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Found 44 results

  1. McCool

    Historic Ordnance

    Eine Reihe interessanter, schön illustrierter Artikel zu britischer Artillerie von einem Gentleman namens Dr. A R Collins . Im Artikel über die Armstrong Pattern Guns findet man neben detaillierten Entwurfsangaben eine interaktive Tabelle mit Grafik. Durch Klick auf die Grafik kann man ein Rohrkaliber und die Länge des Rohrs auswählen, und dann wir eine maßstäbliche Zeichnung des gewählten Rohrs angezeigt. Sicher in der Literatur oft vernachlässigt: Cannonball Sizes. Anschaulich die Animationen für Steinschloß und Radschloß. Et cetera.
  2. Ich bin mir nicht sicher ob wir schon einen Thread zu diesem Thema haben. Meine Frage dreht sich um das Thema Pulverrauch während eines Gefechts. Wie stark war die Sichtbehinderung während einer Schlacht wirklich? Konnte es schon bei kleinen Duellen zu Sichtbehinderungen kommen oder trat das Problem erst bei größeren Gefechten auf?
  3. Auf wohl nur einem der deutschen Kanonenboote der 1870er waren ein paar aus dem Krieg übriggebliebene Ballonkanonen installiert. Habe leider gerade vergessen, welches Kanonenboot das war. Weiß jemand, ob es noch auf weiteren Schiffen der kaiserl. Marine Ballonkanonen gab? Die Bezeichnung ist mir geläufig, aber ich dachte da doch eher an den 1. Weltkrieg. Natürlich spielten Ballons eine Rolle bei der Belagerung von Paris, und offensichtlich der Grund für die Entwicklung der hier gemeinten. In Luegers technischem Lexikon (1904) findet man dieses: Ballonkanone, ein 1870 von der Firma Krupp konstruiertes Geschütz, bestehend aus einem 3,6 cm Kaliber weiten gezogenen Gußstahlrohr, das auf einer Säule als Lafette so montiert war, daß nach allen Richtungen hin schnell große Erhöhungen genommen werden konnten. Das Geschütz war auf einem vierräderigen Wagen befestigt und sollte während des Fahrens durch zwei Mann bedient werden. Vor Paris wurde am 12. November 1870 der Ballon Daguerre vermittels der Ballonkanone herabgeschossen. Hatten dies Ballonkanonen noch etwas zu tun mit denen des ersten Weltkriegs? Ballonkanone in Dresden: By Billyhill (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
  4. Hat jemand genaue Angaben über die deutsche Schiffsartillerie der 1860er bis Anfang der 1870er Jahre? Insbesondere geht es hier um die Bewaffnung der gedeckten Korvetten. Die Anaben in der Literatur sind immer etwas nebulös. Beispiel aus Hildebrandt/Röhr/Steinmetz für SMS Arcona von 1858: "6-68 Pfünder; 20-36 Pfünder, später 17 dann 8 RK 15 cm. Für Elisabeth wird nur ein "Endstand" von 17 RK 15 cm und 2 RK 12,5 cm angegeben. Hertha besaß angeblich bis 1868 18 68-Pfünder, danach 17/19 RK 15 cm und 2/0 RK 12,5 cm. Mir ergab sich allerdings nun die Frage, ob alle modernen und um 1868 eingeführten Geschütze zwangsläufig "RK" also Ringkanonen waren. Eine Abbildung von 1871 zeigt einen 72-Pfünder ohne die charakteristischen Ringe, ebenso kenne ich die Darstellung eines 24-Pfünders ähnlicher Erscheinung. Unglücklicherweise sind zu dieser Zeit auch noch diese dämlichen Pfundangaben üblich gewesen; worauf bezieht sich diese: Entsprach das Kaliber des gezogenen 24-Pfünders dem des alten 24-Pfünders, der eine eiserne Vollkugel verschoß; oder wog das Geschoß des gezogenen 24-Pfünders tatsächlich 24 Pfund; und welches war die Geschoßsorte, die man dann zugrundgelegte? Gab es 1870 bereits Stahlgranate, Hartgußgranate, Zündergranate? (1878 jedenfalls schon). Was waren die alten 68-Pfünder, die anscheinend 1868 ausrangiert wurden (s. Hertha) für Geschütze, und von wem wurden sie hergestellt?
