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McCool

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Everything posted by McCool

  1. Der Kinostart wurde von Februar auf den 22. März 2019 verschoben: https://www.hollywoodreporter.com/news/tom-hanks-wwii-drama-greyhound-moves-spring-2019-1124615
  2. "The good Shepherd", ein Roman Foresters von 1955, der im zweiten Weltkrieg spielt, kommt ins Kino. Die Handlung dreht sich um einen von Selbstzweifeln und "persönlichen Dämonen" gequälten Helden (klingt das entfernt bekannt?), den Zerstörerkapitän Krauss, dessen Aufgabe es ist, einen ihm anvertrauten Konvoi zu beschützen. Der Name des Zerstörers ist Greyhound, daher der Filmtitel. Der Originaltitel "The Good Shepherd" konnte für dne Film wohl nicht benutzt werden, weil es 206 irgendeinen Thriller dieses Namens gab, nehme ich an. Die Hauptrolle wird Tom Hanks übernehmen, der auch das Drehbuch geschrieben hat. Regisseur wird Aaron Schneider, die Rechte hat Sony erworben. Das ist zwar kein Segelschiff, aber es ist maritim und es ist Forester - das sind doch mal erfreuliche Filmnachrichten! Zum Filmprojekt: http://deadline.com/2017/02/tom-hanks-greyhound-wwii-film-sony-pictures-in-world-rights-deal-for-tom-hanks-wwii-sony-pictures-c-s-forester-aaron-schneider-1201907812/ Man sucht maritime Antiquitäten für die Ausstellung: http://www.americanpress.com/news/state/film-director-has-eye-on-ship-s-equipment-for-use/article_0a8fdcd0-f88b-11e7-bb3d-f79410f180b4.html Und irgendwo las ich, Darsteller werden auch noch gesucht. Wenn man also seebärenmäßig aussieht in in der passenden Weltgegend wohnt, kann man sich noch melden.
  3. McCool

    Im Herzen der See (2015)

