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Threepwood

Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste: Ein Karl-May-Roman

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Ganz neu ist "Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste: Ein Karl-May-Roman" von Phillip Schwenke.

Jahrelang hat Karl May behauptet, er selbst habe als Old Shatterhand viele Abenteuer erlebt,  obwohl er Sachsen praktisch nie verlassen hat. 1899 aber bricht er zum ersten Mal wirklich in den Orient auf.

Schwenkes Roman erzählt auf unterhaltsame Weise, wie diese Reise verlief.

 

Dazu auch ein Interview im Deutschlandfunk:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/roman-das-flimmern-der-wahrheit-ueber-der-wueste-als-karl.1270.de.html?dram:article_id=427846

 

Gebundene Ausgabe: 608 Seiten

Verlag: Kiepenheuer&Witsch (7. September 2018)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3462051075


 

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    • By McCool
      "Der Weg nach Waterloo" ist der erste von vier Bänden der Greifenklau-Reihe, die im Karl May Verlag ab 1930 in vier Bänden erschien. Es handelt sich dabei um eine bearbeite Version des Kolportageromans "Die Liebe des Ulanen", der 1883-1885 veröffentlicht worden war.
      Es ist nicht überraschend, es sich hier nicht um einen historischer Roman im eigentlichen Sinne handelt. Den heutigen Titel, der einen engeren Bezug zur Schlacht von Waterloo suggerirt, erhielt der erste Band der Neufassung erst durch den Karl May-Verlag. Bei der Bearbeitung der Geschichte,  die zwischen 1814 und 1871spielt, fielen laut Karl May-Wiki etliche  Handlungsstränge weg, außerdem wurde die Geschichte umgestellt, um sie in einen chronologischen Ablauf zu bringen. In der Ursprungsfassung begann  die Erzählung  im Jahre 1870 ein, und die zurückliegenden Ereignisse wurden in umfangreichen Einschüben erzählt.
      In der vorliegenden Fassung also  setzt die Erzählung  im Paris des Jahres 1814 ein, das nach der Niederlage Napoleons bereits von den Alliierten besetzt ist. In einer Wirtshausstube nimmt ein alter Herr gerade eine Tasse Warmbier zu sich, während sich am Nebentisch eine Runde von Franzosen beleidigend über ihn mokiert. Sie erkennen den Alten nicht als Marschall Blücher. Der Held des Romans, Husarenoffizier Hugo von Greifenklau, sitzt in Zivil in der Gaststube und greift ein, um die Ehre des Marschalls zu verteidigen. Er versetzt dem frechen Wortführer einen Schlag. Obwohl der ein abgedankter  Gardehauptmann ist, besitzt er erstaunlich wenig Ehrgefühl für seinen Stand, und er kneift vor einem Duell aus. Aber dennoch sinnt er auf Rache. Kurze Zeit später befindet sich Greifenklau auf dem Weg in sein Quartier, und hilft noch einer jungen Dame aus der Bredoullie, die auf der Straße von aufdringlichen Kosaken belästigt wird. Die Frau ist Margot de Richemonte, zufälligerweise die Halbschwester des Rüpels aus der Wirtsstube, Albin de Richemonte. Und hier entwickelt sich die Liebesgeschichte: Preußischer Offizier & schöne Französin. Aber der Verbindung steht  natürlich Albin im Weg, der mit  Margot andere Pläne hat: Er will sie an den den neureichen Kriegsgewinnler Reillac verhökern, der dem Hauptmann dafür die Spielschulden erlassen soll. Albin versucht fortan mehrfach, den Husaren aus dem Weg zu schaffen, scheitert aber immer wieder. Zuletzt entführt Albin seine Halbschwester und versteckt sie im Hause des Widerlings Reillac. Aber mit der  Hilfe Blüchers und einigen pommerschen Grenadieren werden die Schufte überwältigt, und auf grausame Weise bestraft. Man fesselt sie und prügelt sie mit Stöcken, bis sie in Lachen ihres eigenen Blutes liegen. May spart ja auch in anderen Romanen nicht mit gewissen Grausamkeiten, aber ich fand, das stach in dieser Geschichte irritierend heraus. Hiermit endet der erste Teil der Geschichte, der vollständig in Paris spielte.
      Der zweite Teil des Romans beginnt in den Argonnen 1815, genauer in Bouillon, wo ein junger Mann bei bei Unwetter Unterschlupf in einem Wirtshaus sucht. Es ist Hugo, der jetzt als Spion für die Preußen unterwegs ist, denn mittlerweile Napoleon von Elba zurückgekehrt und es herrscht wieder Krieg. Zuerst muß er eine vergrabene Kriegskasse aufspüren, und es geht auch noch um einen weiteren versteckten Schatz, denn Margot wurde vorsichtshalber in der Nähe von Sedan bei Verwandten auf dem Meierhof Jeanette  untergebracht. Aber im Wald, da sind die Räuber, und die bieten Hugo zusätzlich Gelegenheit, sich hervorzutun. Nicht nur Margot ist Gefahr, während einer Kutschfahrt durchs Waldgebiet gekidnappt zu werden, sondern auch gleich noch Napoleon selbst samt Entourage.  