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Showing content with the highest reputation since 01/31/2017 in all areas

  1. 4 points
    Hat ein bisschen gedauert aber hier ist Verstärkung in Form von 3 Einheiten Kriegern
  2. 4 points
    Im Moment bemale ich meine französische Flotte noch, aber bald wird es ungemütlich im Kanal. Hier sehen wir einen bekannten Korsen, es mag vielleicht im Jahr 1805 gewesen sein, wie er über den Kanal zu den weißen Klippen von Dover schaut.
  3. 3 points
    https://www.welt.de/geschichte/article216433322/Fehmarn-1644-Schlachtschiff-des-Dreissigjaehrigen-Krieges-entdeckt.html Gruß Flyingdutchman
  4. 3 points
    Und die Keltenstreitmacht im ganzen.
  5. 3 points
    Buchfund online: Entstehung, Entwicklung, Dokumentation und Vergleich der Achtzehnpfünder-Fregatten aus Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika Zum Buch Gruß Flyingdutchman
  6. 3 points
    Hab jetzt die Komandoebene fertig. Königin Boudicca mit zwei Hauptleuten und Druiden
  7. 3 points
    Die "Somers Affair" wird in dem entsprechenden Wikipediaartikel erklärt. Auf die Meuterei stiess ich über folgendes Bild. Bemerkenswert sind die aufgenüpften Meuterer an der Großrah auf dem Stich. McCool wies bereits in diesem Thread auf den Vorfall hin:
  8. 3 points
    So hier sie angekündigten Streitwägen.
  9. 3 points
    I continue working on expanding my port. I have made two different dock sections that can be combined to make a custom dock. I add the link where you can buy it. I hope you like them. http://modeljship.com/en/43-terrain-and-scenery-1700
  10. 3 points
    Bisher hatte ich einige mehr oder weniger handliche Holzplatten für verschiedene Szenarien. Zum Beispiel drei große Platten mit einer "Wasser-" und einer "Grasseite". Leider bekamen die Platten beim hantieren auf den wackligen Holzböcken immer kleine Schäden an den Kanten. Ein weiteres großes Problem war die Lagerung der vielen Figuren und Modelle. Daher habe ich meinen War Room komplett umgebaut. Als Unterbau dienen im Moment 5 halbhohe Billyregale. Darauf kommen entsprechend große MDF-Platten (12mm). Diese habe ich mir Raufaserfarbe, blauer Wandfarbe und hochglänzendem Lack bemalt. Das gibt eine durchgängige Oberfläche mit praktisch unsichtbaren übergängen. In die Regale kommen alle Figuren und Modelle. Zwischen den Regalen ist Platz um größere Dinge zu stapeln (z.B. Koffer). Auf dem Bild seht Ihr einen Zwischenstand. Zwei von drei Platten liegen schon. Musste in zwei Schritten bemalen, denn in der Mitte hing eine Platte etwas durch. Gestern habe ich einen kleinen Metallwinkel von unten drangeschraubt um den Übergang der Platten verschwinden zu lassen.
  11. 3 points
    Langsam nimmt die kleine Stadt Form an. Die sprichwörtlichen Viertel sind jeweils 25x25 cm groß. So kannich die Stadt bei Bedarf in jede Richtung vergrößern und kombinieren. Werde auf jeden Fall auch noch 1/700 Figuren holen, sonst wirken die Straßen zu leer. Die Palmen habe ich bemalt, da sie zu sehr glänzten und nach Plastik aussahen. Die Bäume sind aus Nägeln, die ich kurz in Holzleim und dann im Streu gewendet habe.
  12. 2 points
  13. 2 points
    ... mit Sebastian Koch, Catherine Deneuve, John Cleese aus dem Jahr 2012. Der 1745 auf der griechischen Insel Psara geborene Ioannis Varvakis (Sebastian Koch) macht im 18. Jahrhundert das Mittelmeer als Pirat unsicher.
  14. 2 points
    Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber trotzdem recht interessant: https://allthingsliberty.com/2015/03/invading-america-flatboats-landed-thousands-british-troops-on-american-beaches/
  15. 2 points
    Zufälligerweise fand ich hier eine Darstellung von "Mortar Boats" oder Mörserflößen aus dem Sezessionskrieg aus einer Publikation aus den 1880ern. M.E. wurde sie möglicherweise nach einer Photographie gefertigt. Weil sie in den Text gedruckt war, habe sie ein wenig bearbeitet und die Satzfragmente des oben verlinkten Scans rundherum wegretuschiert.
  16. 2 points
    Vielleicht das letzte Spiel, das ich mi für die PS4 hole? Sieht auf jeden Fall toll aus. Eines meiner ersten Computerspiele war "Lords of the Rising Sun" auf dem Amiga. Das erinnert mich etwas daran. Open-World wie Red Dead Redemption. Allerdings soll es weniger "Hilfen" auf dem Bildschirm gehen. So muss man z.B. am Wind erkennen, wo die Hauptstory weitergeht. Stat Cursor auf dem Bildschirm weht das Gras in die richtige Richtung...
