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McCool

Buchreihe: Modellbaureihe Delius Klasing/Hinstorff

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Der ostdeutsche Hinstorff - Verlag (Rostock) bringt bereits seit vielen Jahrzehnten marinegeschichtliche Bücher heraus, eines der bedeutendsten war sicher der mehrfach (seit Ende der 1960er) neu aufgelegte Reprint von Chapmans Architectura Navalis Mercatoria in deutscher Übersetzung.

Daneben gab es aber auch eine Reihe von Büchern (wenn ich mich recht entsinne, wurden sie bei Hinstorff zeitweilig "Blaue Reihe" genannt), die etwas mehr auf Modellbau abzielten; jedenfalls wurden die Bände, als sie in Westdeutschland etwa in den 1980er Jahren vom Delius Klasing Verlag, Bielefeld, herausgegeben wurden, als "Modellbaureihe" bezeichnet. In loser Folge werde ich hier die einzelnen Bände der Reihe vorstellen, sofern ich sie besitze (Eines davon habe ich hier schon vorgestellt, die "Dreimastgaliot").

 

I. Karl Heinz MARQUARDT: Schoner in Nord und Süd. Modellbaureihe Delius Klasing, 1. Auflage 1990. 296 Seiten, sehr viele Zeichnungen im Buch, Fototeil mit Modellfotos, Reproduktionen zeitgen. Abbildungen und Plänen. Zusätzlich auf 3 Blättern 6 Tafeln Pläne (ca Din A3)

 

Dieser Band ist eines der Glanzstücke der Reihe, soweit ich sie kenne. Nach einer allgemeinen Einleitung zur Geschichte des Schoners seit dem 17. Jhdt. folgt der Abschnitt "Der Bau von Schiff und Modell", in dem Konstruktion und Ausrüstungsteile kleiner Fahrzeuge (die Prinzipien gelten keineswegs nur für Schoner) hervorragend beschrieben werden, illustriert durch unzählige Zeichnungen des Autors. Nach der Behandlung eines Themas folgen Vorschläge für die Umsetzung am Modell; diese Teile sind dadurch zu erkenne, daß sie kursiv gedruckt sind. Ich denke, für einen Anfänger ist diese Darstellung des Modellbaus vielleiht etwas zu abstrakt, da auch nicht durch Zeichnungen unterstützt; die Grundlagen muß er sich bei Mondfeld holen.

Im Teil über Bemastung und Takelung geht der Autor systematisch vor - vom Mast über Rahen hin zum stehenden und laufenden Gut bis hin zu den Segeln.

 

Marquardt geizt nicht mit Tabellen aus zeitgenössischen Werken zu den verschiedensten Aspekten (Tauwerksdurchmesser, Spierentabellen, Ankermaße, Kanonendimensionen) wie er überhaupt oft und ausführlich aus zeitgen. Schiffbauwerken zitiert.

Den Abschluß bilden, nach dem großen allgemeinen Teil, je drei relativ knappe Kapitel zu den individuellen Schiffen, deren Pläne auf separaten Falttafeln vorhanden sind. Das sind der "Schoner für Port Jackson", ein Fahrzeug, das um 1800 für die australischen Kolonien entworfen wurde, das Schärenboot Elgen von 1769, ein mit Drehbassen bewaffnetes kleines Ruderfahrzeug, das eine umlegbare Schonertakelung besaß und schließlich das Kanonenboot Axel Thorsen, ein gedecktes kleines Fahrzeug mit einer Bewaffnung von zwei schweren Kanonen, auch dieses mit Rudermöglichkeit.

Das sind drei höchst unterschiedliche, interessante Typen, die nicht sehr häufig als Modell gebaut werden. Die Pläne der Schiffe sind sehr sauber und detailliert gezeichnet; zusammen mit den grundlegenden Informationen eine hervorragende Basis für präzise Modelle.

Der Bildtafel - Teil (sw) befindet sich, wie bei dieser Reihe üblich, ganz hinten. Neben Gemälden, Plänen usw. gibt es Fotos der drei genannten Schiffe zu sehen, die alle vom Autor gebaut wurden.