    Den Film gibts übrigens nächsten Sonntag, 22.7. auf Sat 1 zu sehen, um 20.15 Uhr.
  4. Ab 3.12.15 startet dieser Film, der auf gleichnamigen Sachbuch von Nathaniel Philbrick basiert (wunderbar, mal ein grammatikalisch korrekter deutscher Filmtitel! "Im Herzen" und nicht "im Herz"!). Philbrick schildert darin die Geschichte des Walfängers Essex aus Nantucket, der 1820 auf einer Fangreise im Pazifik von einem Wal gerammt wird und versinkt. Das Ereignis war für Herman Melville die Inspiration zum Roman "Moby Dick", ein Überlebender erzählte Melville seine Geschichte. Jedoch - der grauenhaftere Teil der Geschichte war die die Jagd auf einen Wal, sondern, das, was nach dem Untergang des Walfängers geschah. Wird interessant, wo der Film seine Schwerpunkte setzt. http://www.imdb.com/title/tt1390411/ http://www.filmstarts.de/kritiken/144338.html https://en.wikipedia.org/wiki/In_the_Heart_of_the_Sea_%28film%29 Sehr zu empfehlen Philbricks Buch, die deutsche Übersetzung besitzt allerdings Mängel. http://www.napoleon-forum.de/index.php?showtopic=324
  5. Nicht der bayerische natürlich, sondern es ist Prinny gemeint, der spätere vierte UK-Georg. Diese achtteilige TV-Reihe von 1979 lief, wenn man dem hier glauben darf, nur zwischen 1983 und 1985 auf ORF 2 und einigen deutschen dritten Programmen. Kürzlich ist eine deutschsprachige DVD-Box erschienen, die vom Verlag hier annonciert ist. Die Reihe scheint ja kein derart zeitloser Klassiker zu sein wie andere BBC-Produktionen - bei der imdb sind die Bewertungen ziemlich positiv, aber es sind auch nur ziemlich wenige. Was u.a. daran liegen könnte, daß es die englischsprachige Fassung auch noch nicht so lange auf DVD gibt. Kennt es jemand? Lohnt es sich? *
  6. Wenn jemand von einem "deutschen Kulturschatz" redet, dann sollte muß der neben anderen deutschen Kulturschätzen bestehen. Die Filmkunst ist hierzulande sicher insgesamt ziemlich schwach. Obwohl es vielleicht andere Filme gibt, die eher als "Kulturschatz" gelten könnten. "Das Boot" sieht doch letztlich auf der erzählerischen Ebene ziemlich trivial aus. Die Stärken lieben in der Überzeugungskraft des Visuellen, das rettet das Boot. Ich find es ganz gut - eine der wenigen Eichinger-Produktionen, für die ich das sagen kann, Petersen sei dank - aber ich find wirklich nicht, daß es in jeder Hinsicht großartig und ein wirklicher "Kulturschatz" ist. Die Schauspielerei hat doch bei einigen ziemlich manieristische Züge, und die Charakterzeichnung ist ziemlich unsubtil, um es mal freundlich zu sagen. Von dem, was Buchheim auszusetzen hatte, halt ja vieles auch der künstlerischen Umsetzung und dem Pathos, wenn ich mich recht entsinne. Und wenn man weiß, daß auch Buchheim schon die realen Ereignisse ziemlich freizügig zurechtkomponiert und dramatisiert und Charaktere erfunden (den 1. strammen Nazioffizier gab es z.B. gar nicht) und zugespitzt hat, und das dann fürs Drehbuch nochmal vergröbert wurde, dann ist es mit der suggerierten Authentizität auch nicht mehr weit her. Der Öllappen in Grönemeyers Gesicht freut mich natürlich immer wieder, aber das war eine Drehbucherfindung und solch ein Vorfall hätte, wie Buchheim sagte, natürlich schwerwiegende Folgen gehabt, während im Film nur das Ego des Badegasts ein wenig geknickt wird. Hochinteressant sind ja im Zusammenhang mit Bucheims Roman und der Verfilmung die Tagebuchaufzeichnungen des ehemaligen LI Friedrich Grade, die von der Nordwestzeitung im Oktober 2016 zusammen mit Interviewvideos veröffentlicht wurden. Grade war da 100 Jahre alt. Im Film wurde er von Klaus Wennemann verkörpert, mit dessen Darstellung er offenbar sehr einverstanden war. https://www.nwzonline.de/hintergrund/der-letzte-augenzeuge-von-u96_a_31,1,2462531975.html https://www.nwzonline.de/u96 Der Übersichtlichkeit hier die Videos, die in den einzelnen Artikeln versteckt sind, und auf youtoube nicht gelistet sind: 1. Jugend 2. Über Buchheim (verbissen, Streber! Technikverstand) 3. Lernt U 96 kennen 4. Hintergründe zum Buch von Buchheim. (Bekommt Manuskript zur Durchsicht. Lehnt die "Zoten" im Buch ab. 5. Zur Verfilmung (Technische Beratung. Kritik am Film)
  7. "Das Boot" wird forgesetzt: Es soll eine achtteilige Miniserie für Sky produziert werden, die zeitlich an die Handlung des Petersen-Films von 1981 anknüpft. http://www.hollywoodreporter.com/news/das-boot-bavaria-sky-greenlight-905793 http://www.focus.de/kultur/kino_tv/der-welthit-das-boot-wird-fortgesetzt-bavaria-film-und-sky-wagen-sich-an-eine-legende-und-bauen-das-boot-neu_id_5661747.html?google_editors_picks=true Fraglich, ob das Sinne des eigenwilligen, knorrigen Bucheim gelegen hätte. Er war schließlich schon mit Petersens Film hochgradig unzufrieden. Hier übrigens eine Dokumentation Buchheims über den U-Boot-Krieg, die anscheinend nur einmal im Fernsehen lief.
  8. McCool