  17. 2 points
    So, das sind die fünf Coronamodule... Auf der Bergseite fehlen noch viele Bäume am Hang und am Ufer. Die Platten (jeweils 100x50 cm) sind noch nicht arretiert, weil ich die komplette Unterkonstruktion noch einmal umbauen muss. Der Fluss ist auch zu schmal. Den Fluss werde ich wohl noch um 50 cm verbreitern. Die Gebäude für die Stadtmodule sind zum großen Teil auch schon da. Einige Detailaufnahmen gibt es auch hier: https://www.instagram.com/rheingold.spur.n/
  18. 2 points
    Ein Ereignis ist eingetreten In einer der berüchtigten Wüsten Britaniens trifft an einem Fluss (???) Die II Legio Augusta unter Führung von Legat Vespersian und Präfekt Cato sowie Obercenturio Macro mit Unterstützung einer Kohorte Prätorianer auf eine Streitmacht der Kelten unter Führung von Königin Boudicca Die Römer müssen die andere Flussseite erreichen, es gibt drei Furten zum Überqueren. In der ersten Runde gelingt es den Kelten die Ufer der Furten zur Verteidigung zu besetzen. Diesem Scorpion gelingt es durch massiven Beschuss eine Einheit Krieger zurück zu drängen und... ..fast vom Spielfeld zu treiben. Dabei gerät auch eine zweite Einheit in Unordnung. Ansonsten rücken die Einheiten nur in Schlagweite vor. Der erste Nahkampf wird an der mittleren Furt ausgetragen. Dank der erhöhten Position gelingt es der Einheit Krieger die Prätorianer zurück zu drängen und in Unordnung zu bringen. Nachdem sich die Prätorianer kurz gesammelt und erholt haben greifen sie erneut an und ernichten die Einheit Krieger. Damit hat die erste Einheit den Fluss überquert, und sichert den Brückenkopf. An der Linken Furt sieht die Sache schon anders aus. Eine Einheit nackte Irre greift mit Unterstützung einer Hauptmanns die 1. Kohrte mit Obercenturio Macro an. Die Veteranen der 1. Kohorte lerne so auf die harte Tour das es weh tut die nackten Irren angreifen zu lassen. Die 1 Kohorte und Macro werden hinweggefegt. An der rechten Furt schaffen es die zweite Einheit nackte Irre die 3 Kohorte bis hinter die eigenen Auxilären fliehen zu lassen. Während sich im Hintergrund die 3. Kohorte wieder sammelt muss auch die Einheit Auxilläre einsehen wie brutal die nackten Irren sind. _Unterdessen rücken die Prätorianer vor greifen eine Einheit Krieger an, die aus dem Nahkampf flüchten und vom Schlachtfeld verschwinden. Im Hintergrund rückt die 2. Kohorte über die mittlere Furt vor. An der linken Furt kann eine Einheit Auxilläre eine Einheit Krieger schlagen und erobert das feindliche Ufer. In der Mitte ballt sich inzwischen ein Intensiver Nahkampf zwischen der 2. Kohorte mit Legat Vespersian als Unterstützung und einer Einheit Krieger mit Königin Boudicca. Der Kampf wogt einige Zeit ohne das eine Seite einen Vorteil erzielen kann. Zu beginn der nächsten Runde reagieren die Prätorianer am schnellsten und erwischen eine Einheit Krieger im Rücken und vernichten sie, bevor diese die 2. Kohorte und Vespersian in den Rücken fallen können. An der rechten Furt erledigen die nackten Irren nun auch die 3. Kohorte nachdem sie nachmal versucht hat das andere Ufer zu erreichen. Gerade als Boudicca die Oberhand zu bekommen scheint, rauscht die Prätorianer Kohorte in ihre Flanke. Durch diesen Angriff müssen die Kelten zurückweichen. Die Prätorianer setzen nach und die Krieger und ihre Königin fliehen vom Feld An der linken Furt versucht eine Einheit Auxilläre dem Angriff nackter Irrer stand zu halten... Und es kommt wie es kommen muss. An der rechten Furt zeigt ein Scorpion und eine Einheit Bogenschützen wie man es richtig macht. Durch massiven Beschuss wird die andere Einheit nackter Irrer ausschaltet. Damit endet das Gefecht. Beide Armeen sind gebrochen, die Römer erringen einen kleinen Sieg und das andere Ufer.
  19. 2 points
    Das Ereignis war sicher unschöner als das
  20. 2 points
    Hier sind auch meine Fotos der Constitution selbst: USS Constitution in Charlestown Sie war damals (2017) gerade in Überholung und die meisten Spieren und Rahen lagen neben dem Trockendock, so dass man sie von nahen fotografieren konnte. Auch die meisten Geschütze lagen dort.
  21. 2 points
    Was redet ihr hier über meinen ellenlangen.... ach so. Sieht so aus, als ob der Doc da in einer Szene im Bogen vom Dach pinkelt! Wie gemein. Der ist Doc in was? Sozialwissenschaften?
  22. 2 points
    Heute habe ich mal die ersten Module zusammengestellt und fotografiert. Auf dem Schiff fehlen noch die Passagiere. Am Ufer ein paar Bäume und der ICE steht noch ohne Bahndamm. Vorallem steht er, weil es keine Oberleitung gibt. ;-) Die Decks der Goethe sind noch nicht zusammengeklebt. Heute sollen ein paar LED-Streifen in der Post sein. Danach werden die Decks von Innen beleuchtet. Hab günstig 100 sitzende Figuren bei eBay bestellt und eingeklebt. Sind also nur Chinesen an Bord. :-) Auf das Deck kommen noch ein paar Preiserfiguren. Die muss ich aber noch bestellen.
  23. 2 points
    So wertvoll Klopapier war, bekommt das mit dem "Rheingold" langsam einen Sinn!
  24. 2 points
    Die sehen mal wieder genial aus! Demnächst können Deine Armeen in einem "Ereignis" aufeinandertreffen. Freue mich schon auf die "Ereignisberichte"!
  25. 2 points
    So habe dann jetzt doch mal weiter gemacht. 2 Einheiten Krieger und 1 Einheit Schleuderschützen als Plänkler sind dazu gekommen. Jetzt fehlt nur noch eine zweite Einheit Streitwagen und beide Armeen können auf einander treffen.
  26. 2 points
    Achtung nach dem Toilettenpapier kauft er jetzt die Läden mit Alufolie leer, wenn denn bei den ganzen Verschwörungstheoretiker die im Moment rumlaufen überhaupt noch was übrig ist.
