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McCool

"Mortar Boats" (Sezessionskrieg)

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Erstmalig begegnete mir ein solches "Mortar Boat" auf der Seite des Paper Shipwright als kostenloser Kartomodellbau-Download:

http://www.papershipwright.co.uk/ps23/details.shtml

Hier ein Kartondeckelbild (gelb) irgendeines anderen Bausatzes:

http://www.dixiegunworks.com/product_info....oducts_id=11016

Im oberen Drittel dieser Seite ist eine zeitgenössische Darstellung zu sehen, der das Kartondeckelbild gegenüber dem Pappbausatz (mit angespitzen Enden des Schwimmkörpers) stützt

http://www.usgennet.org/usa/mo/county/stlouis/1ironclads.htm

Auf dem 3. Bild von oben hier ist rechts von der Essex ein Stück Mörserfloß zu sehen:

http://history.navy.mil/photos/sh-usn/usnsh-e/essex2.htm

Auf dieser Seite hier gibts ganz unten noch eine zeitgenössische Darstellung:

http://www.globalsecurity.org/military/sys.../civil-war1.htm

 

Weiß jemand, ob diese Geräte noch bei anderen Gelegenheiten als bei Vicksburg benutze wurden, oder hat man sie bald wieder auseinandergenommen? Es kann nicht sehr praktsich gewesen sein, sie über längere Distanzen zu schleppen, nehme ich an? Wenn die Informationen hier zutreffen, verließ die Mannschaft beim Abfeuern des Mörsers den gepanzerten Bereich durch eine Tür, um dem schlimmsten Mündungsknall zu entgehen.

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Der Einsatz dieser "Mortar Boats" ist tatsächlich sehr interessant und führte bei Vicksburg doch zum Erfolg. Durch die Konstruktion sind sie wohl nur auf einem Fluss oder in Küstennähe nutzbar, daher fällt mir im Moment kein passendes Einsatzsgebiet während des Bürgerkriegs ein.

 

20070822_2025814262_vicksburg.jpg

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Das nun wiederum waren natürlich schon fast wieder seetüchtig zu nennende Fahrzeuge. Da gibts auch schöne Fotos.

Mich wunderten ja vor allem diese gepanzerten Flöße, die zu nicht zu allzuviel zu taugen schienen - außer vielleicht eine Vorbild für ein kleines Flußdiorama abzugeben.. :(

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Im Netz finde ichs nicht, aber es gibts z.b. eines vom Deck eines solchen Schoners, bei dem man den Mörser schön sehen kann.

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Direkt erwähnt wird der Einsatz von Mörserbooten im Buch: Für die Freiheit sterben von

James M. McPherson auch nur für den Mississippi-Einsatz 1862 , zunächst für den Angriff

der Union auf Insel Nr. 10, wobei Andrew Foote mit 7 Panzenschiffen und 10 Mörserbooten

( große Schuten mit 13 Zoll-Mörsern ) die Inselbatterien bombardiert, jedoch nur geringen Schaden

anrichtet. Erobert wurde die Insel dann durch Truppen des John Pope, Mississippi-Armee.

Bei Vicksburg waren sie , wie Threepwood schon schrieb, auch dabei.

Edited by Peter Gun

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Ich bin seit Tagen auf der Suche nach einem guten Buch zum Thema Bürgerkrieg. Ist "Für die Freiheit sterben" von

James M. McPherson ein Tipp?

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On April 12 [1862] operations began in earnest as Assistant Gerdes moved the SACHEM up to the "Jump" accompanied by the gunboat OWASCO. The next day the SACHEM got underway and "took the lead" proceeding upriver with the gunboats of the flotilla and all other Navy vessels in the vicinity following. The small survey ship was leading the ONEIDA, IROQUOIS, VARUNA, CAYUGA, OSCEOLA, KENNEBECK, OWASCO, WESTFIELD, CLIFTON, and MIAMI. According to Gerdes "... the steamer SACHEM had an escort, as probably never a Coast Survey vessel experienced before."(27)

 

 

The object of this expedition was to establish survey markers on the shore to serve as control points for indirect artillery fire into Forts Jackson and St. Philip from mortar boats commanded by David Dixon Porter. Gerdes' "plan was to measure a series of small triangles based upon the two points 'Saltworks' and 'Jump' as we could get them best, and to operate on both sides of the river at the same time. We had agreed upon a system of signaling to each other, to know when to observe, and we succeeded in the operations admirably and reached within three miles of the forts when night fell."(28) To accomplish this work, small boats carrying the survey crews were sent out from the SACHEM and some of the accompanying escort vessels. (Joseph Harris was attached to the gunboat OWASCO at this time.) The surveyors landed and conducted their operations while the gunboats engaged the forts to distract them from the surveying operations. Harris worked on the east bank of the river while Oltmanns and Bowie worked on the west bank. Aus THE COAST SURVEY IN THE CIVIL WAR 1861-1865

Edited by Threepwood

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@ Threepwood

 

Leider gibt es überhaupt wenig deutschsprachige Bücher über Themen

wie Unabhängigkeitskrieg oder Am. Bürgerkrieg.

Daher ist die Bewertung etwas schwierig.

Ich verwende eben : Für die Freiheit sterben und Der amerikanische

Bürgerkrieg von Bernd G. Längin.

Wobei es sich bei dem Werk von Längin um eine tägliche Chronik mit viel Bildmaterial

handelt. Eigentlich gehört dazu noch die ausgezeichnete Videoreihe mit gleichem Titel.

