Jump to content

Leaderboard


Popular Content

Showing content with the highest reputation since 11/26/2019 in all areas

  1. 4 points
    Hat ein bisschen gedauert aber hier ist Verstärkung in Form von 3 Einheiten Kriegern
  2. 4 points
    Im Moment bemale ich meine französische Flotte noch, aber bald wird es ungemütlich im Kanal. Hier sehen wir einen bekannten Korsen, es mag vielleicht im Jahr 1805 gewesen sein, wie er über den Kanal zu den weißen Klippen von Dover schaut.
  3. 3 points
    https://www.welt.de/geschichte/article216433322/Fehmarn-1644-Schlachtschiff-des-Dreissigjaehrigen-Krieges-entdeckt.html Gruß Flyingdutchman
  4. 3 points
    Und die Keltenstreitmacht im ganzen.
  5. 3 points
    Buchfund online: Entstehung, Entwicklung, Dokumentation und Vergleich der Achtzehnpfünder-Fregatten aus Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika Zum Buch Gruß Flyingdutchman
  6. 3 points
    Hab jetzt die Komandoebene fertig. Königin Boudicca mit zwei Hauptleuten und Druiden
  7. 3 points
    Die "Somers Affair" wird in dem entsprechenden Wikipediaartikel erklärt. Auf die Meuterei stiess ich über folgendes Bild. Bemerkenswert sind die aufgenüpften Meuterer an der Großrah auf dem Stich. McCool wies bereits in diesem Thread auf den Vorfall hin:
  8. 3 points
    So hier sie angekündigten Streitwägen.
  9. 3 points
    I continue working on expanding my port. I have made two different dock sections that can be combined to make a custom dock. I add the link where you can buy it. I hope you like them. http://modeljship.com/en/43-terrain-and-scenery-1700
  10. 3 points
    Bisher hatte ich einige mehr oder weniger handliche Holzplatten für verschiedene Szenarien. Zum Beispiel drei große Platten mit einer "Wasser-" und einer "Grasseite". Leider bekamen die Platten beim hantieren auf den wackligen Holzböcken immer kleine Schäden an den Kanten. Ein weiteres großes Problem war die Lagerung der vielen Figuren und Modelle. Daher habe ich meinen War Room komplett umgebaut. Als Unterbau dienen im Moment 5 halbhohe Billyregale. Darauf kommen entsprechend große MDF-Platten (12mm). Diese habe ich mir Raufaserfarbe, blauer Wandfarbe und hochglänzendem Lack bemalt. Das gibt eine durchgängige Oberfläche mit praktisch unsichtbaren übergängen. In die Regale kommen alle Figuren und Modelle. Zwischen den Regalen ist Platz um größere Dinge zu stapeln (z.B. Koffer). Auf dem Bild seht Ihr einen Zwischenstand. Zwei von drei Platten liegen schon. Musste in zwei Schritten bemalen, denn in der Mitte hing eine Platte etwas durch. Gestern habe ich einen kleinen Metallwinkel von unten drangeschraubt um den Übergang der Platten verschwinden zu lassen.
  11. 3 points
    Langsam nimmt die kleine Stadt Form an. Die sprichwörtlichen Viertel sind jeweils 25x25 cm groß. So kannich die Stadt bei Bedarf in jede Richtung vergrößern und kombinieren. Werde auf jeden Fall auch noch 1/700 Figuren holen, sonst wirken die Straßen zu leer. Die Palmen habe ich bemalt, da sie zu sehr glänzten und nach Plastik aussahen. Die Bäume sind aus Nägeln, die ich kurz in Holzleim und dann im Streu gewendet habe.
  12. 2 points
    Wo ich gerade im Magazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, "Monumente", einen Artikel über den Dampfer Welle suchte, fand ich gleich noch einen netten kleinen Artikel zum Alltagsleben der Seefahrer: Etwas über Seekisten. https://www.monumente-online.de/de/ausgaben/2015/3/was-auf-der-hohen-kante-lag.php
  13. 2 points
    Elizabeth Southerden Thompson wurde am 3. November 1846 in Lausanne geboren. Ab 1866 studierte sie an der Female School of Art in South Kensington. Drei Jahre später zog die Familie nach Florenz. Dort arbeitete Elizabeth Thompson unter der Anleitung von Giuseppe Belluci und begann sich mit Schlachtenbilder zu beschäftigen. Ihr 1874 gemaltes Bild „The Roll Call“ zeigte ein realistisches Bild des Krimkriegs und verzichtete auch die Glorifizierung des Kriegs und wurde mit großem Erfolg in der Royal Academy ausgestellt. 1875 malte sie „The 28th Regiment at Quatre Bras“. Das Bild zeigt das 28th (North Gloucestershire) Regiment of Foot am 16. Juni 1815 in Quatre Bras. Inspiriert wurde sie durch den Bericht von Captain William Siborne. Das Original ist heute in der National Gallery of Victoria in Melbourne zu finden. Geradezu ikonisch wurde Ihr 1881 gemaltes „Scotland Forever! (Leeds City Art Galleries), welches sehr schnell auch international populär wurde. Es zeigt den Angriff der "Scots Grey" während der Schlacht von Waterloo. Thompson sah niemals eine echte Schlacht, sondern beobachtete das Regiment ihres Ehemanns bei Manövern. Elisabeth Thompson, nach ihrer Heirat Elisabeth Butler, malte noch viele Jahre, darunter auch Motive des Ersten Weltkriegs, und starb 1933.
  14. 2 points
    ... mit Sebastian Koch, Catherine Deneuve, John Cleese aus dem Jahr 2012. Der 1745 auf der griechischen Insel Psara geborene Ioannis Varvakis (Sebastian Koch) macht im 18. Jahrhundert das Mittelmeer als Pirat unsicher.