  5. Es gibt eine recht bekannte Darstellung einer Carronade auf einer etwas merkwürdigen Lafette, die 1828 von E.W. Cooke veröffentlicht wurde. Folgend ist sie ist sie sogar mal farbig: In einem anderen Thread hatte ich dazu schon mal geschrieben: Kurzum - es ist eine seltsame Lafettenform, für die mir kein weiterer glaubwürdiger Beweis untergekommen ist. Jedoch... Kürzlich nun fand ich diesen formidablen Beweis für Carronaden-Radlafetten auf der Constitution! ...und zwar auf der HP der NYPL, ohne irgendeinen weiteren Hinweis auf die Herkunft der Abbildung. Es ist nun nicht ganz so schwer zu erkennen, daß Mr Saxbury hier lässig an Cookes guter alter Carronade lehnt - man sollte die Bildunterschrift "drawn on board the Constitution 1814" nicht als Beweis für Glaubwürdigkeit mißdeuten! Wie sich bald zeigte, stammt die Abbildung aus einer burlesken fiktionalen Erzählung aus einer Ausgabe des "Dollar Magazine" des Jahres 1841. Letzte Zweifel an der Unzuverlässigkeit des Magazins als Quelle dokumentarischer Abbildungen zerstoben, als ich eine Abbildung in demselben Jahrgang bemerkte, auf welcher St. Nikolaus zu sehen war, "in the act of descending a chimney on New-Year's eve". Putzig genug, aber das ist noch nicht das Ende der grandiosen Carronade. In der "Pictorial History of the U.S. Navy" begegnet das Gerät in einer netten Vignette zum Text über den Quasi-Krieg gegen Frankreich. Und welche Rollpferdchen bevölkerten wohl die heroische Fregatte Essex...? Ob William Saxbury dieses Modell von der Constitution auf die Essex brachte oder umgekehrt, ist leider noch nicht ganz sicher geklärt. Jedenfalls muß sie auch die Barbaresken bei ihren Auseinandersetzungen mit den Amerikanern derart beeindruckt haben, daß sie nicht umhin konnten, ihre räuberischen Schebecken ebenfalls mit diesem Modell auszurüsten.
  6. Im August ist ein ziemlich gut erhaltenes Rapert aus dem Wrack der 1665 gesunkenen London geborgen worden: http://www.bbc.com/news/uk-england-essex-33869255 Weiteres: http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/the-london-after-350-years-the-riddle-of-britains-exploding-fleet-is-finally-solved-10438854.html Siehe auch hier: http://www.napoleon-forum.de/index.php?showtopic=2644 Hier ist noch der Fall eines Wrackplünderers nachzulesen, der niederländische Beutekanonen von der ''London'' hob, aber behauptete, er habe sie in internationalen Gewässern gefunden, damit er sie verkaufen konnte. Das nennt man Zerstörung des Fundzusammenhangs. http://www.express.co.uk/news/uk/603097/Driver-lied-fraud-historic-cannons-international-water-claimed-Crown http://www.pbo.co.uk/news/diver-jailed-for-fraud-following-historic-canons-discovery-23668
  7. http://www.sha.org/assets/documents/British%20Smooth-Bore%20Artillery%20-%20English.pdf Dieser Link führt zu einem Werk von David McConnell und beinhaltet auf 591 Seiten umfassendes Wissen um die britische Artillerie. Von Kanonen, Mörsern, Haubitzen, Munition, Lafetten, Geschosse Pulvermischungen, alles in Land- u. Seeausführungen, Bronze oder Eisen, alles mit Zeichnungen, Tabellen etc etc... Viel Spaß beim Schnüffeln
  8. Tja , bei Bolitho und Co gibt es einen Thread , der Mörserschiffe behandelt.aber irgendwie im mSande verlaufen ist. Mein Spezielles Problem , Hinsichtlich des Bevorstehenden Einsatzes dieses Schiffstyps in meinem Rollenspiel: Wie wurden die Dinger eigentlich Manövriert?? Also , Herausgefunden hab ich bis jetzt.....Auf der Abbildung eines Modelles hat das Mörserschiff dort zwei Buganker auf jeder Seite. Eventuell zum Warpen der Schiffe beim Ausrichten der Geschütze?? Das die Mörser nicht besonders Beweglich in ihren Bettungen waren und daher, um die Takelage der Schiffe nicht zu gefährden,diese bewegt werden mussten, dürfte die Problematik klarmachen. Um ein Freies Schussfeld zu haben ....mussten wohl die Schiffe als ganzes Bewegt werden??!! Die Abgebildeten Buganker könnten wegen der Unschärfe der Abbildung auch eine Täuschung sein , also eventuell nur einer der am Bug befestigten Anker auch ein Buganker sein. Wurde der zweite Satz Anker dabei Mittschiffs vertäut und als Manövrierhebel ausgebracht ?? Ich weiss es nicht. Nur in einem Einsatz , der in einem Kent Roman beschrieben ist, wird das Warpen als Zielmanöver kurz angedeutet. Und die Kommunikation zwischen Schiff und der Anweisungsmannschaft an Land .....bei Indirektem Beschuss absolut Notwendig , müsste eine ziemliche Präszision in der Signalübermittlung Erfrordern. Lichtsignale ?? Flaggen ??
