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Showing content with the highest reputation since 12/28/2019 in all areas

  1. 3 points
    Im Moment bemale ich meine französische Flotte noch, aber bald wird es ungemütlich im Kanal. Hier sehen wir einen bekannten Korsen, es mag vielleicht im Jahr 1805 gewesen sein, wie er über den Kanal zu den weißen Klippen von Dover schaut.
  2. 3 points
    Bisher hatte ich einige mehr oder weniger handliche Holzplatten für verschiedene Szenarien. Zum Beispiel drei große Platten mit einer "Wasser-" und einer "Grasseite". Leider bekamen die Platten beim hantieren auf den wackligen Holzböcken immer kleine Schäden an den Kanten. Ein weiteres großes Problem war die Lagerung der vielen Figuren und Modelle. Daher habe ich meinen War Room komplett umgebaut. Als Unterbau dienen im Moment 5 halbhohe Billyregale. Darauf kommen entsprechend große MDF-Platten (12mm). Diese habe ich mir Raufaserfarbe, blauer Wandfarbe und hochglänzendem Lack bemalt. Das gibt eine durchgängige Oberfläche mit praktisch unsichtbaren übergängen. In die Regale kommen alle Figuren und Modelle. Zwischen den Regalen ist Platz um größere Dinge zu stapeln (z.B. Koffer). Auf dem Bild seht Ihr einen Zwischenstand. Zwei von drei Platten liegen schon. Musste in zwei Schritten bemalen, denn in der Mitte hing eine Platte etwas durch. Gestern habe ich einen kleinen Metallwinkel von unten drangeschraubt um den Übergang der Platten verschwinden zu lassen.
  3. 2 points
    Obwohl ich tatsächlich gar nicht so weit von Fulda das Licht der Welt erblicken durfte, war ich die letzten zwei Tage dienstlich bedingt zum ersten Mal in dieser Stadt. Trotz klirrender Kälte und jahreszeitbedingter Dunkelheit konnte ich an einer sehr guten Stadtführung teilnehmen. Das Barockviertel ist wirklich sehenswert und ich kann mir sehr gut vorstellen, im Frühjahr oder Sommer noch einmal nach Fulda zu reisen. Angeblich soll die Stadt nach Kön das höchste Verhältnis von Kneipen zu Einwohnern haben... Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau, der auch Fürst von Nassau-Oranien-Fulda war, wurde in der Schlacht von Waterloo leicht verletzt. An der Stelle dieses Ereignis wurde am Rand des Schlachtfelds später der von weitem gut sichtbare Löwenhügel errichtet, der an die Schlacht und die Verletzung erinnern soll. Auch wenn die napoleonische Epoche nicht unbedingt die größten Spuren in der Stadt hinterlassen hat, ist Fulda für Fans von Geschichte auf jeden Fall einen Besuch wert. Bin sicher in den 1,5h nur einen Bruchteil der Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben. Überregional interessant, wenn nicht sogar international, ist das Fulda Gap. Die Nato verortete während des Kalten Kriegs in Fulda den Hotspot eines heißen Kriegs. Ok, der nächste Tip ist nicht ganz ernst gemeint: Wäre sicher ein interessantes Trinkspiel, wenn Ihr während einer Stadtführung jedesmal einen Kurzen trinkt, wenn Bonifatius erwähnt wird.
  4. 2 points
    Zwei Briggs vor dem Château du Taureau:
  5. 2 points
    Morgen erwarte ich die neuen Klammern um den Hintergrund zu fixieren. Solange sehen die Wolken noch etwas knickrig aus...
  6. 2 points
    Langsam nimmt die kleine Stadt Form an. Die sprichwörtlichen Viertel sind jeweils 25x25 cm groß. So kannich die Stadt bei Bedarf in jede Richtung vergrößern und kombinieren. Werde auf jeden Fall auch noch 1/700 Figuren holen, sonst wirken die Straßen zu leer. Die Palmen habe ich bemalt, da sie zu sehr glänzten und nach Plastik aussahen. Die Bäume sind aus Nägeln, die ich kurz in Holzleim und dann im Streu gewendet habe.
