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McCool

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Everything posted by McCool

  1. Es ist vielleicht ohnehin mal interessant, einen Blick auf die Ausrüstung der königlich preußischen Marine (bzw. Marine des Norddt. Bundes) zu werfen. Konkreter Anlaß ist ein interessantes Objekt, das Ian McCollum gerade auf seinem youtube-Kanal "Forgotten Weapons" vorgestellt hat. Es handelt sich um einen Colt Navy-Revolver von 1851, der 1858 an die preußische Marine ausgegeben wurde. Bemerkenswert ist, wie die Preußen an diese Waffen gelangten: Es handelte sich eigentlich um die Lieferungen Colts von 3000 Revolvern inklusive Zubehört an die russische Marine, die von den Preußen 1855 während des Krimkrieges beschlagnahmt wurden. Schließlich behielt man 1000 Revolver und versteigerte den Rest. Das gezeigte Exemplar ist mit KM 750 gestempelt. Besonders von McCollom hervorgehoben das Holster aus preußischer Fertigung, das interessanterweise eine Tasche für eine Wechseltrommel besitzt. Die gekaperten preußischen Marinerevolver zeigen den Stempel "Saml Colt New York", während z.B. eine Lieferung an die österreichische Marine die Londonder Adresse Colts aufweist.
  2. Ja, die beiden sehen wirklich gut aus, mir gefällt ja besonders dieser Je... äh völlig generische Abenteuergeländewagen! Wobei die Funktion ist dann doch etwas ernüchternd ist, er ist doch sehr, sehr langsam, selbst für einen Geländewagen. Ich hab dann immer die Fähigkeiten richtiger RC-Modelle im Hinterkopf, die sich auch so etwa in der Preislage finden. Aber für ausgesprochene Bausteinliebhaber, für welch die Funktion mehr ein nettes Plus ist, sicher eine super Sache.
  3. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat die 20 Jahre währende Restaurierung des Dampfers "Welle" in Bremerhaven unterstützt. Die 1915 als Doppelschraubenschiff mit zwei Dreifach-Expansionsdampfmaschinen gebaute Welle ist das "letzte verbliebene Schiff der Weserkorrektion". Es blieb bis 1975 im Dienst und war eines der letzten behördlichen Dampfschiffe. https://www.denkmalschutz.de/denkmal/dampfer-welle.html Hier ein Film unmittelbar vorm Ende der Dienszeit 1975: TV-Bericht über die Tätigkeit des Vereins Dampfer Welle 2010
  4. Was man alles aus Lego machen kann - einer dieser herumlatschenden mechanischen Star Wars-Kriegselefanten. Sicher eine Herausforderung für die Richtschützen an Bord! Jedenfalls, echt schöne, stabile und sehr kompakte Konstruktion, nicht so klapprig wie viele werkseigene Konstruktionen, die dann überdies nicht mal allzu viel können. Beachte auch noch die Infrarot-Fernsteuerung, die ja mittlerweile durch die blöde Händiäpp ersetzt wurde. Wie unternehmungslustig das Vieh am Ende des Videos aus dem Bild marschiert! Auch witzig:
  5. Kürzlich bin ich bei der Recherche über diese malerische Dame gestolpert. Denn ich hatte eine Zinnfigur geschenkt bekommen, die, wie ich herausfand, nach ihrem Gemälde "Balaclava" gestaltet ist - nach der zentralen Figur, dem Husaren Pennington, der am Angriff der Leichten Brigade teilnahm, ihn knapp überlebte und hier ziemlich shell shocked wirkt.
