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Threepwood

Heute vor...

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Am 23.3.2020 um 12:11 schrieb Threepwood:

...125 Jahren maßen die Forscher auf HMS Challenger die damals tiefste Stelle im Ozean:

..sie hatten sich beim DLF um 20 Jahre verhauen, es war der 145. Jahrestag, 23. März 1875. ! ;-)

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Auf Vorschlag der Academie des sciences beschließt die französische Nationalversammlung am 26.03.1791 die Einführung eines einheitlichen Längenmaßes. Doch erst am 01.08.1793 wird endlich das Urmeter eingeführt: Der zehnmillionste Teil eines Erdquadranten. Als Endmaß um andere Messmittel zu eichen dient zunächst ein Messingkörper, der später durch ein Platinexemplar ersetzt wurde. 

Der Einführung des Meters durch unsere französischen Nachbarn haben wir es zu verdanken, daß auch hierzulande sinnvollerweise die vielen dutzend Maßeinheiten allmählich verschwanden. Jeder Fürst hatte seine eigene Norm, ein Zoll war nicht gleich ein Zoll, ein heilloses Durcheinander. Der Mondfeld ist voll davon. Da können wir heute ganz froh sein daß es nur zwei gängige Maßeinheiten gibt, auch wenn die Briten mich mit ihren inches schon manchmal ärgern.

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Meine Heimatstadt Soest, 26.03.1945.

In der Stadt sind viele Häuser zerbombt. Montgomery steht im Münsterland, die 1. US-Armee in Limburg. Laut "Führerbefehl" sind alle Heimatkräfte in die Front einzureihen. Das betrifft sowohl die Volkssturmleute als auch 14 und 15-Jährige der HJ. 

(Mein Sohn ist 14. Wenn ich mir vorstellen müßte, ihn an die Front...nein, das würde mir das Herz brechen).

Der Befehl untersagt ausdrücklich "das Zeigen weißer Tücher zum Zeichen der Übergabe" und verlangt, daß "gegen Kapitulanten energisch vorgegangen" werde und daß "das Öffnen von Panzersperren geahndet" wird. Trotzdem haben die meisten für alle Fälle weiße Tücher im Luftschutzgepäck. Das wäre besser als abgeknallt zu werden. Eine objektive Einschätzung.

Nun ordnet die NS-Kreisleitung den Bau von Panzersperren an. Sie werden vor allem an den 10 Stadttoren errichtet, weil man der Ansicht ist, die Stadtwälle würden einem feindlichen Ansturm standhalten können. Die Sperren werden aus Gleisen, Schwellen und Balken von Fachwerkhäusern gebaut. Zerbombtes Material gibt es genug.

Fortsetzung folgt...

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Soest, 27.03.1945

Die Amerikaner sind rasch an Soest vorbei bis Marburg vorgestoßen, während in der Hansestadt wie üblich Fliegeralarm ist.

Gegen 20:00 setzt sich in Essen ein Sonderzug der DR mit der Nummer 1145 ostwärts in Bewegung. Er soll ca. 400 Jugendliche von HJ und Jungvolk nach Korbach in Sicherheit bringen. Diese Zugfahrt wird keiner der Beteiligten und Augenzeugen je vergessen...

Fortsetzung folgt.

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Soest, 28.03.1945

Der Zug fährt in das Weichenfeld vor dem Soester Bahnhof ein. Jetzt wird der Zugführer gleich den Schieber drosseln - doch er gibt Volldampf. Der Grund: Vom Himmel stoßen acht amerikanische Jagdbomber herab, werfen Bomben. Ein Waggon zerbirst, der Zug kommt zum stehen. Die flüchtenden Jungs werden mit Bordwaffen beschossen. Im Kugel- und Bombenhagel kommen 32 von ihnen ums Leben, dazu viele Verletzte. Einer der Augenzeugen war mein Vater, damals im selben Alter wie die Jungs aus dem Zug.

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Heute jährt sich wieder die Meuterei auf der Bounty!