    Altstadt und Alter Zoll

    Demnächst sind die Modelle vielleicht sogar noch kompostierbar!
  9. "Das Boot" ist kein schlechter Film, besonders für deutsche Verhältnisse, und trotz Grönemeyer. Aber wer in diesem Film allen Ernstes "einen der Schätze der deutschen Kulturgeschichte" sehen will, könnte es glatt noch fertigbringen, den "Spiegel" für ein glaubwürdiges Informationsmedium zu halten. Daß eine Neuverfilmung vom erzählerischen Mehrgewinn her völlig überflüssig ist, sehe ich allerdings auch so.
  10. McCool

    Altstadt und Alter Zoll

    Bei der nächsten energetischen Sanierung des Originals wird man vielleicht noch die ganzen Simse abkloppen, das vereinfacht natürlich den Modellbau.
  11. McCool

    Holzkörper als Tischuntergrund

    Sieht wirklich interssant aus. Werden die wohl stabil genug sein, und etwas darauf und daran zu befestigen? Außer Malgrund meine ich - dafür sind sie ja eigentlich gedacht.
  12. Wie andernorts schon mal erwähnt, befinden sich in der Taschenbuchausgabe der Aubrey & Maturin-Reihe hinten kleine Essays - sowie das jeweils erste Kapitel des Folgebandes. Das waren in denen, die ich bisher kenne, folgende: 1. Master & Commander - Alan Judd: Winning Post at last. Aus Spectator, 1. Juli 1995 2. Post Captain - William Waldegrave: Patrick O'Brian. Aus "Critical Appreciation" (s.u.) 3. HMS Surprise - Charlton Heston: Arms and Man. Aus "Critical Appreciation". 4. The Mauritius Command - Brian Lavery: Jack Aubrey's Ships. Aus "Critical Appreciation". 5. Desolation Island - N.A.M. Rodger: The Naval World of Jack Aubrey. Aus "Critical Appreciation". Vier der fünf Essays stammen aus dem Band Cunningham: (ed.) Patrick O'Brian: Critical Appreciations and a Bibliography, 1994. Der Band Titel "Critical Essays..." veröffentlicht. Eine Rezension des Bandes findet man hier. Die Essays von Waldegrave und Judd sind sehr kurz und ganz nett, bieten ein paar zusätzliche Informationsbröcklein. Charlton Heston, auch kurz, schreibt eine hemmungslose Lobhudelei auf seinen Freund Patrick. Dabei disst er noch den armen Forester, wenn er feststellt, "but with a sure feel for comedy totally absent in Foresters Work, O'Brian eclipses his distinguished predecessor". Da ist ja was dran, aber nett ist es nicht, und Hestons Text bietet letztlich nicht viel Substanz. Der Aufsatz von Brian Lavery muß aufhorchen lassen, denn das ist natürlich D.E.R. Fachmann für die Royal Navy der Epoche, an dem niemand vorbeikommen kann, der sich mir ihr befassen will. Der Text ist allerdings, wie die oben verlinkte Rezension bemerkt, " chockablock with information on Aubrey's ships, is well done but dry." Es sind nicht alle Schiffe drin vor, und mit der Surprise setzt er sich am ausführlichsten auseinander. Allerdings hat Lavery selbst die Kenntnis über die reale Surprise seitdem selbst enorm erweitert, durch das gleichnamige Buch von 2008. Die Sache mit dem 36er-Mast sah