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Samuel Hood


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Samuel Hood wurde am 12. Dezember 1724 geboren und war der älteste Sohn von Samuel Hood, Vikar von Butleigh in Somerset, und Mary Hoskins.

Am 6. Mai 1741 trat er in die Marine ein. Hood fuhr zuerst als Captain's servant mit Kapitän Thomas Smith an Bord der Romney, auf der ebenfalls sein jüngerer Bruder Alexander Dienst tat. Er wurde unter Kapitän Thomas Grenville als Able Seaman eingestuft, dem er im April 1743 auf die Garland folgte.

Ab November diente er unter Kapitän George Brydges Rodney an Bord der Sheerness im Ärmelkanal. Die Sheerness eskortierte Handelskonvois entlang der britischen Ostküste und auf dem Weg zu den Niederlande. Samuel Hood wurde zum Midshipmen ernannt.

Im September 1744 folgten 17 Besatzungsmitglieder der Sheerness, darunter auch Hood, auf die neu in Dienst gestellten Ludlow Castle (1744) unter Rodney.

Hood wurde am 17. Juni 1746 zum Leutnant ernannt. Während eines Gefechts mit der französischen Fregatte Subtile im November des gleichen Jahres wurde er leicht an der Hand verwundet.

Im März 1748 wurde er auf die Greenwich unter Kapitän John Montagu und später im Jahr auf die Lyon versetzt. Nach dem Österreichischen Erbfolgekrieg wurde er auf Halbsold gesetzt und heiratete am 25. August 1749 Susannah Linzee, die Tochter des Bürgermeister von Portsmouth.1754 wurde er Kommandant der Schaluppe Jamaica (1744) und diente auf ihr auf der nordamerikanischen Station.

Mit dem Ausbruch des Siebenjährigen Krieges im Jahr 1756 wurden wieder Kriegsschiffe und Offiziere benötigt. Im gleichen Jahr, immer noch auf der nordamerikanischen Station, übernahm er die Schaluppe Lively (1756). 1757 übernahm er zweitweise das Kommando über drei Schiffe: HMS Torbay (Januar), Tatar (01. April) und Antilope (30. April). Mit der Antilope trieb er ein französisches Schiff in der Bucht von Audierne an Land und erbeutete zwei Freibeuter. Hood zog die positive Aufmerksamkeit der Admiralität auf sich und er wurde auf die Bideford (1756) versetzt.

1759 kommandierte er die Vestal (1757). Am 21. Februar sichtete die Vestal ein Segel voraus. Es stellte sich bald heraus, dass der Fremde ein Feind war. Hood nahm die Verfolgung auf. Nach vier Stunden war die französische Bellone entmastet und hatte mehr als vierzig Mann verloren. Die Vestal hatte nur noch ihre unteren Masten stehen und hatte fünf Mann verloren. Die Vesta kehrte mit ihrer Prise nach Spithead zurück. Dort wurde die Bellone von der Marine gekauft und in Repulse umbenannt.

Anfang Juli 1759 war er am Überfall auf Le Havre beteiligt. Die zweitägige Bombardierung der französischen Hafenstadt durch Truppen der Royal Navy unter Konteradmiral George Rodney hatte das Ziel, die dort versammelten Transport- und Landungsschiffe zu zerstören und damit eine französische Invasion zu verhindern.


Im Juli 1767 wurde er zum Commander-in-Chief der North American Station ernannt.

Im Oktober 1770 kehrte er nach England zurück.

1778 wurde Hood Kommissar der Werft in Portsmouth und Gouverneur der Naval Academy. Diese Posten wurden im Allgemeinen an Offiziere vergeben, die sich von der See zurückgezogen hatten.

1780 wurde er anlässlich des Königsbesuchs in Portsmouth zum Baronet ernannt. Im September wurde er zum Rear-Admiral of the Blue befördert und ging auf die Barfleur (1768).

Rodney, der damals die Station in Westindien befehligte, hatte sich über den Mangel an angemessener Unterstützung durch seine Untergebenen beklagt. Rodney kannte und vertraute Hood. So wurde Hood ihm im Januar 1781 zugewiesen und dieser blieb bis zum Ende des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges in Westindien oder an der Küste Nordamerikas.

Doch die Annahme, dass er mit Rodney harmonisch zusammenarbeiten würde, war nicht ganz gerechtfertigt. Der Briefwechsel der beiden zeigt, dass sie alles andere als ein herzliches persönliches Verhältnis hatten.

Am 29. April 1781 kam es vor Martinique zu einem Gefecht (Battle of Fort Royal) zwischen der Royal Navy und der französischen Marine. Nach einem vierstündigen Gefecht brach das britische Geschwader unter Hood den Kampf ab und zog sich zurück.

Als die Flotte während der Hurrikanmonate 1781 an die Küste Nordamerikas verlegte wurde, erreichte Hood mit der Barfleur Admiral Thomas Graves, um die Armee in Yorktown zu entlasten.

Hood nahm an der Schlacht am Chesapeake am 5. September 1781 in der Nähe der Mündung der Chesapeake Bay teil. Die französische Flotte unter der Führung von Konteradmiral Comte de Grasse gelang ein wichtiger Sieg gegen die Royal Navy unter Thomas Graves. Mit dem Verlust der Kontrolle über die Chesapeake Bay hatte der englische General Cornwallis keine Seeunterstützung mehr und wurde von der amerikanischen Kontinentalarmee sowie den Franzosen eingeschlossen. Mit der Kapitulation der britischen Truppen in Yorktown am 19. Oktober 1781 war der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg zu Land praktisch entschieden. Der Seekrieg um die westindischen Kolonien war jedoch noch im vollem Gange.