Aber die schneidigen Räuber mühen sich vergebens, denn Hugo erscheint rechtzeitig. Um Margot zu retten, muß er auch Napoleon und seine Trabanten mitretten, so wird dann letztlich natürlich auch gewährleistet, daß diese das Happening bei Waterloo nicht verpassen. Napoleon quartiert sich vorerst aber auf dem Meierhof Jeanette ein, weil er, statt seinen Feldzug zu organisieren, jetzt doch ersteinmal Margot erobern will. Diese Festung jedoch bleibt standhaft, und während der Kaiser seine Zeit mit der vergeblichen Belagerung vertrödelt, wird auf dem Meierhof noch eifrig herumgeschlichen, spioniert und intrigiert. Hugo ist nun ein Husar auf dem Dach, der durch eine etwas merkwürdige Belüftungsanlage nach Belieben gewisse Räumlichkeiten belauschen kann. So bespitztelt er Napoleon bei dessen einziger militärischer Handlung in der Geschichte, der Planung einer Schlacht. Auch Albin, der böse Halbbruder, ist noch aufgetaucht, und hat Gelegenheit, sich noch ein paar Mal demütigen zu lassen. Schließlich kommt es dann auch noch mal zu einem dramatischen Kampf, bei dem Hugo noch schwer verwundet wird. Dieser Rückschlag für Hugo, dem sonst immer alles so leicht gleang, erschien mir hier ziemlich willkürlich und dramaturgisch nicht gut gemacht. Die Erklärung liegt vielleicht darin, daß die Verwundung Hugos schon in der nicht-chronologischen Ursprungsfassung vorgegeben war, und nun mußte die Erklärung noch irgendwie eingebaut werden. Die Geschichte endet in Berlin, wo Hugo seine Margot endlich heiratet (sie wird uncharmant als "schöne Kriegsbeute" bezeichnet), der Brautführer ist Blücher, mit dem das Paar freundschaftlich bis zu seinem nahen Tod verbunden bleibt. Das juristische Nachgeplänkel um Albin, der trotz einiger Verbrechen aus dem Gefängnis entlassen wird, empfand ich als keinen guten Ausklang für einen Roman, auch nicht für einen Teilband. 
      Wirklich fesselnd fand ich den Roman nicht. Wie Napoleon samt Grouchy, Bertrand und Gourgaud unter die Räuber fiel, war zu dick aufgetragen, um noch irgendwie plausibel zu sein, und nicht phatastisch genug, um dann vielleicht doch noch interessant zu werden. In der ersten Hälfte wollte bei mir so gar kein Bild von Paris entstehen - es wirkte alles ziemlich leblos, ohne Lokalkolorit. Atmosphärisch besser fand ich den zweiten Teil mit Schatzsuche und Räuberwald, aber letztlich waren die Landschaftsschilderungen auch recht beliebig und austauschbar. Albin ist kein richtig brauchbarer, weil etwas lächerlicher Bösewicht. Es ist schon unfreiwillig komisch, daß ausgerechnet ein Soldat derartige Schwierigkeiten hat, auch nur einen einzelnen Rivalen um die Ecke zu bringen! Er stümpert sich von einem Attentat zum nächsten. Aber vielleicht entwickelt er sich ja noch in den weiteren Bänden. Etwas überstrapaziert hier auch das Motiv der Demoiselle en Détresse: Hugo rettet Margot 1. vor Kosaken, 2. Royalisten, 3. vor Albin und Reillac, 4. vor Räubern, 5. vor Napoleon. Die Geschichte könnte auch "verrückt nach Margot" heißen, denn sie wird von gierigen Männern begehrt wie ein Pferdeapfel von bunten Fliegen. Neben den Kosaken, Reillac und Napoleon, verfällt ihr auch der nette Baron, der auf dem Meierhof Jeanette wohnt, sowie natürlich Hugo selbst.
      Die Geschichte liest sich wirklich nicht schlecht, aber ich würde sie nur May-Fans empfehlen, die vielleicht mal etwas Abwechslung von Orient und Wildem Westen suchen. Grundsätzlich hätten sowohl die Ideen als und auch die Figuren Blücher und Napoleon sicher mehr hergegeben. 
    • By McCool
      Die erste Häfte von "Zepter und Hammer" habe ich brav und relativ akribisch durchgelesen; bei der zweiten schaltete ich in den Schnell- und Sehrschnellgang, und den nächsten Band, habe ich nur noch stichprobenartig einige Stellen gelesen. Schon die ersten Hälfte des ersten Romans hat meine Geduld ziemlich auf die Probe gestellt, wie ich sagen muß.
      Den großen Rahmen in "Zepter und Hammer" bildet ein Konflikt zwischen zwei fiktiven, deutsch anmutenden Fürstentümern, namens Norland und Süderland; ein Großteil der Handlung findet aber in realen Ländern statt.
      Die Geschichte setzt mit einer hübschen Szene ein; auf einer Waldlichtung, etwas Abseits eines Lagers der Gitani, oder Zigeuner, verhandelt ein Pärchen sein Liebesverhältnis, und konkret ein Gedicht und einen Kuß; das Mädchen, eine "vollendete" Schönheit von etwa 17 Jahren, ist vielleicht ein wenig zu kokett und leichtfertig, der junge Mann hier ein wenig zu ernsthaft, es hakt etwas zwischen den beiden.  Dies sind zwei Hauptfiguren - der junge Mann ist Katombo, und er ist von den Gitani adoptiert worden; seine wahre Identität birgt einige Brisanz;  das Mädchen heißt Lilga. Dieses hübsche Pärchen soll bald auseinandergerissen werden, und nie wieder zusammenfinden.  Denn ersteinmal hat der böse Graf, in dessen Wald die Gitani lagern, ein Faible für bildschöne junge Zingaras (er hatte sie wohl nur deswegen dort campieren lassen, um sich an die Schöne heranzumachen), außerdem erkennt er in Katombo den rechtmäßigen Anwärter auf den Grafentitel will den Rivalen um Herz und Krönchen natürlich beseitigen, aber Katombo kann fliehen. 