  15. 2 points
    Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber trotzdem recht interessant: https://allthingsliberty.com/2015/03/invading-america-flatboats-landed-thousands-british-troops-on-american-beaches/
  16. 2 points
    Von Hugh T. Harrington auf Journal of the American Revolution Amphibische Operationen, die das Anlanden von Soldaten und Nachschub von See her umfassen, sind besonders schwierig und erfordern besondere Techniken, enge Koordination zwischen Marine und Heer, sowie spezielle Ausrüstung. Die Briten hatten die erforderlichen Fähigkeiten während des Siebenjährigen Krieges erlernt. Nach einem gescheiterten Angriff auf den Hafen von Rochefort verbesserten Briten ihre Kommando- und Kontrollabläufe und entwarfen spezielle Fahrzeuge für Landungen an feindlichen Stränden, die allgemein als „flatboats“ bekannt wurden. [1] Im günstigsten Fall sollten die Soldaten so nah an die Küste gebracht werden, daß sie die kürzestmögliche Distanz unter feindlichem Feuer an Land zu waten hatten. Gewöhnliche Großboote waren für Landeoperationen aufgrund ihres großen Tiefgangs, der in beladenem Zustand bis zu fünf Fuß betragen konnte, ungeeignet. [2] Zudem erschwerte die lange, schmale Bauart der Großboote das Be- und Entladen der Soldaten, da diese durch die Ruderer und die Riemen steigen mußten, um die Boote über die Seiten zu verlassen. Im April 1758 genehmigten die Lords Commissioners der Admiralität den Entwurf eines „flatboat“ mit geringem Tiefgang. [3]. Es sollte zwei Größen geben: Eines von 36 Fuß Länge und 10 Fuß 2 Zoll Breite. Dieses sollte etwa fünfzig Mann sowie einen Marineoffizier, einen Kanonier und zwanzig Ruderer tragen. Die kleinere Version war 30 Fuß lang, 9 Fuß 9 Zoll lang und trug sechzehn Ruderer. Beide Boote gingen nur 2 Fuß 11 Zoll tief und besaßen einen weiten, runden Bug und ein Spiegelheck. Voll beladen benötigten sie nur 2 Fuß tiefes Wasser, so daß sie sehr dicht ans Ufer herankommen konnten. [4] Die im amerikanischen Unabhängkigkeitskrieg verwendeten britischen Landungsboote waren, mit geringen Variationen, die gleichen. Ihre Tragfähigkeit betrug zwischen 10.000 und 12.000 Pfund ohne Ruderer. Die Soldaten saßen dicht beieinander in zwei Reihen mit dem Gesicht zueinander und den Musketen aufrecht zwischen ihren Knien stehend. Ein Seemann bediente die Ruderpinne, während zwanzig weitere außen an den Riemen saßen. Die „flatboats“ konnten mit Masten, Segeln und einer kleinen Kanone oder Drehbasse im Bug ausgerüstet werden. [5] Die Drehbasse gewährte ein wenig defensive Feuerkraft. Aber in jedem Fall mußte ein Feind an der Landungsstelle vor der Operation stark durch Kriegsschiffe beschossen werden. Die Landungsboote waren nicht dazu gedacht, sich den Weg an den Strand freizukämpfen. Doppelte Laufplanken wurden über den Bug an den Strand gelegt, um ein schnelles und geordnetes Ein- und Aussteigen der Soldaten zu ermöglichen. Die Vorgehensweise wurde von einem Augenzeugen beschrieben: „All diese flachgehenden Boote... lagen in einer Reihe am Strand, und sobald das Regiment daran entlangmarschiert war, formierte es sich dicht am Strand um und erwartete das Signal zum Besteigen der Boote. Sofort nachdem dieses gegeben worden war, marschierte jeder Offizier mit seinen Männern zu den Booten, ...dann stiegen er und sein Trommler zuerst ein und gingen von dem am Strand liegenden Bug direkt nach hinten zum Heck, während die ganze Abteilung folgte, ohne aus der Reihe zu treten; so waren nach zwei Minuten alle im Boot.“ [6] Bei Erreichen des feindlichen Ufers stiegen die Männer über den Bug aus und waren sofort gefechtsbereit. Kurz vorm Auflaufen an den Strand ließ das Landungsboot einen Draggen am Heck fallen. Sobald die Soldaten gelandet waren, wurde der Anker hochgezogen, die Riemen entgegengesetzt bewegt, und das Landungsboot steuerte auf See hinaus, um die nächste Fracht zu holen. Eine Variation des Landungsbootes wurde in Kanada gebaut und eingesetzt. Major General Philipps' Befehle für seine Brigade vom 3. Juni 1776 besagen: „Leutnant [William]Twiss soll sich nach Three Rivers begeben und seine Anweisungen für den Bau von Booten geben. Die Bauform eines dieser Boote ist ein gewöhnliches flachgehendes Fahrzeug [flat bottom], das King's Boat oder königliches Boot genannt wird, ausgelegt, um 30-40 Mann mit Proviant und Ausrüstung zu tragen, mit dem einzigen Unterschied, daß der Bug eines jeden Bootes eckig gebaut werden soll wie bei einem englischen Punt, um das Vonbordgehen der Truppen mittels einer Art von Gangbord zu erleichtern, das mit Schießscharten für Musketen versehen ist, und das während der Annäherung an den Feind als Schutzschild ( engl.„mantlet“) [7] dienen kann, und entsprechend stark gebaut sein muß.“ [8] Belege für solcher Laufborde oder Rampen bei anderen Gelegenheiten wurden nicht aufgefunden. Eine Darstellung von „flatboats“ mit einer ähnlichem Rampe erscheint auf einem Druck mit dem Titel „A View of Gravesend in Kent, mit Truppen, with Troops passing the Thames to Tilbury Fort.“ [9] Derartige Rampen oder Laufborde wären, wenn sie genug Schutz vor Beschuß hätten bieten sollen, sehr schwer gewesen und hätten möglicherweise Stabilitätsprobleme für das Landungsboot verursacht. Die dicht zusammengepferchte Infanterie hätte die Rampe nicht als Schutzschild benutzen oder durch die Schießscharten feuern können. Eine weitere Modifikation der Landungsboote ermöglichte es, sie für den Transport von Artillerie zu benutzen. Planken, die über die gesamte Bootslänge gelegt wurden und über den Bug gelegte Laufplanken ermöglichten es, die Artillerie an Bord und von Bord des Landungsbootes zu rollen. [10] Robert Clevelys Gemälde von der Landung in der Kip's Bay zeigt eindeutig Landungsboote, die mit Artillerie, und andere, die mit Infanterie beladen sind. [11] Die Effektivität der Landungsboote erwies sich deutlich am Morgen des 22. August 1776, als die Royal Navy in einer spektakulären Demonstration organisierter Kompetenz und Seemannschaft die Masse der britischen Truppen von Staten Island zur Gravesend Bay auf Long Island schaffte. Um 4 Uhr morgens befanden sich die Landungsboote am Strand von Staten Island, und die erste Welle von Truppen aufzunehmen. Die Landung selbst wurde von drei Fregatten und zwei Mörserschiffen gedeckt, die den Strand vor der Landung bombardierten. Die Landung selbst traf auf keinen Widerstand. Der Kapitän der H.M.S. Eagle, die an der Landung beteiligt war, berichtet: „Die Landungsboote waren alle um 4 Uhr morgens am Stand unter dem speziellen Kommando des Commodore Hotham versammelt... Etwa um 8 feuerte die Phoenix eine Kanone ab und heißte als Signal für die Truppen, an den Strand vorzurücken, an der Besanmarsstenge eine blau und weiß gestreifte Flagge. Kurz nach 8 waren sämtliche Schiffe mit den Truppen für die erste Landung unterwegs; und die Boote, die bei Staten Island etwa 1000 Mann aufgenommen hatten, begannen sich Richtung Gravesand Bay auf Long Island zu bewegen. Um halb 9 heißte Commodore Hotham in seinem Boot die rote Flagge als Signal für die Boote, an den Strand vorzustoßen. Die Boote reagierten sofort auf das Signal, und in etwa 10 Minuten befanden sich 4000 Mann am Strand, formierten sich und rückten vor. Der Wind wehte vom Hafen herab, aber die Flut bot zu starken Widerstand, als daß die Schiffe zu ihren vorgesehenen Positionen gelangen konnten; dennoch waren gegen 12 Uhr oder wenig später sämtliche Truppen an Land, insgesamt 15.000, und um drei Uhr erhielten wir die Nachricht, daß die Armee schon in Flat Bush angelangt war, sechs oder sieben Meilen vom Landungsort.