemand könnte mit gewissem Recht behaupten, die Fregatten der Leda-Klasse seien die "erfolgreichsten" hölzernen Fregatten aller Zeiten gewesen. Das könnte auch jemand von der Lively-Klasse sagen; oder von der Constitution-Klasse; dann könnte wieder jemand sagen, die schwedische Bellona-Klasse sei die "innovativste" ihrer Zeit gewesen und habe die Constitution vorweggenommen. Aber irgendjemand wird dann einwerfen, der fundamentalste Durchbruch sei doch eh die Vita Oern gewesen, alles Nachfolgende ergab sich zwangsläufig. Aber welchen Erkenntnisgewinn bringen solche Superlative? Null.

 

Man muß die Dinge, in diesem Fall Fregattenklassen, ins Verhältnis zueinander setzen. Die Überlegenheit der Constitution -ich wiederhole es nochmals- lag schlichtweg in ihrer Größe. Daran ist nichts unsportlich, und es war klug von den Amerikanern, sie zu bauen, aber die Constitution barg keine sensationellen konstruktiven Neuerungen, kein revolutionäres Konzept (24-Pfünder-Fregatten gab es bereits), sie hatte nicht die Feuerkraft eines Linienschiffs und sie war nicht unzerstörbar. In Personifikation Galabs bist du im Bolithoforum auf bedeutende Fregattenkompetenz gestoßen, fandest dort aber für deine Auffassungen auch bei anderen keine Unterstützung. Der Widerspruch hat wohl nichts damit zu tun, daß angebliche Anglophile nicht anerkennen können, die Amerikaner hätten die "beste" Fregatte gebaut, sondern eher damit, daß einige von Dir aufgestellte Behauptungen nicht ganz zutreffen. Laß Dir Deine Begeisterung für die Fregatten und die Constitution bitte nicht vergrämen, aber unterfüttere sie doch bitte, wie auch andernorts nahegelegt, mit ein wenig fundierterem (und nicht nur auf die Constitution konzentriertem) Wissen, wenn du z.B Wikipedia-Artikel zum Thema schreiben möchtest.

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Hier übrigens ein interessantes kleines Video, aufgenommen aus der Batterie beim Salutschießen am 4. Juli dieses Jahres.

Hier wird mit einem der Geschütze, das zum Zweck des Salutschießens präpariert ist, geschossen. Obwohl man leider nicht viel erkennen kann, ist es offensichtlich irgendeine Art Hinterlader - man hört auch nach jedem Schuß die Patronenhülsen klingeln. Wie man in

schönen Video vom 14. Juli sehen kann, ist wohl auf jeder Seite das jeweils erste Geschütz der Batterie als Salutkanone zu benutzen. Edited by McCool

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Lieber McCool!

 

Nichts was von Menschenhand geschaffen wurde ist perfekt oder unzerstörbar. Aber genauso wie Herrn Stradivari seine Geigen gelungen sind, sind Humphreys und co ihre Fregatten gelungen.

 

Auch Galab akzeptiert meinen Standpunkt, auch wenn er eben anderer Meinung ist.

 

Übrigens-der Wiki-Artikel stammt nur zu einem kleinen Teil von mir.

 

Ach ja-welche britischen 38er können heute noch seegeln? :)

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Ich bin ja auch ein Conny-Fan. Und ich glaube auch, dass sie im direkten Vergleich einige Vorteile hatte. Aber sie in die Nähe von Linienschiffen zu stellen ist gewagt. Ich muss mal mit unserem Line of Battle Regelbuch testen wie die Conny gegen die Vicky kämpft. :lol:

 

McCool, das ist ein interessantes Video. aber man sieht leider nicht so viel.

, am gleichen Tag aufgenommen, kommt nach ein paar Minuten die Szene mit den Kanonen ein weiteres mal. Aber diesmal aus einem anderen Blickwinkel.

 

Edit: Kann nicht jemand diese Frau mit dem rosa Shirt von dem Geschütz verjagen? Das ist immerhin ein historisches Ausstellungsstück und kein Stuhl!

Edited by Threepwood

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Auch Galab akzeptiert meinen Standpunkt, auch wenn er eben anderer Meinung ist.

