Jump to content
Sign in to follow this  
Farquhar

Experimentelle Waffensysteme des 18ten/19ten Jahrhunderts

Recommended Posts

Ob Waffen die um die Ecke schiessen bishin zu den Versuchen mit mehrschüssigen Waffen gehört hier alles hinein, Kurioses wie auch Ernstzunehmndes.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Zu der Frage nach Mehrschüssigen Waffen. Es gab schon seid Anfang der Feuerwaffenherstellung Experimente und auch Serienwaffen, die Mehrschüssig waren. Wobei anzumerken ist, eine geladene Kammer muss irgendwie so Positioniert werden, das man sie auch abfeuern kann. Da gab es zu Zeiten der Arkebusiere ( Hakenbüchsenschützen ) shon im 16ten Jahrhundert eigentümliche Dinge. So eine Waffe, die grob gesehen an einen Rechen erinnert und eine stattliche Anzahl an einzelnen Rohren besass, die mejr oder weniger gleichzeitig abgefeuert wurden und natürlich entsprechende Wirkung hatten.Aber das Laden war umständlich und dauerte seine Zeit, eine Zeit, die im Gefecht oftmals nicht vorhanden war. Ich habe mal eine Zeichnung eines Sturmwagens gesehen mit 20 einzelnen geladenen Rohren. Aber zu den Mechanischen Problemen. Das was wirkliche Probleme bereitete, war das Laden nach dem Abfeuern. Und die Schwierigkeiten der Zündung. Eine Drehbare Trommel mit einzelnen Ladungen wurde erst 1825 und zwar nach der Entwicklung der Perkussionszündung erfunden. Das Problem bei Steinschlössern ist sicher der komplizierte Mechanismuss und das Abdichten der Pfanne mit der Zündladung bei Drehbaren Modellen.

 

Die Perkussionszündung, also ein kleines Zündröhrchen, das in die Brennkammer führt und mit Hilfe eines Aufgesetzten kleinen Zündhütchens ausgelöst wird, hat meines erachtens das bauen von Mehrschüssigen Feuerwaffen erst ermöglicht.

 

Aber es hat Versuche gegeben, eine Anzahl geladener Rohre Horizontal vor den Lauf zu schieben. Das auch schon mit Steinschlosszündungen. Nun, die Dinger sind nicht in Serie gegangen, zu Kompliziert, im Felde und auf See unbrauchba. Sonst hätte man sie wohl eingeführt.

Share this post


Link to post
Share on other sites

danke für den service ;)

ich erinnere mich jetzt an son kung fu film wo ich so eine mehrläufige waffe gesehen habe sah aus wie eine spinne :))

gut schiesse konnte mann mit den dingern bestimmt nicht

hast du auch bilder von solchen guns ?

Share this post


Link to post
Share on other sites

Also einen Revolver von 1650 habe ich schon einmal gesehen, natürlich mußte die Trommel von Hand gedreht werden. Es gab auch Waffen mit mehreren Läufen, die gedreht werden konnten - im Prinzip auch eine Art "Revolver", aber mit kompletten Läufen. Dabei besaß dann jeder Lauf seine eigene Pfanne.

Das große Problem für Hinterlader und Revolver war, denke ich, der Verschluß und die Dichtigkeit des Systems. In der britischen Armee war ja bereits im Unabhängigkeitskrieg eine Hinterladerbüchse im Einsatz, aber deren Problem war wohl Verschmutzung und Korrosion des Verschlusses durch die Pulverrückstände.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Die Queen Anne Pistole war eine Art Hinterladerpistole, da man die Kugel hinter dem Hahn in den Lauf presste.

Aber da das Pulver immer noch von vorn in den Lauf gegeben wurde, war es potentiell kein Hinterlader, obwohl die Kugel um einiges größer sein konnte.

Nur war diese Pistole kein Experiment, sondern sie wurde wirklich gebaut.

 

Und es gab zu der Zeit ja schon doppelläufige Flinten zur Entenjagd. :D

Share this post


Link to post
Share on other sites

Zur "Queen Anne Pistole". Mir ist nicht klar, was eine solche Waffe definiert; vermutlich gilt das für eine ganze Menge Waffen eines bestimmten Stils, bzw solcher, die in der Zeit Queen Annes produziert wurden. Hier ist ein solches Stück zu sehen:

http://www.aaawt.com/html/firearms/f251.html

Mir nicht erkennbar, daß da irgendwas von hinten zu laden sein sollte. Interessant aber der kurze Schaft, der sich praktsisch auf den Griff beschränkt, sowie der kanonenrohrfürmige Lauf.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Schaut mal hier Klick also es war wohl demzufolge nicht wirklich ein Hinterlader B) aber auch nicht wirklich ein Vorderlader B):(

Share this post


Link to post
Share on other sites

Aha, kein Wunder daß dieses Patent ausgestorben ist. Schnelles Nachladen ist nicht möglich. Die "Genauigkeit" einer Pistole war eh zwangsläufig gering, so daß der vermeintliche Vorteil vermutlich in der Praxis zu vernachlässigen war.