  9. Hallo, ich arbeite immernoch an einer 3D-Umsetzung eines Linienschiffes mit entsprechenden Details und scheitere gerade an den Maßhaltigkeiten für Kanonen. Ich habe in mehreren Büchern und auch teilweise aus dem Internet Skizzen und Blueprints mit Maßen soweit gefunden, die aber teilweise untereinander extrem widersprüchlich sind. Oft fehlen auch ganze Angaben oder die Maße stehen mit Pfeilen mitten am Rohr. Da ergab sich noch der Umstand, das Eisen- und Bronzekanonen selben Kalibers scheinbar unterschiedliche Dimensionen hatten. Dann habe ich Maßangaben, das einige Kaliber der Engländer die selbe Rohrlänge hatten, aber eine andere Bohrung und andere Wandstärken. Genau diese Maße fehlen aber wieder in den Skizzen. Dann gibt es auch oft Maße, wo mal diese oder diese Stärke angegeben ist und das ganze noch mitten am konischen Rohr, wo man dann wahrscheinlich schätzen muß wie die Durchmesser vorn und hinten sind. Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe auf Basis der Maße eine Bronze- und Eisenkanone samt Lafette. Alle Maße differieren in meinen Quellen so sehr, das ich knapp 10 Zoll Abweichung erhalte. Nun die Frage, gibt es eine gute Webside oder ein emfpehlenswertes Buch oder sonstwas, wo ich diese Maße her bekommen könnte? Bzw. sowas wie die Bibel der alten Schiffskanonen?
  10. Ich habe jetzt mehrfach davon gelesen, dass aufgrund von Breiteseiten-Feuer Windstille stattfinden / befürchtet werden. Ein Beispiel dafür ist das Entkommen der USF Constitution vor dem überlegenen britischen Verband 1812 - als eine britische Fregatte, die im Prinzip nah genug kommen konnte, dennoch nicht feuerte, um ein Liegenbleiben zu verindern. Eine andere Erwähnung habe ich in einem "technischen Wörterbuch" gerunden: Aus: Johann Karl Gottfried Iacobssons technologisches Wörterbuch oder alphabetische Erklärung von 1786 http://books.google.de/books?id=LrpAAAAAcAAJ&pg=PP7&dq=Johann+Karl+Gottfried+IacobssonS+technologisches+W%C3%B6rterbuch+oder+alphabetische+Erkl%C3%A4rung&hl=de&sa=X&ei=ihpDUef2LYiLtAaBsYDIBg&ved=0CDoQ6AEwAA Kann mir jemand erklären, was da "meteorologisch" passiert??
  11. Gute Fahrt allerseits, in meinem Urlaub auf der indonesischen Insel Sulawesi, zu Deutsch Celebes, bin ich in der Stadt Bau-Bau auf eigenartige Geschütze getroffen, über die ich aber keine Informationen einholen konnte; eigenartig deshalb, weil die Mündungen auf Carronaden hinweisen, die Schildzapfen aber auf Kanonen, die Proportionen sind vollkommen eigenartig. Ich habe die Maße genommen: der Mündungsinnendurchmesser betrug 9cm, das bedeutet ein Kaliber von etwa 12 Pfund. Die Länge des Rohres (Zündloch-Mündung) betrug 1,37m, das Verhältnis Kaliber zu Rohrälnge beträgt also etwa 1:15. Carronaden haben meist ein Verhältnis von 1:6, Kanonenrohre zwischen 1:15 und 1:25, was knapp auf die Kanone passen würde. Der Außendurchmesser lief von 25cm beim Zündloch auf 15 cm hinter der Mündung zu, die Carronadenmündung selbst hatte 11,5cm Außendurchmesser. Es waren sowohl bronze- als auch eisengegossene Exemplare dabei. Sie stammen wahrscheinlich von der Festung der Hafenstadt, Wolio Buton, und wurden wohl von den Holländern gefertigt und dem dortigen Sultan verkauft; die Seefestung ist übrigens sehr europäisch gebaut, mit Bastionen. Eine andere Möglichkeit ist vielleicht noch, dass sie Marke Eigenbau des Sultans waren, wogegen aber die eingravierten Kronen sprechen, ähnliche sieht man auf dem niederländischen Wappen: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Coat_of_arms_of_the_Netherlands.svg&page=1&filetimestamp=20100202195449 Hier ein Link mit ein paar Bildern von den Geschützen: http://www.scribd.com/doc/108036909 Kann mir jemand etwas dazu sagen? Euer Kolibri.
  12. Die Renown war das einzige hölzerne Linienschiff, das die deutsche Marine besaß; es war ein 1857 in England gebauter 90-Kanonen-Zweidecker mit Schraubenantrieb. In der deutschen Marine diente das 1870 gekaufte Schiff allerdings nur noch als Artillerieschulschiff - siehe hier! Es gibt hier ein paar Zeilen eines 1881 an Bord Kommandierten zu lesen.
  13. Der Brite William James berichtet in den "Naval Occurences" über die Namen, welche man auf der unglücklichen U.S. Fregatte Chesapeake, die ja bekanntlich der Shannon zum Opfer fiel, den Kanonen gegeben hatte: "The Chesapeake's guns had all names, engraven on small squares of copper-plate. To give some idea of American Taste in these matters, here follow the names of her guns upon one broadside: - Main-deck; "Brother Jonathan, True Blue, Yankee Protection, Putnam, Raging Eagle, Viper, General Warren, Mad Anthony, America, Washington, Liberty for Ever, Dreadnought, Defiance, Liberty or Death." - Forecastle; "United Tars," shifting 18-pounder, "Jumping Billy, Ratler," , Carronades. Quarter-Deck; "Bull-dog, Spitfire, Nancy Dawson, Revenge, Bunker's Hill, Pocahontas, Towser, Wilful Murder," carronades; total 25." James hatte diese Namensliste möglicherweise aus dem "Edingburgh Annual Register for 1813" übernommen, in dem sie ohne weiteren Kommentar als "Yankee Wit" präsentiert wurde. Dem O'Brian-Leser könnten einige dieser netten Namen bekannt vorkommen; True Blue, Towser, Wilful Murder, Nancy Dawson, Spitfire und Jumping Billy gab es auch auf der Surprise.