 

Einschätzung

Das Buch hat den Charakter einer kleinen Enzyklopädie des Schiffbaus; allerdings vor allem für kleinere Schiffe, aber in dem Bereich herrscht nicht gerade Überfluß an Darstellungen. Es enthält Angaben über Bautechniken, die ich lange vergeblich suchte, bis ich die Reprints zeitgen. Bücher über Schiffbau besaß (Leider besaß keines der vorgestellten Schiffe eine Klinkerbeplankung, sonst hätte der Autor auch dazu sicher erhellendes verfaßt). Ein besonderer Höhepunkt sind bei Marquardt immer die Abschnitte über die Takelage - kein Wunder, denn er ist ja Verfasser des deutschsprachigen Standardwerks "Bemastung und Takelung von Schiffen des 18. Jhtds.) Hierbei ist darauf hinzuweisen, daß seine Rekonstruktion der Takelage des Schoners für Port Jackson deutlich von jener abweicht, die David MacGregor in "The Schooner" zeigt; allerdings betont Marquardt auch, daß sich dieses Rigg nicht mit Gewißheit, rekonsturieren läßt. Die Sachlage ist bei den anderen beiden Schiffen eindeutiger; es sind nämlich Originalsegelrisse von Schwesterschiffen abgedruckt.

 

Ein sehr empfehlenswertes Buch!

9 2/6 von 10 Punkten!

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Die blaue Reihe von Hirnstorff zielte tatsächlich auf die Modellbauer in der DDR. Ich habe in meinen Beständen auch noch ein Buch der Reihe, zum Thema Wikingerschiffe.

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Das Wikingerschiff - Buch kenne ich nicht, aber ich habe vernommen, es sei nicht schlecht?

Es gibt von Hinstorff (anscheinend nicht bei DK erschienen) aber im gleichen Format auch Bände, die gar nicht auf Modellbau abzielen, z.B. über die "Rostocker Windjammer". Auch ein sehr gutes Buch, aber ohne Zeichnungen, wie sie sich ein Modellbauer wünschen würde. Bei anderen Bänden waren die angeblichen Modellbau - Pläne völlig unzureichend, bei manchen auch total fehlerhaft. Das Buch von Winter über den "Holländischen Zweidecker" ist mehr die Bestandsaufnahme eines historischen Modells (und dadurch sehr wertvoll). Es sind also Bücher sehr unterschiedlichen Charakters und ganz unterschiedliche Qualität in der "Modellbaureihe" enthalten..

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II. Noel C.L. Hackney: HMS Victory. Mit Rissen von Wolfgang Hölzel. 116 Seiten uncl. 16 Fototafeln im Anhang. 4. Aufl. Delius Klasing 1989. 3 doppelseitig bedruckte Blatt Planbeilagen.

 

Dieses sehr alte Buch (erstmals erschienen 1979)sollte ursprünglich dazu dienen, einen Airfix - Plastikmodellbausatz der Victory in 1/173 zu verfeinern. Das erschien dem Bearbeiter Wolfgang Hölzel wohl etwas zweifelhaft, da der Maßstab des Plastikmodells ziemlich krumm war und dieses nicht überall erhältlich war. So bearbeitete man das Buch kräftig, legte ihm neugezeichnete Pläne bei - und es entstand ein ziemlich krudes Buch. Der eigentliche Zweck der Modifikation eines Plastikmodells sollte erweitert werden, aber das Buch reicht definitiv nicht aus, um danach ein hölzernes Modell in z.B. 1/100 zu bauen.

 

Die beigelegten Pläne sind gar nicht mal so schlecht, auch wenn sie von anderen Victory - Plänen in Einzelheiten abweichen. Es gibt eine recht sauber gezeichntete Seitenansicht und Spantriß in 1/100, der Längsschnitt in demstelben Maßstab ist nicht ganz so sauber, Takelage und Decks in kleinerem Maßstab. Besonders letztere Pläne sind ungenau. Verschiedene Details werden nachlässig oder gar nicht gezeigt. Es gibt nur eine unvollstängige Darstellung des Heckspiegels in sehr kleinem Maßstab.

Für die 1970er kein schlechtes Material, aber nach heutigen Standards gar nicht mehr ausreichend.

 

Die Geschichte der Victory wird auf 15 Seiten ganz gut dargestellt.

 

Die Modellbauhinweise mit relativ einfachen Zeichnungen können tatsächlich nützlich sein, wenn man ein Plastikmodell oder auch einen kleinen Holzbausatz verbessern will, bzw. wenn man den Aufbau mancher Teile beim Original verstehen möchte; die grundlegende Funktion der Takelage und die Führung des Tauwerks wird gezeigt, es gibt Farbhinweise u.ä. Um das Verständnis dieser Dinge bei einem absoluten Schiffsmodellbau - Neuling zu fördern, oder wenn man nur ein einziges Plastikmodell der Victory zusammenkleben will, scheinen mir diese Hinweise ganz nett; für mehr reicht es aber m.E. nicht.

