Jump to content
Flyingdutchman

Kleine Kunstgeschichte eines kaiserl. Ubootabzeichens

Recommended Posts

Hallo an die Forumsmitglieder,

gern möchte ich einen deutschsprachigen Entwurf eines engl. Artikels hier kurz zeigen.
Natürlich hat ein Tätigkeitsabzeichen für Ubootfahrer  nur  mittelbar mit der Seefahrt und schon gar nichts mit dem großen Korsen zu tun, ich erbitte daher eine gewisse Nachsicht.  Immerhin handelt es sich nicht um einen Dolch. ;)
Danke fürs Schauen. 
Beste Grüße

Flyingdutchman

Das deutsche UBootkriegsabzeichen.pdf

  • Thanks 2

Share this post


Link to post
Share on other sites

Vielen Dank für den interessanten kleinen Artikel! Es ist m.E.ein Entwurf, der besser aussieht als das U-Bootfahrer Abzeichen der Kriegsmarine. Der künstlerische Hintergrund ist auch sehr interessant. Man weiß ja vielleicht noch, daß das Eiserne Kreuz von Schinkel gestaltet wurde, aber damit hört die Kenntnis derjenigen, die solche Dinge entworfen haben, ja wohl meist schon auf.

Gibt es eigentlich ehrliche, mit Stempel unmißverständlich gekennzeichnete Repliken solcher seltenen militärischen Abzeichen, wie z.B. von seltenen Münzen und Medaillen? Das würde vielleicht manche Leute auch davon abbringen, ein vermeintliches "Original" dubioser Herkunft zu kaufen. Mir würde eine Replik eines kaiserlichen U-Bootabzeichens wirklich reichen...

Share this post


Link to post
Share on other sites

Vielen Dank für den freundlichen Kommentar zu dem Geschreibsel. Die Endversion wird in einer engl. Sammlerzeitschrift erscheinen. 

Aufgrund des späten Erscheinens dieses Abzeichens gibt es nur wenige Verleihungen während des Ersten Weltkrieges. Daher sind Originale die noch die grüne Farbgebung der Kriegszeit zeigen, sehr selten. Es gibt leider keine Nachfertigungen, die ohne betrügerische Absicht hergestellt wurden. Die gut gemachten Repros werden ausschließlich als Originale angeboten und liegen im selben Preisbereich. Leider, muss man sagen, denn eine ehrliche Nachfertigung würde dem Original sicher die Reverenz erweisen.

Mir hat die Entstehungsgeschichte  des Abzeichens und die Beschäftigung mit Walter Schott sehr viel Freude gemacht, es gab einiges zu lernen. Ein Freund hat die Version auch in einem spezialisierten Forum eingestellt, ich glaube es ist gut, dass sich das Wissen um diese Stücke verbreitert. 

Vielen Dank fürs Schauen und den kurzen Ausflug in eine andere Welt. 

Beste Grüße Hermann

Share this post


Link to post
Share on other sites

Sehr interessanter Faden. Ich muß zugeben, daß ich mir vorher noch nie Gedanken darüber gemacht habe, daß solche Abzeichen ja auch von irgendjemandem entworfen sein mussten. Dies hat sich mit dem heutigen Tag grundlegend geändert. 

Spannend finde ich vor allem die grüne Farbe; das Aufbringen einer Patina ist für mich gut nachvollziehbar, der dadurch entstehende Antik-Effekt passt sehr gut in das Kunstverständnis jener Zeit. Außerdem wirkt die Patina (häufig ein Salzsäure-Kalk-Konzentrat) wie eine Schutzschicht, was in einem engen, stickigen Tauchboot mit Schiffsdieselgestank, Salzwasser usw. von Vorteil ist.

Als Erklärung für das Polieren des Abzeichens hingegen kann ich mir die große Rivalität zwischen Marine und Heer vorstellen, eine Tradition, die bis in unsere heutige Zeit von beiden Waffengattungen gerne weitergelebt wird. Welcher Matrose möchte schon etwas an seiner blauen Uniform tragen, das dem Feldgrau ähnelt?

Alles in allem aber eine verdiente Auszeichnung für "Die tollkühnen Männer in ihren tauchenden Kisten". ;)

Share this post


Link to post
Share on other sites

Guten Abend,

nun bin ich noch mehr erfreut, dass dieser kleine Aufsatz Interesse findet. 

Den Gedanken, dass es sich neben der ästhetischen Farbgebung auch noch gewissermaßen um einen Schutz handeln könnte, der ist mir nun noch gar nicht gekommen, sehr interessant und verblüffend logisch. Vielleicht gäbe eine techn. Analyse der Farbe hier Aufschluss? Ich werde das mal mit einem Materialwissenschaftler besprechen. Eine bemerkenswerte Idee, auf die ich in der Endversion eingehen werde. Dafür meinen Dank. 

Ich glaube, dass an der Idee mit dem Wegpolieren der Farbgebung aufgrund des etwas morbiden Erscheinungsbildes etwas dran sein könnte. Als Segler ist mir der Aberglaube vieler Seeleute oft begegnet. Ein Esprit du Corps mag durchaus ein weiterer Beweggrund gewesen sein. Gute Idee!  

Nochmals meinen Dank fürs Schauen und die Anregungen. 

Gruß

Hermann

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Daß eine Patina auf solche Abzeichen aufgebracht wurde, fand ich nicht überraschend, um die Details hervorzuheben, die bei einem frisch gegossenen, blanken Stück wenig zur Geltung kommen würden. Daß die Patina in dem Fall aber grün war, dann doch!  Gibt es denn aber irgendwelche Hinweise, daß man die Farbe der Patina sinntragende Bedeutung beimaß?

 

Share this post


Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.


×
×
  • Create New...