  14. Unter den Lafetten-Innovationen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wirkt die Marshall-Lafette sicherlich am verschrobensten. James Marshall, Leutnant der RN, ließ sich 1827 eine neue Lafette für den Einsatz auf Schiffen und Festungen patentieren. Diese Lafette war auf merkwürdige Weise zweigeteilt in ein "breast carriage" und "breech carriage". Offensichtlich konnte aber auch diese Erfindung die uralte vierrädrige Lafette bis zum Ende der Vorderlader-Geschütze nicht ersetzen, aber sie schien immerhin eine gewisse Verbreitung gefunden zu haben. Ein paar Exemplare sind heute noch auf der dänischen Fregatte Jylland zu besichtigen, was wohl bedeutet, daß man sie um 1860 auch noch nicht für völlig ungeeignet hielt; zu dieser späten Zeit wird diese Lafettenart auch noch in Handbüchern erwähnt. Der Hauptzzweck der Konstruktion: "The advantages which the patentee states that this method of mounting guns will have over the common mode, are that it will prevent the guns from kicking up, while being discharged, and will enable the gunner to point them more obliquely." Nachdem man die Lafetten offenbar auf HMS Donegal und Prince Regent erprobte, aber eine Einführung bei der Royal Navy offenbar unterblieb, wurden 1830 in Brest Tests mit der Lafette durchgeführt, deren Ergebnisse ziemlich euphorisch dargelegt wurden: "It results from these experiments made by the commission charged with examining the gun-carriage invented by Commander Marshall, that this carriage possesses a great number of advantages over the old, namely: 1st, It gives infinitely greater angles, which would always give a ship armed with these carriages an incontestable superiority over one which had only the old ones, whatever may be her position, to windward or to leeward, when the breeze is fresh and the ship much heeled over, in chasing or being chased; these results are of the highest importance, and are not to be compared with the trifling inconvenience which we found in moving the breech to the right or left. 2nd, The great facility of getting the extreme angle of trainage of the guns. 3rd, The incomparable advantage of being able gradually, and steadUv, and without shaking the decks, to point the gun at any required object. 4th, Its being always ready for loading, under whatever angle it may have been fired, and its never moving its bed or quoin, however it may have been heated in a long cannonade. 5th, The gun cannot kick or recoil in any but a uniform and steady course, which does not, therefore, fatigue the decks like the old one, and would permit a more rapid fire to be kept up. 6th, This carriage being in two parts distinct from one another, it may be much more readily mounted and dismounted than the old one, if injured in action. 7th, There are several methods proposed for securing it as a lower-deck gun, and all of them are preferable to the old carriage, as they permit the whole of the guns, when it is wished for the safety of the ship, to be secured a great deal nearer the deck than before. 8th, It is worked with less men, viz. one-fifth in guns of large calibre, and in a greater proportion for smaller guns, and still less if a little grease is put on the crutch. 9th, No attention whatever need be paid to the breechings or tackles in running the gun in or out. 10th, The great advantage of being able to fire the gun with its fore part running in and out on the sill of the port, presuming the breast-carriage is entirely shot away and cannot be replaced by a spare one. 11th, Spare ones, however, take up much less room on board than on the old plan, as the breast-carriage stows inside the breech-carriage. The Commission, viewing all these advantages, are fully satisfied with the experiments which have been made under their eyes, but before recommending the definitive adoption of this carriage, they think it should be tried at sea; in consequence, they conclude by unanimously recommending that a line-of-battle ship and two frigates be armed with half their guns on Marshall's carriages, and furnished with the spare articles recommended by the inventor; and above all, that the captains may be ordered to profit by all occasions of bad weather at sea to try them. But in lieu of placing one of the new carriages between two of the old, the Commission think it will be preferable to place three of each together, as affording a better opportunity of viewing their manoeuvring; and they also think that, where so many advantageous circumstances present themselves as do in this system both for attack and defence, all possible activity should be used to make these last decisive experiments. They also think the breeching bolts should be the same as are used for the carronades on the non-recoil principle, as they are much stronger. That the port scuttles should be placed opposite the mouth of the guns when placed horizontally in their crutches. That the hand-spikes for 30-pounders should be from thirty-six to forty centimetres longer. That improvements may, perhaps, be made in fixing the breast-carriage to the side, which would render it still more unlikely to be shot away. That the breeching should be rove through a hole in the carriage instead of going round the breech of the gun, and that a preventive breeching will not be needed; this will be less expensive and more simple, and do away with any likelihood of the breeching chafing against the trunnion