dann realiter doch anders aus, auch wenn eine zeitgenössische Autorität die Sache kolportierte. Ja, trocken ist der Text, und endet ziemlich abrupt. Für erfahrene Lesesesselmatrosen ist nicht viel neues drin. Mit Zwölfeinhalb Seiten ist der Text recht lang, entsprechend an einen der kürzeren Romane gekoppelt. Fast doppelt so lang ist der Aufsatz von N.A.M. Rodger in "Desolation Island". Auch Rodger ist auf seinem Gebiet eine Autorität, er legte mit "The Wooden World. An Anatomy of the Georgian Navy" eine hochinteressante, recht simpel strukturierte Studie vor, welche sich mit den Lebensverhältnissen an Bord befaßt. Der Essay ist m.E. der bislang wertvollste in der Reihe. Er zeigt auf, wie schnell man an die Grenzen dessen kommt, was man über das Alltagsleben von Seeleuten der Zeit eigentlich weiß. Eine große Schwierigkeit, wenn man eine glaubwürdige fiktionale Welt erschaffen will, wie O'Brian es tat.
  13. Originaltitel: Mighty Wooden Warships. Gestern auf ntv; die Sendung lief dort schon einmal letztes Jahr. Gezeigt wurden Mary Rose, Victory, Constitution und Trincomalee - das ist auch gleich der positive Aspekt, ein paar nette Ansichten der Schiffe. Constitution und Victory sahen ziemlich gerupft aus, da man sie bis auf die Untermasten abgetakelt während der Überholung gefilmt hatte. Die Victory (laut deutscher Fassung ein "viktorianisches" Schiff, logisch) war schon in ihren neuen Farben zu sehen, auffällig dabei das ziemlich feurige Orangerot der Stückpfortendeckelinnenseiten/Trempelrahmen. Insgesamt mal wieder ein verhältnismäßig dämliches Fernsehprodukt. Schlechtes, oberflächliches Konzept, verschlimmert durch inkompetente Übersetzung.
  14. Der Production Designer Ken Adam (1921-2016. hat durch seine Arbeit viele berühmte Filme wesentlich mitgestaltet, so z.B. James Bond-Filme wie Dr No, Feuerball, Goldfinger, Diamantenfieber; Ben Hur; Kubricks Barry Lyndon und Dr Seltsam (Adam erfand den "war room", den Präsident Reagan nach seiner Wahl vergeblich suchte) und viele weitere, bis hin zu Star Trek-Filmen. Aber eine von Adams ersten Arbeiten war die für Raoul Walshs "Captain Horatio Hornblower, R.N.", zu Deutsch "Des Königs Admiral. Es gibt hier ein in Abschnitte untergliedertes Inteview (wohl 2015 geführt?), in dem er auch dazu etwas erzählt, z.B.: First Big Break: Captain Hornblower: https://www.webofstories.com/play/ken.adam/33 Zu Bernard Voisin, the Shipbuilder (der Mann, der die Schiffe für den Film in Villefranche herrichtete) https://www.webofstories.com/play/ken.adam/36 Raoul Walsh, a tough guy https://www.webofstories.com/play/ken.adam/37 Becoming the reluctant "ship man" https://www.webofstories.com/play/ken.adam/40 Man beachte, daß es jeweils Transkripte gibt, kann hilfreich sein. Ein paar Informationen und Fotos zu Ken Adams Arbeit am Film gibts auch im Ken Adam-Archiv: https://ken-adam-archiv.de/ken-adam/captain-horatio-hornblower-rn
  15. McCool