Jedenfalls sind z.B. die Ratschläge zum Gebrauch der Pistole beim Enterkampf ernüchternd. Nur im Notfall abzufeuern und nur auf geringste Distanz, wenn sicher ist, daß der Schuß nicht fehlgehen kann- letztlich wenige Meter.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich stelle mal die Hinterladersysteme von Crespi und Hall vor:

 

1770 stellte Guiseppe Crespi dem österreichischem Militär seine Erfindung vor:

Vorhanden Steinschloßflinten wurden aptiert. So blieben die Kosten gering.

Man schnitt ein kurzes Stück von hinteren Laufende schräg ab und richtete

diesen Teil , die Kammer, mit einem Scharnier so ein, das es sich aus dem Laufbett

nach oben klappen lies. So brauchte die Papierpatrone nur in die Kammer gesteckt werden.

Dann wurde die Klappe wieder umgelegt, die vordere schräge Schnittfläche gegen die hintere

des Laufes gedrückt und mit einem einfachen Riegel festgepreßt.

 

Leider erfüllten die Crespigewehre im Gegensatz zum vorgeführten Muster keineswegs

die versprochenen Leistungen. An den Schnittflächen herausschlagende Stichflammen

verletzten die Hände und Gesichter der Schützen und auch die Schußleistung blieb

weit hinter den Erwartungen der Militärs zurück.

Nach 9 Jahren wurden alle Crespiwaffen verschrottet. Der Schock war so groß, das

noch 1866 die Österreicher mit Vorderladern in den Krieg zogen.

-----------------------------------------------------------------------------------

1819 hatte die kleine Waffenfabrik von Harpers Ferry die Produktion eines neuen,

sensationellen Gewehrtyps aufgenommen. Es war das Hall-Gewehr, ein Steinschloß-

kammerhinterlader, für das der Büchsenmacher John Hancock Hall 1811 ein Patent

bekommen hatte. Das Hall-Gewehr war in zweifacher Weise eine Sensation:

Erstens, weil es Lehrenhaltig hergestellt wurde, das heißt, alle Teile konnten beliebig

ausgetauscht werden. Zweitens war es der erste Armeehinterlader der Welt, der auch

zuverlässig funktionierte.

Hall ging einen ähnlichen Weg , wie Crespi.

Ein vierkantiges Kammerteil, das das Steinschloß und das Lager für die Papierpatrone

enthält, liegt in einer Gabel am hinteren Laufende und läßt sich zum Lagen nach oben

schwenken. Wenn die Kammer in Schußposition gebracht wird rastet ihre konvex

gewölbte Nase in eine entsprchende Aussparung am hinteren Laufende ein.

Das Kammerteil läßt sich leicht herausnehmen und notfalls sogar als eigenständige

Faustfeuerwaffe verwenden, wovon auch reger Gebrauch gemacht wurde.

Mit dem Hall-Gewehr konnten geübte Schützen bis zu 15 Mal in der Minute schiessen.

Es wurden zunächst 1.000 Versuchsgewehre gefertigt. Insgesamt wurden etwa 28.000

Hall und Hall-North Gewehre bis 1853 gebaut. Zuletzt mit Perkussionssystem.

Ebenfalls wurden etliche Hall- Pistolen gebaut.

 

(aus Hans-Dieter Götz: Mit Pulver und Blei )

Edited by Peter Gun

Share this post


Link to post
Share on other sites

Zwischen 1715 und 1722 entwickelte der britische Rechtsanwalt James Puckle eine

Revolverkanone. 1717 führte er seine Erfindung dem Artilleriekollegium vor. Obwohl

die Kanone trotz strömenden Regens in 7 Minuten 63 mal abgefeuert werden konnte,

zeigte sich das Kollegium wenig beeindruckt. Lediglich der zweite Herzog von Montagu

führte auf seiner Expedition zu den westindischen Inseln St.Vincent und St. Lucia 2 Puckle-

Kanonen mit.