      Der Beginn war also, wie ich fand, recht vielversprechend. Der nächste Abschnitt begann irritierenderweise in - Ägypten.  Weshalb Katombo ausgerechnet hier Unterschlupf suchte, wird nicht erklärt. Er tritt hier als Kapitän eines Nilschiffes in Erscheinung, der das volle Vertrauen und die Wertschätzung seines Chefs, des Reeders besitzt.  Es ergeben sich hier natürlich wieder etliche atemberaubende Abenteuer und nebenbei auch ein weiteres Weib - die Tochter des Reeders. Unter ihrem Schleier war diese - Ayescha -  natürlich irgendwie schon in Verehrung zum wackeren Katombo entflammt, und eines Tages kommt es zu einem rein zufälligen Treffen in einem Gartenhaus; und irgendwie weht versehentlich der Schleier zur Seite, und man erkennt recht bald, daß man füreinander bestimmt sein muß. Weiterhin ergibt sich, daß Ayescha überraschenderrweise eine Art Kryptochristin ist, was am Einfluß einer ehemaligen Haushaltshilfe gelegen zu haben scheint; so steht ja einer Ehe nur noch die väterliche Zustimmung entgegen. Die ergibt sich verblüffend unproblematisch, denn durch irgendeine Koinzidenz hat der Patriarch die Szene beobachtet und belauscht, findet alles ganz toll und ist einverstanden.
      Was die Abenteuer angeht, so dreht es sich um allerhand Blutfehden und dergleichen. Katombo, in Ehrensachen ohnehin empfindsam, integriert sich hervorragend ins Morgenland und lernt, sich vollendet kultursensibel an seinen gefährlichen, mächtigen Feinden zu rächen.  Denn er entwickelt ein großes handwerkliches Geschick darin,  seinen Gegnern vermittels des Krummsäbels in elegantem Schwung den Kopf vom Hals zu trennen. Eh der sich's versieht, zack, ist die Rübe ab.
      Im Verlauf der Geschichte ergibt sich aus zwingenden Gründen die Notwendigkeit, daß Katombo in Begleitung Ayeschas mit dem besten der Flußschiffe seines Schwiegervaters über das Meer zu segelt.  Dummerweise wird das Schiff von einem vor der Küste patroullierenden englischen Dampfsegler aufgebracht, die Mannschaft wird an Bord des Kriegsschiffs namens "Eagle" gebracht. Durch eine eigenwillige Schicksalsfügung findet sich an Bord als Offizier: Katombos alter Erzfeind, der notzüchtige, böse Graf, der sich an Bord militärisch fortbilden will.  Den Graf hatte, so wird erwähnt, seine krankhafte Libido dazu gebracht, in den Harem des Khediven einzudringen wie der Fuchs in den Hühnerstall - das ward von dem nicht gern gesehen, so mußte der Graf entweichen.  Hatte der Unhold sich schon auf Katombos zingarische Verlobte abgesehen, so beabsichtigt er nun auch noch die Schändung der Ayescha und läßt sie in seine Kabine bringen. Klar, daß Katombo da einen Aufstand organisieren und das britische Kriegsschiff in seine Hand bringen muß; die Besatzung läßt sich ziemlich leicht davon überzeugen, zu desertiren und in Katombos Dienste zu treten.  Den fiesen Grafen schickt Katombo mit freundlichen Grüßen als Gefangenen an den Khediven, der ja noch einige Hühnchen mit ihm zu rupfen hat. 
      So in ent- und verwickeln sich die verschiedensten Handlungsfäden, Katombo bringt es zwangläufig zum Großadmiral des Khediven, Plausibilität spielt dabei keine Hauptrolle.  Was hat das mit dem ursprünglichen Handlungsstrang in Norland zu tun? Nicht allzu viel. Es ist, offen gesagt, einfach wahnsinnig viel beliebiges FLüllmaterial, das sich Karl May aus den Fngern saugt. ""Scepter und Hammer" erschien eben als Kolportageroman, das merkt man ihm trotz teils wohl ziemlich radikaler Bearbeitung für die Neuveröffentlichung 1926 immer noch deutlich an.
      Der zweite Teil des Romans führt wieder zurück in nördliche Gefilde. Dort tritt eine etwas verlumpte Zingara auf; sie sieht aus wie fünfzig, aber da Zingaras ungünstig altern, habe sie dieses Alter wohl noch nicht erreicht, so der Erzählr. Es ist die arme Lilga, die mittlerweile Vajdzinia ihres Stammes geworden ist und auf den Sohn des bösen Grafen trifft....
      Lilga durchlebt auch noch den Band "Die Juweleninsel" weitgehend; es gibt, wenn ich mich recht entsinne, auch noch ein leztes Wiedersehen mit Katombo . 
      In diesem Band wird es, was die Schauplätze betrifft, auch recht bunt, neben den fiktiven eurpäischen Fürstentümern zumindest Texas, San Franciso und der Pazifik. Einen längeren Einschub bilden hier die beiden Teile der "Tagebücher des Verschollenen", eine Art Robinsonade, die für sich genommen vielleicht gar nicht mal schlecht wären. Es ist hier wieder eine Geschichte in der Geschichte, die mit dem Hauptstrang letztlich wieder wenig zu tun hat. May hätte das im Prinzip ad infinitum treiben können, und das ist das Haupproblem der beiden Bände - es ist irgendwie alles sinnlos, weil völlig beliebig. May soll sich selbst in seinen Handlungsfäden derart verheddert haben, daß sich manche Figuren, die sich eigentlich kannten, bei späteren Begegnungen wiedererkannten, und ein paar Fäden hat er wohl auch völlig verloren und nicht zudende erzählt. Das alles ist in Bearbeitung verschwunden und berichtigt, aber die Bände wirken trotzdem ziemlich verfahren. Vielleicht kann man das mögen, aber mir ging es auf die Nerven. Ein Fortsetzungsroman weit, weit höherer Qualität war beispielsweise Dumas' Graf von Sainte Hermine, der auch in seiner wiederveröffentlichten unbearbeiteten Form sehr gut lesbar ist, trotz gewisser Redundanzen, die Dumas wohl beseitigt hätte, wenn es zu einer Buchausgabe gekommen wäre. 
      Empfehlen würde ich diese beiden Bände nicht - besonders nicht May-Erstlesern, denn die Strukturlosigkeit wäre wohl eher abschreckend. Sammler werden sich die Bücher natürlich zulegen, sie sehen ja auch sehr nett aus.  Aber es gibt viele, viele Bücher, die stärker und berechtigter danach verlangen, gelesen zu werden.
                                       
