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hwe

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About hwe

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    Feuerwerker
  • Birthday 12/20/1962

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    http://www.modellbaukunst.de/cgi-bin/forum/YaBB.pl
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  • Gender
    Male
  • Location
    München
  • Interests
    Historischer Schiffsmodellbau. Speziell Segelschiffe vor 1850.
  1. Hallo Ahab!

    Es gibt gute und günstige Pläne der Cutty Sark direkt vom Museum in Greenwich. - Nebenbei unterstützt man mit dem kauf auch den Wiederaufbau der Cutty Sark (Ich gehe davon aus, dass Du vom grossen Brand gehört hast?!).

    Hier der Link dorthin:

    http://www.cuttysark.org.uk/index.cfm?fa=contentShop.productDetails&productId=14853&startrow=1&directo...

  2. Hallo Herbert,

    sorry daß ich Deine Frage vom 20.12.10 noch nicht beantwortet habe.

    Daß wir uns aus anderen Modellbau-Foren kennen glaube ich nicht, denn dieses ist das erte Forum welches ich konatktiert habe.

    Ich suchte einen bestimmten Bauplan von einem Bestimmten alten Segler, der "Cutty Sark".

    Noch alles Gute und viel Spaß beim Bauen wünscht Dir und allen Bastelfr...

  3. hwe

    McGowan: HMS Victory

    Hallo Tom! Hört sich super an! - Würde ich liebend gerne machen, aber eine Victory in 1/72 bekomme ich mit Vitrine nicht in mein Wohnzimmer. - Und ich wollte noch ein paar Schiffe mehr bauen. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als sie in kleinerem Maßstab zu bauen. Ich muß also leider auf den CC Bausatz verzichten. - Leider, leider, leider... * Hier eine kleine Anmerkung: Da die Forensoftware irgendwie eine Beschränkung bei der Anzahl der Quotes hat, musste ich von hier an deine Zitate kursiv machen... - Sorry, liegt am Forum. Allen die eine Victory bauen wollen sei gesagt: Kaut euch die notwendige VICTORY-Literatur (die da lautet): 1) C.Nepean Longridge 2) John McKay 3) Alan McGowan (bevorzugt, da so ziemlich alles drin steht) Damit habt ihr schon mal das Wichtigste. Gut. Die habe ich (und einiges mehr). Wer wirklich ernsthaft bauen möchte, der kommt um die Pläne (1:48) von McKay nicht herum. Zu beziehen sind diese bei ihm selbst. Erst mal Brief schreiben, dann abwarten und per langwieriger "Money Order" bezahlen. 3-4 Monate dauert die ganze Aktion wohl. Also schon mal ordentlich Zeit zum sparen, oder ??? Billig sind die Pläne auch nicht, sind schließlich ein paar Dutzend, die mit ein paar hundert Euro ins Geld gehen, Die Details sind auf jeden Fall gut und überzeugen. Man kann natürlich auch selektieren (bei der Bestellung) um Kosten zu paren. Wäre aber am falschen Ende gespart, denn der komplette Plansatz ist praktisch allumfassend. D.h. vieles was nicht in den Büchern veröffentlicht ist, wurde hier gezeichnet. Das hört sich für mich gleichzeitig toll an, aber auch abschreckend. - Die besten Pläne, aber offensichtlich zu einem heftigen Preis. Was ist denn da ungefähr die Obergrenze. - Kursschwankungen mal ignorierend. - Vermutlich verlangt er ja auch eher Dollars statt Euro. Wieviel Dollars will er denn für das Komplettpaket? - "Ein paar hundert Euro" können jetzt (je nach eigenem Geldbeutel und Einstellung zum Geld) genausogut 600-800 Euro sein, wie 200 Euro. Die Möglichkeit, eventuell ein paar 20er sparen zu können, finde ich nicht so verkehrt, denn ich will sie garnicht POF, sondern nur POB bauen. - Also brauche ich vermutlich nicht wirklich die Pläne für alle Spanten und Decksbalken, etc. - Ich will sie ja garnicht zeigen. - Also was hätte ich davon, wenn ich mir diese Pläne auch noch kaufen würde? John McKay P.O.Box 752 Fort Langley, B.C. Canada V1M 2S2 Hier noch ein paar Antworten auf einige Fragen: Die Deckplanken (samt Fischungen, Stoß-Schemata usw.) findet ihr in allen 3 