  7. 2 points
    Vor der Südwestküste von Martinique ragt ein schroffer Felsen 175 Meter aus dem Meer heraus. Im richtigen Winkel von der Sonne angestrahlt, glänzt der Felsen an machen Stellen. Daher wird er noch heute Rocher du Diamant, der Diamantfelsen, genannt. Die Briten nennen diesen Felsen jedoch anders und noch heute müssen vorbeifahrende Schiffe der „Stone frigate“, HMS Diamond Rock, ihren Respekt erweisen. Commodore Sir Samuel Hood erreichte im September 1803 an Bord der Centaur die Südwestküste von Martinique. Er hatte den Auftrag erhalten, die Buchten von Fort Royal und Saint Pierre zu blockieren. Er erkannte, dass die Lage des Felsens nicht besser hätte sein könnte, denn von ihm aus konnte der Schiffsverkehr zwischen Martinique und St. Lucia gestört werden. Bei ruhigem Wetter gelang es den Briten zwei Kanonen (18 Pfünder) auf dem Gipfel zu installieren. Schnell wurden weitere Befestigungen und Unterkünfte gebaut. Zwei Leutnants übernahmen das Kommando über die "Besatzung" von 120 Mann auf dem Felsen. Die Soldaten lebten in feuchten Höhlen, während für die Offiziere Zelte errichtet wurden. Eine Sloop mit der Bezeichnung HM Fort Diamond schützte den Felsen zusätzlich. Es gab nur einen kleine Landeplatz und Verpflegung musste aufwändig mit Seilen in die Höhe gezogen werden. Unterstützt wurde die Besatzung von freundlich gesinnten Inselbewohnern, die heimlich Verpflegung verkauften. Nachdem die Arbeiten Anfang Februar abgeschlossen waren, schrieb Hood an die Admiralität. Er gab bekannt, dass er den Felsen als Schaluppe des Krieges unter dem Namen Diamond Rock in Dienst genommen hatte. Leutnant Maurice wurde zum Kommandeur ernannt. Das Leben auf dem Felsen war nicht ungefährlich. Bothrops lanceolatus, die gelbe Grubenotter, ist eine auf Martinique vorkommende Giftschlange und war auch auf Diamond Rock zu finden. Die Reichweite der Kanonen vom Gipfel des Diamond Rock war groß. Der Schaden für die französische Schifffahrt war enorm. So blieb es nicht aus, dass die Franzosen Unternehmungen starteten um die steinerne Fregatte außer Gefecht zu setzen. Der erste größere Versuch schlug fehl, nachdem die völlig erschöpften Franzosen mühsam zum Felsen gerudert waren und erst bei Tageslicht ihr Ziel erreichen konnten. Der französische Gouverneur auf Martinique, Vize-Admiral Louis-Thomas Villaret de Joyeuse, ordnete den Ausbau der Straße auf der Hauptinsel bis zur Küste an um eine Geschützbatterie zu errichten. Ein französischer Ingenieur sollte das Vorhaben umsetzen. Die Briten erfuhren von den einheimischen Inselbewohnern von dem Plan. Um den Beschuss von Land aus zu unterbinden, landete eine Landesgruppe unter Leutnant Reynolds auf der Insel und entführten den Ingenieur. Admiral Pierre de Villeneuve, er kommandierte wenig später die vereinigte französisch-spanische Flotte vor dem Kap Trafalgar, gelang es im Juni 1805 den Felsen zurück zu erobern. 16 Schiffe gingen gegen HMS Diamon Rock vor, doch erst als die Zisternen zerstört und die Munition aufgebraucht war, ergab sich die britische Garnison. Die Briten mussten zwei Tote und einen Verwundeten verzeichnen. Die Verluste auf französischer Seite sind nicht genau zu ermitteln, doch es können bis zu 50 Tote und Verwundete gewesen sein. Zudem verlor Villeneuves Geschwader drei Kanonenboote. Aufgrund der Tatsache, dass Diamond Rock ein offizielles „Schiff“ der Royal Navy war, musste sich James Wilkes Maurice wegen dem Verlust vor einem Kriegsgericht verantworten. Er wurde jedoch nicht verurteilt. Heute ist die Vulkaninsel Rocher du Diamant ein wichtiges Vogelschutzgebiet. Als staatliches Schutzgebiet ist das Anlanden auf der Insel verboten, so dass Besucher diesen Ort nur noch vom Meer aus betrachten können. The War of All The Oceans von Roy Adkins und Lesley Adkins Rowbotham, W.B. (1949) "The Diamond Rock" Capture of the Diamond rock - Auguste Étienne François Mayer (1805 - 1890) South east view of the Diamond Rock, with the cannon being hauled up from the 'Centaur' by the cable - Joseph Constantine Stadler (1780 - 1822)
  8. 1 point
    Vor einigen Tagen kamen meine ersten französischen Schiffe an. Eine große Überraschung war die Box nicht, denn die Modelle entsprechen weitgehend der Royal Navy Box. Das Modell der 1st-Rate ist allerdings deutlich anders und gefällt mir sehr gut. Ansonsten gibt es einige besondere Heckspiegel und natürlich die Karte mit den Flaggen. Angefangen habe ich mit den Fregatten. Der Zusammenbau ging natürlich wieder recht fix. Sind ja nur wenige Teile. Testweise habe ich bei einer Fregatte die Masten VOR dem Bemalen angebracht. Das ist aber definitiv nicht mein Ding. Werde die Masten auch weiterhin später anbringen. Bei der Takelage bleibe ich auf jeden Fall auch bei dem feinen Draht aus der Floristik. Erstmal gibt das deutlich mehr Festigkeit bei den Masten, zum Anderen werden dort auch die Klüver angebracht. Das hält an dem Draht einfach besser und hängt nicht durch. Da ich auf keinen Fall die Schiffchen auf Bases setze, ist mir der etwas dickere Draht lieber, als ein Base unter dem Modell. An ein paar Stellen fehlt noch etwas feintuning, dann kommen die restliche Takelage mit dem Faden sowie die Segel dran.