    Was lest ihr grade? Was ist neu im Regal?

    Das ist ein sehr interessanter Bursche. Obwohl ich mich noch nicht mit ihm selbst beschäftigt habe, stolpert man ja ständig über ihn, egal ob man sich mit Cook, Bligh, Flinders oder Darwin beschäftigt - Dampier war für die eine entscheidende Referenz. Sein Reisebericht wurde übrigens schon seit 1702 auf Deutsch veröffentlicht - >http://digitale.bibliothek.uni-halle.de/vd18/content/titleinfo/9215703 In maritimen Genre ist die Konkurrenz natürlich auch besonders hart.. aber jedenfalls gut zu wissen, auf welche Autoren es sich zu achten lohnt.
  16. Was gibts neues in eurem Bücherregal? Was habe ihr vor zu lesen? Vor ein paar Tagen fiel ich einem Antiquariat zum Opfer, das mir folgendes andrehte: Joseph Conrad: Der Nigger von der Narcissus (jepp, die Geschichte ist genauso "pc" wie der Titel verspricht! ) Wilhelm Raabe: Erzählungen (Die schwarze Galeere - spielt im Kampf der Niederländer gegen die Spanier; weiter: Else von der Tanne; Die Gänse von Bützkow; Horacker. Ulrich Bräker: Der arme Mann im Tockenburg. Lebenserinnerungen eines armen Schweizers, der u.a. im Siebenjährigen Krieg in die Fänge preußischer Werber gerät und an der Schlacht von Lobositz teilnehmen muß... Nicholas Monsarrat: Der ewige Seemann. Die Irrfahrten des Matthew Lawe. Der persönliche Bootssteurer Francis Drakes hat in der Schlacht gegen die Armada einen Anfall von Feigheit und wird deswegen zur Unsterblichkeit verflucht. Fortan muß er die Welt bereisen und Abenteuer erleben. 1588: Der Feigling. 1610: Auf Entdeckungsreise. 1670: Pirat. 1682: Schreiber der Admiralität. Mindestens einen weiteren Band gibts auch noch.
  17. Marie Antoinette und die Geheimnisse von Versailles [Doku, Arte 2018] Für Arte existieren zwei Abschnitte der Geschichte. "Das 20. Jahrundert", in dem man sich wohl hauptsächlich Nazis, 68ern usf. zu beschäftigen scheint. Außerdem gibt es dann noch "Die Zeit vor dem 20. Jahrundert". In diese Kategorie fallen die restlichen Jahrtausende seit Menschengedenken, und auch die Zeit, von der nur Archäologen berichten können. Unter den Dokumentationen aus diesem Feld gibt es eine interessante, sehr zu empfehlende Sendung über Marie Antoinette, ihr Wirken als Gartengestalterin und Kunstmäzenin, ihre öffentliche Wahrnehmung als meist vom Volk gehaßte Königin und Zielscheibe boshafter Gerüchte und Karikaturen, ihre Ehe mit dem dicken Ludwig, dem es nach sieben Jahren immer noch nicht gelungen war, mit der Gattin fruchtbringend zu kopulieren, weil ihm halt niemand gezeigt hatte, wie das ging. Die Sendung ist noch bis zum 22. Juli in der Mediathek zu sehen. https://www.arte.tv/de/videos/072463-000-A/marie-antoinette-und-die-geheimnisse-von-versailles/
  18. Ich wette, der war im Idealzustand schwarzbraun wie die Haselnuß, zäh wie leder und hart wie Kruppstahl. Und ich bin mir fast sicher, daß mir ZDF schon längst Informationen zu Einzelheiten dargeboten hat, basierend auf Dr. Morells intimer Kenntnis dieser Materie.
  19. McCool

    Was lest ihr grade? Was ist neu im Regal?

    Nachdem Jack in fernen Gewässern einem alten Seefuchs die Trauben versauert und Stephen einen kapitalen Rivalen erle(di)gt hat, Band 4: Patrick O'Brian: The Mauritius Command
  20. McCool

    Der gemordete Midshipman.

    O'Brian hatte es von Beginn an auf Kadetten abgesehen. In "Master & Commander" kommt ein junger Freiwilliger namens Henry Ellis an Bord. Er ist das Kind eines unausstehlichen Paares, das sich in Mahon sehr darum bemüht hatte, ihren armen Sproß auf Jacks Sophia unterzubringen, gegen die Zahlung von 50 Pfund. Dafür erlebte young Ellis auch ein bischen was, bevor er schließlich bei der Enterung der Cacafuego umkam. Der Anblick der Leiche bewegt Jack sehr. "The burials. That child Ellis in his hammock whith the flag sewed over him looked like a little pudding, and now at the recollection his eye clouded again." (S. 329). Und Jack hat den Eltern noch einen Brief zu schreiben. Ein etwas anderer Fall ist der Tod des kleinen Mädchen Dil, das Stephen in "HMS Surprise" durch Bombay führt. Das ist richtig fies, besonders weil Stephen wohl letztlich durch eine großherzige Tat,seinen Tod verursacht hat.
  21. McCool

    Der gemordete Midshipman.

