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McCool

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Everything posted by McCool

  1. Was für ein aufreizender Anblick, diese dreiste Fregatte grinst den Kaiser da einfach frech an, und der kann gar nichts machen.
  2. Was das Größenverhältnis von Fregatte und Festung angeht, scheint mir ja die eventuelle Maßstabsabweichung nicht wirklich schwerwiegend - wichtiger ist es sicher, daß die Größenverhältnisse der Schiffe untereinander stimmen. Einen Eindruck vom Größenspektrum der Fregatten bietet ja das hier, insbesondere das letzte Bild. Der winzige 22er 6thrate Cyane, formell und strukturell eine Fregatte, und die gewaltige Constitution. Erstere hatte zunächst als Hauptbewaffnung nur 9-Pfünder-Kanonen, die später durch 32er Carronaden ersetzt wurden, die Constitution hatte enorme 24-Pfünder, also das Kaliber, das große 74er in den oberen Batterie führten.
  3. Ja, im Prinzip kämen die Zahlen vielleicht hin, die Länge an Deck war bei einem britischen 38er wie der Shannon ca 45 m. Allerdings hat die hübsche kleine Fregatte ja nur 12 Breitseitenpforten, d.h. sie müßte ein sehr kleines Expemplar sein, ein 6thrate von 22er oder 24er Kanonen? Die Dimensionen größerer und kleinerer Fregatten unterschieden sich wirklich enorm. Im Surprise-Buch von Lavery hat Geoff Hunt ein einfaches Surprise-Rumpfmodell, das er für die Entwicklung seiner Gemälde baute, dem Modellrumpf eines 38ers gegenübergestellt, das ist schon drastisch.
  4. Doch, ja, es gibt ja noch weitere Beispiele für gastronomisch gut ausgerüstete War Rooms!
  5. McCool

    Gestatten...

    Der berühmte Convoy-Capitän Carpfanger! Herzlich Wilkommen im Forum! Da hast Du ja ein ganz nettes Zeitfenster, das hier schön reinpaßt, denn es geht hier zwar sicher schwerpunktmäßig um die napoleonische Epoche, aber eben auch vieles vorher und später. Und ein schöner, großer Modellbau-Maßstab für Figuren & Funktionsmodellbau.
  6. Es gibt etwas, das wie eine zeitgenössische Abbildung erscheint (es ist aber nicht die bei Wikipedia), und da haben die Riemenblätter auf jeden Fall eine eigentümliche Form. Da werde ich nochmal versuchen rauszufinden, wo diese Illustration herstammt. Leider habe ich in sämtlichen Texten zu Drebbels Rudertauchboot bislang keine brauchbaren Quellenangaben gefunden.
  7. Zu Drebbel gibts auch einen Eintrag in der ADB von 1877, dort allerdings keine Erwähnung eines Tauchboots. Drebbel: Cornelis D., Physiker geb. zu Alkmaar 1572, † zu London 1634. Die viel und bis vor wenigen Jahrzehnten verbreitete Sage machte D. zu einem holländischen Bauern und zum Erfinder des Thermometers, welcher z. B. in Lambert's Pyrometrie (Berlin 1779 §. 57 ff.) geradezu als Drebbelscher Thermometer bezeichnet wird. Richtig wird wol sein, daß D., eines Landmanns Sohn, nach einer dem Studium gewidmeten Jugend und nachdem er schon bei Kaiser Rudolf II. in Gunst gestanden zum Erzieher der Söhne Kaiser Ferdinands II. ernannt wurde. Diese Stellung behielt er bis zu seiner Gefangennahme in Prag durch die Truppen Friedrichs V. von der Pfalz 1620, aus welcher ihn die Fürsprache König Jacobs I. von England (des Schwiegervaters Friedrichs V.) befreite, dem er verschiedene mechanische Kunstwerke zugeeignet hatte. D. scheint sich nun nach England begeben zu haben, wo er am Hofe große Gunst genoß und wo er bis zu seinem Tode blieb. Drebbel's Ansprüche auf Erfindung des Thermometers sind durchaus unbegründet. Dieselbe gehört vielmehr aller Wahrscheinlichkeit nach Galiläi zu. D. hat nur in seinem zuerst holländisch, dann 1621 in lateinischer Uebersetzung durch Lauremberg herausgegebenen Werke „De natura elementorum etc.