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Bonsai

Hünenburg (Mögliches neues Projekt)

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Hier in Meschede gab es  mal eine Burganlage, die Hünenburg. 

Heute existieren mal gerade noch ein Steinhaufen und ein paar Hinweisschilder. 

Bin schon seit einiger Zeit am überlegen ob man die nachbauen kann. 

An Hand einiger Zeichnungen siehe Bilder könnte das gehen. Zuerst müsste ich aber das Gelände bauen. Höhenlinie gibt es ja. Ist halt viel Arbeit mit Styrodur. Das andere ist den richtigen Maßstab zu finden. die Anlage hat immerhin eine Länge von 240 Metern und eine Breite von 120 Metern. Bei 1:200 wären das immer noch 1,4X0,75 Meter mit etwas Zugabe.

Bei dem ganzen handelt es sich um eine frühe Wallburg. Nur die innere Burg enthält eine Mauer. 

Wäre für Tipps und Meinungen dankbar. Etwa zum Maßstab ist 1:200 noch zu groß. Ist sowas überhaupt zu bewältigen? 

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Edited by Bonsai
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Eine tolle Idee jedenfalls! Ich liebe Hünengräber, leider war ich ziemlich lange bei keinem mehr - in unserer Gegend gibts die nicht. Ohne das näher überlegt zu haben, aber 1/200 wird wohl wirklich noch zu groß sein. Aber gibts einen Grund, es nicht noch etwas zu verkleinern? Die schöne Darstellung der Topographie ist bei sowas natürlich sehr wichtig.

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War nur der erste Gedanke, vielleicht auch um Figuren (8mm) zum Größen Vergleich  bei stellen zu können. 

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Schöner Gedanke, schließlich liegt uns die Geschichte ja direkt vor den Füßen.

Ob es sich bei den "Hünen" um die "Hunen" gehandelt hat, die zur Völkerwanderungszeit in der Gegend gelebt haben sollen? Zumindest hat Heinz Ritter-Schaumburg in diese Richtung geforscht. Ist aber umstritten. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Heinz_Ritter-Schaumburg Aber gilt das auch noch für das 9. - 10. Jahrhundert, als die Mescheder Burg gebaut wurde? Viele Burgen wurden auf Mauern älterer Anlagen errichtet. Spannende Recherche.

Gibt es Figuren in 8mm aus der Zeit? Habe keine gefunden. Vielleicht wäre ein Kompromiss denkbar: Die ganze Anlage in 1:320 und dann ein Ausschnitt, z. B. eine Toranlage, Turm oder Zisterne in 1:32? Quasi so als wenn man mit der Lupe draufschaut. 

Sind natürlich nur so Gedanken. Ich bin sicher du machst das schon.

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1:300 wäre mein nächster Gedanke gewesen. 

Sind dann 93X40 Cm. Dann müssten die Schaumplatten für die Bodenschichten aber sehr dünn sein 5 Meter entsprechen 1,7 cm. 

Auch muss ich mir überlegen wie das ganze so Überirdisch ausgesehen hat. Nehme an das bei der Vorburg eine Holzpalisade auf dem Wall war, und wie haben die Gebäude der Hauptburg ausgesehen?

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Selitron ist eine Untertapete aus Hartschaum, 3mm dick, wären also 90cm. Lässt sich gut mit dem Cuttermesser schneiden.

fbw_1.pdf

In der pdf findet sich weiteres Infomaterial zur Burg.

Edited by Carpfanger

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Danke für die Info. Da steht nochmal etwas mehr als in meinem Heft.

Wo hast du das her?

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Finde das sehr spannend. Was genau machst Du mit dem Modell und wirst Du es so bauen, dass man auch einen Blick in das Innere werfen kann? Wenn ich in dieser Größe bauen würde, dann würde ich direkt auf 1:220 gehen. Das ist Spurgröße Z. Da gibt es auch viel Material aus dem Modellbahnbereich. Und es ist nochmal ein Stückchen kleiner am Ende.

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Was Figuren angeht, die kleinsten scheinen wohl 1: 350, 1:400 und 1:500 zu sein (Preiser). Was die dann darstellen sollen, dürfte letztlich egal sein, das kann man dann wohl hauptsächlich durch die Farbe darstellen.

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Ich bin da noch ganz am Anfang. 1:300 hört sich nach einer machbaren größe an. Problematisch wird es bei den Gebäuden in der Hauptburg, da gibt es bis auf den Rundturm (vermutete 20 Meter höhe, die wären notwendig gewesen die Ruhrfurt zu überblicken). Eine Zisterne in der Vorburg eine Eisenschmelze und einen Rechteckigen Keller gibt es da keine Erkenntnisse. Es ist nicht mal klar ob es sich um eine bewohnte Burg oder eine reine Fluchtburg handelt. 

Von daher müsste ich mir erstmal überlegen welche Gebäude in der Burg gewesen sein könnten und wo sie gestanden haben könnten. Auch habe ich über die Mauern außer den Maßen noch nicht soviel gefunden, es könnten sich Wälle dahinter befunden haben die als Wehrgang dienten, aber dafür gibt es keine Hinweise, so das ehr nicht der Fall war aber wie sah die Mauer dann aus hatte sie Zinnen ?

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Gute Fragen.

Deine angenommenen 20m Turmhöhe sind gut nachvollziehbar. Würde ich genau so machen. Der Durchmesser läßt sich der Zeichnung entnehmen.