  27. 2 points
    Am 11. Mai wurde in Bodenwerder Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen geboren, der so verunglimpfte "Lügenbaron", der doch eigentlich in seinem Pavillon nur haarsträubend phantasievolle Geschichten zur Unterhaltung seiner Gäste erzählen wollte. Ein anonymer Autor veröffentlichte die Geschichten, die offenbar weitere Kreise gezogen hatten, 1783, anonym als "Vademecum für lustige Leute", was dem Freiherrn gar nicht gefiel. Weiterver- und bearbeitet wurden die Geschichten dann von Raspe (einem diebischen landgräflich-kasselschen Münzsammlungskurator auf der Flucht) in England und teils auf dieser Publikation basierend, Bürger in Deutschland. Abgesehen von stetigem Ärger mit den bornierten Städtern hatte der Freiherr in der Tat einiges erlebt. 1737 begleitete er als Page den welfischen Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel nach Rußland. der dort die Zarin in spe Anna Leopoldowna heiraten sollte. Der Herzog nahm auf russischer Seite am Feldzug gegen die Türken auf der Krim teil, wobei ihn Münchhausen wahrscheinlich begleitete. 1739 wurde er Kornett in dem von Anton Ulrich befehligten Kürassier-Regiment, das in Riga stationiert war. Mit diesem Regiment nahm Münchhausen am russisch-schwedischen Krieg teil. 1740 starb Zarin Anna, Anna Leopoldowna fungierte kurzfristig als Regentin für ihren gemeinsamen Sohn mit Anton Ulrich, Iwan VI. Jedoch wurde dieses Regime 1741 zugunsten Elisabeth Petrownas gestürzt, Anna Leopoldowna und Anton Ulrich gefangengesetzt - sie kamen nicht mehr frei. Münchhausens weitere Aussichten in Rußland waren aufgrund dieser Entwicklungen ungünstig, seine militärische Karriere befand sich in einer Sackgasse, und so kehrte er 1750 nach Bodenwerder zurück, wo er den Rest seines Lebens auf dem Gutshof verbrachte; auf dem er geboren worden war. Offensichtlich schätzte er illustre Gesellschaft und Jagden. Nach kinderloser Ehe mit seiner ersten Frau Jacobine von Dunten (+1790) versauerte sich der Freiherr die letzten Jahre, indem er 1794 die unverschämte, verschwenderische und ehebrechende 20-jährige Majorstochter Bernhardine Brunsig von Brunn 1794 heiratete, von der er sich wegen Untreue fast sofort wieder scheiden lassen wollte - der Prozeß dürfte den kurzen Rest seines Lebens überschattet haben. Im Februar 1797 starb Münchhausen, der finanziell niemals vom Erfolg seiner "Lügengeschichten" profitiert hatte.
  28. 2 points
    Jammerschade, ich fand die Sachsen-Theorie irgendwie geil. Aber am geilsten finde ich die Annahme eines tragischen Frontalzusammenstoßes eines Maultiers mit einer germanischen Eiche. Stell ich mir grad bildlich vor. Ich glaub, den nehmen wir.
  29. 2 points
    Wieder was zur Epoche, der praktische Vergleich: Genauigkeit und Feuergeschwindigkeit von Brown Bess & Baker Rifle
  30. 2 points
    Heute mal wieder ein paar kleine Bäume gebaut. Ging recht fix. Nach dem "Drehen" mit Holzleim bestrichen und in Quarzsand gewälzt. Danach ein kurzes Bad im Farbglas.
  31. 2 points
    Die Tage habe ich Bridge of Spies auf Netflix geschaut. Finde Tom Hanks in der Rolle ganz gut. Nehme ihm die Rolle des Unterhändlers ab. Regie führte Steven Spielberg. Die "Hauptrolle" hat ja eigentlich die Glienicker Brücke. War vor vielen Jahren mal dort und konnte mir die Brücke live anschauen. https://de.wikipedia.org/wiki/Glienicker_Brücke
  32. 2 points
    Die Surprise (ex Rose), die im Film "Master and Commander" 2003 Jack Aubreys Schiff darstellte, wird derzeit umfassend repariert. Sie ist Teil des Maritime Museum San Diego und wird in seetüchtigem Zustand erhalten: 2017 im Trockendock: 2011 unter Segeln:
  33. 2 points
    Westfälische Weisheit: "Dat beste am Wein is dat Pils danach."
  34. 2 points
    Aufnahmen von einer kleinen "Sloop" namens Washington von 1797 im Ontariosee: Ebenfalls in dem See die bewaffnete Schnau Ontario der Provincial Marine. Sie lief im Mai 1780 vom Stapel lief und sank schon am 31. Oktober des Jahres im Sturm, als sie von Ft Niagara nach Oswego segelte:
  35. 2 points
    Ein Film der Kriegsmarine-Nachfolgeorganisation https://youtu.be/pd3iyU27J7Q
  36. 2 points
    Liam Gallaghers Audition für die Rolle des neuen Butlers & Chauffeurs im nächsten "Downton Abbey" Film und Eric Cantonas (!) für "The Crown".
  37. 2 points
    Obwohl ich tatsächlich gar nicht so weit von Fulda das Licht der Welt erblicken durfte, war ich die letzten zwei Tage dienstlich bedingt zum ersten Mal in dieser Stadt. Trotz klirrender Kälte und jahreszeitbedingter Dunkelheit konnte ich an einer sehr guten Stadtführung teilnehmen. Das Barockviertel ist wirklich sehenswert und ich kann mir sehr gut vorstellen, im Frühjahr oder Sommer noch einmal nach Fulda zu reisen. Angeblich soll die Stadt nach Kön das höchste Verhältnis von Kneipen zu Einwohnern haben... Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau, der auch Fürst von Nassau-Oranien-Fulda war, wurde in der Schlacht von Waterloo leicht verletzt. An der Stelle dieses Ereignis wurde am Rand des Schlachtfelds später der von weitem gut sichtbare Löwenhügel errichtet, der an die Schlacht und die Verletzung erinnern soll. Auch wenn die napoleonische Epoche nicht unbedingt die größten Spuren in der Stadt hinterlassen hat, ist Fulda für Fans von Geschichte auf jeden Fall einen Besuch wert. Bin sicher in den 1,5h nur einen Bruchteil der Sehenswürdigkeiten gesehen zu haben. Überregional interessant, wenn nicht sogar international, ist das Fulda Gap. Die Nato verortete während des Kalten Kriegs in Fulda den Hotspot eines heißen Kriegs. Ok, der nächste Tip ist nicht ganz ernst gemeint: Wäre sicher ein interessantes Trinkspiel, wenn Ihr während einer Stadtführung jedesmal einen Kurzen trinkt, wenn Bonifatius erwähnt wird.
  38. 2 points
    Zwei Briggs vor dem Château du Taureau:
  39. 2 points
    Das britische Geschwader kreutz schon eine ganze Weile durch meine Gefilde. Hab den Eindruck, es breitet sich Langeweile auf dem Deck aus. Zumindest lässt die Moral nach. Da passt es sehr gut, dass Gerüchte aufgekommen sind, eine französische Flotte wurde gesichtet. Ab jetzt heisst es wieder auf der Hut zu sein.