Büchern. Dabei bedacht werden muß natürlich, daß unterschiedliche Stoß-Anordnungen vorhanden sind. Das beruht darauf, daß es im 18.Jhdt. zwar Vorgaben gab, diese aber nicht explizite Erwähnung fanden, schon gar nicht in einer offiziellen Stücklist des "Navy Board". Die meisten Autoren haben sich wie alle anderen auch an den zeitgenössischen Modellen orientiert. Dort sind die Stoß-Anordnungen schön zu sehen. zumindest bei den wirklich guten Modellen. Ich weise an dieser Stelle immer wieder gerne darauf hin, daß ich alles immer von der technisch-handwerklichen und vor allem daraus resultierenden, logischen Seite her betrachte. Ich meine damit die Gewährleistung von Stabilität auf den Decks. Diesen Zweck erüllten zum Ersten die Königsplanken (breiter und dicker) neben den Lukenöffnungen, sowie die Wassergänge und letztlich die einzelnen Planken, die pauschal so um die 600 cm, also 6,0 Meter hatten. Dies war aber nur ein Richtwert denn: Die tatsächliche Länge richtete sich klar nach den Abständen der einzelnen Deckbalken und der war auf jedem Schiff anders !!! Guter Hinweis! Das ist zumindest EIN guter Grund, wieso man vielleicht doch alle Pläne kaufen sollte. Manchmal wurde ein 4-Planken Schema, manchmal ein 5-Planken Schema usw. verwendet. Dies ergab sich aber auch wieder aus der Größe und vor allem Breite der einzelnen Decks. Ich werde versuchen da mal was zusammenzustellen, kann aber ein bischen dauern, O.K.? Gerne! Toll! - Danke!!! Gleiches gilt ja auch für die Rumpfbeplankung. Da kommt es auf die exakten Positionen der Spanten, also Doppel- sowie Einzelspanten an. Das ist ja, wie ihr glaube ich wisst, mein Forschungsthema. Diese Planken-Schemen ergeben sich nun mal nur aus den vorhandenen Spantabständen und Anornungen. In kleineren Maßstäben nicht mehr soooo ersichtlich, aber ab 1:48 schon. In 1/84 und als POB-Modell, ist es eher fraglich, ob ich das wirklich brauche (weil man es kaum sinnvoll zeigen kann). Auch was die Kupferplatten angeht, speziell das Plattungs-Schema, gibt es da immer wieder Mißverständnisse. Bis ca. 1815 wurden nur 2 "Streifen" an Beplattung angelegt, was (bei Verlegung von unten nach oben) natürlich irgendwann dazu führte, daß sich irgendwann eine so starke Krümmung (bug und achtern) nach oben hin ergab, daß, hätte man weiter beplattet, die Platten 45 Grad oder mehr erreicht hätten. Das hätte nicht nur "scheiße" ausgesehen, es hätte auch seinen Zweck verfehlt. Deshalb brachte man bis unter die ersten Barkhölzer eine zweite Reihe an. Nach ca. 1815 sogar eine Dritte. Dies ist heute auf der Original-Victory zu sehen. Also schon mal ein Fehler! Weisst Du, wie diese zwei Reihen angebracht wurden? - Hat man die diagonal hochstehenden Enden zuerst begradigt und die waagerechten dann erst angebracht, oder hat man die hochstehenden Spitzen einfach gelassen und die zwei horizontalen Reihen einfach drüber "getackert"? Ich denke, das würde man am Original genauso sehen, wie später an einem Modell. Auch die Dicke der Kupferplatten wird immer wieder nachgefragt. Die Originalangaben beziehen sich nur auf Länge, Breite und Gewicht! Allerdings waren diese Platten nur ein paar Millimeter stark, man hätte sie sonst nicht mehr biegen bzw. "schmiegen" können. Im Maßstab 1:48 kann man von ca. 0,2- max 0,3 mm ausgehen. In kleineren Maßstäben sollte man sich mit 0,1mm starker Kupferfolie, die es sogar zum aufkleben gibt, begnügen. Auch die Nagelung kann man hier getrost weglassen, sie ist bei so kleinen Maßstäben einach nicht mehr mit bloßem Auge erkennbar. Das sehe ich ganz genauso. Wer die Ur-Victory von 1765 bauen will, der kommt um den Plan vom NMM nicht herum. Kostet nicht die Welt und ist perfekt. Dazu habe ich wieder ein paar Fragen. - Mir sind im Augenblick genau zwei Pläne zu diesem Zustand bekannt. Einmal einen stark fragmentierten Plan, unterzeichnet "Thos. Slade", von 1759, der einen Dreidecker