  9. 1 point
    Was für ein aufreizender Anblick, diese dreiste Fregatte grinst den Kaiser da einfach frech an, und der kann gar nichts machen.
  10. 1 point
    @Carpfanger Hab das z.B. hier gefunden. Etwas rumgerechnet und ein paar Probeausdrucke gemacht. Dazu habe ich Powerpoint benutzt. Damit kann man gut skalieren und ausprobieren.
  11. 1 point
    Also ich finde ja, daß die Fregatte zu klein ist Nein, im ernst. Wenn du es rechnerisch schon nachweisen kannst daß es passt, dann haut das so schon hin. Habe mir bei Google Bilder angesehen unter "Harbour 1810". Es ist zwar schwierig die wahren Proportionen aus einem zweidimensionalen Bild herzuleiten, aber die Größen der Schiffe sind echt imposant im Verhältnis zu den Gebäuden daneben.
  12. 1 point
    In einem anderen Forum gab es eine interessante Anmerkung zu dem obigen Bild. So meinte jemand, dass das Gebäude viel zu klein ist. Das glaube ich nicht. Möglicherweise täuscht die Perspektive. Viel mehr glaube ich allerdings, dass vielen Menschen die Größe der Segelschiffe nicht wirklich bewusst ist. Und wenn man nur auf diese kleinen Schiffchen schaut, kann man fast nicht glauben, dass auf der Constitution mehr als 400 Menschen dienten. Ich habe die britische Fregatte von Black Seas auf das Château gestellt. Bitte berücksichtigt, dass die Fregatte etwas kleiner als USS Constitution ist. Laut www.uss-constitution.de ist die Länge von Galionsfigur bis Heckreling 62,18 Meter. Laut der Vermessung mit Googlemaps ist der Durchmesser das Château gut 65 Meter. Von daher würde ich sagen, die Maßstäbe sind nicht so weit auseinander. Kommen wir zur Höhe der Modelle. Das Modell der Fregatte ist an der höchsten Stelle 7,6 Zentimeter hoch. Das wären gut 53 Meter. 53 Meter sind schon eine Hausnummer. Denkt mal an ein modernes Reihenhaus. Das hat eine Höhe von 10 bis 12 Meter. Wie steht Ihr zu dem Größenvergleich?
  13. 1 point
    Tue ich. Allerdings in der Marine von Kurfürst Friedrich Wilhelm...
  14. 1 point
    Nur noch wenige Stunden und es geht los! Hab gestern noch ein paar besondere "Picard-Episoden" und "Nemesis" geschaut. Bin bestens vorbereitet für die neue Serie auf Amazon.
  15. 1 point
    ...daß ich mich kurz vorstelle: Mein Name ist Thorsten, ich komme aus Soest / Kernwestfalen, bin verheiratet, habe drei Kinder, ein Haus und arbeite als technischer Arbeitsvorbereiter. Geschichtlich interessiert mich alles zwischen 0 und 1945. Das Zeitfenster 1675 bis 1918 stellt derzeit meinen Interessenschwerpunkt dar. Im Modellbau liegt mein Schwerpunkt im Maßstab 1/32 auf: - Figuren und Zubehör - RC-Segelschiffe Der Künstler vor dem Herrn bin ich allerdings sicherlich nicht. Hindert mich aber nicht. Tja, soweit erstmal im Groben. Alles andere ergibt sich ja mit der Zeit. Viele Grüße Thorsten
  16. 1 point
    Spanish port from a different perspective. Blocked by british ships. A pier is still missing. People are still in their homes.
