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  1. ..oder eher Reihe als Serie: anscheinend gab es ja nur 11 Folgen, die vor langer Zeit mal im deutschen Fernsehen gesendet wurden. (Es gab aber anscheinend 14 englische Folgen). Als ich nach möglichen künftigen Sendeterminen suchte, fand ich diese unfertige, aber vielversprechende Seite über die Serie.
  2. Bernard Cornwell: Sharpes Rivalen. 1. Auflage 2014. Überarbeitete Fassung des 1993 bei Lübbe erschienenen Romans "Sharps Rivalen". Vorwort, Roman und Historische Anmerkung von Cornwell S. 9-397. S. 399-428 Leseprobe von Iain Gale: Steels Entscheidung. [Der vorliegende Band ist der chronologisch 13. der Sharpe-Reihe, siehe dazu das Romanlexikon H.M.S. LYDIA. Und Achtung,verehrtes Publikum, nach dem ersten Absatz des folgenden Textes kann es zu turbomäßigen Verspoilerungen kommen.] Zu Beginn des Jahres 1812 dringt Wellingtons Armee nach Spanien vor, und Sharpe ist dabei. Trotz aller früheren Heldentaten und Verdienste, zu denen ein erbeuteter französischer Adler zählt, steckt Sharpe unverschuldet in Schwierigkeiten. Die Beförderung zum Captain wird von einem schmierigen Bürokraten in London partout nicht anerkannt, und Sharpes Lage verschlimmert sich noch, als bei der Erstürmung von Ciudad Rodrigo sein Freund und Patron Lawford, der Kommandant seines Bataillons, schrecklich verstümmelt und dienstuntauglich wird. Ein neuer Bataillonschef wird kommen, und der wird sich nicht unbedingt um Sharpes Interessen scheren. Tatsächlich zeigt sich, daß auch der Captains-Posten über Sharpes Komanie verkauft wurde. Sharpe sieht sich zum Leutnant degradiert und zwischen allen Stühlen, weil ihn einerseits niemand wirklich braucht, sich andererseits die Captains sich durch Sharpe aasgeiermäßig belauert fühlen - denn sobald einer der ihren stirbt, kann Sharpe auf den Posten hoffen. Aber in Sharpe reift aber dennoch die Idee, sich bei nächster Gelegenheit durch eine erneute, auch durch versiffte Londoner Bürokraten nicht zu ignorierende, heroische Wahnsinnstat auf seine alte Position zurückkatapultieren zu müssen. Während sich Sharpe mit diesen Gedanken trägt, taucht zu allem Überfluß auch noch ein alter Todfeind auf, vor dem man sehr auf der Hut sein muß. Und eine alte Liebe kehrt zurück, um Sharpe zu beglücken, zu verwirren, und allzu bald wieder zu verlassen - Richtung Bajadoz, der großen, schwer gesicherten Festung, die Wellington unbedingt nehmen muß, um weiter nach Spanien vorzudringen. Sharpe hat nun genug Gründe, sich mit einer Mischung aus Verzweiflung, Wut und Sehnsucht in den Kampf zu werfen! Sehr gut hat mir gefallen, wie Cornwell das ja recht zahlreiche Personal einführt. Es herrscht nie Stillstand bei der Handlung, und wie zufällig werden laufend Figuren, die schon in vorangehenden Romanen auftauchten, eingeführt und ihre Beziehungen zu Sharpe angedeutet; neu auftretende Figuren werden knapp, aber effektiv skizziert, so daß der Fluß der Handlung nie durch langwierige Betrachtungen und Exkurse unterbrochen wird. Dies ist ja mein erster Sharpe-Roman, aber als Neuleser gibts gar keine Probleme mit dem Einstieg. Ob die gewisse