 

Mein lieber Philipp,

 

wie kann ich Deinen Standpunkt akzeptieren, wenn ich gleichzeitig Deine Behauptungen wiederlege und Dir versuche zu erläutern, dass unserer - McCools und meiner - nun mal auf Fakten beruht, die wir belegen können und dies auch tun?

 

Ich akzeptiere nicht Deinen Standpunkt, sondern lediglich Deinen Vorschlag bei bolitho, "es zu belassen", weil Du ja keinen Versuch unternimmst, Deinen Standpunkt mit Argumenten zu füttern oder gar irgendwas zu belegen. Unter diesen Umständen weiter zu diskutieren hat eben m. E. keinen Sinn.

Edited by Galab

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So ist es. Ohne stichhaltige Argumente gibts keine Diskussion.

 

@ Threepwood: Schönes Video, da kann man sehr gut erkennen, daß das jweils erste Geschütz auf jeder Seite äußerlich wie ein historisches aussieht, daß sich darin aber eine Salutknalleinrichtung befindet. (nur hätten sie nicht übrigens jemanden engagieren können, der die Hymne singen kann? Das da war ja fast so ölig wie Sarah Connors "Brüh im Lichte....").

 

 

Zurück zu den Fakten, Fakten, Fakten. Manche Leute halten das sogen. Hull-Modell der Constitution für eine zuverlässige Darstellung ihres Zustandes im Krieg von 1812.

http://www.history.navy.mil/photos/pers-us...-h/i-hull-x.htm

Es ist irgendeiner "Societey" (in Salem? Dort ist ist es jedenfalls nun im PEM) schon 1813 durch Isaac Hull geschenkt worden. Hull war 1810-12 Kapitän des Schiffs, und es ist ja wirklich faszinierend, daß das Modell gerade mitten in der ruhmreichsten Zeit der Constitution entstand.

 

Bedauerlicherweise wurde das Modell, wenn ich mich recht entsinne, in Karl Heinz Marquardts Monographie nicht diskutiert. Interessant ist z.B. die Form des Hecks, die etwas mehr an den älteren bei Marquardt gezeigten Bauzustand erinnert als an die Heckform, die der Plan der President von 1815 zeigt. Marquardts Heckspiegel für "1812" sieht letzterem ähnlich.

Weiß jemand mehr über das Hull-Modell bzw. Literatur darüber?

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Bei Canney fand ich dazu nichts.

 

Im US-Modellbau-Forum finescale wird aber darüber berichtet, der Threadtitel ist indes vielversprechender als es der Inhalt :lol:

 

http://cs.finescale.com/forums/818443/ShowPost.aspx

 

 

Bei Marquardt fiel mir übrigens noch auf, dass er die "Diagonalen Rider" gar nicht anspricht, trotz der Kontroverse über jene.

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Sehr schöne Bilder des Hull-Modells wurden ja vor einiger Zeit im Modellboard gepostet. Man sollte das Modell wirklich nicht außer acht lassen. Neben dem Heck finde ich interessant, daß die Back-Schanzen vorn offen sind - beplankt sind sie nur bis auf Höhe des Fockmasts. Das erinnert noch ein wenig an die alte offene Reling, die das Schiff ursprünglich hatte.

 

Diese diagonalen Katsporen oder "riders" sind bei Marquardt immerhin auf S. 60/61 in B 1 gestrichelt eingezeichnet. Ich bin mir augenblicklich nicht ganz sicher, wann man sie ausgebaut hat. Das waren offensichtlich sehr massive Hölzer, die bestimmt lästig beim Stauen der Vorräte waren. Mittlerweile sind sie wohl wieder eingebaut. Es scheint fraglich, daß alle 44ers diese Karpsoren besaßen, denn er englische Plan der President zeigt keine.

Die Briten verwendeten in den 90ern bei Fregatten ja eine andere Art von "riders", "top riders" (Gardiner, FNW 74, Riß der Cambrian), die sich jedenfalls nicht bewährten. Was auch immer zum Ausbau der diagonalen Katsporen in der Constitution geführt hat, ich könnte mir vorstellen, daß es prinzipiell günstiger war, derartige Verstärkungen weiter unten wie bei der Constitution einzubauen, weil die "top riders" nicht ausreichend zur Festigkeit der Gesamtstruktur beitragen konnten.