  40. 2 points
    Here with some buildings to compare the measures.
  41. 2 points
    Meinen Gruß an die Interessierten. Gern würde ich hier einmal einen Dolch für Seeoffiziere vorstellen. Ich werde es recht ausführlich halten, so wie auch gelegentlich in meinem neuen Buch über personalisierte Blankwaffen. Die kaiserlichen Marinedolche wurden von Offizieren in einer Vielzahl von Variationen erworben. Wir sehen Dolche mit Damastklingen in fast jeder Größe, vernickelte und einfache Klingen. Fast jeder Marinedolch für Kadetten wurde mit Namen versehen, aber personalisierte Offiziersdolche mit der offenen Krone - gekauft und persönlich von Offizieren ausgewählt - sind selten. Der wahrscheinliche Grund dafür ist die Tatsache, dass sie vom Offizier selbst gestaltet wurden, so dass das Risiko, sie zu verwechseln, gering war. Dolche für Marineoffiziere nach den Vorschriften von 1901 Im September 1901 fand in Danzig ein Treffen der deutschen und russischen Flotte mit Kaiser Wilhelm II. und seinem Cousin Zar Nikolaus II. statt. Während eines Abendessens erlaubte der deutsche Kaiser, in Anerkennung der Leistungen der deutschen Manövereinheiten, dem Marineoffizierskorps die Wiedereinführung des leicht zu tragenden Dolches für Marineoffiziere. Damit wurde auch dem russischen Zaren ein indirektes Kompliment gemacht, da alle russischen Marineoffiziere einen Dolch trugen; die russische Marine galt somit als Vorbild für die deutsche Marine. Dementsprechend wurde im Kabinettsbefehl zur Wiedereinführung von Marineoffiziersdolchen vom 13. September 1901 der russische Zare mehrfach erwähnt. Dies war ein bemerkenswertes Beispiel, das zeigte, wie eine mehr oder weniger einfache militärische Regulierung in einen diplomatischen Kontext eingebettet war. Leider fehlte dem Kaiser bei seinen öffentlichen Auftritten eine solche Diplomatie gelegentlich. Der vorgeschriebene Dolch war praktisch identisch mit dem der Seekadetten, hatte aber eine offene Krone und einen Griffdraht. Die Offiziere kauften ihre eigene Ausrüstung, auch ihre eigenen Handwaffen, so dass gewisse individuelle Eigenheiten entstanden, welche bemerkenswerterweise auch toleriert wurden. Dies war ein Grund, warum Marineoffiziere oft kurze, leicht zu tragende Dolche wählten, die mit verschiedenen Ornamentmerkmalen und unterschiedlichen Klingenformen ausgeführt waren. Manchmal blieben die Kadettendolche einfach so, wie sie waren, und nur ein Dolch Portepée wurde um den Griff gelegt. Die Offiziere genossen eine gewisse Wahlfreiheit bei ihren persönlichen Waffen und nutzten diese. Die Seitenwaffe eines Offiziers war eine der wenigen Möglichkeiten, ein Maß an Individualität zu erreichen. Personalisierung in der Kaiserzeit Seekadetten durften keine Dekoration mit Sprüchen, Versen oder anderen Informationen auf ihren Waffen führen, nur ihr Name war erlaubt. Die jungen Männer befolgten dies weitgehend und ließen ihre Namen meist unterhalb des Scheidenmundes auf der Terzseite eingravieren. Dolche des Musters von 1890, mit diesen Personalisierungen sind für Sammler und von der Geschichte faszinierte Personen äußerst interessant geworden. Aus den Namensgravuren, zusammen mit den antiquarischen Ranglisten der kaiserlichen Marine, ist es gelegentlich möglich, den Hintergrund eines Trägers eines bestimmten Dolch zu recherchieren. Dem oft kürzeren Dolch der Marineoffiziere wurde ein weniger zurückhaltender Dekorationsstil erlaubt. Widmungen, Namen und Zitate finden wir manchmal auf der Klinge, aber sie sind auch auf der Scheide zu finden. Das Auftreten von eingravierten Namen ermöglicht es Sammlern und Historikern manchmal, den Hintergrund der Waffe zu verfolgen und vor allem den des Trägers zu erkennen. Dies ist leider oft nur möglich, wenn der Träger einen ungewöhnlichen oder nicht allzu gebräuchlichen Namen hatte, auch wenn in der Kaiserzeit die Vornamen in den Marineranglisten in solchen Fällen abgekürzt wurden. Die Ausführung des Dolches hilft, eine Schätzung des möglichen Heratellungszeitraums zu geben. Die wichtigste Liste für die Forschung ist die so genannte Marine-Ehrenrangliste 1914-1918. In dieser Liste wurden 1930 alle Offiziere der ehemaligen kaiserlichen Marine, die im Ersten Weltkrieg Dienst taten, mit ihrem Rang, ihren Auszeichnungen, Pflichten und Tätigkeiten eingetragen. Dieser eher sperrige, umfangreiche Band kann z.B. in einem Antiquariat erworben werden; inzwischen gibt es jedoch digitalisierte Angebote. Viele Informationen, insbesondere über bekannte Marineoffiziere, sind auch im Internet zu finden. Der William Kutter Dolch Der hier vorgestellte Dolch ist vom Muster 1901, wie in der Verordnung beschrieben. Der Dolch hat die gleiche Länge wie der Dolch für Seekadetten von 1890, aber mit einem offenen Kronenknauf und einem Griffdraht, wie er für Seeoffiziere vorgeschrieben wurde. Die Klinge ist von bemerkenswerter Konstruktion. Aus Monostahl, aber vernickelt und mit einer gebläuten Zierätzung von