Interessant ist die Verwendung einer Sperrklinke, so das die Kammer (Trommel ) nur

in eine Richtung gedreht werden konnte.

Die Kanone verfeuerte wahlweise eine große Kugel oder 6 Musketenkugeln.

 

Kurioser Weise wollte Mr. Puckle gegen Christen runde Kugeln und gegen Heiden oder

Türken eckige Geschosse verwendet wissen. Dafür hatte er Kammern mit viereckiger

Geschoßaufnahme gefertigt.

Zur Zeit sind noch 3 Kanonen vorhanden.

 

( Teilweise Auszüge aus Dudley Pope: Feuerwaffen )

Share this post


Link to post
Share on other sites

Eckige Geschosse gegen Heiden? Wie interessant. :)

Bei den Hinterladern wäre ja noch die Ferguson-Büchse zu erwähnen, die einen Gewindeverschluß besaß. Immerhin wurde die ja in gewisser Anzahl in Unabhängigkeitskrieg eingesetzt. Wie man liest, gab es natürlich auch hier Probleme mit dem Verschluß- Verschmutzung des Gewindes.

Share this post


Link to post
Share on other sites

@ McCool

 

Kommt noch, kommt noch ! Da gibts noch einige.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Die Systeme la Chaumette und Ferguson:

 

Um 1700 hatte der Franzose Isaac de la Chaumette einen senkrechten Gewindezapfen

für seinen Hinterlader benutzt. 1721 erhielt er in London ein Patent auf sein System.

Diese Art Waffe wurde jedoch nicht militärisch genutzt, da der Verschluss zu schnell

verschmutzte.

 

1776 legte der schottische Offizier Patrick Ferguson einer Militärkommission ein abgeändertes

Modell des Chaumette-Gewehres vor, das Ferguson.

Trotz schlechter Wetterlage verschoß er 7 Schuss in einer Minute und konnte über einen

längeren Zeitraum 4 Schuss in der Minute auch in der Bewegung aufrecht erhalten. Für eine gezogene Büchse damals eine hervorragende Leistung.

Die wesentliche Änderung gegenüber dem Chaumettesystem bestand darin, das beim

Ferguson quer zu den Schraubengängen eine Reihe von Rillen zur Aufnahme des

Pulverschlamms eingefeilt wurden.

Beide Systeme hatten den Nachteil, das keine Patronen geladen werden konnten.

Es wurde mittels einer Kurbel der senkrechte Schraubverschluß nach unten soweit

abgesenkt, das man zuerst die Kugel und dann das Pulver durch die so entstandene kleine

Öffnung in den Lauf einführen konnte. Sodann wurde die Kurbel zurückgedreht und der

Verschluß war zu.

 

Aufgrund seiner oben erwähnten Vorführung wurden 100 Ferguson-Stutzen bei verschiedenen

Büchsenmachern in Birmingham bestellt. Mit diesen Gewehren wurden 100 Schützen unter

dem Kommando von Ferguson 1777 nach Amerika geschickt. Diese Truppe trug im

Gegensatz zu den normalen britischen Truppen eine grüne Uniform. Es waren Einheiten des 6. und 14. Regiments.

In der Schlacht von Brandywine wurde diese Truppe mit großem Erfolg eingesetzt, hatte

jedoch auch selbst einige Verluste. Ferguson wurde schwer am Arm verletzt.

Danach wurde die Truppe aufgelöst.

Ferguson starb im Oktober 1780 in der Schlacht bei King´s Mountain.

 

P.S. Der Schriftsteller Louis Lamour widmete Ferguson und seinem Gewehr den Roman:

Das Gewehr des Fremden

Share this post


Link to post
Share on other sites

Damit man mein Geschreibsel etwas besser versteht, verweise ich mal

auf diesen schönen Link:

 

http://www.ctmuzzleloaders.com

 

Natürlich wieder mal alles auf englisch.

weiter gehts dort unter Experiments / Construction and Experimental Arms.

 

Dort findet man die Systeme Queen Ann, Ferguson und Hall bestens graphisch

dargestellt. Unter anderem, natürlich,

Das Schmankerl allerdings ist die Baubeschreibung mit Fotos einer Flintlock-

Breech-Loading Pistol.

 

Auch sonst hat diese Seite ein reichhaltiges Angebot an interessanten Themen.

 

Edit: Leider hat man die Darstellungen auf der Seite entfernt.

Dafür füge ich einen neuen Link an:

 

Die Seite zeigt breechloading Rifles des West Point Museums:

 

Hall, Ferguson etc.