“ einen Versuch beschrieben, wonach Flüssigkeit in einer Retorte, deren Hals unter Wasser mündet, erhitzt in Blasengestalt durch das Wasser entweicht, und wonach, wenn hierauf bei Wegnahme der Wärmequelle die Retorte erkaltet, Wasser in dieselbe hinaufsteige. Begründet scheint dagegen die zufällig durch D. gemachte Erfindung einer schönen Scharlachfarbe mittelst Zusatz von Zinnsolution zu Cochenilleextract. Auch scheint er die Wirkung erwärmter Luft als treibender Kraft frühzeitig erkannt zu haben. Um 1603 nämlich construirte er ein Clavicymbel, dessen Thürflügel bei darauf scheinender Sonne sich von selbst eröffneten, welches nur aus dem genannten Principe erklärt werden kann. Literatur Vgl. Lambert, Pyrometrie §. 24—25, 57 ff. und 497—498. Joh. Beckmann, Beiträge zur Geschichte der Erfindungen, Bd. III S. 43, Leipzig 1790. Ferd. Hoefer, Histoire de la Chimie, T. II. p. 128, Paris 1869 https://www.deutsche-biographie.de/sfz98434.html
  8. Von Drebbel habe ich auch noch nie etwas gehört! Eines wundert mich aber wirklich, wie will man den unter Wasser rudern? Mit einen Wriggriemen, oder mit nachgeahmten Flossen? (Sowas ist auf Zeichungen des Steinhuder Hechts zu sehen). Gewöhnliche Riemen werden kaum funktionieren.
  9. Richtig schöne kleine Häuschen! Quanto costa?
  10. Sie leiden ja auch nur fiktional. Aber es hätte mit Sicherheit keine bessere Frau für Jack gegeben, weil sie ihr Charakter buchstäblich Jacks Anker ist. Ihre Persönlichkeit gleicht Jacks Macken aus, und sie liebt ihn ja auch wahrhaftig. Mit Diana wäre er nicht fertiggeworden, und mit jener saftigen Mercedes, mit der sich der Teniente sich im 1. Band so ausgezeichnet versteht, und die er ganze zehn Jahre später wiedertraf, und es wieder funkte, kann man auch bezweifeln, daß das gutgegangen wäre. Da hätten sich wahrscheinlich ähnliche Charaktermerkmale ungünstig verstärkt.
  11. Daß Barbara und Hornblower kein gemeinsames Kind haben, hat vielleicht den Grund, daß Forester den Eindruck hatte, daß es sie zu eng verbindet? Es gibt da diese Szene, in der Barbara Hornblower auf die Nonsuch begleitet, wo diese gewisse Distanz zwischen beiden deutlich wird, die wohl oft herrscht, bis sich dann doch wieder ein Gleichklang einstellt. Barbara handelt ansonsten ja auch recht eigenständig, sie begleitet ihren Bruder in den Sündenfpuhl Wien, und sie heckt in Westindien sogar eine kleine Verschwörung aus, von der ihr Mann nicht wissen darf. EIn gemeinsames Kind wäre vielleicht in allen Krisennsituationen das gewesen, was sie zusammen und vielleicht Horny auch von manchen Fehltritten abgehalten hätte. Bei Jack & Sophie hat sich O'Brian bestimmt auch gedacht, daß er sie nicht zu glücklich machen darf. Es ist ja eine ziemlich komische Situation, als Jacks Haus schließlich von lauter Frauenzimmern übernommen wird, er nichts mehr zu sagen hat, und er deswegen endlich wieder auf die See entfliehen muß.
  12. McCool