clamps or sides of the carriage. (Signed) Gicquel des Touches, Capt. de Vaisseau, President" Ob die Vorschläge der Kommission umgesetzt wurden, und ob sie in der franzöischen Marine überhaupt in nennenswerter Zahl zur Einführung kam, ist mir unbekannt - aber allem Anschein nach setzte sich die Lafette in keiner Marine als hauptsächliche Lafette durch. Eigenartigerweise sieht der Bericht gar keine Nachteile. Ein anderer, ebenfalls französischer Versuch sieht die Lafetten weit kritischer: "Easy to charge, the muzzle of the gun resting at a convenient height after the discharge. It affords the captain of the gun the opportunity of firing when his aim is on, without compromising the safety of the gun's crew, excejit when the lateral training passes beyond t welve or thirteen degrees forward or abaft the beam, or if the elevation is to be altered, when the preponderance at the breech is so considerable that it is only with great exertion and labor that the movement can be effected. This carriage is singularly hard upon the breeching, which it is necessary to shorten in from time to time, for if this precaution be neglected, the gun is liable to leap from the pivot-crutch, and pitch muzzle down upon the deck, which it would require great labor and time to replace. Difficult to shift from side to side, or from port to port. It cannot be mounted on shore to attack or defend a post which it is desired to carry or preserve, an advantage possessed by both the ordinary and Romme carriages. It does not admit of quicker firing than the las , especial1 y when the aim is to be altered, and has the further marked inconvenience of keeping the muzzle of the gun so near the port that the explosion is nearly always followed by a dense smoke which comes inboard, accompanied by sparks, which would favoi combustion in the batteries, besides setting fire to the channels if mounted on a gun-deck. The report also of the discharge is especially annoying to the gun's crew, and to those of the adjacent ones." Leider habe ich keine Kommandos für die Bedienung eines Marshall-Geschützes gefunden; offenbar müßte ja zum Laden die hintere Lafette ausgehängt und mittels des "transporting truck", einer unterzusetzenden Achse (in der Zeichnung leider nicht dargestellt), eingerannt werden. Trotzdem soll angeblich in Versuchen eine schnellere Schußfolge als mit gewöhnlichen Lafetten erreicht worden sein (und ansonsten überhaupt das demontieren und Austauschen der Lafettenteile in kurzer Zeit möglich gewesen sein). Die Vorteile wären dann wohl hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß die Mannschaft vor dem unberechenbaren Rücklauf des Geschützes sicher sein konnte (was auch präziseres Zielen ermöglichen sollte). Nach dem Feuern erfolgte dann offenbar direkt das Aushängen und Einrennen der hinteren Lafette mittels Zusatzachse, das Laden und das erneute Einhängen. Bei der Jylland sind offenbar ausgerechenet die Geschütze vorn und achtern mit Marshall-Lafetten ausgestattet, was wohl im Zusammenhang mit den größeren Bestreichungswinkeln steht, die mit diesen Lafetten möglich waren. Denn zumindest die Heckpforten der Jylland waren offenbar für die Marshall-Lafetten ausgelegt, obwohl diese ja nach dem 2. französischen Bereicht durchaus nicht so gut zu schiften waren - nicht unbedingt überraschend bei Lafetten, die man erst "zusammenbauen" muß.
  15. Weapons of Warre ist erhältlich! Siehe z.B. nachfolgender Link Amazon Deutschland oder etwas ausführlicher hier Weapons of Warre: The Armaments of the Mary Rose (Archaeology of the Mary Rose) Mit der Auslieferung über Amazon England scheint es aber Probleme zu geben, dort bekommt man es im Moment anscheinend nur per Marketplace und zur Zeit auch noch relativ teuer.Warum gerade über Amazon England das Buch, meinen Beobachtungen nach, nicht direkt von Amazon angeboten werden kann erscheint mir etwas merkwürdig.... Amazon Deutschland hingegen hatte es bereits vorrätig, das letzte Exemplar habe ich allerdings vorgestern bestellt und dürfte dann am Montag mein Bücherregal bereichern.
  16. Um 1815 hatte man sich bei der Royal Navy offenbar für soetwas wie ein Standardmuster für die Carronadenlafetten (bzw. deren Befestigung) für Schiffe aller Größen festgelegt - jedenfalls gibt es einen 1815 "sketch for fitting the Carronade Slides on the inside principle to all ships except cutters". Kennt jemand zufälligerweise die Darstellung von Kuttercarronaden? Wenn mich nicht alles täuscht, erwähnt Lavery schon für die Frühzeit der Carronaden Sonderlösungen für kleine Schiffe.
  17. Moinsen die Damen und Herren, ich bin neu hier im Forum, hisotrisch interessiert und brauche Hilfe beim Klären folgender Frage. Es geht mir um die "Firing Sequence". Der Ablauf an Bord britischer Schiffe zur Zeit Nelsons ist mir ungefähr klar. Mir fehlen allerdings Quellen für französische Schiffe. Ich vermute, dass es recht ähnlich (vielleicht sogar nach dem Vorbild der Royal Navy) organisiert war. Mich interessieren aber auch die exakten französischen Kommandos. Anbei die britischen Kommandos, vielleicht kann mir jemand helfen. 1. SILENCE! 2. CAST LOOSE YOUR GUN! 3. LEVEL YOUR GUN! 4. TAKE OUT YOUR TAMPION! 5. PRIME! 6. RUN OUT YOUR GUN! 7. POINT YOUR GUN! 8. FIRE! 9. WORM AND SPONGE! 10. LOAD WITH CARTRIDGE! 11. LOAD WITH SHOT AND WAD TO YOUR SHOT! 12. RAM HOME SHOT AND WAD! 13. PUT IN YOUR TOMPION! 14. HOUSE YOUR GUN! 15. SECURE YOUR GUN!
