Jump to content
Sign in to follow this  
McCool

Filmdokumente zur Industrie- und Maschinenbaugeschichte

Recommended Posts

Ein interessanter Clip, in dem eine mutmaßlich als U-Boot-Motor entworfene Maschine von ca 1912-1915 in Betrieb zu sehen ist. Die Maschine fuhr aber nie zur See, sondern diente als Stromgenerator. In der Videobeschreibung noch etwas zur Geschichte, als Hersteller wird Körting vermutet. Früherer Standort als Generator sowie heutiger ist mir leider nicht ersichtlich. 

Hier ist noch ein weiterer U-Boot-Diesel,  gebaut von Blohm & Voss 1917 - weiteres in der ausführlichen Videobeschreibung. Befindet sich heute in einer Sammlung in den Niederlanden:

http://www.shvp.nl/

Edited by McCool
  • Thanks 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Wunderherrlich, Dankeschön!

Habt ihr den Sound gehört? Ein Träumchen...der Kompressor wurde übrigens dafür gebraucht um den Diesel mit Pressluft anzuschmeißen, ähnlich dem Anlasser im Auto (nur daß der elektrisch ist).

Übrigens wurden U-Boot-Batterien für die Bundesmarine in Soest bei der Hagen Batterie AG gebaut. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hagen_Batterie

(Hach, ich bin noch völlig überwältigt.)

Share this post


Link to post
Share on other sites

:D Wo ist eigentlich Johann, das Gespenst? Übrigens, LI Friedrich Grade, der hier von Klaus Wennemann gespielt wird, ist mit 104 Jahren der letzte Überlebene von U 96. Vor nicht allzu langer Zeit erschienen bei der NWZ/SHZ Auszüge seiner Tagebücher und Interviews - Klick!  Siehe auch hier.

In den VII C-Booten waren ja zwei 6-Zylinder-Diesel MAN M6V40/46 eingebaut - einen lauffähigen scheints wohl aber nicht mehr zu geben? Natürlich ist noch ein Paar z.B. in U 995 in Laboe enthalten. Und, aber ich bin da kein Experte, auch das Typ XXI-Boot Wilhelm Bauer in Bremerhaven; die für den Typ installierte Turbolaufladung bereitete Probleme und wurde später weggelassen. Ein M6V40/46 befindet sich noch in Augsburg im MAN-Museum. Dort wird erwähnt, daß nach dem Krieg noch 100 Motoren des Typs in Frachtschiffen eingebaut waren oder stationär Dienst taten (wie das Museumsexemplar).

U 995 in Laboe:

 

  • Like 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hut ab vor Friedrich Grade!

Weiter mit der Technik: Den MAN M6V40/46 gab es auch in einer 9-Zylinder-Variante, wohl getreu der alten Verbrenner-Weisheit "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum". Das aus Silent Hunter III bekannte MAN-Kapselgetriebe (entspricht in etwa einem Turbolader) war für Typ XXI-Boote vorgesehen, verursachte aber Probleme im Schnorchelbetrieb und kam deshalb nicht zum serienmäßigen Einsatz, obwohl es die Leistung des 6-Zylinder-Zweitakters = Arbeiten - Austoßen von 1760 PS bei 522 U/min auf 2000 PS erhöhte.

Bei "Drei mal Wahnsinnige voraus, LI!" wurden die E-Maschinen gemeinsam mit den Dieseln auf die Antriebswellen gekoppelt, was den Wirkungsgrad deutlich erhöhte. Allerdings war dies ein waghalsiges Manöver, weil es die Batterien belastete und im Falle eines plötzlich notwendigen Alarmtauchens die Tauchzeit entsprechend reduzierte.

In dem Video wird das Flammenbild als Diagnosemittel für die Verbrennung genannt. Da stehe ich voll dahinter! So wird z. B. die Düse eines Schweißbrenners allein am Flammenbild eingestellt. Wehe dem, dessen Flamme nicht passt: Peng! Oder die Kfz-Mechaniker, die machen das andersrum: Am Bild des Abgases bestimmen sie ob die Zündung passt, der Vergaser oder die Einspritzpumpe richtig steht oder etwas mit dem Kühlsystem nicht stimmt (naja, zumindest die alten Hasen können das).

Edited by Carpfanger
  • Thanks 1

Share this post


Link to post
Share on other sites
vor 21 Stunden schrieb Carpfanger:

In dem Video wird das Flammenbild als Diagnosemittel für die Verbrennung genannt. Da stehe ich voll dahinter! So wird z. B. die Düse eines Schweißbrenners allein am Flammenbild eingestellt.

Auch bei Raketentriebwerken? :D  Jedenfalls sieht man da ja auch gewöhnlich ein extrem sauberes, präzises Flammenbild.

vor 21 Stunden schrieb Carpfanger:

Den MAN M6V40/46 gab es auch in einer 9-Zylinder-Variante, wohl getreu der alten Verbrenner-Weisheit "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum".

Wofür war der denn wohl vorgesehen?

Interessant finde ich auch dieses kleinere Exemplar der Motorenwerke Mannheim RS 34 S  im Maschinenmuseum Kiel-Wik, das in die kleinen Küsten-Uboote des Typs XXIII eingebaut wurde. Lt. Kommentar wurde das Muster ursprünglich entworfen als Generator für die Schlachtschiffe Bismarck & Tirpitz.

Standort: http://www.maschinenmuseum-kiel-wik.de/

Noch ein MAN-Diesel, aber leider ohne weitere Details, außer Zylinderzahl, Hubraum und ein paar Leistungsdaten.

 

Edited by McCool
  • Thanks 1

Share this post


Link to post
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

Sign in to follow this  

×
×
  • Create New...