    Als ich kürzlich nochmals in ein paar O'Brians las, fiel mir auf, daß doch eine recht große Zahl von Midshipmen verstümmelt oder gänzlich hinweggerafft wird. In "Feindliche Segel" wird Babbingtons Arm während des Gefechts der Polychrest zerschmettert, den er sich dann aber irgendwie ins Revers steckt und weitermacht. Letztlich muß er dann wohl immerhin doch nicht abgeschnitten werden. Da fiel mir aber der arme Reade ein (er taucht in Lohn der Navy als Lt. in dieser Konfiguration auf), den es schlimmer erwischt und dem man im jugendlichen Alter einen eisernen Haken verpaßt. In erwähntem Roman wird mehr beiläufig erwähnt, wie der ca 14-jährige Midshipman Hanson, der Bastard des Duke of Clarence, aufgrund seiner Boxleidenschaft entstellt wird ("Blumenkohlohr"). In einem weiteren Roman wird ein arg gelichtetes Fähnrichslogis beschrieben, das u.a. einen Knaben beinhaltete, der aufgrund irgendeiner Krankheit kahlköpfig wurde. Spektakulär geht es auch bei Foresters "Kapitän" zu. Im Gefecht mit der Natividad taumelt ein Bürschlein an Hornblower vorbei, dessen Leib zerfetzt wurde und der sich nur selbst noch mit seiner Jacke zusammenhält. Dem armen, schüchternen Schotten Galbraith wurden beide Beine abgerissen, und zudem muß er noch dazu in makabrer Weise als navarin de mouton d'amour dienen, damit sich Barbara und Hornblower näherkommen. Ein gewisser Clay liegt kopflos an Deck, aber ich weiß nicht mehr, ob das ein Midshipman war. Nicht, daß nicht insbesondere O'Brian die Mißgeschicke anderer Bordgenossen auch schockierend beschreibt; grausam ist manchmal Maturins sachliche und gänzlich gefühlskalte Diagnose. Aber ermorden nicht Autoren mit besonderer Vorliebe diese jungen Offiziersanwärter? Ist das die Würze des typischen Seeromans? Besteht eine besondere Wirkung dieser jugendlichen Opfer darin, daß hier die Sphären der Kindheit und des Krieges, die man heute säuberlich geschieden wissen möchte, in irritierender Weise aufeinandertreffen?
  22. McCool

    Toilettenpapierwasser...

    Danke für den appetitlichen Thementitel und das Video. Ein sehr schönes Ergebnis, obwohl es bei der Methode ja recht wenig Transparenzeffekt gibt. Ich frage mich, ob die Methode zur Rißbildung neigen könnte? Und man sollte sicher drauf achten, einen Lack zu nehmen, der nicht zum Vergilben neigt. Aber ich bin kein Lackexperte, muß ich sagen.
  23. McCool

    White Squall (1996)

    Oha, das war ja beeindruckend schwach. Das war wohl der schlechteste Film von Ridley Scott, den ich bislang gesehen habe, den Kolumbusfilm inklusive. Die Musik war ähnlich enervierend. Und zum Schluß noch Courtroomdrama, danke. Hinterher gabs ja noch "All is lost", an dem es in fachlicher Hinsicht natürlich wahnsinnig viel auszusetzen gibt, und zusätzlich noch schlicht Unlogisches. Aber ich finde den trotzdem insgesamt dennoch um Klassen besser, wegen der Stimmung, die er zu erzeugen vermag.
  24. Das Unglück des US-Segelschulschiffs Albatros 1960. Mit Jeff Bridges, Regie Ridley Scott. 26.6.2018, ZDF neo, 22.00 Uhr
  25. McCool

    Altstadt und Alter Zoll

    Sieht ein bischen nach Basis-Konditorenarbeit aus! Die kommen jetzt aber nicht in den Ofen, oder doch?
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