“ [12] An dieser Landung waren 75 „flatboats“ beteiligt, von denen jedes 50 Infanteristen trug, sowie 11 „bateaux“ (lange, flachgende Boote mit spitzem Bug und Heck). Die erste Welle von 4000 Mann bestand aus Leichter Infanterie und der Reserve. Es ist sehr bezeichnend, daß diese Truppen nicht nur sehr schnell den Strand erreichten, sondern zudem nach ihrer Ankunft in der Lage waren, sofort geordnet auszurücken und den Strand zu sichern. Am Abend vor der amphibischen Landung auf Long Island wurden die Truppen, die in der zweiten und dritten Welle gelandet werden sollten, auf Transporter gebracht. Die zweite von den Transportern kommende Landungsabteilung von 5000 Mann wurde von den Landungsbooten derart schnell nach der ersten Welle den Strand gebracht, daß sie die Leichte Infanterie hätte unterstützten können, wenn diese auf Widerstand gestoßen wäre. Während die Landungsboote mit der zweiten Welle der Truppen auf dem Weg zum Strand waren, entfernten sich die nun leeren Transportschiffe und machten Platz für weitere mit mehr Truppen, die noch ans Ufer gebracht werden sollten. Drei Stunden nach der ersten Landung waren 15.000 Mann samt Gepäck, Ausrüstung und vierzig Geschützen an Land gebracht worden. [13] Die Verlegung einer Streitmacht dieser Größenordnung in dieser Geschwindigkeit hatte dieser Kontinent nie zuvor gesehen. Weniger als einen Monat später, am 15. September, wurden die Landungsboote erneut mit großem Erfolg eingesetzt. Anders als die Landung in der Gravesand Bay erforderte die Überquerung des East River von Long Island aus Richtung Manhattan Island den Angriff auf eine feindliche Küste. Während der Nacht des 14. verankerten die Briten gegenüber den amerikanischen Positionen an Land fünf Kriegsschiffe in 300 Yards Entfernung, die Breitseiten gegen die Küste gerichtet. [14] Die Amerikaner hatten in Erwartung einer Landung Gräben angelegt. Aber sie waren nicht auf die Wucht eines Angriffs der Royal Navy vorbereitet. Ein Amerikaner, Joseph Plumb Martin, befand sich auf der Seite des Angriffs, die einstecken mußte. Er beschrieb, wie er sah daß „ihre Boote aus einer Bucht oder Deckung von Long Island her kamen, voller britischer Soldaten. Als sie den Rand des Stroms erreichten, legten sie ihre Boote in eine Linie. Sie fuhren damit fort, ihre Streitmacht von der Insel her zu verstärken, bis sie wie ein großes Kleefeld in voller Blüte erschienen.“ [15] Ein britischer Offizier, Captain William Evelyn von der Leichten Infanterie, erinnerte sich: „Das Wasser, bedeckt mit Booten voller Männer, die eifrig ans Ufer strebten, war sicherlich eines der großartigsten und erhabensten Schauspiele, die je zu sehen waren.“ [16] Francis, Lord Radwon befand sich in einem der 84 „flatboats“, welche die Landungsstreitmacht ausmachten. Als sie sich „näherten, sahen [wir] die Brustwehren voller Männer, and zwei oder drei lange Kolonnen in stolzer Parade heranmarschieren, um sie zu unterstützen. Die Hessen, die an diese Wasser-Geschäfte nicht gewöhnt waren und es als sich ausgesprochen unangenehm vorstellten, auf sich schießen zu lassen, während sie ziemlich wehrlos und eng zusammengepfercht waren, begannen sofort, Hymnen zu singen. Unsere Männer drückten ihre Gefühle ebenso deutlich aus, jedoch auf andere Weise, indem sie sich selbst und den Feind wahllos mit wunderbarer Inbrunst verfluchten.“ [17] Sobald sich die Landungsboote den Schiffen auf 50 Yards genähert hatten, wurde das Signal gegeben und die Schiffe lösten ihre erste Salve gegen die Brustwehren. Martin hörte einen „derart dröhnenden Donner von den britischen Schiffen, daß ich glaubte, mein Kopf würde in dem Schall vergehen.“ Bartholomew James von HMS Orpheus schrieb: „Es ist kaum möglich, sich vorzustellen, welch furchtbares Feuer die fünf Schiffe für neunundfünfzig Minuten aufrechterhielten; in der Zeit verschossen wir, allein in der Orpheus, fünftausenddreihundertsechsundsiebzig Pfund Pulver. Die erste Breitseite schlug eine beträchtliche Bresche in ihre Befestigungen, und der Feind floh allenthalben, verwirrt und um Erbarmen flehend...“ Für Lord Rawdon war es „das gewaltigste Dröhnen, das ich jemals hörte. Die Brustwehren wurden in wenigen Minuten zerschmettert, und jene, die sie verteidigen sollten, waren froh, so schnell wie möglich zu entkommen. ….wir drangen an den Strand vor, landeten, und formierten uns, ohne einen einzigen Mann zu verlieren.“ HMS Carysfort „feuerte 28 Breitseiten innerhalb einer Stunde, mit Stangenkugeln und Traubenhagel.“[18] Der amerikanischen Captain Samuel Richards sah „eine dichte Kolonne des Feindes an das Wasser vorrücken und die Landungsboote besteigen. Da wir wußten, was ihr Ziel war, bereiteten wir uns darauf vor, sie zu empfangen. Sobald sie sich näherten, begannen die Schiffe, uns mit einem fürchterlichen Feuer zu belegen. Nachdem die Kolonne von Booten das Ufer verlassen hatte, begannen sie, direkt auf uns zuzuhalten; nachdem sie die halbe Breite des Sunds [East River] erreicht hatten, änderten sie ihren Kurs und näherten sich der Kip's Bay – etwa eine dreiviertel Meile oberhalb von uns – wo sie landeten; da ihre Landung dort nicht nicht erwartet wurde, trafen sie auf keinen Widerstand: Die Schiffe setzten ihr Feuer fort – unsere schwachen Verschanzungen, die hastig aufgeworfen worden waren sackten unter den feindlichen Kugeln schnell zusammen. Unsere Truppen verließen ihren Posten in Unordnung.“ [19] Die Landung in der Kip's Bay war ein voller Erfolg. Die erstaunliche Feuerkraft der Kriegsschiffe, verbunden mit er effektiven Landung zahlreicher Truppen, war mehr, als die Amerikaner überstehen konnten. Das war „shock and awe“, Schocktaktik. Das ist die Macht einer gut orchestrierten amphibischen Landung. Ohne die flachgehenden Landungsboote wären die Royal Navy und die britische Armee nicht in der Lage gewesen, die Gegebenheiten des enormen Küstensaums der USA auszunutzen. Obwohl die schlichten Landungsboote den Krieg nicht für die Briten gewannen, erlaubten sie eine Strategie der Mobilität, mit der man die Amerikaner zu überwinden hoffte, deren Bewegungsmöglichkeiten sich auf die Füße der Infanteristen beschränkten. Mit freundlicher Genehmigung von Hugh T. Harrington sowie Journal of the American Revolution. Übersetzt von Knut Gerling. [1] Robert Beatson, Naval and Military Memoirs of Great Britain, from 1727-1783 (London: Longman, 1804), 2:167. [2] Hugh Boscawen, “The Origins of the Flat-Bottomed Landing Craft 1757-1758,” Army Museum ’84 (Journal of the National Army Museum, Royal Hospital Road, London, UK, 1985), 24. [3] Zeitgenössische maßstäbliche Modelle mit Armee- und Marinefiguren kann man in National Maritime Museum, Greenwich, England, sehen. [4] Boscawen, Origins, 25. [5] National Maritime Museum, Greenwich, England. [6] Boscawen, Origins, 28. Das Zitat ist aus Graf F. Kielmansegge, Diary of a Journey to England in the Years 1761-1762 (London: 1902), 258-259. Eine Division ist in diesem Zusammenhang eine Kompanie oder Halbkompanie, etwa 50 Mann. [7] Mantlet, engl, ein beweglicher defensiver Schild. [8] James Murray Hadden, Hadden’s Journal and Orderly Books (Albany: Joel Munsell’s Sons, 1884), 169. [9] “A view of Gravesend in Kent, with Troops passing the Thames to Tilbury Fort, 1780,” British Museum, http://www.britishmuseum.org/research/collection_online/collection_object_details/collection_image_gallery.aspx?assetId=904082&objectId=3312410&partId=1 [10] Adrian B. Caruana, Grasshoppers and Butterflies: The Light 3-Pounders of Pattison and Townshend (Bloomfield, Ontario: Museum Restoration Service, 1980), 30. [11] Don N. Hagist, “A New Interpretation of a Robert Cleveley Watercolour,” Mariner’s Mirror, 94:3, 2008, 326-30. [12] Henry Duncan, “Journals of Henry Duncan,” in John Knox Laughton, Naval Miscellany (London: Navy Records Society, 1902), 122-123. [13] Beatson, Naval and Military Memoirs of Great Britain from 1727-1783, (London: Longman, 1804), 4:156-157. [14] Journals of HMS Phoenix, HMS Roebuck, HMS Orpheus, HMS Rose, HMS Carysfort in William James Morgan, ed. Naval Documents of the American Revolution (Washington: Department of the Navy, 1972), 6:838-840. [15] Joseph Plumb Martin, George F. Scheer, ed., Private Yankee Doodle (Boston: Little, Brown and Company, 1962), 33-34. [16] Henry P. Johnston, Battle of Harlem Heights (New York: The Macmillan Company, 1897), 34. [17] William P. Cumming and Hugh Rankin, The Fate of a Nation, The American Revolution Through Contemporary Eyes (London: Phaidon Press, 1975), 110-111. [18] Journal of Bartholomew James and journal of HMS Carysfort, in Morgan, Naval Documents, 6:841, 849. Martin, Private Yankee Doodle, 34. Cumming, Fate of a Nation, 111. [19] Morgan, Naval Documents, 6:844-845. View the full article
  17. 2 points
    Zufälligerweise fand ich hier eine Darstellung von "Mortar Boats" oder Mörserflößen aus dem Sezessionskrieg aus einer Publikation aus den 1880ern. M.E. wurde sie möglicherweise nach einer Photographie gefertigt. Weil sie in den Text gedruckt war, habe sie ein wenig bearbeitet und die Satzfragmente des oben verlinkten Scans rundherum wegretuschiert.