  6. Das ist ja insofern interessant, als daß Ridley Scott damit thematisch einen Kreis schließen würde - sein erster großer Film war ja "The Duellists" nach der Novelle von Joseph Conrad, die von zwei duellbesessenen Offizieren während der napoleonischen Kriege spielt (den Film habe ich übrigens vor nicht allzu langer Zeit erstmals gesehen und wollte hier noch etwas dazu schreiben). In Scotts nächstem Film - Alien - gabs ja noch Remniszenzen an Joseph Conrad mit dem Schiffsnamen "Nostromo" und "Narcissus". Handwerklich hat "The Duellists" Scotts dem grandiosen "Barry Lyndon" von Kubrick viel zu verdanken, um es nett auszudrücken (ähnlich wie Alien ohne "2001" so nicht denkbar ist). Kubrick hatte einen Napoleon-Film geplant, kann mir kaum vorstellen, daß das bei Scotts derzeitigem Projekt gar keine Rolle spielen solle. Phoenix ist ein phantastischer Darsteller, aber er scheint mir doch jetzt zu alt, um den jungen Bonaparte zu spielen. Der wurde bekanntlich mit 24 Brigadegeneral. Phoenix ist jetzt 46 und sieht auch nicht jünger aus- der Joker hat ihn bestimmt nochmal 7 Jahre altern lassen! Fraglich ist auch, worauf das Drehbuch basieren soll, das war m.E. immer Scotts Schwachpunkt. Der Drehbuchautor ist auch nicht einschlägig für Historiensachen bekannt... aber manchmal geschehen erstaunliche Dinge. Der Typ, der die geniale Miniserie "Chernobyl" gemacht hat, Craig Mazon, war vordem für solche Sachen wie jeweis zwei "Hangover" und "Scary Movies" bekannt. Na ja, die Chernobyl-Serie war irgendwie auch ein gruseliger Nuklearhangover, aber ich hätte nicht gedacht, daß das hinhauen kann!
  7. "Power Up" gibts übrigens ab dem 13. November. U.A. auch als sicher sehr drollige elektrifizierte Blitzbox zu einem absurden Preis.
  8. Auf dem - selbstverständlich sehr zu empfehlenden - Yotubekanal der "Stiftung Hamburg Maritim" gibt es eine Reihe ausführlicher Videos zur Peking - unten nur die längsten aufgeführt, von älter zu neuer. Eine komplette Peking-Playlist hier.
  9. Was ich auch wirklich sympathisch finde, ist seine Scott Ians spürbar ehrliche Begeisterung und die Würdigung Malcolms - andere würden so ein Format vielleicht benutzen, sich vor allem selbst zu stilisieren.
  10. Das ist der Triton, das Einzelschiff. Die rundlichen Linien der 12-Pfünder 32er Circe/Thames-Klasse waren oben verlinkt - hier nochmal im Vergleich zum Riß der Artois-Klasse 18-Pfünder 38er (oben, das größere Schiff). Auch von der Klasse wurden einige Exemplare aus Weichholz gebaut, auch mit Plattgat. Muß mal schauen, ob Gardiner einen Segelbericht zum Triton hat - ich weiß aber, daß einige der Schiffe, die unter dem Einfluß von Bentham/Gambier entworfen wurden, ziemlich stark stampften. Das ist allerdings leicht vorstellbar bei dem schick aussehenden überhängenden Bug, im Fall des Triton ziemlich extrem ausgefallen ist. Ethalion und die größere Amphion-Klasse (auch hier Weichholz-Exemplare), bei der Gambier wohl auch noch seine Finger drin hatte, ist das gemäßigt.
