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Originaldokumente zur Meuterei auf der Bounty


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Hallo!

Ich bin neu hier und starte gleich mal ein neues Thema.

Vor vielen Jahren (2009) habe ich ein Projekt gestartet, bei dem ich versucht habe die originalen Dokumente rund um die Meuterei auf der Bounty, von denen sehr viele noch in den Archiven vorhanden sind, auf Deutsch zu übersetzen und auf einer Internetseite zu veröffentlichen.

Leider musste ich dieses Projekt aus persönlichen Gründen lange brachliegen lassen.

Inzwischen habe das Projekt aber wiederaufgenommen und einen YouTube Kanal erstellt auf dem ich die Geschichte aufbereite. Ich versuche es informativ und unterhaltsam in Videos zu packen zu illustrieren und die Schauplätze zu zeigen.

Ich versuche die Bounty auch als 3D Modell mit dem Programm Blender im Computer nachzubauen. Ich bin allerdings kein Segelschiffexperte und würde mich freuen, wenn ich entsprechend fachkundiges Feedback bekommen könnte. Deshalb habe ich ein Forum wie dieses gesucht und nun ja auch gefunden.

Wenn jemand also mal einen Blick auf meine Arbeit werfen möchte, hier ist der Link zum Youtube Kanal: YouTube Kanal - Meuterei auf der Bounty

Meine Internetseite dazu: https://www.meuterei-bounty.de

Carsten

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Posted (edited)

Hallo Guybrush ;-)

Danke. Ist zwar 'ne Menge Arbeit aber macht auch echt Spaß. Den Kanal bekannt zu machen ist leider recht schwierig, wenn man nach Meuterei auf der Bounty sucht, dann bekommt man viel zu den Filmen angezeigt, den Kanal findet man kaum. Er braucht wohl noch mehr Abonnenten um für den YouTube Algorithmus interessant zu sein.

Mal sehen wie es sich entwickelt. Auf jeden Fall finde ich es sau spanend die originalen Texte zu lesen.

Carsten

Edited by Carsten
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Hallo Carsten,

willkommen an Board.

Großartige Fleißarbeit! Danke, daß du uns daran teilhaben läßt. 

Die Durchnummerierung der Videos läßt eine angenehme Portionierung zu. Und deine nicht zu stocksteife Kommentierung sorgt für den nötigen Schuß Kurzweil. Bin auch mit einem Abo dabei.

Das mit dem Flugsimulator ist ja pfiffig. Bei dem Seegang mit einem Rahsegler auf See zu sein, dazu gehört aber schon was.

 

Die Takelage der Bounty wird ja recht vielfältig interpretiert. Gesichert ist ja aus den Briefen die du zeigst, daß Bligh die Beseglung dieses bewaffneten Handelsschiffes so modifizierte, daß er sein Vorhaben auch durchführen konnte. (Später entwickelte sich daraus das Mofa frisieren, aber das ist ein anderes Thema). Was ich mir aber nicht so wirklich für das Jahr 1787 erklären kann ist das Führen von Oberbramsegeln wie es der Nachbau von 1960 zeigt.

Mal weiter überlegen: Bligh ließ die Untermasten kürzen und die Rahen stutzen. Aber dadurch verliert er doch an Segelfläche, was das Schiff langsamer macht. Ja, aber gleichzeitig wird es weniger kopflastig und weniger anfällig für seitliche Winde und Wellen, kurzum: Die Abdrift wird geringer und die Kursstabilität steigt. Das hatte für unseren akribischen Navigator Bligh sicherlich eine höhere Priorität als schnell mal eben ans andere Ende der Welt zu segeln. Außerdem müssen wir bedenken, daß das Schiff auf der Hinreise ja leer und somit ohnehin schneller war als beladen und man am Ziel die Takelage der Tonnage auch wieder anpassen konnte. Aber das sind alles nur meine Vermutungen.

Es ist und bleibt ein spannendes Gebiet.

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Posted (edited)

Ich merke schon, ich bin hier im richtigen Forum.

Vielen Dank für das nette Willkommen, das Ihr mir bereitet.