    Britishmuzzleloaders

    Die Britische "Land Pattern Musket", gemeinhin bekannt als "Brown Bess"; genauer hier die Variante "India Pattern":
  13. Es wird ja eigentlich nie ausdrücklich gesagt, daß sie unfruchtbar ist, oder doch? Aber jedenfalls, daß sie es schmerzt, wenn der von ihr geliebte Richard für ihr Kind gehalten wird. Vielleicht hat sich ja auch Hornblower etwas eingefangen, in Frankreich, oder später in Rußland. Vermutlich von dieser gewissen Gräfin da Typhus, vielleiht ja noch irgendwas zusätzlich.
  14. Sieht sehr gut aus, das kleine Geschwader! Den Draht zu benutzen hat sich offensichtlich gelohnt, das Durchhängen ist ja bei Stehenden Gut gar nicht angebracht.
  15. McCool

    Pennyworth

    Ja, genau, irgendwie ist es schon albern, wie sie in umkreisen. Gotham fand ich ja auch gut, dieser neue Joker-Film soll ja sehr gut sein, obwohl er wohl irgendeine alternative Origin-Story ist, was mir normalerweise auf den Keks geht. Aber der Film ist wohl eh untypisch. Richtig übel ist aber sicherlich diese Batwoman-Serie, das versprechen schon die Trailer.
  16. Nein, das war natürlich nur ein vorverlegter Aprilscherz. Aber letztlich muß Forester es so ähnlich geplant haben. Es ist jedenfalls so, daß Hornblower sowohl bei den Todesumständen Sir Percys als auch Marias eine entscheidende Rolle spielt. Es ist ja ziemlich fies, aber Richard, bei dessen Geburt Maria ja dann letztlich stirbt, wurde ja von Hornblower im Eifersuchtsrausch gezeugt. Als Maria die Schwangerschaft bemerkt, bereut Hornblower das sogar, wenn ich mich recht entsinne. Bemerkenswerter Lapsus! Es sei denn, sie hätte ihn als lover gehalten wie Zarin Katharina ihre Toyboys.
  17. Erst verlobt, dann vergattet! Es gab dann noch ein für den vor Eifersucht brodelnden Hornblower noch etwas peinliches Dinner bei Sir Percy und Babs nach der Hochzeit. Die schlichte Maria mußte mit billige Baumwollstrümpfen auftreten, während Horny sich goldene Schuhschnallen geleistet hatte, aus dienstlichen Gründen natürlich. Aber glücklicherweise war verstand sich die ebenfalls anwesende Frau Capt. Boltons augezeichent mit Maria, und Barbara zeigte sich kein bischen hochnäsig. Die Frage ist doch aber, ob der raffinierte Hornblower vielleicht Sir Percy absichtlich in den Tod geschickt hat? Dieser bekanntermaßen unfähige Admiral, der ja sogar einmal im Sturm von Hornblowers Schiff gerettet werden mußte, sah sich natürlich gezwungen, die im Hafen von Rosas durch Hornblowers tolldreisten Streich buchstäblich zugrunde gegangene Sutherland zu rächen. Und hat Hornblower vielleicht damit kalkuliert, daß dieses von einem Blödian wie Sir Percy geleitete Unternehmen zwangsläufig zum tödlichen Desaster für Sir Percy werden mußte? Et voilà! Das edle Traumweib war wieder unbemannt.
  18. Hermann Hampe, Rick Dauzat: Legacies in Steel. Personalized and Historical German Military Edged Weapons 1800-1990. Durchgehend farbige Abbildungen, 608 Seiten, Format 10 X 12.5 inches. Casemate Publishers, September 2019. Die Autoren stellen in ihrem Werk fast 100 personalisierte Säbel und Dolche aus einem Zeitraum von fast 200 Jahren werden hier vor. Bemerkenswert ist dabei, daß nicht nur die aus Museen und Privatsammlungen stammenden Waffen selbst betrachtet werden, sondern daß auch die Biographien ihrer ehemaligen Besitzer vorgestellt werden, für die sie Attribute des Ranges und Ehrenzeichen waren. Legacies in Steel auf der Verlagspräsenz Buchvorschau Wir haben die Ehre, daß Herrmann hier im Forum Mitglied ist. Kürzlich veröffentlichte er hier diese hochinteressanten Beiträge über den Marinedolch des Admirals Wilhelm Kutter. 2009 veröffentlichte er bereits ein Werk über Deutsche Marinedolche.
  19. Mrs. Mason war auch nicht so furchtbar wichtig, wie da getan wird, und auch nur im üblichen Maß gräßlich. Hornblower denkt sich an irgendeiner Stelle schon, daß es wohl ein Naturgesetz sein müsse, daß man seine Schwiegermutter fies findet. Maria ist auf keinen Fall "even ghastlier". Außerdem finde ich interessant, daß sie in den zuerst geschriebenen Auftritten, die in der Gesamtchronologie später spielen - Happy Return ff - eigentlich unsympathischer geschildert wird, als in den von Forester später geschriebenen, chronologisch früheren Bänden. Vielleicht hatte Forester ein schlechtes Gewissen, weil er eine unsympathische Maria nur zu dem Zweck geschaffen hatte, sie bald wieder sterben zu lassen. Ihr bild in den anderen Romanen ist differenzierter, auch wenn sie selbstverständlich ihrem Horry oft gewaltig auf den Senkel geht - an irgendeiner Stelle denkt sich Hornblower einmal, daß er "die Liebesgier dieser Frau" nicht ertragen kann. Sie wird aber ansonsten auch mal als "gewitzt" geschildert, und daß sie sich von Horry nicht täuschen läßt. Forester konnte halt keine glückliche Ehe gebrauchen, aber Maria ist ein freundlicher, gutherziger Mensch, und sie empfindet aufrichtige Liebe zu Hornblower; was er tragischerweise nicht erwidern kann. Die beiden passen halt nur nicht zusammen, aber Maria ist nicht "ghastly". Übrigens, eine ganz brilliante Frauenfigur Foresters ist die phantastisch vulgäre "Herzogin von Wharfedale". Natürlich eine falsche Herzogin, ersonnen und dargestellt von der nicht mehr ganz jungen Schauspielerin Kitty Cobham, die sich mit diesem Geniestreich eine kostenlose Heimreise organisieren wollte. Brava! Die Täuschung war ja auch erfolgreich, sie hat alle hinters Licht geführt - die ganze Gesellschaft in Gibraltar, Hornblower, und zuletzt auch die Spanier, die sie aufgrund ihres falschen Status nicht in Gefangenschaft schmoren ließen, sondern nach England brachten, mit den wertvollen Depeschen.
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