  18. 2 points
    Die Cayman Islands findet man in der Karibik. Eigentlich recht kleine Inseln und trotzdem kommt dieses britische Überseegebiet immer wieder in die Schlagzeilen. Und zwar aufgrund eines Schiffsunglücks im Jahr 1788. Zehn jamaikanische Handelsschiffe erlitten auf ihrem Weg nach England vor der Küste von Grand Cayman Schiffbruch. Auf einem der Schiffe befand sich ein Angehöriger des englischen Königshauses. Aus Dankbarkeit über die Rettung sämtlicher Schiffbrüchiger befreite König Georg III. die Inselgruppe von sämtlichen Steuern und Abgaben.
  19. 2 points
    Vielleicht das letzte Spiel, das ich mi für die PS4 hole? Sieht auf jeden Fall toll aus. Eines meiner ersten Computerspiele war "Lords of the Rising Sun" auf dem Amiga. Das erinnert mich etwas daran. Open-World wie Red Dead Redemption. Allerdings soll es weniger "Hilfen" auf dem Bildschirm gehen. So muss man z.B. am Wind erkennen, wo die Hauptstory weitergeht. Stat Cursor auf dem Bildschirm weht das Gras in die richtige Richtung...
  20. 2 points
    Zunächst einmal vielen Dank für Deine Mühe und Deine Erklärungen. Ich bin geneigt die "bemalten" Segel im Alltag als nicht vorhanden anzusehen - obwohl die Anmerkung mit der besseren Erkennbarkeit im Gefecht bei Pulverdampf irgendwie logisch erscheint ! Hinzu kommt das gerade mal ein paar Jahrzehnte früher, in der großen Zeit der Hanse, bemalte Segel im Gefecht durchaus üblich und in mehreren Quellen schriftlich erwähnt wurden. So gesehen erscheint es dann doch wieder nicht ganz abwegig, das diese Tradition vorgesetzt wurde. Für mich kommt allerdings noch eine andere Überlegung hinzu, nämlich die Sache mit der Optik. Ein Modellschiff mit schön bemalten Segeln macht optisch sehr viel mehr her und sieht auf einer Spielplatte wahrscheinlich Klasse aus ! Also werde ich wohl bei der Präsentation der Serie (und für mich privat) darauf zurückgreifen. Das wird natürlich in hohem Maße spekulativ werden und das ist mir auch bewusst. Gruss Andy
  21. 2 points
    Ein Ereignis ist eingetreten In einer der berüchtigten Wüsten Britaniens trifft an einem Fluss (???) Die II Legio Augusta unter Führung von Legat Vespersian und Präfekt Cato sowie Obercenturio Macro mit Unterstützung einer Kohorte Prätorianer auf eine Streitmacht der Kelten unter Führung von Königin Boudicca Die Römer müssen die andere Flussseite erreichen, es gibt drei Furten zum Überqueren. In der ersten Runde gelingt es den Kelten die Ufer der Furten zur Verteidigung zu besetzen. Diesem Scorpion gelingt es durch massiven Beschuss eine Einheit Krieger zurück zu drängen und... ..fast vom Spielfeld zu treiben. Dabei gerät auch eine zweite Einheit in Unordnung. Ansonsten rücken die Einheiten nur in Schlagweite vor. Der erste Nahkampf wird an der mittleren Furt ausgetragen. Dank der erhöhten Position gelingt es der Einheit Krieger die Prätorianer zurück zu drängen und in Unordnung zu bringen. Nachdem sich die Prätorianer kurz gesammelt und erholt haben greifen sie erneut an und ernichten die Einheit Krieger. Damit hat die erste Einheit den Fluss überquert, und sichert den Brückenkopf. An der Linken Furt sieht die Sache schon anders aus. Eine Einheit nackte Irre greift mit Unterstützung einer Hauptmanns die 1. Kohrte mit Obercenturio Macro an. Die Veteranen der 1. Kohorte lerne so auf die harte Tour das es weh tut die nackten Irren angreifen zu lassen. Die 1 Kohorte und Macro werden hinweggefegt. An der rechten Furt schaffen es die zweite Einheit nackte Irre die 3 Kohorte bis hinter die eigenen Auxilären fliehen zu lassen. Während sich im Hintergrund die 3. Kohorte wieder sammelt muss auch die Einheit Auxilläre einsehen wie brutal die nackten Irren sind. _Unterdessen rücken die Prätorianer vor greifen eine Einheit Krieger an, die aus dem Nahkampf flüchten und vom Schlachtfeld verschwinden. Im Hintergrund rückt die 2. Kohorte über die mittlere Furt vor. An der linken Furt kann eine Einheit Auxilläre eine Einheit Krieger schlagen und erobert das feindliche Ufer. In der Mitte ballt sich inzwischen ein Intensiver Nahkampf zwischen der 2. Kohorte mit Legat Vespersian als Unterstützung und einer Einheit Krieger mit Königin Boudicca. Der Kampf wogt einige Zeit ohne das eine Seite einen Vorteil erzielen kann. Zu beginn der nächsten Runde reagieren die Prätorianer am schnellsten und erwischen eine Einheit Krieger im Rücken und vernichten sie, bevor diese die 2. Kohorte und Vespersian in den Rücken fallen können. An der rechten Furt erledigen die nackten Irren nun auch die 3. Kohorte nachdem sie nachmal versucht hat das andere Ufer zu erreichen. Gerade als Boudicca die Oberhand zu bekommen scheint, rauscht die Prätorianer Kohorte in ihre Flanke. Durch diesen Angriff müssen die Kelten zurückweichen. Die Prätorianer setzen nach und die Krieger und ihre Königin fliehen vom Feld An der linken Furt versucht eine Einheit Auxilläre dem Angriff nackter Irrer stand zu halten... Und es kommt wie es kommen muss. An der rechten Furt zeigt ein Scorpion und eine Einheit Bogenschützen wie man es richtig macht. Durch massiven Beschuss wird die andere Einheit nackter Irrer ausschaltet. Damit endet das Gefecht. Beide Armeen sind gebrochen, die Römer erringen einen kleinen Sieg und das andere Ufer.