  17. 1 point
    Auf Facebook habe ich Model J Ship gefunden. Dort gibt es sehr schön modellierte Gebäude um z.B. spanische Dörfer und Städte im Maßstab 1:700 zu bauen. Heute kam das erste Viertel von Cadiz an.
  18. 1 point
    Nice, nice, nice Tomorrow I do the shipment
  19. 1 point
    Hmm...Battle Room oder Bottle Room?
  20. 1 point
    Hallo Carpfanger, herzlich willkommen im Forum! 1:32 Skrimish klingt wirklich sehr interessant. Da bin ich auch sehr dran interessiert. Baue gerade eine Royal Navy Mannschaft in 28mm und suche noch nach guten Regeln.
  21. 1 point
    Der berühmte Convoy-Capitän Carpfanger! Herzlich Wilkommen im Forum! Da hast Du ja ein ganz nettes Zeitfenster, das hier schön reinpaßt, denn es geht hier zwar sicher schwerpunktmäßig um die napoleonische Epoche, aber eben auch vieles vorher und später. Und ein schöner, großer Modellbau-Maßstab für Figuren & Funktionsmodellbau.
  22. 1 point
  23. 1 point
    Im Roman " Der Kaffeedieb " von Tom Hillenbrand spielt der " Drebbel " eine kleine Rolle. Der Wissenschaftler Cornelis Jacobszoon ( van ) Drebbel, * 1572 in Alkmaar NL, + 1633 in London, erfand 1620 den ersten Drebbel. Es war ein gedecktes, mit Lederschichten überzogenes Holzruderboot für 12 Ruderer. Unter den Augen König Jacobs I. befuhr das Boot die Themse in etwa 3m Tiefe über eine längere Strecke. Das Boot hatte einen Schnorchel und Ballasttanks aus Ziegenleder, welche wie ein Blasebalg funktionierten. Bis 1624 wurden weitere Versuchsboote gebaut. Die Tauchtiefe erhöhte sich auf etwa 5m. Die Ruder waren in Ledermanschetten geführt. Weiter wurde das Projekt damals jedoch nicht weiter verfolgt. https://de.wikipedia.org/wiki/Cornelis_Jacobszoon_Drebbel
  24. 1 point
    http://ussnautilus.org/blog/drebbel-and-the-rowboat-submarine/ In diesem Bericht wird über eine Replika berichtet. Die Ruderblätter bestanden danach aus faltbarem Leder. Das heißt, auf Zug falten die auf und zum vorholen durch den Wasserdruck falten die zusammen. Das macht Sinn. Wie oben schon beschrieben, zweiflügelig im 90 Grad Winkel.
  25. 1 point
    Das britische Geschwader kreutz schon eine ganze Weile durch meine Gefilde. Hab den Eindruck, es breitet sich Langeweile auf dem Deck aus. Zumindest lässt die Moral nach. Da passt es sehr gut, dass Gerüchte aufgekommen sind, eine französische Flotte wurde gesichtet. Ab jetzt heisst es wieder auf der Hut zu sein.
  26. 1 point
    Here with some buildings to compare the measures.
  27. 1 point
    My latest building, a fort named Santa Bárbara from Alicante city. Sculpted in green putty, cloned and painted for a naval wargame.
