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Zaknitsch

Der neue aus Köln/Dormagen

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Hallo zusammen!

 

Ich wollte mich erst einmal vorstellen und direkt im Anschluss 1-2 Fragen stellen.

 

Mein Name ist Dominik, ich bin 32 Jahre alt und Segelschiffe begeistern mich schon seit meiner Kindheit. Und wenn man sich damit dann beschäftigen will, dann bitte auch richtig, hatte ich mir gedacht. :) Und so bin ich auf euch gestoßen. Die Fülle an Informationen scheint zumindest für etlichen Lesestoff zu sorgen. An hartem Lesestoff besitze ich lediglich ein Buch: "Segelschiffe, Die Königinnen der Meere - Geschichte und Typologie" vom Bassermann-Verlag. Nicht sehr ausführlich, eher kindsgerecht. Besser als nichts^^

 

Wie komme ich denn bitte ausgerechnet jetzt dazu?

 

Öhm, ja. Also im Prinzip habe ich im Kindesalter mit Pen & Paper Rollenspielen (DSA) angefangen um dieses Hobby später auf Tabletop-Systeme auszuweiten. Tabletop habe ich irgendwann ad acta gelegt (mittlerweile wieder aufgenommen...) und suchte für eine DSA-Szenario Darstellung kleine billige Segelschiffe oder von mir aus auch nur billige Ausdrucke als Marker...

 

Verschiedene Anbieter hin und her landete ich beim Hersteller Langton, welcher Schiffe im Maßstab 1:1200 herstellt und ich über www.wiedling.de auch einen guten Anbieter in Deutschland habe. Diese werde ich vor allem zum spielen verwenden mit dem Regelwerk "Trafalgar" oder auch anderen, wenn man schöne Alternativen findet.

 

Wo wir dann langsam zu den anständigen Fragen kommen:

 

- Gibt es irgendwo einigermaßen gesicherte Belege für die Farbgebung von Schiffen für die unterschiedlichen Nationen und Schiffe? Bzw. überhaupt irgendwelche gesicherten Muster der Planken oder ist dies in der Tat moderne Interpretation?

 

Wie meine ich das? Gibt es belege, ob gewisse Schiffe eher jenes hellbraun-gelb-goldene mit schwarz Muster trugen:

 

615593.jpg

 

 

Und andere eher dieses rotbraune/kastanien - Muster?

 

titel210.jpg

 

 

Seltener sieht man auch ein schwarz-weißes Muster. Gefühlt häufiger bei Fragatten der Amerikaner. Allerdings werden auch die Santissima Trinidad und die HMS Victory bisweilen mit ähnlichem Muster dargestellt (siehe als Beispiel von wikipedia unten):

 

220px-Victory_Portsmouth_um_1900.jpg

 

 

Gibt es zur Farbgestaltung gewisse historische "Regeln"? Dazu konnte ich bisher nichts im Netz finden. Was wahrscheinlich an den falsch benutzten Suchbegriffen liegt.

 

 

Die zweite Frage ist:

 

 

Wenn ich mich mehr mit dem "richtigen" historischen Modellbau befassen möchte, wie fange ich am besten an? Da diese Frage zu 300% hier im Forum nicht das erste mal aufkommt, reicht mir auch eine Verlinkung zu einem solchen Thread.

 

Die dritte Frage ist:

 

Die Url www.line-of-battle.de hat mich noch vor kurzem auf eine Info-Seite geführt und nicht direkt ins Forum. Ist diese entfernt worden? Oder wie komme ich wieder dahin?