         
    • By McCool
      Aus Anlaß des 175. Geburtstages von Karl May bringt der MDR am So, 26.02.17, ab 23.10 Uhr einen Themenabend (oder besser: -nacht) inklusiver dreier ältere "Dokus": 
      Karl May - Der Phantast aus Sachsen (2004), Das  Leben Karl Mays Ost-Legenden: Gojko Mitic (2011) Der "Chefindiander" der DEFA  Begrabt mein Herz in Dresden. (2012) Der Sioux-Indianer Edward Two-Two in Deutschland Anf. 20. Jhdt., dem Karl May nie begegnete  Mit May selbst hat nur die erste Sendung etwas zu tun;  diese gibt es noch einmal am 05.03., von 22:15 - 23:00 Uhr auf ARD Alpha zu sehen.
       
       
    • By McCool
      Die Editionsgeschichte des Karl May-Gesamtwerks ist ja einigermaßen verwickelt. Es wurden offenbar mehrfach Geschichten innerhalb von einem Band zum anderen getauscht; sie sind wohl lediglich durch eine Rahmenhandlung lose verbunden.
      Es ging mir in diesem Fall natürlich wieder darum, eine weitere maritime Rosine herauszupicken. Vielleicht kann jemand dazu sagen?
      Soweit ich mir das bisher mithilfe der extrem nützlichen Karl May-Wiki zusammenzureimen versuchte, stellt es sich so dar:

