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  1. Die Tage habe ich endlich meinen Plan umgesetzt und habe die einstündige Fahrt nach Wesel auf mich genommen! Leider etwas zu spät, denn das "Preussenmuseum" gibt es in der alten Form nicht mehr. Mittlerweile hat der LVR die Liegenschaft übernommen. Daher kann ich natürlich nur das neue Museum besuchen. Die Zitadelle ist in einem guten Zustand. Museum wirkt auch frisch und neu. Schwerpunkt ist jetzt die Geschichte von Wesel und dem Niederrhein. Natürlich spielt Preussen auch noch eine Rolle, ist aber nur ein Teil der Geschichte. Fast übersehen kann man die Kasematten! Dort befindet sich eine kleine Dependance des Stadtmuseums. Und in diesen Gewölben wurde damals die Schilltruppe inhaftiert. Einige Kilometer entfernt sind die Schillwiesen. Dort wurde das Todesurteil vollstreckt. Heute steht dort ein großes Denkmal. https://niederrheinmuseum-wesel.lvr.de/de/index.html
  2. Hallo Zusammen! Einer meiner Vorfahren war russischer Soldat (Kosak?) während der Befreiungskriege von Napoleon. Er ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit während der Befreiung von Hamburg und Bremen nach Norddeutschland gekommen. Er hat sich dann später in der Gegend um Bremen niedergelassen. Ich habe herausgefunden, dass er aus der Stadt Pensa gekommen sein soll. Bei meinen Recherchen habe ich eine Aufstellung von Regimentern etc. entdeckt, die an der Kampagne in Norddeutschland beteiligt waren. Darunter auch Opolochenie-Regimenter aus Pensa (Korps Tolstoy: https://tabletopdeutschland.com/2015/06/16/napoleonische-kriege-in-norddeutschland-russische-truppen-teil-2/). Hat jemend eine Idee ob es Regimentsunterlagen oder Namenslisten der Russischen Armee gibt? Vielen Dank schon einmal für die Hilfe! Mark
  3. Hallo an alle, hier ein neues Set zum napoleonischen Ägypten-Feldzug. Napoleon auf einem Dromedar mit Beduinenführer. Erhältlich erstmals in Kulmbach oder anschließend in unserem Shop. Gruss Andy
  4. Zu den aktuelle Ausgrabungen und der Publikation *Napoleon in Aspern. Archäologische Spuren der Schlacht 1809“ : http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/5243505/Aspern_Archaeologen-fuellten-bisher-18-Bananenschachteln-mit http://stadtarchaeologie.at/mit-lupe-aber-ohne-hut/#more-2788 https://www.wien.gv.at/archaeologie/publikationen/wa-aspern-inhalt.html
  5. Heute 20:15 im TV (arte) und auch im Stream (22. April bis 21. Juni 2017 ): Die ägyptische Expedition des Generals Bonaparte http://www.arte.tv/guide/de/064433-001-A/die-agyptische-expedition-des-generals-bonaparte-1-2
  6. Wenn es ein Schiff gibt das Weltgeschichte "erlebt" hat, dann ist es neben der HMS Victory sicher die HMS Bellerophone. In welchen Schlachten war sie dabei? Und hatte sie nicht den legendären Kaiser Napoleon an Bord? Interessanterweise habe ich gehört, dass ihr Stapellauf gar nicht so erfolgreich verlief. Das Schif machte sich unverhofft los und wurde mit einer halben Flasche Portwein "Notgetauft". Was ist dran an der Geschichte?