Stimmt, bei der Eisenschmelze gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Aber da wurde ja auch noch dieses Bronzebeil gefunden. Für mich ist es gut herleitbar, daß an den Orten wo Bronze verarbeitet wurde später Eisen verarbeitet wurde. Was macht der Bronzeschmied wenn die Kundschaft Eisenprodukte kauft? Er schmiedet fortan Eisen, rsp. Stahl. Die im Beitrag der LWL über Wallburgen in Westfalen erwähnte Straße von Meschede nach Soest kenne ich aus der Heimatgeschichte: Eisenprodukte aus dem Sauerland gelangten über diese Straße hierher, wurden weiterverarbeitet und gehandelt. Funde bereits aus der Merowingerzeit im Westen belegen das. Die Entfernung betrug ungefähr eine Tagesreise. Wenn das so war müßte in der Hunenburg in Meschede auch ein Fuhrmannsposten mit Ochsenkarren und Vorratslager für Kohle, Erz, Lehm und Fertigprodukte vorhanden gewesen sein.

Zinnen gab es schon in der Antike, z. B. in der Burg Antonia in Jerusalem. Aber haben die Erbauer der Hunenburg die römischen Baugepflogenheiten übernommen? Und wer waren die Erbauer überhaupt? Das könnte auch Aufschluss über das Mauerprofil geben.

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Naja selbst die Bedeutung liegt im dunkeln. 

1.Zum einen gibt es die Theorie das die Burg als Stammsitz des Grafen von Lochtrop-Gaus diente. Die Familie gründete um 860 auch das Mescheder Kanonissenstift (das eine sehr große Bedeutung hatte). 

2.Die Errichtung als Fluchtburg gegen die Hunnen die auf die Bauordnung von Heinrich I aus dem Jahr 926 zurück geht. Hier für wird als Argument angeführt das die Westliche durch einen Steilhang geschützte Seite durch eine relativ schwache Mauer gesichert wurde die längeren Belagerungen nicht lange stand gehalten hätte, aber einen Reiterangriff der Hunnen. Desweiteren konnte bewiesen werden das der Name 1481 in einer Urkunde von Hunnenburg in Hünenburg geändert wurde. 

3. Die Errichtung zur Kontrolle über wichtige Handelstraßen. 

4. Die Errichtung als Machtsymbol über der Ruhr. Hier für spricht das die Mauern die im Sichtbereich der Stadt und des Stifts waren an besten gebaut und mit Mörtel verfugt waren. 

Jedenfalls wird meist ein Zusammenhang mit dem Mescheder Stift angenommen.

Ein Blick auf die nahe Eversberger Ruine lässt aber das aussehen erahnen

 

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Zur Wortherkunft Hunnen/Hunen habe ich noch das hier gefunden:

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Tja, dIe berühmte Suche nach der Stecknadel im Stecknadelhaufen.

Die Information mit dem Kanonissenstift scheint ja schon auf Hermann I. von Werl hinzuweisen, einem Parteigänger Kaiser Karls I. Laut Wikipedia Stichwort "Burg" bauten Gaugrafen teilweise ihre Burgen auf vorchristlichen Wallanlagen, was sich mit den Erkenntnissen der Ausgräber deckt. Passt auch gut zur Eisenschmelze/Bronzebeil.

Für die Errichtung zur Kontrolle wichtiger Handelsstraßen sprechen die ungewöhnlich vielen Tore.

Machtsymbol ist auch schlüssig. Burgherren haben ja gerne mal auf den Putz gehauen (ich liebe solche Wortspiele).

Die Bauform der Eversberger Ruine ähnelt stark dem Profil der Mauern

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So langsam wird doch ein Schuh draus.

 

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Bei den Zeichnungen der Mauer bleibt bei mir die Frage wie wurden sie verteidigt? Wo haben die Männer gestanden?

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Wirklich eine spannende Frage. War da wohl noch eine Palisade? Vielleicht hilft ein wenig experimentelle Archäologie weiter mit einem Segment und Figuren mit unterschiedlicher Bewaffnung.

Zwischenzeitlich habe ich noch etwas über die Straßen herausgefunden - und sieh an, Meschede wird hier als Markt erwähnt. (Quelle: Westfälische Zeitschrift 104/105, 1954)

20210105_222249.thumb.jpg.7c1fe8aadbb32959259871e1cb88da41.jpg

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Ja, Meschede bekam 958 Markt und Zollrechte von Otto I. 

Im Moment warte ich erstmal darauf das der Lockdown vorbeigeht und ich Styrodur oder ähnliches bekomme. Dann muss ich das Topographie Bild im passenden Maßstab ausdrucken und die Höhenlinien ausschneiden. 

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Auch mein Problem. Hab auch meine "Styrodur"- Marke im Bauhaus und komme nicht ran...

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So habe mal eine Mail an die Altertumskommission geschrieben. Bin mal gespannt. Wahrscheinlich kommt nur ein "Wir wissen nichts genaues"

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Hab jetzt Antwort bekommen, recht interessiert und mit dem Angebot das ich ihn weiter kontaktieren könne.

 

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Werde erstmal Probemauern erstellen. Auch um zu sehen wie ich so ne Mauer aus Faulschiefer strukturiere.

Habe mir nochmal Gedanken zum Maßstab gemacht. Bei 1:300 würde eine Mögliche Brüstung der Mauer (ich habe jetzt einfachmal 50cm angenommen) 1,7mm  breit. Das ist verdammt wenig, bei 1:200 würden das 2,5 mm, das klingt schon machbarer. Die Anlage würde dann mit etwas Zugabe 1,5mX0,8m.

 

Edited by Bonsai

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