Redundanz auffällig wird, wenn man eine ganze Reihe der Geschichten in kurzer Folge, liest, mag sein, aber sie ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, daß die Romane nicht chronologisch geschrieben wurden. Zu den wichtigen Figuren zählt der hünenhafte Sergeant Harper, ein Ire, mit dem Sharpe Ruhm und Leid teilt, und der oft erscheint wie ein verlängertes, kräftigeres Ich Sharpes. Weil viele Iren in der Armee dienen, ist es von Nutzen, daß Harper Gälisch spricht. Als Superwaffe trägt er das ziemlich seltene siebenläufige Salvengewehr für die Marine von Henry Nock mit sich herum, das auch den Titel der Neuausgabe ziert. Windham ist als Bataillonschef Sharpes neuer Vorgesetzter, und wie sein erster Auftritt ist von Cornwell auch hübsch inszeniert. Er kommt recht herrschaftlich, begleitet von Jagdhunden, angeritten, und begrüßt Sharpe über eine Jauchepfütze hinweg, in der sich gerade Sharpes Todfeind windet. Ein weniger cleverer Autor hätte hier vielleicht eine Gegnerschaft konstruiert, weil Windham ja den verwundeten Freund ersetzt, aber Cornwell läßt Sharpe in seinem neuen Chef, trotz des anrüchigen Beginns der Bekanntschaft, Scharfsinn und Anständigkeit erkennen. Auch verhält sich Windham Sharpe gegenüber durchaus nicht skrupellos, obwohl Sharpes unglückliche Lage für schlechte Stimmung im Bataillon sorgt: Man hat dem verdienten Mann die Kompanie weggenommen und ihn praktisch degradiert, er hat keine sinnvolle Verwendung, und man kann nicht nicht einfach loswerden. Eine sehr komische Szene ist Sharpes erste Besprechung mit Major Windham in dessen Quartier. "Das ist Jessica, meine Frau" sagt dieser, unvermittelt das Thema seines Monologs von Hunden zu Gattin wechselnd. Der verdatterte Sharpe braucht ein paar Sekunden, um zu begreifen, daß der Major nicht von jenem Jagdhund spricht, der sich unterm Tisch mit einem Fleischbrocken verlustiert, den ihm sein Herr zugeworfen hat, sondern vom kleinen Porträt seiner Ehefrau, das auf dem Tisch steht. Windham erläutert Sharpe seine neue Aufgabe, das Kommando über den Troß, das heißt die Eseltreiber, Soldatenfrauen, Marketenderinnen und Huren. Sharpe steht gut mit den rustikalen Frauenzimmern, aber das ist natürlich keine befriedigende Aufgabe für ihn. Die Gedanken Sharpes zum Porträt der Majorin (strenge Frisur, fliehendes Kinn und ein Blick voll "erschreckender Mißbilligung") und zu den Absichten zur Hebung der Moral des Bataillons, die sie mit ihrem Gatten teilt, sind wirklich goldig-gallig. Wenn die fromme Soldatenmutter Jessica ahnte, welch gruseligen Stiefsohn sie erhalten wird! Eine gewisse Teresa taucht auf, ein militantes Weib mit einer "barbarischen Flinte". Sie ist Sharpes schöne Guerrillerageliebte, die ihm nicht nur charakterlich ziemlich ähnlich scheint. Auch kriegshandwerklich ist die von tiefem Haß auf die Franzosen angetriebene Frau ziemlich begabt. Sharpe und Teresa scheinen einander nicht ganz sicher zu sein. Teresa bemerkt, daß Sharpe das Porträt der kleinen feinen Dame Jane aus England mit sich herumträgt, für die er auch irgendetwas zu empfinden scheint. Diese Frau zu erreichen dürfte allerdings nicht