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Threepwood

Stanley Kubrick's Napoleon

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Stanley Kubrick's Napoleon!

 

Das wäre es gewesen. Der Kult-Regisseur war bekennender Napoleon-Fan und seit Spartacus auch mit Massenszenen vertraut.

 

Über Jahrzente sammelte er Material, Teile des Drehbuchs waren schon fertig. Darüber hinaus hatte Kubrick bereits eine Vereinbarung mit dem rumänischen Militär um die Massenszenen drehen zu können. Zu dem Monumentalfilm ist es leider bis jetzt nicht gekommen, Kubrick starb kurz nach den Dreharbeiten von "Eyes Wide Shut".

 

Allerdings wird das Material gut gehortet. Immer noch hoffen die Erben auf die Verfilmung des Stoffes. Aufgrund der extrem hohen Produktionskosten des für 3 Stunden (!) angelegten Films lassen Produzenten leider noch auf sich warten.

 

Nach der finanziellen Bruchlandung von "Alexander" dürften den Studiobossen solche Projekte zu gewagt sein. Was ich persönlich allerdings für Quatsch halte. Das Problem von Alexander war nicht der Film, sondern Troja. Zuviel Sandalenfilme laufen eben nicht, aber Napoleon ist ein ganz anderes Thema.

 

Hier ist ein Drehbuch , ob es tatsächlich von Kubrick ist kann ich leider nicht garantieren.

 

Hier noch eine entsprechende Meldung von der offiziellen Kubrick-Seite:

 

Kubrick's plans for 'Napoleon' to be published

 

By Nick Holdsworth

Hollywood Reporter, June 25 - July 1, 2002 Issue, Page 12

 

 

MOSCOW -- The script and preparation details for Stanley Kubrick's long planned but never filmed "Napoleon" project are to be released in a book next year, Jan Harlan, the late director's executive producer, said Monday.

 

Harlan, who is working on the book with his sister, Kubrick's widow Christiane, said the book, "Stanley Kubrick's Napoleon - His Greatest Film Never Made," would be a tribute to a project that obsessed the director, who died in March 1999.

 

Harlan is at the Moscow International Film Festival this week to present a retrospective of Kubrick films and his own biographical documentary, "Stanley Kubrick: A Life in Pictures."

 

He said Kubrick amassed more than 18,000 books and documents on the life of Napoleon Bonaparte and 7,000 location photographs during his 30-year quest to make a film on the French military leader and emperor.

 

"From 1969 until his death, Stanley was fascinated by Napoleon," Harlan said. "Although Kubrick films are very different in form, there is a common denominator - the human folly and vanity built into our species that appears to be our downfall. Napoleon interested Stanley very much because here was a man with a huge talent and tremendous charisma who in the end failed only because of his emotions and vanity. Napoleon was not able to control his emotions - it was his Achilles' heel."

 

The book will include a copy of the film's script and details of the location scouting carried out in Romania, France and Britain in the 1970s. Harlan added that he would love to see the film made one day but said that its scope and sweep, covering Napoleon's entire life, would necessitate a budget of around $120 million.

 

"It would be absolutely fantastic if it could be made," Harlan said.

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Ich persönlich stehe solchen dingen immer sehr kritisch entgegen. Mit Graus denke ich an den letzten Vierteiler Napoleon. Wie hieß es damals keiner wird sich nach dem Film für Jahrzehnte an dieses Thema trauen. Na ich als doch guter Kenner der Materie muß dem Film ein glattes mangelhaft geben.

 

Man wollte viel hineinpacken und hat das ganze gegenteil erreicht. Vertan die Chanchen einen Napoleon

beim überschreiten des Nimen von einem schwarzen Pferd fallen zu lassen zb oder die zeitlichen Desaster hier mag der Brand von Moskau gelten mit dem Zitat Napoleons "wir werden sie bei Borodino schlagen"

Da schlägt es einem glatt den Magen um, abgesehen davon, der Kaiser würde sich in seinem Sarg umdrehen.