Apropos feste Gesamtstruktur, mir sind noch gewisse Zweifel an Marquardts Darstellung der Spar Deck-Struktur gekommen (S 70/71 D1/1, D1/2) Dort sind die "Gangways" mit einer prächtigen Zahl von Schlingen und horizontalen Knien gezeichnet, und die Decksbalken dort sind ebenso stark und anscheinend mit den gleichen relativ engen Abständen vorhanden wie bei Achterdeck und Back. Das widerspricht der bekannten Darstellung aus James' "Naval Occurrences...", welche vergleichend die Decks von Macedonian und President von oben zeigt. Die Abstände der Decksbalken in der Kuhl sind hier weiter (und unregelmäßiger) als bei Marquardts Constitution, und sie scheinen relativ zierlich. Ich meine, das stimmt mit dem englischen Plan der President von 1815 durchaus überein (Gardiner, FNW 97-irgendwo habe ich noch einen größeren Plan, auf dem man vielleicht erkennen kann, ob die Kuhlbalken genauso stark sind wie die von Back und Achterdeck).

Wenn man Marquardts Längsschnitt auf S. 60/61 mit dem Riß der President vergleicht, fällt mir jedenfalls auf, daß in ersterem Plan die Balken von Oberdeck und Spardeck von fast gleichem Kaliber sind, während beim Plan der President die Dimensionen der Spardeck-Balken ganz deutlich geringer sind.

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P.S. Anhängend eine kleiner Ausschnitt aus dem Plan der President. Man vergleiche das mit der Darstellung in Marquardts Constitution-Band S. 60/61! Andeutungsweise sind bei der modernen Zeichnung einige Balken des Spar Deck schwächer, manche aber auch dicker. Die wahren Verhältnisse werden nicht richtig deutlich, und Maße kann man von diesen Zeichnungen nicht abgreifen. Sie sind leider nicht präzise genug angefertigt worden. Insgesamt erscheinen mir sämtliche die Balken, Knie usf. massiver, als auf dem Riß der President.

 

Noch ein Hinweis zur oben erwähnten Zeichnung bei Marquardt auf S. 70/71: Decksaufsicht. Dort erscheint noch ein Mittelgang, der weder auf James' Vergleichszeichnung President/Macedonian, noch beim Hull-Modell zu sehen ist. Beim Modell sind die Balken in der Kuhl ähnlich angeordnet wie bei James' President-Zeichnung - in weiteren Abständen (allerdings ein Balken mehr sichtbar als bei President), ohne Mittelgang.

Edited by McCool

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Zu den Katsporen heißt es bei Canney:

 

"Finally to prevent hogging, the most prevalent problem in long wooden hulls, Humph prescribed a series of angeld timbers running from the keelsom upward to the loweer deck beams. Six pairs of these diagonal riders were to be fitted, each composed of three pieces, scarphed together and bolted through the bottom plank every two feet. In the recent restoration of Const, these riders have been installed, which each made of single long laimnated timbers. Though the riders are included n the official 'Dimensions and size of materials" for these vessels, there is mixed evidence as to their actual installation in the ships. Written evidence points out both Const and Uni Sta having them put in, but Constellation and Presi did not". (p 27)

 

Zur Constituion selbst:

 

"(Claghorne, Schiffbauer in einem report an den Kongress:) 'The various decks are laid, the breast hooks, diagonal riders, and counter timbers, are all in and secured'. This appears to be the only extant written evidence that Constitution had the controversial diagonal riders. (..) as will be seen with Constellation, it took some persistence on the part of Captain Trunxton to persuade the department to dispense with the riders on that vessel. No such correspondence has been found in relation to Constitution, but the fact that Constitution hogged early in her career is taken as evidence the riders were not used. However, it should be noted that, unlike the 1990s replica riders, the original riders were each some 42 ft long and scarphed together from three timbers. Therefore, the riders were nearly as subject to hogging as the balance of the ships' longitudinal timbers."(p.29)

 

Also entweder nicht eingebaut, nicht benutzt oder eben unnütz, der ganze Aufwand. 1806, als die United in der Werft war, wurde berichtet, dass die Verfaulung der "ceiling"(ich schätze mal der Unterdecksbalken?) die Demontage der Rider erforderte. Weil sie nie wieder erwähnt werden, geht Canney davon aus, sie wurden auch nicht mehr benutzt.