ganz leicht sein, denn Sharpe stammt aus schlichten Verhältnissen, und er hat dummerweise ihren bösartigen Bruder umgebracht, was das Dämchen aber nicht weiß. Ihrerseits kalkuliert Teresa auch durchaus die Möglichkeit von Sharpes Ableben ein; die Erwägung scheint etwas kaltherzig, aber man kann ja nie genau wissen bei Guerrilleras. Eine entsetzliche Heimsuchung und Sharpes schlimmster Feind im Roman ist Sergeant Obadiah Hakeswill, der einst eine ungerecht Prügelstrafe für Sharpe verursachte. Hakeswill ist wohl die einzige Figur, die durch und durch widerwärtig ist. Jeder im Bataillon haßt ihn und hält ihn für wahnsinnig, aber gerade deswegen hat auch jeder Angst vor ihm. Hakeswill besitzt die bei Psychopathen anzutreffende Fähigkeit zur Manipulation, mittels derer er Stimmungen ausnutzt, die Kompanie in Gegner und Gefolgsleute spaltet, Einzelne gegeneinander ausspielt. Auf diese Weise errichtet er sein Regime in der Kompanie, von der er auf parasitäre Weise lebt. Auch dies wird von Cornwell so knapp wie eindrücklich skizziert. Als Hakeswill in unbeobachtet geglaubten Momenten anfängt, seinen Tschako abzunehmen, versonnen in ihn hineinzublicken, und sogar mit ihm zu reden, erinnert er auch etwas an Gollum. Bis der große Mann selbst, Wellington, in Erscheinung tritt, vergeht viel sehr viel Zeit, und sein Einsatz ist sparsam, aber wesentlich. Handlungsmäßig der Höhepunkt ist die Erstürmung von Bajadoz, an der Sharpe letztlich doch noch durch die Zufälle und Fügungen des Schlachtfelds teilnimmt, obwohl es ihm von Wellington persönlich verboten wurde, sich dem "Himmelfahrtskommando", also der ersten Welle des Sturms anzuschließen. Zu Sharpes Glück, denn selbiges wurde restlos vernichtet. Sharpe ist, obwohl er wohl in jedem Roman eine ganze Anzahl mörderischer Situationen überlebt, kein allwissender Superheld, das zeigt sich immer wieder, und es mißlingt ihm manches. Eine der beeindruckendsten Szenen war für mich jene im Graben, in dem sich "die Lebenden, Sterbenden und die Toten drängten"; mich erinnerte die Stimmung etwas an Dantes Inferno. Aber Sharpe ermannt sich, und natürlich ersteigt er seinen Läuterungberg. Nun gilt es, zu Teresa zu kommen. Sharpe ist aber nicht der einzige, der das versucht, und es kommt zum Showdown mit Hakeswill. Nach der starken Szene im Graben fand ich nun, daß dies die einzige im Buch war, die etwas schwächelt, weil sie für mich einfach unglaubwürdig war. Der Grund dafür, daß Hakeswill entgegen jeder Wahrscheinlichkeit nicht stirbt, ist ziemlich klar: Einen so durchgeknallten Satansbraten wie Hakeswill möchte der Autor nicht leichtfertig verschwenden, und möchte ihn für viele weitere Missetaten aufheben. Darum sei's Cornwell gern verziehen! Es war ein spannendes historisches Lesevergnügen, wie ich lange keines mehr neu entdecken durfte. Cornwell pflegt einen munteren Stil, und eine besondere Würze ist der Humor in allerhand Nuancen von ironisch über sarkastisch bis sardonisch. Was ich an dem Buch auszusetzen habe, geht allein auf das Konto des Übersetzers, der keine Ahnung von militärischen Fachbegriffen hat. Dazu vielleicht später ein paar Beispiele.