  11. Unabhängig von Einfuhren war man wohl beim Weichholz auch nicht, da dürfte einiges aus Kanada gekommen sein, nicht nur die Rundhölzer. Auf jeden Fall war ein Weichholz-Schiffskörper weniger dauerhaft und robust - leicht vorstellbar, daß sich die Verbindungen der Bauteile sehr viel leichter losarbeiten. Außerdem scheinen bei den Fregatten die Spanten grundsätzlich mehr Auflanger gehabt zu haben als ihre Hartholz-Pendants, die Robert Gardiner in "First Frigates" irgendwo zur Circe/Thames-Klasse schrebt. D.h. kürzere Stücke, noch eine weitere Verbindungs- und Schwachstelle. Daß man die Auflanger aus mehr Stücken zusammensetzen mußte, könnte ganz einfach daran liegen, daß Weichholz die Neigung hat, lang und gerade zu wachsen. D.h. z.B. die Einweichung der Bordwand nach innen kann nicht mit gewachsenen Krummhölzern gebaut werden. An Krummhölzern, "compass timber", herrschte ein ganz besonderer Mangel, und da versuchte man allerhand, die einzusparen oder mit kürzeren Segmenten zu arbeiten; dahin gingen auch etliche der Innovationen Seppings'. Ein experimenteller Schiffsentwurf aus den 1790ern, Triton, besaß fast keinen Sprung und fast gerade Seiten - da waren weniger gebogene Hölzer notwendig. Das Schiff selbst war eigentlich als 18-Pfünder-Fregatte geplant, erhielt aufgrund befürchteter struktureller Schwäche aber von Anfang an nur 12-Pfünder und hatte eine kurze Dienstzeit - ist aber sehr interessant und sicher nochmal gesonderter Betrachtung wert. Wie auch immer- die Tendenz, den Deckssprung und die Einweichung der Bordwände nach und nach zu eliminieren, war beim Triton durchaus wegweisend. Eine auffallende Eigentschaft der Weichholz-Fregatten war noch eine vereinfachte Heckkonstruktion mit Plattgat, einem "square tuck stern". Bei St Vincents entsetzlich veralteten Circes war noch ein Punkt, welcher der Festigkeit sicher nicht zuträglich war, daß man auf die Verwendung gewachsener hölzener Knie verzichtete. Da mußten dann ein dicker Klampenbalken - ähnlich wie bei Franzosen, glaube ich - und spezielle eiserne Beschläge reichen. Wie gesagt - Knie aus Weichholz sind halt nicht verfügbar, und die aus Harholz waren knapp und wurden für die 1. Wahl gebraucht. Nebenan ein Spant für das letzte Schiff der Circe Klasse, Alexandria.
  12. Die britische Ambuscade dürfte vor allem für eine beachtliche französische Leistung bekannt geworden sein: die Kaperung einer Marinefregatte durch einen tüchtigen französischen Freibeuter, die Bayonnaise, im Jahre 1798. Dieses Ereignis wurde natürlich in dem in maritimer Hinsicht nicht erfolgsverwöhnten Frankreich gern propagandistisch genutzt. Die Ambuscade von 1773 zählte zu den drei ersten Expemplaren der später während des Unabhängigkeitskrieges sehr zahlreich gebauten Amazon-Klasse, das waren mit 12-Pfündern bewaffnete 32er. Es gab, wenn ich das richtig sehe, über 30 Expemplare, und sehr viele davon scheinen recht alt geworden zu sein. In Gardiners "First Frigates" wird interessanterweise ohne weiteren Kommentar vermerkt, die Ambuscade sei aus Weichholz - "fir" - gebaut worden. Die Angabe findet sich auch noch in Winfields "British Warships... 1793-1817". Im chronologisch davorliegenden Band "British Warships 1714-1792", fehlt der Hinweis. Der letztere Band erschien zwei Jahre nach ersterem - gab es da vielleicht neue Erkenntnisse? Sollte die Ambuscade tatsächlich aus Weichholz gebaut worden sein, hätte sie wohl einen Altersrekord für die Schiffe dieser Art aufgestellt. Seltsam wäre, daß sie schon 1773 gebaut wurde, vor Kriegsausbruch - üblicherweise baute man die Weichholzschiffe in Zeiten vermehrten Bedarfs, erstmals wohl bereits während des Siebenjährigen Krieges, und später auch sehr umfangreich in den Koalitions- und napoleonischen Kriegen. Die Ambuscade wurde 1773 in Dienst gestellt, war im Unabhängigkeitskrieg aktiv und erfolgreich, erlebte auch Indienststellungen in der Zwischenkriegsszeit. Nach einer größeren Reparatur ab 1794 Koalitionskriege, Kaperung durch Bayonnaise Ende 1798 und als "L'Embuscade" in die französische Marine eingereiht. 