  7. Napoleon tritt in der folgenden Episode nicht persönlich in Erscheinung, aber es mag einmal ganz interessant sein, St Helena mit den Augen eines Reisenden "von außen" zu betrachten. Die Reaktion der Briten auf den unerwarteten Besuch scheint von übertriebener Vorsicht gekennzeichnet - gab es etwa tatsächlich eine Furcht, Napoleon könne befreit werden? Im April 1818 war das russische Schiff Rurik unter dem Kommando des Deutschbalten Otto von Kotzebue auf dem Heimweg nach einer wissenschaftlichen Weltreise. Adalbert von Chamisso, der auf dieser Reise an Bord der Rurik gewesen war, erzählt in seinem Reisebericht vom Besuch St Helenas folgendes: Nachdem wir am 8. April 1818 (nach unserer Schiffsrechnung) die Tafelbai verlassen, erhielten wir auf der gewöhnlichen Fahrstraße der heimkehrenden Schiffe den Passat am 16., durchkreuzten am 18. den südlichen Wendekreis und erreichten am 21. die Mittagslinie von Greenwich. Hier erst korrigierten wir unsere Zeitrechnung und schrieben, die von Greenwich annehmend, anstatt Dienstag, den 21., Mittwoch, den 22. Am 24. April 1818 hatten wir Ansicht von Sankt Helena. Unser Kapitän hegte den Wunsch, an dem Felsen des gefesselten Prometheus anzulegen; das ist begreiflich. Die hohen Mächte hatten Kommissare auf der Insel. Es konnte nicht unnatürlich scheinen, daß ein russisches Kriegsschiff sich dem russischen Kommissar (Grafen Balleman) erböte, seine Depeschen zu befördern. Die englische Kriegsbrigg, die über dem Winde der Insel kreuzte, visitierte uns. Der Offizier, der an Bord kam, trat mit gespannter Pistole in die Kajüte des Kapitäns. Nach eingesehenen Papieren gab er uns die Weisung, uns während der Nacht, die zu dämmern begann, in der Nähe der Insel aufzuhalten und am andern Morgen nach Jamestown zu steuern. – Die Brigg machte Signale; der Telegraph auf dem Lande setzte sich in Bewegung; die Nacht brach ein. Wir segelten am Morgen der Stadt und dem Ankerplatze entgegen. Eine Batterie gab uns durch eine Kanonenkugel, die vor dem Schiffe die Luft durchpfiff, zu verstehen, daß wir nicht weitergehen möchten. – Der Telegraph war in Tätigkeit; eine Barke stieß vom Admiralschiff ab und ruderte auf uns zu. Wir glaubten jener Barke entgegenfahren zu dürfen, nahmen den alten Kurs wieder und erhielten, auf demselben Punkt angelangt, eine zweite Kanonenkugel. Der Offizier, der an unsern Bord gekommen war, erbot sich, uns auf die Reede zu führen. Die Batterie, meinte er, habe keine Befugnis, auf uns zu feuern, und werde es jetzt nicht wieder tun. Wir steuerten mit unserm Geleitsmann wiederum auf den Hafen und erhielten sofort die dritte Kanonenkugel. – Darauf stieg der Offizier wieder in sein Boot und ruderte an sein Schiff zurück, um Mißverständnissen ein Ziel zu setzen, welche nur von der Abwesenheit des Gouverneurs herrühren konnten, der nicht in der Stadt, sondern auf seinem Landhause war. – Mittlerweile lichteten alle Kriegsschiffe, die auf der Reede lagen, die Anker und gingen unter Segel. – Wir warteten bis nach zwölf Uhr; da wir um diese Zeit noch ohne Nachricht waren, strichen wir mit einer Kanonenkugel die Flagge und nahmen nach einer Versäumnis von beiläufig achtzehn Stunden unsern Kurs wieder nach Norden. Ich bemerke beiläufig, daß nach Seemannsbrauch bei der Art Unterhaltung, welche die Batterie mit uns führte, die erste Kugel über das Schiff, die zweite durch das Tauwerk und die dritte in die Kajüte des Kapitäns geschickt zu werden pflegt. Die Batterie hatte eigentlich dreimal den ersten Schuß, aber keinen zweiten auf uns abgefeuert. Es ist übrigens einleuchtend, daß in dem Verfahren der Wachtbrigg, des Admiralschiffes und der Landbatterie keine Übereinstimmung stattfand; und die Schuld an der Verwirrung, die in Hinsicht unser herrschte, können wir nur dem Gouverneur beimessen. (Adalbert von Chamisso: Reise um die Welt in den Jahren 1815-1818, erschienen 1836. Die entsprechenden Stelle im E - Text des Projekts Gutenberg: http://gutenberg.spiegel.de/chamisso/weltr...on_weltr171.htm)
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