  3. Falls es hier schon was dazu gibt, bitte ich Entschuldigung, ich habe nichts gefunden. Schon wieder ein Buch über Waterloo? Braucht es das? Von Bernard Cornwell?? Na klar! Zugegeben, von einem anderen hätte ich es wohl auch nicht gelesen, da ich nicht mehr so im Thema bin, dass ich so spezifische Bücher unbedingt lesen muss. Es ist dies, soweit ich weiß, Cornwells erstes Sachbuch und ich finde, er hat seine Sache gar nicht schlecht gemacht. Er hat den guten Trick angewandt, immer wieder die unterschiedlichsten Augenzeugenberichte von allen beteiligten Seiten und Rängen zu zitieren. Das macht die Geschichte nicht nur sehr lebendig, sondern gibt ihr - buchstäblich - gleich mehrere Stimmen und den menschlichen Faktor. Das Buch hat sich auch recht gut und flüssig gelesen. Ob er irgendetwas neues erzählt, kann ich nicht sagen. Aber er erzählt schön chronologisch den Ablauf und auch immer wieder, wie einzelne Taten - oder Untaten - eventuell entscheidend waren. Objektiv ist er selbstverständlich nicht, aber es wäre wohl auch naiv gewesen, das von ihm zu erwarten, denn er ist nun mal ein Wellington-Fan. Ich kann damit leben, hat er mich doch einst per "Sharpe" ebenfalls dazu verführt, mich ein bisschen intensiver mit dem Mann zu beschäftigen. Geradezu süß ist, wie er seinen Helden verteidigt und vor allem gegen Ende kann man fast spüren, wie er sich ein wenig windet, als es darum geht, dass der ältere Wellington nicht mehr ganz so bereit war, den Erfolg der Schlacht mit den Preußen zu teilen. Cornwell ist da sehr viel gerechter und lässt keinen Zweifel daran, dass es eine "Belle Alliance" war. Napoleon kommt hier gar nicht gut weg. Aber gut, das kam er in der Schlacht ja auch nicht ... Gelesen haben muss man das Buch wahrscheinlich nicht, ich bereue es aber nicht. Was mich an diesem Punkt interessieren würde ist, ob er nach der zweifellos intensiveren Rechereche für das Sachbuch sein "Sharpe's Waterloo" nun anders schreiben würde.
  4. 200 Jahre Waterloo - "Der Beginn eines britischen Jahrhunderts". Bernard Cornwell im Gespräch mit Christoph Heinemann http://www.deutschlandfunk.de/200-jahre-waterloo-der-beginn-eines-britischen-jahrhunderts.694.de.html?&dram:article_id=322913
  5. Die bislang 7 Romane grosse Serie um den Kampf der Sachsen gegen die Normannen/Wikinger von Bernhard Cornwell wird von der BBC verfilmt und vermutlich nächstes Jahr ausgestrahlt auf BBC2. Eine zusammenfassung schreibe Ich noch. zunächst ist es geplant den ersten Roman der Serie " Das letzte Königreich" zu verfilmen. Da Ich gelesen habe das es insgesamt 8 Stunden werden glaube ich nur an einen Start einer grösseren Serie. Die Verfilmung aller bisher veröffentlichten 7 Romane würde in 8 Stunden keinen Platz finden. Zumal der 8te Roman der Serie am 30 5. erscheint. Berhard Cornwell, auch bekannt hier bei uns für seine Sharpe Romane hat die Serie wohl noch nicht ganz abgeschlossen, zumal der Hauptakteur der Geschichte, ein Kämpfer mit Namen Uthred in den Momenten des Besinnens als alter Mann ; also Rückblickend auf die Geschehnisse, 82 Jahre alt ist. Ich bleibe dran was Infos zur Verfilmung angeht und schreibe demnächst eine Rezi der ersten drei Romane, weiter bin Ich derzeit noch nicht gekommen beim Lesen.
  6. Da war aber jemand fleißig und hat sich dem Thema "Richard Sharpe" angenommen. Also liebe Cornwell-Fans, der gute Dick hat noch viele Kameraden!