zeigt. - Das namenlose Schiff, das später die Victory wurde. - Auf diesem scheint leider kein Spantriß enthalten zu sein. - Der Wasserlinienriß ist leider stark fragmentiert, so daß man da, vor allem im Heckbereich, auf eine eigene "Rekonstruktion" angewiesen wäre. Das ist machbar, wenn man aus dem Wasserlinienriß ein Halbmodell baut, schön strakt und vielleicht auch noch andere Victory-Pläne zur Hilfe nimmt und anschließend das Wasserlinienmodell in passende Spanten/Mallen zersägt. - Oder weisst Du zufällig, ob es dazu einen Spantriss gibt? Den anderen Plan, den ich kenne, ist angeblich von 1831, soll aber die Victory "as built" zeigen, stammt also ursprünglich wohl von 1800, vor dem Umbau. - Der Spantriß von dem Plan scheint mir insofern unbrauchbar zu sein, weil er im oberen Bereich durch die ganze Heckdarstellung zugemalt ist. Ich habe neulich beide Pläne aus guten Büchern selbst eingescannt und mal in 1/84 mit den Bauteilen der DeAgostini-Victory verglichen. - Keine Frage, die DeAgostini-Teile passen zu keinem der Pläne so richtig, aber trotzdem sind sie etwas, mit dem ich auch die Pläne untereinander vergleichen kann. Und so muß ich leider zu der Feststellung gelangen, daß auch diese beiden Pläne nicht übereinstimmen. - Die Stückpforten liegen nicht deckungsgleich übereinander und auch die Sponung hat einen anderen Verlauf. Deswegen meine Frage an Dich: Welchen der beiden Pläne meintest Du mit deiner obigen Aussage? - Und: "Warum ist der so perfekt?" Abschließend möchte ich noch einmal betonen: Wer ernsthaft eine historich (annähernd) korrekte Victory bauen möchte, sei es nun die "Trafalgar"-Version oder die Ur-Victory, der sollte sich ernsthaft Gedanken machen, ob er die Zeit und das Geld investieren möchte. Vor allem aber die Nerven !!! Die Entscheidung muß jeder selbst mit seinem Gewissen vereinbaren Jep. - Deswegen will ich das für meinen Teil auch gerne ein wenig abkürzen und entgegen meinen sonstigen Neigungen mal ausnahmsweise kein perfekt historisches Modell bauen. - Die Zeit und die Nerven habe ich nicht. - Aber sie soll trotzdem wenigstens "gut" werden! An der 1765er Version schreckt mich, unter anderem, zur Zeit auch ein wenig die Beschreibung der Gallionsfigur der Victory von 1765 im Buch "H.M.S. Victory" von Kenneth Fenwick ab. Er schreibt, daß der Entwurf der Gallionsfigur der Victory selbst 1765 als "extremely complicated and elaborate" (extrem kompliziert und ausgeklügelt) galt. Der Designer und Schnitzer stammt aus einer regelrechten Dynastie von Meister-Schnitzern, war schon recht alt und diese Gallionsfigur gilt als "sein Meisterwerk". Die Figur zeigt eine Büste des Königs, mit einem Lorbeerkranz gestützt an Steuerbord von "Britannia" und an Backbord von "Victory" - Zwei vollständige Frauengestalten. Die erstere trampelt dabei "Neid", "Zwietracht" und "Uneinigkeit" nieder. Dahinter sind der Britische Löwe, sowie "Europa" und "Amerika", sowie ein Genius (alles als Menschengestalten, außer dem Löwen). Auf der anderen Seite befindet sich "Ruhm", (der?) die Siege Britanniens mit einer Trompete in die Welt hinausposaunt, gefolgt von den Figuren von "Asien" und "Afrika", gefolgt von einem weiteren Genius. - Die gesamte Gallionsfigur war 24 Fuß (8 Meter) lang, 18 Fuß (6 Meter) breit und 12 Fuß "stark". - Das Ganze wird begleitet vom restlichen Zierrat der Gallion, welcher weitere Tritonen und geflügelte "See-Löwen" (???) beinhaltet. Wie gesagt, das Ganze war die Arbeit eines erfahren Meisterschnitzers aus einer Dynastie von Schnitzmeistern und wurde als sein "Meisterwerk" betrachtet. Wer schnitzt mir das nach? - In 1/84, bitte! Das ist *ein* Punkt, der mich zur Zeit ein klein wenig von der Victory von 1765 zurück hält... - Wenn ich das richtig nachvollziehen wollte, brauche ich dafür wahrscheinlich noch ein zweites Leben. Jep! - Vielen Dank! - Das wäre schön! Liebe Grüße, Herbert
  4. hwe