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In diesem Nachruf über Bernd Eichinger steht, dass sich der Produzent im letzten Winter mit Alexander Kluge getroffen hat und dabei auch die Realisierung eines großen Napoleon Films angesprochen hatte.

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Eichinger wollte Kubricks Napoleon-Projekt "weiterführen"? Ach du ..... Da bin ich ja mal gespannt, ob dazu noch irgendwelche Informationen auftauchen. Daß Kubrickfilme ohne Kubrick nicht das werden, was sie mit ihm möglicherweise hätten werden können, konnte man ja bei A.I. sehen. Bzw. nicht. Auch wenn Eichinger jetzt posthum plötzlich eine allgemeine Apotheose erfährt (die Tragödie eines so plötzlichen, unerwarteten Todes ist Eines - deswegen war aber nun nicht plötzlich alles großartig, was er gemacht hat)- m.E. wäre aus einer Eichinger-Produktion über Napoleon nichts positiv Bemerkenswertes geworden. Schaut man sich mal an, was er produziert hat, ist das eine ellenlange Liste furchtbarer Sachen, unter denen einige wenige positiv herausstechen (und mit letzteren meine ich nicht "Hausmeister Krause", "Schuh des Manitu". "Pornorama" oder "Der Untergang").

Was die künstlerische Einstellung angeht, geht es wohl nicht gegensätzlicher als Kubrick und Eichinger. Gestern sah ich einen Interviewausschnitt, indem er netterweise mal die Arbeiten von Regisseuren wie Wenders oder Herzog als völlig irrelevant beiseiteschob. Eichinger hielt sich lieber an die Devise "keine Experimente": Man übernehme gefälligst das amerikanische Patentrezept, um Filme zu inszenieren.

Und auf diese Weise ein Kubrick-Projekt fortführen? Wenn es große Produktionen gab, die sich nicht an die üblichen Patentrezepte hielten, dann die Kubricks. Wie hätten "2001" oder "Clockwork Orange" ausgesehen, wenn ein Eichinger die mit einem Regisseur seiner Wahl produziert hätte? Das möchte ich mir lieber nicht vorstellen.

 

Apropos Apotheose - interessant zu vergleichen, wie man Eichinger 1996 in der der "Zeit" sah: Fräuleins, Frust und Früchtebecher und heute: Das Löwenherz des Kinos

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Auf RTL, ist um 0.30 das Alexander-Kluge-Magazin "10 vor 11" zu sehen, in dem es irgendwie um Kubricks Napoleon-Projekt zu gehen scheint. Lohnt sich das? Tja, vermutlich leider nicht?

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Zumindest wird das Thema hin und wieder aufgegriffen:

https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/films/news/the-film-that-defeated-kubrick-spielberg-to-turn-napoleon-the-greatest-movie-never-made-into-a-tv-8519485.html

Wäre schon wirklich großartig, wenn Spielberg das Thema als hochwertige TV-Serie aufgreifen würde.

Apropos Spielberg: Wusstet Ihr, dass er 1971 ganz am Anfang seiner Karriere Folge 3 "Tödliche Trennung" aus der Columbo Serie inszeniert hat?

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vor 51 Minuten schrieb Threepwood:

Wäre schon wirklich großartig, wenn Spielberg das Thema als hochwertige TV-Serie aufgreifen würde.

Immerhin hat Spielberg es ja auch geschafft, Kubricks A.I.-Projekt hervorragend umzusetzen. Kubrick hielt ja ziemlich viel von Spielberg, ich glaube, er sah ihn so ziemlich als einzigen als ebenbürtig an... :lol: 

 

vor 56 Minuten schrieb Threepwood:

Apropos Spielberg: Wusstet Ihr, dass er 1971 ganz am Anfang seiner Karriere Folge 3 "Tödliche Trennung" aus der Columbo Serie inszeniert hat?

Gehört zu dem Filmfakten, die ich immer wieder gern vergesse, aber ja, jetzt wo Du es erwähnst.... ;)

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