Edited by Peter Gun

Share this post


Link to post
Share on other sites

Zur Genauigkeit sog. Turnoff-Pistolen möchte ich aus Udo Knispel: Faustfeuerwaffen

zitieren:

 

Peterson überliefert die hübsche Geschichte, wie Prinz August von der Pfalz vor dem

erstaunten Karl I. einen 55 m entfernten Kirchturmhahn mit eben solcher Pistole trifft

und, als man den Zufall ins Spiel bringen möchte, mit seiner zweiten Waffe den gleichen

Treffer anbringt.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Peter, Bitte stell das Buch von Udo Knispel im Fachbuchbereich vor ( wenn auch Antiquarisch, das Buch ist eventuell von 1974??)und wir verlinken das hierher. Das ist sicher für mehrere Interessant.

 

Lieben Gruss,

Werner

Edited by Farquhar

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ich habe hier einen Link mit dem Riss der Fiktiven ungeliebten Polychrest :rolleyes: und habe ausserdem gerade den entsprechenden Roman der O`Brian Reihe gelesen. Von allen verrückten Ideen, die damals ausprobiert oder zumindest angedacht wurden klingt ein Schiffsrumpf, welcher bei starkem Rückstoss nach achtern laufen kann garnichteinmal so unlogisch :D Allerdings müsste es schon eine mächtige "Rakete" sein die einen solchen Rückstoss erzeugt das eine solche extravagante Konstruktion überhaupt notwendig ist.

 

Trotzdem ist "Zimmermanns Irrtum" ein vergnüglicher Gedanke, wenn man ihn nicht gerade Segeln muss. ;)

Share this post


Link to post
Share on other sites

Der verlinkte Riß ist allerdings gar nicht fiktiv - das ist nicht Polychrest, sondern H.M. Mortar Vessel Project, gebaut 1806 nach einem Entwurf von William Congreve. :D Den Namen Congreve verbindet man natürlich vor allem mit Raketen, aber dieses Schiff hatte nur Mörser an Bord.

Auf Trinques Website "Ships of Jack Aubrey" wird ja sehr schön dargestellt, woher O'Brian wahrscheinlich http://www.ctbasses.com/misc/BruceTrinque/ die Inspirationen für seine Romanschiffe nahm. Das schreckliche Schiff Polychrest ist offenbar sowohl von Project (Doppelender) als auch von Dart/Arrow (allgemeines Erscheinungsbild, Größe) beeinflußt worden - beides innovative Konstruktionen, von denen sich Project offensichtlich nicht bewährte (es war ein Einzelschiff und wurde etwa ein Jahr nach Indienststellung aufgelegt), Dart/Arrow hingegen schon. Als zusätzlichen Einfluß für Polychrest könnte man noch das Raketenschiff Galgo vermuten, obwohl das keine Riesenraketen abfeuern konnte.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Vielen Dank für die Ausführungen. Eine Frage habe Ich dabei allerdings............wenn die beiden Mordstrumms zwischen den Masten Mörser also Steilfeuerwaffen sind, warum dann diese Schiffsform??

 

Bei dieser Positionierung der Waffen wird sich der Rückstoß doch wohl nur auf die Notwendige Breite des Schiffes Auswirken müssen und nicht auf diese Beidendige Lösung?? :D . Bei einem Abschuss der Mörser dürfte es doch eigentlich keine Auswirkungen auf vorwärts oder Rückwärtsfahrt geben.........Oder gehen meine Gedanken da in eine völlig falsche Richtung??

 

 

Gruss,

Werner

Edited by Farquhar

Share this post


Link to post
Share on other sites
. Bei einem Abschuss der Mörser dürfte es doch eigentlich keine Auswirkungen auf vorwärts oder Rückwärtsfahrt geben.........Oder gehen meine Gedanken da in eine völlig falsche Richtung??

Die Wahl der Rumpfform und die Bewaffnung haben miteinander direkt auch gar nichts zu tun. Project hatte offensichtlich einen Doppelender-Rumpf, damit das Schiff das tun konnte, wofür alle Doppelender gedacht waren: sich gleich gut in beide Richtungen bewegen zu können.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Heute möchte ich Espignolen oder Römische Kerzen vorstellen:

 

Bereits in der Frühzeit der Entwicklung von Feuerwaffen war man versucht,

die Feuergeschwindigkeit dieser zu erhöhen.