  22. 2 points
    Das Ereignis war sicher unschöner als das
  23. 2 points
    Sohnemann hat sich jetzt mein altes Asterix in Belgienheft vorgenommen und da musste ich auch nochmal reinschauen, und siehe da auf einmal fallen mir die ganzen Waterloo Andeutungen auf
  24. 2 points
    Hier sind auch meine Fotos der Constitution selbst: USS Constitution in Charlestown Sie war damals (2017) gerade in Überholung und die meisten Spieren und Rahen lagen neben dem Trockendock, so dass man sie von nahen fotografieren konnte. Auch die meisten Geschütze lagen dort.
  25. 2 points
    Was redet ihr hier über meinen ellenlangen.... ach so. Sieht so aus, als ob der Doc da in einer Szene im Bogen vom Dach pinkelt! Wie gemein. Der ist Doc in was? Sozialwissenschaften?
  26. 2 points
    Ich weiß nicht ob ihr Desperados gespielt habt, ich habe es geliebt und am 16 Juni kommt Teil 3
  27. 2 points
    Heute habe ich mal die ersten Module zusammengestellt und fotografiert. Auf dem Schiff fehlen noch die Passagiere. Am Ufer ein paar Bäume und der ICE steht noch ohne Bahndamm. Vorallem steht er, weil es keine Oberleitung gibt. ;-) Die Decks der Goethe sind noch nicht zusammengeklebt. Heute sollen ein paar LED-Streifen in der Post sein. Danach werden die Decks von Innen beleuchtet. Hab günstig 100 sitzende Figuren bei eBay bestellt und eingeklebt. Sind also nur Chinesen an Bord. :-) Auf das Deck kommen noch ein paar Preiserfiguren. Die muss ich aber noch bestellen.
  28. 2 points
    Der Weinberg ist grüner geworden und ich hab ein erstes Gebäudemodell gebaut. Letzteres hat etwas länger gedauert, da ich den Bausatz komplett neu bemalt habe. Möchte auf keinen Fall diesen Plastikglanz auf der Platte haben. Außerdem möchte ich ein kleines Dorfensemble bauen und die Farbgebung vereinheitlichen.
  29. 2 points
    Die sehen mal wieder genial aus! Demnächst können Deine Armeen in einem "Ereignis" aufeinandertreffen. Freue mich schon auf die "Ereignisberichte"!
  30. 2 points
    So habe dann jetzt doch mal weiter gemacht. 2 Einheiten Krieger und 1 Einheit Schleuderschützen als Plänkler sind dazu gekommen. Jetzt fehlt nur noch eine zweite Einheit Streitwagen und beide Armeen können auf einander treffen.
  31. 2 points
    Paul-Émile Boutigny (* 10. März 1853 in Paris; † 27. Juni 1929) malte 1890 das Bild "Napoleon et Jean Lannes". Lannes nahm seit 1796 an allen Feldzügen Napoleons teil und wurde in der Schlacht bei Aspern tödlich verwundet.
  32. 2 points
    Mal von dem Felsen in der Mitte abgesehen, finde ich das Ergebnis gar nicht so schlecht. Die Idee mit der Alufolie als Basis für das Wasser finde ich gut. Werde ich vielleicht mal probieren. Hab noch einen Tirpitz Bausatz von Revell im Regal...
  33. 2 points
    Mit Alufolie gemacht ist auch dieses tolle Diorama eines VII D-Bootes (Minen-Uboot) in diesem Video, das ich neulich fand:
  34. 2 points
    Am 11. Mai wurde in Bodenwerder Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen geboren, der so verunglimpfte "Lügenbaron", der doch eigentlich in seinem Pavillon nur haarsträubend phantasievolle Geschichten zur Unterhaltung seiner Gäste erzählen wollte. Ein anonymer Autor veröffentlichte die Geschichten, die offenbar weitere Kreise gezogen hatten, 1783, anonym als "Vademecum für lustige Leute", was dem Freiherrn gar nicht gefiel. Weiterver- und bearbeitet wurden die Geschichten dann von Raspe (einem diebischen landgräflich-kasselschen Münzsammlungskurator auf der Flucht) in England und teils auf dieser Publikation basierend, Bürger in Deutschland. Abgesehen von stetigem Ärger mit den bornierten Städtern hatte der Freiherr in der Tat einiges erlebt. 1737 begleitete er als Page den welfischen Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel nach Rußland. der dort die Zarin in spe Anna Leopoldowna heiraten sollte. Der Herzog nahm auf russischer Seite am Feldzug gegen die Türken auf der Krim teil, wobei ihn Münchhausen wahrscheinlich begleitete. 1739 wurde er Kornett in dem von Anton Ulrich befehligten Kürassier-Regiment, das in Riga stationiert war. Mit diesem Regiment nahm Münchhausen am russisch-schwedischen Krieg teil. 1740 starb Zarin Anna, Anna Leopoldowna fungierte kurzfristig als Regentin für ihren gemeinsamen Sohn mit Anton Ulrich, Iwan VI. Jedoch wurde dieses Regime 1741 zugunsten Elisabeth Petrownas gestürzt, Anna Leopoldowna und Anton Ulrich gefangengesetzt - sie kamen nicht mehr frei. Münchhausens weitere Aussichten in Rußland waren aufgrund dieser Entwicklungen ungünstig, seine militärische Karriere befand sich in einer Sackgasse, und so kehrte er 1750 nach Bodenwerder zurück, wo er den Rest seines Lebens auf dem Gutshof verbrachte; auf dem er geboren worden war. Offensichtlich schätzte er illustre Gesellschaft und Jagden. Nach kinderloser Ehe mit seiner ersten Frau Jacobine von Dunten (+1790) versauerte sich der Freiherr die letzten Jahre, indem er 1794 die unverschämte, verschwenderische und ehebrechende 20-jährige Majorstochter Bernhardine Brunsig von Brunn 1794 heiratete, von der er sich wegen Untreue fast sofort wieder scheiden lassen wollte - der Prozeß dürfte den kurzen Rest seines Lebens überschattet haben. Im Februar 1797 starb Münchhausen, der finanziell niemals vom Erfolg seiner "Lügengeschichten" profitiert hatte.
  35. 2 points
    Jammerschade, ich fand die Sachsen-Theorie irgendwie geil. Aber am geilsten finde ich die Annahme eines tragischen Frontalzusammenstoßes eines Maultiers mit einer germanischen Eiche. Stell ich mir grad bildlich vor. Ich glaub, den nehmen wir.
  36. 2 points
    Wieder was zur Epoche, der praktische Vergleich: Genauigkeit und Feuergeschwindigkeit von Brown Bess & Baker Rifle
  37. 2 points
    Auf der Seite von Gorini Art könnt Ihr auch Papiersoldaten zum Thema Waterloo erwerben: http://www.goriniart.com/English/waterloo_1815_E.htm
  38. 2 points
    Die Coronazeit nutze ich um ein paar alte Themen anzugehen. Dazu gehört auch eine Packung Afrika Korps von Warlord. Die britische 8th Army schlummert noch in der Kiste.