  18. Dies hier ist ein Abschnitt zu Kanonenschlössern, der bei Gelegenheit auch mal auf die HP soll. Interessat wäre es insbesondere, falls jemand noch Hinweise auf etwaige prä-Ansonische Entwicklungen kennt. Zu den französischen Experimenten war leider auch nicht sehr viel zu finden, aber glücklicherweise hatte Threepwood ja schon einmal ein höchst bemerkenswertes Stück fotografiert. Kanonenschloß Die althergebrachten Methoden der Geschützabfeuerung durch Zündlichter wiesen den Nachteil einer relativ großen zeitlichen Verzögerung auf. Bereits Admiral Anson versuchte daher in den 1750er Jahren, Schlösser, die nach dem Prinzip jener von Handfeuerwaffen funktionierten, für Marinekanonen einzuführen. Sie wurden aber offenbar nicht konsequent eingeführt und gerieten mit der Zeit wieder außer Gebrauch. Im Wrack der 1758 gesunkenen Invincible fand man immerhin den archäologischen Nachweis für Kanonenschlösser an Bord in Form übergroßer Feuersteine. Um 1770 experimentierte der Franzose Texier de Norbec mit Kanonenschlössern, die aber allem Anschein nach trotz Empfehlungen nicht bei der Marine eingeführt wurden. Zum dauerhaften Durchbruch verhalf dem Kanonenschloß erst Sir Charles Douglas während seiner umfassenden Experimente zur Verbesserung der Schiffsartillerie während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. 1778 übernahm Douglas das Kommando über das 90-Kanonen-Schiff Duke. Er forderte Kanonenschlösser an, erhielt aus den Arsenalbeständen aber nur acht Stück - ob es sich um neu angefertigte Schlösser oder gar noch Restbestände aus Ansons Zeiten handelte, scheint nicht klar zu sein. Neben zahlreichen anderen Modifizierungen der Artillerie seines Schiffs beschaffte Charles Douglas nach Angaben seines Sohnes Howard für sämltiche Kanonen Schlösser auf eigene Kosten. Dies waren im Prinzip Schlösser von Handfeuerwaffen, die auf eine Holzplatte montiert und mit Draht an den Kanonen befestigt wurden. In einer Kostenaufstellung erscheinen 28 "left handed locks", die links neben dem Zündloch angebracht wurden; ob sämtliche von Douglas beschafften Schlössser links angebracht wurden, scheint nicht klar zu sein. Die Kanonenschlösser (und die anderen Innovationen) bewährten sich nach Douglas' Auffassung in der Schlacht bei den Saintes 1782 ausgezeichnet. Zu einer allgemeinen Einführung von Kanonenschlössern kam es aber erst ab 1790. Es dürfte sich dabei um den Typ von Schlössern mit Messinggehäuse gehandelt haben, der dann im gesamten Zeitraum bis etwa 1818 benutzt wurde. [Kanonenschloß mit Messinggehäuse] In diesem Jahr wurde zunächst in der britischen und danach in anderen Marinen noch ein doppeltes, von Howard Douglas (dem Sohn des Sir Charles) erfundenes "doppeltes" Schloß eingeführt. Bei diesem konnte, sobald der in Benutzung befindliche Feuerstein nicht mehr brauchbar war, der symmetrische Hahn schnell umgedreht und ein zweiter Stein benutzt werden. In Frankreich sollen Kanonenschlösser erst nach 1800 eingeführt worden sein. Im Zuge der allgemeien Waffentechnischen Entwicklung wurden die Feuersteinschlösser später durch verschiedene Konstruktionen nach Perkussions- und Friktionsprinzip ersetzt. Die mit zwei Flügelschrauben befestigten Kanonenschlösser blieben üblicherweise wohl ständig am Geschütz. Das Schloß wurde während des Nichtgebrauchs durch eine bleierne, haubenförmige Abdeckung geschützt. [Howe neben einem mit Schloß ausgestatteten 12-Pfünder der Queen Charlotte, 1794.]