Ende des 14.Jahrhunderts entstand erwiesen dies System ( Codex XXX69, Hof-

biliothek Wien )

Es funktioniert folgendermaßen:

Man lud den Lauf immer umschichtig mit Pulver und einem durchbohrten, zylindrischem

Geschoss, welche Bohrung mit Pulver oder einer sonstigen Brandmischung gefüllt war.

Zündete man nun die erste Ladung ( von vorne ! )so löste sich nun der erste Schuß und

setzte gleichzeitig den Brandsatz durch das zweite Geschoß zur zweiten Pulverladung in Brand

und so weiter, bis alle Ladungen ( bis zu 14 ! ) derart mit leichter Verzögerung

nacheinander abgefeuert wurden.

Das System setzt dabei voraus, das die Geschosse den Lauf satt abdichten, da sonst alle

Ladungen fast gleichzeitig zünden würden, was wohl zu einer sofortigen Zerstörung der

Waffe und des ebenso schnellen Ablebens des Schützen führen müßte.

Es ist jedoch erwiesen, das diese Waffen gut funktioniert haben.

 

Nun sollte man denken, naja, 14. Jahrh. olle Kamellen:

 

Zuletzt wurden Espignolen von den Dänen 1848-1850 und noch 1864 in Düppel

gegen Preussische und Österreichische Truppen eingesetzt.

 

Edit: Hier ein paar Fotos der unterschiedlichen dänischen Espignolen:

 

http://www.vestvolden.info/Maskingevaeret.htm

Edited by Peter Gun

Share this post


Link to post
Share on other sites

Vielen Dank für den interessanten Beitrag und den Link. Schön die schubkarrenartige Feldlafette!

Diese speziellen "Espignolen" sind auf der verlinkten Seite ja offenbar in den Zusammenhang des Maschinengewehrentwickluung gestellt worden- zu Recht. Das Wort ist allerdings auch vielfältig verwendet worden, u.a. scheint man auch Tromblone (soetwas wie Kartätschkarabinder mit trichterförmiger Mündung) so bezeichnet zu haben. Mir ist auch eine französische Espignole aus der Mitte des 19. Jhdts. in Erinnerung, die allem Anschein nichts weiter war als das, was man sonst als "Drebasse" im Sinne von kleinkalibriges Schanzkleidgeschütz für Schiffe bezeichnen würde. Leider finde ich das Bild dieses schönen Stücks nicht wieder, aber wenn mich das Gedächtnis nicht täuscht, wäre der Lauf für eine Mehrfachladung auch viel zu kurz gewesen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Richtig, McCool. Auch ich bin über solche Stücke gestolpert, die zwar als Espignolen

bezeichnet wurden, jedoch nichts anderes als Blunderbusses oder tatsächlich Drehbassen

und somit einschüssig sind.

Um 1580 und um 1650 gab es jedoch unter anderem Pistolen oder auch Karabiner, welche mit

4-5 gebündelten Läufen ausgestattet waren.

Das Funktionsprinzip war folgendermaßen:

Ein Lauf war nur normal (d.h. mit einem Schuß ) geladen. Ein zweiter Lauf war nur mit

einem Brandsatz geladen, während die beiden oder drei restlichen Läufe nach dem

Espignol-Prinzip geladen waren.

Feuerte man nun den einschüssigen Lauf ab, zündete dieser Schuß durch ein an der

Mündung befindliches Loch den Lauf mit dem Brandsatz, woraufhin dieser nun abwechselnd

die Esginolläufe zündete.

Was muß das für die damalige Zeit ein Höllengerät gewesen sein !

Nun sah ein solcher Karabiner mit dem dicken Laufbündel so aus wie eine Blunderbuss.

Vielleicht kommt daher die Ableitung.

Share this post


Link to post
Share on other sites

hmmm... ich meine die letzten Tage gelesen zu haben dass angeblich Zeitweise eine ähnliche Konstruktion auf der Constitution montiert gwesen sein soll. Nein keine Gatling. Das soll zur Zeit des Amerikanisch-Englischen Krieges gewesen sein und der gute Herr Gatling hat seine Mördermaschine erst Anfang der 1860er erfunden glaube ich.

 

Hab aber leider keinen schimmer mehr WO ich das gelesen habe... Vielleicht kann da ja jemand helfen?

 

Gruß Olli

Share this post


Link to post
Share on other sites

Wenn ich nicht irre, beklagt William James wohl entweder anläßlich des Gefechts mit Java oder Guerriere irgendeine unsportlicherweise auf dem Spill angebrachte "Haubitze". Weitere "Howitzers" gab es in den Marsen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Sign in to follow this  

×
×
  • Create New...