 

Nur sehr eingeschränkt zu empfehlen. Man sollte es nur sehr billig kaufen und nur wenn man sehr begrenztes Interesse an der Victory hat.

3,5 von 10 Punkten

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III. Dreimastgaliot 'Friedrich Wilhelm der Zweite' von 1789

von Christoph Geyer, Detlev Lexow, Michael Sohn. Hinstorff/Delius Klasing 1990. 108 Seiten, davon 30 Fototafeln (sw). Ausfaltpläne des Schiffs.

 

Gegenstand dieses Buchs ist das große Modell einer vollgetakelten Galiot von 1789. Es ist erstmals nachgewiesen in der Steuermannsschule Stettin im Jahre 1790, über den Erbauer oder ein gleichnamiges Vorbild liegen keine Erkenntnisse vor.

Die ersten 46 Seiten des Buchs versuchen die Galiot in einen entwicklungseschichtlichen Zusammenhang einzuordnen, wobei insbesondere die niederländische Bautradition herangezogen wird. Allerdings macht dieser Teil, trotz enthaltener interessanter Informationen, einen unausgegorenen Eindruck. Die Entwicklung der Galioten im 19. Jahrhundert beispielsweise trägt nicht zur Erkenntnis über das Modell bei, Listen über Galioten im preußischen Kriegsdienst ebensowenig, obwohl sie nicht uninteressant sind.

 

Das eigentliche, wertvolle Hauptverdienst des Buchs liegt in der Bestandsaufnahme: Die Vermessung des Modells und die Anfertigung sehr guter Zeichnungen und Fotografien.

Eine Schwierigkeit ist die Ermittlung des Maßstabs des Modells, die den Autoren nicht zufriedenstellend gelingt. Die Autoren stellen fest, daß die Takelage nicht zeitgenössisch, sondern später hinzugefügt ist, und bringen einen Vorschlag für eine Rekonstruktion. Den Autoren ist zugutezuhalten, daß sie die Probleme des Maßstabs und der Takelage ausgiebig erörtern.

Trotz der Probleme und Schwächen des Buchs halte ich es für sehr wertvoll, da es ein einmaliges Schiffsmodell dokumentiert. Es befindet sich übrigens nunmehr im Museum für Verkehr und Technik in Berlin; während es Jahrzehntelang ungeschützt war, was zu Verschmutzungen und Beschädigungen durch Besucher führte, steht es nun in einer Vitrine.

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Eine umfassendere Besprechung der Reihe ist vielleicht nicht erforderlich. Die Bände, die ich kenne, hier in knapper Form vorgestellt:

 

 

Däbritz/Quinger: Von der Fregatte zum Vollschiff Enthält ca 80 Seiten weitgehend nutzlosen, konzeptlosen Texts, nur ca 15 sind interessant, weil sie sich mit zwei speziellen Schiffen befassen (vielleicht war das Quingers Anteil?). Rekonstruierte Pläne der Handelsfregatte Hedewig Eleonora von 1784, niedlich, aber unvollständig und nicht überprüfbar, sowie Vollschiff Alt Mecklenburg von 1856, von dem es immerin ein Gemälde gibt, an dem man sich neben den Abmessungen orientieren konnte.

 

Greven: Gedeckte Korvette Elisabeth.. Schiff des Norddeutschen Bundes von 1869. Nur bei Hinstorff erschienen. Teilweise durchaus interessant, besonders wo Quellen zitiert werden- die nicht sehr umfangreiche Planbeilage ist unschön zurechtgekritzelt, nach alten Vorlagen, die man besser einfach unverändert abgedruckt hätte.

 

Rolf Hoeckel ua: Risse von Schiffen des 16./17. Jhdts Ist interessant, aber teilw. veraltet- auch etwas fragwürdig, wenn auch auf hohem Niveau. Pläne für brandenburgische Schiffe Berlin, Derfflinger, Friedrich Wilhelm zu Pferde, Roter Löwe, Jacht. Englische Schiffe Golden Hind, Revenge.

 

Wolfgang Hölzel: Klipperschiffe, mit einer total falschen Rekonstruktion des Klippers "Sovereign of the Seas" (Der Autor kannte die Originalpläne nicht!)und weiteren, ziemlich schlichten Plänen. Text vor allem anekdotischer Art über berühmte Schiffe. M.E. weitgehend nutzlos, wenn man sich ernsthaft für Klipper interessiert, ansonsten bestenfalls unterhaltsam.