    McGowan: HMS Victory

    Hallo Tom, schön, daß Du Dich auch mal wieder meldest! Kommt mir irgendwie bekannt vor... Als ich meine Pläne von der Speedy beim NMM bestellt habe, waren ja auch gewisse vertragliche Bedingungen daran geknüpft. Meine Interpretation (Ich bin kein Rechtsanwalt und kann vollkommen falsch liegen) sieht so aus, daß ich die Pläne zu "privater Forschung" und für "Non-Profit" als Privatmensch nutzen darf. Solange ich also kein Geld dafür nehme und es auch sonst niemand tut, darf ich - zu Forschungszwecken - Auszüge anderen zugänglich machen. Wobei das wohl eher nur in einem sehr kleinen Kreis geschehen darf und ich darf sie eher auch nur "zeigen", als als Dateien oder Kopien zur Verfügung stellen. - "Nur zeigen" ist im Internet aber schwierig, weil das gleichzeitig automatisch ein Bereitstellen einer (nicht autorisierten) Kopie ist. Vielleicht ist es ja legal, wenn man den Kreis noch kleiner hält... - Aber das ist SEHR mit Vorsicht zu geniessen! - Das ist nur mein augenblicklisches Verständnis der Verträge und muß nicht rechtlich OK sein! Ich übernehme NULL Verantwortung für diese Auslegung! Ich finde das Thema extrem schwierig, weil der Vertrag eine Private Nutzung erlaubt, gerade auch zu Forschungszwecken, aber wie soll man das machen, ohne Anderen eine Kopie zukommen zu lassen? - Kopieren, auch auszugsweise ist meines Wissens aber verboten. - Insofern wiederspricht sich der Vertrag dort, finde ich. Am einfachsten ist es, wenn sich jeder bereits im Besitz einer legalen Kopie (z.B. Buch) befindet. - Denn dann verschafft man demjenigen ja nicht Zugang zu einer Sache, die er noch nicht hat... Schwierig, schwierig... Jetzt habe ich aber noch eine Frage an Tom: Du schreibst, Du würdest am ehesten die Version von 1765 bauen. - Auf welche Pläne würdest Du Dich dabei "abstützen"? Der Plan "as built" von 1831 ist ja leider nicht vollständig, wenn ich das richtig sehe. - Deckspläne fehlen, und, und, und... Was sind in deinen Augen sinnvolle Ergänzungen? Ciao, HWE
  5. hwe

    Hallo Günther!