Marinemotiven. Die Scheide ist mit einer handgravierten Dekoration und dem Namen des ehemaligen Besitzers unter dem rückseitigem Scheidenmund verziert. Wahrscheinlich wurde der Dolch von der Firma Carl Kaiser hergestellt, die 1905 insolvent ging und in dieser Zeit zu den besten, aber auch hochpreisigsten Herstellern gehörte. William Kutter Kutter wurde am 25. April 1863 im Micklefield House in Rawdon bei Bradford geboren. Sein Vater wurde höchstwahrscheinlich auch William Kutter genannt, das lässt sich aber aus den Aufzeichnungen der großen deutschen Community Bradfords im 19. Jahrhundert nicht eindeutig ermitteln. Der Vater kaufte Micklefield House in einer Auktion im selben Jahr, in dem der junge William geboren wurde. Williams' Schwester war Valery Emily "Lorry" Kutter, sie war die Mutter von Hans-Günther von Dincklage, einer Person, von der wir später hören noch werden. William trat am 23. April 1878 als Seekadett in die kaiserliche Marine ein. Ein Jahr lang sehen wir ihn als jungen Kadetten an Bord des Schulschiffes "Niobe" und der Kaiserlichen Marine-Schule in Kiel. Verschiedene temporäre Aufgaben aus Trainingsgründen führten in auf SMS "Renown", "Friedrich Carl", "Vineta" und "Mars" bis 1882, als er zum Seconde-Leutnant befördert wurde. 1883 sehen wir ihn auf der Panzerschiff "Deutschland" und ein Jahr später in der 1. "Matrosen Division", einer Marineinfanterieeinheit, als Zugführer. Im März 1885 zum Leutnant befördert, diente er auf verschiedenen Schiffen als Wachoffizier. Als Kapitänleutnant im Juli 1892 diente er als Wachoffizier auf dem Panzerschiff "Bayern". Von Juli 1893 bis 1894 diente er an der Marineakademie und 1895 wieder auf verschiedenen Schiffen. Der häufige Kommandowechsel für jüngere Offiziere war Teil des Versuchs, den Offizieren die Möglichkeit zu geben, ein breites Spektrum möglicher Aufgaben kennenzulernen. Von Oktober 1895 bis September 1898 wurde er auf die Torpedoboote versetzt und befehligte die Schiffe "D-7", "D-1" und "D-3". Im April 1899 wurde er in den Rang eines Korvettenkapitän befördert und war Erster Offizier bei SMS "Kurfürst Friedrich Wilhelm". Im selben Jahr kam es zu einer interessanten Veränderung in seinen täglichen Aufgaben. Wegen des Zweiten Burenkriegs reiste er im Oktober und November 1899 in die damalige deutsche Kolonie Kamerun. Er sah den ersten Tag eines neuen Jahrhunderts unter tropischem Himmel als Kommandant von SMS "Habicht", einem Schiff, das wegen der Spannungen zwischen dem kaiserlichen Deutschland und Großbritannien infolge des Burenkriegs in die britische Kapkolonie geschickt wurde. Glücklicherweise für das kleine deutsche Kanonenboot kam es zu keiner Konfrontation zwischen Kutters Schiff und der britischen Marine, so dass er zum Jahreswechsel von Duala zurück nach Deutschland reiste und im Frühjahr 1901 seine Heimat erreichte. Zwischen 1901 und 1907 war er Kommandant der SMS "Medusa", "Schwaben", "Weißenburg" und "Zähringen", ab 1904 als Kapitän zur See. Von Oktober 1907 bis zu seiner Außerdienststellung im April 1914 war er Kommandant des kaiserlichen Hafens bei Wilhelmshaven. Leider ist nicht bekannt, was er bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs getan hat, weder eine Rangliste noch die offiziellen Akten der Deutschen Bundesmarine, haben Informationen über diesen Zeitraum. Am 2. August 1914 wurde er jedoch zu den Waffen gerufen und diente bis zu seiner neuen Außerdienststellung 1916 als Kommandant der "II. Baudivision" im Marinehafen Wilhelmshaven, eine Einheit, die für die Erprobung neuer Militärschiffe zuständig war. Mitte Januar 1916 wurde er, höchstwahrscheinlich wegen seines Alters, wieder außer Dienst gestellt und ehrenhalber in den Rang eines Konteradmirals befördert. Spionage im Vorkriegsfrankreich? Interessanterweise hören wir in den 1930er Jahren, einer Zeit mit großen Spannungen in Europa, wieder von ihm. Hans Günther von Dincklage wurde in eine deutsche Adelsfamilie geboren. Gutaussehend, gut ausgebildet und mit einer bemerkenswerten militärischen Karriere, kämpfte er mit seinem Vater während des Ersten Weltkriegs an der russischen Front. Er war der perfekte Mann, um die Aufgaben der Abwehr an der Côte d'Azur im Gebiet des größten französischen Marinestützpunktes in Toulon zu leiten. Sein Rückzug aus der Armee 1929 war eine Vertuschungsgeschichte, die von seinen Vorgesetzten in Berlin erfunden wurde. Dincklage tauschte lediglich die Kavallerieuniform gegen den eleganten zivilen Anzug eines Geheimagenten. Seine Mutter, Valery Emily "Lorry" Kutter, war eine Engländerin, Dincklage's Onkel war der ehemalige Konteradmiral William Kutter. Es scheint offensichtlich, dass sein Onkel, ein ehemaliger Kommandant einer deutschen Marinebasis, mehr als hilfreich war, um mehr über die französischen militärischen Bemühungen zu erfahren, während er die Toulon-Basis an der schönen und sonnigen französischen Riviera beobachtete. Folglich beschreibt ein Bericht des 2eme Bureau