 

 

Zum Schluss verbleibe ich mit besten Grüßen und einem hoffentlich produktivem Jahresende,

 

 

Zaknitsch

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Hallo Dominik! Herzlich Willkommen im Forum! Finde ich sehr vernünftig, sich für Segelschiffe zu begeistern! ;)

 

Zur Frage, wieso die HP nicht erreichbar ist: Die muß derzeit neu aufgesetzt werden!

http://www.napoleon-forum.de/index.php?showtopic=3869

 

Anfangen mit richtigem Modellbau - Du meinst aus Holz? Dann vielleicht zuallererst ein Buch übers Basiswissen; und da bin ich trotz gewisser Bedenken geneigt, immer noch Mondfelds einbändiges Handbuch (nicht die vielbändige Enzyklopädie) zu empfehlen

Zu den Bedenken siehe auch hier im Thread - http://www.napoleon-forum.de/index.php?showtopic=196&st=0&p=19938&hl=anf%C3%A4nger&fromsearch=1entry19938

Pluspunkte: relativ billig, Übersichtlich, wichtiges Basiswissen. Minuspunkte: Schreibstil, der anmaßend wirken kann, Formulierung von Tabus, die man natürlich nicht ernstnehmen sollte usf.

Z.B., und das führt zm nächsten Punkt, Mondfelds weitgehender Verdammung von Baukästen, obwohl er selbst welche entworfen hat - und die waren auch nicht gerade top.

Also Baukasten oder Selbstbau? Hängt von der handwerklichen Erfahrung ab. Baukästen sind leider überwiegend mängelbehaftet, manche sogar grotesk, aber wahrscheinlich kommt ein Beginner mit einem Baukasten eher zu einem Ergebnis als ohne. Ein Nachteil ist auch noch, daß Baukästen meist relativ teuer sind. Die Fortsetzungbausätze aus dem Zeitschriftenhandel sind noch teurer und keineswegs besser.

Ein relativ einfaches Objekt wäre ratsam. Aber das hängt auch alles davon ab, welche Maßstäbe man an sich selbst legt. Will man "Museumsqualität" und strebt nach handwerklicher Perfektion, oder Spaß am Bauen und ein schnelleres Ergebnis? ;)

Eine Option wären natürlich auch noch die großen Plastikbausätze, die es gibt. Oder die Pappbausätze von Shipyard, obwohl die vielleicht auch nicht leichter zu bauen sind als ein Holzbausatz. Manches aus Pappe zu machen scheint auch nicht so sinnvoll, z.B. Kanonenrohre oder Rundhölzer... :P

 

Zu Schiffsanstrichen/Farbgebung:

Da gibts hier schon so einiges. Z.B. fürs 17. Jhdt http://www.napoleon-forum.de/index.php?showtopic=2433 und fürs 18.-19. http://www.napoleon-forum.de/index.php?showtopic=682 (leider hat das Museum, auf das zuoberst verlinkt wurde, seine Internetpräsenz mal komplett umgekrempelt, weshalb die Links nicht mehr gehen).

 

Die von Dir verlinkten Bilder sind ja ziemlich exemplarisch. Der französische Dreidecker oben zeigt dunklere Berghölzer, was bei allen Nationen zu finden war. Der Rest der Oberwasser-Schiffsseiten war bis um die Mitte des 18. Jhdts. meist mit einer Art "Klarlack" gestrichen (Harpüse).

Der rote Vierdecker ist natürlich die Santisima Trinidad, und das Gemälde zeigt den Anstrich, wie er für "Trafalgar" wirklich belegt ist. Typisch für war das nicht unbedingt - auch nicht für spanische Schiffe, denke ich, aber das war ja seinerzeit das "größte Kriegsschiff der Welt". Verbreiteter waren dunkle Berghölzer und hellgelbe (bzw. hellocker) gestrichene Seiten, aber auch durchaus mal rote Ockertöne (Einige Franzosen in der Schlacht von Abukir, wenn ich mich recht entsinne).

Der Schwarz-weiße Anstrich kam so etwa ab 1810 in Mode und wurde für den Rest der Epoche der segelnden Kriegsschiffe bald der absolut dominierende Anstrich, der auch auf Handelsschiffe abfärbte.

 

Einheitliche Anstrichvorschriften gab es bis ins 19. Jhdt nicht. Es hing auch z.B. in der Royal NAvy u.A. davon ab, ob der Kapitän mehr Geld privat ausgeben wollte, um sein Schiff aufzuhübschen! ;) Dennoch bewegte sich natürlich alles in einem gewissen Rahmen erhältlicher, bezahlbarer und wetterfester Anstrichmöglichkeiten.

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