  7. Richard Sharpe – der ewige Rogue Um 1980 ging der Engländer Bernard Cornwell aus Liebe zu einer Amerikanerin in die USA. Da er keine Arbeitserlaubnis erhielt beschloß er, Romanautor zu werden und schrieb sein Erstlingswerk „Sharpe’s eagle“. Eine Legende war geboren. In der Zwischenzeit hat Cornwell eine Menge historischer Abenteuerromane und einige zeitgenössische Thriller geschrieben und gilt zu Recht als einer der erfolgreichsten Autoren im Bereich der historischen Unterhaltungsliteratur. Die aktuell 20-bändige Sharpe-Serie erzählt die Geschichte des englischen Soldaten Richard Sharpe vom Private zum Lieutenant Colonel, stets nicht gerade an der Seite, aber im Dunstkreis Wellingtons, von der Belagerung der indischen Stadt Seringapatam 1799 bis Waterloo 1815. Dazu ein Epilog an der Seite Cochranes im chilenischen Unabhängigkeitskrieg 1820. Die Serie ist nicht chronologisch geschrieben. Zuerst hat Cornwell den Krieg auf der Iberischen Halbinsel behandelt, mit Sharpe als Offizier der 95th Rifles auf Abwegen. Danach ging er in der Zeit zurück und erzählte uns, wie aus dem ehemaligen Dieb ein Offizier und (nicht wirklich) Gentleman wurde. Zur Zeit ist er neben anderen Projekten damit beschäftigt, Lücken in Sharpes Lebenslauf zu füllen. Dies führt zu gelegentlichen Widersprüchen bei der Handlung. Ein Preis, den ich aber gerne für Prequels zahle. Die Romane verlaufen nach dem gleichen Schema, fast immer steht eine große Schlacht im Mittelpunkt, die gegen Ende zum großen Showdown führt, wo Sharpe dann seine aktuellen Feinde besiegt oder auch nicht und meist für Wellington den Tag rettet. Öd? Nicht im geringsten! Die Schauplätze unterscheiden sich, die Feinde, teilweise die GefährtInnen, die Situation und natürlich die Schlachten. Cornwell hat eine wahre Gabe im Schildern von Schlachten. Die größte Stärke der Serie ist Sharpe selbst. Ein interessanter, liebenswerter Romanheld, fehlbar, unmoralisch (gelegentlich Dieb, Mörder, Ehebrecher ...), gleichzeitig von einem starken Ehr- und Loyalitätsgefühl beseelt. Und, was wohl vor allem die weiblichen Leser anspricht, er ist verdammt (mit Fluchwörtern sollte man in dieser Serie kein Problem haben, ich habe noch selten eine solche faszinierende Ansammlung von „damned“, „bloody“, etc. gelesen) sexy. Ein Mann, den eine Lady gern in ihrem Bett hätte, aber nicht in ihrem Salon. Dennoch ist gerade er bei Frauen extrem anfällig und verliebt sich manchmal allzu schnell. Seine Herkunft wird er niemals los, er ist, im wahrsten Sinn des Wortes, ein „son of a bitch“, Bastard eines unbekannten Vaters und einer Dame des horizontalen Gewerbes, aufgewachsen in der Londoner Unterwelt. Daher ist es kein Zufall, daß seine Feinde manchmal die gleiche Uniform tragen wie er selbst. Und gleichzeitig ist es diese Herkunft, die ihn geprägt hat und ihn so einzigartig macht. Ihm zur Seite steht eine wechselnde Gruppe von Freunden, Frauen und Gefährten. An allererster Stelle Sergeant Patrick Harper, sein getreuer irischer „Sancho Pansa“, dessen Aufgabe es ist, Sharpe „alive and amused“ zu halten, und der vor allem dann hervortritt, wenn Cornwell ihm erlaubt, mehr als ein Stichwortgeber zu sein. Nicht zufällig sind vor allem diese Bücher oft meine Favoriten. Einen Sharpe hätte ich auch gerne mal für ein Wochenende, einen Harper würde ich aber vom Fleck weg heiraten. Dann seine übrigen Riflemen, Soldaten des 95th, die mit ihm auf Abwege geraten sind und sich in Spanien in einem (erfundenen) Linienregiment wiederfinden. Dies als schriftstellerische Finte Cornwells, der unbedingt einen Rifleman als Helden wollte, aber unabhängig von den Einsätzen dieses Regiments. Allerdings bleiben diese Männer in der Romanserie bis auf wenige Ausnahmen eine gesichtslose Gruppe. Deprimierend