  28. 1 point
    Trafalgar Way ist die Bezeichnung der Route zwischen Falmouth und Whitehall, Sitz der Admiralität, im Zentrum Londons, die Leutnant John Richards Lapenotière genommen hatte, um Collingwoods Nachrichten über den Sieg bei Trafalgar und Nelsons Tod zu überbringen. Am 26. Oktober signalisierte Collingwood, der von der beschädigten Royal Sovereign auf die Euryalus wechseln musste, dem Schoner Pickle näher zu kommen und übergab die ersten beiden Berichte über die Schlacht von Trafalgar an Lapenotière. Vor dem Kap St. Vincent traf am 28. Oktober der Schoner Pickle auf die Sloop Nautilus, die auf dem Weg nach Lissabon war, unter dem Kommando von John Sykes. Obwohl Sykes der höherrangige Offizier war, bat ihn Lapenotière entgegen dem Protokoll überzusetzen. Die Details des zweistündigen Treffens sind nicht dokumentiert, doch es liegt nah, dass Sykes die Bedeutung des Auftrags erkannt hatte. Durch die Vernichtung der spanisch-französischen Flotte war der Auftrag der Nautilus hinfällig geworden. Sykes entschied sich ebenfalls den Kurs in Richtung England zu setzen. Am 29. Oktober war auch Lapenotière klar, dass Sykes seinen Befehl nach Lissabon zu segeln nicht mehr nachkam und der Pickle folgte. Lapenotière erreichte am Morgen des 4. November, nach neun Tagen auf See, gegen 11 Uhr britischen Boden. Die Linie der Semaphoren zwischen Portsmouth und Plymouth war 1805 noch nicht fertiggestellt, daher musste er den Landweg wählen. Wenige Stunden später bestieg er eine Postkutsche, während die Pickle weiter in Richtung Plymouth segelte. Während der gut 38 Stunden dauernden Fahrt wechselte er 21 Mal die Pferde. Er erreichte am frühen Morgen des 6. Novembers 1805 die Admiralität. Der erste Seelord, Lord Barham, war gerade dabei sich zur Ruhe zu begeben Keine 24 Stunden nachdem Pickle vor Falmouth vor Anker gegangen war, erreichte die Nautilus Plymouth. Die Nautilus war nicht nur das schnellere Schiff gewesen, Sykes hatte auf seiner Route auch besseres Wetter gehabt. Sykes traf in Plymouth auf den Vizeadmiral Young und berichtete ihm vom Ausgang der Schlacht von Trafalgar. Young hatte natürlich zu diesem Zeitpunkt keine Informationen über den Verbleib von Lapenotière oder der Pickle. So setzte er Berichte auf und steckte Sykes ebenfalls in eine Kutsche um die Admiralität zu informieren. Sykes traf fast im gleichen Moment wie Lapenotière bei der Admiralität ein. Lapenotière übergab seine Nachrichten, während Sykes im Foyer wartete. Es gibt verschiedene Überlegungen weshalb Lapenotière in Falmouth an Land ging und nicht durch den Kanal segelte. Möglicherweise wollte er keine Zeit aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen im Kanal verlieren? Vielleicht war es auch unbürokratischer in einem kleinen Hafen anzulegen? Lapenotière kannte den dortigen Hafenmeister Captain John Bowen und konnte auf seine Unterstützung setzen. Überhaupt ist Collingwoods Wahl des Überbringers der wichtigen Nachrichten bedenkenswert. In der Regel war es eine besonders Auszeichnung für hochrangige Offiziere die Berichte von erfolgreichen Schlachten nach London zu bringen. Auszeichnungen, Geld und Karrierechancen warteten auf die Offiziere. Tatsächlich erhielt Lapenotière eine stattliche Prämie und wurde zum Commander befördert. Aber warum wurde Lapenotière ausgewählt? Collingwood stand nach der Schlacht vor einer großen Verantwortung. Der aufziehende Sturm bedrohte die angeschlagene Flotte und brauchte jeden erfahrenen Offiziere auf den Schiffen. Eine interessante Rolle in diesem Zusammenhang spielte Robert Benjamin Young (1773 - 1846). Young, der wie Nelson in die Schlachten von Kap St. Vincent und am Nil involviert war, beobachtete die Schlacht vom Deck des Kutter HMS Entreprenante (10) aus. Obwohl es keine schriftlichen Befehle gab, hielt Young für den Rest seines Lebens daran fest, dass Nelson ihn ausdrücklich in der Nähe der Victory haben wollte, um sofort die Berichte an die Admiralität in der Heimat zu überbringen. Der enttäuschte Robert Young segelte zwei Tage nach Lapenotière mit Kopien der Berichte nach Faro ab, um den britischen Generalkonsul in Portugal zu informieren. Auch wenn HMS Pickle nur eine kleine Rolle in der Weltgeschichte spielte, wird heute immer noch regelmäßig die „Pickle Night“ zelebriert. Der Jahrestag der Ankunft von Collingwoods Berichten beendet die Feierlichkeiten, die am 21. Oktober mit dem „Trafalgar Day“ beginnen. View the full article
  29. 1 point
    Hello Julian, welcome to the forum. I really like your models. The roof in particular is very good. Glad to see more models from your workbench.