  19. Irgendwie haben es mir diese merkwürdigen Schiffe angetan und je mehr ich mich mit ihnen beschäftige, desto besser gefallen sie mir auch. Klar, sonderlich schöne Formen haben sie nicht aufzuweisen, was sie ausmacht ist wohl eher "das Gesicht in der Masse". Doch darum geht es mir hier nicht. Schönheit liegt ja ah im Auge des Betrachters. Ein ebenfalls sehr dankbares Thema ist die Bewaffnung der Klasse und die wechselnden Angaben, die dazu gemacht werden. H/R/S schreiben dazu, dass die Sachsen-Klasse ursprünglich mit 30,5 cm-Geschützen bewaffnet werden sollte, man dann wegen Lieferproblemen auf die 26-cm-Ringkanonen zurückgriff. So weit, so gut, denn jetzt kommt es. Ein Zeitungsbericht über die Indienststellung von SMS Sachsen (Nachdruck in Deutschland wird Seemacht) und Brommy in der Flottenliste seines Buches "Die Marine" geben als Bewaffnung 1x30,5 cm und 4x26 cm an. War das die ursprüngliche Bewaffnung und man ging, um die Munition vereinheitlichen zu können nach ersten Erprobungen auf 6x26 cm, wie dies ja auch H/R/S für die Erstbewaffnung angeben? Jetzt beginnt das komplette Wirrwarr. Schrittweise erhielten die Schiffe der Sachsen-Klasse als leichte Artillerie 8,7 und 3,7 cm-Geschütze. Die dazu vorhandenen Angaben sind in meinen Augen teilweise recht abenteuerlich, weil diese angeblich auf der Brücke platziert wurden. Meiner Meinung nach ist die Angabe in Meyers Konversationslexikon (Luxusausgabe von 1893) die eizig logische: 6x26 cm, 2x8,7 cm und 6x3,7 cm. Wenn man davon ausgeht, dass mindestens 4 3,7 cm-Geschütze auf dem Achterdeck platziert waren und die verbleibenden 2 evtl. im Gefechtsmars oder auf dem Vorderdeck, wäre das machbar. Beim großen Umbau wurden nicht nur die Kessel ausgetauscht, die vier Schornsteine durch einen einzigen ersetzt, es wurde auch die Kommandobrücke so stark erweitert, dass die Zitadellbatterie eine Art Panzerschutz von oben erhielt, man erweiterte die Brücke auch nach vorn bis zum Schornstein. Erst jetzt erscheint die Bewaffnung sinnvoll, die in Abwandlung (8,7 cm anstelle der nun verwendeten 8,8 cm) bereits für die Zeit vor dem Umbau kolportiert wurde: 6x26 cm, 8x8,8 cm und 8 x 3,7 cm. Hinzu kamen wohl noch 8 0,8 cm Maxim-Maschinengewehre zu denen es bei Reventlow heißt, dass diese nach bedarf aufgestellt wurden.
  20. Ich verfasse gerade eine Arbeit zur Schiffahrt und Schiffbau im Ostseeraum und habe folgendes in einem Archiv über ein Schiff um 1560 gefunden. Einiges davon ist mir bekannt, einiges nicht. Mich interessiert wie die Waffen aussahen, aufgebaut und munitionert waren, wo sie auf dem Schiff standen und ob es sonst noch Belege gibt. Im Gegenzug beantworte ich gerne andere Fragen zum Schiffbau und der Schiffahrt, wenn notwendig, quasi als Tausch. Try it! Geschütz so im grossen Schiff vorhanden 1 metallene halbe Feltschlange 1 Metalen quarter schlang 6 knigbarsen mit 11 kammern 5 drey quartir schlangen mit 10 kammern 1 halbe schlangen mit 2 kammern 2 quartir mit 4 kammern 2 Rote eiserne Scharfanteilene uffmicken (Micke s. schiler lübben Richtteil der Waffe) –s 228 6 Scharfanteilene mit hültzen laden darunt ist eine entzwei mit 12 Kammern 1 Eisern gegossen stück mit gegossenen 2 Kammern 1 kleine Barse mit 2 Kammern 3 Steinstuck dartzu samt 3 kammern Diso 3 stück samt zu Danzigk gekaufft 1 eisern gegossen falkonet 1 eisern gegossen kielstück 1 halbe Schlangen mit 2 kammern summa aller stück 32 suma der kammern 48 Kraut und Loth ist uffs Haus atzomal in Verwahrung gethan wie fürnach verzeichnet 4 Blasen Lodtschauffeln 3 Setzkolben 3 Patronen 1 Trichter so man zum laden gebraucht
  21. Wenn man eine anscheinend bekannte und hinlänglich geläufige Sache zu erklären versucht, wird man oft feststellen, daß sich ungeahnte Fragen ergeben. Das war auch im Falle des geplanten Artikels über Schiffsartillerie der Fall. Allein die korrekten Terminologie, die mir wichtig scheint, um nicht auf das zweifelhafte Niveau eines Ullstein-Seeromanglossars herabzusinken, ist nicht ganz trivial. (die kleinen, aber feinen Unterschiede; z.B. schießt ein Mörser im Gegensatz zur Kanone nicht, sondern wirft; und er wirft keine Granaten, sondern Bomben. Während es im englischsprachigen Netz recht gute Darstellungen der Schiffsartillerie im 18. jhdt gibt, ist mir im deutschsprachigen bislang nichts einigermaßen Solides bekannt. Falls jemand Anregungen zu diesem geplanten Artikel hat, würde ich mich darüber freuen, sie hier oder per EMail (mccool@line-of-battle.de ) zu erhalten. Das