 

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Am 11. Mai wurde in Bodenwerder Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen geboren, der so verunglimpfte "Lügenbaron", der dBruckner_-_M%C3%BCnchhausen.jpgoch eigentlich in seinem Pavillon nur haarsträubend phantasievolle Geschichten zur Unterhaltung seiner Gäste erzählen wollte. Ein anonymer Autor veröffentlichte die Geschichten, die offenbar weitere Kreise gezogen hatten, 1783, anonym als "Vademecum für lustige Leute", was dem Freiherrn gar nicht gefiel. Weiterver- und bearbeitet wurden die Geschichten dann von Raspe (einem diebischen landgräflich-kasselschen Münzsammlungskurator auf der Flucht) in England und teils auf dieser Publikation basierend, Bürger in Deutschland. 

Abgesehen von stetigem Ärger mit den bornierten Städtern hatte der Freiherr in der Tat einiges erlebt. 1737 begleitete er als Page den welfischen Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel nach Rußland. der dort die Zarin in spe  Anna Leopoldowna heiraten sollte. Der Herzog nahm auf russischer Seite am Feldzug gegen die Türken auf der Krim teil, wobei ihn Münchhausen wahrscheinlich begleitete. 1739 wurde er Kornett in dem von Anton Ulrich befehligten Kürassier-Regiment, das in Riga stationiert war. Mit diesem Regiment nahm Münchhausen am russisch-schwedischen Krieg teil.

1740 starb Zarin Anna, Anna Leopoldowna fungierte kurzfristig als Regentin für ihren gemeinsamen Sohn mit Anton Ulrich, Iwan VI. Jedoch wurde dieses Regime 1741 zugunsten Elisabeth Petrownas gestürzt, Anna Leopoldowna und Anton Ulrich gefangengesetzt - sie kamen nicht mehr frei. Münchhausens weitere Aussichten in Rußland waren aufgrund dieser Entwicklungen ungünstig, seine militärische Karriere befand sich in einer Sackgasse, und so kehrte er 1750 nach Bodenwerder zurück, wo er den Rest seines Lebens auf dem Gutshof verbrachte; auf dem er geboren worden war. Offensichtlich schätzte er illustre Gesellschaft und Jagden.

Nach kinderloser Ehe mit seiner ersten Frau Jacobine von Dunten (+1790) versauerte sich der Freiherr die letzten Jahre, indem er 1794  die unverschämte, verschwenderische und ehebrechende 20-jährige Majorstochter Bernhardine Brunsig von Brunn 1794 heiratete, von der er sich wegen Untreue fast sofort wieder scheiden lassen wollte - der Prozeß dürfte den kurzen Rest seines Lebens überschattet haben. Im Februar 1797 starb Münchhausen, der finanziell niemals vom Erfolg seiner  "Lügengeschichten" profitiert hatte. 

Edited by McCool
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1761 weilte der Freiherr im Zuge der Schlacht (oder des Ereignisses) von Vellinghausen in Soest.

Mit dabei: Sein Packesel, das störrischste Maultier das je einer besessen hatte. Ewig lief das Viech davon und machte, was es wollte. Der Freiherr gedachte in der Thomä-Schänke zu verweilen und band das Tier kurzerhand an der Kirchturmspitze von St. Thomä fest. Es zappelte und strampelte, aber der Freiherr besann sich darauf, daß die Westfalen gemeinhin als stur gelten und passte sich diesen örtlichen Gepflogenheiten an. Schnurrstracks ging er in die Schänke und ließ den Esel kurzerhand zurück. Drei ganze Tage und drei ganze Nächte zechte Münchhausen, und als er die Schänke verließ traute er seinen Augen kaum: Durch das wilde Treiben des Packesels war doch tatsächlich der Kirchturm schief geworden! Er ließ dem Pfarrer 12 Golddukaten als Entschädigung da und zog samt Esel weiter.

https://www.westfaelische-hanse.de/erleben/geheime-orte/der-schiefe-turm-von-soest/

P. S.: Dieses Döneken hat mir einst mein alter Herr erzählt. Muss also stimmen.

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vor 11 Stunden schrieb Carpfanger:

...(oder des Ereignisses) ...

:lol: Köstlich!

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Im Zweiten Koalitionskrieg besiegen am 4. Juni 1799 österreichische Truppen unter dem Kommando von Erzherzog Karl in der Ersten Schlacht von Zürich die von André Masséna in der Schweiz befehligte französische Armee.

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Am 06. Juni 1801 endet mit dem Frieden von Badajoz der sog. Orangenkrieg zwischen den Alliierten Spanien und Frankreich gegen Portugal. 