  30. 1 point
    Der ostdeutsche Hinstorff - Verlag (Rostock) bringt bereits seit vielen Jahrzehnten marinegeschichtliche Bücher heraus, eines der bedeutendsten war sicher der mehrfach (seit Ende der 1960er) neu aufgelegte Reprint von Chapmans Architectura Navalis Mercatoria in deutscher Übersetzung. Daneben gab es aber auch eine Reihe von Büchern (wenn ich mich recht entsinne, wurden sie bei Hinstorff zeitweilig "Blaue Reihe" genannt), die etwas mehr auf Modellbau abzielten; jedenfalls wurden die Bände, als sie in Westdeutschland etwa in den 1980er Jahren vom Delius Klasing Verlag, Bielefeld, herausgegeben wurden, als "Modellbaureihe" bezeichnet. In loser Folge werde ich hier die einzelnen Bände der Reihe vorstellen, sofern ich sie besitze (Eines davon habe ich hier schon vorgestellt, die "Dreimastgaliot"). I. Karl Heinz MARQUARDT: Schoner in Nord und Süd. Modellbaureihe Delius Klasing, 1. Auflage 1990. 296 Seiten, sehr viele Zeichnungen im Buch, Fototeil mit Modellfotos, Reproduktionen zeitgen. Abbildungen und Plänen. Zusätzlich auf 3 Blättern 6 Tafeln Pläne (ca Din A3) Dieser Band ist eines der Glanzstücke der Reihe, soweit ich sie kenne. Nach einer allgemeinen Einleitung zur Geschichte des Schoners seit dem 17. Jhdt. folgt der Abschnitt "Der Bau von Schiff und Modell", in dem Konstruktion und Ausrüstungsteile kleiner Fahrzeuge (die Prinzipien gelten keineswegs nur für Schoner) hervorragend beschrieben werden, illustriert durch unzählige Zeichnungen des Autors. Nach der Behandlung eines Themas folgen Vorschläge für die Umsetzung am Modell; diese Teile sind dadurch zu erkenne, daß sie kursiv gedruckt sind. Ich denke, für einen Anfänger ist diese Darstellung des Modellbaus vielleiht etwas zu abstrakt, da auch nicht durch Zeichnungen unterstützt; die Grundlagen muß er sich bei Mondfeld holen. Im Teil über Bemastung und Takelung geht der Autor systematisch vor - vom Mast über Rahen hin zum stehenden und laufenden Gut bis hin zu den Segeln. Marquardt geizt nicht mit Tabellen aus zeitgenössischen Werken zu den verschiedensten Aspekten (Tauwerksdurchmesser, Spierentabellen, Ankermaße, Kanonendimensionen) wie er überhaupt oft und ausführlich aus zeitgen. Schiffbauwerken zitiert. Den Abschluß bilden, nach dem großen allgemeinen Teil, je drei relativ knappe Kapitel zu den individuellen Schiffen, deren Pläne auf separaten Falttafeln vorhanden sind. Das sind der "Schoner für Port Jackson", ein Fahrzeug, das um 1800 für die australischen Kolonien entworfen wurde, das Schärenboot Elgen von 1769, ein mit Drehbassen bewaffnetes kleines Ruderfahrzeug, das eine umlegbare Schonertakelung besaß und schließlich das Kanonenboot Axel Thorsen, ein gedecktes kleines Fahrzeug mit einer Bewaffnung von zwei schweren Kanonen, auch dieses mit Rudermöglichkeit. Das sind drei höchst unterschiedliche, interessante Typen, die nicht sehr häufig als Modell gebaut werden. Die Pläne der Schiffe sind sehr sauber und detailliert gezeichnet; zusammen mit den grundlegenden Informationen eine hervorragende Basis für präzise Modelle. Der Bildtafel - Teil (sw) befindet sich, wie bei dieser Reihe üblich, ganz hinten. Neben Gemälden, Plänen usw. gibt es Fotos der drei genannten Schiffe zu sehen, die alle vom Autor gebaut wurden. Einschätzung Das Buch hat den Charakter einer kleinen Enzyklopädie des Schiffbaus; allerdings vor allem für kleinere Schiffe, aber in dem Bereich herrscht nicht gerade Überfluß an Darstellungen. Es enthält Angaben über Bautechniken, die ich lange vergeblich suchte, bis ich die Reprints zeitgen. Bücher über Schiffbau besaß (Leider besaß keines der vorgestellten Schiffe eine Klinkerbeplankung, sonst hätte der Autor auch dazu sicher erhellendes verfaßt). Ein besonderer Höhepunkt sind bei Marquardt immer die Abschnitte über die Takelage - kein Wunder, denn er ist ja Verfasser des deutschsprachigen Standardwerks "Bemastung und Takelung von Schiffen des 18. Jhtds.) Hierbei ist darauf hinzuweisen, daß seine Rekonstruktion der Takelage des Schoners für Port Jackson deutlich von jener abweicht, die David MacGregor in "The Schooner" zeigt; allerdings betont Marquardt auch, daß sich dieses Rigg nicht mit Gewißheit, rekonsturieren läßt. Die Sachlage ist bei den anderen beiden Schiffen eindeutiger; es sind nämlich Originalsegelrisse von Schwesterschiffen abgedruckt. Ein sehr empfehlenswertes Buch! 9 2/6 von 10 Punkten!