Bligh hat auch Leesegel benutzt um die Segelfläche zu vergrößern. Was Takelage, Segel usw. angeht bin ich wie schon angedeutet ein ziemlicher Laie, aber ab Video 9 (ich habe schon ein paar vorproduziert) habe ich danke eines Tipps meines Bruders, ein Buch zur Verfügung (SCHIFFSMODELLE von Wolfram zu Mondfeld), das mir dabei deutlich auf die Sprünge hilft. Vor allem das Wörterbuch in dem die englischen Begriffe übersetzt sind.

Aus dem Buch weiß ich auch, dass sich die meisten Maße, wie z.B. Durchmesser und Länge von Masten und Rahen, sich alle an der Breite des breitesten Hauptspant ableiten. Deshalb habe ich meinen ersten Entwurf der Bounty als 3D Blender Modell mal gleich komplett verworfen und neu angefangen. Nun hat Bligh die Masten und Rahen gekürzt, aber wie viel hat er nicht beschrieben.

Mas sehen ob ich mit der Zeit ein vorzeigbares Schiff für die Montage in meine Videos zustande Bringe. Aber die Reise ist ja noch lang.

Zum Thema Übersetzen:

Im Logbuch findet man öfter den Eintrag „taken aback“ ich weiß auch was er damit meint, aber ich frage mich ob es dafür einen deutschen Fachausdruck gibt.

Hier in diesem Video seht Ihr was gemeint ist:

taken aback

Edited by Carsten
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Ich glaube, daß der "Mondfeld" zur Grundausstattung eines jeden Segelschiffsmodellbauers gehört (ungeachtet dessen ob nun ein virtuelles oder ein plastisches Modell erstellt werden soll.) Sicher, es gibt auch einige Kritiker vom Fach. Aber wo gibt es die nicht? Ich meine, soweit wie von Mondfeld muß man erstmal kommen; gegen ihn bin ich ein Modellbau-Zwerg.

Aus meiner Sicht hast du in dem Punkt also schon mal alles richtig gemacht. Das Buch ist wirklich eine praktische Hilfe.

Tja, wieviel wurde gekürzt? Gute Frage. Wurden die Masten weiter gekürzt als die Rahen oder umgekehrt oder alles gleich viel? Vielleicht ja, damit die Proportionen zueinander wieder stimmen. Auf jeden Fall sind die kürzeren Hölzer stabiler. War ja ein Sauwetter als die Reise losging, wie in Video #6 zu sehen ist. Solange keine Daten vorliegen bleibt es aber ein Rätselraten. 

Apropos Video #6: Bligh schreibt er musste sogar die Bramsegel streichen (einholen): Ein Hinweis darauf, daß es tatsächlich keine Oberbramsegel fuhr.

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vor 21 Stunden schrieb Carsten:

 

Zum Thema Übersetzen:

Im Logbuch findet man öfter den Eintrag „taken aback“ ich weiß auch was er damit meint, aber ich frage mich ob es dafür einen deutschen Fachausdruck gibt.

Hier in diesem Video seht Ihr was gemeint ist:

taken aback

Als "Killen" wird allgemein das Flattern von Segeln bezeichnet http://www.darpatia.de/DARPATIA/SEEFAHRT/SEEGL.HTM

Bin mir aber nicht ganz sicher, ob das damit gemeint ist.

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Ne, das ist was anderes. Wie beschreibt es Jim...:

Zitat

Taken aback of a ship: to catch it with the sails aback suddenly.

... the situation of the sails when their surfaces are slatted against the masts by the force of the wind. The sails are said to be taken aback, when they are brought into this situation, either by a sudden change of the wind, or by an alteration in the ship's course. 

 

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Zu 8:

16 Hektoliter Bier über Bord, 2 Rumfässer eingedrückt - ein Wunder daß die da noch nicht gemeutert haben.

Naja, wenigstens läßt sich aus den Segelangaben ein nahezu vollständiger Takelplan erstellen, wenn man das mal so überschlägt. Komme zur Zeit leider nicht zu sowas. Aber vielleicht kann ein Anderer hier in die Bresche springen?

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:D Aber die Fische hatten Spaß!

Jim hatte eine interaktive Abbildung auf seiner Seite, aber das was ich archiviert habe ist nicht mehr interaktiv. Konnte man die englischen Segelnamen draus ablesen. Aber das Buch tut es auch.

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