 

Ingdrid Schmidt: Polarschiffe Schreibt teilweise Unfug über die russischen Slups Wostok/Mirny, wenn das Buch auch wg. einiger Schiffsrisse, Fotos und Informationen interessant ist. Pläne für Wostok, Mirny (in Details zweifelhaft), Fram, Grönland, Gauss.

 

Herman Ketting: Prins Willem. Zeichnungen basieren auf dem Modell des 17.Jhdts. Sehr anschauliche Darstellung niederländischer Schiffbaukunst in sehr vielen hervorragenden Skizzen. Sehr zu empfehlen.

 

Heinrich Winter: Das Hanseschiff. Sehr knapper Text, interessante zeitgen. Darstellungen von Schiffen. Netter, aber etwas veralteter und zweifelhafter Plan in 1/50, ansonsten eigentlich kein Modellbaubuch. Insgesamt veraltet.

 

Heinrich Winter: Der holländische Zweidecker ist textlich etwas oberflächlich, aber die Zeichnungen und Fotos sind außerordentlich wertvoll, weil sie ein altes, im Krieg vernichtetes Modell von etwa 1660 dokumentieren. Das Modell war in originalgetreuer Bauweise ausgeführt. Die Fotos zeigen das Modell von innen und außen. Die Planunterlagen sind nicht ganz vollständig, weil Winter die Arbeiten noch nicht vollendet hatte, als das Modell bei einem Bombenangriff in Berlin vernichtet wurde. Sehr zu empfehlen.

Edited by McCool

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Bei Schmidts "Polarschiffen" gibt es allerdings einige Macken, hatte ich ja oben auch angedeutet. Die Pläne für die russishen "Korvetten" Wostok und Mirny wären ja prinzipiell interessant, aber ich wüßte gern mehr über die Herkunft. Vermutlich hat der Planzeichner für das Hinstorff-Buch russische Modellbauunterlagen weiterverwertet. Wenn bei einem Plan schon mal die Plankenstöße des Decks falsch eingezeichnet sind, ist das schon traurig. Irritierend finde ich, daß Wostok als soetwas wie eine "gedeckte" Korvette dargestellt wird, ohne die Spur einer Kuhl. Apropos, trifft der Begriff "Korvette" zu? Angeblich führte das Schiff insgesamt 38 Geschütze, es entspräche wohl in etwa einem englischen 6thrate. Die Bewaffnungsangabe im Text (Kaliber werde nicht genannt) stimmt nicht mit dem Plan überein, der lediglich 17 Stückpforten in der Seite zeigt. Auf dem Batteriedeck übrigens nur 11, im Gegensatz zum abgedruckten Gemälde mit 12.

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Bei Schmidts "Polarschiffen" gibt es allerdings einige Macken, hatte ich ja oben auch angedeutet. Die Pläne für die russishen "Korvetten" Wostok und Mirny wären ja prinzipiell interessant, aber ich wüßte gern mehr über die Herkunft. Vermutlich hat der Planzeichner für das Hinstorff-Buch russische Modellbauunterlagen weiterverwertet. Wenn bei einem Plan schon mal die Plankenstöße des Decks falsch eingezeichnet sind, ist das schon traurig. Irritierend finde ich, daß Wostok als soetwas wie eine "gedeckte" Korvette dargestellt wird, ohne die Spur einer Kuhl. Apropos, trifft der Begriff "Korvette" zu? Angeblich führte das Schiff insgesamt 38 Geschütze, es entspräche wohl in etwa einem englischen 6thrate. Die Bewaffnungsangabe im Text (Kaliber werde nicht genannt) stimmt nicht mit dem Plan überein, der lediglich 17 Stückpforten in der Seite zeigt. Auf dem Batteriedeck übrigens nur 11, im Gegensatz zum abgedruckten Gemälde mit 12.

 

Ich habe von beiden Schiffen auch russische Modellbau-Pläne und einen polnischen Kartonbausatz der Wostok. Die Pläne sind nicht identisch - nicht einmal in Bezug auf die genaue Rumpfform :lol: Die Stückpforten stimmen übrigens auch nicht überein. Der polnische Kartonbausatz beruht auf den russischen Plänen. Eine Kuhl gibt es da auch nicht. Aber das kann ja sein, eine Kuhl wäre auch keine gute Idee für eine Reise in diese Breiten gewesen. Bellinghausen hat sich eigentlich recht gut vorbereitet - er hat ja niemanden auf der Reise verloren. Leider sind seine Ergebnisse lange in Vergessenheit geraten, so dass später Wilkes sich als Entdecker der Antarktis fühlen konnte...