  39. 2 points
    Auf Vorschlag der Academie des sciences beschließt die französische Nationalversammlung am 26.03.1791 die Einführung eines einheitlichen Längenmaßes. Doch erst am 01.08.1793 wird endlich das Urmeter eingeführt: Der zehnmillionste Teil eines Erdquadranten. Als Endmaß um andere Messmittel zu eichen dient zunächst ein Messingkörper, der später durch ein Platinexemplar ersetzt wurde. Der Einführung des Meters durch unsere französischen Nachbarn haben wir es zu verdanken, daß auch hierzulande sinnvollerweise die vielen dutzend Maßeinheiten allmählich verschwanden. Jeder Fürst hatte seine eigene Norm, ein Zoll war nicht gleich ein Zoll, ein heilloses Durcheinander. Der Mondfeld ist voll davon. Da können wir heute ganz froh sein daß es nur zwei gängige Maßeinheiten gibt, auch wenn die Briten mich mit ihren inches schon manchmal ärgern.
  40. 2 points
    ...125 Jahren maßen die Forscher auf HMS Challenger die damals tiefste Stelle im Ozean: https://www.deutschlandfunk.de/challenger-expedition-vor-125-jahren-die-entdeckung-der.871.de.html?dram:article_id=473062
  41. 2 points
    Westfälische Weisheit: "Dat beste am Wein is dat Pils danach."
  42. 2 points
    Ja tödlicher Staub kenne ich auch noch, hat mich total gegruselt. Der Romanautor von dem Buch auf dem Outbrake basiert hat tatsächlich Kontakt zur hiesigen Zeitung und einer Überlebenden der Pocken gesucht. Die Fahrer des Krankenwagens kenne ich, das sind Feuerwehrkameraden (einer mittlerweile verstorben). Die haben sich freiwillig gemeldet und waren für 6 Wochen unter Quarantäne und durften nur für Krankenfahrten raus. Haben beide danach das Bundesverdienstkreuz bekommen.
  43. 2 points
    Am Sonntag war ich spontan in Arnheim. Wollte ein paar Sachen einkaufen. Natürlich bin ich auch noch mal an der Brücke gewesen... Gegenüber der Brücke gibt es seit ein paar Jahren das "Airborne at the Bridge". Der kleine Ableger des großen Airborne Museums bietet einen raschen Überblick der Ereignisse rund um die Brücke. Der Eintritt ist frei.
  44. 2 points
    Ein Film der Kriegsmarine-Nachfolgeorganisation https://youtu.be/pd3iyU27J7Q
  45. 2 points
    Oh hab ich eines vergessen Natürlich bekommt ihr auch die Details vom Kloster zu sehen Also ich freue mich schon das bemalt zu sehen .....
  46. 2 points
    Liam Gallaghers Audition für die Rolle des neuen Butlers & Chauffeurs im nächsten "Downton Abbey" Film und Eric Cantonas (!) für "The Crown".
  47. 2 points
    Zwei Briggs vor dem Château du Taureau:
  48. 2 points
    My latest building, a fort named Santa Bárbara from Alicante city. Sculpted in green putty, cloned and painted for a naval wargame.
  49. 2 points
    Vor der Südwestküste von Martinique ragt ein schroffer Felsen 175 Meter aus dem Meer heraus. Im richtigen Winkel von der Sonne angestrahlt, glänzt der Felsen an machen Stellen. Daher wird er noch heute Rocher du Diamant, der Diamantfelsen, genannt. Die Briten nennen diesen Felsen jedoch anders und noch heute müssen vorbeifahrende Schiffe der „Stone frigate“, HMS Diamond Rock, ihren Respekt erweisen. Commodore Sir Samuel Hood erreichte im September 1803 an Bord der Centaur die Südwestküste von Martinique. Er hatte den Auftrag erhalten, die Buchten von Fort Royal und Saint Pierre zu blockieren. Er erkannte, dass die Lage des Felsens nicht besser hätte sein könnte, denn von ihm aus konnte der Schiffsverkehr zwischen Martinique und St. Lucia gestört werden. Bei ruhigem Wetter gelang es den Briten zwei Kanonen (18 Pfünder) auf dem Gipfel zu installieren. Schnell wurden weitere Befestigungen und Unterkünfte gebaut. Zwei Leutnants übernahmen das Kommando über die "Besatzung" von 120 Mann auf dem Felsen. Die Soldaten lebten in feuchten Höhlen, während für die Offiziere Zelte errichtet wurden. Eine Sloop mit der Bezeichnung HM Fort Diamond schützte den Felsen zusätzlich. Es gab nur einen kleine Landeplatz und Verpflegung musste aufwändig mit Seilen in die Höhe gezogen werden. Unterstützt wurde die Besatzung von freundlich gesinnten Inselbewohnern, die heimlich Verpflegung verkauften. Nachdem die Arbeiten Anfang Februar abgeschlossen waren, schrieb Hood an die Admiralität. Er gab bekannt, dass er den Felsen als Schaluppe des Krieges unter dem Namen Diamond Rock in Dienst genommen hatte. Leutnant Maurice wurde zum Kommandeur ernannt. Das Leben auf dem Felsen war nicht ungefährlich. Bothrops lanceolatus, die gelbe Grubenotter, ist eine auf Martinique vorkommende Giftschlange und war auch auf Diamond Rock zu finden. Die Reichweite der Kanonen vom Gipfel des Diamond Rock war groß. Der Schaden für die französische Schifffahrt war enorm. So blieb es nicht aus, dass die Franzosen Unternehmungen starteten um die steinerne Fregatte außer Gefecht zu setzen. Der erste größere Versuch schlug fehl, nachdem die völlig erschöpften Franzosen mühsam zum Felsen gerudert waren und erst bei Tageslicht ihr Ziel erreichen konnten. Der französische Gouverneur auf Martinique, Vize-Admiral Louis-Thomas Villaret de Joyeuse, ordnete den Ausbau der Straße auf der Hauptinsel bis zur Küste an um eine Geschützbatterie zu errichten. Ein französischer Ingenieur sollte das Vorhaben umsetzen. Die Briten erfuhren von den einheimischen Inselbewohnern von dem Plan. Um den Beschuss von Land aus zu unterbinden, landete eine Landesgruppe unter Leutnant Reynolds auf der Insel und entführten den Ingenieur. Admiral Pierre de Villeneuve, er kommandierte wenig später die vereinigte französisch-spanische Flotte vor dem Kap Trafalgar, gelang es im Juni 1805 den Felsen zurück zu erobern. 16 Schiffe gingen gegen HMS Diamon Rock vor, doch erst als die Zisternen zerstört und die Munition aufgebraucht war, ergab sich die britische Garnison. Die Briten mussten zwei Tote und einen Verwundeten verzeichnen. Die Verluste auf französischer Seite sind nicht genau zu ermitteln, doch es können bis zu 50 Tote und Verwundete gewesen sein. Zudem verlor Villeneuves Geschwader drei Kanonenboote. Aufgrund der Tatsache, dass Diamond Rock ein offizielles „Schiff“ der Royal Navy war, musste sich James Wilkes Maurice wegen dem Verlust vor einem Kriegsgericht verantworten. Er wurde jedoch nicht verurteilt. Heute ist die Vulkaninsel Rocher du Diamant ein wichtiges Vogelschutzgebiet. Als staatliches Schutzgebiet ist das Anlanden auf der Insel verboten, so dass Besucher diesen Ort nur noch vom Meer aus betrachten können. The War of All The Oceans von Roy Adkins und Lesley Adkins Rowbotham, W.B. (1949) "The Diamond Rock" Capture of the Diamond rock - Auguste Étienne François Mayer (1805 - 1890) South east view of the Diamond Rock, with the cannon being hauled up from the 'Centaur' by the cable - Joseph Constantine Stadler (1780 - 1822)