    Ich habe damals, wie gesagt, mit Thomas ein wenig gemailt und er hat mir freundlicherweise rechtzeitig Bescheid gesagt, so daß ich sie alle vorher runterziehen konnte...

    Ich muß nur mal schauen, wo ich sie habe. - Die brauche ich sowieso selbst auch... ;)

    Liebe Grüße,

    Herbert

  6. hwe

    McGowan: HMS Victory

    Hallo GIG! Ich habe damals mit ArchNav (Thomas) ein wenig gemailt und er hat die Bilder damals schon sicherheitshalber wieder entfernt, damit es keinen Ärger wegen Urheberrechtsverletzungen gibt (Wenn ich mich recht erinnere). Ciao, HWE
  7. Dankeschön! :-)))))

    Kennen wir uns eigentlich noch aus anderen Foren?

    Ausser Film/Buch klingelt ansonsten bei mir bei "Käpten Ahab" leider gerade nichts... :(

    Trotzdem vielen Dank für die Glückwünsche!

    Ciao,

    Herbert

  8. Herzlichen Glückwunsch sendet Käptan Ahab. PS. Bleib gesund, denn krankwerden ist teuer. (:

  9. hwe

    McGowan: HMS Victory

    Hallo Tom, zunächst einmal herzlichen Dank für das, was Du uns hier zeigst! - Das sind wirklich toll recherchierte Informationen, die man nicht einfach so vom Tisch wischen darf. - Schade, daß es die Verantwortlichen in UK doch tun. - Ich vermute, Du hast Recht, die kommerzielle Ausbeutung der Victory ist ihnen wichtiger als der Erhalt (oder die Erreichung) eines historisch korrekten Bauzustandes. Ich habe mir (wieder besseren Wissen) den DeAgostini-Bausatz bestellt. - Unter anderem, um einen ähnlichen Effekt indirekt "anzuprangern", nämlich den, daß heutzutage fast sämtliche kommerziellen Bausätze von historischen Schiffen den Schwerpunkt auf "Kommerz" haben und die "Historie" dabei vollkommen den Bach hinunter geht. - Mit anderen Worten, ich tue mir absichtlich den Schmerz an, diesen Bausatz zu bauen (öffentlich) um damit meine Recherchen zu zeigen und damit wiederum zu zeigen, an welchen Stellen der Bausatz eigentlich "daneben liegt". Ich gebe zu, ich bin eigentlich nicht *der* große Victory-Fachmann, aber ich nehme das Thema "historischer Schiffbau" extrem ernst (manche mögen finden, zu ernst). Deswegen käme mir eine so ausgezeichnete Quelle wie Du in diesem Fall sehr gelegen. Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn wir da in einen stärkeren Informationsaustausch treten könnten. Die DeAgostini ist (leider) kein POF-Modell, sondern nur ein POB-Modell, aber ich denke, das ist für die meisten Käufer des Bausatzes schwierig genug. Deswegen brauchen wir da vielleicht nicht unbedingt in alle Details eindringen. Ich schreibe dir mal eine PN... Ciao, hwe
  10. hwe