 

Eine Wostok habe ich ja bereits in 1/700 angefangen - erst aus dem Kartonbausatz und danach, als ich da den Rumpf nicht hinbekommen habe, ganz aus Plastik. Die wartet eigentlich nur noch darauf, getakelt zu werden.

 

In Bezug auf die Klassifizierung: leider habe ich keine gute Literatur, aber auf dem polnischen Bogen wird die Wostok als Fregatte bezeichnet. "Polarschiffe" hilft da leider wirklich nicht weiter.

 

Da ich nicht sagen kann, welche Pläne richtig sind, bin ich mir nicht sicher, was ich von "Polarschiffe" halten soll. Ich sollte noch mal die Pläne mit den Abbildungen vergleichen - und vielleicht auch mal die Pläne der Gauss mit den Plänen der Gauss aus dem Deutschen Museum vergleichen.

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Ich habe mal zur Übersicht die Bände der "Blauen Reihe" zusammengestellt:

 

1. WINTER, Heinrich: Die Kolumbusschiffe von 1492. Rostock: 2. Aufl. Hinstorff, 1960.

2. HOECKEL, Rolf ; JORBERG, Friedrich ; SZYMANSKI, Hans ; WINTER, Heinrich: Schwere Fregatte ''Wappen von Hamburg'' I und leichte Fregatte ''Berlin''. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1961.

3. WINTER, Heinrich: Das Hanseschiff im ausgehenden 15. Jahrhundert. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1961.

4. HOECKEL, Rolf: Modellbau von Schiffen des 16. und 17. Jahrhunderts. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1963.

5. WAGNER, Wolf-Dietrich: Die Fregatten ''Peter und Paul'' und ''Heiliger Paul''. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1966.

6. WINTER, Heinrich: Der holländische Zweidecker von 1660/1670. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1967.

7. BETHGE, Hans-Georg: Der Brandtaucher. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1968.

8. HOECKEL, Rolf ; JORBERG, Friedrich ; LOEF, Robert ; SZYMANSKI, Hans ; WINTER, Heinrich: Risse von Schiffen des 16. und 17. Jahrhunderts. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1970.

9. HENRIOT, Ernest: Kurzgefaßte illustrierte Geschichte des Schiffbaus. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1971.

10. CURTI, Orazio: Schiffsmodellbau. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1972.

11. MONDFELD, Wolfram zu: Die Galeere. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1972.

12. JAEGER, Werner: Das Peller-Modell von 1603. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1973.

13. MONDFELD, Wolfram zu: Die Schebecke und andere Schiffstypen den Mittelmeerraumes. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1974.

14. WACHS, Reiner: Die Dampfer der ersten Dampfschiffahrtsgesellschaft auf Elbe und Havel. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1975.

15. HÖLZEL, Wolfgang: Klipperschiffe des 19. Jahrhunderts. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1976.

16. HACKNEY, Noel C. L.: HMS Victory. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1977.

17. HACKNEY, Noel C. L.: Mayflower. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1978.

18. FIRCKS, Jochen von: Wikingerschiffe. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1979.

19. MONDFELD, Wolfram zu: Die arabische Dau. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1979.

20. NIEMS, Günter ; WACHS, Reiner: Personenschiffahrt auf der Oberelbe. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1980.

21. QUINGER, Wolfgang: ''Wappen von Hamburg'' I. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1980.

22. FOERSTER, Horst-Dieter ; KRAMER, Reinhard ; KRAMER, Wolfgang: Die Schiffe der ''Königslinie''. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1981.

23. KETTING, Herman: Prins Willem. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1981.

24. DÄBRITZ, Rainer ; QUINGER, Wolfgang: Die Brigg. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1982.

25. FIRCKS, Jochen von: Ewer, Zeesenboot and andere ältere Fischereifahrzeuge. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1982.

26. AUFHEIMER, Hans: Schiffsbewaffnung. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1983.

27. WIEG, Peter: Chinesische See-Dschunken. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1984.

28. FIRCKS, Jochen von: Normannenschiffe. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1986.

29. MARQUARDT, Karl Heinz: Bemastung und Takelung von Schiffen des 18. Jahrhunderts. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1986.