größte Problem des Artikels in seiner vorläufigen Form ist der jetzt bereits erreichte Umfang, weshalb er möglicherweise in drei oder vier Teile aufgespalten, und vermutlich dennoch gekürzt wird. Den Beginn wird jedenfalls die Kanone bilden, mit Illustrationen und einer möglichst vollständigen und korrekten deutschen Benennung der Teile des Rohrs und der Lafette (wobei man sich z.B. hier schonmal daran gewöhnen muß, daß im zeitgenössischen Deutschen die "Lafette" weniger elegant "Rollpferd", "Rapert" oder, fast lautmalerisch, "Rampert" genannt wurde). Ein zweiter Abschnitt wird die Carronade, und knapp, andere leichtere Kanonen und Mischtypen umfassen. Ein recht breites Spektrum bieten die Schanzkleidwaffen verschiedener Größen, die gewöhnlich als "Drehbassen" zusammengefaßt werden, obwohl ganz unterschiedliche Typen vertreten sind. Die wichtigsten Erscheinungen sollten zumindest genannt werden. Schwere Mörser und Haubitzen sind zwar spektakulär, aber im Vergleich zu den anderen Geschützen quantitativ relativ unbedeuend, weshalb dieser Abschnitt knapp ausfallen sollte. Das gilt in stärkerem Maße eigentlich auch für die Raketen; interessanter wird die Angelegenheit allerdings, wenn man den Blickwinkel etwas erweitert und nicht nur auf den unvermeidlichen Congreve starrt. Brander unter der "Schiffsartillerie" zu behandeln würde auf den ersten Blick vielleicht den Rahmen buchstäblich sprengen, allerdings scheint es fast sinnvoller, dieses "Waffensystem" an diesem Ort als unter "Schiffstypen" zu betrachten. Wenn damit in etwa das Waffenmaterial grob überblickt wird, gibt es noch eine ganze Reihe interessanter weiterer Themen. Ein Abschnitt wird sich mit der Munition & Bedienungszubehör befassen, verschiedenen Geschossen, wobei die komplizierteren wie Bomben und Granaten und ihre Zünder -keineswegs die in einschlägigen Filmen zu sehenden "Lunten") -wohl etwas mehr Raum einnehmen werden als die eigentlich "wichtigeren"; damit verbunden Zündung des Geschützes und Pulver (Qualitäten, Körnungen, Ladungsgrößen, Lagerung und Handhabung an Bord), sowie die notwendigen Werkzeuge zur Bedienung. Offen ist noch, wie der Abschnitt über Schießen auf See ausfällt. Dabei spielen der Drill der Mannschaften und Handhabung und Sicherung des Geschützes, was wohl am besten eine zeitgenössische Instruktion darstellen kann, sowie Fragen von Disziplin und Taktik eine Rolle. Technische Probleme wie effektive Reichweiten und Geschoßwirkungen, der Einfluß der Schiffsbewegung, der Luv-oder Leepositon könnten dazu beitragen, das Verständis für die Probleme der Schiffsartillerie zu fördern.
  22. In Padfields Buch über Schiffsartillerie las ich gerade von verbessertem (brisanterem) Schießpulver, das nach den napoleonischen Kriegen in Gebrauch kam. Zurückzuführen sei die höhere Qualität durch eine "Zylinderbrennmethode", mit der die Holzkohle hergestellt wurde. Was soll denn das für eine Methode sein?
  23. Hallo zusammen, ist hier im Forum eventuell bekannt, ab wann auf den Fregatten der Royal Navy die Carronaden mit Pivotlafetten anstelle von Rollpferden ausgerüstet worden? Hintergrund: Im AotS HMS Pandora (1779) sind die Carronaden (noch) mit Rollpferden versehen. Bei den Shipyard-Plänen zur HMS Enterprize (1775) sind die Carronanden auf Pivotlafetten abgebildet. Kann das so richtig sein? CU modellbau.fan
  24. Etwa um 1880 experimentierte ein gewisser Mr. Medford, USA, Ohio, mit Preßluftwaffen. Der Navy-Offizier Zalinsky ( auch Zalinski ) beteiligte sich an der Entwicklung und half bei der Einführung in der Navy. Um 1890 wurde der Kreuzer " Vesuvius " mit inzwischen so genannten Zalinsky-Dynamit-Geschützen augerüstet. Diese hatten inzwischen ein Kaliber von 38 cm ! Das auch Torpedo genannte Geschoß enthielt Dynamit. 1894 wurde das erste Zalinsky-Geschütz bei Sandy Hook ( NY ) als Küstenbatterie in Betrieb genommen. Das Kaliber betrug ebenfalls 38cm. Die Reichweite ging bis zu 4.700 mtr. Das erste einsatzfähige U-Boot " Holland " erhielt ebenfalls Zalinsky-Waffen. Das Geschütz bestand aus 3 Rohren. Das mittlere Rohr war das eigentliche Kanonenrohr, während die beiden anderen die Preßluft enthielten. Ausgestattet mit so genannten Schnellschaltventilen konnten sie eine recht beachtliche Leistung erbringen. Nähere Daten, Zeichnungen und Fotos , auch von der Vesuvius und der Holland: http://www.navweaps.com/Weapons/WNUS_Zalinsky.htm sowie http://www.militarymuseum.org/BtyDynamite.html
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