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Threepwood

Trafalgar auf Arte

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Samstag, 5. Mai 2007 um 20.45 Uhr

VPS : 20.45

Wiederholungen : 06.05.2007 um 14:00

 

Trafalgar

Dokumentation, Frankreich 2006, ARTE F, Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Hourlier

 

Die Seeschlacht von Trafalgar: für die Engländer der Triumph über die Weltmeere, für die Franzosen die größte Niederlage. Die fiktionale Dokumentation stellt die Seeschlacht von Trafalgar, die den Engländern die Vorherrschaft auf See sicherte, aus der Sicht des französischen Admirals Villeneuve dar. Kommentiert wird der erbitterte Kampf der Erzfeinde von Historikern und Seefahrtspezialisten vor der Kulisse beeindruckender Spezialeffekte.

 

Der triumphale Sieg in der Seeschlacht von Trafalgar, für die Franzosen eine der größten militärischen Niederlagen, sicherte den Engländern die Vormachtstellung auf den Weltmeeren und wurde zur Legende. Beteiligt waren insgesamt 60 mit über 5.000 Kanonen ausgerüstete Schiffe und 35.000 Seeleute.

Die Doku-Fiktion schildert die Ereignisse aus der Perspektive des französischen Admirals Pierre Charles de Villeneuve, jenes Mannes, der alles verlor und dessen Name für immer mit dem Debakel verbunden bleibt. "Ein dauerhafter Frieden mit England ist für die meisten meiner Mitbürger unvorstellbar. Unsere beiden Nationen sind seit Ewigkeiten miteinander verfeindet", verlautet Villeneuve im Film.

 

Ein besonderes technisches Verfahren ermöglichte es, Filmdekor, Schauspieler und virtuelle Bilder zu verbinden und so die Ereignisse realistisch nachzustellen. Die Handlung hält sich eng an die historischen Fakten und verdeutlicht die Position von Admiral Villeneuve, der zwischen den beiden "heiligen Monstern", Admiral Nelson und dem Kaiser Napoleon, steht.

Internationale Experten, so beispielsweise Michael Duffy, Spezialist für Seefahrtsgeschichte an der englischen Universität Exeter, die französische Historikerin Michèle Battesti sowie der ehemalige Präsident des Instituts Napoleon, Jean Tulard, kommentieren dieses entscheidende Kapitel der europäischen Geschichte.

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Hmmm, also einiges hat sich doch erheblich anders angehört als ich es bisher immer gelesen habe.

Ich war eigentlich die ganze Doku über ziemlich verwirrt :lol:

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die Doku wird auch am 19.05. nochmal wiederholt.

Zwar habe ich sie noch nicht gesehen, bzw. nur einen winzigen Teil davon,

aber der Hit scheint die Doku nicht zu sein.

 

Na, mal sehen, damit ich mir entgültig ein richtiges Bild machen kann,

werde ich den Film wohl aufzeichnen, da ich ihn heute, Sonntag, leider

auch nicht sehen kann.

 

Bis später

Jörg

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Diese Doku war ein einziger schlechter Scherz. Villeneuve wurde als armes Opfer des Franzosenhassers Nelson dargestellt. Seine Feigheit in der Schlacht von Aboukir, als er untätig blieb und am Ende floh wurde damit begründet, dass er ja schliesslich keinen Befehl zum Eingreifen erhalten und demnach nur gemäss seiner Pflicht als Offizier gehandelt habe. Die Niederlage bei Trafalgar war angeblich das Ergebnis unklarer Befehle Napoleons und der britischen Überlegenheit an Dreideckern. Und am Ende nahm sich der Arme noch das Leben, ohne dass auf die mehr als zweifelhaften Todesumstände eingegangen wurde.

 

Ich habe einige farnzösische Freunde und kenne deshalb die Eigenheiten der Grande Nation im Bezug auf ihre Geschichte ein wenig. Doch diese Doku müßte eigentlich selbst für Franzosen zu viel sein.

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Das Ende der Doku interpretiere ich allerdings ein wenig anders. Für mich sah es so aus, als ob man es gerade nicht wie Suizid aussehen lassen wollte. Während der Brief an seine Frau vorgelesen wird, in dem er sich ein baldiges Wiedersehen wünscht, geht die Kamera auf den Leichnam. Im Abspann steht nur, dass die Polizei damals Selbstmord angegeben hat.