1803 wurde die Fregatte durch die Victory zurückerobert und tat dann zwischen 1804-1808 im Mittelmeer Dienst. Wohl erst danach kehrte sie nach England zurück, wo sie 1810 abgewrackt wurde. Soweit ich weiß, wurden spätestens bei Kriegsende 1814/15 sämtliche der neu gebauten Weichholzfregatten außer Dienst gestellt und abgewrackt, selbst wenn sie erst wenige Jahre alt waren. Siehe dazu die Lebensdauer der Fregatten der Circe-Klasse von gerade 10 Jahren. Die Klasse basierte übrigens auf einer der ersten 12-Pfünder-Fregattenklassen aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges und wurde auf Druck des 1. Seelords St Vincent gebaut, der längst obsolete Muster bauen ließ, um die Größe und damit die Kosten der Fregatten zu reduzieren - eine sehr schlechte Strategie. Aber unter den Nachfolgern St Vincents wurden auch 18-Pfünder-Fregatten aktueller Klassen in Weichholz gebaut, teils nach leicht modifizierten Rissen - so z.B. Apollo-36er oder Leda-38er; wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, wurden auch diese Schiffe kaum 10 Jahre alt. Daß eine "fir frigate" in ziemlich aktivem Dienst fast 40 Jahre alt wurde, scheint mir ja recht unwahrscheinlich. Auskunft könnte der vielleicht der Baukontrakt geben, sofern noch vorhanden.
  13. Ja, das war eine phantastische Nachricht - das ist so viel AC/DC, wie noch möglich ist, nachdem das Rhytmmusgitarrengenie Malcolm nicht mehr lebt. Er war natürlich die Seele von AC/DC, aber sein Geist wird im kommenden Album sicher noch spürbar sein - soweit ich mal hörte, hatte er eine Menge Songideen hinterlassen. Daß nun allerdings Chris Slade wiederum ausgeschieden ist, nachdem er für Razor's Edge und die Rock or Bust-Tour schon zweimal für Rudd einspringen mußte, finde ich schade. Ich mochte sein druckvolles Trommeln bei AC/DC; und überhaupt ist es unglaublich, für wen der schon getrommelt hat - von Tom Jones und Manfred Mann über Gary Numan, David Gilmour bis Asia u.v.a. Slade in Action: Magic of Malcolm!
  14. AC/DC ist zurück! Mit Brian! Und Cliff!! Und sogar Phil... Wird spannend, was das neue Album bringt....bis dahin..
  15. Michael Hogan, der Darsteller des Colonel Tigh von der Galactica, hatte Anfang des Jahres einen schlimmen Unfall - Um ihn und seine Frau in dieser schlimmen Zeit zu unterstützen, wurde eine gofundme-Kampagne gestartet; das Ziel ist fast erreicht - Michael Hogan und seine Frau Susan waren vom Echo überwältigt.. hoffentlich bessert sich sein Zustand so bald und so weit wie möglich! https://de.gofundme.com/f/michael-hogan-fund Die Nachricht über Unfall die Kampagne habe ich vor ein paar Tagen mitbekommen, gerade als ich angefangen hatte, mir BSG endlich komplett anzuschauen. Michael Hogan jetzt als Colonel Tigh auf der Galactica zu sehen, im Wissen draum, daß er sich gerade den Weg ins Leben zurückkämpfen muß...
  16. Ein neueres Video zeigt die Reinigung des Modells. Und noch Hintergrundinformationen zum Modell
  17. Tatsächlich ein neuer Band in der "Anatomy"-Reihe, wie es aussieht? Stefan Draminski: The Battleship Scharnhorst, 336 Seiten, Osprey Publishing. Soll im Januar 2021 erscheinen. Gebundene Ausgabe ist bei A. mit 43,99 € gelistet. Wußte bisher gar nicht, daß es noch - oder wieder? - "Anatomies" mit festem Einband gibt.
  18. Wie auch immer dieser Film sein mag, die historische Figur ist äußerst interessant. Er war u.a. bei der Schlacht von Tschesme dabei. Wußte nicht, daß es diesen Film über Varvakis gibt, besten Dank für den Hinweis!
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