Es umfasst 275 DIN A4 Seiten.

Hingegen ist das Buch von McPherson fast reines Textwerk. Es umfasst mit Register

1000 Seiten.

Ich bin der Meinung, das beide Werke der Sache gerecht werden und somit für

mich gute und interessante Lektüre darstellen.

 

Ich wünschte, gleich gutes Material über den Am. Unabhängigkeitskrieg zu haben.

 

Ich hoffe, Dir ein wenig behilflich zu sein.

 

Gruß

Peter

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Vielen Dank für den Tipp. Da ich gestern The Atlas of the Civil War von James M. McPherson erhalten habe und es einen sehr guten Eindruck macht, werde ich Für die Freiheit sterben gerne anschauen.

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Zufälligerweise fand ich hier eine Darstellung von "Mortar Boats" oder Mörserflößen aus dem Sezessionskrieg aus einer Publikation aus den 1880ern. M.E. wurde sie möglicherweise nach einer Photographie gefertigt. Weil sie in den Text gedruckt war, habe sie ein wenig bearbeitet und die Satzfragmente des oben verlinkten Scans rundherum wegretuschiert.

1964986250_MortarBoats.thumb.jpg.25e69fb5cbc0988423858fca271ef549.jpg

 

 

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... und übrigens, weil die Links ganz oben natürlich alle nicht mehr funktionieren, "Mortar Barge No 10" gibts immer noch als Gratisdownload beim Paper Shipwright. Theoretisch jedenfalls. Vielleicht muß man als Gegenleistung Email und Kundendaten dalassen? Keine Ahung wie das funktioniert.

Gäbe jedenfalls eine interessante Dioaramaszene mit drei Stück dieser Dinger in Aktion...

Edited by McCool

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Wirklich interessant. Weiter unten auf der Seite ist ein Model Preview, womit man schon was anfangen könnte.

Skaliert auf M1:32 wäre das Floß 625mm lang, in 1:72 immerhin 278mm. 

Wie wurden die Gefährte bewegt? Treideln mit Pferden am Ufer? Staken mit langen Stangen?  Pullen mit Riemen? Schleppen mit Kuttern?

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Da kann ich bislang nur Vermutungen anstellen, aber ich schätze doch mal, man wird sie in jedem Fall mit irgendeinem Flußdampfschiff zum Einsatzort gebracht haben; evtl. auch mit einem dieser mehr oder weniger gut gepanzerten, falls es notwendig war. Und der Umstand, daß diese Mörserprähme ja Schutz zumindest gegen leichten Beschuß bieten sollten, deutet ja darauf hin, daß man mit der Eventualität rechnete.

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Flußdampfer ist am schlüssigsten. Ja, so wird es gewesen sein.

Die Bauform der schrägen Wände erinnert an die der CSS Albermarle. Scheinbar hat man sich da Gedanken gemacht, daß eine schräge Wand den besten Schutz gegen Geschosse bietet.

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Da gibts sicher noch eine Menge herauszufinden. Hier ist ein solches Mörserfloß neben zwei identifizierten Unionsdampfern - Tuscumbia soll der direkt neben dem Mörserfloß sein, das übrigens etwas angefleddert aussieht.

Ob die Kasematte, oder wie man das nennen will, nur aus Eisenplatten bestand, oder war es eine gepanzerte Holzkonstruktion? Hier sehen die Wände recht dünn aus.

555513672_MortarBoatnextUSS_TuscumbiaUSSLinden.thumb.jpg.8c56118c4be8aec5222b8f4ae70d9187.jpg

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Ich kann die für eine Stahlkonstruktion aus der Zeit erforderlichen Niete nicht sehen. Schweißen würde in der Größe nicht gemacht (zwei Werkstücke in der Esse auf Schmiedetemperatur bringen, übereinander auf den Amboß legen und mit dem Hammer druff). 

Könnte ein Fachwerk sein, auf das Bleche genagelt wurden.

Was mich verdutzt ist daß der Mörser nicht mittig auf dem Kiel montiert ist. Ob da noch ein zweiter neben soll, so wie es die Franzosen bei ihren Bombarden (englischen. bomb ketch) gehalten haben?

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vor 21 Stunden schrieb Carpfanger:

Was mich verdutzt ist daß der Mörser nicht mittig auf dem Kiel montiert ist. Ob da noch ein zweiter neben soll, so wie es die Franzosen bei ihren Bombarden (englischen. bomb ketch) gehalten haben?

Dafür scheint ja Platz zu sein, andererseits scheint ein einzelner Mörser für dieses Fahrzeug ja eigentlich schon genug... aber vielleicht fehlt ja tatsächlihc einer. Den Mörser jedenfalls im 90" zu drehen, damit er über die nächstliegende seitliche Brustwehr schießen kann, schiene unsinnig. Vermutlich wird man ihn auf seiner Bettung allenfalls um wenige Grade gedreht haben. Wäre ansonsten einfacher, das ganze Fahrzeug zu bewegen. Bei den ältesten Mörserfahrzeugen - die Franzosen hatten sie ja Ende des 17. Jahrhunderts erfunden - waren die Mörser ja wie erwähnt starr nach vorn feuernd eingebaut. Erst die Briten erfanden dann die "turntables" einige Jahre später. Aber was diese Szessionskriegs-Mörserflöße angeht, ist bestimmt noch was rauszukriegen. Alerdings würde ich nicht unbedingt drauf setzen, zeitgenössische Planzeichnungen zu finden. Vielleicht waren die Dinger zu irregulär und schnell zusammenimprovisiert..

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