    Cochrane - the real master and commander

    Hallöchen! Ich habe mir das Buch wegen Marcus' Vorstellung an anderem Ort gekauft und bin jetzt fast damit durch. Ich muss sagen, ich habe die Anschaffung keine Sekunde bereut, vor allem, weil ich mich wirklich exzellent in den zehnten Earl of Dundonald hinein versetzen kann und viele seiner Wesenszüge auch selbst besitze. Und nachdem ich mich so gut in ihn hinein versetzen kann, behaupte ich auch, dass er wahrscheinlich tatsächlich unschuldig an der Sache an der Börse war. - Es deuten einfach einige Indizien darauf hin. - Zum einen, daß er die Anweisung zum Verkauf der Aktien lange vorher gegeben hatte und zum anderen auch seine eigene Reaktion auf den Schuldspruch. - Man könnte ihm jetzt unterstellen, dass er ein toller Schauspieler gewesen sein könnte, aber das passt einfach nicht zu dem Mann, den wir sonst überall in dem Buch wiederfinden. - Ich denke, er war sehr direkt, sehr geradeaus im Umgang mit Menschen. Das machte ihn bei seinen Mannschaften beliebt und bei seinen Vorgesetzten und politischen Gegnern ziemlich unbeliebt. Aber er blieb sich zeitlebens selbst treu. Er war definitiv ein Mann mit Rückgrat. - Und genau diese Eigenschaften machen einen Börsenbetrug so unwahrscheinlich. Ich glaube, wenn er an der Sache beteiligt gewesen wäre, hätte er das auch offen zugegeben und hätte zu der Sache gestanden. Ich glaube, dass er fest an das britische Rechtssystem geglaubt hat und meinte, es würde die Wahrheit in dem Prozess schon ans Licht kommen und deswegen würde er auch nicht bestraft. - Deswegen muss ihn das Urteil wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen haben. Und nur, weil er von seiner Unschuld überzeugt war, hat er die Kraft gefunden, die Auswirkungen dieses Urteils über Jahre, sogar Jahrzehnte hinweg zu bekämpfen und wieder rückgängig zu machen. Leid tut mir Cochrane vor allem wegen seiner offensichtlichen Paranoia, die aber auch nicht unbedingt verwunderlich ist, wenn man sich überlegt, dass er einerseits nicht das Wissen besaß, das wir heute haben. - Wir *wissen* dass bestimmte Personen ihm manchmal nichts böses wollten, sondern einfach keine andere Wahl hatten, als ihn so zu behandeln. Und andererseits steht ein Mann wie Cochrane meistens so gut wie alleine da. - Wie ich schon sagte, Menschen mit Rückgrat sind selten. Und wenn einer genau das zeigt, dann rücken plötzlich viele ab, trauen sich nicht mehr (aber vorher immer die große Klappe haben...), oder fallen einem gar in den Rücken. --- Wie ich schon sagte, ich erkenne da viele Gemeinsamkeiten zwischen mir und Cochrane, deswegen kann ich mich da gut in ihn hinein versetzen. Ein weiterer Grund dafür, dass man immer wieder mit ihm "komisch" umgegangen ist, ist der, dass er ein echter "Visionär" war. - Jemand, der so weit vorausdenkt, wie Cochrane, wird selten von seiner Umwelt richtig verstanden. Wie Recht er mit seinen "Visionen" hatte, wurde meistens erst lange später offenbar. Seine Idee, Giftgas einzusetzen ist meiner Meinung nach nur eine logische Konsequenz seiner Vorgehens- und Denkweise. - So hart es jetzt klingen mag, aber Cochrane hatte schon von Anfang an eine wesentliche "Spielregel" des Kriegs erkannt und sie knallhart umgesetzt: "Du kannst einen Krieg nur gewinnen, wenn der Feind einen höheren Schaden erleidet, als deine eigene Seite. - Ziel muß also sein, die eigenen Verluste so gering wie möglich und die anderen Verluste so hoch wie möglich ausfallen zu lassen." - Genau das hat er stets umgesetzt. Seine eigenen Leute haben ihn dafür geliebt. - Er hat sich massiv für sie eingesetzt und den Verlust jedes Einzelnen beklagt. - Andererseits konnte der Schaden am Gegner nicht hoch genug ausfallen! - Brander, Raketen, Dampfschiffe in Flautenregionen, immer wieder Sprengungen und ausgeklügelte Überraschungsangriffe und dem Gegner niemals Ruhe lassen. Da ist Giftgas nur ein weiterer logischer Baustein. - Dass es letztenendes nicht eingesetzt wurde, lag mit Sicherheit an der Einsicht, dass die Anwendung damals zu schwierig war. - Gasmasken? Fehlanzeige. - Und die Gefahr, dass die Giftschwaden zurück kommen oder nicht da landen, wo sie hin sollen, ist genauso hoch, wenn nicht höher, als beim Einsatz von Brandern. - Einmal losgelassen konnte man auch nur schwer vorhersagen, was passieren würde. - Ich denke, DAS war die vorherrschende Befürchtung, wieso es nicht eingesetzt wurde. - Andererseits hat man vielleicht auch doch noch ein wenig moralische Skrupel gehabt. - So eine Tötungsweise geziemt einem Gentleman nicht. Sie ist heimtückisch und unfair. - Aber es kann mir niemand weis machen, man hätte es nicht ernsthaft erwogen. - Alles, was den Feind umbringt, bringt die eigene Seite dem Sieg näher... Cochrane hat mich in gewisser Weise schwer beeindruckt. Er hat über Jahrzehnte dafür gekämpft, dass er die Privilegien wieder zurück erhielt, die ihm durch das Gerichtsurteil genommen wurden. Das muss man erstmal im Kreuz haben! - Im Prinzip hat er sich seine Mitgliedschaft im Bath-Orden zweimal erkämpft. - Anders kann man das kaum nennen. Das er Pech mit seinen Finanzen hatte, steht auf einem anderen Blatt. - Ich glaube, dass er in seiner Jugend gelernt hat, dass man ohne Geld nicht weit kommt, aber er hat es genauso schnell wieder ausgegeben, wie er es erhalten hat. - Und wenn man ehrlich ist, wurde da auch nicht immer ganz fair mit ihm umgegangen. - Dafür ist das, was er erreicht hat, in meinen Augen absolut respektabel. Schade, schade, schade, ist eben wirklich die Sache mit dem Gerichtsurteil gewesen. - England hätte mit Sicherheit in Cochrane einen zweiten Nelson gehabt. - Aber das hat man ihm verbaut. Unterm Strich, ein wirklich, wirklich, wirklich spannendes Buch. - Sehr lesenswert. - Cochrane fehlt übrigens noch bei euch in der Liste der wichtigen/bekannten Persönlichkeiten... Ciao, HWE
  11. hwe