  31. 1 point
    Sie leiden ja auch nur fiktional. Aber es hätte mit Sicherheit keine bessere Frau für Jack gegeben, weil sie ihr Charakter buchstäblich Jacks Anker ist. Ihre Persönlichkeit gleicht Jacks Macken aus, und sie liebt ihn ja auch wahrhaftig. Mit Diana wäre er nicht fertiggeworden, und mit jener saftigen Mercedes, mit der sich der Teniente sich im 1. Band so ausgezeichnet versteht, und die er ganze zehn Jahre später wiedertraf, und es wieder funkte, kann man auch bezweifeln, daß das gutgegangen wäre. Da hätten sich wahrscheinlich ähnliche Charaktermerkmale ungünstig verstärkt.
  32. 1 point
    Das wird nicht weiter thematisiert, doch die Gschichte lehrte ja, dass nach den Napoloenischen Kriegen nur noch die größeren der vielen italienischen Kleinstaaten fortbestanden und das fast ausschließlich unter der Kontrolle der Habsburger.
  33. 1 point
    Das Geschwader macht sich langsam auf den Weg. Allerdings gibt es noch viel zu tun. Die Wanten fehlen noch und ohne die Wanten macht zusätzliche Takelage keinen Sinn. Hab mich bei den Farben leider verkauft... Statt Kupfer habe ich Bronze von Revell bestellt. Dann muss das Unterwasserschiff noch etwas warten.
  34. 1 point
    Mrs. Mason war auch nicht so furchtbar wichtig, wie da getan wird, und auch nur im üblichen Maß gräßlich. Hornblower denkt sich an irgendeiner Stelle schon, daß es wohl ein Naturgesetz sein müsse, daß man seine Schwiegermutter fies findet. Maria ist auf keinen Fall "even ghastlier". Außerdem finde ich interessant, daß sie in den zuerst geschriebenen Auftritten, die in der Gesamtchronologie später spielen - Happy Return ff - eigentlich unsympathischer geschildert wird, als in den von Forester später geschriebenen, chronologisch früheren Bänden. Vielleicht hatte Forester ein schlechtes Gewissen, weil er eine unsympathische Maria nur zu dem Zweck geschaffen hatte, sie bald wieder sterben zu lassen. Ihr bild in den anderen Romanen ist differenzierter, auch wenn sie selbstverständlich ihrem Horry oft gewaltig auf den Senkel geht - an irgendeiner Stelle denkt sich Hornblower einmal, daß er "die Liebesgier dieser Frau" nicht ertragen kann. Sie wird aber ansonsten auch mal als "gewitzt" geschildert, und daß sie sich von Horry nicht täuschen läßt. Forester konnte halt keine glückliche Ehe gebrauchen, aber Maria ist ein freundlicher, gutherziger Mensch, und sie empfindet aufrichtige Liebe zu Hornblower; was er tragischerweise nicht erwidern kann. Die beiden passen halt nur nicht zusammen, aber Maria ist nicht "ghastly". Übrigens, eine ganz brilliante Frauenfigur Foresters ist die phantastisch vulgäre "Herzogin von Wharfedale". Natürlich eine falsche Herzogin, ersonnen und dargestellt von der nicht mehr ganz jungen Schauspielerin Kitty Cobham, die sich mit diesem Geniestreich eine kostenlose Heimreise organisieren wollte. Brava! Die Täuschung war ja auch erfolgreich, sie hat alle hinters Licht geführt - die ganze Gesellschaft in Gibraltar, Hornblower, und zuletzt auch die Spanier, die sie aufgrund ihres falschen Status nicht in Gefangenschaft schmoren ließen, sondern nach England brachten, mit den wertvollen Depeschen.
  35. 1 point
    Stephens gefährlich progressive Ideen würden doch alles über den Haufen werfen!