  50. 2 points
    Meinen Gruß an die Interessierten. Gern würde ich hier einmal einen Dolch für Seeoffiziere vorstellen. Ich werde es recht ausführlich halten, so wie auch gelegentlich in meinem neuen Buch über personalisierte Blankwaffen. Die kaiserlichen Marinedolche wurden von Offizieren in einer Vielzahl von Variationen erworben. Wir sehen Dolche mit Damastklingen in fast jeder Größe, vernickelte und einfache Klingen. Fast jeder Marinedolch für Kadetten wurde mit Namen versehen, aber personalisierte Offiziersdolche mit der offenen Krone - gekauft und persönlich von Offizieren ausgewählt - sind selten. Der wahrscheinliche Grund dafür ist die Tatsache, dass sie vom Offizier selbst gestaltet wurden, so dass das Risiko, sie zu verwechseln, gering war. Dolche für Marineoffiziere nach den Vorschriften von 1901 Im September 1901 fand in Danzig ein Treffen der deutschen und russischen Flotte mit Kaiser Wilhelm II. und seinem Cousin Zar Nikolaus II. statt. Während eines Abendessens erlaubte der deutsche Kaiser, in Anerkennung der Leistungen der deutschen Manövereinheiten, dem Marineoffizierskorps die Wiedereinführung des leicht zu tragenden Dolches für Marineoffiziere. Damit wurde auch dem russischen Zaren ein indirektes Kompliment gemacht, da alle russischen Marineoffiziere einen Dolch trugen; die russische Marine galt somit als Vorbild für die deutsche Marine. Dementsprechend wurde im Kabinettsbefehl zur Wiedereinführung von Marineoffiziersdolchen vom 13. September 1901 der russische Zare mehrfach erwähnt. Dies war ein bemerkenswertes Beispiel, das zeigte, wie eine mehr oder weniger einfache militärische Regulierung in einen diplomatischen Kontext eingebettet war. Leider fehlte dem Kaiser bei seinen öffentlichen Auftritten eine solche Diplomatie gelegentlich. Der vorgeschriebene Dolch war praktisch identisch mit dem der Seekadetten, hatte aber eine offene Krone und einen Griffdraht. Die Offiziere kauften ihre eigene Ausrüstung, auch ihre eigenen Handwaffen, so dass gewisse individuelle Eigenheiten entstanden, welche bemerkenswerterweise auch toleriert wurden. Dies war ein Grund, warum Marineoffiziere oft kurze, leicht zu tragende Dolche wählten, die mit verschiedenen Ornamentmerkmalen und unterschiedlichen Klingenformen ausgeführt waren. Manchmal blieben die Kadettendolche einfach so, wie sie waren, und nur ein Dolch Portepée wurde um den Griff gelegt. Die Offiziere genossen eine gewisse Wahlfreiheit bei ihren persönlichen Waffen und nutzten diese. Die Seitenwaffe eines Offiziers war eine der wenigen Möglichkeiten, ein Maß an Individualität zu erreichen. Personalisierung in der Kaiserzeit Seekadetten durften keine Dekoration mit Sprüchen, Versen oder anderen Informationen auf ihren Waffen führen, nur ihr Name war erlaubt. Die jungen Männer befolgten dies weitgehend und ließen ihre Namen meist unterhalb des Scheidenmundes auf der Terzseite eingravieren. Dolche des Musters von 1890, mit diesen Personalisierungen sind für Sammler und von der Geschichte faszinierte Personen äußerst interessant geworden. Aus den Namensgravuren, zusammen mit den antiquarischen Ranglisten der kaiserlichen Marine, ist es gelegentlich möglich, den Hintergrund eines Trägers eines bestimmten Dolch zu recherchieren. Dem oft kürzeren Dolch der Marineoffiziere wurde ein weniger zurückhaltender Dekorationsstil erlaubt. Widmungen, Namen und Zitate finden wir manchmal auf der Klinge, aber sie sind auch auf der Scheide zu finden. Das Auftreten von eingravierten Namen ermöglicht es Sammlern und Historikern manchmal, den Hintergrund der Waffe zu verfolgen und vor allem den des Trägers zu erkennen. Dies ist leider oft nur möglich, wenn der Träger einen ungewöhnlichen oder nicht allzu gebräuchlichen Namen hatte, auch wenn in der Kaiserzeit die Vornamen in den Marineranglisten in solchen Fällen abgekürzt wurden. Die Ausführung des Dolches hilft, eine Schätzung des möglichen Heratellungszeitraums zu geben. Die wichtigste Liste für die Forschung ist die so genannte Marine-Ehrenrangliste 1914-1918. In dieser Liste wurden 1930 alle Offiziere der ehemaligen kaiserlichen Marine, die im Ersten Weltkrieg Dienst taten, mit ihrem Rang, ihren Auszeichnungen, Pflichten und Tätigkeiten eingetragen. Dieser eher sperrige, umfangreiche Band kann z.B. in einem Antiquariat erworben werden; inzwischen gibt es jedoch digitalisierte Angebote. Viele Informationen, insbesondere über bekannte Marineoffiziere, sind auch im Internet zu finden. Der William Kutter Dolch Der hier vorgestellte Dolch ist vom Muster 1901, wie in der Verordnung beschrieben. Der Dolch hat die gleiche Länge wie der Dolch für Seekadetten von 1890, aber mit einem offenen Kronenknauf und einem Griffdraht, wie er für Seeoffiziere vorgeschrieben wurde. Die Klinge ist von bemerkenswerter Konstruktion. Aus Monostahl, aber vernickelt und mit einer gebläuten Zierätzung von Marinemotiven. Die Scheide ist mit einer handgravierten Dekoration und dem Namen des ehemaligen Besitzers unter dem rückseitigem Scheidenmund verziert. Wahrscheinlich wurde der Dolch von der Firma Carl Kaiser hergestellt, die 1905 insolvent ging und in dieser Zeit zu den besten, aber auch hochpreisigsten Herstellern gehörte. William Kutter Kutter wurde am 25. April 1863 im Micklefield House in Rawdon bei Bradford geboren. Sein Vater wurde höchstwahrscheinlich auch William Kutter genannt, das lässt sich aber aus den Aufzeichnungen der großen deutschen Community Bradfords im 19. Jahrhundert nicht eindeutig ermitteln. Der Vater kaufte Micklefield House in einer Auktion im selben Jahr, in dem der junge William geboren wurde. Williams' Schwester war Valery Emily "Lorry" Kutter, sie war die Mutter von Hans-Günther von Dincklage, einer Person, von der wir später hören noch werden. William trat am 23. April 1878 als Seekadett in die kaiserliche Marine ein. Ein Jahr lang sehen wir ihn als jungen Kadetten an Bord des Schulschiffes "Niobe" und der Kaiserlichen Marine-Schule in Kiel. Verschiedene temporäre Aufgaben aus Trainingsgründen führten in auf SMS "Renown", "Friedrich Carl", "Vineta" und "Mars" bis 1882, als er zum Seconde-Leutnant befördert wurde. 