von 1934 mit dem Titel "Verdächtiger Deutscher in Sanary", wie Dincklage in Südfrankreich "vom mediterranen Kurort Sanary-sur-Mer, 13 Kilometer von Toulon entfernt aus, seit vielen Jahren in der Villa Petite Casa lebend" Operationen durchführte. Dincklage und seine Frau hatten dort ein aktives soziales Leben, das Paar hatte sich u.a. mit ihren Nachbarn angefreundet, einschließlich des bekannten englischen Pazifisten Aldous Huxley. Einer der Freunde der Dincklage’s waren der französische Marineoffizier Charles Coton und seine Frau, die Sanary als "kleinen, angenehmen Hafen voller Künstler, Schriftsteller, Maler und Bildhauer" bezeichneten. Er erwähnte auch die Gerüchte um Sanary, dass Dincklage ein deutscher Spion sei, sagte aber auch: "Er hat nie mit mir über militärische Angelegenheiten gesprochen". Coton‘s Bemerkung war eine glatte Lüge. Später wurde Coton‘s Spionagetätigkeit bewiesen, er war Dincklages Kurier, der ständig zwischen Toulon und Paris reiste. Ein Bericht des Deuxieme Bureau bestätigte, dass Dincklage am 9. Februar 1935 von seinem zweiundsiebzigjährigen Onkel William Kutter, einem in Darmstadt lebenden Konteradmiral, besucht wurde. Kutter kam direkt aus Straßburg (damals Frankreich) und blieb bis Ende Februar 1935 in Sanary in der La Petite Casa. Der Admiral wurde am Bahnhof von Toulon nach dem Grund für seinen Besuch befragt. Er erzählte den französischen Agenten, dass er als Tourist nach Toulon gekommen war, aber er verriet nicht, dass er in die Villa Dincklage’s in Sanary gehen wollte. Ab 1940 wurde Dincklage als Begleiter von Coco Chanel bekannt. Er lebte zusammen mit Coco im Pariser Ritz-Hotel, das von deutschen Besatzungstruppen besetzt war und ein bevorzugter Wohnort für das gehobene deutsche Militärpersonal war. Beide lebten ein luxuriöses Leben, das von den unangenehmen Ereignissen im Krieg in Paris weitestgehend unbehelligt blieb. Dincklage, noch immer Mitglied der deutschen Abwehr, war auch dafür verantwortlich, dass Coco Chanel eine deutsche Spionin wurde. Ende 2014 wurden Dokumente des französischen Geheimdienstes freigegeben, die die Tätigkeit Coco Chanel’s im Zweiten Weltkrieg für Nazi-Deutschland bestätigen. Diese Dokumente identifizieren Chanel als eine Agentin des deutschen Geheimdienstes, der Abwehr. Chanel besuchte z.B.1943 Madrid, um den britischen Botschafter in Spanien, einen Freund von Winston Churchill, von einem möglichen Separatfrieden zu überzeugen. Ebenfalls 1943 reiste Chanel mit ihrer Liaison und "alten Freund" von Dincklage zum Reichssicherheitshauptamt nach Berlin. Chanel und Dincklage sollten Walter Schellenberg im Reichssicherheitshauptamt einen Plan erläutern, den Chanel Dincklage vorgeschlagen hatte: Sie, Coco Chanel, wollte den britischen Premierminister Winston Churchill treffen und ihn zu Verhandlungen mit den Deutschen überreden. Ende 1943 oder Anfang 1944 entwickelten Chanel und ihr SS-Vorgesetzter Schellenberg, der eine Schwäche für unkonventionelle Pläne hatte, einen Plan, um Großbritannien dazu zu bringen, einen separaten Frieden in Betracht zu ziehen, der von der SS ausgehandelt werden sollte. Als Schellenberg vom britischen Geheimdienst am Ende des Krieges verhört wurde, behauptete er, dass Chanel "eine Person sei, die Churchill ausreichend kannte, um politische Verhandlungen mit ihm aufzunehmen". William Kutters Neffe und Coco lebten im Ritz bis zur Befreiung Frankreichs, als von Dincklage nach Lausanne in der Schweiz entkam, gefolgt von Coco Chanel kurz nach dem Krieg. Das katastrophale Ende des Krieges sah Kutter nicht, er starb am 8. Oktober 1941 in Darmstadt
  42. 2 points
    Schön auch, wie Hakeswill geifert und sich Harper im Hintergrund brav abwendet. Hach, schade, ich würde ja auch echt gern wieder mal schauen, aber Amazon bietet offenbar nur Deutsch an. War aber immerhin Sean Bean, der mir in der Rolle mit seinem räudigen Englisch zu einer lebenslange Liebesaffäre mit britisch/irischen Dialekten verholfen hat. Hatten wir das schon? Keiner sagt so schön Baaastett wie Sharpie/Bean.
  43. 2 points
    Oh ja, viele von Euren Kassetten hatte ich auch im Regal stehen. Da habe ich auch eine lustige Geschichte: Meine Eltern haben ehrlich gesagt nie so richtig auf die Altersempfehlungen geachtet. Falls es die damals schon gab... Auf jeden Fall hatte ich eine Dracula- Kassette die ich hoch und runter gehört habe. Aber ich habe sie nicht verstanden. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich diese Kassette mal wieder hörte, in mich gegangen bin und plötzlich wusste, was dort passiert. Hab nur noch den Stecker gezogen und die nächsten Nächte nur noch mit Lich geschlafen...
  44. 2 points
    Hallo an alle, unser neuer Shop ist seit heute online ! Wir hoffen er gefällt Euch ! Viel Spaß beim stöbern ! Gruss Andy www.Hagen-Miniatures.de P.S. Anregungen und Kritik nehmen wir gerne entgegen und sollten Euch Fehler auffallen, wären wir dankbar wenn ihr uns diese mitteilen würdet !