    Lavery: The 28-gun Frigate Surprise

    Sorry für die Konfusion, die ich veranstaltet habe! Ich muß zugeben, daß ich eigentlich nur die Vermutung hatte, daß die Pläne dabei sind. - Ich hätte mir nicht so sicher sein sollen. - Ich bin selbst neugierig, ob die DeLuxe Version nur im Schuber kommt, mit Bildern, oder sogar auch noch mit Plänen. - Nur in der Konstellation: "alles drei zusammen" würde ich 100 Pfund dafür ausgeben. Nochmal Sorry! Ciao, HWE
  12. hwe

    Lavery: The 28-gun Frigate Surprise

    Hallo zusammen! Nachdem hier kein Feedback kam, habe ich das Buch auf www.modellboard.de vorgestellt. Ob bei der Luxusversion wirklich die Pläne von Marquardt beiliegen, kann ich nicht sagen. - Kunstdrucke von Geoff Hunt sind dagegen alleine schon recht teuer und könnten daher den hohen Preis erklären. Allerdings habe ich gesehen, dass man in USA 100 Dollar für das "nackte" Buch bezahlen muß. Ich habe im Buch noch einmal grob nachgezählt und es sind tatsächlich ca. 50 Abbildungen von Marquardt nur in dem Buch, wenn man jede Detailzeichung einer Lafette und ähnliches mitzählt. Für ernsthaften Modellbau würde ich trotzdem Marquardt direkt kontaktieren. Das Buch selbst gefällt mir super! Ciao, HWE
  13. hwe