ist ihr langsames Dahinschwinden, bis ihm am Ende nur Harper bleibt. Erwähnt werden müssen auch Hogan, der Aufklärungsoffizier, Frederickson, der teuflisch aussehende halbdeutsche Rifles-Offizier, Price, der fröhliche Säufer und viele andere. Und natürlich die Frauen, von denen vor allem die Partisanin Teresa, die „goldene“ Marquesa, das Traumbild Jane und die kühle Lady Camoynes herausstechen. Und, last but definitely not least, Wellington himself. Seine Rolle beschränkt sich gelegentlich auf eine extrem unterkühlte Unterhaltung, manchmal etwas mehr. Das Verhältnis ist kein herzliches, aber ein notwendiges. In Cornwells Welt könnten sie beide nicht ohne einander und Sharpes Karriere ist eng mit der Wellingtons verknüpft. Und vice versa, denn ohne Sharpe hätte Wellingtons Karriere schon in Indien geendet. Außerdem erkennt er richtig, daß Sharpe zwar ein „Rogue“ (eher unübersetzbar, sowas wie ein Halunke) ist, aber „sein“ Rogue – und solche Leute sind praktisch. Großen Bekanntheitsgrad hat die Serie durch die bisher 14teilige TV-Verfilmung erhalten, in der sich vor allem Sean Bean in der Titelrolle hervorgetan hat. Siehe dazu den eigenen Beitrag. Links: Bernard Cornwells offizielle Website The Sharpe Appreciation Society Sharpetorium Sharpeshooters - Deutsch
  8. Bernard Cornwell, der bekannte britische Schriftsteller und geistige Vater von Richard Sharpe, gab Griseldis Grillmayer für Line of Battle im Februar 2008 ein Interview. Die Romanreihe rund um den Scharfschützen Sharpe umfasst mittlerweile mehr als 20 Abenteuer und wurde, mit Sean Bean in der Hauptrolle, teilweise verfilmt. 2006 wurde er von Queen Elisabeth mit dem "Order of the British Empire" ausgezeichnet. View the full article
  9. Hallo zusammen, Amazon hat eine kleine Special-Collection der Sharpe-Serie angekündigt. Das Set wird in einer Kanonenkugelverpackung ausgeliefert und umfasst 17 DVDs. Die Folgen 12-14 in einer deutschen Übersetzung sowie die nachgedrehte Folge 15. Hinzu kommen noch zwei Bonus-DVDs. Voraussichtlicher Erscheinungstermin ist November 2008 und der Verkaufspreis bei Amazon beträgt 199,00 EUR. Leider war auf den Seiten des Herausgebers KSM Film noch kein entsprechender Hinweis zu finden, eine Anfrage an die Pressestelle zu dieser Veröffentlichung ist heute auf dem Weg gebracht worden. Beste Grüße Micha
  10. 9. Februar 2007 - Im Oktober erscheint die Sharpe-Reihe auf DVD. England um das Jahr 1800. Ein verwegener Mann hat sich der Britischen Armee angeschlossen und marschiert mitten in die Wirren der napoleonischen Kriege. Was ihm anfangs an Stand und Titel fehlt, gleicht er durch Geschick, Wagemut und militärischer Strategie aus. Richard Sharpe (Sean Bean) ist der Held dieser geschichtsträchtigen Filme, der immer wieder heroisch in den Kampf zieht um das Glück auf die Seite der Engländer zu zwingen. Zwischen all dem Leid findet Sharpe aber auch die Liebe, um diese dann auf grausame Art wieder zu verlieren. Das Drama eines Lebens, eingefangen in monumentalen Bildern, gibt einen Einblick in die Zeit, als noch Mann gegen Mann stand und England seine Rolle als Weltmacht blutig verteidigte . Im Laufe des grausamen Krieges gelingt es Sharpe, sich mit jeder gewonnenen Schlacht ein größeres Ansehen zu erkämpfen.Die erfolgreichen Romane des Schriftstellers Bernward Cornwell bilden die Grundlage zu diesen Filmen. Historisch beeindruckend inszeniert und doch stets nah an der Geschichte eines einzelnen Mannes, der nicht nur die Franzosen zum Feind hat, sondern durch Missgunst und Intrigen auch in den eigenen Reihen manchen Kampf ausstehen muss. Ein heldenhaftes Leben, dem stellvertretend für Tausende andere ein filmisches Denkmal gesetzt wurde. (KSM GmbH)
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