  36. 1 point
    Es gab ja auch schon wieder verschiedene ausdifferenzierte Briggs. Die kleineren Gun Brigs entstanden aus Kanonenbooten, die wohl nicht zuletzt zur Bekämpfung der französischen Invasionsflotte vor 1805 gebaut wurden. Schiffe mit geringem Tiefgang - einige Typen ursprünglich mit enziehbaren Kielschwertern - deren Hauptbewaffnung zunächst aus einem Paar vorwärts gerichteter schwerer Kanonen bestand. Interessanterweise entwickelte man einige dieser Typen weiter, bis sie man zwar ihre Kanonenboots-Ursprünge noch erkennen, sie aber letztlich zu wirklich seegängigen Brig Sloops wurden, die man überall hin schicken konnte. Zu den Aufgaben "Inshore" trat dann auch z.B. auch der Schutz der baltischen Konvois. Ein Beispiel für diese Gun Brigs, die später teils auch als Sloops klassifiziert wurden, war die Confounder-Klasse. Die größeren Brig Sloops (18 Geschütze), deren bekannteste und größte Gruppe die Cruizer-Klasse war, kamen entwicklungsmäßig aus einer anderen Ecke, und zwar den übergroßen Kuttern des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges; ein Beispiel für diese Fahrzeuge ist ALERT von 1777, und es gab noch deutlich größere Expemplare. Kutter waren ursprünglich in die Marine gelangt, um den Schleichhandel zu bekämpfen, der mit ebensolchen Fahrzeugen stattfand; später setzte man sie auch als Depeschenfahrzeuge ein, um die Kommunikation der Flotten mit Stützpunkten, Schiffen und anderen Geschwadern zu gewährleisten. Das Größenwachstum des Typs im Unabhängigkeitskrieg deutet darauf hin, daß sich ihr Einsatzgebiete erweiterte. Der Impuls zur Vergrößerung ging vielleicht zunächst von Eignern aus, die solche Schiffe als Freibeuter ausrüsteten. Die Marine kaufte etliche dieser Fahrzeuge "on the stocks", und verwendete sie praktisch als kleine Kreuzer, auch zur Bekämpfung feindlicher Freibeuter. Das Problem mit den übergroßen Kuttern war ihre Takelage; das gewaltige Gaffelsegel wurde zu unhandlich, und der Verlust des einzigen Mastes bedeutete Manövrierunfähigkeit. Daher erschienen bald teils noch recht merkwürdige zweimastige Takelagen, die eine Mischung aus Schoner- und Kutterrigg waren (s. die Rekonstruktion der HELENA in MacGregors "The Schooner"). Die noch im Unabhängigkeitskrieg gebaute SPEEDY, mit der Cochrane später berühmt werden sollte, zeigte die logischen Konsequenzen. Die Kutterform ist noch eindeutig indentifizierbar, aber der Rumpf ist kraweelgebaut, was einfacher zu reparieren ist, und mit einer Brigantinen-Takelung versehen. Nach Ausbruch des 1. Koalitionskrieges entwickelte man in Großbritannien den Typ auf deiser Basis weiter. Die Entwürfe wiesen nochmals einen dramatischen Größensprung von um die 70 ft Länge an Deck auf 100 ft auf. Zuerst wurde noch eine Bewaffnung mit Sechspfündern geplant, aber man entschied sich dann erstmals für eine Hauptbewaffnung aus großkalibrigen Carronaden mit einem Paar Jagdkanonen. Damit waren diese sehr seetüchtigen, wenn auch zweifellos "nassen" Schiffe extrem schlagkräftig für ihre Größe. Man erwartete von ihnen offensichtlich, sie überall und universell einsetzten zu können. Depeschentransport, Aufklärung, Bekämpfung gegnerischer Freibeuter und Marineschiffe derselben Klassen, Störung des Handels dicht unter Land, Konvoischutz. usf. Das ist natürlich nur die Entwicklung aus britischer Perspektive. Niederländer und Dänen beispielsweise entwickelten von der Funktion her ähnliche Typen, die aber eindeutig nicht aus Kuttern abgeleitet waren. Ausländische Marinen kopierten aber auch die Erfolgsrezepte der Briten, z.B. baute man auch in Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark von den Briten inspirierte Schiffe. Die Franzosen bauten elegante Marinebriggs, die mit ihrer steilen Aufkimmung durchaus den Cruizers ähnelten, aber diese Schiffe waren etwas kleiner und nur mit Kanonen bestückt. Man hatte da offenbar eine etwas andere Auffassungen vom Einsatzprofil der Briggs. Es war klar, daß sie artilleristisch gegen die Brig Sloops der Briten wenig Chancen hatten, somit könnten sie nicht zur Bekämpfung dieser britischen Einheiten gedacht gewesen sein.
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