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Peter Gun

Der " Drebbel ", das erste wirkliche U-Boot

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Im Roman " Der Kaffeedieb " von Tom Hillenbrand spielt der " Drebbel " eine kleine Rolle.

Der Wissenschaftler Cornelis Jacobszoon ( van ) Drebbel, * 1572 in Alkmaar NL, + 1633 in London,

erfand 1620 den ersten Drebbel. Es war ein gedecktes, mit Lederschichten überzogenes Holzruderboot

für 12 Ruderer. Unter den Augen König Jacobs I. befuhr das Boot die Themse in etwa 3m Tiefe über eine

längere Strecke. Das Boot hatte einen Schnorchel und Ballasttanks aus Ziegenleder, welche wie ein Blasebalg

funktionierten. Bis 1624 wurden weitere Versuchsboote gebaut. Die Tauchtiefe erhöhte sich auf etwa 5m.

Die Ruder waren in Ledermanschetten geführt.  Weiter wurde das Projekt damals jedoch nicht weiter verfolgt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cornelis_Jacobszoon_Drebbel

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Habe ich zum ersten Mal gelesen. Sehr interessanter Artikel. Cornelis Jacobszoon Drebbel hat sich scheinbar zu vielen Themen Gedanken gemacht. Erinnert etwas an Leonardo. Der war seiner Zeit auch voraus.

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Von Drebbel habe ich auch noch nie etwas gehört! Eines wundert mich aber wirklich, wie will man den unter Wasser rudern? Mit einen Wriggriemen, oder mit nachgeahmten Flossen? (Sowas ist auf Zeichungen des Steinhuder Hechts zu sehen). Gewöhnliche Riemen werden  kaum funktionieren.

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In Alkmaar und in GB hat man solche Boote nachgebaut ( 2014-2015 ). Die Ruderblätter sind dort teilweise zweiflügelig im 90 Grad Winkel angebracht.

Auf zeitgenössischen Zeichnungen sehen die Blätter eher normal aus. Keine Ahnung, hat aber damals vor Zeugen funktioniert.

 

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Zu Drebbel gibts auch einen Eintrag in der ADB von 1877, dort allerdings keine Erwähnung eines Tauchboots. 

 

Drebbel: Cornelis D., Physiker geb. zu Alkmaar 1572, † zu London 1634. Die viel und bis vor wenigen Jahrzehnten verbreitete Sage machte D. zu einem holländischen Bauern und zum Erfinder des Thermometers, welcher z. B. in Lambert's Pyrometrie (Berlin 1779 §. 57 ff.) geradezu als Drebbelscher Thermometer bezeichnet wird. Richtig wird wol sein, daß D., eines Landmanns Sohn, nach einer dem Studium gewidmeten Jugend und nachdem er schon bei Kaiser Rudolf II. in Gunst gestanden zum Erzieher der Söhne Kaiser Ferdinands II. ernannt wurde. Diese Stellung behielt er bis zu seiner Gefangennahme in Prag durch die Truppen Friedrichs V. von der Pfalz 1620, aus welcher ihn die Fürsprache König Jacobs I. von England (des Schwiegervaters Friedrichs V.) befreite, dem er verschiedene mechanische Kunstwerke zugeeignet hatte. D. scheint sich nun nach England begeben zu haben, wo er am Hofe große Gunst genoß und wo er bis zu seinem Tode blieb. Drebbel's Ansprüche auf Erfindung des Thermometers sind durchaus unbegründet. Dieselbe gehört vielmehr aller Wahrscheinlichkeit nach Galiläi zu. D. hat nur in seinem zuerst holländisch, dann 1621 in lateinischer Uebersetzung durch Lauremberg herausgegebenen Werke „De natura elementorum etc.“ einen Versuch beschrieben, wonach Flüssigkeit in einer Retorte, deren Hals unter Wasser mündet, erhitzt in Blasengestalt durch das Wasser entweicht, und wonach, wenn hierauf bei Wegnahme der Wärmequelle die Retorte erkaltet, Wasser in dieselbe hinaufsteige. Begründet scheint dagegen die zufällig durch D. gemachte Erfindung einer schönen Scharlachfarbe mittelst Zusatz von Zinnsolution zu Cochenilleextract. Auch scheint er die Wirkung erwärmter Luft als treibender Kraft frühzeitig erkannt zu haben. Um 1603 nämlich construirte er ein Clavicymbel, dessen Thürflügel bei darauf scheinender Sonne sich von selbst eröffneten, welches nur aus dem genannten Principe erklärt werden kann.

Literatur

Vgl. Lambert, Pyrometrie §. 24—25, 57 ff. und 497—498. Joh. Beckmann, Beiträge zur Geschichte der Erfindungen, Bd. III S. 43, Leipzig 1790. Ferd. Hoefer, Histoire de la Chimie, T. II. p. 128, Paris 1869

 

https://www.deutsche-biographie.de/sfz98434.html

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http://ussnautilus.org/blog/drebbel-and-the-rowboat-submarine/

 

In diesem Bericht wird über eine Replika berichtet. Die Ruderblätter bestanden danach aus faltbarem Leder. Das heißt, auf Zug falten die auf und zum vorholen

durch den Wasserdruck falten die zusammen. Das macht Sinn. Wie oben schon beschrieben, zweiflügelig  im 90 Grad Winkel.

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vor 36 Minuten schrieb Peter Gun:

In diesem Bericht wird über eine Replika berichtet. Die Ruderblätter bestanden danach aus faltbarem Leder. Das heißt, auf Zug falten die auf und zum vorholen

durch den Wasserdruck falten die zusammen. Das macht Sinn. Wie oben schon beschrieben, zweiflügelig  im 90 Grad Winkel.

Es gibt etwas, das wie eine zeitgenössische Abbildung erscheint (es ist aber nicht die bei Wikipedia), und da haben die Riemenblätter auf jeden Fall eine eigentümliche Form. Da werde ich nochmal versuchen rauszufinden, wo diese Illustration herstammt. Leider habe ich in sämtlichen Texten zu Drebbels Rudertauchboot bislang keine brauchbaren Quellenangaben gefunden. 

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