  45. 2 points
  46. 2 points
    Dieses Modell steht in Philadelphia im Independence Seaport Museum:
  47. 2 points
    HMS RAINBOW 1747-1802 Die in Limehouse gebaute RAINBOW gehörte zu einer Klasse von altmodischen 44-Kanonen-Zweideckern des 1745er Establishments, die gerade zur Zeit ihres Stapellaufs durch den neu eingeführten Typ der "true frigate“, der "echten Fregatte", deklassiert wurden. Ohne die besonderen Bedingungen des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, so Robert Gardiner, hätte es nach dieser Gruppe wohl wenige neuen Neubauten gegeben, wenn überhaupt. Der Surveyor Slade entwarf 1769 mit der ROEBUCK das Typschiff einer neuen Klasse, dem während des ausufernden Krieges über 20 Bauten folgten. Die konkurrierende ADVENTURE-Klasse seines Kollegen Hunt brachte es auf 8 Exemplare. Die Fahrzeuge des 1745er Establishments waren noch deutlich kürzer als die ROEBUCKs – nur 133 ft lang vs 140 ft, und 830 bm vs 880 bm. Dennoch führten auch sie, wie die Roebucks, in der Unterbatterie 18-Pfünder, in der oberen 9-Pfünder. Im Unabhängigkeitskrieg waren bei RAINBOW letztere offenbar durch 12-Pfünder ersetzt. Ein Entwurf der Gruppe von 1745 zeigt keine Poop und nur eine Seiten- und Heckgalerien in einer Ebene, aber RAINBOW erhielt zwei Etagen. Hinter der oberen verbargen sich Kammern unter einer winzigen Hütte. Wie viele der 45er Schiffe mit Poop gebaut wurden, konnte ich nicht herausfinden, aber RAINBOW wurde mit Poop (oder Roundhouse, wie es auf dem Plan bezeichnet wird) in Dienst gestellt besaß sie offenbar noch bis mindestens 1777, wie zeitgenössische Gemälde nahelegen. In der kleinen Hütte befanden sich je eine Kammer für den Master und den ersten Leutnant. Im Hinblick auf die Sicht der Schiffsführung war das sicherlich sehr sinnvoll, denn der Ruderstand befand sich ja direkt davor auf dem Achterdeck. In Verlängerung der Poop anscheinend quasi als Vordach eine "Awning", wie es auch bei Ostindenfahrern gebräuchlich war. Auf dem Oberdeck,eine Ebene tiefer, befand sich selbstverständlich das Quartier des Kommandanten. Unter der Back waren die Kammern für Bootsmann und Zimmermann. Im acheren Bereich des Unterdecks weitere Kammern, die sich allerdings zwischen die Geschütze quetschten. In späterer Praxis standen die Geschütze ja einfach in den Kammern. Von den neun Schiffen des 1745er-Gruppe war die RAINBOW das letzte überlebende und das einzige, das noch am Unabhängigkeitskrieg teilnahm. Zwei der 44er waren durch Schiffbruch zerstört, sechs bereits abgewrackt worden, das vorletzte 1770. Die RAINBOW erlebte eine recht abwechslungsreiche Karriere. 1749 diente sie auf der Neufundland-Station als Flaggschiff für Commodore George Rodney, dem späteren Admiral und Sieger von Finisterre und den Saintes. Eine anderer bekannter Kapitän war im Unabhängigkeitskrieg Sir George Collier. Unter seinem Kommando kaperte der alte Zweidecker die amerikanische Rebellenfregatte HANCOCK, welche dann als HMS IRIS die Briten mit ihren hervorragenden Segeleigenschaften erfreute, und später auch noch die Franzosen. Zwischen RAINBOW und der freilich mit 12-Pfündern unterlegen bewaffneten HANCOCK kam es dabei zu keinem Gefecht, aus dem man Rückschlüsse auf den Gefechtswert der beiden Typen ziehen könnte, denn die Amerikaner waren ziemlich unerfahren. Aus Anlaß des Gefechts wurde eine Serie von vier Gemälden von Francis Holman angefertigt, die neben einer ganzen Reihe anderer interessanter Aspekte auch den Zustand der RAINBOW fast 30 Jahre nach ihrem Stapellauf dokumentieren. Das Schiff hat als Galionsfigur noch den Löwen, der für die älteren Schiffe charakteristisch war. Die Seiten erscheinen in einem dunklen Braun, was auf einen Anstrich mit Harpüse (engl „rosin“) hindeutet. In einer Seitenansicht und einer Dreiviertel-Heckansicht erkennt man sehr gut die doppelten Galerien. Das Schiff führt seinen trapezförmigen Besan noch an einer langen Rute. Zum Ende seiner aktiven Dienstzeit bekam die RAINBOW 1782 noch eine spektakuläre Aufrüstung, von der William James in der Einführung seiner „Naval History“ berichtet, weil es hier um artilleristische Innovationen ging. Die Bewaffnung der RAINBOW hatte bisher aus 20 x 18 Pfdr (UD), 22 x 12-Pfdr (OD) und 2 x 6-Pfdr auf der Back bestanden. Mit der neuentwickelten Carronade gab es eine eine neue Waffe, deren Verwendung noch ausgetestet werden mußte. Man erwog, die alten 44er aufzurüsten, um herauszufinden, ob sie mit verstärkter Bewaffnung in der Linie segeln konnten. Experimentell erhielt also die RAINBOW nun die furchterregende Bewaffnung von 20 x 68-Pfdr-Carronaden im UD, 22 x 42-Pfdr im OD und 6 x 32-Pfdr auf Back und Achterdeck. Das Breitseitengewicht hatte sich somit von 318 lbs auf 1238 lbs fast vervierfacht. Es ist fast unglaublich, aber das ist mehr als das Breitseitengewicht der Victory in der ursprünglichen Bewaffnung, sie kam nur auf 1172 lbs. Leider ist mir über Details der Umrüstung bislang nicht sehr viel bekannt. In einer biographischen Skizze des neuen Kapitäns der RAINBOW, Henry Trollope, wird erwähnt, die Carronaden seien auf dem Schiff nach dem „outside principle“ aufgestellt worden, die später jene der Glatton (USM). Dann wäre ja interessant, wie die Stückpforten und ihre Deckel aussahen, denn das „outside principle“ wurde ja ansonsten eher für die offene Aufstellung an Deck angewendet. Winfield gibt für GLATTON an, vielleicht William James' Aussagen von „fixed carronades“ für das Schiff folgend, sie seinen nach dem „non-recoil-principle“ aufgestellt worden, eine Methode, die erst nach 1800 kurzfristig größere Verbreitung fand, und vor allem von Samuel Bentham propagiert wurde. Ob James das aber wirklich meinte, ist mir nicht klar. Dieser erwähnt nämlich, daß die Seitenrichtung der Carronaden bei der GLATTON nicht geändert werden wollte; vom Rücklauf schreibt er nichts. Also vielleicht doch nicht „non recoil“? Wäre das bei 68-Pfündern und 42-Pfündern überhaupt noch möglich? Benthams „non recoil principle“ wurde ja wohl vor