    Lavery: The 28-gun Frigate Surprise

    Hallo Neptun65, Das ist natürlich ein genial guter Preis, verglichen mit meinem. - Dafür kann ich eben auch gleich mitnehmen, wenn ich etwas sehe, was mir gefällt... Das wäre es mir auch. - Aber nachdem die Buchhandlung von meiner U-Bahn-Station ungefähr genauso weit weg ist, wie meine Wohnung, schaue ich da öfters mal (zu Fuß) vorbei. Aber ich gebe zu, dass ich mich manchmal schon ein wenig ärgere, dass ich im Laden wieder "zu gierig" war und nicht vorher geschaut habe, ob ich es woanders billiger bekommen kann. Das Zitat spricht es nur indirekt aus, da hast Du recht. - Aber auf dem Foto sind offensichtlich einige Planseiten "untergelegt". - Und ich habe im ganzen Buch keine 50 Planseiten gesehen. - Das sind deutlich weniger... Mit einem Plansatz von Karl-Heinz Marquardt kommt das Buch (die Luxus-Version) dann für mich qualitativ langsam in die Region eines ANCRE-Bandes und dann stimmt auch der Preis schon fast wieder. - Wobei ich 100 Euro auch besser als 100 Pfund finden würde... Wie gesagt, ich vermute stark, dass man über K.-H. Marquardt einen gesonderten Plansatz erhalten können wird... (irgendwann). - Den Punkt warte ich dann ab. - Weil: 100 Pfund sind mir auf jeden Fall zu viel. Ciao, HWE
  14. hwe

    Lavery: The 28-gun Frigate Surprise

    Hallo zusammen! Und ich habe mir das Buch gestern bei der Fachbuchhandlung Christian Schmidt in München im Laden gekauft. Einfach so... Für 45 Euro. Soll ich mal eine Buchbesprechung reinstellen? Die wesentlichen Unterschiede zwischen der Luxus-Version und dem nackten Buch sind: Die Luxus-Version kommt in einem stabilen roten Schuber, dazu ein paar Bilder von Geoff Hunt, damit man die sich mal an die Wand hängen kann und (und das ist für mich der wesentliche Unterschied) ein Satz Pläne (50 Planseiten!) von Karl-Heinz Marquardt gezeichnet. Nachdem im Buch sowohl die L'Unite, als auch die Surprise nach O'Brians Beschreibungen in den Büchern von Marquardt rekonstruiert wurden, dürften wohl beide Varianten aus den Plänen erstellbar sein. - Aber das ist nur eine Vermutung. - Ich gehe mal davon aus, dass man in Zukunft irgendwann einen einzelnen Plansatz von K.H. Marquardt bekommen kann. Lavery, Marquardt und Hunt... Ist schon eine geniale Kombination! Ciao, HWE
  15. hwe

    Farben mischen

    Hallo zusammen! Ocker mit weiß - kommt darauf an, roter oder gelber Ocker? - Bei gelbem Ocker wird die Haut einfach zu gelb. Das kann man unter Umständen nehmen, um Frauen anzumalen, die deutlich heller sein müssen. In den meisten Fällen genügt mir "Englischrot hell" mit Weiss. - Englischrot Hell ist in Wirklichkeit ein Rotbraun. Zuerst "grundiere" ich die Fläche dünn damit. Dann setze ich weisse Punkte an die Stellen hin, an denen die "Lichter" sitzen und "verwuschle" das Weiss so lange mit dem Rotbraun, bis mir der Tiefen-Effekt gefällt. Ich verwende dafür selbstverständlich Künstler-Ölfarben.
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