 

 

zum Modell:

Der offene Bereich vorn deckt sich ja mit dieser bekannten Darstellung der President, wo bei ihr in der Kuhl Pforten zu sehen sind. Bei der President wurden aber 1808 die Schanzen um den Bug herumgeführt, wie auf dem Plan zu sehen. Bei der Constitution wurde das 1812 gemacht. "Next Hull dealt with her battery. By the outbreak of the War of 1812.. (es folgt die Bewaffnungsänderung).. By this time her forecastle had been planked in, and her upper battery was situated there and on the quarterdeck." (p.31, 32) 1804 wurde ja nur die Kuhl eingeplankt, "[leaving] only her forecastle open for working her anchors".(p 31)

 

zur President/Marquardt/Balken:

Der Plan ist bei Canney in ausgezeichneter Qualität drin. Hier siehts mir so aus, als wären die Balken von Kuhl ebenso stark wie jene von Achterdeck und Back. Die Abstände sind in der tat unregelmäßig, so wie es James gezeichnet hat. Ich denke, er hat auch eben diesen Plan genommen. Es wird zur President ja allgemein geschrieben, sie sei etwas leichter gebaut gewesen als ihre Schwestern. Das hat wohl u. A. hier Ausdruck gefunden.

Edited by Galab

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Vielen Dank, sehr interessant. Wenn jener Claghorne auch der einzige ist, der von den diagonalverstrebungen als tatsächlich eingebaut schreibt, so wirds wohl doch so gewesen sein.

 

No such correspondence has been found in relation to Constitution, but the fact that Constitution hogged early in her career is taken as evidence the riders were not used.

 

Die Constitution hatte sich doch bereits beim mißratenen Stapellauf das Rückgrat verbogen, nicht wahr? Da hätten sicher auch die Diagonalverstrebungen nicht viel retten können, der Stapellauf war ja immer kritisch. Erst recht nicht, wenn sie tatsächlich durch ihre Verblattungen so nutzlos waren, wie Canney nahelegt.

 

1806, als die United in der Werft war, wurde berichtet, dass die Verfaulung der "ceiling"(ich schätze mal der Unterdecksbalken?) die Demontage der Rider erforderte.

"Ceiling" meint vermutlich die Wegerungsplanken ("Innenplankung"). Weil die Diagonal-Katsporen da drauf gebolzt waren, mußten sie erst runter, um an die Wegerung zu kommen.

 

Es wäre ja interessant zu wissen, inwiefern die President leichter gebaut war als die Schwestern. Marquardts Zeichnung verzerrt das ganze wohl doch etwas zu stark. Zudem würde ich erstmal annehmen, daß bzgl der Balkendichte in der Kuhl das Hull-Modell einen ernstzunehmenden Hinweis liefert. Wäre der Kuhlbereich tatsächlich so massiv gebaut gewesen, wie Marquardt ihn zeigt, hätte er wohl tätsächlich noch etwas mehr zur Längsstabilität beitragen können. Andererseits wäre die Konstruktion viellecht doch etwas massig gewesen. Man hat ja später möglicherweise nicht ohne Grund die feste Reling in der Kuhl wieder entfernt.

 

1804 wurde ja nur die Kuhl eingeplankt, "[leaving] only her forecastle open for working her anchors".(p 31)

Marquardt schreibt, die "waist planking" sei im Februar 1804 bestätigt, müsse aber 1805 wieder verschwunden sein (S 24) und zur Back:

"The Third Change was the solid bulwark on the foredeck, which probably occured after the collistion with USS President. A note by Sailing Master Harden noted statedt that on 8 Oct. 1804 (..) the Carpenter substituted the guard irons with wooden rails and boarded up the space between those rails and the head."
Das klingt ja fast nach einer kompletten Schanz, aber das Hull-Modell ist ja ganz vorne offen. Bzw. ganz genau: es hat bis vorn hin eine hohe Reling, die vor dem BEreich der Geschütze aber nicht vollständig beplankt ist. Das könnte damit zusammenhängen, dort irgendwelche Sachen belegen zu können. Das Modell ist also vorn nicht ganz so zu wie die Marquardt-Rekonstruktion oder der President-Riß von 1815 zeigen, was der von Marquardt zitierten Quelle aber eigentlich auch gar nicht widerspricht.