Die Stadt Olivenca fiel an Spanien, Teile Nord-Brasiliens an Frankreich (Französisch-Guajana). Als Entschädigung mußte Portugal 25 Mio. Franc zahlen, außerdem mussten portugiesische Häfen für britische Schiffe geschlossen bleiben. 

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Am 12. Juni 1862 began der konföderierte Kavalleriegeneral J. E. B. Stuart seinen Ritt um McLellans U. S.-Armee. Während dieses Gewaltritts kam es auch zum Tunstall's Station Raid.

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Ich hoffe, das Forum wird jetzt nicht gestürzt, weil ich über einen Südstaaten-General schreibe. Aber Geschichte ist nun mal Geschichte, also locker bleiben.

Edited by Carpfanger
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Am 16. Juni 1815 kommt es zur Schlacht bei Ligny. Napoleons letzter Sieg. Die Franzosen schlafen die preußische Armee. Jedoch wird sie nicht zerschlagen... Wellesley schlägt sich gleichzeitig bei Quatre-Bras.

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https://waterloo1815.de/styled-2/

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Oh ja, ein sehr wichtiges Datum. An diesem Tag hätte die Geschichte einen ganz anderen Verlauf nehmen können...

Die Windmühle von Ligny wäre auch noch ein gutes Motiv um in einem Diorama Platz zu finden. 

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Am 17. Juni 1953 erhoben sich in der DDR vor allem Arbeiter gegen die Diktatur der SED (heute "Die Linke"). Der Aufstand konnte nur mit Hilfe der Roten Armee niedergeschlagen werden. Dabei gab es 55 dokumentierteTodesopfer, die meisten durch Rotarmisten und Volkspolizisten erschossen, sowie ca 20 weitere ungeklärte Todesfälle. Nach dem Austand durch die SED-Justiz ca 1600 Verfahren gegen mutmaßliche Aufständische eingeleitet. Für einige besonders harte Strafen war die neue stalinistische Justizministerin "Bluthilde" Benjamin verantwortlich, die auf den abgesetzten und dann inhaftierten Max Fechner folgte - dieser hatte die streikenden Arbeiter nicht juristisch verfolgen wollen. Es gab 2 Todesurteile, 3 lebenslange Zuchthausstrafen, mehr als 100 Zuchthaustrafen zwischen 5 und 15 Jahren sowie mehr als 1300 Gefängnisstrafen. Weitere Konsequenzen des SED Regimes waren z.B. der umfassende Ausbau der StaSi und die "Säuberung" des Parteiapparats von gemäßigten Mitgliedern.  

 

 

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Es hätte durchaus geschehen können, daß statt der Amerikaner die Briten die Atombomben auf Japan abwerfen, was mir bis gestern auch völlig unbekannt war. Grund dafür war, daß die 1943 bereits in Produktion befindliche gestellt B 29 Superfortress zwar die Last tragen konne, aber zwei hintereinanderliegende Bombenschächte hatte, die durch den Tragflächenholm voneinander getrennt waren. Die Struktur konnte also nicht ganz problemlos geändert werden, um einen einzelnen großen Bombenschacht für die riesigen A-Bomben zu schaffen. Daher zog man als Plan B britische Lancaster-Bomber in Betracht, die mit relativ geringen Modifikationen die Bomben tragen konnten, jedoch das Problem zu geringer Reichweite hatte. Man arbeitete aber Seite Ende 1943 mit Hochdruck an der Lösung für die B 29, und das Resultat war die Silverplate Series, die einen großen Bombenschacht besaß, und zwecks Reichweitenverlängerung von jeglicher Bewaffnung befreit war, mit Ausnahme der tail gun. Außerdem besaßen sie Verstellpropeller und eine Benzineinspritzung. Die Tests dieser Variante begannen dann doch bereits im Februar 1944. Für die Lancaster-Bomber hatte man zwischenzeitlich die Luftbetankung erprobt, aber Plan B war aufgrund der rechtzeitigen Fertigstellung der Silverplate-B29 hinfällig.  Rückblickend betrachtet würden die Briten wohl nicht gerne mit diesem furchtbaren Atombombeneinsatz in Verbindung gebracht werden...

 

 

Edited by McCool
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