allem, wenn nicht ausschließlich, bei den Carronaden auf Fregattenachterdeck- und Back angewendet, also gewöhnlich „nur“ 32-pfündigen. Zuverlässige, konkrete Details zur Lafettierung bei der RAINBOW fehlen mir also. Auch ob on die Carronadenrohre , wie Informationen zur Gestalt der Carronadenrohre, abgesehen von der Länge der 68-Pfünder. Ob die Carronadenrohre noch Schildzapfen, oder schon den Ring an der Unterseite besaßen, ist offen. Nach seiner Umrüstung machte sich dieser wahrhaftige Cacafuego nun unter Kapitän Trollope auf die Suche nach Opfern. Schließlich fand er eines in der neuen französischen 18-Pfünder-Fregatte HÉBÉ vor der Isle de Bas. Warum es der Fregatte nicht gelang, sich dem alten kleinen Zweidecker durch Flucht zu entziehen, erscheint seltsam, weil auch die Französin sicher keinen dreckigen Boden hatte. Die HÉBÉ setzte sich mit Kanonen aus den Heckpforten zur Wehr, die RAINBOW feuerte aus den 32-Pfünder Carronaden auf der Back. Aber auch hier, wie im Falle der HANCOCK, entwickelte sich kein Gefecht, das grundlende Erkenntnisse über die Carronaden brachte, obwohl die Französin im Gegensatz zum Amerikaner dem Zweidecker gewachsen gewesen wäre - insbesondere, wenn der Kommandant erkannt hätte, daß die Carronaden auf große Distanz nutzlos waren. Den Franzosen fielen einige der erschreckend dicken Murmeln von den 32-pfdr-Backgeschützen auf das Deck (der französische Kapitän behauptete sogar, es seien 68er gewesen), und „they had their wheel shot away, and foremast badly wounded, which was the only damage she reveived“, (Trollope im NC) aber der Kommandant wollte wohl vermeiden, sich den vermutlich noch gröberen Kalibern der Breitseite auzusetzen und strich bald die Flagge. Vielleicht war er auch demoralisiert, weil unter den Getöteten an Bord der 2. Kapitän war, und daß er selbst leicht verwundet wurde. Als der Kapitän erkannte, wem er sich ergeben hatte, war er betroffen. „The distress of the Commander, the Chevalier de Vigny, on coming on board the RAINBOW, and observing the inferiority of that ship to the HÉBÉ in point of size on her decks, was so great that he could hardly refrain from tears. The HÉBÉ had five killed and several wounded, and was 300 tons larger than the RAINBOW, and had 100 more men [Anm: Und zwar 360]. The RAINBOW lost one man. This was nearly the last action in the war, as the preliminaries of peaxe were signed soon after.“ (USM) Wenn auch das Gefecht im Sinne des Carronaden-Experiments unergiebig war, sollte sich die HÉBÉ sollte sich als bedeutende Beute erweisen. Denn nach ihren schönen, von Sané entworfenen Linien sollten ab den späten 1790ern bis in die 1820er zahlreiche britische Schiffe gebaut werden: Die 38-Kanonen-Fregatten der Leda-Klasse, zu der Brokes SHANNON (1806) gehörte, und von der es mit TRINCOMALEE (1817) und UNICORN (1824) gleich zwei überlebende Exemplare gibt. Interessanterweise scheint Trollope aus den Erfahrungen mit den 68-Pfünder und 42-Pfünder Batterien keine negativen Schlüsse über diese Geschütze gezogen zu haben, denn als er 1795 das Kommando über den von der Marine angekauften und umgebauten Ostindienfahrer GLATTON übernahm, wurden die Unter- und Oberbatterie dieses 56-Kanonen-Schiffs mit ebendiesen Kalibern bewaffnet, und, wie das United Service Magazine behauptet auf Lafetten nach dem „outside principle as on the RAINBOW" (USM). Die 42-Pfdr Oberdeckscarronaden wurden allerdinsg bald gegen 32-Pfdr ausgetauscht. Mit reiner Carronaden- Bestückung kämpfte Trollope erfolgreich ein Gefecht gegen ein französisches Fregattengeschwader durch, aber dennoch wurden unter dem nächstem Kommandanten die 68-Pfünder durch 18-Pfünder-Langrohre ersetzt. Es war nun vielleicht hinreichnend deutlich geworden, daß die reine Carronadenbewaffnung mit ihrer geringen Reichweite dem Gegner eben die Möglichkeit bot, das Schiff aus sicherer Distanz zu bekämpfen. In der Literatur gelten die 68-Pfünder zudem als ungünstig, da die Vollkugeln nur mührsam zu handbaben waren. Das Kaliber wurde nie Standard in der Navy eingeführt, und die beiden Carronaden dieses Kalibers an Bord der Victory waren irregulär. Vermutlich haben sie bei Trafalgar auch keine Vollkugeln verschossen, das ist bestimmt dokumentiert. Die RAINBOW jedenfalls erhielt keine weitere Gelegenheit mehr, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Mit Kriegsende wurde sie receiving ship in Woolwich, später aufgelegt, und erstaunlicherweise erst 1802 verkauft. Falls jemand zu den Carronaden mehr weiß, oder Pläne in höherer Auflösung gefunden hat, wäre ich für Hinweise dankbar. Literatur Howard Chapelle, The History of American Sailing Ships. Robert Gardiner, Navies and the American Revolution. William James, Naval History of Great Britain Vol 1, New Edition 1837, S. 36 f. Brian Lavery, The Ship of the Line, Vol. I. Rif Winfield, British Warships in the Age of Sail 1714-1792. Rif Winfield, British Warships in the Age of Sail 1793-1817. Periodika The Annual Register for the Year 1782, London 1783, Vol 25, S. 220. Le Mercure de France, 8. Octobre 1782, S. 73f. The Naval Chronicle, Biographical Memoir of Henry Trollope [NC] The United Service Magazine 1840, Part I: Admiral Sir Henry Trollope, G.C.B., S. 244. [USM]
  48. 2 points
    Ich bin auch sehr gespannt auf diese Serie, wird Zeit für eine neue Raumschiff-Serie, sowas fehlt echt! Was die neuen Klingonen betrifft, die sollten das genetische Experimentieren echt mal einstellen!
  49. 2 points
  50. 2 points
    Ich habe die Fotos noch nicht sortiert, deshalb kann ich da noch nicht viel verlinken. Man konnte wenn man an Bord ging recht nahe an den Rand des Trockendocks, zumindest der Teil mit der vorderen Hälfte des Schiffs. Den hinteren Teil des Schiffs konnte man etwas von der Cassin Young aus sehen. Aber das Unterwasserschiff selbst habe ich nicht so beachtet - es nicht so interessant für Wasserlinienmodellbauer... Hier eine Ansicht von vorne: und von achtern:
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