      "Auf der See gefangen" ist ein früher Roman Mays, der 1878 in der Zeitrschrift Frohe Stunden erschien, siehe hier.

      Der prinzliche Held der Geschichte wird zu Unrecht eines Verbrechens beschuldigt und wird amerikanischer Piratenjäger.

      Der Text ist heutzutage (natürlich ohnehin online) gedruckt zu finden:

      1. In den Auflagen des Bandes No 19 "Kapitän Kaiman" von 1949-1999.
      http://www.karl-may-wiki.de/index.php/Kapit%C3%A4n_Kaiman_(GW19)
      Außerdem enthielt der Band die Geschichten
      Der Kanada-Bill (Three carde monte) Das sprechende Leder (Unter der Windhose) Der Pfahlmann (Ein Dichter)
      2. Seit 1998 in Band No 80 "Auf der See gefangen".
      http://www.karl-may-wiki.de/index.php/Auf_der_See_gefangen_(GW80) 

      Von den knapp 500 Seiten nimmt diese Geschichte in dem Band  etwa 330 ein, der Rest sind Essays und die Geschichten
      Winnetou (eine frühe Erzählung) Ein Ölbrand Leseprobe und Inhaltsverzeichnis hier.
      Kennt jemand diese Kaiman-Geschichte, sei es im alten Band No 19  oder neuen Band No 80?  Daß erläuternde Artikel zur Werksgeschichte im "neuen" Bd 80 enthalten sind, finde ich ja ganz interessant. 
    • By Bonsai
      Hallo zusammen
      habt ihr schon mal die Karl May Romane: Der Weg nach Waterloo, Das Geheimniss des Marabut, Der Spion von Orty, Die Herren von Greifenklau.
      Die Romanreihe erzählt von den Familien Greifenklau (preussischer Ulan) und den Französischen Käpitän der Kaisergarde Napoleons Riechmont. Die Geschichte reicht von Waterloo bis zum Deutsch Französischen Krieg von 1870/71. Das ganze geht über drei Generationen. Die geschicht ist spannend und extrem fesselnd geschrieben, und völlig zu unrecht fast in vergessenheit geraten.
      Die historischen Ereignisse sind gut beschrieben und man fühlt sich in die damalige Zeit versetzt.
      Gerade im ersten Band sorgt Feldmarschall Blücher in seiner derben und urigen Art für so manchen Schmunzler. Ob wohl es schon lange Herr ist das ich die Bücher gelesen habe. haben sie sich mir doch mehr ins Gedächtniss gebrannt als so manche Winetou Geschichte. Und deswegen habe ich auch Blücher als Avatar gewählt.
       
      Gruß Stefan
       
      P.s.: Auch so manches Seegefecht gibt es bei Karl May, allerdings nicht in diesen Bänden
       
      Edit : Ich habe mir erlaubt den Verschreiber 1970/71 zu editieren.
      Werner, Redakteur und Moderator
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