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wieschi

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  1. Ich hole jetzt mal weit aus: Seit vielen Jahren interessiere ich mich für Geschichte im Allgemeinen, und für die Zeit von 1789 bis 1815 im Besonderen. Angefangen hat alles mit einem kleinen Büchlein über Napoleon. Das hat mich als Jugendlicher ordentlich in seinen Bann gezogen. Seine Geschichte hätte man sich wohl auch kaum besser ausdenken können. Im Laufe der Jahre hat mein Interesse nie nachgelassen, und meine Bibliothek, über ihn und seine Zeit, sich immer mehr vergrößert. Ende der 90er habe ich dann im Urlaub einen kleinen Laden in Brüssel entdeckt, der eine ganze Reihe von CoSim`s (Conflict Simulation) im Programm hatte. CoSim`s sind oft sehr aufwändige Spiele, die einen geschichtlichen Konflikt simulieren. Meistens einzelne Schlachten, manchmal aber auch ganze geschichtliche Epochen. Vermutlich aufgrund der jüngeren deutschen Geschichte, waren diese Spiele meist nicht sehr erfolgreich in Deutschland. Es war einfach nicht besonders angesagt, z.B. die Schlacht von Stalingrad nachzuspielen. Es stand auch etwas die political correctness im Wege. Bei Risiko wurde z.B. der Begriff „Erobere“ durch „Befreien“ ersetzt. Soweit ich weiß in den 70ern. Bin da aber nicht ganz sicher. Wie auch immer. In diesem Laden habe ich ein Spiel entdeckt, dass die gesamte napoleonische Zeit abdeckt. Aber eben nicht nur eindimensional den militärischen Bereich, sondern auch die Politik, die Wirtschaft, usw. Richtig klasse fand ich vor allem den diplomatischen Teil. Vor jeder Spielrunde können sich Spieler GEHEIM in separaten Räumen treffen um Allianzen, Nichtangriffspakte, Handelsverträge, allgemeine Zusammenarbeit, gemeinsame Kriegserklärungen, Friedensgespräche, Versprechen, Drohungen, oder was auch immer, zu besprechen. In allen seinen Handlungen ist man extrem frei. Es ist also KEIN „Nachspielen“ von Geschichte! Warum sollen sich z.B. nicht Frankreich, Spanien und Russland verbünden um mit ihrer dann überlegenen Flotte in England zu landen? Man muss schon ein guter Diplomat á la Metternich sein, um sein Land erfolgreich durch alle Irrungen und Wirrungen dieser Zeit zu lotsen. Oft hat man auch nicht selber das Heft des Handelns in der Hand, sondern muss auf Veränderungen der politischen Lage gut reagieren. Interessant ist, dass sich jedes Land anders spielt: -England hat viel Geld, eine große Flotte, eine kleine Armee, und sitzt, fast unangreifbar, auf seiner Insel -Preußen hat wenig Geld, keine Flotte, eine große Armee, und ist umringt von stärkeren Großmächten Ausgeglichen werden die unterschiedlichen Voraussetzungen und Stärken der Länder durch individuelle Siegbedingungen. Jedes Land, auch das relativ schwache Spanien, hat deshalb die gleichen Siegchancen. Dazu kommt, dass das Spiel wirklich extrem realistisch ist. -Generäle/Admiräle wie Wellington, Blücher, Kutusow, Nelson oder Villeneuve. -Kosaken und Freikorps auf russischer und preußisch/österreichischer Seite -spanische Guerilla -usw. Es würde jetzt wirklich den Rahmen sprengen alles aufzuzählen. Man muss sich aber natürlich im Klaren sein, dass es kein „seichtes“ Spiel für zwischendurch ist, und das es ein Spiel ist, dass über viele Spielabende geht. Das Gute daran ist, dass man langfristige Strategien entwickeln kann und sich mit seinem Land wirklich identifiziert. Das kann so weit gehen, dass ein russische Spieler mit Russenmütze inklusive rotem Stern und mit Wodka Gorbatschow Flasche (war Wasser drin) gekommen ist. Er wollte auch mit Zar Felix angesprochen werden:-) Ob als Sultan der Türkei, Kaiser von Österreich, oder König von Spanien. Man hat mit jedem Land definitiv eine Menge Spaß, und das über einen längeren Zeitraum. Mein erstes Spiel war wirklich ein Wow-Erlebnis. Noch nie hat mich ein Spiel auch nur annähernd so gefesselt. Vor allem auch gedanklich zwischen den Spielabenden. Ich habe damals (wenig überraschend) Frankreich gespielt, und musste mich die meiste Zeit verschiedener Koalitionen erwehren, die zumeist vom englischen Spieler mit hohen Bestechungsgeldern initiiert wurden. Mein türkischer Alliierter wurde vom Engländer mit Drohungen (Handelsboykott und Kriegsandrohung) davon abgehalten mir zu helfen. Kann mich nach vielen Jahren immer noch an einige Begebenheiten von damals erinnern. Ich selbst spiele das Spiel mittlerweile seit ca. 20 Jahren, und habe es in dieser Zeit immer weiter verbessert (das hoffe ich zumindest…). Da ich weniger der Brettspielenthusiast, sondern eher der Geschichtsinteressierte bin, war mir dabei vor allem wichtig, das historische Flair auszubauen bzw. zu verbessern. Es wurden viele geschichtliche Ereignisse eingearbeitet (z.B. Erfurter Fürstenkongress, Frieden von Tilsit, Papst exkommuniziert Napoleon…). Alle diese Ereignisse haben einen gewissen Einfluss auf das Spiel. Das eine Ereignis mehr, das andere eher weniger. Trotzdem ist man noch frei in seinen Entscheidungen. Wegen meines Umzuges ins Ruhrgebiet, suche ich jetzt neue Spieler. Nicht für Morgen oder Übermorgen. Auch an welchen Tagen, oder in welchem Rhythmus gespielt wird, ist noch vollkommen offen, da ich heute noch nicht weiß wie Interessenten Zeit haben. Wenn du dich grundsätzlich angesprochen fühlst, dann nimm doch bitte Kontakt mit mir auf. Das würde mich sehr freuen. Gerne gebe ich dir dann weitere Infos zum Spiel. Viele Grüße Axel
  2. Hallo zusammen, ich plane im Ruhrgebiet ein längeres und sehr interessantes Projekt, dass sich thematisch mit dem Zeitraum von 1789-1815 beschäftigt. Dazu würde ich gerne Kontakt aufnehmen zu Leuten, die im Großraum Ruhrgebiet wohnhaft sind. Zu viel möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Aktuell möchte ich einfach nur mal ausloten, ob sich hier im Forum Leute aus meiner Umgebung tummeln:-). Vielen Dank! Axel
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