1883 sehen wir ihn auf der Panzerschiff "Deutschland" und ein Jahr später in der 1. "Matrosen Division", einer Marineinfanterieeinheit, als Zugführer. Im März 1885 zum Leutnant befördert, diente er auf verschiedenen Schiffen als Wachoffizier. Als Kapitänleutnant im Juli 1892 diente er als Wachoffizier auf dem Panzerschiff "Bayern". Von Juli 1893 bis 1894 diente er an der Marineakademie und 1895 wieder auf verschiedenen Schiffen. Der häufige Kommandowechsel für jüngere Offiziere war Teil des Versuchs, den Offizieren die Möglichkeit zu geben, ein breites Spektrum möglicher Aufgaben kennenzulernen. Von Oktober 1895 bis September 1898 wurde er auf die Torpedoboote versetzt und befehligte die Schiffe "D-7", "D-1" und "D-3". Im April 1899 wurde er in den Rang eines Korvettenkapitän befördert und war Erster Offizier bei SMS "Kurfürst Friedrich Wilhelm". Im selben Jahr kam es zu einer interessanten Veränderung in seinen täglichen Aufgaben. Wegen des Zweiten Burenkriegs reiste er im Oktober und November 1899 in die damalige deutsche Kolonie Kamerun. Er sah den ersten Tag eines neuen Jahrhunderts unter tropischem Himmel als Kommandant von SMS "Habicht", einem Schiff, das wegen der Spannungen zwischen dem kaiserlichen Deutschland und Großbritannien infolge des Burenkriegs in die britische Kapkolonie geschickt wurde. Glücklicherweise für das kleine deutsche Kanonenboot kam es zu keiner Konfrontation zwischen Kutters Schiff und der britischen Marine, so dass er zum Jahreswechsel von Duala zurück nach Deutschland reiste und im Frühjahr 1901 seine Heimat erreichte. Zwischen 1901 und 1907 war er Kommandant der SMS "Medusa", "Schwaben", "Weißenburg" und "Zähringen", ab 1904 als Kapitän zur See. Von Oktober 1907 bis zu seiner Außerdienststellung im April 1914 war er Kommandant des kaiserlichen Hafens bei Wilhelmshaven. Leider ist nicht bekannt, was er bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs getan hat, weder eine Rangliste noch die offiziellen Akten der Deutschen Bundesmarine, haben Informationen über diesen Zeitraum. Am 2. August 1914 wurde er jedoch zu den Waffen gerufen und diente bis zu seiner neuen Außerdienststellung 1916 als Kommandant der "II. Baudivision" im Marinehafen Wilhelmshaven, eine Einheit, die für die Erprobung neuer Militärschiffe zuständig war. Mitte Januar 1916 wurde er, höchstwahrscheinlich wegen seines Alters, wieder außer Dienst gestellt und ehrenhalber in den Rang eines Konteradmirals befördert. Spionage im Vorkriegsfrankreich? Interessanterweise hören wir in den 1930er Jahren, einer Zeit mit großen Spannungen in Europa, wieder von ihm. Hans Günther von Dincklage wurde in eine deutsche Adelsfamilie geboren. Gutaussehend, gut ausgebildet und mit einer bemerkenswerten militärischen Karriere, kämpfte er mit seinem Vater während des Ersten Weltkriegs an der russischen Front. Er war der perfekte Mann, um die Aufgaben der Abwehr an der Côte d'Azur im Gebiet des größten französischen Marinestützpunktes in Toulon zu leiten. Sein Rückzug aus der Armee 1929 war eine Vertuschungsgeschichte, die von seinen Vorgesetzten in Berlin erfunden wurde. Dincklage tauschte lediglich die Kavallerieuniform gegen den eleganten zivilen Anzug eines Geheimagenten. Seine Mutter, Valery Emily "Lorry" Kutter, war eine Engländerin, Dincklage's Onkel war der ehemalige Konteradmiral William Kutter. Es scheint offensichtlich, dass sein Onkel, ein ehemaliger Kommandant einer deutschen Marinebasis, mehr als hilfreich war, um mehr über die französischen militärischen Bemühungen zu erfahren, während er die Toulon-Basis an der schönen und sonnigen französischen Riviera beobachtete. Folglich beschreibt ein Bericht des 2eme Bureau von 1934 mit dem Titel "Verdächtiger Deutscher in Sanary", wie Dincklage in Südfrankreich "vom mediterranen Kurort Sanary-sur-Mer, 13 Kilometer von Toulon entfernt aus, seit vielen Jahren in der Villa Petite Casa lebend" Operationen durchführte. Dincklage und seine Frau hatten dort ein aktives soziales Leben, das Paar hatte sich u.a. mit ihren Nachbarn angefreundet, einschließlich des bekannten englischen Pazifisten Aldous Huxley. Einer der Freunde der Dincklage’s waren der französische Marineoffizier Charles Coton und seine Frau, die Sanary als "kleinen, angenehmen Hafen voller Künstler, Schriftsteller, Maler und Bildhauer" bezeichneten. Er erwähnte auch die Gerüchte um Sanary, dass Dincklage ein deutscher Spion sei, sagte aber auch: "Er hat nie mit mir über militärische Angelegenheiten gesprochen". Coton‘s Bemerkung war eine glatte Lüge. Später wurde Coton‘s Spionagetätigkeit bewiesen, er war Dincklages Kurier, der ständig zwischen Toulon und Paris reiste. Ein Bericht des Deuxieme Bureau bestätigte, dass Dincklage am 9. Februar 1935 von seinem zweiundsiebzigjährigen Onkel William Kutter, einem in Darmstadt lebenden Konteradmiral, besucht wurde. Kutter kam direkt aus Straßburg (damals Frankreich) und blieb bis Ende Februar 1935 in Sanary in der La Petite Casa. Der Admiral wurde am Bahnhof von Toulon nach dem Grund für seinen Besuch befragt. Er erzählte den französischen Agenten, dass er als Tourist nach Toulon gekommen war, aber er verriet nicht, dass er in die Villa Dincklage’s in Sanary gehen wollte. Ab 1940 wurde Dincklage als Begleiter von Coco Chanel bekannt. Er lebte zusammen mit Coco im Pariser Ritz-Hotel, das von deutschen Besatzungstruppen besetzt war und ein bevorzugter Wohnort für das gehobene deutsche Militärpersonal war. Beide lebten ein luxuriöses Leben, das von den unangenehmen Ereignissen im Krieg in Paris weitestgehend unbehelligt blieb. Dincklage, noch immer Mitglied der deutschen Abwehr, war auch dafür verantwortlich, dass Coco Chanel eine deutsche Spionin wurde. Ende 2014 wurden Dokumente des französischen Geheimdienstes freigegeben, die die Tätigkeit Coco Chanel’s im Zweiten Weltkrieg für Nazi-Deutschland bestätigen. Diese Dokumente identifizieren Chanel als eine Agentin des deutschen Geheimdienstes, der Abwehr. Chanel besuchte z.B.1943 Madrid, um den britischen Botschafter in Spanien, einen Freund von Winston Churchill, von einem möglichen Separatfrieden zu überzeugen. Ebenfalls 1943 reiste Chanel mit ihrer Liaison und "alten Freund" von Dincklage zum Reichssicherheitshauptamt nach Berlin. Chanel und Dincklage sollten Walter Schellenberg im Reichssicherheitshauptamt einen Plan erläutern, den Chanel Dincklage vorgeschlagen hatte: Sie, Coco Chanel, wollte den britischen Premierminister Winston Churchill treffen und ihn zu Verhandlungen mit den Deutschen überreden. Ende 1943 oder Anfang 1944 entwickelten Chanel und ihr SS-Vorgesetzter Schellenberg, der eine Schwäche für unkonventionelle Pläne hatte, einen Plan, um Großbritannien dazu zu bringen, einen separaten Frieden in Betracht zu ziehen, der von der SS ausgehandelt werden sollte. Als Schellenberg vom britischen Geheimdienst am Ende des Krieges verhört wurde, behauptete er, dass Chanel "eine Person sei, die Churchill ausreichend kannte, um politische Verhandlungen mit ihm aufzunehmen". William Kutters Neffe und Coco lebten im Ritz bis zur Befreiung Frankreichs, als von Dincklage nach Lausanne in der Schweiz entkam, gefolgt von Coco Chanel kurz nach dem Krieg. Das katastrophale Ende des Krieges sah Kutter nicht, er starb am 8. Oktober 1941 in Darmstadt
×
×
  • Create New...