Nachdem Hood gegen Ende des Jahres nach Westindien zurückkehrte, konnte er aufgrund Rodneys Abwesenheit eine Weile selbstständig agieren. Comte de Grasse griff die britischen Inseln St. Kitts und Nevis mit einer weit überlegenen Streitmacht an. Am 11. Januar 1782 landeten französische Truppen auf der Insel St. Kitts und schlossen die britischen Truppen ein. Hood unternahm sofort einen erfolglosen Versuch die Inseln zu beschützen. Mit einem beeindruckenden Manöver gelang es Hood zwar die Franzosen zuerst aus dem geschützten Ankerplatz in Basseterre von St. Kitts zu vertrieb und dann ihre Angriffe abzuwehren, aber die britsche Garnison an Land musste sich einen Tag später ergeben.

Hood segelte ab und vereinigte sich mit der aus England zurückkehrenden Flotte von Rodney. Die vereinte britische Flotte, jetzt unter dem Kommando von Admiral Sir George Rodney, stellte Comte de Grasse in der Schlacht von Les Saintes (aka Battle of Dominica). Die Schlacht von Les Saintes fand vom 9. bis 12. April 1782 statt. Die Franzosen unter Comte de Grasse erlitten schwere Verluste und viele wurden gefangen genommen. Unter den Gefangenen war auch de Grasse auf seinem Flaggschiff Ville de Paris. Für seinen Anteil an der Niederlage des Comte de Grasse am 9. und 12. April bei Dominica wurde Hood zum irischen Peer ernannt. Rodney kehrte nach England zurück und für den Erfolg geehrt. Ein neues Kommando sollte er nicht mehr erhalten. Besonders von Hood wurde Rodney dafür kritisiert, dass er nach der Schlacht nicht entschieden nachsetzte und die französischen Schiffe als Prisen sicherte.

Dies gelang Hood. Eine Woche nach der Schlacht von Saintes verfolgte Hood eine kleine französische Flotte unter Georges-François de Framond, die nach der Schlacht entkommen konnte. Die beiden Flotten trafen sich und kämpften in der Mona-Passage. Hood eroberte vier französische Schiffe,von denen zwei 64-Kanonen-Linienschiffe waren.

Während des Friedens trat er als Abgeordneter für Westminster bei den hart umkämpften Wahlen von 1784 ins Parlament ein, wurde 1787 zum Vizeadmiral befördert und im Juli 1788 in das Board of Admiralty unter dem zweiten Earl of Chatham berufen. Vom 12. August 1788 bis zum 7. März 1795 nahm er die Stellung des First Naval Lords ein.

Portsmouth again Im Juni 1792 wurde er Commander-in-Chief, Portsmouth. Im September 1792 leitete er das Kriegsgericht der Bounty-Meuterer, die sich am 28. April 1789 im Pazifischen Ozean gegen Kapitän William Bligh erhoben hatten.

Bei Ausbruch des Revolutionskrieges gelang es ihm nicht das gewünscht Kanalkommando zu sichern, dieses ging an Admiral Lord Howe. Hood wurde im Februar 1793 zum Commander-in-Chief, Mediterranean Fleet, ernannt.

Die Unruhen in Paris verschafften der royalistischen Bewegung in Frankreich starken Zulauf. Nach dem Fall von Marseille und Avignon sahen die 28.000 Einwohner der Stadt Toulon nur noch eine Möglichkeit und revoltieren offen gegen Paris. Am 27. August 1793 hissten sie eine Flagge mit der königlichen Lilie darauf und riefen Ludwig XVII. zu ihrem König aus. Unterstützt wurden sie dabei von den Engländern und so öffneten sie umgehend den Hafen für englische und spanische Schiffe. Admiral Hood wurde die Stadt mitsamt 30 Linienschiffen der französischen Mittelmeerflotte übergeben. Am 18. Dezember setzten die Franzosen den Plan eines jungen Franzosen namens Napoleon Bonaparte und griffen die Befestigungsanlagen der Stadt an. Trotz erbittertem Widerstand fiel Toulon und Admiral Hood blieb nichts übrig als seine Soldaten einzuschiffen und die Stadt aufzugeben. Von der erbeuteten französischen Flotte konnte er nur 4 Linienschiffe und 15 Fregatten mitnehmen.

Hood wandte sich dann der Besetzung Korsikas zu, zu deren Übernahme er im Namen des Königs von Britannien von Pasquale Paoli eingeladen worden war. Die britischen Streitkräfte kombinierten Seebombardierungen mit amphibischen Landungen britischer Soldaten und Marineinfanteristen und wurden dabei von korsischen Freischärlern unterstützt. Die Franzosen wurden gezwungen sich nach Bastia zurückzuziehen. Hood führte dann eine Streitmacht um die Insel und belagerte die Stadt, die sich nach 37 Tagen Blockade ergab. Dieser Sieg war für das korsische Volk ausreichend, um durch Paoli Großbritannien die Treue zu schwören. Britische Verstärkung belagerte dann die letzte von Franzosen gehaltene Festung auf der Insel, Calvi, die zwei Monate lang bombardiert wurde und sich schließlich im August 1794 ergab.

Im April 1794 hatte er den Rang eines vollen Admirals erreicht. Im Oktober 1794 wurde Hood nach England zurückberufen. Hood hatte kein weiteres Kommando auf See, aber 1796 wurde er zum Gouverneur des Greenwich Hospital ernannt, ein Amt, das er bis zu seinem Tod innehatte. Hood wurde 1815 zum G.C.B. ernannt und starb am 27. Januar 1816 in Bath, wo er auf dem alten Krankenhausfriedhof in Greenwich begraben wurde.

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