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Dann hätte man doch durchaus die Todesumstände beschreiben können, oder? Aber möglicherweise reicht ja Napoleons Arm so weit, dass man das selbst nach 201 Jahren nur andeuten aber nicht laut aussprechen darf. :lol:

 

Aber ernsthaft, in gewisser Weise hatte diese Doku ja auch noch so etwas wie einen künstlerischen Anspruch. Das ist natürlich immer eine gefährliche Mischung.

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Ja, die Animationen haben mich ein wenig an Patrizier 2 und Pirates erinnert*lol*

In der Tat kam es mir so vor, als hätte die Regie eine Simulation gespielt und den Rest der Geschichte passend dazu geschrieben. :lol:

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Deshalb stieg zum Ende der Doku bei mir auch die Spannung, wie denn die Schlacht aus französischer Sicht ausgegangen ist. Mit ihrer Simulation hätten sie ja auch zu einem anderen Ergebnis kommen können.

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Ich kann mich Euch nur anschließen.

 

Und etwas makaber war es neben den schlechten Animationen und der profranzösischen Sicht auch.

Ich erinnere da an die Szenen mit dem Matrosen, dem der Kopf abgerissen wird, dem Matrosen, dem der Arm abgeschossen wird und der Eimer voller amputierter Arme.

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Die Sendung wird übrigens noch einmal wiederholt: Samstag, 19. Mai 2007 um 14.00 Uhr auf arte.

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Heute 14 Uhr die letzte Wiederholung auf Arte!

Edited by Threepwood

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Dieses schmierige Machwerk hat es nicht verdient, daß in irgendeinem Teil seiner Gattungsbezeichnung das Kürzel "Doku" vorkommt. Irgendwo las ich, das sei eine "Doku - Fiktion", was immer das bedeuten sein soll: Es war miserabel. Schlechte Computeranimationen und billige Effekte, Informationsgehalt tendiert gegen Null. Doku-Fake, Pulp Fiction.

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(Ich grabe diesen alten Thread nochmal aus.)

Diese Trafalgar Doku wird heute (25.09.2010) um 20:15 auf Arte erneut gesendet.

(Danach gibt es noch eine Doku zur Schlacht bei Sedan 1870.)

Diese "Trafalgar-Doku" hat ja heftige Kritiken bekommen, aber ich habe sie

noch nicht in voller Länge gesehen und werde das gleich mal nachholen.

Edited by Jörg

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Ich wollte es mir eigentlich anschauen, habe dann aber vergessen zu programmieren. Obwohl ich offenbar eh nichts verpasst habe, wenn ich die Kommentare hier lese. Ich habe nur zwischendurch den genialen Satz "Nelson hasste es, zu verlieren" aufgeschnappt. Ah geh? Im Gegensatz zu allen anderen, die verlieren geil fanden?

Das finde ich auch bei Sportkommentatoren immer so blödsinnig. "Fahrer X möchte unbedingt gewinnen." Sicher ein Einzelfall, alle anderen fahren nur mit for the hell of it.

Redundantes Geplapper.

 

Aber schade, normalerweise sind historische Dokus auf Arte fast die einzigen, die sich anzuschauen lohnt.

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Ich habe das Machwerk nochmal gesehen (kam ja sonst nix) und habe meine Frau mit fortlaufenden Kommentaren genervt.

 

Sehr schön war ja auch die Aussage, dass Villeneuve tatenlos auf Martinique gewartet hat und keine Minute später ertönte die Klage, wie schlecht doch seine Schiffe versorgt waren, weil sie schon so lange keinen hafen mehr angelaufen hätten.

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@Speedy......das ist eine der wenigen Aussagen der Pseudodoku, welche Ich nicht als soooo schlimm erachtete. Villeneuves Flotte war ziemlich gross und Ich denke das die Versorgung eher Mangelhaft war. Konnte Martinique überhaupt eine solche Flotte versorgen? Möglicherweise ein Übersetzungsfehler..........was die Sache an sich natürlich nicht besser macht. :blink:

 

Wenn Ich mir die Versorgungsliste Hornblowers ansehe ( ;) ), welche er El Supremo diktierte........Ich glaube kaum, das eine Flotte von der Stärke der Villeneuves auch nur einen Bruchteil der benötigten Versorgung erhalten haben konnte, welche Notwendig war um sie zu voller Stärke aufzurüsten.

 

Gruss,

Werner

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Martinique ist eine recht große und auch fruchtbare Insel. Außerdem stand ja auch noch Guadeloupe zur Verfügung.

Ernsthafte Versorgungsprobleme gab es erst später in Cadiz.

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