30. SCHMIDT, Günther: Schiffe unterm Roten Adler. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1986.

31. DÄBRITZ, Rainer ; QUINGER, Wolfgang: Von der Fregatte zum Vollschiff. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1987.

32. WIEBECK, Erno: Indische Boote und Schiffe. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1987. - 3-356-00084-5

33. FREYER, Johannes ; WIEG, Peter: Chinesische Fluß-Dschunken. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1988.

34. SCHMIDT, Ingrid: Polarschiffe. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1988.

35. GEYER, Christoph ; LEXOW, Detlev ; SOHN, Michael: Dreimastgaliot Friedrich Wilhelm der 2te von 1789. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1990. - 3-356-00323-2

36. MARQUARDT, Karl Heinz: Schoner in Nord und Süd. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1990.

37. FOERSTER, Horst-Dieter ; LOSSOW, Karl-Heinz: Die älteste Eisenbahnverbindung über die Ostsee. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1991.

38. GREVEN, Hermann-Joachim: Gedekcte Korvette Elisabeth. Rostock: 1. Aufl. Hinstorff, 1991.

 

Bei Delius Klasing hieß diese Reihe bis 1990 "Modellbaureihe". Die Bezeichnung übernahm der Hinstorff-Verlag nach der deutschen Wiedervereinigung ebenso, wie die Alleinherausgabe der Bücher, die Delius Klasing in Lizenz herausgab. Leider wurde die Reihe nach dem Buch von Greven 1991 eingestellt. Das für 1992 noch dort angekündigte Buch Der Polacker von Wolfgang Süring wurde nicht mehr veröffenlicht - schade.

Edited by Tom23

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Kannst Du was über die Reihe "Bibliothek der Schiffstypen" sagen? Den Band über die Eisbrecher finde ich sehr gut, ein Band über Forschungsschiffe, der nach 1989 erschienen ist, ist auch recht gut.

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Kannst Du was über die Reihe "Bibliothek der Schiffstypen" sagen?

 

Ich kann dazu leider nicht viel sagen. Der transpress VEB Verlag für Verkehrswesen begann diese Reihe Anfang der 1980er in Zusammenarbeit mit dem Steiger-Verlag in Solingen. Die Reihe wurde aber bereits 1989 - vor der Wende - wieder eingestellt. Hier handelte es sich überwiegend üm Bücher, die der Berliner Verlag in Lizenz herausgab.

Leider weiß ich auch nicht, wie viele Titel in der Reihe erschienen.

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Ich kann dazu leider nicht viel sagen. Der transpress VEB Verlag für Verkehrswesen begann diese Reihe Anfang der 1980er in Zusammenarbeit mit dem Steiger-Verlag in Solingen. Die Reihe wurde aber bereits 1989 - vor der Wende - wieder eingestellt. Hier handelte es sich überwiegend üm Bücher, die der Berliner Verlag in Lizenz herausgab.

Leider weiß ich auch nicht, wie viele Titel in der Reihe erschienen.

 

Schade, dachte, dass Du vielleicht mehr sagen kannst, da Du ja über die Blaue Reihe recht viel zusammengetragen hast! Aber vielen Dank für die Informationen!

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Seit gestern nenne ich eine kleine Perle aus dem Hirnstorff-Verlag mein eigen: Linienschiffe des 18. Jahrhunderts von Francois-Edmond Pâris.

Der Inhalt ist dem Werk "Souvenirs de Marine" von Pâris entnommen und wurde 1983 von Ernest Henriot und Luise Langendorf herausgegeben. Trotz vieler Risse und Zeichnungen ist es für den Modellbauer vielleicht nicht so ganz geeignet, aber es besticht auf jeden Fall durch eine Fülle von Daten.

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Das war seinerzeit auch eine sehr verdienstvolle Sache, die Pläne aus den "Souvenirs" dem interessierten Publikum zugänglich zu machen. Hinstorff hat ja zumindest noch einen weitern Band mit "Souvenirs"-Zeichnungen herausgebracht, mit "Galeeren und Galeassen", wenn ich mich nicht irre. Ohne den Verlag wäre da eine gewaltige Lücke im Bereich historischer Segelschiffe und Modellbau gewesen. Auch Chapmans Architectura Navalis haben sie in einem schönen, großen Band aufgelegt.  Zur "Modellbaureihe" oder "Blauen Reihe" gehörten diese Bände ( Architectura, Souvenirs) genaugenommen natürlich nicht, wie ja auch angemerkt. Dafür siehe die Übersicht von Tom23.

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