 

Diese Aussage Canneys: "[leaving] only her forecastle open for working her anchors".(p 31) stimmt dann wohl nur von Februar bis Oktober 1804? Hat man die Backverschanzung bis 1812/oder in 1812 noch einmal geändert? Das wäre allerdings kein sehr großer Schritt gewesen.

Das Hull-Modell zeigt eine interessante Variante, auf die man nicht unbedingt kommt, wenn man nur die Texte liest. Wenn ich mich recht entsinne, besitzt das Modell der englischen Melampus (Zustand um/nach 1800) auch noch eine unvollständig verschanzte Back.

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    • By McCool
      Seit 1916 planten die USA die eine Klasse von 6 Schlachtkreuzern, die Lexington-Klasse. Es waren offenbar die einzigen jemals von den USA begonnenen Schlachtkreuzer, und für für einige waren prominente Namen vorgesehen, welche schon Schiffe der "original six" getragen hatten: Constellation, United States und Constitution. Letzteres ist natürlich bemerkenswert, da die ursprüngliche Constitution ja zu diesem Zeitpunkt noch unter diesem Namen existierte. Alllerdings zu diesem Zeitpunkt noch vernachlässigt, erst ab Mitte der 1920er wurde die alte Fregatte grundlegend wiederhergestellt.
      http://www.history.navy.mil/photos/sh-usn/usnsh-c/cc5.htm
      Angesichts der beabsichtigten Neuverwendung des Namens "Constitution" wurde die Fregatte im Dezember 1917 offiziell in "Old Constitution" umbenannt (Tyrone Martin, A Most Fortunate Ship, S. 342).
      Das Schlachtkreuzerprogramm wurde 1923 eingestellt und vier der begonnenen Rümpfe abgebrochen, inclusive der geplanten neuen Constitution. Nur Saratoga und Lexington wurden fertiggestellt, aber nicht als Schlachtkreuzr, sondern als Flugzeugträger. Lexington wurde 1942 auf dem Weg nach Rabaul von den Japanern versenkt.
      http://www.history.navy.mil/photos/usnshtp/bb/cc1.htm
      Im Juli 1925, nachdem die neue Constitution abgebrochen war, bekam die Fregatte ihren alten Namen wieder.
       
      Eine Referenz an die Fregatte Constitution war übrigens bereits 1862 die Benennung eines häßlichen Breitseiten-Ironclad in "New Ironsides".
      http://www.history.navy.mil/photos/sh-usn/...-n/new-irns.htm
    • By McCool
      Die 1925 gebaute, 104 ft lange hölzerne Yacht wurde seit 1931 inoffiziell von Präsident Hoover als Yacht genutzt, wärend es offiziell mit der Durchsetzung der Prohibition beschäftigt war. Seit 1933 wurde das Schiff offiziell als Yacht genutzt (von von verschiedenen "hohen Tieren", inklusive gelegentlich Präsidenten). Seit die Sequoia 1977 auf Veranlassung Carters verkauft wurde, steht dem Präsidenten offenbar keine Yacht mehr zur Verfügung. Das Schiff befindet sich in Privatbesitz in Washington und kann von schweren Geldsäcken gemietet werden.
      http://www.sequoiayacht.com/
      http://en.wikipedia.org/wiki/USS_Sequoia_(...idential_yacht)
    • By McCool
      Einen historischen Film, der den Segeldrill auf der US Sloop Constellation (1854 - heute, Schiff liegt jetzt in Baltimore) zeigt, kann man hier herunterladen:
      http://hdl.loc.gov/loc.mbrsmi/edmp.1729
      Zum Zeitpunkt der Aufnahme Ende 1900 war die Constellation stationäres Schulschiff in Newport, Rhode Island.
       
    • By McCool
      Seit einigen Tagen ist auf Modellmarine eine Reihe von Artikeln anläßlich des 200. Jahrestages des Gefechts der USS Constitution gegen HMS Java online. Besonders interessant dabei vielleicht HMS Java unter dem Gesichtspunkt von modellbautauglichen Unterlagen.
      HMS Java, Boudriots Plan der Vénus und Sanés 18-Pfünder-Fregatten
      http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3329:hms-java-venus-und-sanes-18-pfuender-fregatten&catid=181